DE10133337A1 - Träger für ein spurgebundenes Hochgeschwindigkeitsfahrzeug - Google Patents
Träger für ein spurgebundenes HochgeschwindigkeitsfahrzeugInfo
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Abstract
Ein Träger (1) für ein spurgeführtes Hochgeschwindigkeitsfahrzeug, insbesondere eine Magnetschwebebahn, ist in Abständen auf Pfeilern (9) gelagert. An dessen Außenseiten sind Funktionselemente (7) zum Führen des Fahrzeuges angeordnet. Die Außenflächen des Trägers (1) sind in Bezug auf das Fahrzeug strömungsgünstig ausgebildet, indem, in Längsrichtung des Trägers (1) gesehen, im wesentlichen keine Querschnittsveränderungen des Trägers (1) vorgesehen sind und die Gestaltung des Trägers (1) die Pfeiler (9) gegenüber dem Fahrzeug weitgehend abdeckt. Der Träger (1) ist in Kurvenbereichen des Fahrweges kürzer und gegebenenfalls niedriger als in Geradenbereichen des Fahrweges ausgeführt.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Träger für ein spurgeführtes Hoch
geschwindigkeitsfahrzeug, insbesondere eine Magnetschwebebahn, wobei
der Träger in Abständen auf Pfeilern gelagert ist und an dessen Außenseiten
Funktionselemente zum Führen des Fahrzeuges angeordnet sind, gemäß
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Aus der DE 41 15 935 C2 ist beispielsweise eine Fahrwegkonstruktion für
Magnetschwebefahrzeuge bekannt, bei welcher an einem Träger nach innen
gerichtete Ausrüstungsteile zum Führen des Fahrzeugs vorgesehen sind.
Der Träger selbst ist im Querschnitt U-förmig ausgebildet. Der Träger ist auf
Pfeilern gelagert, wobei zur besseren Aufnahme des Trägers Halterungen
vorgesehen sind, in welchen die Träger liegen. Die Halterungen umgreifen
den U-förmigen Querschnitt von außen und stabilisieren somit den Träger.
Die Halterungen selbst sind wiederum auf Lagerstellen auf den Pfeilern ge
lagert. Nachteilig bei einer derartigen Fahrwegkonstruktion ist es, daß der
Träger durch die offene Trägerkonstruktion eine relativ hohe Elastizität auf
weist. Obwohl die Ausrüstungsteile sehr exakt zueinander angeordnet sein
müssen, um das Fahrzeug führen zu können, ist durch die Konstruktion die
ses Fahrwegs nur mit Hilfe der Halter eine ausreichende Stabilisierung des
Trägers und Positionierung der Ausrüstungsteile möglich.
Aus der DE 38 25 508 C1 ist ein Fahrweg bekannt, welcher aus einem hoh
len, im wesentlichen T-förmigen Träger besteht. An den Außenseiten des
Obergurtes des Trägers sind die Funktionselemente zum Führen des Ma
gnetschwebefahrzeuges angeordnet. Der Träger selbst ist wiederum auf ein
zelnen Pfeilern gelagert, wobei die Pfeiler Halterungen aufweisen, welche
die Basis des Trägers umgreifen. Nachteilig bei einem derartigen Träger ist
es, das er durch die Konstruktion bedingt zwar exakter die Funktionsele
mente zueinander positioniert als bei einem Fahrweg aus der DE 41 15 935
C1, aber trotzdem eine immer noch nicht gute Verwindungssteifigkeit auf
weist. Dies wirkt sich insbesondere bei extremen Hochgeschwindigkeiten
des Fahrzeugs, beispielsweise bei über 500 km/h in Form eines manchmal
unruhigen Laufes des Fahrzeuges aus.
Bei oben beschriebenen Ausführungsformen des Standes der Technik ist es
nachteilig, daß insbesondere bei den genannten besonders hohen Ge
schwindigkeiten moderner Magnetschwebebahnfahrzeuge der Strömungs
widerstand der Träger und deren Lagerungen einen ruhigen Lauf der Fahr
zeuge behindern. Insbesondere die Halter der Träger oder die Pfosten, auf
welchen die Träger gelagert sind, bewirkten regelmäßig Stöße auf das Fahr
zeug, wenn die verdrängte Luft auf deren Widerstand stößt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, durch eine entsprechende
Gestaltung der Träger für Hochgeschwindigkeitsbahnen für einen ruhigen
und komfortablen Lauf der Hochgeschwindigkeitsfahrzeuge zu sorgen.
Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1 oder 12.
Ist die Außenfläche des Trägers in Bezug auf das Fahrzeug strömungsgün
stig ausgebildet, indem in Längsrichtung des Trägers gesehen im wesentli
chen keine Querschnittsveränderung des Trägers vorgesehen ist und die
Gestaltung des Trägers die Pfeiler gegenüber dem Fahrzeug weitgehend
abdeckt, so wird in vorteilhafter und erfinderischer Weise bewirkt, daß die
von dem Fahrzeug verdrängte Luft gleichmäßig abströmen kann und somit
eine ruhige Fahrt des Fahrzeugs gewährleistet. Durch die erfindungsgemäße
Gestaltung des Trägers wird zudem eine höhere Quersteifigkeit des Trägers
erzielt, wodurch ebenfalls ein gleichmäßiger, komfortabler Lauf des Fahr
zeugs bewirkt wird. Dadurch, daß der Querschnitt des Trägers weitgehend
gleichbleibend gestaltet ist, werden keine Strömungsstöße auf das Fahrzeug
verursacht. Die gleichmäßige Strömung wird auch dadurch erzielt, daß die
Pfeiler gegenüber dem Fahrzeug abgedeckt sind und somit die Lagerung
des Trägers die Abströmung der durch das Fahrzeug verdrängten Luft nicht
stört. Auch hierdurch wird der gleichmäßige Lauf des Fahrzeugs unterstützt.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Träger derart gestaltet ist, daß er ei
nen Untergurt aufweist, welcher den Pfeiler überdeckt oder strömungsgün
stig abdeckt. Hierdurch wird bereits durch die Gestaltung der Grundform des
Trägers die Strömung an dem Pfeiler vorbeigeleitet. Zusätzlich oder alterna
tiv kann es vorteilhaft sein, wenn der Träger eine den Pfeiler im wesentlichen
überdeckende und/oder strömungsgünstig angeordnete oder gestaltete Auf
lagerkonsole aufweist.
Vorteilhaft ist es, wenn der Träger wenigstens eine Öffnung zur Inspektion
des Hohlraumes des Trägers aufweist. Hierdurch wird bei den regelmäßig zu
erfolgenden Inspektionen des Trägers die Zugänglichkeit und Überprüfung
der Zuverlässigkeit des Trägers erleichtert. Außerdem kann durch die Öff
nung Personal in das Innere des Trägers einsteigen und dort für den Betrieb
des Fahrzeugs abhängige und unabhängige Versorgungsleitungen und/oder
Kommunikationsleitungen verlegen und warten. Durch diese Nutzung des
Hohlraums des Trägers kann eine sehr kostengünstige Verlegung von Lei
tungen erfolgen. Auch Leitungen, welche nichts mit dem Betrieb des Fahr
zeugs zu tun haben, können an der bereits vorhandenen Trasse des Hoch
geschwindigkeitsfahrzeugs mit verlegt werden und somit eine besonders ko
stengünstige Verlegeart gewähren. Es kann somit vermieden werden, daß
separate Träger beispielsweise für Kommunikationsleitungen installiert oder
diese Leitungen separat im Boden verlegt werden müssen.
Vorteilhafterweise weist der Träger einen strömungsgünstigen Lichtraum zur
Aufnahme der die Funktionselemente umgreifenden Führungselemente des
Fahrzeugs auf. Der Lichtraum ist dabei ebenfalls wie der Träger im Auflager
bereich ohne wesentliche Querschnittsänderungen ausgebildet. Hierdurch
wird auch die Abströmung der Luft positiv beeinflußt. Darüber hinaus wird ein
im wesentlichen I-förmiger Träger geschaffen, welcher eine besonders hohe
Stabilität, Verwindungssteifigkeit und Tragfähigkeit aufweist.
Die Lagerung des Trägers auf dem Pfeiler ist vorzugsweise so, daß Lager
elemente an dem Untergurt des Trägers angeordnet sind. Die Lagerele
mente sowie der Pfeiler werden hierdurch mittels des über den Pfeiler hin
ausragenden Untergurtes abgedeckt. Strömungsstöße werden hierdurch
vermieden.
Eine besonders vorteilhafte Herstellungsweise des Trägers besteht darin,
daß der Träger aus Beton, insbesondere aus einem Betonfertigteil herge
stellt ist. Hierdurch ist eine sehr präzise und fehlerfreie Herstellung der Trä
ger in Fertigungshallen möglich. Eine Abhängigkeit beispielsweise von der
Witterung beim Herstellen des Trägers aus Ortbeton wird hierdurch vermie
den.
Um eine besonders hohe Stabilität des Trägers zu erreichen, ist es vorteil
haft, wenn der Untergurt breiter als der Obergurt ausgebildet ist.
Zur Aussteifung des Trägers ist es vorteilhaft, wenn er ein Schott oder Vou
ten aufweist. Die Querschnittsform des Trägers kann dadurch bei gleicher
Steifigkeit des Trägers kleiner bemessen werden. Sind in dem Träger Vou
ten angeordnet, so ist neben der Aussteifung auch eine einfache Veranke
rungsmöglichkeit für Spannglieder geschaffen.
In Kurvenbereichen bildet der Träger vorteilhafterweise eine Raumkurve ab,
indem der Träger um dessen Längsachse verdreht gelagert ist und durch
Verlängerung und/oder Verkürzung der Kragarme ein Radius gebildet wird.
Eine weitere Möglichkeit der Abbildung der besteht darin, daß der Obergurt
des Trägers um dessen Längsachse verdreht ausgebildet ist und durch Ver
längerung und/oder Verkürzung der Kragarme ein Radius gebildet wird.
Eine Raumkurve des Trägers in Kurvenbereichen ist auch dadurch abzubil
den, indem Befestigungskonsolen der Funktionselemente im Verlauf der
Längsachse des Trägers höhenversetzt angeordnet sind und durch Verlän
gerung und/oder Verkürzung der Befestigungskonsolen ein Radius gebildet
wird.
Es wurde in vorteilhafter und erfinderischer Weise festgestellt, daß die Bear
beitung der Träger wesentlich schneller, kostengünstiger und genauer
durchführbar ist, wenn die Trägerstücke in den Bögen kürzer sind und damit
am einzelnen Träger weniger bearbeitet werden muß, hingegen in den Ge
radenstücken lange Träger von Vorteil sind, da sie weniger oft gelagert wer
den müssen. Die kürzeren Träger können dann auch bei gleicher Steifigkeit;
zur Einsparung von Material für den Träger, weniger hoch ausgeführt werden
als die einen größeren Stützabstand aufweisenden Geradenstücke.
Ist der Hohlraum des Trägers unten offen, wodurch der Untergurt zweiteilig
ausgebildet ist, so wird ein sehr leichter und kostengünstiger Träger ge
schaffen, der häufig die geforderten Anforderungen hinsichtlich der Steifig
keit des Trägers erfüllen kann.
Weist der Hohlraum des Trägers Schotten auf, so wird der Träger zusätzlich
versteift.
Weitere Vorteile sind den Ausführungsbeispielen zu entnehmen. Es zeigt
Fig. 1 einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Träger,
Fig. 2 einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen überhöhten
Träger,
Fig. 3 einen weiteren Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen
Träger,
Fig. 4 einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Träger für
ein Kurvenstück,
Fig. 5 einen weiteren Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen
Träger für ein Kurvenstück,
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen
Trägers,
Fig. 7 eine perspektivische Ansicht eines weiteren erfindungsgemä
ßen Trägers.
In Fig. 1 ist ein Querschnitt eines erfindungsgemäßen Trägers 1 dargestellt.
Der Träger 1 ist aus einem Betonfertigteil hergestellt und weist einen Ober
gurt 2 und einen Untergurt 3 auf. Obergurt 2 und Untergurt 3 sind mittels
Stegen 4 miteinander verbunden und bilden einen Hohlraum 5. Zum Einstieg
von Inspektionspersonal oder zum Verlegen von Leitungen in dem Hohlraum
5 ist eine Öffnung 10 vorgesehen. Pro Träger 1 dient mindestens ein, vor
zugsweise mehrere Öffnungen 10 für die einfache Zugänglichkeit des Hohl
raums 5. Ist eine große Anzahl von Öffnungen 10 vorgesehen, so kann dies
zu einer deutlichen Reduzierung des Betonverbrauchs und somit zu einer
kostengünstigen Herstellung des Trägers 1 führen.
Die Stege 4 sind in Bezug auf den Obergurt 2 und Untergurt 3 trapezförmig
angestellt. Hierdurch wird eine noch bessere Abstützung des Trägers 1 und
somit Steifigkeit des Trägers 1 im Vergleich zum Stand der Technik erzielt.
Der Träger wird durch diese Gestaltung äußerst verwindungssteif und ge
währleistet somit einen zuverlässigen und störungsfreien Betrieb des Fahr
zeugs.
Zwischen Obergurt 2 und Untergurt 3 ist ein Lichtraum 6 ausgebildet, in wel
chem die Führungsteile des Magnetschwebebahnfahrzeuges ihren Platz fin
den. Zur Führung des Fahrzeugs dienen die Funktionselemente 7, welche an
beiden Außenseiten des Obergurtes 2 angeordnet sind. Die Funktionsele
mente 7 werden von dem Fahrzeug umgriffen, wobei sich der untere Teil des
Fahrzeugs im Bereich der Statoren in dem Lichtraum 6 befindet. Durch den
gleichbleibenden Querschnitt des Trägers 1, welcher auch nicht durch Halte
rungen oder Lagerungen des Trägers 1 gestört wird, ist ein strömungsgün
stiger, luftstoßfreier Betrieb des Fahrzeugs ermöglicht.
Der Träger 1 ist im vorliegenden Beispiel auf Lagerungen 8 und dem Pfeiler
9 angeordnet. Der Pfeiler 9 wird dabei im Bereich der strömungsrelevanten
Zonen weitgehend vollständig durch den Untergurt 3 des Trägers 1 abge
deckt und bewirkt somit keine Störung der Abströmung der durch das Fahr
zeug verdrängten Luft.
Die erfindungsgemäße Gestaltung des Trägers 1 weist neben den oben er
wähnten Vorteilen eine besonders hohe Quersteifigkeit und somit einen
komfortablen und zuverlässigen Betrieb des Fahrzeuges auf. Insbesondere
durch die Gestaltung, bei welcher der Untergurt 3 breiter ausgebildet ist als
der Obergurt 2 wird eine besonders hohe Standfestigkeit des Trägers 1 ge
währleistet. Der im Vergleich zum Stand der Technik erhöhte Materialver
brauch bei der Herstellung des Trägers 1 wird durch die strömungsgünstige
re und dadurch energiesparende Fahrt des Fahrzeuges kompensiert.
Durch die Gestaltung, insbesondere des Untergurtes 3, bei welcher die
Oberseite des Untergurts 3 abgeschrägt ausgebildet ist, wird über die übrige
Gestaltung des Trägers hinaus ein günstiges Abströmen der Luft von dem
Träger 1 bewirkt. Der Pfeiler 9 wird somit ebenfalls umströmt und wirkt sich
kaum auf das Abströmen der verdrängten Luft aus.
In Fig. 2 ist ein weiterer Träger 1 dargestellt, welcher dem Träger 1 der
Fig. 1 ähnlich ist. Der Träger 1 ist in einer Überhöhung dargestellt, was be
deutet, daß für einen bogenförmigen Fahrweg die beiden Funktionselemente
7 eine unterschiedliche Höhe aufweisen. Hierdurch wird die Kurvenfahrt für
das Magnetschwebefahrzeug schneller und komfortabler möglich. Die Über
höhung wird dadurch bewerkstelligt, daß der Träger 1 nicht direkt auf den
Lagerungen 8 aufsitzt, sondern, daß Auflagerkonsolen 12 vorgesehen sind,
welche die Überhöhung des Trägers 1 bewirken. Der Pfeiler 9 sowie die dar
auf angeordneten Lagerungen 8 wirken somit direkt mit den Auflagerkonso
len 12 zusammen und nur indirekt mit dem Träger 1. Dies hat den Vorteil,
daß die Herstellung der Pfeiler 9 sowie der Lagerungen 8 unabhängig davon
erfolgen kann, ob der Fahrweg bogenförmig verläuft oder geradlinig. Den
Ausgleich der Überhöhung bewerkstelligt allein die Auflagerpratze 12. Alter
nativ kann allerdings auch vorgesehen sein, daß der Pfeiler 8 bereits die
Überhöhung beinhaltet und somit die Lagerung des Trägers 1 im Bogen in
gleicher Weise erfolgt wie im geraden Stück.
In Fig. 3 ist ein gegenüber den Fig. 1 und 2 abgewandelter Träger 1
dargestellt. Auch hier ist die Überhöhung des Trägers für eine Bogenfahrt
gezeigt. Der Träger 1 besteht im wesentlichen aus einem rechteckigen
Querschnitt mit einem überragenden Ober- und Untergurt 2, 3. Auch hier ist
durch die Gestaltung des Trägers 1 darauf geachtet, daß Strömungsstöße
bei der Überfahrt mit dem Magnetschwebefahrzeug vermieden werden. Die
von dem Fahrzeug verdrängte Luft wird über die Gestaltung des Trägers 1
vom dem Träger 1 abgeführt und bewirkt damit einen komfortablen Fahrbe
trieb des Fahrzeugs. Für eine derartige Gestaltung des Trägers 1 insbeson
dere im Bereich seiner Stege 4 ist der Lichtraum 6 für das Fahrzeug beson
ders strömungsgünstig gestaltet. Der Spalt zwischen Fahrzeug und Träger 1
ist über die Höhe weitgehend gleichbleibend, so daß auch hier eine strö
mungstechnisch günstige Führung des Fahrzeuges ermöglicht wird.
In Fig. 4 ist ein abgewandelter Träger 1 dargestellt. Dieser Träger 1 ist
deutlich niedriger, als die zuvor gezeigten Träger ausgeführt. Dies ist da
durch möglich, daß der Stützenabstand, in welchem dieser Träger 1 verbaut
wird, wesentlich kürzer gewählt wird. Es hat sich herausgestellt, daß insbe
sondere für die Kurvenfahrt, bei welcher der Träger 1 bzw. die Befestigungs
konsolen der Funktionselemente 7 bearbeitet werden müssen, wesentlich
günstiger erfolgen kann, wenn die einzelnen Träger 1 kürzer gestaltet sind.
Das Bearbeitung am einzelnen Träger ist aufgrund der kürzeren Sehne, wel
che der Träger 1 in dem Fahrwegsbogen einnimmt, wesentlich schneller und
genauer durchführbar. Zudem ist durch den kürzeren Stützenabstand bei
gleicher Steifigkeit des Trägers 1 eine geringere Bauhöhe erforderlich, wo
durch auch darüber hinaus noch Material gegenüber der Verwendung glei
cher Träger 1 wie bei den geraden Stücken eingespart werden kann.
Während der Träger gemäß Fig. 4 in seiner Grundform dem Träger der
Fig. 1 und 2 entspricht, ist in einem weiteren Ausführungsbeispiel der
Fig. 5 ein Träger der Grundform des Trägers der Fig. 3 dargestellt. Es
bietet sich an, daß Träger der Fig. 3 und 5 miteinander kombiniert werden,
und daß Träger der Fig. 1 oder 2 und 4 miteinander kombiniert werden.
Der Lichtraum 6 ist dann für das Fahrzeug jeweils im wesentlichen gleich, so
daß ähnliche Strömungsverhältnisse gegenüber dem Fahrzeug sowohl bei
der Geradeausfahrt, als auch in der Kurvenfahrt vorliegen.
In den Fig. 6 und 7 sind perspektivische Darstellungen von erfindungs
gemäßen Trägern 1 dargestellt, welche besonders strömungsgünstig ausge
bildet sind. In Fig. 6 ist ein Träger 1 dargestellt, welcher über seine ge
samte Länge einen gleichbleibenden Querschnitt aufweist. Luftstöße auf das
Fahrzeug durch Querschnittsänderungen des Trägers 1 werden dadurch
vermieden. Die Auflagerkonsolen 12 bei Fig. 7 sind dabei tief am Träger 1
angeordnet um die durch das überfahrende Fahrzeug erzeugte Luftströmung
gut abführen zu können bzw. nicht mehr auf das Fahrzeug auswirken zu las
sen.
Der Träger 1 kann auch derart ausgebildet sein, daß sein Hohlraum 5 unten
offen ist. Der Untergurt 3 ist dabei zweigeteilt. Die Öffnung kann durch den
kompletten Träger verlaufen oder auch unterbrochen sein. Hierdurch werden
insbesondere Vorteile bei der Herstellung des Trägers erzielt, da die Entfor
mung des Trägers sehr einfach durchführbar ist. Eine Versteifung eines sol
chen Trägers kann mittels Bodenplatten, die gleichzeitig oder nachträglich
eingesetzt werden können oder mittels Schotten erzielt werden. Anstelle des
Trägers mit einem Hohlraum kann dieser auch aus Vollmaterial ausgeführt
werden. Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn der Träger auf Brücken oder
Primärbauwerken eingesetzt wird und/oder die Trägerlängen kürzer als auf
üblichen Trassierungen sind.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt.
Auch andere Trägerformen, welche die durch das Fahrzeug verdrängte Luft
günstig abströmen lassen und im wesentlichen keine Strömungsstöße beim
Passieren des Fahrzeuges an den Pfeilern bewirken, sind Gegenstand der
Erfindung.
Claims (17)
1. Träger für ein spurgeführtes Hochgeschwindigkeitsfahrzeug, insbesonde
re eine Magnetschwebebahn, wobei der Träger (1) in Abständen auf
Pfeilern (9) gelagert ist und an dessen Außenseiten Funktionselemente
(7) zum Führen des Fahrzeuges angeordnet sind, dadurch gekennzeich
net, daß die Außenflächen des Trägers (1) in Bezug auf das Fahrzeug
strömungsgünstig ausgebildet sind, indem in Längsrichtung des Trägers
(1) gesehen im wesentlichen keine Querschnittsveränderungen des Trä
gers (1) vorgesehen sind und die Gestaltung des Trägers (1) die Pfeiler
(9) gegenüber dem Fahrzeug weitgehend abdeckt.
2. Träger für ein spurgeführtes Hochgeschwindigkeitsfahrzeug nach An
spruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (1) einen Hohlraum
(5) und einen Obergurt (2), an dessen Oberseite die Funktionselemente
(7) angeordnet sind, aufweist.
3. Träger für ein spurgeführtes Hochgeschwindigkeitsfahrzeug nach einem
der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (1)
einen den Pfeiler (9) im wesentlichen überdeckenden oder strömungs
günstig abdeckenden Untergurt (3) aufweist.
4. Träger für ein spurgeführtes Hochgeschwindigkeitsfahrzeug nach einem
der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (1)
eine den Pfeiler (9) im wesentlichen überdeckende und/oder strömungs
günstig angeordnete oder gestaltete Auflagerkonsole (12) aufweist.
5. Träger für ein spurgeführtes Hochgeschwindigkeitsfahrzeug nach einem
der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (1)
wenigstens eine Öffnung (10) zur Inspektion des Hohlraumes des Trä
gers (1) aufweist.
6. Träger für ein spurgeführtes Hochgeschwindigkeitsfahrzeug nach einem
der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Hohl
raum (5) des Trägers (1) für den Betrieb des Fahrzeuges abhängige und
unabhängige Versorgungsleitungen und/oder Kommunikationsleitungen
verlegt sind.
7. Träger für ein spurgeführtes Hochgeschwindigkeitsfahrzeug nach einem
der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (1)
einen Lichtraum (6) zur Aufnahme der die Funktionselemente (7) um
greifenden Führungselemente des Fahrzeugs aufweist.
8. Träger für ein spurgeführtes Hochgeschwindigkeitsfahrzeug nach einem
der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Unter
gurt (3) und/oder der Auflagerkonsole Lagerelemente (8) zur Lagerung
des Trägers (1) auf dem Pfeiler (9) angeordnet sind.
9. Träger für ein spurgeführtes Hochgeschwindigkeitsfahrzeug nach einem
der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (1)
aus Beton, insbesondere einem Betonfertigteil hergestellt ist.
10. Träger für ein spurgeführtes Hochgeschwindigkeitsfahrzeug nach einem
der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Untergurt
(3) breiter als der Obergurt (2) ist.
11. Träger für ein spurgeführtes Hochgeschwindigkeitsfahrzeug nach einem
der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (1)
ein Schott und/oder Vouten aufweist.
12. Träger für ein spurgeführtes Hochgeschwindigkeitsfahrzeug, insbesonde
re nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Träger (1) in Kurvenbereichen des Fahrweges kürzer und gegebe
nenfalls niedriger als in Geradenbereichen des Fahrweges ausgeführt ist.
13. Träger für ein spurgeführtes Hochgeschwindigkeitsfahrzeug nach einem
der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (1)
in Kurvenbereichen der Fahrbahn eine Raumkurve abbildet, indem der
Träger (1) um dessen Längsachse verdreht gelagert ist und durch Ver
längerung und/oder Verkürzung der Kragarme ein Radius gebildet wird.
14. Träger für ein spurgeführtes Hochgeschwindigkeitsfahrzeug nach einem
der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (1)
in Kurvenbereichen der Fahrbahn eine Raumkurve abbildet, indem der
Obergurt (2) des Trägers (1) um dessen Längsachse verdreht ausgebil
det ist und durch Verlängerung und/oder Verkürzung der Kragarme ein
Radius gebildet wird.
15. Träger für ein spurgeführtes Hochgeschwindigkeitsfahrzeug nach einem
der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (1)
in Kurvenbereichen der Fahrbahn eine Raumkurve abbildet, indem Befe
stigungskonsolen der Funktionselemente (7) im Verlauf der Längsachse
des Trägers (1) höhenversetzt angeordnet sind und durch Verlängerung
und/oder Verkürzung der Befestigungskonsolen ein Radius gebildet wird.
16. Träger für ein spurgeführtes Hochgeschwindigkeitsfahrzeug nach einem
der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum
(5) des Trägers (1) unten offen ist, wodurch der Untergurt (3) zweiteilig
ausgebildet ist.
17. Träger für ein spurgeführtes Hochgeschwindigkeitsfahrzeug nach einem
der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum
(5) des Trägers (1)Schotten aufweist zur Verstärkung des Trägers (1).
Priority Applications (45)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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