DE10129498C1 - Mehrpoliges elektrisches Schaltgerät mit Schaltschloss - Google Patents
Mehrpoliges elektrisches Schaltgerät mit SchaltschlossInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein mehrpoliges Schaltgerät mit Schaltstellungsanzeige. Das Schaltgerät (2) enthält ein mehrpoliges Kontaktsystem (17) mit einer gemeinsamen Schaltwelle (16) und ein Schaltschloss (18). Das Schaltschloss (18) enthält zwischen feststehenden Seitenblenden (19) einen kraftschlüssig gelagerten Antriebshebel (28), einen Kniehebelmechanismus mit einem Federkraftspeicher und einen Stützhebel (58). Der Antriebshebel (18) ist mit einem starren Gegenanschlag (66) ausgestattet, der nach einem Auslösevorgang bei nicht ordnungsgemäß geöffneten Kontakten (34, 36) unter der Kraftwirkung des Federkraftspeichers auf einen Anschlag (32) der Schaltwelle (16) trifft.
Description
Die Erfindung betrifft mehrpolige Schaltgeräte für Niederspannung mit einem Schalt
schloss mit Schaltstellungsanzeige nach den Oberbegriffen der unabhängigen An
sprüche, insbesondere Leistungsschalter oder Lasttrennschalter.
Aus der Druckschrift EP-0462769-A2 ist ein Leistungsschalter für Niederspannung
bekannt, dessen Betätigungsgriff innerhalb eines bestimmten Winkelbereichs beweg
lich ist. Das Schaltgerät enthält ein Gehäuse, in dem ein Schaltschloss, Anschluss
mittel, ein Kontaktsystem und ein Auslösesystem angeordnet sind. Das mehrpolige
Kontaktsystem enthält feststehende Kontaktanordnungen und bewegliche Kontaktan
ordnungen, die über alle Pole hinweg durch eine querliegende Schaltwelle verbunden
und durch das Schaltschloss in und außer Verbindung mit den feststehenden Kon
taktanordnungen bringbar sind, wodurch eine durchgehende elektrische Verbindung
zwischen den gegenüberliegenden Anschlussmitteln hergestellt bzw. aufgetrennt
wird. Das Schaltschloss besteht aus einem Antriebshebel, der kippbar in beidseitigen,
feststehenden Seitenblenden gelagert ist und mit einem Betätigungsgriff aus einer
Öffnung des Gehäuses ragt, aus einem Kniehebelmechanismus mit einem oberen
Kniehebel, einem unteren Kniehebel und einem Federkraftspeicher, wobei die Knie
hebel über eine Kniehebelachse gelenkig miteinander verbunden sind, der Feder
kraftspeicher zwischen Kniehebelachse und Antriebshebel angreift und der untere
Kniehebel gelenkig mit der Schaltwelle verbunden ist, und aus einem zwischen den
Seitenplatten schwenkbar gelagerten Stützhebel, der zum einem mit dem oberen
Kniehebel gelenkig verbunden ist und zum anderen in Verbindung mit einem Verklin
kungsmechanismus bringbar ist, worauf der Stützhebel sich gegen den Verklin
kungsmechanismus abstützt. Der Verklinkungsmechanismus steht in Wirkverbindung
mit einem elektronischen Auslösesystem, das die durch das Schaltgerät fließenden
Polströme erfasst und beim Überschreiten einstellbarer Grenzwerte eine verzögerte
oder unverzögerte Freigabe des Stützhebels bewirkt, was unter dem Einfluss des
Federkraftspeichers zu einem Auslösen des Schaltschlosses und damit Öffnen des
Kontaktsystems führt. Das Schaltschloss ist so ausgelegt, dass der Antriebshebel
eine eindeutige Ein-Stellung bei geschlossenem Kontaktsystem und eine davon ein
deutig unterscheidbare Aus-Stellung bei geöffnetem Kontaktsystem einnimmt. Der
untere Kniehebel ist mit einem Fortsatz ausgestattet, der bei einem Versuch, den An
triebshebel im Falle einer nicht von seiner zugehörigen feststehenden Kontaktanord
nung trennbaren beweglichen Kontaktanordnung - beispielweise bei Verschweißun
gen infolge eines Kurzschlussfalles - in die Aus-Stellung zu bewegen, gegen die
Schaltwelle anschlägt. Dadurch wird ein gewaltsames Überführen des Antriebshebels
in die Aus-Stellung blockiert, um insbesondere ein Abschließen des Betätigungsgriffes
in der Aus-Stellung bei nicht ordnungsgemäß geöffneten Kontakten zu verhindern.
Nachteilig bei dieser Lösung ist zum einen die von dem Betätigungshebel auf die
Schaltwelle übertragene geringe Kraft zum Aufbrechen der nicht ordnungsgemäß
geöffneten Kontakte und zum anderen, dass durch die Bewegungsbegrenzung des
Antriebshebels bei nicht ordnungsgemäß geöffneten Kontakten ein mit dem Betäti
gungsgriff verbundener Motor- oder Elektromagnetantrieb Gefahr läuft, Schaden zu
nehmen. Das elektronische Auslösesystem kann für den Fachmann offensichtlich
durch ein thermomagnetisches Auslösesystem ersetzt werden.
Die Druckschrift DE-33 36 207-C3 offenbart einen Leistungsschalter mit festen Kon
takten und mit beweglichen Kontakten, die von entsprechenden, über eine Schalt
welle starr miteinander verbundenen Armen getragen und in der Ein-Stellung des
Schalters von Kontaktdruckfedern gegen die festen Kontakte gedrückt werden, sowie
mit einem Antriebshebel, der über ein Kniehebelsystem zumindest mit einem der
Arme verbunden ist, um die Arme durch Kraftfedern jäh in eine von beiden Stellungen
zu bewegen, in der die Kontakte entweder geschlossen oder geöffnet sind. Mit dem
formschlüssig gelagerten Antriebshebel ist ein Teil starr verbunden, das bei ver
schweißten Kontakten gegen ein entsprechendes Anschlagelement eines der Arme
bei einer Zwischenstelle des Öffnungsweges des Antriebshebels anschlägt und hier
durch ein Überführen des Antriebshebels in die Aus-Stellung verhindert. Das An
schlagelement besteht aus einem Profil, das am entsprechenden, einen beweglichen
Kontakt tragenden Arm befestigt ist und einen Schenkel umfasst, an dem die Kon
taktdruckfedern verankert sind, welche die beweglichen Kontakte gegen die festen
Kontakte drücken. Der Schenkel ist bezüglich der Schaltwelle auf der dem bewegli
chen Kontakt abgewandten Seite des Armes angeordnet. Bei dieser Lösung ist die
auf die Schaltwelle übertragene Kraft zum Aufbrechen verschweißter Kontakte höher
als bei der vorgenannten Lösung, jedoch bleibt als Nachteil bestehen, dass bei ver
schweißten Kontakten ein mit dem Betätigungsgriff verbundener Motor- oder Elektro
magnetantrieb Gefahr läuft, Schaden zu nehmen.
Aus der Druckschrift US-3614685-A ist ein gattungsgemäßer Leistungsschalter mit
einem mehrpoligen Kontaktsystem bekannt. Das Schaltschloss besteht aus einem
kippbar in feststehenden Seitenblenden gelagerten Antriebshebel mit einem Betäti
gungsgriff, aus einem Kniehebelmechanismus mit einem oberen Kniehebel, einem
unteren Kniehebel und einem Federkraftspeicher, und aus einem zwischen den Sei
tenplatten schwenkbar gelagerten Stützhebel. Die Kniehebel sind über eine Kniehe
belachse gelenkig miteinander verbunden. Der Federkraftspeicher greift zwischen
Kniehebelachse und Antriebshebel an. Der untere Kniehebel ist gelenkig mit einer
Schaltwelle verbunden. Die Schaltwelle trägt bewegliche Kontaktanordnungen mit
gegen die Wirkung von Kontaktdruckfedern innerhalb des sogenannten Durchhubs
schwenkbaren einarmigen beweglichen Kontakten. Der Stützhebel ist mit dem oberen
Kniehebel gelenkig verbunden. Nach einem Auslösevorgang ist das Schaltschloss
zurücksetzbar, indem der Stützhebel durch Überführen des Antriebshebels jenseits
über seine Aus-Stellung hinaus in eine abstützende und unter Wirkung des Feder
kraftspeichers stehende Verbindung mit einem in Wirkverbindung mit Auslösemitteln
stehenden Verklinkungsmechanismus zu bringen ist. Die Schaltwelle ist mit einem
starren Anschlagelement ausgestattet. Wenn nach einem Auslösevorgang mindes
tens in einem Pol die Kontakte infolge Verschweißens nicht öffnen, wird der Stützhe
bel von dem Verklinkungsmechanismus freigegeben und der Antriebshebel verbleibt
weiterhin in seiner Ein-Stellung. Der Antriebshebel kann infolge seiner ausschließlich
kraftschlüssig durch den Federkraftspeicher bewirkten Lagerung bei verschweißten
Kontakten zwangsweise in Richtung seiner Aus-Stellung bewegt werden. Es gelingt in
diesem Falle jedoch nicht, den Stützhebel wieder in Eingriff mit dem Verklinkungs
system zu bringen, da bei dem Versuch, den Antriebshebel zwangsweise über die
Aus-Stellung hinaus zu überführen, die Bewegung des Stützhebels durch Anschlagen
an das Anschlagelement begrenzt wird. Nach Loslassen des zwangsweise betätigten
Betätigungsgriffes kehrt der Antriebshebel in die Ein-Stellung zurück. Bei dieser Lö
sung kann die Ausschaltbewegung eines mit dem Betätigungsgriff verbundenen Mo
tor- oder Elektromagnetantriebes im Falle einer Kontaktverschweißung im Schaltgerät
ohne Schaden für den Antrieb ausgeführt werden. Als Nachteil ist zu verzeichnen,
dass beim zwangsweisen Überführen des Antriebshebels in die Aus-Stellung eine nur
geringe Kraft zum Aufbrechen der verschweißten Kontakte auf die Schaltwelle über
tragen wird.
Aus der Druckschrift DE-198 41 685-A1 ist weiterhin ein Schaltgerät mit Überstrom
auslösung bekannt, das ein Schaltgerätegehäuse, ein mehrpoliges Kontaktsystem
und ein Schaltschloss aufweist. Das in Seitenblenden gelagerte Schaltschloss besteht
aus einem durch eine Betätigungsgriff betätigbaren Antriebshebel, der mittels eines
Federkraftspeichers auf einen Kniehebelmechanismus einwirkt, der eine Wirkverbin
dung zwischen einer Schaltwelle und über einen Stützhebel zu einem Verklinkungs
mechanismus herstellt. Ein Sperrhebel ist auf einer der Seitenblenden angeordnet.
Der Sperrhebel ist mit seinem einen Ende an einer Satelliten-Achse der Schaltwelle
und mit seinem anderen Ende an einem positionsfesten Stift angelenkt. Der Stift ist an
der Seitenblende befestigt und in einem in dem Sperrhebel ausgebildeten Langloch
geführt. Am langlochseitigen Ende des Sperrhebels ist ein Vorsprung ausgebildet, der
mit einem am Antriebshebel ausgebildeten Aufnahmeabschnitt in Eingriff bringbar ist.
Durch das Zusammenwirken von Sperrhebel und Antriebshebel wird die Überführung
des Betätigungsgriffes in die Aus-Stellung bei blockiertem Kontakt verhindert. Beim
Versuch, den Betätigungsgriff trotzdem in die Aus-Stellung zu bewegen, wird über die
Wirkungskette Antriebhebel, Sperrhebel und Satelliten-Achse nur ein geringes Dreh
moment auf die Schaltwelle übertragen. Nachteilig bei dieser Lösung ist zum einen
die von dem Betätigungshebel auf die Schaltwelle übertragene geringe Kraft zum
Aufbrechen des blockierten Kontaktes und zum anderen die Gefahr, dass durch den
festgelegten Antriebshebel ein mit dem Betätigungsgriff verbundener Motor- oder
Elektromagnetantrieb Schaden nimmt.
Die vorstehend genannten Nachteile des Standes der Technik treten auch dann auf,
wenn die beschriebenen Lösungen auf mit oder ohne Auslösemitteln ausgestattete
Lasttrennschalter übertragen werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei nicht ordnungsgemäß geöffneten
Kontakten, sowohl eine hohe Öffnungskraft auf diese Kontakte als auch ein zwangs
weises Überführen des Antriebshebels aus der Ein-Stellung bewirken zu können.
Ausgehend von einem Schaltgerät der eingangs genannten Art wird die Aufgabe er
findungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale der unabhängigen Ansprüche
gelöst, während den abhängigen Ansprüchen vorteilhafte Weiterbildungen zu ent
nehmen sind.
Durch die direkte Verbindung von unterem Kniehebel und Schaltwelle nimmt unab
hängig vom Abnutzungsgrad der Kontakte der Antriebshebel je nach Schaltzustand
des Schaltgerätes eine präzise Ein-Stellung oder eine präzise Aus-Stellung ein. Die
Präzision der Ein- und der Aus-Stellung ist besonders bei Kontaktsystemen von Vor
teil, die mit Kontaktbrücken als bewegliche Kontakte ausgestattet sind, da durch die
damit verbundene zweifache Schaltstrecke nur ein halbierter Öffnungshub aufge
bracht wird und damit nur relativ geringe Abfragewege für den Antriebshebel gegen
über den beweglichen Kontakten zur Verfügung stehen. Sollten nach einem zwangs
weisen Ausschaltversuch (mit oder ohne vorhergehendem Auslösevorgang) nicht alle
Kontakte ordnungsgemäß öffnen, dann trifft der Gegenanschlag des Antriebshebels
auf den Anschlag der Schaltwelle, wodurch in leichten Fällen ein Aufbrechen ver
schweißter Kontakte erfolgt. In schwerwiegenden Fällen bleibt mindestens ein Kon
taktpaar ungeöffnet, worauf der Antriebshebel eine deutlich von der Aus-Stellung un
terscheidbare Position beibehält. Beim zwangsweisen Überführen des Antriebshebels
in die Aus-Stellung im Falle von nicht ordnungsgemäß geöffneten Kontakten wird der
Federkraftspeicher durch den kraftschlüssig in den Seitenblenden gelagerten An
triebshebel überspannt und damit eine erhöhte Kraft zum zwangsweisen Öffnen der
nicht ordnungsgemäß geöffneten Kontakte über den Gegenanschlag des Antriebshe
bels auf den Anschlag des Schaltwelle übertragen. Bei erfolglosem Öffnungsversuch,
insbesondere bei nicht gelungenem Aufbrechen verschweißter Kontakte, verlässt
nach Loslassen des Betätigungsgriffes der Antriebshebel unter der Wirkung des Fe
derkraftspeichers deutlich sichtbar die Aus-Stellung. Die kraftschlüssige, d. h. nach
giebige Lagerung des Antriebshebels bewahrt bei entsprechender Dimensionierung
einen mit dem Betätigungshebel verbundenen Motor- oder Elektromagnetantrieb vor
Zerstörung.
Die erfindungsgemäße Lösung lässt sich sowohl bei Schaltgeräten, die ein auslösen
des Schaltschloss mit einem schwenkbaren Stützhebel aufweisen, als auch bei
Schaltgeräten, die einen festliegenden Stützhebel aufweisen, anwenden. Zu der ers
ten Gruppe von Schaltgeräten gehören Leistungsschalter und Lasttrennschalter mit
Auslösemitteln, zu der zweiten Gruppe von Schaltgeräten gehören Lasttrennschalter
ohne Auslösemittel.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht in der Ausbildung des Anschla
ges oder bzw. und des Gegenanschlages als Hebelarm. Damit lässt sich zum einen
der Auftreffpunkt von Anschlag und Gegenanschlag im Verlaufe des zwangsweisen
Überführens des Antriebshebels festlegen und zum anderen eine günstige Kraftwir
kung auf die Schaltwelle zum zwangsweisen Öffnen nicht ordnungsgemäß geöffneter
Kontakte erzielen. Es ist zweckmäßig, die Bewegung des Antriebshebels jenseits der
Aus-Stellung durch einen Anschlag der Seitenblenden zu begrenzen.
Eine vorteilhafte Weiterbildung besteht auch darin, dass durch einen beim zwangs
weisen Überführen des Antriebshebels in die Aus-Stellung eintretenden elastischen
Formschluss zwischen dem Antriebshebel und dem Schaltgerätegehäuse, insbeson
dere dessen Deckelteil, über Gegenanschlag und Anschlag eine zusätzliche aufbre
chende Kraft auf verschweißte Kontakte ausgeübt wird.
Eine vorteilhafte Ausbildung besteht darin, dass das mehrpolige Kontaktsystem mit
einer seiner Polzahl entsprechenden Anzahl von zweifach unterbrechenden Kontakt
brücken, insbesondere Drehkontaktbrücken, ausgestattet ist. Eine andere vorteilhafte
Ausbildung besteht darin, dass die Schaltwelle aus Schaltwellenabschnitten und da
zwischen befindlichen Verbindungselementen besteht, die wenigstens zum Teil mit
dem unteren Kniehebel verbunden sind.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem folgenden,
anhand von Figuren erläuterten Ausführungsbeispiel. Es zeigen
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Schaltgerät in auseinander gezogener perspektivi
scher Darstellung;
Fig. 2 Schaltschloss und mittlerer Pol des Kontaktsystems des Schaltgerätes nach
Fig. 1 in zusammengesetzter perspektivischer Darstellung;
Fig. 3 Schaltschloss und mittlerer Pol in Ein-Stellung in teilweise gebrochener
Seitenansicht;
Fig. 4 Schaltschloss und mittlerer Pol in Ausgelöst-Stellung bei ordnungsgemäß
geöffneten Kontakten in teilweise gebrochener Seitenansicht;
Fig. 5 wie Fig. 4, jedoch bei verschweißten Kontakten und mit losgelassenem
Betätigungsgriff;
Fig. 6 wie Fig. 5, jedoch mit bis in Aus-Stellung zwangsweise überführtem Betäti
gungsgriff.
Nach Fig. 1 ist das als Niederspannungs-Leistungsschalter ausgebildetes dreipoliges
Schaltgerät 2 mit einem Zweifachgehäuse versehen. Jedem der drei Pole ist eine
feststehende Kontaktanordnung mit zwei feststehenden Kontaktschienen 4 und 6,
eine bewegliche Kontaktanordnung 8 in Form einer drehsymmetrischen schwenkbare
Kontaktbrücke sowie zwei Lichtbogenlöschkammern 10 zugeordnet, die zusammen in
einem Schaltkammergehäuse, bestehend aus einem Oberteil 11 und einem Unterteil
12, angeordnet sind. Jede bewegliche Kontaktanordnung 8 ist in einem Schaltwel
lenabschnitt 14 gelagert, der seinerseits im Schaltkammergehäuse 11, 12 lagert. Die
drei um eine Schaltwellenachse 13 schwenkbaren Schaltwellenabschnitte 14 (siehe
auch Fig. 2) sind über zwei Verbindungselemente 15 verdrehfest miteinander verbun
den. Die drei Schaltwellenabschnitte 14 und die beiden Verbindungsstücke 15 bilden
eine für alle Pole gemeinsame Schaltwelle 16. Die feststehenden Kontaktanordnun
gen 4 und 6, die beweglichen Kontaktanordnungen 8 und die Schaltwelle 16 bilden
das dreipolige Kontaktsystem 17 des Schaltgerätes 2. Der Aufbau eines derartigen
Kontaktsystems und dessen Einbau und Lagerung in einem derartigen Schaltkam
mergehäuse ist in der Druckschrift EP 1037239 A2 im Einzelnen beschrieben. Die
Schaltwelle 16 ist mit einem Schaltschloss 18 gekoppelt, das zum Schließen, Öffnen
und Auslösen des Schaltgerätes 2 dient und über dem mittleren Pol angeordnet ist.
Das Unterteil 12, das Oberteil 11 und das Schaltschloss 18 sind über gemeinsame
Befestigungsmittel in Form von Schrauben 20 und Gewindeaufnahmen 21, die in
beidseitigen Seitenblenden 19 des Schaltschlosses 18 angeordnet sind, kraftschlüs
sig miteinander verbunden. Das Schaltkammergehäuse 11, 12 und das Schaltschloss
18 sind in einem aus einem Bodenteil 22 und einem Deckelteil 24 bestehenden
Schaltgerätegehäuse angeordnet. Das Deckelteil 22 ist mit einer Aussparung 26 ver
sehen, durch die ein mit einer bogenförmigen Blende 29 versehener Antriebshebel 28
des Schaltschlosses 18 mit einem Betätigungsgriff 30 nach außen ragt. Im Fertigzu
stand des Schaltgerätes 2 ist das Bodenteil 22 mit dem Deckelteil 24 verschraubt,
wobei sich die Blende 29 unterhalb des Deckelteils 24 befindet.
Gemäß Fig. 2 und Fig. 3 ist die Schaltwelle 16 mit einem starren Anschlag 32 aus
gestattet, der als hebelarmartiger Ansatz an einem der Verbindungsstücke 15 ausge
bildet ist. Die von den Schaltwellenabschnitten 14 getragenen beweglichen Kontakt
anordnungen 8 sind an beiden Enden mit beweglichen Kontakten 36 ausgestattet, die
unter der Wirkung von Kontaktdruckfedern 39 auf feststehenden Kontakten 34 der
Kontaktschienen 4 und 6 aufliegen. Beim Übergang des Schaltgerätes 2 von Ein- in
den Aus-Zustand ist vor dem eigentlichen Öffnen der Kontakte 34, 36 von dem
Schaltwellenabschnitt 14 der sogenannte Durchhub D zu überwinden, bis die An
schlagflächen 37 des Schaltwellenabschnittes 14 auf die gegenüberliegenden An
schlagflächen 38 der beweglichen Kontaktanordnung 8 treffen. Der Durchhub D ver
ringert sich mit zunehmender Abnutzung der Kontakte 34, 36 und wird durch die
Kontaktdruckfedern 39 eingestellt.
Der U-förmig ausgebildete Antriebshebel 28 des Schaltschlosses 18 ist gegenüber
dem Betätigungsgriff 30 mit einem U-förmigen Ausschnitten 40 versehen, mit denen
der Antriebshebel 28 unter der Wirkung eines Federkraftspeichers 42 in Form einer
schraubenförmigen Zugfeder auf Lagerzapfen 44, die an den feststehenden Seiten
blenden 19 angebracht sind, kraftschlüssig sowie kippbar lagert. Der Antriebshebel 28
nimmt bei geschlossenem Kontaktsystem 17 eine Ein-Stellung und bei geöffnetem
Kontaktsystem 17 eine Aus-Stellung oder eine Ausgelöst-Stellung ein, die gegenüber
der in Fig. 2 und Fig. 3 gezeigten Ein-Stellung im Uhrzeigersinn versetzt sind. Das
Schaltschloss 18 enthält einen Kniehebelmechanismus mit dem Federkraftspeicher
42 und jeweils einem beidseitig des Federkraftspeichers 42 angeordneten oberen
Kniehebel 46 sowie unteren Kniehebel 48. Die Kniehebel 46, 48 sind über eine Knie
hebelachse 50 gelenkig miteinander verbunden. Der Federkraftspeicher 42 greift ei
nerseits an der Kniehebelachse 50 und anderseits an dem Antriebshebel 28 unterhalb
des Betätigungsgriffes 30 an. Die unteren Kniehebel 48 sind über eine erste Gelenk
achse 52 jeweils gelenkig mit einem der Verbindungsstücke 15 und damit mit den
Schaltwellenabschnitten 14 verbunden (siehe auch Fig. 1). Zu dem Schaltschloss 18
gehören weiterhin ein in Wirkverbindung mit nicht dargestellten Auslösemitteln ste
hender Verklinkungsmechanismus 54 und ein zwischen den Seitenblenden 19 auf
einer Lagerachse 56 schwenkbar gelagerter Stützhebel 58. Der Stützhebel 58 ist über
eine zweite Gelenkachse 60 mit den oberen Kniehebeln 46 gelenkig verbunden. Unter
der Kraftwirkung des Federkraftspeichers 42 stützt sich der Stützhebel 58 über seine
Verklinkungsfläche 62 gegen eine Klinke 64 des Verklinkungsmechanismus 54 ab.
Der Antriebshebel 28 ist im Bereich des U-förmigen Ausschnittes 40 mit einem als
Hebelarm ausgebildeten starren Gegenanschlag 66 ausgestattet.
In Fig. 4 ist dargestellt, wie nach dem Auftreten eines Fehlers in dem mit dem Schalt
gerät 2 verbundenen Lastkreis, beispielsweise infolge einer Überlastung oder eines
Kurzschlusses, das Schaltschloss 18 in den ausgelösten Zustand übergegangen ist
und alle Kontakte 34, 36 des Kontaktsystems 17 ordnungsgemäß geöffnet worden
sind. Durch den Auslösevorgang ist der Stützhebel 58 von dem Verklinkungsmecha
nismus 54 freigegeben worden. Der freigegebene Stützhebel 58 schwenkt unter der
Wirkung des Federkraftspeichers 42 entgegen dem Uhrzeigersinn um seine Lager
achse 56, worauf das Kniehebelsystem nach oben gerissen wird. Das hat zur Folge,
dass zum einen durch die nach oben bewegten unteren Kniehebel 46 die Schaltwel
lenabschnitte 14 um ihre Schaltwellenachse 13 im Uhrzeigersinn verschwenkt werden
und zum anderen der Antriebshebel 28 mit seinem Betätigungsgriff 30 durch Kippen
um die Lagerzapfen 44 die gezeigte Ausgelöst-Stellung einnimmt, die sich zwischen
der Ein- und der Aus-Stellung befindet. Durch das Verschwenken des Schaltwellen
abschnittes 14 wird nach anfänglicher Überwindung des Durchhubs D (siehe hierzu
Fig. 3) die jeweilige bewegliche Kontaktanordnung 8 von der zugehörigen feststehen
den Kontaktanordnung 4, 6 getrennt. Beim ordnungsgemäßen Öffnen des Kontakt
systems 17 findet keine Berührung zwischen dem Gegenanschlag 66 des Antriebs
hebels 28 und dem Anschlag 32 der Schaltwelle 16 statt.
In Fig. 5 ist dargestellt, wie nach dem Auftreten eines Kurzschlusses in dem mit dem
Schaltgerät 2 verbundenen Lastkreis keine ordnungsgemäße Öffnung des Kontakt
systems 17 infolge von Verschweißungen zwischen den Kontakten 34, 36 stattfindet.
Nach Betätigung des Antriebshebels 28 in Richtung Aus-Stellung, d. h. bei Ver
schwenken des Antriebshebels 28 um die Lagerzapfen 44 im Uhrzeigersinn, versucht
das Kniehebelsystem unter der Wirkung des Federkraftspeichers 42 die unteren
Kniehebel 48 nach oben zu ziehen. Der gleiche Bewegungsablauf findet im übrigen
nach Freigabe des Stützhebels 58 infolge eines Auslösevorgangs statt. Die unteren
Kniehebel 48 nach oben zu ziehen gelingt durch die infolge der Kontaktverschwei
ßung festgehaltenen beweglichen Kontaktanordnung 8 jedoch nur bis zur Überwin
dung des Durchhubs (siehe hierzu Fig. 3) durch den Schaltwellenabschnitt 14. Durch
Beaufschlagen mit einem äußeren Drehmoment M in Richtung Aus-Stellung, bei
spielsweise durch einen Bediener oder einen Motorantrieb, tritt der Antriebshebel 28
mit seinem Gegenanschlag 66 auf den Anschlag 32 der Schaltwelle 16. Dieses Auf
treffen kann bei leichten Kontaktverschweißungen ein Öffnen der Kontakte 34, 36 und
damit ein ordnungsgemäßes Öffnen des Kontaktsystems 17 bewirken. Im anderen
Fall bleibt der Antriebshebel 28 mit seinem Betätigungsgriff 30 in der gezeigten Stel
lung stehen, die sich noch deutlich genug von der Aus-Stellung unterscheidet.
In Fig. 6 ist der Fall dargestellt, wenn ausgehend von der in Fig. 5 gezeigten Situation
durch Beaufschlagen mit einer Kraft F der Antriebshebel 28 über die Stellung gemäß
Fig. 5 im Uhrzeigersinn hinaus zwangsweise in die Aus-Stellung überführt wird. Die
Kraft F kann entweder manuell durch einen Bediener oder durch ein mit dem An
triebshebel 28 verbundenes Antriebsmittel aufgebracht werden. Bei dieser zwangs
weisen Bewegung des Antriebshebels 28 stützt sich dessen hebelartiger Gegenan
schlag 66 gegen den hebelartigen Anschlag 32 der Schaltwelle 16 ab, wodurch der
Antriebshebel 28 mit seinen U-förmigen Ausschnitten 40 entgegen der Kraftwirkung
des Federkraftspeichers 42 von den Lagerzapfen 44 abgehoben wird. Die Seiten
blenden 19 bilden einen Begrenzungsanschlag 68, der die zwangsweise Überführung
des Antriebshebels 28 über die Aus-Stellung hinaus begrenzt. Im Verlauf der
zwangsweisen Überführung des Antriebshebels 28 in die Aus-Stellung gelangt des
sen bogenförmige Blende 29 in zunehmenden mechanischen Kontakt mit der Unter
seite des Deckelteils 24. Infolge der dabei auftretende elastische Verformung des
Deckelteils 24 wird über den Antriebshebel 28 durch den Gegenanschlag 66 eine zu
sätzliche Kraftwirkung auf den Aufschlag 32 ausgeübt, die möglicherweise ein Auf
brechen der verschweißten Kontakte 34, 36 bewirken kann.
Die beschriebene Nachgiebigkeit des Schaltschlosses 18 bewirkt zweierlei: Zum ei
nen wird ein mit dem Antriebshebel verbundenes Antriebsmittel beim Versuch, das
mit verschweißten Kontakten 34, 36 behaftete Schaltgerät 2 auszuschalten,
vor Zerstörung bewahrt. Zum anderen werden die an dem Antriebhebel
28 angreifenden Kraftwirkungen, die zum einen vom Federkraftspeicher 42 und zum
anderen von dem elastischen Formschluss zwischen Deckelteil 24 und Blende 29
bewirkte werden, über den Gegenanschlag 66, den Anschlag 32 und die Schaltwelle
16 auf die bewegliche Kontaktanordnung 8 übertragen, was in etlichen Fällen zum
Aufbrechen der verschweißten Kontakte 34, 36 und damit ordnungsgemäßen Öffnen
des Kontaktsystems 17 führen kann. Das dabei auf die bewegliche Kontaktanordnung
8 ausgeübte Drehmoment nimmt mit fortschreitender zwangsweiser Überführung des
Antriebshebels 28 in die Aus-Stellung zu. Nach Loslassen des Betätigungsgriffes 30
des zwangsweise in die Aus-Stellung überführten Antriebshebels 28 kehrt dieser un
ter der Wirkung des Federkraftspeichers 42 und der elastischen Rückformung des
Deckelteils 24 in die Stellung gemäß Fig. 5 zurück, womit das nicht ordnungsgemäße
Öffnen des Kontaktsystems 17 deutlich sichtbar signalisiert wird. Es sind im übrigen
Vorrichtungen bekannt, beispielsweise nach Druckschrift EP 0450699 A2, mit denen
das Abschließen eines Schaltgerätes bei nicht ordnungsgemäß geöffnetem Kontakten
verhindert wird.
Mit einem zwischen den Seitenblenden 19 durch eine zusätzliche Befestigungsachse
57 festgelegen Stützhebel 58 (siehe Fig. 3) besteht ein erfindungsgemäßes Schaltge
rät, dessen Schaltschloss nicht ausgelöst werden kann, wobei Auslösemittel und Ver
klinkungsmechanismus sich erübrigen. Auch mit dieser Lösung wird bei nicht ord
nungsgemäß geöffneten Kontakten 34, 36 sowohl eine hohe Öffnungskraft bewirkt als
auch ein zwangsweises Überführen des Antriebshebels 28 aus der Ein-Stellung in die
Aus-Stellung ermöglicht.
Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebene Ausführungsform
beschränkt, sondern umfaßt auch alle im Sinne der Erfindung gleichwirkenden Aus
führungsformen. So läßt sich die Erfindung beispielsweise dahingehend umgestalten,
indem als bewegliche Kontaktanordnung eine linear verschiebliche Kontaktbrücke
oder ein einarmiger schwenkbarer Kontaktarm verwendet wird.
2
Schaltgerät
4
,
6
feststehende Kontaktanordnung
8
bewegliche Kontaktanordnung
10
Lichtbogenkammer
11
,
12
Schaltkammergehäuse
13
Schaltwellenachse
14
Schaltwellenabschnitt
15
Verbindungsstück
16
Schaltwelle
17
Kontaktsystem
18
Schaltschloss
19
Seitenblenden
20
,
21
Befestigungsmittel
22
,
24
Schaltgerätegehäuse
26
Aussparung
28
Antriebshebel
29
Blende
30
Betätigungsgriff
32
Anschlag
34
feststehender Kontakt
36
beweglicher Kontakt
37
;
38
Anschlagfläche
39
Kontaktdruckfeder
40
Ausschnitt
42
Federkraftspeicher
44
Lagerzapfen
46
oberer Kniehebel
48
unterer Kniehebel
50
Kniehebelachse
52
erste Gelenkachse
54
Verklinkungsmechanismus
56
Lagerachse
57
Befestigungsachse
58
Stützhebel
60
zweite Gelenkachse
62
Verklinkungsfläche
64
Klinke
66
Gegenanschlag
68
Begrenzungsanschlag
D Durchhub
F Kraft
M Drehmoment
D Durchhub
F Kraft
M Drehmoment
Claims (8)
1. Mehrpoliges elektrisches Schaltgerät, wie Leistungsschalter oder Lasttrennschal
ter mit Auslösung, mit
einem aus einem Unterteil (22) und einem Deckelteil (24) bestehenden Schaltgerätegehäuse,
einem mehrpoligen Kontaktsystem (17), bestehend aus feststehenden Kon taktanordnungen (4, 6) mit feststehenden Kontakten (34), einer mit einer gemeinsamen Schaltwelle (16), die mit einem hierzu starren Anschlag (32) ausgestattet ist, und von der Schaltwelle (16) getragenen beweglichen Kontaktanordnungen (8) mit gegen die Wirkung von Kontaktdruckfedern (39) schwenkbeweglichen Kontakten (36)
und einem Schaltschloss (18), bestehend aus einem Antriebshebel (28), der einerseits mit einem Betätigungsgriff (30) versehen ist und anderseits unter der Wirkung eines Federkraftspeichers (42) in feststehenden Seitenblenden (19) im wesentlichen kraftschlüssig lagert sowie bei geschlossenem Kontakt system (17) eine Ein-Stellung, dagegen bei geöffnetem Kontaktsystem (17) eine Aus-Stellung einnimmt, einem Kniehebelmechanismus mit wenigstens ei nem oberen Kniehebel (46), wenigstens einem unteren Kniehebel (48) und dem Federkraftspeicher (42), wobei die Kniehebel (46, 48) über eine Kniehe belachse (50) gelenkig verbunden sind, der Federkraftspeicher (42) zwischen Kniehebelachse (50) und Antriebshebel (28) angreift und der untere Kniehebel (48) gelenkig mit der Schaltwelle (16) verbunden ist, und einem in den Seiten blenden (19) schwenkbar gelagerten Stützhebel (58), der mit dem oberen Kniehebel (46) gelenkig verbunden und unter Wirkung des Federkraftspei chers (42) in abstützende Verbindung mit einem Verklinkungsmechanismus (54) bringbar ist, der seinerseits in Wirkverbindung mit Auslösemitteln steht,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Antriebshebel (28) mit einem starren Gegenanschlag (66) ausgestattet ist, der bei nicht ordnungsgemäß geöffneten Kontakten (34, 36) und beim entge gen der Kraftwirkung des Federkraftspeichers (42) stattfindenden zwangswei sen Überführen des Antriebshebels (28) in die Aus-Stellung auf den Anschlag (32) der Schaltwelle (16) trifft.
einem aus einem Unterteil (22) und einem Deckelteil (24) bestehenden Schaltgerätegehäuse,
einem mehrpoligen Kontaktsystem (17), bestehend aus feststehenden Kon taktanordnungen (4, 6) mit feststehenden Kontakten (34), einer mit einer gemeinsamen Schaltwelle (16), die mit einem hierzu starren Anschlag (32) ausgestattet ist, und von der Schaltwelle (16) getragenen beweglichen Kontaktanordnungen (8) mit gegen die Wirkung von Kontaktdruckfedern (39) schwenkbeweglichen Kontakten (36)
und einem Schaltschloss (18), bestehend aus einem Antriebshebel (28), der einerseits mit einem Betätigungsgriff (30) versehen ist und anderseits unter der Wirkung eines Federkraftspeichers (42) in feststehenden Seitenblenden (19) im wesentlichen kraftschlüssig lagert sowie bei geschlossenem Kontakt system (17) eine Ein-Stellung, dagegen bei geöffnetem Kontaktsystem (17) eine Aus-Stellung einnimmt, einem Kniehebelmechanismus mit wenigstens ei nem oberen Kniehebel (46), wenigstens einem unteren Kniehebel (48) und dem Federkraftspeicher (42), wobei die Kniehebel (46, 48) über eine Kniehe belachse (50) gelenkig verbunden sind, der Federkraftspeicher (42) zwischen Kniehebelachse (50) und Antriebshebel (28) angreift und der untere Kniehebel (48) gelenkig mit der Schaltwelle (16) verbunden ist, und einem in den Seiten blenden (19) schwenkbar gelagerten Stützhebel (58), der mit dem oberen Kniehebel (46) gelenkig verbunden und unter Wirkung des Federkraftspei chers (42) in abstützende Verbindung mit einem Verklinkungsmechanismus (54) bringbar ist, der seinerseits in Wirkverbindung mit Auslösemitteln steht,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Antriebshebel (28) mit einem starren Gegenanschlag (66) ausgestattet ist, der bei nicht ordnungsgemäß geöffneten Kontakten (34, 36) und beim entge gen der Kraftwirkung des Federkraftspeichers (42) stattfindenden zwangswei sen Überführen des Antriebshebels (28) in die Aus-Stellung auf den Anschlag (32) der Schaltwelle (16) trifft.
2. Mehrpoliges elektrisches Schaltgerät, wie Lasttrennschalter ohne Auslösung, mit
einem aus einem Unterteil (22) und einem Deckelteil (24) bestehenden Schaltgerätegehäuse
einem mehrpoligen Kontaktsystem (17), bestehend aus feststehenden Kon taktanordnungen (4, 6) mit feststehenden Kontakten (34), einer mit einer gemeinsamen Schaltwelle (16), die mit einem hierzu starren Anschlag (32) ausgestattet ist, und von der Schaltwelle (16) getragenen beweglichen Kontaktanordnungen (8) mit gegen die Wirkung von Kontaktdruckfedern (39) schwenkbeweglichen Kontakten (36)
und einem Schaltschloss (18), bestehend aus einem Antriebshebel (28), der einerseits mit einem Betätigungsgriff (30) versehen ist und anderseits unter der Wirkung eines Federkraftspeichers (42) in feststehenden Seitenblenden (19) im wesentlichen kraftschlüssig lagert sowie bei geschlossenem Kontakt system (17) eine Ein-Stellung, dagegen bei geöffnetem Kontaktsystem (17) eine Aus-Stellung einnimmt, einem Kniehebelmechanismus mit wenigstens ei nem oberen Kniehebel (46), wenigstens einem unteren Kniehebel (48) und dem Federkraftspeicher (42), wobei die Kniehebel (46, 48) über eine Kniehe belachse (50) gelenkig verbunden sind, der Federkraftspeicher (42) zwischen Kniehebelachse (50) und Antriebshebel (28) angreift und der untere Kniehebel (48) gelenkig mit der Schaltwelle (16) verbunden ist, und einem zwischen den Seitenblenden (19) festgelegten Stützhebel (58), der mit dem oberen Kniehe bel (46) gelenkig verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Antriebshebel (28) mit einem starren Gegenanschlag (66) ausgestattet ist, der bei nicht ordnungsgemäß geöffneten Kontakten (34, 36) und beim entge gen der Kraftwirkung des Federkraftspeichers (42) stattfindenden zwangswei sen Überführen des Antriebshebels (28) in die Aus-Stellung auf den Anschlag (32) der Schaltwelle (16) trifft.
einem aus einem Unterteil (22) und einem Deckelteil (24) bestehenden Schaltgerätegehäuse
einem mehrpoligen Kontaktsystem (17), bestehend aus feststehenden Kon taktanordnungen (4, 6) mit feststehenden Kontakten (34), einer mit einer gemeinsamen Schaltwelle (16), die mit einem hierzu starren Anschlag (32) ausgestattet ist, und von der Schaltwelle (16) getragenen beweglichen Kontaktanordnungen (8) mit gegen die Wirkung von Kontaktdruckfedern (39) schwenkbeweglichen Kontakten (36)
und einem Schaltschloss (18), bestehend aus einem Antriebshebel (28), der einerseits mit einem Betätigungsgriff (30) versehen ist und anderseits unter der Wirkung eines Federkraftspeichers (42) in feststehenden Seitenblenden (19) im wesentlichen kraftschlüssig lagert sowie bei geschlossenem Kontakt system (17) eine Ein-Stellung, dagegen bei geöffnetem Kontaktsystem (17) eine Aus-Stellung einnimmt, einem Kniehebelmechanismus mit wenigstens ei nem oberen Kniehebel (46), wenigstens einem unteren Kniehebel (48) und dem Federkraftspeicher (42), wobei die Kniehebel (46, 48) über eine Kniehe belachse (50) gelenkig verbunden sind, der Federkraftspeicher (42) zwischen Kniehebelachse (50) und Antriebshebel (28) angreift und der untere Kniehebel (48) gelenkig mit der Schaltwelle (16) verbunden ist, und einem zwischen den Seitenblenden (19) festgelegten Stützhebel (58), der mit dem oberen Kniehe bel (46) gelenkig verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Antriebshebel (28) mit einem starren Gegenanschlag (66) ausgestattet ist, der bei nicht ordnungsgemäß geöffneten Kontakten (34, 36) und beim entge gen der Kraftwirkung des Federkraftspeichers (42) stattfindenden zwangswei sen Überführen des Antriebshebels (28) in die Aus-Stellung auf den Anschlag (32) der Schaltwelle (16) trifft.
3. Schaltgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Anschlag (32) und/oder der Gegenanschlag (66) hebelarmartig ausge
bildet ist.
4. Schaltgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Seitenblenden (19) einen Begrenzungsanschlag (68) für den Antriebshe
bel (28) zur Begrenzung seiner Überführung über die Aus-Stellung hinaus bilden.
5. Schaltgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Antriebshebel (28) beim zwangsweisen Überführen in die Aus-Stellung in
mechanischen Kontakt mit dem elastisch verformbaren Deckelteil (24) tritt und die
vom Deckelteil (24) ausgehende elastische Gegenkraft auf den Anschlag (32)
überträgt.
6. Schaltgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die beweglichen Kontaktanordnungen (8) als Kontaktbrücken ausgebildet
sind.
7. Schaltgerät nach vorstehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die
Kontaktbrücken schwenkbar in der Schaltwelle (16) gelagert sind.
8. Schaltgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Schaltwelle (16) aus jedem Pol zugeordneten Schaltwellenabschnitten
(14) und zwischen diesen angeordneten, mit dem unteren Kniehebel (48) verbun
denen Verbindungsstücken (15) besteht.
Priority Applications (4)
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|---|---|
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|---|---|---|---|
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- 2001-06-19 DE DE2001129498 patent/DE10129498C1/de not_active Expired - Fee Related
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- 2002-06-14 IT ITMI20021317 patent/ITMI20021317A1/it unknown
- 2002-06-18 FR FR0207478A patent/FR2826175B1/fr not_active Expired - Fee Related
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Owner name: EATON INDUSTRIES GMBH, 53115 BONN, DE |
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