DE1013035B - Vorrichtung zum Spinnen nach dem Trichterspinnverfahren - Google Patents
Vorrichtung zum Spinnen nach dem TrichterspinnverfahrenInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01D—MECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
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- D01D5/14—Stretch-spinning methods with flowing liquid or gaseous stretching media, e.g. solution-blowing
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- D01D1/06—Feeding liquid to the spinning head
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Spinnen künstlicher Fäden nach dem Trichterspinnverfahren
(Streckspinnen) mit einem vom Spinntrichter und einem Außenmantel gebildeten, die Fällflüssigkeit
zum Spinntrichter leitenden Ringraum, in den ein nachgiebiger, die Fällflüssigkeit hindurchlassender
Einbauteil eingesetzt ist.
Bei der Herstellung von Fäden nach dem Trichterspinnverfahren wird die Spinnlösung aus der Spinnbrause
in einen von Fällflüssigkeit durchströmten Trichter ausgestoßen. In diesem Trichter erfolgt ein
starkes Strecken der Kapillarfäden. Bei den bekannten Spinnvorrichtungen, die für das Streckspinnverfahren
benutzt werden, ist der Spinntrichter von einem Mantel umgeben, so daß zwischen ihm und diesem
Mantel ein Ringkanal entsteht, der als Zuführung für die Fällflüssigkeit dient, welche darin von unten nach
oben strömt und sodann in den Spinntrichter eintritt. In unmittelbarer Nähe des Eintrittsspaltes in den
Spinntrichter befindet sich jedoch die Spinnbrause, aus der die eben gebildeten Fäden, die praktisch noch
aus Flüssigkeit bestehen, austreten. Wenn in der Fällflüssigkeit wirbelnde Bewegungen auftreten, so
übertragen sich diese auf das Fadenbündel, wodurch Störungen des Spinnvorganges bewirkt werden
können. Es kann dann zum Zusammenfließen von Einzelfäden oder zum Zerreißen derselben kommen,
mindestens aber ist mit Zerrungen und unregelmäßigen Verstreckungen zu recrnten; wodurch die Gleichmäßigkeit
des Spinnproduktes, insbesondere seines Titers, beeinträchtigt und damit die Qualität sehr beträchtlich
vermindert wird.
Um diese Störungen durch Wirbel zu vermeiden oder zu vermindern, könnte daran gedacht werden, den
Durchsatz der Spinnflüssigkeit herabzusetzen. Da dieser Durchsatz aber nach chemischen Erfordernissen
des Prozesses und nicht nach mechanischen bemessen werden muß, ist ein solches Verfahren nicht anwendbar.
Bei anderen Vorrichtungen werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß in den Ringkanal, in welchem
die Spinnflüssigkeit nach oben steigt, um dann in den eigentlichen Spinntrichter überzutreten, flüssigkeitsdurchlässige
Elemente eingebaut werden, die eine Beruhigung der Flüssigkeitsbewegung bewirken, so A5
daß am oberen Eintrittsspalt bereits ruhigere Strömungsverhältnisse herrschen. Als flüssigkeitsdurchlässige
Elemente wurden z. B. Schichtfüllungen von Glasperlen, Tonscherben, Holzkohle, Koks u. ä. im
Ringkanal verwendet. Auch senkrecht zur Strömungsrichtung eingebaute Siebflächen mit geeigneten
Maschenweiten bzw. perforierte Gummischeiben riefen eine strömungsberuhigende Wirkung hervor.
Alle diese Vorrichtungselemente zeigten jedoch Un-Vorrichtung
zum Spinnen
nach dem Trichterspinnverfahren
nach dem Trichterspinnverfahren
Anmelder:
I. P. Bemberg Aktiengesellschaft,
Wuppertal-Oberbarmen
Wuppertal-Oberbarmen
Dr. Felix Schmieder, Wuppertal-Bannen,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Vollkommenheiten, die darin bestehen, daß sie nicht ausreichend und gleichzeitig die Strömung der Fällflüssigkeit
beruhigten, mitgeführte Schwebeteilchen in die Strömung nicht weiter behindernder Weise ablagerten
und für die federnde und genaue Halterung des Spinntrichters innerhalb des Ummantelungszylinders
Sorge trugen, so daß besondere Stützen nicht mehr erforderlich waren. Sie bewährten sich daher in
der Praxis nicht.
Bei der Vorrichtung nach der Erfindung wird nun ein flüssigkeitsdurchlässiger Einbauteil verwendet, der
aus einer zu einem Ring zusammengebogenen Schraubenfeder (Ringwendel) besteht. Mehrere solcher Ringwendeln
können dann im Ringkanal nacheinander eingebaut sein. Die Ringwendeln verengen den Durchströmquerschnitt
im Gegensatz zu den bekannten Mitteln nur sehr wenig, so daß eine noch bessere Beruhigung der Strömung wegen ihres sehr geringen
Strömungswiderstandes eintritt. Darüber hinaus halten sie von der Fällflüssigkeit mitgeführte Schwebeteilchen
zurück, die sie an den Kanalwänden ablagern.
Diese Ringwendeln dienen dann nämlich gleichzeitig noch zum Abstützen des Spinntrichters gegenüber
dem Außenmantel, so daß nunmehr die Abstützelemente, welche am Eintrittsspalt bisher allgemein
die Abstützung des Spinntrichters vom Außenmantel besorgten, in Wegfall kommen. Dies ist besonders
wichtig für den Fall, daß höhere Geschwindigkeiten der-Fällflüssigkeit gewählt werden müssen, weil nämlich
besonders dann die an dem Eintrittsspalt angebrachten Abstützelemente ·— selbst wenn sie stromlinienförmig
ausgebildet sind — zur Beunruhigung der Strömung Anlaß geben.
Durch diese neuartige Konstruktion der Spinnvorrichtung kann der Eintrittsspalt vollständig frei gehalten
werden. Die Ringwendel hat weiterhin den Vorteil, daß an die Genauigkeit sowohl der Innenfläche
des Außenmantels als auch der Außenfläche des
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Spinntrichters "keine übertriebenen Anforderungen gestellt
werden müssen, weil durch die Anpassungsfähigkeit des Abstützelementes ein allseitiges Anliegen
an der Wand gewährleistet wird.
Die Ringwendel muß in ihren Abmessungen so gewählt werden, daß sie der Aufgabe der Abstützung
der beiden Teile, nämlich des Spinntrichters gegenüberdem Außenmantel, voll gerecht werden kann.
Dies ist nur dann der Fall, wenn der Windungsdurchmesser gegenüber dem Drahtdurchmesser bestimmte
Grenzen nicht überschreitet. Das Verhältnis des Windungsdurchmessers zum Drahtdurchmesser richtet sich
naturgemäß-nach dem verwendeten Material der Ringwendel,
das gegen die Fällflüssigkeit korrosionsfest sein soll. Bei weich geglühtem Chromnickeldraht ζ. Β.
ist ein Verhältnis von 10 :1 noch möglich, bei hart gezogenem Edelstahl kann sogar 15 : 1 noch angewendet
werden, während für einen Draht aus Kunststoff schon bei einem Verhältnis von 5:1 die Grenze
des Zulässigen erreicht sein kann. Außerdem dürfen die Windungsabstände in der Wendel ein gewisses
Maß nicht überschreiten, wenn nicht die strömungsberuhigende Wirkung beeinträchtigt werden soll.
Dieses Maß hangt von der Natur der Fällflüssigkeit ab. Für Wasser kann 1 mm Windungsahstand noch
als zulässig betrachtet werden.
Wenn das Verhältnis des Innendurchmessers des Außenraantels zum Außendurchmesser des Spinntrichters
groß wird, kann der Fall eintreten, daß sich eine den vorstehenden Richtlinien entsprechende Wendel
nicht mehr herstellen läßt, weil für dünnen Draht die großen Windungen nicht mehr stabil sind, sondern
umklappen, und für dicken Draht der Windungsabstand an der Innenfläche des Außenmantels zu groß
wird.
In diesem Fall kann die Erfindung dadurch zur Anwendung gebracht werden, daß man geeignete Zwischenkörper
in den äußeren Ringkanal des Spinntrichters einbaut, oder auch dadurch, daß man die
einfache Wendel durch einen Formkörper aus einem
Geflecht dünnen Drahtes ersetzt, das bei genügend engem Drahtabstand noch die erforderliche Stabilität
aufweist.
Auch bei einem Trichter, welcher aus betriebstechnischen Gründen keinen Außenmantel aufweisen darf,
so daß die Spinnflüssigkeit nicht nach oben steigt, sondern von oben her zugeführt wird, kann der erfindungsgemäße
Gedanke angewandt werden, wenn man beispielsweise oberhalb des Spinntrichters ein
zylindrisches, mit dem Spinntrichter koaxiales Gefäß anbringt, in welches die Zuführleitung mit der Spinnbrause
bis nahe an den Trichter heranreicht. Die Ringwendel wird nunmehr in genügendem Abstand
von der Brause zwischen der Innenwand des Gefäßes und dem Zuführrohr für die Spinnlösung angebracht.
An Hand der Zeichnung soll die Vorrichtung nach der Erfindung näher erläutert werden.
Abb. 1 zeigt die Spinnvorrichtung nach der Erfindung im Schnitt,
Abb. 2 die Ringwendel, Abb. 3 eine Spinnvorrichtung mit weitem Außenmantel
und zusätzlichem Zwischenkörper im Ringkanal und
Abb. 4 die Spinnvorrichtung ohne Außenmantel.
In Abb. 1 stellt 1 die Spinnbrause dar, aus welcher die Fäden in den Spinntrichter 2 gelangen, der vom
Außenniantel 3 umgeben ist. Die Fällflüssigkeit fließt durch die Eintrittsöffnung 4 in den Ringkanal 5, in
welchem die Ringwendel 6 eingebaut ist, die gleichzeitig den Spinntrichter 2 gegen den Außenmantel 3
abstützt. Die Fällflüssigkeit tritt durch den Eintrittsspalt 7 hindurch in den Trichter 2 ein.
Abb. 2 zeigt die Ringwendel 6 in schematischer perspektivischer Darstellung. Hinsichtlich der Größe
dieser Ringwendel ist zu erwähnen, daß bei einem lichten Durchmesser des Außenmantels 3 von 35 mm
und einem Außendurchmesser des Spinntrichters. 2 von 21 mm eine Ringwendel aus Chromnickeldraht
mit einer Drahtstärke von 0,7 mm und einem Winr dungsdurchmesser von 7 mm bei etwa 58 Windungen
gewählt werden kann. Diese Abmessungen gewährleisten sowohl eine sichere Abstützung als auch eine
genügende Beruhigung der Strömung, die dann am Eintrittsspalt in den Trichter laminare Verhältnisse
aufweist.
In Abb. 3 ist im Schnitt eine Spinnvorrichtung dar?
gestellt, bei der das Verhältnis des Durchmesssipiltes
Außenmantels zum Durchmesser des Spinntrichters so groß ist, daß keine einfache Drahtwendel mehr
eingebaut werden kann. Es ist daher ein Zwischen·' körper 8 vorgesehen, der diesen Einbau ermöglicht.",
In Abb. 4 besitzt der Spinntrichter 2 keinen Außenmantel, vielmehr ist oberhalb des Spinntrichters ein
zylindrisches Gefäß 9 angebracht, welches den Zutritt 10 für die Fällflüssigkeit enthält. In dieses Gefäß
reicht das Zuführrohr 11 für die Spinnlösung, an dessen Ende die Spinnbrause sitzt, hinein. Das Zuführrohr
ist von einer Muffe 12 umgeben. Die Ringwendeln 6 sind in diesem Fall zwischen der Muffe 12 und
der Gefäßwand 9 angebracht.
Durch den Einbau derartiger Ringwendeln ist es nun möglich, einen völlig gleichmäßigen Faden zu
spinnen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Vorrichtung zum Spinnen künstlicher Fäden nach dem Trichterspinnverfahren (Streckspinnen) mit einem vom Spinntrichter und einem Außenmantel gebildeten, die Fällflüssigkeit zum Spinntrichter leitenden Ringraum, in den ein nachgiebiger, die Fällflüssigkeit hindurchlassender Einbauteil eingesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Einbauteil aus einer zu einem Ring zusammengebogenen Schraubenfeder (Ringwendel) besteht.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 423 396; britische Patentschrift Nr. 672 669; französische Patentschrift Nr. 839 801.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 709 59Ο/28Ϊ 7.
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Also Published As
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