DE10125836A1 - Elektrische Antriebseinheit, insbesondere Gleichstromrohrmotor - Google Patents
Elektrische Antriebseinheit, insbesondere GleichstromrohrmotorInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine elektrische Antriebseinheit, insbesondere einen Gleichstromrohrmotor, mit einem Gehäuse, mit einer drehbar gelagerten Ankerwelle, mit einem auf der Ankerwelle angeordneten Ankerpaket, mit gehäuseseitig angeordneten, mit dem Ankerpaket zusammenwirkenden Permanentmagneten und mit Mitteln zur Drehsicherung der Ankerwelle im nicht bestromten Zustand der Antriebseinheit. DOLLAR A Die Erfindung kennzeichnet sich dadurch, dass die Mittel ein drehfest auf der Ankerwelle angeordnetes Drehsicherungselement umfassen, welches aufgrund des Magnetfelds der Permanentmagneten bei nicht bestromter Antriebseinheit in einer Haltestellung gehalten wird.
Description
Die Erfindung betrifft eine elektrische Antriebseinheit,
insbesondere einen Gleichstromrohrmotor, mit einem Gehäuse,
mit einer drehbar gelagerten Ankerwelle, mit einem auf der
Ankerwelle angeordneten Ankerpaket, mit gehäuseseitig
angeordneten, mit dem Ankerpaket zusammenwirkenden
Permanentmagneten und mit Mitteln zur Drehsicherung der
Ankerwelle im nicht bestromten Zustand der Antriebseinheit.
Derartige Antriebseinheiten finden als
Gleichstromrohrmotoren insbesondere zum Antrieb von einer
Wickelwelle eines Rollladens, einer Jalousie, einer Markise,
eines Rollvorhangs, einer Rolltüre, eines Garagentores
od. dgl. Verwendung. Hierbei muss gewährleistet sein, dass
die die Wickelwelle antreibende Welle bzw. die Ankerwelle
des Rohrmotors bei abgeschaltetem Antrieb drehsicher
gehalten wird. Damit wird vermieden, dass der beispielsweise
Rollladen aufgrund seines Eigengewichts die mit dem Abtrieb
des Rohrmotors gekoppelte Wickelwelle abwickelt und den
Rollladen eigentätig schließt.
Zur Drehsicherung der Abtriebswelle einer bekannten
Antriebseinheit ist aus der EP 0 810 347 A1 ein
Untersetzungsgetriebe für einen Rohrmotor mit einer
Schlingfederbremse bekannt geworden. Die Schlingfeder einer
solchen Schlingfederbremse koppelt bei sich nicht drehender
Antriebswelle aufgrund ihres Entspannungsbestrebens die
Abtriebswelle kraftschlüssig mit dem Getriebegehäuse. Bei
Drehung der Antriebswelle durch den Antrieb wird die
Schlingfeder zusammengezogen, wodurch die kraftschlüssige
Kopplung gelöst und ein Verdrehen der Abtriebswelle durch
den Antrieb möglich wird.
Das Vorsehen einer derartigen Schlingfederbremse ist mit
entsprechendem Aufwand verbunden. Zum einen sind derartige
Schlingfederbremsen bereitzustellen. Zum anderen sind diese
unter Vorspannung, d. h. entgegen ihrem
Entspannungsbestreben, zu montieren. Hierfür sind aufwendige
Montiereinrichtungen notwendig.
Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe
zugrunde, elektrische Antriebseinheiten vorzuschlagen,
welche weniger aufwendig ausgebildet sind.
Diese Aufgabe wird bei einer elektrischen Antriebseinheit
der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch
gelöst, dass die Mittel ein drehfest auf der Ankerwelle
angeordnetes Drehsicherungselement umfassen, welches
aufgrund des Magnetfelds der Permanentmagneten bei nicht
bestromter Antriebseinheit in einer Haltestellung gehalten
wird.
Dies hat den Vorteil, dass zur Drehsicherung lediglich ein
zusätzliches, auf einfache Art und Weise auf der Ankerwelle
anzuordnendes Bauteil vorzusehen ist. Erfindungsgemäß wird
das Magnetfeld der ohnehin vorhandenen Permanentmagneten
benutzt, um das Drehsicherungselement in einer vorgegebenen
Position zu halten. Denkbar wäre auch, gehäuseseitig
zusätzliche Permanentmagneten vorzusehen. Aufgrund des
Zusammenwirkens der Permanentmagneten mit dem
Drehsicherungselement wird die Ankerwelle mit einem
Hemmmoment beaufschlagt. Zur Überwindung der Drehsicherung
ist demnach ein Drehmoment aufzubringen, das größer ist als
das aus der Drehsicherung resultierende Hemmmoment.
Vorteilhafterweise kann erfindungsgemäß vorgesehen sein,
dass das Drehsicherungselement wenigstens abschnittsweise
ferromagnetische Eigenschaften aufweist. Insbesondere ist
vorteilhaft, wenn das Drehsicherungselement vollständig aus
einem ferromagnetischen Material, beispielsweise aus einem
Weicheisen, ist.
Das Drehsicherungselement kann ringscheibenförmig mit einem
weitgehend kreisrunden Querschnitt ausgebildet sein, wobei
sich in axialer Richtung erstreckende nutartige Ausformungen
vorgesehen sein können. Die Anzahl der Nuten 26 richtet sich
nach der Anzahl der vorhandenen Permanentmagneten bzw. nach
der Anzahl der Pole der permanent erregten Antriebseinheit.
Eine andere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass
das Drehsicherungselement einen mit Permanentmagneten
versehenen Grundkörper, insbesondere einen
Kunststoffgrundkörper, aufweist. Ein derartiges
Drehsicherungselement hat den Vorteil, dass es ein relativ
geringes Eigengewicht aufweist. Außerdem können die
Permanentmagneten des Drehsicherungselements gezielt so
angebracht werden, dass ein möglichst großes Hemmmoment
entsteht.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der
Erfindung ist vorgesehen, dass der Außendurchmesser des
Drehsicherungselements dem Außendurchmesser des Ankerpakets
entspricht. Die gehäuseseitigen Permanentmagneten erstrecken
sich hierbei vorteilhafterweise in axialer Richtung so weit,
dass sie das Drehsicherungselement in radialer Richtung
umgeben. Vorteilhafterweise ist hierbei das
Drehsicherungselement unmittelbar neben dem Ankerpaket auf
der Ankerwelle angeordnet. Diese Anordnung der
Permanentmagneten hat den Vorteil, dass ein optimaler
Wirkungsgrad zwischen den Permanentmagneten und dem
Drehsicherungselement bei minimaler Platzbeanspruchung
erreicht werden kann.
Erfindungsgemäß ist ebenfalls denkbar, dass die Ankerwelle
mit einem eine Abtriebswelle aufweisenden Getriebe gekoppelt
ist. Aufgrund der entsprechenden Getriebeübersetzung kann
ein relativ geringes Hemmmoment an der Ankerwelle
ausreichen, um die Abtriebswelle gegen ein von der
Getriebeübersetzung entsprechend vergrößertes Drehmoment
drehzusichern.
Vorteilhafterweise ist ebenfalls denkbar, dass die
elektrische Antriebseinheit zur Drehsicherung zusätzlich
eine Schlingfederbremse bekannter Art umfasst.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Einzelheiten der
Erfindung sind der folgenden Beschreibung zu entnehmen, in
der die Erfindung anhand des in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels näher beschrieben und erläutert ist.
Es zeigen
Fig. 1 eine ausschnittsweise dargestellte erfindungsgemäße
Antriebseinheit im Längsschnitt; und
Fig. 2 den Schnitt durch die Antriebseinheit gemäß Fig. 1
entlang der Linie II.
In der Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße elektrische
Antriebseinheit 10 in Form eines Gleichstromrohrmotors, der
2-polig permanent erregt ist, dargestellt. Die
Antriebseinheit 10 weist ein Gehäuse 12 sowie eine in
Lagerstellen 28 drehbar gelagerte Ankerwelle 14 auf. Auf der
Ankerwelle 14 ist ein Ankerpaket 16 angeordnet. Das
Ankerpaket 16 wirkt bei bestromter Antriebseinheit 10 mit
gehäuseseitig angeordneten Permanentmagneten 18 zusammen.
Die Bestromung des Ankerpakets 16 erfolgt über einen
Kommutator 20. Das dem Kommutator 20 abgewandte freie Ende
der Ankerwelle 14 sieht eine Schnecke 22 vor. Die Schnecke
22 wirkt mit einem sich in axialer Richtung an das Gehäuse
12 anschließenden Getriebe mit einer Abtriebswelle zusammen.
Zur Drehsicherung der Ankerwelle 14 bei nicht bestromtem
Ankerpaket 16 ist auf der Ankerwelle 14 ein drehfest
angeordnetes Drehsicherungselement 24 vorgesehen. Das
Drehsicherungselement 24 ist ringscheibenartig ausgebildet.
Ferner ist es aus einem ferromagnetischen Material,
insbesondere aus einem Weicheisen. Zur drehfesten Verbindung
des Drehsicherungselements 24 kann dieses beispielsweise mit
einer Passverbindung auf der Welle 14 befestigt sein.
Das Drehsicherungselement 24 weist einen weitgehend
kreisrunden Querschnitt mit sich in axialer Richtung
erstreckende nutartige Ausformungen 26 auf.
Wie sich aus den Fig. 1 und 2 deutlich ergibt, entspricht
der Außendurchmesser des Drehsicherungselements 24 im
Wesentlichen dem Außendurchmesser des Ankerpakets 16.
Außerdem erstrecken sich die Permanentmagneten 18 in
axialer, dem freien Ende 22 der Ankerwelle 14 zugewandter
Richtung so weit, dass sie das Drehsicherungselement 24 in
radialer Richtung umgeben.
Da der Gleichstrommotor 10 mit zwei Magneten 18 zweipolig
permanent erregt ist, weist das Drehsicherungselement 24
zwei Nuten 26 auf. Die Nutenbreite entspricht hierbei im
Wesentlichen dem Abstand a der beiden Permanentmagnete 18.
Aufgrund des permanenten Magnetfeldes der beiden
Permanentmagneten 18 richtet sich das Drehsicherungselement
24 bei nicht bestromter Antriebseinheit 10 entsprechend der
in Fig. 2 dargestellten Stellung aus. Zur Verdrehung der
Ankerwelle 14 aus der in Fig. 2 dargestellten Lage muss
demnach ein Hemmmoment überwunden werden, welches durch die
Magnetfelder der Permanentmagneten 18 auf das
Drehsicherungselement 24 wirkt.
Dadurch, dass die Ankerwelle 14 mit einem nicht
dargestellten Untersetzungsgetriebe zusammenwirkt, ergibt
sich aufgrund eines relativ geringen Hemmmoments an der
Ankerwelle ein entsprechend vergrößertes
Drehsicherungsmoment an der Abtriebswelle des Getriebes.
Zur Vergrößerung des Hemmmoments an der Ankerwelle 14 kann
erfindungsgemäß ebenfalls vorgesehen sein, dass das
Drehsicherungselement 24 dauerhaft magnetisierte Abschnitte
aufweist. Diese Abschnitte können beispielsweise in einen
mit der Ankerwelle 14 drehfest verbundenen Grundkörper
eingebettet sein.
Erfindungsgemäß kann weiterhin vorgesehen sein, dass zur
Steigerung des Hemmmoments an der Ankerwelle 14 bzw. an der
Abtriebswelle zusätzlich eine Schließfederbremse vorgesehen
ist.
Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und
der Zeichnung dargestellten Merkmale können sowohl einzeln
als auch in beliebiger Kombination miteinander
erfindungswesentlich sein.
Claims (7)
1. Elektrische Antriebseinheit (10), insbesondere
Gleichstromrohrmotor, mit einem Gehäuse (12), mit einer
drehbar gelagerten Ankerwelle (14), mit einem auf der
Ankerwelle (14) angeordneten Ankerpaket (16), mit
gehäuseseitig angeordneten, mit dem Ankerpaket (16)
zusammenwirkenden Permanentmagneten (18) und mit Mitteln
zur Drehsicherung der Ankerwelle (14) im nicht
bestromten Zustand der Antriebseinheit, dadurch
gekennzeichnet, dass die Mittel ein drehfest auf der
Ankerwelle (14) angeordnetes Drehsicherungselement (24)
umfassen, welches aufgrund des Magnetfelds der
Permanentmagneten (18) bei nicht bestromter
Antriebseinheit (10) in einer Haltestellung gehalten
wird.
2. Antriebseinheit (10) nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass das Drehsicherungselement (24)
wenigstens abschnittsweise ferromagnetische
Eigenschaften aufweist.
3. Antriebseinheit (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass das Drehsicherungselement (24)
einen weitgehend kreisrunden Querschnitt mit sich in
axialer Richtung erstreckenden nutenartigen Ausformungen
(26) aufweist.
4. Antriebseinheit (10) nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, dass das Drehsicherungselement (24)
einen mit Permanentmagneten versehenen Grundkörper,
insbesondere einen Kunststoffgrundkörper, aufweist.
5. Antriebseinheit (10) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der
Außendurchmesser des Drehsicherungselements (24) dem
Außendurchmesser des Ankerpakets (16) entspricht, wobei
sich die Permanentmagneten (18) in axialer Richtung so
weit erstrecken, dass sie das Drehsicherungselement (24)
wenigstens abschnittsweise umgeben.
6. Antriebseinheit (10) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerwelle
(14) mit einem eine Abtriebswelle aufweisenden Getriebe
gekoppelt ist.
7. Antriebseinheit (10) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische
Antriebseinheit zur Drehsicherung zusätzlich eine
Schlingfederbremse umfasst.
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Publications (1)
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| R002 | Refusal decision in examination/registration proceedings | ||
| R003 | Refusal decision now final |
Effective date: 20120421 |