DE10127230A1 - Druckerfassungsvorrichtung - Google Patents
DruckerfassungsvorrichtungInfo
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Abstract
Eine Druckerfassungsvorrichtung mit einer runden, aus Metall hergestellten Membran, um den Druck aufzunehmen, und einem flachen und rechteckigen Sensorchip, der eine (100) Flächenorientierung aufweist. Der Sensorchip ist an der Membran angebracht. Eine Richtung jeder der (110) Kristallachsen auf dem Sensorchip ist mit einem Winkel von 15 bis 37 DEG bezüglich einer Linie parallel zur Seite des Sensorchips versetzt. Dehnmeßstreifenwiderstände sind in der Richtung der (110) Kristallachsen angeordnet. Die Dehnmeßstreifenwiderstände sind symmetrisch zum Mittelpunkt des Sensorchips angeordnet und haben einen Abstand von r vom Mittelpunkt des Sensorchips. Ein Verhältnis r/D1 liegt im Bereich von 0,2 bis 0,7, wobei D1 der Durchmesser der aus Metall hergestellten Membran ist.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine
Druckerfassungsvorrichtung, im Besonderen auf eine Druck
erfassungsvorrichtung, die aus einer Metallmembran, um
den Druck aufzunehmen, und einem Halbleitersensorchip der
an die Metallmembran angebracht ist, zusammengebaut ist,
erfaßt den Druck basierend auf einer Verformung des
Sensorchips, wenn der Druck auf die Membran beaufschlagt
wird, und wird vorzugsweise an das Einspritzdruckregel
system eines Dieselverbrennungsmotors für ein Kraftfahr
zeug angewendet.
Die oben beschriebene Druckerfassungsvorrichtung wird
vorzugsweise zum Erfassen von Fluiden unter hohem Druck
angewendet. Die japanische, offengelegte Anmeldung Nr.
11-94666 legt eine Druckerfassungsvorrichtung offen, die
aus einer Metallmembran zur Aufnahme des Druckes und
einem Halbleitersensorchip, der an die Metallmembran
angebracht ist, zusammengesetzt ist. Der Halbleiter
sensorchip hat eine (100) Flächenausrichtung und eine
rechtwinklige Form. Außerdem sind <110< Kristallachsen
(Richtungen) senkrecht aufeinander mit einem Winkel von θ
15° bis 37° bezüglich einer geraden Linie parallel zu
einer Seite des Sensorchips versetzt.
Gemäß der Druckerfassungsvorrichtung wird, wegen der
oben erwähnten Anordnung der Achsen, das Ausmaß der
Temperaturnichtlinearität der Offset-Spannung (TNO) als
Fehlerfaktor, der durch die thermische Spannung
verursacht wird, auf ungefähr 2% FS (Skalenendwert)
verringert.
Die Druckerfassungsvorrichtung soll eine höhere
Erfassungsgenauigkeit aufweisen. Wenn die Vorrichtung zum
Beispiel in einem Einspritzdruckregelsystem eines Diesel
verbrennungsmotors für ein Kraftfahrzeug angewendet wird,
ist eine Fehlerkomponente der Vorrichtung für ungefähr
60% aller Fehler im System verantwortlich. Folglich ist
es wünschenswert, daß die TNO auf einen Wert von unter
etwa 1% FS verringert wird, d. h. die TNO sollte auf die
Hälfte der TNO der herkömmlichen, oben beschriebenen
Vorrichtung verringert werden.
Die Erfinder der vorliegenden Erfindung haben
nachfolgend beschriebene Probleme erkannt, um die oben
erwähnten Anforderung zu erhalten. Die Erfinder
simulierten die Verteilung der Fehler, die durch die
thermische Spannung im Sensorchip der Vorrichtung
verursacht wurden, durch die Verwendung von Finite
Elemente Methoden (FEM). Ein Ergebnis der Simulation wird
in Fig. 6 gezeigt.
Ein Sensorchip 30 hat eine (100) Flächenorientierung.
Jede der Meßwiderstände 51 bis 54 wird entlang der <110<
Kristallachse senkrecht aufeinander auf der (100) Ebene
angeordnet. Die Meßwiderstände 51 bis 54 sind symethrisch
zum Mittelpunkt K des Chips 30 angeordnet, d. h. einem
Mittelpunkt der Membran 10, und sie sind vom Punkt K mit
einem Abstand r angeordnet. Genauer gesagt sind die
Meßwiderstände 51 und 54 symethrisch zum Mittelpunktes K
angeordnet und voneinander in einem Abstand von 2r
angeordnet, und die Meßwiderstände 52 und 53 sind
symethrisch zum Mittelpunkt K angeordnet und voneinander
mit einem Abstand von 2r angeordnet.
Fig. 6 zeigt ein Simulationsergebnis, wenn der Winkel
θ auf 31° gesetzt wird. Die Verteilung eines Fehlers DsN,
der durch die thermische Spannung verursacht wird, tritt
im Sensorchip 30, wie in Fig. 6 gezeigt, auf. Wenn z. B.
die Vorrichtung einen Druck von 100 MPa als maximalen
Wert erfaßt, entspricht ein Bereich des Fehlers DsN
innerhalb von ± 2 MPa einem Bereich der TNO innerhalb von
2% FS. Folglich kann die Anordnung der Meßwiderstände 51
bis 54, wie in Fig. 6 gezeigt, eine TNO innerhalb von
2% FS erreichen, was aber über 1% FS hinausgeht.
Um die TNO z. B. auf 1% FS zu verringern, sollten die
Meßwiderstände 51 bis 54, wie aus Fig. 6 ersichtlich, an
einem Ort näher zum Punkt K angeordnet werden.
Aber wenn die Meßwiderstände 51 bis 54 an einem Ort
näher zum Punkt K angeordnet werden, fällt die Empfind
lichkeit der Meßwiderstände ab. Dadurch begründet, daß
die Empfindlichkeit von der Differenz zwischen den
Spannungen abhängt, die in den <110< Kristallachsen
erzeugt werden. Folglich verschlechtert sich das Signal-
Rausch Verhältnis (S/N) der Vorrichtung, wodurch es
schwierig ist, den Druck genau zu erfassen.
Die vorliegende Erfindung ersinnt die obigen Probleme
zu lösen, und hat die Aufgabe eine Druckerfassungs
vorrichtung mit niedriger TNO bereitzustellen.
Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung hat die
Druckerfassungsvorrichtung eine metallische Membran und
einen Sensorchip, der an die metallische Membran
angebracht ist, der wiederum Meßwiderstände aufweist.
Wenn der Durchmesser der Membran mit D1 bezeichnet wird,
der Abstand zwischen jedem Meßwiderstand und dem
Mittelpunkt des Sensorchips r ist, ist das Verhältnis
r/D1 in einem Bereich von 0,2 bis 07.
Es ist wünschenswert, daß das Verhältnis r/D1 in
einem Bereich von 0,25 bis 0,45 liegt.
Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden
Erfindung, ist, wenn die Länge einer Seite des
Sensorchips mit D2 bezeichnet wird, das Verhältnis r/D2
in einem Bereich von 0,17 bis 0,5 liegt.
Es ist wünschenswert, daß das Verhältnis r/D2 in
einem Bereich von 0,2 bis 0,28 liegt.
Andere Aufgaben und Merkmale der vorliegenden
Erfindung werden einfacher ersichtlich durch ein besseres
Verständnis der vorteilhaften Ausführungsformen, die
weiter unten mit Bezug auf die folgende Zeichnung be
schrieben werden.
Fig. 1a ist eine Draufsicht auf einen Drucksensor der
vorliegenden Erfindung;
Fig. 1b ist eine Querschnittsansicht entlang des
Drucksensors, entlang der Y-Achse der Fig. 1a;
Fig. 2 ist ein schematischer Schaltplan des Druck
sensors;
Fig. 3a bis 3c sind schematische Querschnittsansich
ten des Sensorchips, welche die Herstellverfahrens
schritte der vorliegenden Erfindung zeigen;
Fig. 4 ist ein Graph, der die TNO hinsichtlich r/D1
zeigt;
Fig. 5 ist ein Graph, der die TNO hinsichtlich r/D2
zeigt; und
Fig. 6 ist ein Simulationsergebnis, das die Verteil
ung des Fehlers zeigt, der durch die thermische Spannung
im Sensorchip verursacht wird.
Spezielle Ausführungsformen der Erfindung werden
nachfolgend mit Bezug auf die beiliegende Zeichnung
beschrieben, in welcher die gleichen oder ähnliche Bau
teile mit dem selben oder einem ähnlichen Bezugszeichen
bezeichnet werden.
Bezugnehmend auf Fig. 1a und Fig. 1b weist eine
Druckerfassungsvorrichtung 1 einen metallischen Schaft 20
auf, der eine kreisförmige Membran 10 mit dem Durchmesser
D1 aufweist, einen Sensorchip 30, der auf die Fläche 11
der Membran 10 über eine Fläche 31 des Chips angebracht
ist, die aus einem Einkristallhalbleiter zusammengesetzt
ist, und weist eine flache und quadratische Form auf, in
welcher die Länge einer Seite D2 ist. Das Druckmedium
(Gas, Flüssigkeit oder Ähnliches) wird entsprechend dem
Benzineinspritzdruck eines Verbrennungsmotors für ein
Fahrzeug auf die Fläche 12 der metallischen Membran 10
eingeführt. Die Vorrichtung 1 erfaßt den Druck basierend
auf die Verformung der Membran 10 und des Sensorchips 30.
Der metallische Schaft 20 hat eine zylindrische Form
und darin einen hohlen Abschnitt, der durch spannende
Bearbeitung oder Ähnliches ausgebildet wird. Außerdem
wird der Metallschaft 20 aus Covar oder Ähnlichem
hergestellt, welches aus einer Fi-Ni-Co-System Legierung
zusammengesetzt ist, daß einen Wärmeausdehnungskoeffi
zient gleich dem von Glas aufweist. Die Membran 10 wird
an einem Ende des metallischen Schafts 20 ausgebildet,
und ein Öffnungsabschnitt (nicht dargestellt) wird auf
der anderen Seite ausgebildet. Der Druck wird von dem
Öffnungsabschnitt in einer Richtung eingeführt, wie durch
den Pfeil in Fig. 1B dargestellt, und die Fläche 12 der
Membran 10 nimmt den Druck auf.
Die Abmessung des metallischen Schafts 20 werden
nachfolgend beschrieben. Der Außendurchmesser des
Zylinders des metallischen Schafts wird auf 6,5 mm
gesetzt, und der Innendurchmesser des Zylinders wird auf
2,5 mm gesetzt. Die Dicke der Membran 10 wird auf 0,65 mm
gesetzt, um 20 MPa zu messen, und 1,40 mm um 200 MPa zu
messen.
Der Sensorchip 30 hat eine (100) Flächenorientierung
und ist aus einem Einkristallsiliziumsubstrat gebildet,
das eine flache Form und eine einheitliche Stärke
aufweist. Die Fläche 31 des Chips 30 ist auf der Fläche
11 der Membran 10 befestigt, trotz einer Glasschicht 40,
die aus einem Glas mit niedrigem Schmelzpunkt oder
Ähnlichem gebildet ist. Im Folgenden werden die
Abmessungen des Sensortyps 30 beschrieben. Der Typ 30 hat
eine quadratische Form von 3,56 mm × 3,56 mm, und eine
Stärke von 0,2 mm. Im übrigen is die Stärke der
Glasschicht 40 0,06 mm.
Der Sensorchip 30 weist <110< Kristallachsen auf, die
senkrecht aufeinander stehen, und im wesentlichen
parallel mit einer ihrer Flächen sind. Wie in Fig. 1
gezeigt wird, ist der Chip 30 so angeordnet, daß jede der
Achsen einen Winkel θ von 15° bis 37° mit einer
gestrichelten Linie A oder B einschliesst, die parallel
zu einer Seite des Sensorchips 30 verläuft. Mit anderen
Worten wird jeder der Achsen mit einem Winkel θ bezüglich
der gestrichelten Linie A oder B gedreht. Hier wird die
Richtung von einer der <110< Kristallachsen, die den
Winkel θ mit der gestrichelten Linie A bilden, als X-
Richtung bezeichnet, und eine Richtung der anderen
Achsen, die den Winkel θ mit der gestrichelten Linie B
ausbilden, werden als Y-Richtung bezeichnet. Im übrigen
verlaufen die <110< Kristallachsen durch den Mittelpunkt
K des Sensorchips 30.
Die Dehnmeßstreifenwiderstände 51 bis 54 sind auf
einer anderen Fläche 32 des Sensorchips 30 als vier
piezoresistive Elemente ausgebildet, und jede der
Dehnmeßstreifenwiderstände 51 bis 54 weist eine
rechteckige Form auf. Jeweils zwei der
Dehnmeßstreifenwiderstände 51 bis 54 sind in X- und Y-
Richtung angeordnet, wie in Fig. 1 gezeigt. Jede der
Dehnmeßstreifenwiderstände ist mit dem Abstand r vom
Mittelpunkt K des Sensorchips 30 angeordnet, und
symetrisch bezüglich des Mittelpunkts K angeordnet.
Ein Paar der Dehnmeßstreifenwiderstände 51 und 54 ist
derart angeordnet, daß deren lange Seite parallel mit der
X-Richtung ausgerichtet ist, und ein anderes Paar von
Dehnmeßstreifenwiderständen 51 und 54 wird derart
ausgerichtet, daß deren langen Seite parallel mit der Y-
Richtung ausgerichtet ist.
Ferner wird in dieser Ausführungsform ein Verhältnis
zwischen dem Durchmesser D1 der Membran 10 und dem
Abstand r, das als r/D1 bezeichnet wird, auf einen Wert
im Bereich von 0,2 bis 0,7 gesetzt (vorzugsweise 0,25 bis
0,4). Außerdem wird ein Verhältnis zwischen der Länge D2
der Seite des Sensorchips 30 und dem Abstand r durch r/D2
ausgedrückt, auf einen Wert im Bereich von 0,17 bis 0,5
gesetzt (vorzugsweise 0,2 bis 0,28). Der Grund warum die
Verhältnisse wie oben beschrieben gesetzt werden, wird
weiter unten erläutert.
Die Dehnmeßstreifenwiderstände 51 bis 54 werden
miteinander, wie in Fig. 2 gezeigt, verbunden, um eine
Wheatston'sche Brückenschaltung zu bilden. Außerdem
werden Verdrahtungen und Kontaktflächen auf dem Sensor
chip 30 ausgebildet, um die Wheatston'sche Brückenschal
tung mit einer externen Schaltung zu verbinden. Ferner
wird eine Passivierungsschicht auf dem Sensorchip 30
ausgebildet. Diese sind nicht in den Fig. 1A und 1B
aber in den Fig. 3A bis 3C dargestellt, welche die
Herstellungsverfahrensschritte des Sensorchips 30 zeigen.
Als nächstes werden die wichtigsten Herstellungs
verfahrensschritte mit Bezug auf die Fig. 3A bis 3C
beschrieben. Diese Figuren zeigen Querschnittsansichten
entsprechend der Querschnittsansicht von Fig. 1B. Nachdem
eine Struktur auf einem n-Typ leitenden Wafer 60 durch
Fotolithographie ausgebildet ist, wie in Fig. 3A gezeigt,
werden, wie in Fig. 3B gezeigt, P+ Bereiche 61 auf dem
Wafer 60 durch Diffusion von Bor oder Ähnlichem in den
Wafer 60 ausgebildet. Die P+ Bereiche 61 entsprechen den
Dehnmeßstreifenwiderständen 52 und 53 als piezoresistive
Elemente. Im übrigen zeigen Fig. 3A bis 3C nur einen
Sensorchip des Wafers 60 aber eigentlich werden eine
Vielzahl von Sensorchips auf dem Wafer 60 ausgebildet.
Im übrigen wird der Wafer 60 mit einem vorbestimmten
Winkel bezüglich der Abdeckung zur Ausbildung der
Anreißlinien gedreht, während der Wafer optisch erfaßt
wird, um den Winkel θ von 15° bis 37° zwischen den <110<
Kristallachsen und der gestrichelten Linie A oder B
parallel mit der Seite des Sensorchips 30 auszubilden,
wenn Anreißlinien entsprechend der Seiten des Sensorchips
30 auf dem Wafer 60 in einem Fotolithograpieverfahrens
schritt ausgebildet werden.
Dann wird nacheinander eine Oxidschicht 30,
Verdrahtungsbauteile und Kontaktflächen 62, und eine
Passivierungsschicht 64 ausgebildet. Die Passivierungs
schicht 64, die auf den Kontaktflächen 62 ausgebildet
ist, wird entfernt. Danach wird der Sensorchip 30 aus dem
Wafer 60 herausgeschnitten beim Verfahrensschritt des in
Chips zerschneidens. Schließlich wird die Druckerfas
sungsvorrichung 1 fertiggestellt, indem der Sensorchip 30
auf die Membran 10 mit dem Niederschmelzpunktglas
befestigt wird. Wenn in dieser Vorrichtung 1 Druck in
Richtung des Pfeils, wie in Fig. 1B gezeigt wird,
beaufschlagt wird, verformen sich die Membran 10 und der
Sensorchip 30 aufgrund des Drucks. Zu diesem Zeitpunkt
verursacht die Deformierung des Sensorchips 30
Veränderungen im Widerstand der Dehnmeßstreifenwider
stände 51 bis 54, unter der Bedingung, daß ein konstanter
Gleichstrom V an die Eingangsanschlüsse Ia und Ib der
Wheatston'schen Brückenschaltung angelegt wird, wie in
Fig. 2 gezeigt. Daher wird einen Spannung Vout entspre
chend dem zu erfassenden Druck von den Ausgangsan
schlüssen Pa und Pb ausgegeben, so daß der Druck erfaßt
ist.
Genauer gesagt wird Spannung durch die Verformung des
Sensorchips 30 wegen dem Druck verursacht. Die Spannung
wird in X-Richtung und in Y-Richtung parallel zu der
<110< Kristallachse erzeugt. Folglich wird ein Wert
proportional zur Größe der Differenz zwischen sxx und syy
als Spannung Vout erfaßt, wenn Spannung, die in X-
Richtung erzeugt wurde, auf sxx gesetzt wird, und
Spannung, die in Y-Richtung erzeugt wurde auf syy gesetzt
wird.
Als nächstes wird der Grund, warum die Verhältnisse
von r/D1 und r/D2 wie oben beschrieben gesetzt werden,
mit Bezug zu den Fig. 4 bis 6 beschrieben. In dieser
Ausführungsform tritt auch die Verteilung eines Fehlers D
sN auf, der durch thermischen Spannung verursacht wird,
d. h. eine Temperaturnichtlinearität der Offsetspannung
(TNO), wie in Fig. 6 gezeigt wird.
Die TNO, die im Sensorchip 30 erzeugt wird, wird
durch Finite Elemente Methoden (FEM) analysiert, wobei
die Anordnung der Dehnmeßstreifenwiderstände 51 bis 54,
die Form und die Abmessung des Sensorchips 30 und die
Membran 10 berücksichtigt wird. Wenn die Verhältnisse von
r/D1 und r/D2 wie oben beschrieben gesetzt werden, wird
als Ergebnis die Größe der TNO auf die Hälfte im
Vergleich zum Stand der Technik verringert, bei einem
Betriebstemperaturbereich der Vorrichtung (z. B. -40°C bis
140°C). Beispiele der Untersuchung der TNO werden in Fig.
4 und 5 gezeigt.
Eine Beziehung zwischen dem Verhältnis r/D1 und der
Größe der TNO und eine Beziehung zwischen dem Verhältnis
r/D2 und der Größe der TNO werden durch die FEM
offengelegt, basierend auf dem Beispiel einer Membran 10,
dem metallischen Stamm 20 und dem Sensorchip 30, welche
die oben beschriebenen Materialien und Abmessungen
aufweisen. Außerdem wird der Winkel θ auf 31° gesetzt,
d. h. die Studie wurde mit der Vorrichtung geleitet,
welche die in Fig. 6 gezeigte Verteilung der TNO
aufweist. Hier wird die TNO durch folgende Gleichung
ausgedrückt:
TNO = [{(Voffset (HT) - Voffset (RT))/FS}
-((Voffset (LT) - Voffset (RT))/FS}].100,
wobei Voffset (T) eine Nullpunktausgangsspannung bei einer Temperatur T ist, RT die Raumtemperatur, HT die höchste Temperatur innerhalb eines Schwankungsbereichs der Temperatur (in dieser Ausführungsform 140°C), LT die niedrigste Temperatur innerhalb eines Schwankungsbereichs der Temperatur und FS ein Skalenendwertausgangsspannungs bereich ist.
TNO = [{(Voffset (HT) - Voffset (RT))/FS}
-((Voffset (LT) - Voffset (RT))/FS}].100,
wobei Voffset (T) eine Nullpunktausgangsspannung bei einer Temperatur T ist, RT die Raumtemperatur, HT die höchste Temperatur innerhalb eines Schwankungsbereichs der Temperatur (in dieser Ausführungsform 140°C), LT die niedrigste Temperatur innerhalb eines Schwankungsbereichs der Temperatur und FS ein Skalenendwertausgangsspannungs bereich ist.
Fig. 4 zeigt das Ergebnis, das durch die Simulation
der Beziehung zwischen dem Verhältnis r/D1 und der Größe
der TNO mittels FEM erhalten wird. Um die Größe der TNO
auf die Hälfte (innerhalb 1% Fs) des Standes der Technik
innerhalb eines Betriebstemperaturbereiches zu ver
ringern, sollte das Verhältnis r/D1 auf einen Wert im
Bereich von 0,2 bis 0,7 gesetzt werden. Vorzugsweise
sollte das Verhältnis r/D1 auf einen Wert im Bereich von
0,25 und 0,4 gesetzt werden, da ein Höchstwert unter
1% FS in diesem Bereich auftritt.
Fig. 5 zeigt das Ergebnis, das durch die Simulation
der Beziehung zwischen dem Verhältnis r/D2 und der Größe
der TNO mittels FEM erhalten wird. Um die Größe der TNO
auf die Hälfte des Standes der Technik innerhalb des
Betriebstemperaturbereiches zu reduzieren, sollte das
Verhältnis r/D2 auf einen Wert im Bereich von 0,17 und
0,5 gesetzt werden. Vorzugsweise sollte das Verhältnis
r/D2 auf einen Wert im Bereich von 0,2 und 0,28 gesetzt
werden, da ein Höchstwert unter 1% FS in diesem Bereich
auftritt.
Im übrigen werden dieselben Ergebnisse wie in Fig.
4 und 5 gezeigt durch Simulation erhalten, wenn der
Winkel θ auf einen Wert zwischen 15° und 37° gesetzt
wird, mit Ausnahme von 31°. Infolgedessen wird die Größe
der TNO auf die Hälfte des aus dem Stand der Technik
bekannten innerhalb eines Betriebstemperaturbereiches
verringert, wenn das Verhältnis von r/D1 und r/D2 auf
einen Wert innerhalb des oben beschriebenen Bereiches in
der Druckerfassungsvorrichtung gesetzt wird, die einen
Sensortyp 30 aufweist, der auf eine metallische Membran
10 aufgebracht wird, und in welchem der Winkel θ auf
einen Wert im Bereich von 15 bis 37° gesetzt wird.
Im übrigen ist es in dieser Ausführungsform
vorzuziehen, daß der Winkel A auf 31° gesetzt wird, da
die TNO im Sensorchip 30, wie in Fig. 6 gezeigt,
auftritt. Das ist dadurch begründet, daß ein Bereich in
welchem der Fehler DsN, der durch die thermische Spannung
verursacht wird, innerhalb der Grenzen ± 1% FS liegt,
sich vornehmlich in Richtung der <110< Kristallachsen
ausdehnt, wenn der Winkel θ auf einen Wert von 31°
gesetzt wird, wie in Fig. 6 gezeigt.
Mit anderen Worten die Verteilung des Fehlers DsN,
der durch die thermische Spannung im Sensorchip 30
verursacht wird, der wiederum eine rechteckige und flache
Form aufweist, hängt von der relativen Position zwischen
der Seite des Sensorchips 30 und der Richtung der <110<
Kristallachsen ab. Wenn daher der Winkel θ an einer
anderen Position als bei 31° angeordnet wird, wird der
Bereich in welchem der Fehler DsN, der durch die
thermische Spannung verursacht wird, innerhalb ± 1%Fs
liegt in einer Richtung entlang der <110< Kristallachsen
eng, so daß dessen Grenzlinie nahe an den Mittelpunkt K
des Sensorchips 30 kommt.
Wie oben beschrieben ist die Ausgabe der Druck
erfassungsvorrichtung 1 proportional zur Größe der
Differenz zwischen der Spannung sxx und der Spannung syy,
die in den X- und Y-Richtungen der zwei <110<
Kristallachsen erzeugt wird. Außerdem vergrößert sich die
Größe der Differenz, wenn jeder Abstand der Dehnmeßstrei
fenwiderstände 51 bis 54 vom Mittelpunkt K des Sensor
chips 30 vergrößert wird. Wenn folglich der Winkel θ auf
einen Wert von 31° gesetzt wird, können die
Dehnmeßstreifenwiderstände 51 bis 54 an der entferntesten
Position vom Mittelpunkt K auf dem Sensorchip 30
angeordnet werden, in einem Bereich, wo die TNO innerhalb
1% FS liegt, wobei die vorteilhafteste Anordnung der
Dehnmeßstreifenwiderstände 51 bis 54 in Form von sowohl
Verbesserung der Empfindlichkeit und der Verringerung des
Fehlers, der durch thermische Spannung verursacht wird,
erreicht werden kann.
Im übrigen weicht der Winkel θ, der in den Herstell
ungsverfahrensschritten gesetzt wird, unweigerlich von
der gewünschten Position ab, aufgrund von Fehlern im
Ausrichtungsverfahrensschritt der Abdeckung oder beim
Verfahrensschritt des in Chips Zerschneiden des Wafers
oder Ähnlichem. Die Fehler in den Herstellungsverfahrens
schritten werden mit ± 2° bezüglich dem vorbestimmten
Winkel θ berücksichtigt. Folglich sollte der Winkel A
einen Winkel von ± 2° als Toleranzbereich beinhalten. Zum
Beispiel, der Winkel θ hat einen Wert im Bereich von 31°
± 2°.
Im übrigen müssen die Verhältnisse r/D1 und r/D2
nicht notwendigerweise gleichzeitig in den oben erwähnten
Bereichen liegen. Die Druckerfassungsvorrichtung kann
ebenso für eine Vorrichtung zum Erfassen eines Fluids
unter Hochdruck angewendet werden, zusätzlich zu einem
Sensor, der den Einspritzdruck eines Einspritzdruckregel
systems eines Dieselverbrennungsmotors für ein Kraftfahr
zeug erfaßt.
Während die vorliegende Erfindung mit Bezug auf die
vorhergehenden bevorzugten Ausführungsformen gezeigt und
beschrieben wurde, wird es für den Fachmann
offensichtlich sein, daß Änderungen in Form und Detail
gemacht werden können, ohne vom Bereich der in den
beigefügten Ansprüchen definierten Erfindung abzuweichen.
Claims (7)
1. Eine Druckerfassungsvorrichtung mit,
einer aus Metall hergestellten, runde Membran (10), um den Druck aufzunehmen;
einem rechteckigen Sensorchip (30), der an die Membran angebracht wird, und aus einem Einkristallhalb leiter mit einer (100) Flächenorientierung hergestellt ist, dem Sensorchip, der eine Seite aufweist, die einen Winkel von 15° bis 37° mit einer <110< Kristallachse des Einkristallhalbleiters einschließt; und
vier Dehnmeßstreifen (51 bis 54), die punktsym metrisch am Sensorchip bezüglich des Mittelpunkts (K) des Sensorchips angeordnet sind, um den Druck basierend auf den Verformungen des Sensorchips und der Membran und des Sensorchips zu erfassen, die vier Dehnmeßstreifen sind aus einem ersten Paar von Dehnmeßstreifen, das an einer Achse parallel zur <110< Kristallachse angeordnet ist und einem zweiten Paar von Dehnmeßstreifen, das an einer zweiten Achse senkrecht auf die erste Achse angeordnet ist, zusammengesetzt, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Verhältnis r/D1 in einem Bereich von 0,2 bis 0,7 liegt, wobei r der Abstand von jedem der Dehnmeßstreifen vom Mittelpunkt ist, und D1 der Durchmesser der Membran ist.
einer aus Metall hergestellten, runde Membran (10), um den Druck aufzunehmen;
einem rechteckigen Sensorchip (30), der an die Membran angebracht wird, und aus einem Einkristallhalb leiter mit einer (100) Flächenorientierung hergestellt ist, dem Sensorchip, der eine Seite aufweist, die einen Winkel von 15° bis 37° mit einer <110< Kristallachse des Einkristallhalbleiters einschließt; und
vier Dehnmeßstreifen (51 bis 54), die punktsym metrisch am Sensorchip bezüglich des Mittelpunkts (K) des Sensorchips angeordnet sind, um den Druck basierend auf den Verformungen des Sensorchips und der Membran und des Sensorchips zu erfassen, die vier Dehnmeßstreifen sind aus einem ersten Paar von Dehnmeßstreifen, das an einer Achse parallel zur <110< Kristallachse angeordnet ist und einem zweiten Paar von Dehnmeßstreifen, das an einer zweiten Achse senkrecht auf die erste Achse angeordnet ist, zusammengesetzt, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Verhältnis r/D1 in einem Bereich von 0,2 bis 0,7 liegt, wobei r der Abstand von jedem der Dehnmeßstreifen vom Mittelpunkt ist, und D1 der Durchmesser der Membran ist.
2. Die Druckerfassungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis r/D1 in einem
Bereich von 0,25 bis 0,4 liegt.
3. Eine Druckerfassungsvorrichtung mit,
einer aus Metall hergestellten, runde Membran (10), um den Druck aufzunehmen;
einem rechteckigen Sensorchip (30), der an die Membran angebracht wird, und aus einem Einkristall halbleiter mit einer (100) Flächenorientierung herge stellt ist, dem Sensorchip, der eine Seite aufweist, die einen Winkel von 15° bis 37° mit einer <110< Kristall achse des Einkristallhalbleiters einschließt; und
vier Dehnmeßstreifen (51 bis 54), die punktsym metrisch am Sensorchip bezüglich des Mittelpunkts (K) des Sensorchips angeordnet sind, um den Druck basierend auf den Verformungen des Sensorchips und der Membran und des Sensorchips zu erfassen, die vier Dehnmeßstreifen sind aus einem ersten Paar von Dehnmeßstreifen, das an einer Achse parallel zur <110< Kristallachse angeordnet ist und einem zweiten Paar von Dehnmeßstreifen, das an einer zweiten Achse senkrecht auf die erste Achse angeordnet ist, zusammengesetzt, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Verhältnis r/D2 in einem Bereich von 0,17 bis 0,5 liegt wobei r der Abstand jedes Dehnmeßstreifens vom Mittelpunkt ist, und D2 die Länge der Seite des Sensorchips.
einer aus Metall hergestellten, runde Membran (10), um den Druck aufzunehmen;
einem rechteckigen Sensorchip (30), der an die Membran angebracht wird, und aus einem Einkristall halbleiter mit einer (100) Flächenorientierung herge stellt ist, dem Sensorchip, der eine Seite aufweist, die einen Winkel von 15° bis 37° mit einer <110< Kristall achse des Einkristallhalbleiters einschließt; und
vier Dehnmeßstreifen (51 bis 54), die punktsym metrisch am Sensorchip bezüglich des Mittelpunkts (K) des Sensorchips angeordnet sind, um den Druck basierend auf den Verformungen des Sensorchips und der Membran und des Sensorchips zu erfassen, die vier Dehnmeßstreifen sind aus einem ersten Paar von Dehnmeßstreifen, das an einer Achse parallel zur <110< Kristallachse angeordnet ist und einem zweiten Paar von Dehnmeßstreifen, das an einer zweiten Achse senkrecht auf die erste Achse angeordnet ist, zusammengesetzt, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Verhältnis r/D2 in einem Bereich von 0,17 bis 0,5 liegt wobei r der Abstand jedes Dehnmeßstreifens vom Mittelpunkt ist, und D2 die Länge der Seite des Sensorchips.
4. Die Druckerfassungsvorrichtung nach Anspruch 3,
wobei das Verhältnis r/D2 in einem Bereich von 0,2 bis
0,28 liegt.
5. Die Druckerfassungsvorrichtung nach einem der
vorherigen Ansprüche 3 und 4, wobei ein Verhältnis r/D1
in einem Bereich zwischen 0,2 und 0,7 liegt, wobei r der
Abstand von jedem Dehnmeßstreifen vom Mittelpunkt ist und
D1 der Durchmesser der Membran ist.
6. Die Druckerfassungsvorrichtung nach Anspruch 5,
wobei das Verhältnis r/D1 in einem Bereich zwischen 0,25
und 0,4 liegt.
7. Die Druckerfassungsvorrichtung nach einem der
vorherigen Ansprüche 1 bis 6, wobei der Winkel θ in einem
Bereich zwischen 31° ± 2° liegt.
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|---|---|---|---|
| JP2000167824A JP2001343300A (ja) | 2000-06-05 | 2000-06-05 | 圧力検出装置 |
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ID=18670934
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2001127230 Withdrawn DE10127230A1 (de) | 2000-06-05 | 2001-06-05 | Druckerfassungsvorrichtung |
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| FR (1) | FR2809811B1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10327147A1 (de) * | 2003-06-17 | 2005-01-05 | Daimlerchrysler Ag | Vorrichtung zur Erfassung eines Zylinderinnendrucks |
| EP1764599A3 (de) * | 2005-09-14 | 2010-01-06 | Robert Bosch Gmbh | Sensoranordnung, insbesondere zur Druck- oder Kraftsensierung, und Verfahren zur Herstellung einer Sensoranordnung |
| EP1518097B1 (de) * | 2002-07-02 | 2011-06-15 | Endress + Hauser GmbH + Co. KG | Kapazitiver drucksensor |
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- 2001-06-05 DE DE2001127230 patent/DE10127230A1/de not_active Withdrawn
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|---|---|---|---|---|
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