DE10132408C2 - Elektrode mit veränderbarer Form - Google Patents
Elektrode mit veränderbarer FormInfo
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- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25F—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC REMOVAL OF MATERIALS FROM OBJECTS; APPARATUS THEREFOR
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25D—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
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Description
Die Erfindung betrifft eine Elektrode aus elektrisch leitendem Werkstoff zur
Erzeugung eines elektrischen Feldes in einem galvanischen Bad zum
Beschichten und Abtragen von metallischen Niederschlägen auf Werkstücken
mit den Merkmalen der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 beschriebenen
Gattung.
In der Oberflächentechnik, z. B. bei der Behandlung der Oberflächen von
Werkstücken, werden in der Galvanotechnik Werkstücke in einem galvanischen
Bad durch Anlegen eines Gleichstromes elektrochemisch mit metallischen
Niederschlägen beschichtet oder es wird auf demselben Wege das Abtragen
von metallischen Niederschlägen bewirkt. In der Regel ist dabei das Werkstück
die Kathode und es wird der Kathode eine Anode gegenübergestellt. Das
galvanische Bad bzw. der Elektrolyt besteht in der Regel aus gelöstem Salz des
niederzuschlagenden Metalls und unter Umständen noch weiteren Bestandtei
len, wie Säuren, Alkalien, Cyanide, organische Glanzzusätze und dergleichen.
Die Anode besteht meist aus dem gleichen Metall, das als Salz in dem Elektro
lyten gelöst ist. Die zu bearbeitenden Werkstücke haben meist keine glatte
Oberfläche, sondern weisen Erhöhungen, Vertiefungen, Kanten und derglei
chen auf. Bei Verwendung einer Standardelektrode im galvanischen Bad, wo
bei die Standardelektrode entweder eine ebene Fläche oder eine Kreisfläche
bildet, entsteht auf dem als Kathode geschalteten Werkstück an der Kathode
nur dann ein in der Regel gewünschter gleichmäßiger Schichtauftrag oder ein
gleichmäßiges Abtragen von metallischen Niederschlägen auf dem Werkstück,
wenn das Werkstück selbst ebenfalls entweder plan oder kreisflächig ausgebil
det ist. In der Regel verhält es sich jedoch so, dass die Werkstücke eine
äußerst komplexe Oberfläche aufweisen, wie beispielsweise Frästeile,
Gehäuse, Drehteile und zahlreiche andere Werkstücke, die Vertiefungen,
Kanten, Öffnungen und weitere komplizierte Oberflächenformen aufweisen.
Wird zur Beschichtung von Werkstücken mit komplexer Oberfläche eine
Standardelektrode mit ebener oder kreisförmiger Oberfläche eingesetzt, so
bildet sich an bestimmten Flächen und Punkten des Werkstücks ein ungleich
mäßiger Niederschlag von gelösten metallischen Teilen, so dass eine unter
schiedlich ausgebildete Schichtdicke des metallischen Niederschlags auf dem
Werkstück beispielsweise an Ecken und dergleichen entsteht. Eine Verringe
rung der Schichtdicke tritt ein, wenn die elektrische Feldstärke zwischen der
Anode und dem als Kathode geschalteten Werkstück geringer ist als im Durch
schnitt, so dass sich nur ein geringerer Niederschlag an diesen Stellen auf dem
Werkstück bilden kann.
Um einem ungleichmäßigen Schichtauftrag von metallischen Niederschlägen
oder einem entsprechenden ungleichmäßigen Abtragen von metallischen
Niederschlägen von dem Werkstück zu verhindern, ist es deshalb Stand der
Technik, bei dem Beschichten bzw. Abtragen von Niederschlägen auf Werk
stücken auf elektrochemischem Wege die Anode ebenfalls in ihrer Form derart
umzugestalten, dass sie der Form des zu beschichtenden Werkstückes faktisch als
Negativform entspricht. Dadurch wird erreicht, dass zwischen der Form der
Oberfläche des Werkstückes und der Außenoberfläche der Anode der jeweils
einander gegenüberliegenden Punkte der Oberfläche der Anode und dem als
Kathode geschalteten Werkstück gleiche elektrische Feldstärken herrschen und es
so zu einem gleichmäßigeren Beschichten bzw. Abtragen von metallischen
Niederschlägen auf dem Werkstück kommt.
Unterlässt man es, die Elektrodenform den unterschiedlichen Formgestalten des
Werkstückspektrum anzupassen, so entstehen also ungleichmäßig dicke Schichten
von metallischen Niederschlägen und damit Ausschussware oder es ist eine
Nacharbeit der beschichteten Werkstücke erforderlich, was aus Wirtschaftlichkeits-
und Kostengründen nicht toleriert werden kann. Da das zu beschichtende oder
abzutragende Bauteilspektrum für viele Unternehmen sehr vielfältig ist, ist es deshalb
notwendig für jeden Werkstücktyp einzelne spezielle Elektroden herzustellen. Es
entstehen auf diese Weise viele Hunderte Formen von Elektroden, die auch gelagert
werden müssen und deshalb weitere Kosten verursachen. Weiterhin ist es
erforderlich, vor dem Beschichten der Werkstücke die jeweils passende Elektrode
herauszusuchen oder auch erst herzustellen und dann die galvanische Anlage
entsprechend umzurüsten. Dadurch entstehen hohe Rüstzeiten und es verlängert
sich die Durchlaufzeit für die Werkstücke. Darüber hinaus entstehen auch noch
Personalkosten für die Lagerung, das Umrüsten und auch für die Nachbearbeitung
von beschichteten Werkstücken, die nicht exakt eine gleichmäßige Beschichtung auf
allen Teilen der Oberfläche des Werkstückes besitzen.
Beispielsweise wurde im "Handbuch der Galvanotechnik" Band I/1, Carl Hanser
Verlag, München, 1963, Seiten 499-509 eine Übersicht über verwendete
Anodenformen beim Galvanisieren dargestellt.
Eine Möglichkeit, verschiedene Anoden möglichst der Werkstückform anzupassen,
wird in der US Patentschrift 1,549,233 gezeigt. Hier können auf einen Anodenhalter
verschiedene Anodenformen gesteckt werden.
Eine weitere Möglichkeit zum Erreichen einer homogenen Schichtdicke wird in GB 506,028
beschrieben. Es handelt sich hier um eine Anode zur elektrolytischen
Innenbeschichtung des zylindrischen Innenraums von Verbrennungsmotoren, die zur
Anpassung an die unterschiedlichen Innendurchmesser aus mehreren voneinander
beabstandeten, sich in Längsrichtung erstreckenden Segmenten besteht, die an
entsprechenden Trägerringen befestigbar sind.
In DE 101 00 297 A1 wird eine Gegenelektrode beschrieben, die in mehrere
Segmente aufgeteilt ist. Um eine homogene Schichtdicke zu erreichen, können
zwischen jedem einzelnen Elektrodensegment und dem zu beschichtenden Substrat
voneinander verschiedene Spannungen angelegt werden.
Ein weiterer Nachteil des Standes der Technik besteht darin, dass bei Verwendung
von Standardelektroden, die während des Galvanisierungsprozesses löslich sind,
unterschiedliche Abstände zwischen der Elektrode und dem Werkstück entstehen
können, wodurch
wiederum die Schichtdicke auf dem als Kathode geschalteten Werkstück unter
schiedlich anwächst. Ferner ist es bei der nach dem Stand der Technik
bekannten Standardelektrode nicht möglich, gewisse örtlich und räumlich
bestimmte Flächen auf dem Werkstück von den metallischen Niederschlägen
auszusparen, was bei dem einen oder anderen Anwendungsfall bei Werk
stücken jedoch erforderlich ist.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine preiswerte und für die
Massenfertigung geeignete Elektrode zur Erzeugung eines elektrischen Feldes
in einem galvanischen Bad zum Beschichten oder Abtragen von metallischen
Niederschlägen auf Werkstücken zu schaffen, die insbesondere das Erfassen
eines möglichst umfangreichen Werkstückspektrums mit unterschiedlich
geformten Werkstücken durch eine einzige Elektrode zum Beschichten oder
Abtragen zur Erzeugung eines gleichmäßigen Schichtauftrages oder Schicht
abtrages über die gesamte verschieden geformte Oberfläche des Werkstücks
zu ermöglichen, darüber hinaus das Herabsetzen der Kosten für die Lagerung
von für die Bearbeitung von Werkstücken bereitzuhaltenden Elektroden zu
ermöglichen und gleichzeitig die Umrüstzeiten für die Elektroden bei Werk
stückwechsel mit verschieden geformter Oberfläche und die daraus resultie
renden zusätzlichen Personalkosten zu senken und schließlich soll es möglich
sein, örtlich und räumlich einstellbare definierte Flächen auf der Oberfläche der
zu bearbeitenden Werkstücke mit überhaupt keinem oder mit einem von der
übrigen Oberfläche des Werkstückes abweichenden Schichtauftrag oder
Schichtabtrag zu versehen. Ferner soll ungleicher Schichtauftrag oder Schicht
abtrag auf dem Werkstück vermieden werden, der durch die Änderungen des
Abstandes durch einen Lösungsprozess der Elektrode während des Galvanisie
rens zwischen dem Werkstück und der Elektrode entstehen kann.
Die Vorteile der Erfindung bestehen insbesondere darin, dass im Gegensatz
zum Stand der Technik, bei dem für jedes Werkstück mit gegenüber dem vor
her bearbeiteten Werkstück veränderter Oberfläche eine neue Elektrode
kostenaufwendig geschaffen werden, umgerüstet und gelagert werden muss,
bei dem Gegenstand der Erfindung mit einer einzigen Elektrode für eine ganze
Reihe bzw. ein Spektrum von Werkstücken mit jeweils unterschiedlicher Ober
flächengestalt die Bearbeitung dieser unterschiedlichen Oberflächen vorge
nommen werden kann. Dazu ist die erfindungsgemäße Elektrode mit einer dem
zu bearbeitenden Werkstück zugewandten Oberfläche ausgestattet, die eine
Verformungsvorrichtung besitzt, das heißt, dass die Außenoberfläche der erfin
dungsgemäßen Elektrode mit einer veränderbaren Gestalt bzw. Form aus
gestattet ist. Die Verformungsvorrichtung ist dazu in Segmentelemente der
Elektrode unterteilt, weiterhin sind die einzelnen Segmentelemente gegenein
ander verschiebbar ausgeführt und drittens sind die Segmentelemente mitein
ander mittels einer Arretiereinrichtung starr verbindbar. Die Segmentelemente
der Elektrode können dabei in unterschiedlicher Form und Gestalt ausgeführt
sein. So beispielsweise in Form einer flächig ausgebildeten Scheibe, wobei
mehrere Scheiben parallel über- oder nebeneinander setzbar sind. Eine weitere
Ausführungsform der Segmentelemente ist in Form eines Stiftes der Elektrode
möglich, wobei die Segmentelemente, sowohl diejenigen in Scheibenform wie
auch diejenigen in Stiftform zur Bildung der Oberfläche der Elektrode mit ihrem
Kopfquerschnitt mosaikartig und/oder parallel nebeneinander angeordnet sind.
Die Segmentelemente bilden mit ihrer Kopfform und Kopfquerschnitt die
Außenoberfläche der erfindungsgemäßen Elektrode und dabei können die
Segmentelemente in ihrem Querschnitt beispielsweise in Teilkreisform, in
Kreisform, in rechteckiger, quadratischer, dreieckiger, vieleckiger, kreuzartiger
Form oder in jeder anderen Querschnittsform ausgebildet sein, die zur
Formung der speziellen komplexen Außenoberfläche der Elektrode erforderlich
ist, um die Oberflächengestalt des zu bearbeitenden Werkstückes in negativer
Form nachzubilden. Die Veränderbarkeit der Außenoberfläche der erfindungs
gemäßen Elektrode kommt dadurch zustande, dass die parallel und/oder
mosaikartig nebeneinander gelagerten Segmentelemente in eindimensionaler
Richtung oder auch in mehrere verschiedene Richtungen verschiebbar ausge
führt sind, so dass sich jede Form der Oberfläche des zu bearbeitenden Werk
stückes nachbilden lässt. Es lässt sich die Dimensionierung der Segment
elemente praktisch in jeder Größenordnung ändern, nämlich beispielsweise der
Querschnitt, die Länge und die Form der einzelnen Segmentelemente. Diese
können beispielsweise im Millimeter- oder Mehrfachzentimeterbereich liegen
oder auch in anderen Größenordnungen, um die Formgestalt der Oberfläche
des zu bearbeitenden Werkstückes mittels der Anode den jeweiligen Anwen
dungserfordernissen bezüglich der Komplexität des Werkstückes anpassen zu
können.
Wenn die Segmentelemente der erfindungsgemäßen Elektrode derart verscho
ben sind, dass die Außenoberfläche der Verformungsvorrichtung der Ober
fläche des zu bearbeitenden Werkstückes im negativen Sinn entspricht, werden
die einzelnen Segmentelemente mittels Arretiervorrichtungen fest miteinander
verbunden. Dazu sind unterschiedlich ausgeführte Arretiervorrichtungen vorge
sehen, die sich der Art des Aufbaus der Verformungsvorrichtung anpassen. Die
Elektrode mit veränderbarer Form gemäss der vorliegenden Erfindung erlaubt
also mit einer einzigen Elektrode in Folge der Möglichkeit der Veränderbarkeit
ihrer Außenoberfläche durch die Verformungsvorrichtung stets eine Gruppe
oder auch ein ganzes Spektrum von zu beschichtenden Werkstücken oder
auch abzutragenden Werkstücken zu erfassen, d. h., dass für eine größere
Anzahl von zu bearbeitenden Werkstücken nur ganz wenige Elektroden mit
veränderbarer Außenoberfläche hergestellt werden müssen, um das ganze zu
bearbeitende Werkstückspektrum abzudecken. Dadurch werden die Herstel
lungskosten und die Kosten für die Lagerung geringer und ebenfalls die Kosten
für die Umrüstungen, wie später noch näher dargelegt wird. Darüber hinaus
verringern sich selbstverständlich auch die Personalkosten, die aufzuwenden
sind, um jeden Fall in ihrer Oberfläche unterschiedlich gestalteter Werkstücke
bearbeiten zu können. Durch das Verschieben der einzelnen Segmentelemente
kann sowohl in eindimensionaler wie auch in mehrdimensionaler Richtung in
weitesten Grenzen eine beliebige Oberfläche erzeugt werden und sich somit
die Form der Elektrode in perfekter Weise der Oberfläche des zur bearbeiten
den Werkstückes anpassen.
Das Beschichten oder Abtragen von metallischen Niederschlägen auf zu bear
beitenden Werkstücken kann dabei auch mittels mehrerer Elektroden gemäss
der Erfindung erfolgen. So ist es beispielsweise zweckmäßig, bei einem zu
bearbeitenden rotationssymmetrischen Werkstück mehrere gleichartige
Elektroden in einem modulartigen Aufbau in Kreisform jeweils mit gleichen
gegenseitigem Winkelabstand um das zu bearbeitende Werkstück anzuordnen.
Die Verformungsvorrichtung zur Änderung der Außenoberfläche der Elektrode
verfügt zur Formänderung über Einstellhilfen zur Positionierung der Segment
elemente zur Nachbildung der Form des zu bearbeitenden Werkstückes. Die
Einstellhilfen können darin bestehen, dass die Segmentelemente durch
Hydraulikzylinder oder Pneumatikzylinder jeweils gegen die Kraft einer an dem
Segmentelement angreifenden Feder verstellbar sind. Eine weitere Form der
Einstellhilfe besteht darin, dass die Segmentelemente durch mechanische
Abtastung der Oberfläche des zu bearbeitenden Werkstückes mit jeweils gegen
die Kraft einer an dem Segmentelement angreifenden Feder verstellbar aus
geführt sind. Weiterhin können in einer zusätzlichen Ausführung die Segment
elemente der Verformungsvorrichtung durch den Arm eines Industrieroboters
jeweils einzeln gegen die Kraft einer an dem Segmentelement angreifenden
Feder verstellt werden.
Darüber hinaus lässt sich auch eine Einstellhilfe mittels einer Zahnradmechanik
bilden, in der eine Zahnstange mit einem mit der Zahnstange in Eingriff befind
lichen Verstellzahnrad zum Verstellen benutzt wird, oder es lässt sich eine
Stangenmechanik als Einstellhilfe verwenden, die jeweils aus einer in Verlänge
rung des Segmentelements angeordneten ersten Betätigungsstange und einer
weiteren an dem von dem Segmentelement abgewandten Ende der ersten
Stange drehbar angeordneten zweiten Betätigungsstange besteht, wobei die
zweite Betätigungsstange mit ihrem freien Ende gelenkig mit einem Verstellrad
zur Verschiebung des Segmentelements verbunden ist. Durch Unterstützung
der geschilderten unterschiedlichen Einstellhilfen lässt sich der Vorgang der
Einstellung bzw. Veränderung der Außenoberfläche der Elektrode nach der
Erfindung beschleunigen und damit automatisieren, wie später noch näher
erläutert wird, und damit lassen sich sowohl Umrüstzeit für unterschiedlich
geformte Oberflächen von Werkstücken sowie daraus entstehende Personal
kosten einsparen. Es verkürzt sich damit auch die Durchlaufzeit für die zu
bearbeitenden Werkstücke.
Bei der Bildung der dem zu bearbeitenden Werkstück zugewandten Außen
oberfläche der Elektrode durch die Verformungsvorrichtung bzw. genauer durch
die Segmentelemente der Elektrode können unterschiedlich ausgeführte Seg
mentelemente Verwendung finden. So können die Segmentelemente der
Elektrode einerseits jeweils durch gegenseitige Kontaktberührung elektrisch
leitend miteinander verbunden sein. Andererseits ist es auch möglich, die
Segmentelemente der Elektrode jeweils einzeln an ihren Berührungsflächen zu
den anderen neben ihnen gelagerten Segmentelementen mit elektrisch isolie
renden Schichten zu versehen. Bei gegeneinander isolierten Segmentelemen
ten zur Bildung der Außenoberfläche der Elektrode werden die Segmentele
mente sowohl in ihrer Funktion als Elektrode, also als Teil der Elektrode zum
Beschichten und Abtragen von Werkstücken mit metallischen Niederschlägen
benutzt, als auch in einer zweiten Funktion dafür, dass jedes einzelne gegen
die anderen Segmentelemente isolierte Segmentelement gleichzeitig mit
seinem Kopfquerschnitt an der Außenoberfläche der Elektrode als Messspitze
des durch den Kopfquerschnitt beschriebenen Messortes dient. Das heißt,
jedem isolierten Segmentelement kann in seiner Funktion als Messspitze ein
eigener Messkreis zugeordnet werden. Mit jedem isolierten Segmentelement,
das mit seinem Kopfquerschnitt die Messspitze in einem eigenen Messkreis
bildet, kann also der zur Oberfläche des zu bearbeitenden Werkstücks beste
hende und gegenüberliegende Abstand durch Ermitteln des Spannungsabfalls
in dem Elektrolyten, in dem sich Werkstück und Elektrode befinden, gemessen
werden und ein entsprechender Istzustand-Signalwert gebildet werden. Damit
lässt sich mit jedem einzelnen isolierten Segmentelement mit Messkreis ein
Istzustand-Signalwert für die gegenüberliegende Messstelle auf der Oberfläche
des zu bearbeitenden Werkzeugs bilden und die so ermittelten Abstände
lassen sich mit Hilfe einer Steuerung und von Einstellhilfen in ein örtliches Ver
schieben der Segmentelemente umsetzen. Die Segmentelemente werden so
lange verschoben, bis der Abstand zwischen der Außenoberfläche der
Elektrode bzw. dem Segmentelement und der Oberfläche des zu bearbeiten
den Werkstücks für alle gemessene Istzustands-Signalwerte auf den gleichen
Betrag des Spannungsabfalls für alle Messorte gebracht worden ist. Damit wird
erreicht, dass die negative Form der Außenoberfläche der Elektrode überall
den gleichen Abstand zur Oberfläche des zu bearbeitenden Werkstückes auf
weist und damit ein gleichmäßiger Auftrag oder Abtrag von metallischen
Niederschlägen auf dem zu bearbeitenden Werkstück durchführbar wird.
Durch die vorstehend geschilderte Ermittlung von Istzustands-Messwerten für
alle Abstände von durch die Segmentelemente gebildeten Messorten lässt sich
dann zu jedem während der Dauer des Galvanisierprozesses auswählbaren ein
oder mehreren Zeitpunkten mittels der jedem Segmentelement zuordenbaren
Istzustand-Signalwerten direkt einem als Teil einer CNC-gesteuerten Galvani
sieranlage arbeitenden Rechner zur sofortigen Auswertung zuführen, d. h. mit
Hilfe der der Elektrode zugeordneten Einstellhilfen lassen sich die Segment
elemente der Elektrode verschieben und damit die Form der Außenoberfläche
der Elektrode in automatisierter Weise verändern.
Bei gewissen Galvanisierprozessen ist auch ein Lösungsprozess des Materials
der Elektrode während der Beschichtung vorgesehen. Dadurch kommt es zu
Veränderungen der Abstände der Außenoberfläche der Elektrode und der
Oberfläche des zu bearbeitenden Werkstücks, also der Istelektrodenposition
der Außenoberfläche der Elektrode gegenüber der Oberfläche des zu bearbei
tenden Werkstücks. Durch die gemäß der Erfindung vorgesehene Verfor
mungsvorrichtung der Elektrode ist es möglich, die dadurch entstehende
Abstandsänderung zu korrigieren, indem die einzelnen Segmentelemente
durch Messung des geänderten Abstandes wieder in die Sollelektrodenposition
für die Außenoberfläche der Elektrode nachgeführt werden.
In der Praxis treten stets auch Fälle auf, bei denen auf der Oberfläche der zu
beschichtenden Werkstücke bestimmte örtliche und räumliche Flächen nicht
beschichtet oder im Fall des Abtragens nicht abgetragen werden sollen.
Darüber hinaus gibt es gelegentlich örtliche und räumliche Flächen auf der
Oberfläche des Werkstückes, die im Unterschied zu den sie umgebenden
Oberflächenteilen des Werkstückes nur eine schwächere Beschichtung oder
einen geringeren Abtrag des metallischen Niederschlages aufweisen sollen.
Aufgrund der in Segmentelemente unterteilten Verformungsvorrichtung der
Elektrode nach der Erfindung kann das dem zu bearbeitenden Werkstück
zugewandte Ende und der dem Werkstück zugewandte Kopfquerschnitt
bestimmter Segmentelemente mit einem Material zur Isolierung versehen wer
den und zwar ein derartiges Material mit abschirmenden Eigenschaften, dass
die Ausbildung eines elektrischen Feldes von den isolierten Segmentelementen
in Richtung des zu bearbeitenden Werkstückes einerseits verhindert oder bei
schwächerer Ausbildung der Abschirmwirkung des isolierenden Materials es
nur zu einer Schwächung des elektrischen Feldes von der Elektrode in Rich
tung des zu beschichtenden oder abzutragenden Werkstückes kommt und
dadurch nur eine in der Dicke wesentlich verringerte Schicht aufgetragen wird
oder eine entsprechend in der Dicke verringerte Schicht abgetragen wird.
Nachstehend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und von
Zeichnungen noch näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Prinzip- und Teilschnittdarstellung der Verformungs
vorrichtung für die Außenoberfläche der erfindungsgemä
ßen Elektrode;
Fig. 2 die Anordnung mehrerer Elektroden nach der Erfindung zur
Bearbeitung von rotationssymmetrischen Werkstücken
gegenüber der äußeren Oberfläche des Werkstücks;
Fig. 3a) und Fig. 3b) die Anordnung mehrerer gleichartiger Elektroden nach der
Erfindung in einem modulartigen Aufbau in Öffnungen
eines
symmetrisch ausgeführten Werkstücks;
Fig. 4 den Aufbau der Elektrode nach der Erfindung aus
Segmentelementen in Form eines Stiftes der Elektrode mit
einer Arretiervorrichtung aus einem Spannkasten;
Fig. 5 Ausführungsbeispiele für den Querschnitt von Segment
elementen, die in Form von Stiften ausgeführt sind;
Fig. 6 eine Einstellhilfe für die Segmentelemente der Verfor
mungsvorrichtung mit Hilfe von Hydraulikzylindern oder
Pneumatikzylindern;
Fig. 7 eine weitere Einstellhilfe für die Segmentelemente der
Verformungsvorrichtung mittels mechanischer Abtastung
der Oberfläche des zu bearbeitenden Werkstückes;
Fig. 8 nochmals eine Einstellhilfe für die Segmentelemente der
Verformungsvorrichtung, die mit Hilfe des Armes eines
Industrieroboters verstellt werden;
Fig. 9 eine mechanische Einstellhilfe mittels einer Zahnrad
mechanik für die Segmentelemente der Verformungsvor
richtung der Elektrode,
Fig. 10 eine Einstellhilfe für die Segmentelemente der Elektrode,
die mit Hilfe einer Stangenmechanik arbeitet;
Fig. 11a) und Fig. 11b) in Blockschaltbilddarstellung ein Steuerungsmodell zur
Messung und Einstellung des Abstandes zwischen der
Oberfläche des zu bearbeitenden Werkstückes und der
Außenoberfläche der Elektrode nach der Erfindung;
Fig. 12 in Blockschaltbild- und Teilschnittdarstellung ein
Steuerungsmodell für die Veränderung der Außenober
fläche der Elektrode mit der Verstellvorrichtung nach der
Erfindung mit Hilfe einer CNC-Galvanoeinheit und
Fig. 13 in Prinzip- und Teilschnittdarstellung die Verformungsvor
richtung mit den Segmentelementen, die teilweise mit
einem Material zur Isolierung überzogen sind.
In den Fig. 1 und 4 ist in Prinzip- und Teilschnittdarstellung anstelle einer
starren und für jedes zu bearbeitende Werkstück einzeln anzufertigenden
Elektrode eine Verformungsvorrichtung 1 für die Außenoberfläche 2 der erfin
dungsgemäßen Elektrode gezeigt, wobei die Verformungsvorrichtung in
Segmentelemente 3 unterteilt ist, wobei die Segmentelemente 3 nach Fig. 1 in
Form einer Scheibe der Elektrode ausgeführt sind, während die Segment
elemente 4 in den Figuren 4 und 5 in Form eines Stiftes der Elektrode ausgebil
det sind. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, das aus Gründen der Über
sichtlichkeit in den Figuren 1 bis 13 nur die für die Erfindung maßgebenden
Bestandteile oder Teilfunktionen dargestellt sind. Nicht dargestellt ist beispiels
weise die Gesamtelektrode nach der Erfindung mit ihren übrigen Bestandteilen
wie Antriebsmittel, Steuereinheit und Stromversorgung, außerdem wird zur
Vereinfachung der Darstellung der Ausführungsformen der Erfindung in der
Regel die Darstellung von Segmentelementen in Scheibenform 3 verwendet,
jedoch lässt sich die erfindungsgemäße Verformungsvorrichtung der Elektrode
auch mit den Segmentelementen 4 in Stiftform ausführen. Nicht dargestellt sind
ferner das galvanische Bad zum Beschichten und Abtragen von metallischen
Niederschlägen mittels der Elektrode mit Verformungsvorrichtung.
Die Elektrode selbst setzt sich aus Segmentelementen 3, 4 zusammen, die die
Elektrode entweder in Scheibenform mehrfach parallel nebeneinander ange
ordnet bilden oder sie besteht aus Segmentelementen in Form eines Stiftes
nach der Fig. 4, wobei die Segmentelemente in ihrem Querschnitt beispiels
weise in Teilkreisform, in Kreisform, in rechteckiger, quadratischer, dreieckiger,
vieleckiger, kreuzartiger Form oder in jeder anderen Querschnittsform ausge
bildet sein können, die geeignet ist, die Verformung der Außenoberfläche der
Elektrode so zu gestalten, dass sie der äußeren Oberfläche des Werkstückes
entspricht, dem die Außenoberfläche 2 der Elektrode gegenüberliegt; siehe
dazu einige Ausführungsbeispiele der Segmentelemente 4 in Stiftform in Fig. 5,
wobei die Außenoberfläche 2 der Elektrode aus den aneinanderliegenden
Kopfquerschnitten 5 der Segmentelemente 3 und/oder 4 besteht.
Sowohl die Segmentelemente 3 in Form einer Scheibe der Elektrode als auch
die Segmentelemente 4 in Form eines Stiftes der Elektrode lassen sich gegen
einander verschieben und können nach dem Verschieben miteinander mittels
einer Arretiereinrichtung starr verbunden werden. Das Verschieben der
Segmentelemente 3, 4 erfolgt so, dass die Oberfläche des zu bearbeitenden
Werkstückes derart nachgebildet wird, dass die Abstände zwischen der Ober
fläche des zu bearbeitenden Werkstückes und der Außenoberfläche der
Elektrode mit Segmentelementen gleich groß sind. Dadurch wird erreicht, dass
zwischen dem als Kathode geschalteten Werkstück und der als Anode
geschalteten erfindungsgemäßen Elektrode ein gleichmäßiges elektrisches
Feld erzeugt wird. Denn nur durch eine homogene Feldlinienverteilung
zwischen der äußeren und/oder inneren Oberfläche des zu bearbeitenden
Werkstückes und der Außenoberfläche der Anode ist ein gleichmäßiges
Schichtwachstum oder ein gleichmäßiger Schichtabtrag über die gesamte
Werkstückoberfläche gewährleistet. Bei einer ungleichmäßigen Ausbildung des
erzeugten elektrischen Feldes zwischen der äußeren Oberfläche des zu
bearbeitenden Werkstückes und der Außenoberfläche der als Anode geschal
teten Elektrode entstehen bevorzugte Abscheidezonen für die metallischen
Niederschläge auf dem Werkstück und somit ein ungleichmäßiger Schichtauf
bau, der sich beispielsweise an Kantenerhöhungen und dergleichen durch eine
größere Dicke auszeichnet und in der Regel nicht akzeptiert werden kann. Es
ist dann eine Nacharbeitung der Oberfläche erforderlich oder das beschichtete
Werkstück bzw. der Abtrag auf dem Werkstück verursacht einen wegzuwerfen
den Ausschuss. Die Segmentelemente 3 und 4 der Verformungsvorrichtung
können in eindimensionaler Richtung oder auch in mehrere verschiedene
Richtungen verschoben werden, und so besser die komplexen Formen der
äußeren oder inneren Oberflächen des Werkstückes nachbilden zu können.
Die Segmentelemente 3 und 4 sind zur Bildung der Außenoberfläche der
Elektrode mit ihrem Kopfquerschnitt 5 mosaikartig, wie beispielsweise in Fig. 4,
oder parallel, wie beispielsweise in der Fig. 1 und wie bereits erwähnt aus
Vereinfachungsgründen auch in den übrigen Figuren der Anmeldung parallel
nebeneinander angeordnet. Die Segmentelemente 3 und 4 der Elektrode
bestehen aus einem elektrisch leitenden Material und sind jeweils durch
gegenseitige Kontaktberührung mit Hilfe der später noch geschilderten Arre
tiereinrichtung elektrisch leitend miteinander verbunden. In einem weiteren
Ausführungsbeispiel wird beispielweise anhand der Darstellung in Fig. 11 noch
dargelegt werden, dass die Segmentelemente der Elektrode jeweils einzeln an
ihren Berührungsflächen zu anderen Segmentelementen auch elektrisch isolie
rende Schichten besitzen können.
Die Dimensionierung der Segmentelemente 3 und 4 bezüglich ihrer Größe, wie
beispielsweise des Querschnitts, der Länge und der Form, ist praktisch an jede
in der Praxis vorkommende Anforderung anpassbar. So lassen sich die Quer
schnitte je nach den Anforderungen der Praxis variieren, wie beispielhaft aus
der Fig. 5 hervorgeht, darüber hinaus kann der Querschnitt der Segment
elemente 3 und 4 beispielsweise im Millimeter-Bereich oder Mehrfachzentime
ter-Bereich liegen. Ferner kann durch die Mehrfachanwendung von eindimen
sionaler oder mehrdimensionaler Verschiebung der Segmentelemente 3 und 4
gegeneinander auch die Komplexität der Formgestaltung der äußeren und/oder
inneren Oberfläche des zu bearbeitenden Werkstückes jederzeit entsprochen
werden. Die mit einer Verformungsvorrichtung versehenen Elektroden nach der
Erfindung lassen sich auf verschiedene Weise dem zu bearbeitenden Werk
stück zuordnen. So kann die Elektrode mit ihrer dem Werkstück zugewandten
Außenoberfläche 2 gegenüber der äußeren Oberfläche 6 des Werkstückes
angeordnet sein. Die zweite Möglichkeit besteht darin, dass bei komplizierten
zu bearbeitenden Werkstücken Öffnungen und dergleichen in dem Werkstück
bestehen, die ebenfalls mit einer gleichmäßigen Schicht überzogen werden
sollen. Zu diesem Zweck werden die Elektrode mit ihrer Verformungsvorrich
tung in die Öffnungen des Werkstückes eingeführt, so dass dann die Außen
oberfläche 2 der Elektrode den inneren Oberflächen 7 des Werkstückes in den
Öffnungen gegenüberliegt. Siehe dazu beispielsweise die Lage der Elektroden
mit Verformungsvorrichtung bei dem Beispiel nach Fig. 2 für das Gegenüberlie
gen der Außenoberfläche der Elektrode zu der äußeren Oberfläche des zu
bearbeitenden Werkstücks und ebenfalls beispielhaft in Fig. 3a und 3b für das
Gegenüberliegen der Außenoberfläche 2 der Elektrode gegenüber der inneren
Oberfläche 7 des zu bearbeitenden Werkstücks.
Aus den Ausführungsbeispielen der Verformungsvorrichtung der Elektrode
nach den Figuren 2 und 3a bzw. 3b geht auch hervor, dass zur Erzeugung einer
gleichmäßigen elektrischen Feldverteilung bei zu bearbeitenden Werkstücken
mehrere Elektroden zur Bearbeitung dem jeweiligen Werkstück zugeordnet
werden können. Ist das zu bearbeitende Werkstück rotationssymmetrisch aus
gebildet, so lassen sich zur Beschichtung bzw. zum Abtragen von metallischen
Niederschlägen mehrere gleichartige Elektroden und damit Verformungsvor
richtungen in einem modulartigen Aufbau mit jeweils gleichem gegenseitigen
Winkelabstand kreisförmig dem zu bearbeitenden Werkstück zuordnen, wie
dies bei der Fig. 2 für die Beschichtung der äußeren Oberfläche des zu bear
beitenden Werkstücks gezeigt ist und bei den Figuren 3a und 3b für die
Beschichtung bzw. das Abtragen der inneren Oberflächen 7 des zu bearbeiten
den Werkstücks gezeigt wird. Die Verwendung gleichartiger Elektroden in
einem modulartigen Aufbau erleichtert außerdem die Herstellung von Elektro
den mit einer Verformungsvorrichtung, da nur mehrere gleichartige Elektroden
modulartig um das rotationssymmetrisch ausgebildete Werkstück angeordnet
werden müssen.
Mit den vorstehend geschilderten Merkmalen der Elektrode mit veränderbarer
Form bzw. der Ausbildung ihrer Verformungsvorrichtung aus parallel und/oder
mosaikartig nebeneinander angeordneten Segmentelementen, die die unter
schiedlichsten Formen einnehmen können und ein- oder mehrdimensional ver
schiebbar angeordnet sind, können praktisch beliebig geformte Oberflächen
des zu bearbeitenden Werkstückes nachgebildet werden, so dass es mit einer
einzigen Elektrode möglich wird, ein größeres Spektrum von Werkstücken mit
unterschiedlich geformten Oberflächen so zu bearbeiten, dass beim Beschich
ten und Abtragen von metallischen Niederschlägen ein gleichmäßiger Schicht
auftrag oder ein gleichmäßiger Schichtabtrag über die gesamte Spannweite der
verschieden geformten Oberflächen der Werkstücke möglich wird, da durch die
erfindungsgemäß ausgestaltete Verformungsvorrichtung der Elektrode eine
homogene Feldlinienverteilung über die Oberflächengeometrie der zu
beschichtenden oder abzutragenden Werkstückes gewährleistet wird.
Eine Elektrode mit der veränderbaren Form der erfindungsgemäßen Verfor
mungsvorrichtung ermöglicht es auch, erhebliche Automatisierungspotentiale
bei der Rüstarbeit zu erzielen. Dabei sind pneumatische, hydraulische, elektri
sche, mechanische und von Industrierobotern unterstützte Lösungen möglich.
Die Verformungsvorrichtung gemäß der Erfindung weist deshalb Einstellhilfen
zur Positionierung der Segmentelemente 3, 4 zur Nachbildung der Form des zu
bearbeitenden Werkstückes auf. Neben den nachstehend aufgezählten unter
schiedlich ausgestalteten Einstellhilfen sind selbstverständlich alle Einstellhilfen
bei der erfindungsgemäßen Elektrode mit Verformungsvorrichtung anwendbar,
die es ermöglichen die Segmentelemente zu verschieben und nach der abge
schlossenen Verschiebung und Positionierung mittels einer Arretiereinrichtung
starr zu verbinden. Bei einer Ausführung der Segmentelemente in Scheiben
form oder in Stiftform ist es selbstverständlich auch möglich, nicht nur gleich
artige, also beispielsweise mit dem gleichen Querschnitt versehene, Anoden
segmente parallel und/oder mosaikartig nebeneinander anzuordnen, sondern
es könnten auch unterschiedlich geformte Anodensegmente, beispielsweise mit
unterschiedlichen Querschnitten, Längen oder Formen, parallel und/oder
mosaikartig nebeneinander angeordnet werden.
Nachfolgend werden einige Ausführungsbeispiele an Einstellhilfen zum Ver
schieben der Segmentelemente und für Arretierungseinrichtungen zur starren
Verbindung der Segmentelemente miteinander geschildert, wobei die Verfor
mungsvorrichtung gemäß der Erfindung selbstverständlich auch dann für eine
Elektrode angewandt werden kann, wenn nachstehend nicht geschilderte Ein
stellhilfen oder Arretierungsvorrichtungen verwendet werden, wenn gesichert
ist, dass mit der Einstellhilfe und der Arretierungsvorrichtung jeweils die
Segmentelemente verschiebbar und miteinander starr verbindbar ausgeführt
sind.
Ein erstes Ausführungsbeispiel für eine Einstellhilfe für die Segmentelemente
der Verformungsvorrichtung der Elektrode ist aus Fig. 6 ersichtlich, in dem die
Segmentelemente 3 durch Hydraulik- oder Pneumatikzylinder 8 gegen die Kraft
einer an dem Segmentelement 3 angreifenden Feder 9 jeweils verstellbar
gemäß dem Profil der äußeren oder inneren Oberfläche des zu bearbeitenden
Werkstückes verschoben werden und dann anschließend durch eine Arretier
einrichtung starr miteinander verbunden werden. Die Arretiereinrichtung nach
der Fig. 1, 2, 3a, 3b, 6, 7, 12 und 13 sind hier jeweils mit der gleichen Arretier
vorrichtung ausgestattet. Diese Arretiervorrichtung besteht aus einer Gewinde
stange 10, auf der Spannmuttern 11 sitzen, wobei die Gewindestange 10 durch
Öffnungen 12 geführt ist, diese Öffnungen 12 befinden sich in dem in Form
einer Scheibe ausgeführten Segmentelement 3 der Elektrode. Die Öffnungen
12 sind bei dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 1 und folgende als Langloch
ausgeführt, wobei ein entsprechendes Maß des Langloches die zulässige Ver
schiebung der Segmentelemente gegeneinander ermöglicht. Die Verstellung
der Segmentelemente 3, 4 erfolgt durch eine Steuerung 13, die hier jedoch
nicht näher ausgeführt ist. Zum Beispiel ist diese Steuerung 13 Bestandteil
eines Umwandlungssystems 35, das Rechnersignale in die jeweils gemäß der
Art der verwendeten Einstellhilfe für Segmentelemente erforderliche Form in
Befehle umwandelt, hier also die Befehle für die Hydraulik- oder Pneumatik
zylinder 8. Nach dem Verschieben und Positionieren der Segmentelemente 3, 4
wird mit Hilfe der Gewindestange 10 und der Spannmuttern 11 durch Anziehen
eine starre Verbindung zwischen den Segmentelementen der Verformungsvor
richtung hergestellt.
Es wird darauf hingewiesen, dass sowohl bei dem Ausführungsbeispiel nach
der Fig. 6 wie auch bei den nachfolgenden weiteren Einstellhilfen, sowie auch
bei den übrigen Darstellungen in Fig. 1 bis 13, es sich bei der Darstellung der
Außenoberfläche 2 der Elektrode nach der Erfindung und der Darstellung der
äußeren oder inneren Oberflächen des zu bearbeitenden Werkstückes um
stark vereinfachte Formen der tatsächlich vorhandenen und zu beschichtenden
Oberflächen handelt, diese Darstellung soll sicherstellen, dass ein schneller
Überblick über die unterschiedlichen Ausführungsformen möglich wird ohne
durch die Kompliziertheit der Details der Oberflächengestaltung von den
Funktionen der Erfindung abzulenken.
Ein weiteres zweites Beispiel für eine Einstellhilfe ist in Fig. 7 dargestellt. Die
Einstellhilfe besteht darin, dass die Segmentelemente der Außenoberfläche der
Verformungsvorrichtung durch mechanisches Abtasten der äußeren oder inne
ren Oberfläche des Werkstücks 14 mit jeweils gegen die Kraft einer an den
Segmentelementen 3, 4 angreifenden Feder 9 verstellbar ausgeführt sind. Zu
diesem Zweck wird die Außenoberfläche der Verformungsvorrichtung in einem
ersten Schritt im nicht fixierten Zustand der Segmentelemente 3, 4 auf die
äußere oder innere Oberfläche des zu bearbeitenden Werkstückes 14 ver
schoben und in einem zweiten Schritt dort angedrückt, so dass durch die
mechanische Abtastung der Oberfläche des Werkstückes die Segmente 3, 4
sich an die Oberflächenstruktur in Form eines Negativabdrucks angleichen.
Anschließend werden in einem dritten Schritt mit der Arretiereinrichtung, die
aus der in den Öffnungen 12 geführten Gewindestange 10 und den Spann
muttern 11 besteht, durch Fixieren und Festsetzen der Segmentelemente 3, 4
eine starre Verbindung zwischen des Segmentelementen geschaffen. In einem
vierten Schritt wird die Elektrode dann wieder in die Ausgangsposition, nämlich
in die Sollposition der Außenoberfläche der Elektrode verschoben, so dass
nunmehr ein gleichmäßiges elektrisches Feld zwischen der Oberfläche des
Werkstücks und der Außenoberfläche der Elektrode für eine homogene Feld
linienverteilung erzielt ist. Die an den Segmentelementen 3, 4 angreifende
Feder 9 ist wiederum als Druckfeder ausgeführt, die sich gegen einen Gehäu
seboden 15 abstützt. Die Öffnungen 12 in der Fig. 7 dargestellten Segmenten
sind wiederum als Langloch ausgeführt. Bei geeigneter Oberfläche des zu
bearbeitenden Werkstücks stellt die mechanische Abtastung der Oberfläche
durch Verschieben der Segmentelemente gegen einen Federmechanismus
eine besonders einfache Ausführung der Verformungsvorrichtung dar.
Ein drittes Ausführungsbeispiel für eine Einstellhilfe ist in der Fig. 8 geoffenbart.
Dort wird mit Hilfe eines Roboterarmes 16 ein oder mehrere Segmentelemente
3, 4 der Verformungsvorrichtung der Elektrode gegen die Kraft einer am
Segmentelement angreifenden Feder 9 verschoben und positioniert, wobei die
Auslenkung der Segmentelemente 3, 4 durch entsprechende Befehle an den
Roboterarm erzeugt wird, und die Signale zur Verstellung der Segmente bzw.
des Roboterarmes beispielsweise von einem Rechner kommen, in den die
Sollelektrodenposition für die Segmentelemente 3, 4 für die Außenoberfläche 2
der Elektrode eingegeben worden ist. Nach Abschluss der Verschiebung der
Segmentelemente 3, 4 in die Sollelektrodenposition für die Außenoberfläche
wird eine Verriegelung der Segmentelemente vorgenommen, wobei die Art und
Weise der Verriegelung hier nicht näher dargestellt ist.
Ein viertes Beispiel für eine Einstellhilfe ist der Fig. 9 zu entnehmen. Die Ein
stellhilfe für die Segmentelemente 3, 4 besteht dabei aus einer Zahnradmecha
nik, die jeweils aus einer in Verlängerung des Segmentelements 3 angeordne
ten Zahnstange 17 besteht, die Zahnstange 17 befindet sich wiederum im Ein
griff mit einem Verstellzahnrad 18. Nach Verschieben und Positionierung des
Segmentelements 3 wird eine Arretiervorrichtung in Form der Blockierung des
Verstellzahnrades 12 verwendet. Aus Fig. 10 ist noch eine 5. Ausführungsform
für eine Einstellhilfe zu ersehen, die aus einer Stangenmechanik besteht. Diese
Stangenmechanik setzt sich jeweils aus einer in der Verlängerung des
Segmentelements 3, 4 angeordneten ersten Betätigungsstange 19, sowie
einer weiteren an dem von dem Segmentelement 3 abgewandten Ende der
ersten Stange 19 drehbar befestigten zweiten Betätigungsstange 20 zusam
men, wobei die zweite Betätigungsstange 20 an ihrem freien Ende gelenkig mit
einem Verstellrad 21 zur Verschiebung des Segmentelements 3 verbunden ist.
Die Arretiervorrichtung zu der Stangenmechanik besteht nach dem mechani
schen Verstellen und Positionieren der einzelnen Segmentelemente 3 aus
einer Blockierung des Verstellrades 21.
Schließlich wurde in Fig. 4 noch ein weiteres Beispiel für eine Arretiereinrich
tung gegeben. In der Fig. 4 sind die Segmentelemente 4 in Form eines Stiftes
zur Bildung der Außenoberfläche 2 der Elektrode mit ihrem Kopfquerschnitt 5
mosaikartig nebeneinander angeordnet. Zur Bildung der Außenoberfläche 2 der
Elektrode mit ihrem Kopfquerschnitt 5 ist eine Arretiervorrichtung aus einem
Spannkasten 22 zur Befestigung der Segmentelemente 4 und einem oder
mehreren Spannbacken 23 vorgesehen. Die Spannbacken 23 sind in dem
Spannkasten 22 geführt, so dass nach dem Verschieben und Positionieren der
Segmentelemente 4 durch Einspannen der Segmentelemente 4 zwischen den
Spannbacken 23 eine starre Verbindung zwischen den Segmentelementen 4
herbeigeführt werden kann. Aus der Fig. 4 ist außerdem entnehmbar, dass
auch komplexe Formen einer Oberfläche des zu bearbeitenden Werkstückes
wie hier beispielsweise eines Gehäuses 24 mit Hilfe der in Stiftform ausgeführ
ten Segmentelemente 4 besonders gut im Negativ nachgebildet werden kann,
wobei es sich in der Fig. 4 nur um eine Teilschnitt- und Prinzipdarstellung han
delt, in der nicht die Feinheiten der in Stiftform ausgebildeten Segment
elemente zur Nachbildung der Oberfläche des Gehäuses zeichnerisch heraus
gearbeitet und dargestellt sind.
Bei der bisherigen Schilderung der Verformungsvorrichtung, die sich aus den
Segmentelementen 3, 4 zusammensetzt, wurde stets davon ausgegangen,
dass die Segmentelemente aus einem elektrisch leitenden Werkstoff bestehen
und sich durch gegenseitige Kontaktberührung elektrisch leitend miteinander
verbinden, wenn nach dem Verschieben der Segmentelemente die Arretierung
der Segmentelemente durchgeführt worden ist. Nach einem weiteren erfin
dungswesentlichen Ausführungsbeispiel des vorliegenden Anmeldungs
gegenstandes werden jedoch die Segmentelemente 3, 4 jeweils einzeln und
ihren Berührungsflächen zu den anderen Segmentelementen mit elektrischen
Isolierschichten 25 ausgeführt, das heißt, dass jedes einzelne Segmentelement
3, 4 an allen Berührungsflächen mit den neben ihm liegenden Segment
elementen eine Isolierung besitzt und deshalb nicht leitend verbunden sind. Um
die Funktion der Elektrode zur Erzeugung eines elektrischen Feldes zum
Beschichten oder Abtragen von metallischen Niederschlägen auf dem zu
bearbeitenden Werkstück zu ermöglichen, sind alle seitlich isolierten Segment
elemente einzeln mit der Stromversorgung zur Erzeugung des elektrischen
Feldes verbunden, was hier jedoch nicht in Fig. 11a und 11b dargestellt ist, und
insofern bilden sie zur Erzeugung des elektrischen Feldes zum Beschichten
oder Abtragen von metallischen Niederschlägen elektrisch wieder eine einzige
Außenoberfläche der Elektrode. Diese Isolierschichten 25 sind in einer
Prinzipdarstellung der Fig. 11a und 11b zu entnehmen, dort werden die
Segmentelemente 3, 4 symbolisch mit jeweils seitlich zu den anderen
Segmentelementen hin liegenden Isolierschichten 25 dargestellt.
Die nicht isolierten Kopfquerschnitte 5 der einzelnen Segmentelemente 3, 4
liegen als Bestandteil der Außenoberfläche der Elektrode der äußeren oder
inneren Oberfläche des zu bearbeitenden Werkstücks 14 gegenüber. Schließt
man nun an jedes einzelne Segmentelement 3, 4 ein Messinstrument 26 und
einen Stromkreis 27 zur Spannungsversorgung zwischen dem Rückteil des
Segmentelements 3, 4 und dem zu bearbeitenden Werkstück an, so erhält man
für jedes einzelne Segmentelement 3, 4 einen gesonderte Messkreis. Über
lagert man dem Gleichstrom zur Bildung des elektrischen Feldes zum
Beschichten oder Abtragen von metallischen Niederschlägen z. B. einen
Wechselstrom, so stellt der Kopfquerschnitt 5 an der Außenoberfläche 2 der
Elektrode eine Messspitze dar, wobei der Kopfquerschnitt 5 die Größe des
Messortes definiert. Jedem Segmentelement 3, 4 ist also in seiner Funktion als
Messspitze ein eigener Messkreis zugeordnet. Die Segmentelemente 3, 4 der
Elektrode dienen also sowohl als Teil der Elektrode zum Beschichten und
Abtragen von Werkstücken mit metallischen Niederschlägen und zum anderen
auch dient jedes einzelne Segmentelement gleichzeitig mit seinem Kopfquer
schnitt 5 an der Außenoberfläche 2 der Elektrode als Messspitze des durch den
Kopfquerschnitt 5 beschriebenen Messortes.
Mit Hilfe des dem Gleichstrom zum Beschichten überlagerten Wechselstromes
lässt sich mit jedem in einem eigenen Messkreis befindlichen Kopfquerschnitt 5
eines Segmentelements 3, 4 der zur Oberfläche des zu bearbeitenden Werk
stückes gegenüberliegende und bestehende Abstand durch Ermittlung des
Spannungsabfalls in dem Elektrolyten durch das Messinstrument messen und
damit ein entsprechender Istzustandsignalwert feststellen. Das heißt, der
Abstand jedes einzelnen Messortes, der durch den Kopfquerschnitt 5 eines
Segmentelements 3, 4 als Bestandteil der Außenoberfläche der Elektrode
gebildet wird, liegt direkt einer Fläche der äußeren oder inneren Oberfläche des
zu bearbeitenden Werkstücks 14 gegenüber. Für jeden der so ermittelten
Spannungsabfälle zwischen dem Messort und dem gegenüberliegenden Werk
stück liegt damit der Entfernungsabstand zwischen den beiden Elektroden fest.
Führt man nun von sämtlichen Messorten alle von den Segmentelementen 3, 4
gemessenen Istzustandsignalwerte einer Auswertung in einem Rechner zu, so
lässt sich mit Hilfe einer Steuerung und von Einstellhilfen ein örtliches Ver
schieben der Segmentelemente 3, 4 derart durchführen, bis ein Abgleich aller
gemessenen Istzustandswerte auf jeweils den gleichen Betrag des
Spannungsabfalls für alle Messorte erfolgt ist und damit alle Segmentelemente
3, 4 der dem Werkstück zugewandten Außenoberfläche 2 der Elektrode jeweils
den gleichen Abstand zu der Oberfläche des Werkstücks aufweisen. Somit ist
klar, dass mit Hilfe von mit seitlichen Isolierschichten überzogenen Segment
elementen 3, 4 und deren Anschluss jeweils an einen eigenen Messkreis die
Entfernung zum zu bearbeitenden Werkstück ermittelt werden kann und durch
entsprechende Verschiebung der Segmentelemente jeweils der gleiche
Abstand zu dem Werkstück hergestellt werden kann, damit eine gleichmäßige
Verteilung des elektrischen Feldes bzw. eine gleichmäßige Schichtauftragung
oder Schichtabtragung erreicht wird.
Aus der Fig. 11a und 11b ist der Abgleich des chemischen Potentials durch
eine Abstandsänderung zeichnerisch in einer Schnitt- und Prinzipdarstellung
geoffenbart. In der Fig. 11a ist in vereinfachter Darstellung der Ausgangs
zustand der Außenoberfläche der Verformungsvorrichtung der Elektrode mit
Segmentelementen 3, 4 dargestellt, die an ihren seitlichen Berührungsflächen
zu den anderen Segmentelementen elektrische Isolierschichten 25 aufweisen.
Die jeweiligen Kopfquerschnitte 5 der Segmentelemente 3, 4 liegen dem Werk
stück bzw. der äußeren oder inneren Oberfläche des Werkstücks gegenüber.
Nach Messung des Spannungsabfalls in dem Elektrolyten zwischen dem Werk
stück und der Elektrode wird mit Hilfe des Spannungsabgleichs auf jeweils
gleich Spannungsbeträge zwischen beiden Elektroden durch Verschieben der
Segmentelemente 3, 4 der Sollzustand der Lage der Segmentelemente der
Außenoberfläche der Verformungsvorrichtung derart hergestellt, dass die
Abstände aller durch den Kopfquerschnitt 5 definierten Messorte zu der jeweils
gegenüberliegenden Fläche des Werkstückes gleich groß sind. Es ist offen
sichtlich, dass auch weitaus kompliziertere Oberflächen des Werkstückes 14
mit Hilfe entsprechend gestalteter und dimensionierter Segmentelemente 3 und
4 sich mit dieser Mess- und Einstellmethode für die Außenoberfläche der
Verformungsvorrichtung einstellen lassen.
Es ist klar, dass zu jedem beliebigen Zeitpunkt während des Prozesses des
Beschichtens oder Abtragens von metallischen Niederschlägen auf dem Werk
stück eine Messung des Abstandes zwischen der Außenoberfläche der
Verstellvorrichtung und der äußeren oder inneren Oberfläche des Werkstücks
durchgeführt werden kann. Diese Fähigkeit der Verformungsvorrichtung lässt
sich dazu benutzen, dass während des Prozesses des Beschichtens und
Abtragens die Außenoberfläche 2 der Elektrode bei Änderung des Abstandes
zwischen Werkstück 14 und Außenoberfläche 2 der Elektrode durch die
Verformungsvorrichtung zur Nachstellung der Außenoberfläche 2 der Elektrode
in die Sollelektrodenposition als zusätzliche Korrektur ausgeführt wird. Die
vorstehend geschilderte zusätzliche Korrekturmöglichkeit der Elektrode mit
veränderbarer Form durch Nachstellen der Segmentelemente während des
Galvanisierungsprozesses ist dann von Vorteil, wenn während des Galvani
sierungsprozesses ein Teil der Elektrode in Lösung geht und es so zu
Abstandsänderungen zwischen der Außenoberfläche 2 der Elektrode und dem
zu bearbeitenden Werkstück 14 kommt. Durch Nachstellen der einzelnen
Segmentelemente 3, 4 können diese Abstandsänderungen ausgeglichen
werden und damit einer durch Elektrodenabnutzung entstehenden Abweichung
des Schichtaufbaus entgegengewirkt werden.
In Fig. 12 ist in Teilschnitt-, Prinzip- und gleichzeitig auch als Blockschaltbild
darstellung die Steuerung der Außenoberfläche 2 der Verformungsvorrichtung
der erfindungsgemäßen Elektrode als Teil einer CNC-Galvanoeinheit über
sichtsmäßig dargestellt. In einen Reaktionsraum 28 wird mit Hilfe der Pumpe 29
wahlweise entsprechend den erforderlichen Verfahrensschritten ein Elektrolyt
bad ein- oder abgepumpt. In dem Reaktionsraum befindet sich das hier nicht
dargestellte Werkstück und in Prinzipdarstellung die dem Werkstück zuge
wandte Außenoberfläche 2 der Verformungsvorrichtung der erfindungsgemä
ßen Elektrode. Mit der Pumpe 29 wird über den als Volumenstrom 30 bezeich
neten Block eine turbulente oder eine lamellare Strömung für den Elektrolyten
erzeugt. Der Block 31 betrifft Betriebsparameter, er regelt in der Peripherie z. B.
die Beschichtungszeit, die Temperatur, die Konzentration des Elektrolyten, den
pH-Wert und dergleichen. In dem Block Peripherie 32 werden die Vorbehand
lungsschritte für das zu behandelnde Werkstück durchgeführt, wie beispiels
weise Entfernung des Bohrwassers, des Öls oder zum Beispiel Ätzen als Vor
behandlung für nachfolgend am Werkstück durchzuführende Schritte oder auch
Reinigen des Werkstücks mittels Säure. Im Zentralrechner 33 werden die
Stammdaten wie Stückzahl, Betriebsnormen, Toleranzen, CAD-Daten, Zeich
nungen und dergleichen eingegeben, die teilweise auch dem Simulationstool
34 zugeführt werden, das wiederum den Volumenstrom 30 und die Betriebs
parameter 31 steuert.
Die Steuerung der Verformung der Außenoberfläche 2 bzw. genauer die Ver
schiebung der Segmentelemente 3, 4 der Elektrode kann z. B. dadurch erfol
gen, dass der Zentralrechner 33 Signale an ein Umwandlungssystem 35 sen
det, wobei diese Signale durch eine Eingabe in den Rechner bekannt sind. Eine
andere Form der Signalübermittlung durch den Rechner kann dadurch gesche
hen, dass zunächst, wie bereits in den Fig. 11a und 11b und der dazugehörigen
Beschreibung geschildert, der Abstand zwischen dem hier in dem Reaktions
raum 28 nicht dargestellten Werkstück und der Außenoberfläche 2 der Verfor
mungsvorrichtung gemessen wird und diese Daten dann an den Zentralrechner
gegeben werden. Zu diesem Zweck sind die bereits in der Beschreibung zur
Fig. 11 geschilderten Messkreise für jedes einzelne Segmentelement vorgese
hen, die hier mit dem Block 36 bezeichnet werden und für die gemessenen
Abstände als Istzustandsignalwerte an den Rechner gegeben werden. Der
Rechner gibt dann die erforderlichen Signale an das Umwandlungssystem 35.
Das Umwandlungssystem 35 hat die Aufgabe, die Rechnersignale in die jeweils
gemäß der Art der verwendeten Einstellhilfe für die Segmentelemente 3, 4
erforderliche Form und Befehle umzuwandeln und dann direkt die
Verformungsvorrichtung bzw. die Steuerung zur Verschiebung der Segment
elemente zu speisen, die Teil des Umwandlungssystems 35 sind und hier nicht
näher dargestellt sind. Zu jedem während der Dauer des Galvanisierungs
prozesses beliebig auswählbaren Zeitpunkt, das heißt ein- oder mehrmals
während des Galvanisierungsprozesses, werden die mit diesen Messkreisen
erzielten Istzustandsignalwerte direkt einem als Teil einer CNC-gesteuerten
Galvanisierungsanlage fungierenden Zentralrechner 33 zur sofortigen Auswer
tung zugeführt. Der Zentralrechner gibt die ausgewerteten Istzustandsignal
werte dann an das Umwandlungssystem 35 weiter, das dann wiederum die
Rechnersignale in die geeignete Form zur Steuerung der unterschiedlich aus
geführten Einstellhilfen umformt, wie beispielsweise in Befehle zur Betätigung
von Hydraulik- oder Pneumatikzylindern, zur Auslenkung eines Roboterarms
oder zum Verschieben der gesamten Verformungsvorrichtung der Elektrode zur
mechanischen Abtastung der Oberfläche des hier nicht dargestellten zu
bearbeitenden Werkstücks, um so einen negativen Abdruck auf der Außen
oberfläche der Verformungsvorrichtung zu erzeugen.
In der Fig. 13 ist ein Ausführungsbeispiel für eine Ausführung der Verformungs
vorrichtung dargestellt, die eine selektive Beschichtung der äußeren oder inne
ren Oberfläche des zu bearbeitenden Werkstücks mit metallischen Nieder
schlägen erlaubt. Dazu ist ein Teil der Segmentelemente 3, 4 auf dem dem zu
bearbeitenden Werkstück 14 zugewandten Ende 38 und auf dem dem Werk
stück 14 zugewandten Kopfquerschnitt 5 mit einem Material 37 zur Isolierung
versehen. Die Segmentelemente 3, 4 werden je nach den Anforderungen auf
der Oberfläche des zu beschichtenden oder abzutragenden Werkstücks, also je
nach den örtlichen oder räumlichen Erfordernissen des Anwendungsfalls ange
ordnet. Das Material zur Isolierung der Segmentelemente 3, 4 besteht aus
einem Material mit abschirmender Eigenschaft für die Ausbildung des elektri
schen Feldes zwischen dem als Kathode geschalteten Werkstück 14 und der
als Anode geschalteten Elektrode nach der Erfindung. Das Material 37 zur
Isolierung kann einmal so ausgewählt werden, dass es zu keiner Ausbildung
eines elektrischen Feldes von den isolierten Segmentelementen 3, 4 in
Richtung des zu bearbeitenden Werkstückes 14 kommt. Andererseits ist es
möglich, die abschirmende Wirkung des Materials 37 zur Isolierung so zu
wählen, dass es nur zu einer Schwächung des elektrischen Feldes durch ein
mit verringerter Abschirmwirkung ausgebildetes Material 37 zur Isolierung
kommt. In dem ersten Fall wird der dem isolierten Segmentelement gegenüber
liegende Teil der Oberfläche des zu bearbeitenden Werkstückes gar nicht
beschichtet oder es kommt bei Verwendung bzw. Isolierung der dem Werkstück
14 zugewandten Endes 38 der Segmentelemente 3, 4 mit einem Material 37
zur Isolierung mit verringerter Abschirmwirkung lediglich zu einer Beschichtung
39, die bedeutend geringer ist, nämlich entsprechend der verringerten
Abschirmwirkung des Materials 37, als die Beschichtung der äußeren oder
inneren Oberfläche des zu bearbeitenden Werkstücks durch nicht isolierte
Enden bzw. Kopfquerschnitte der Segmentelemente.
1
Verformungsvorrichtung
2
Außenoberfläche Elektrode
3
Segmentelemente Scheibenform
4
Segmentelemente Stiftform
5
Kopfquerschnitt
6
äußere Oberflächen Werkstück
7
innere Oberflächen Werkstück
8
Hydraulik- oder Pneumatikzylinder
9
Feder
10
Gewindestange
11
Spannmuttern
12
Öffnungen
13
Steuerung
14
Werkstück
15
Gehäuse
16
Industrieroboterarm
17
Zahnstange
18
Verstellzahnrad
19
erste Betätigungsstange
20
zweite Betätigungsstange
21
Verstellrad
22
Spannkasten
23
Spannbacken
24
Gehäuse
25
elektrische Isolierschichten
26
Messinstrument
27
Stromkreis
28
Reaktionsraum
29
Pumpe
30
Volumenstrom
31
Betriebsparameter
32
Peripherie
33
Zentralrechner
34
Simulationstool
35
Umwandlungssystem
36
Messkreise
37
Material zur Isolierung
38
dem Werkstück zugewandtes Ende
39
Beschichtung
Claims (35)
1. Elektrode aus elektrisch leitendem Werkstoff zur Erzeugung eines
elektrischen Feldes in einem galvanischen Bad zum Beschichten oder
Abtragen von metallischen Niederschlägen auf Werkstücken, wobei die
Elektrode eine an die Form der Oberfläche des zu bearbeitenden Werk
stückes angepasste eigene Formgestalt besitzt, dadurch gekennzeich
net, dass die Elektrode für die dem Werkstück (14) zugewandte Außen
oberfläche (2) mit einer Verformungsvorrichtung (1) ausgestattet ist.
2. Elektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlor
mungsvorrichtung sich aus Segmentelementen (3, 4) der Elektrode
zusammensetzt, dass die Segmentelemente gegeneinander verschieb
bar ausgeführt sind und dass die Segmentelemente miteinander mittels
einer Arretiereinrichtung starr verbindbar ausgeführt sind.
3. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 2, dadurch
gekennzeichnet, dass die Segmentelemente (3) in Form einer Scheibe
der Elektrode ausgebildet sind.
4. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 2, dadurch
gekennzeichnet, dass die Segmentelemente (4) in Form eines Stiftes der
Elektrode ausgebildet sind.
5. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, dass die Segmentelemente (3, 4) in ihrem Querschnitt in
Teilkreisform, in Kreisform, in rechteckiger, quadratischer, dreieckiger,
vieleckiger, kreuzartiger Form oder in jeder anderen Querschnittsform
ausgebildet sind, die zur Formung der Außenoberfläche der Elektrode
erforderlich ist.
6. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, dass die Segmentelemente in eindimensionaler
Richtung verschiebbar ausgeführt sind.
7. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, dass die Segmentelemente (3, 4) in mehrere verschie
dene Richtungen verschiebbar ausgeführt sind.
8. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, dass die Segmentelemente (3, 4) zur Bildung der
Außenoberfläche (2) der Elektrode mit ihrem Kopfquerschnitt (5),
mosaikartig und/oder parallel nebeneinander angeordnet sind.
9. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, dass die Dimensionierung der Grösse (des Quer
schnitts, der Länge und der Form) der einzelnen Segmentelemente den
jeweiligen Anwendungserfordernissen bezüglich der Komplexität der
Formgestalt des Werkstückes anpassbar ist.
10. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, dass die Elektrode mit ihrer dem Werkstück zuge
wandten Außenoberfläche (2) gegenüber den äußeren Oberflächen (6)
des Werkstückes (14) angeordnet ist.
11. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, dass die Elektrode in Öffnungen des Werkstückes
eingeführt wird, und dass damit die Außenoberfläche (2) der Elektrode
den inneren Oberflächen (7) des Werkstückes (14) in den Öffnungen
gegenüber liegt.
12. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, dass dem Werkstück (14) mehrere Elektroden zur
Bearbeitung zugeordnet sind.
13. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 und 11, dadurch
gekennzeichnet, dass einem rotationssymmetrischen Werkstück zur
Bearbeitung mehrere gleichartige Elektroden in einem modulartigen Auf
bau mit jeweils gleichem gegenseitigen Winkelabstand zugeordnet sind.
14. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, dass der Verformungsvorrichtung (1) der Elektrode
Einstellhilfen zur Positionierung der Segmentelemente (3, 4) zur Nachbil
dung der Form des zu bearbeitenden Werkstückes zugeordnet sind.
15. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, dass die Einstellhilfe darin besteht, dass die Segment
elemente (3, 4) der Verformungsvorrichtung durch Hydraulikzylinder oder
Pneumatikzylinder jeweils gegen die Kraft einer an dem Segment
element angreifenden Feder (9) verstellbar ausgeführt sind.
16. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, dass die Einstellhilfe darin besteht, dass die Segment
elemente (3, 4) der Verformungsvorrichtung durch mechanische
Abtastung der Oberfläche (6, 7) des zu bearbeitenden Werkstückes (14)
mit jeweils gegen die Kraft einer an dem Segmentelement angreifenden
Feder (9) verstellbar ausgeführt sind.
17. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, dass die Einstellhilfe darin besteht, dass die Segment
elemente (3, 4) der Verformungsvorrichtung durch den Arm (16) eines
Industrieroboters jeweils gegen die Kraft einer an dem Segmentelement
(3, 4) angreifenden Feder (9) verstellbar ausgeführt sind.
18. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, dass die an den Segmentelementen (3, 4) angreifende
Feder (9) als Druckfeder ausgebildet ist.
19. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, dass die Einstellhilfe aus einer Zahnradmechanik mit
jeweils aus einer in Verlängerung des Segmentelements (3, 4) angeord
neten Zahnstange (17) und einem mit der Zahnstange (17) sich in Ein
griff befindenden Verstellzahnrad (18) besteht.
20. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, dass die Einstellhilfe aus einer Stangenmechanik mit
jeweils aus einer in Verlängerung des Segmentelements (3, 4) angeord
neten ersten Betätigungsstange (19) sowie einer weiteren an dem von
dem Segmentelement (3, 4) abgewandten Ende der ersten Stange (19)
drehbar befestigten zweiten Betätigungsstange (20) besteht, wobei die
zweite Betätigungsstange mit ihrem freien Ende gelenkig mit einem Ver
stellrad (21) zur Verschiebung des Segmentelements (3, 4) verbunden
ist.
21. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 20, dadurch
gekennzeichnet, dass die Arretiervorrichtung aus Gewindestange (10),
den auf der Gewindestange befestigten Spannmuttern (11) und in den
Segmentelementen der Elektrode für die Gewindestange vorgesehene
Öffnungen (12) besteht.
22. Elektrode nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnun
gen (12) als Langlöcher ausgebildet sind.
23. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 20, dadurch
gekennzeichnet, dass die Arretiervorrichtung aus einem Spannkasten
(22) zur Befestigung der Segmentelemente (4) und einem oder mehre
ren Spannbacken (13) besteht, die in dem Spannkasten geführt sind.
24. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 20, dadurch
gekennzeichnet, dass die Arretiervorrichtung jeweils aus einer Verriege
lung für jedes Segmentelement (3, 4) besteht.
25. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 20, dadurch
gekennzeichnet, dass die Arretiervorrichtung nach dem mechanischen
Verstellen und Positionieren der einzelnen Segmentelemente aus einer
Blockierung des Verstellzahnrades (18) besteht.
26. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 20, dadurch
gekennzeichnet, dass die Arretiervorrichtung nach dem mechanischen
Verstellen und Positionieren der einzelnen Segmentelemente (3, 4) aus
einer Blockierung des Verstellrades (21) besteht.
27. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 26, dadurch
gekennzeichnet, dass die Segmentelemente (3, 4) der Elektrode jeweils
durch gegenseitige Kontaktberührung elektrisch leitend miteinander ver
bunden sind.
28. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 26, dadurch
gekennzeichnet, dass die Segmentelemente (3, 4) der Elektrode jeweils
einzeln an ihren seitlichen Berührungsflächen zu den anderen Segment
elementen elektrische Isolierschichten (25) besitzen.
29. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 26, 28
dadurch gekennzeichnet, dass die Segmentelemente (3, 4) der Elektrode
sowohl als Teil der Elektrode zum Beschichten und Abtragen von
Werkstücken mit metallischen Niederschlägen dienen, als auch, dass
jedes einzelne Segmentelement (3, 4) gleichzeitig mit seinem Kopfquer
schnitt (5) an der Außenoberfläche (2) der Elektrode als Messspitze des
durch den Kopfquerschnitt beschriebenen Messortes dient.
30. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 26, 28, 29,
dadurch gekennzeichnet, dass jedem Segmentelement (3, 4) in seiner
Funktion als Messspitze ein eigener Messkreis zuordenbar ist.
31. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 26, 28 bis 30,
dadurch gekennzeichnet, dass mit jedem in einem eigenen Messkreis
befindlichen Kopfquerschnitt (5) eines Segmentelements (3, 4), wobei die
Kopfquerschnitte Teil der Außenoberfläche (2) der Elektrode sind, der
zur Oberfläche des zu bearbeitenden Werkstückes gegenüberliegende
und bestehende Abstand durch Ermittlung des Spannungsabfalls in dem
Elektrolyten gemessen und dass ein entsprechender Istzustand-Signal
wert gebildet wird.
32. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 26, 28 bis 31,
dadurch gekennzeichnet, dass von sämtlichen Messorten alle von den
Segmentelementen (3, 4) gemessenen Istzustand-Signalwerte einer
Auswertung in einem Rechner zugeführt werden und dass dazu mit Hilfe
einer Steuerung und von Einstellhilfen ein örtliches Verschieben der
Segmentelemente (3, 4) bis zum Abgleich aller gemessenen Istzustands-
Signalwerte auf einen gleichen Betrag des Spannungsabfalls für alle
Messorte erfolgt.
33. , Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 26, 28 bis 32,
dadurch gekennzeichnet, dass zu jedem während der Dauer des
Galvanisierprozesses auswählbaren ein oder mehreren Zeitpunkten
mittels der jedem Segmentelement (3, 4) zuordenbaren Messkreise (36)
und die mit diesen Messkreisen erzielten Istzustand-Signalwerte direkt
einem als Teil einer "CNC"-gesteuerten Galvanisieranlage fungierenden
Rechner (33) zur sofortigen Auswertung zugeführt werden und dass der
Zentralrechner (33) die ausgewerteten Signale an ein Umwandlungs
system (35) weitergibt, das die Rechnersignale in die jeweils gemäss der
Art der verwendeten Einstellhilfe für die Segmentelemente (3, 4) erforder
liche Form und Befehle umwandelt.
34. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 33, dadurch
gekennzeichnet, dass während des Prozesses des Beschichtens und
Abtragens von metallischen Niederschlägen die Istelektrodenposition der
Außenoberfläche (2) der Elektrode bei Änderung des Abstandes
zwischen Werkstück (14) und Außenoberfläche (2) der Elektrode durch
die Verformungsvorrichtung (1) in die Sollelektrodenposition für die
Außenoberfläche der Elektrode nachstellbar ausgeführt ist.
35. Elektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 34, dadurch
gekennzeichnet, dass ein Teil der Segmentelemente (3, 4), die je nach
den örtlichen und räumlichen Erfordernissen des Anwendungsfalls
angeordnet sind, auf dem dem zu bearbeitenden Werkstück zuge
wandten Ende (38) und auf dem dem Werkstück (14) zugewandten
Kopfquerschnitt (5) mit einem Material (37) zur Isolierung versehen ist
und dass die Isolierung der Segmentelemente aus einem derartigen
Material mit abschirmenden Eigenschaften besteht, dass die Ausbildung
eines elektrischen Feldes von den isolierten Segmentelementen (3, 4) in
Richtung des zu bearbeitenden Werkstückes (14) verhindert wird oder
dass es zu einer Schwächung des elektrischen Feldes durch ein mit ver
ringerter Abschirmwirkung ausgebildetem Material zu Isolierung kommt.
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