DE10124190C1 - Verfahren zur optimierten Nutzung der Übertragungskapazität eines in Funkzellen unterteilten Funkkommunikationssystems - Google Patents
Verfahren zur optimierten Nutzung der Übertragungskapazität eines in Funkzellen unterteilten FunkkommunikationssystemsInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur optimierten Nutzung der Übertragungskapazität eines in Funkzellen unterteilten Funkkommunikationssystems, bei dem eine Basisstation mittels in Verkehrskanalelementen unterteilten Verkehrskanälen mit einem Kommunikationsendgerät zur Abwicklung von Übertragungen einzelner Dienste kommuniziert. DOLLAR A Jedem Dienst wird gemäß seiner spezifischen Übertragungsbedingungen eine Menge zugeordnet. Jede Menge verfügt über ihr zugeordnete Verkehrskanalelemente zur Abwicklung der Übertragung des zugeordneten Dienstes. Nicht ausschließlich für eine Übertragung benutzte Verkehrskanalelemente werden einer gemeinsamen Ressourcenmenge zugeordnet, auf deren Verkehrskanalelemente, abhängig von einer Dienst- bzw. von einer Zugriffspriorität, die einzelnen Mengen zeitweise zugreifen und diese für deren Übertragungen mit verwenden. Bei einem Mangel an Verkehrskanalelementen im Funkkommunikationssystem werden freie Verkehrskanalelemente für die Ressourcenmenge abhängig von der Netzplanung und der Charakteristika der Verkehrskanalelemente erzeugt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur optimierten Nutzung
der Übertragungskapazität eines in Funkzellen unterteilten
Funkkommunikationssystems, bei dem eine Basisstation mittels
in Verkehrskanalelementen unterteilten Verkehrskanälen mit
einem Kommunikationsendgerät zur Abwicklung von Übertragungen
einzelner Dienste kommuniziert.
Aus dem Dokument WO 96/22665 ist eine Zuordnung von Verkehrs
kanalelementen in einem TDMA-System bekannt, bei dem von ei
ner Gesamtanzahl an Zeitschlitzen eine Grundanzahl für paket
vermittelte Übertragungen reserviert ist und die restlichen
Zeitschlitze für kanalvermittelte Übertragungen reserviert
sind. Wird ein steigender Bedarf an paketvermittelten Über
tragungen zwischen einer Basisstation und einer Mobilstation
erkannt, werden nachfolgend für kanalvermittelte Übertragun
gen reservierte Zeitschlitze den paketvermittelten Übertra
gungen zugeordnet.
Das in diesem Dokument beschriebene Verfahren beginnt jedoch
erst nach einem eingetretenen zusätzlichen Bedarf mit einer
Umgruppierung bzw. Freigabe von reservierten Zeitschlitzen,
wodurch es zu Verzögerungen in der Abwicklung von Übertragun
gen in einem Funksystem kommt.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, die Über
tragungskapazität eines Funkkommunikationssystems, wie bei
spielsweise eines Mobilfunksystems, derart optimiert zu nut
zen, dass zu jeder Zeit sowohl kanalvermittelte als auch pa
ketvermittelte Übertragungen bestmöglich abgewickelt und
Übertragungsengpässe vermieden bzw. überwunden werden.
Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale des An
spruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen angegeben.
Zusammenfassend werden durch die erfindungsgemäße Zuordnung
von Diensten zu bestimmten Mengen bzw. zu den den Mengen zu
geordneten Verkehrskanalelementen und den zeitweisen Zugriff
dieser Mengen auf die Verkehrskanalelemente der gemeinsamen
Ressourcenmenge, der angepasst auf die jeweilige Verkehrslast
des Funkkommunikationssystem bzw. der Funkzelle erfolgt, so
wie durch eine vorteilhafte Zuweisung von bestimmten Diensten
zu Verkehrskanalelementen, beispielsweise Trägerfrequenzen,
die mit einem für diesen Dienst angepassten Trägerfrequen
zwiederholungsfaktor geplant wurden, sowie durch weitere spe
zifische Maßnahmen zur Schaffung von freien Verkehrskanalele
menten für die gemeinsame Ressourcenmenge Übertragungsengpäs
se beim Funkkommunikationssystem und dessen Funkzellen ver
mieden bzw. überwunden.
Erfindungsgemäß werden dabei jeder Menge eine Mindestanzahl
an Verkehrskanalelementen zugeordnet, die der ausschließli
chen Übertragung des jeweils zugeordneten Dienstes dienen,
wobei diese Mindestanzahl nicht unterschritten werden kann.
Dadurch steht zu jeder Zeit, abhängig von der Netzplanungs-
und Netzkonfigurationsstrategie des Betreibers, für jeden
Dienst eine Grundübertragungskapazität zur Verfügung.
Durch die Zuordnung von Verkehrskanalelementen zu einer ge
meinsamen Ressourcenmenge und den Zugriff der den Diensten
zugeordneten Mengen auf diese Verkehrskanalelemente können
zusätzlich auftretende paketvermittelte bzw. kanalvermittelte
Übertragungen abgewickelt werden. Der Zugriff erfolgt dabei
vorteilhafterweise mit Hilfe einer den Mengen zugeordneten
Zugriffspriorität.
Durch den erfindungsgemäßen, nach der Zugriffspriorität er
folgenden Zugriff einer Menge auf die Verkehrskanalelemente
einer anderen Menge unter Umgehung der gemeinsamen Ressour
cenmenge kann das Funkkommunikationssystem auch bei einem
Mangel an freien Verkehrskanalelementen bei der gemeinsamen
Ressourcenmenge flexibel reagieren.
Diese Flexibilität wird auch besonders dadurch ermöglicht,
dass bei einem Mangel an freien Verkehrskanalelementen bei
der Ressourcenmenge nach einer vom Betreiber vorgegebenen
Dienstpriorität wieder freie Verkehrskanalelemente für die
Ressourcenmenge erzeugt werden.
Durch den nach der Zugriffspriorität erfolgenden dynamischen
Zugriff auf die Verkehrskanalelemente wird die ständige opti
male Nutzung der Übertragungskapazität des Funkkommunikati
onssystems erreicht.
Ein Dienst dient dabei beispielsweise der kanalvermittelten
Übertragung von GSM-Sprachsignalen oder von AMR-
Sprachsignalen oder von HSCSD-Daten oder von ECSD-Daten oder
von FAX-Daten, bzw. der paketvermittelten Übertragung von
GPRS-Daten oder von EGPRS-Daten. Vorteilhafterweise werden
die Mengen, die der ausschließlichen kanalvermittelten Über
tragung von Diensten dienen, einer Kanaldienstmenge bzw. die
Mengen, die der ausschließlichen paketvermittelten Übertra
gung von Diensten dienen, einer Paketdienstmenge zugeordnet.
GSM-Sprachsignale werden dabei mittels Fullrate- und/oder
Halfrate- und/oder Enhanced-Fullrate-Verfahren übertragen.
AMR-Sprachsignale werden mittels Fullrate- und/oder Halfrate-
Verfahren übertragen.
Erfindungsgemäß sind die Verkehrskanalelemente durch die Trä
gerfrequenzen und/oder den Trägerfrequenzen zugeordneten
Zeitschlitzen und/oder Codes definiert. Das erfindungsgemäße
Verfahren findet daher Anwendung bei Funkkommunikationssyste
men mit FDMA-, TDMA- und CDMA-Zugriffsverfahren, bzw. Kombinationen
aus diesen Zugriffsverfahren, wie beispielsweise
TD-CDMA oder FD-CDMA.
Vorteilhafterweise werden die Trägerfrequenzen zu mindestens
einer Kanalgruppe zusammengefasst, der jeweils eine Dienst
prioritätsliste des Betreibers zugeordnet wird. Darin sind
mit verschiedenen Prioritäten versehene, über eine einzelne
Kanalgruppe abzuwickelnde Dienste derart aufgeführt, dass
durch die Zuordnung der Prioritäten eine netzspezifische Op
timierung der Übertragungskapazität des Funkkommunikationssy
stems erfolgt.
Erfindungsgemäß werden mit Hilfe der Dienstpriorität optimale
Voraussetzungen für die Planung eines dienstspezifischen Trä
gerfrequenzwiederholungsfaktors bereitgestellt, was zu einer
Optimierung der verfügbaren Ressourcen und damit zu einer Mi
nimierung von Übertragungsengpässen führt.
Durch die bevorzugte Zuweisung von für Interferenzen empfind
licheren Diensten an Trägerfrequenzen, die innerhalb des Kom
munikationssystems mit einem größeren Trägerfrequenzwiederho
lungsfaktor, dem sogenannten Reuse, geplant wurden, wie bei
spielsweise heute und zukünftig angewandte paketvermittelte
Übertragungen, wird die Übertragungsnutzdatenrate dieser
Dienste verbessert. Diese Dienste sind systembedingt bei ei
ner Verwendung von Coding-Schemes mit einer hohen User-
Bitrate gegenüber störenden gleichen Trägerfrequenzen von be
nachbarten Basisstationen sehr anfällig. Durch den größeren
Trägerfrequenzwiederholungsfaktor sind benachbarte Basissta
tionen, die mit gleichen Trägerfrequenzen senden, räumlich
weiter voneinander entfernt. Die störenden Trägerfrequenzen
sind damit besser von den Trägerfrequenzen der Nutzsignale
entkoppelt.
Ferner wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren auch die Ab
hängigkeit von Diensten von existierender Basisstationshard
ware berücksichtigt. So können beispielsweise EDGE-Dienste
bzw. GERAN-Dienste, welche eine 8PSK-Modulation erfordern,
nicht über Carrier-Units abgewickelt werden, die nur eine
GMSK-Modulation, wie sie heute bei GSM oder GPRS verwendet
wird, unterstützen. Erfindungsgemäß werden deshalb EDGE-
Dienste bzw. GERAN-Dienste über eine in der Basisstation ent
haltene, EDGE-fähige EDGE-Carrier-Unit abgestrahlt und damit
EGPRS-Daten und/oder ECSD-Daten und/oder breitbandige AMR-
Sprachsignale übertragen.
Stehen in einer Funkzelle momentan genügend Verkehrskanalele
mente zur Verfügung, um einen neu hinzukommenden Dienst sei
nen Anforderungen (z. B. Quality-of-Service-Anforderungen) ge
mäß zu bedienen, so erfolgt die Zuteilung des Dienstes an die
jeweilige Menge bzw. an deren Verkehrskanalelemente anhand
der Dienstprioritätsliste.
Stehen in der Funkzelle jedoch nicht genügend Verkehrskanale
lemente zur Verfügung, um den neu hinzukommenden Dienst an
hand seiner spezifischen Anforderungen zu bedienen, so werden
erfindungsgemäß zusätzliche Maßnahmen neben der dienstpriori
tätsabhängigen Zuordnung der Verkehrskanalelemente durchge
führt. Bei einem ansteigenden Bedarf an Verkehrskanalelemen
ten und bei einem gleichzeitigen Mangel an freien Verkehrska
nalelementen bei der Ressourcenmenge werden erfindungsgemäß
freie Verkehrskanalelemente für die Ressourcenmenge erzeugt.
Dies geschieht vorteilhafterweise bei einer ausgelasteten
Funkzelle durch einen Handover von bestehenden kanalvermit
telten Übertragungen an benachbarte Basisstationen bzw. durch
einen Cell-Reselection-Prozess bei paketvermittelten Übertra
gungen. Anhand der Dienstprioritätsliste werden kanalvermit
telte und/oder paketvermittelte Übertragungen an benachbarte
Funkzellen weitergegeben und freie Verkehrskanalelemente bei
der ausgelasteten Funkzelle erzeugt.
Auch können zur Erzeugung von freien Verkehrskanalelementen
verwendete Übertragungsverfahren geändert werden. Beispielsweise
wird bei der Übertragung von GSM-Sprachsignalen von ei
nem verwendeten Fullrate-Übertragungsverfahren auf ein Hal
frate-Übertragungsverfahren übergewechselt, was auch als
"Downgrade" bezeichnet wird. Ebenso kann bei einer paketver
mittelten Übertragung die einem einzelnen Teilnehmer zugeord
nete Anzahl an Verkehrskanalelementen verringert werden, was
auch bei einer kanalvermittelten Übertragung von HSCSD-Daten
bzw. von ECSD-Daten möglich ist.
Ebenfalls ist erfindungsgemäß die gemeinsame Nutzung von zu
geordneten Verkehrskanalelementen durch mehrere Benutzer bei
einer paketvermittelten Übertragung vorgesehen, wobei dann
die zu übertragenden Daten der einzelnen Benutzer mit Hilfe
eines Multiplex-Verfahrens zusammengefasst werden.
Um zu vermeiden, dass eine bereits ausgelastete Funkzelle
bzw. die zugehörige Basisstation durch Handover von benach
barten Funkzellen zusätzlich belastet wird, erhält die ausge
lastete Funkzelle in einer Zielzellen-Liste eine niedrigere
Priorität. Benachbarte Basisstationen greifen zur Planung ei
nes Handovers bzw. eines Cell-Reselection-Prozesses auf diese
Zielzellen-Liste zu und führen ihre Handover bzw. ihre Cell-
Reselection-Prozesse mit Basisstationen durch, die eine höhe
re Priorität in der Zielzellen-Liste aufweisen. Dadurch wer
den weitere Anforderungen von zusätzlichen Übertragungen von
der bereits ausgelasteten Basisstation ferngehalten.
Erst wenn in der ausgelasteten Funkzelle wieder freie Über
tragungskapazitäten, also Verkehrskanalelemente, zur Verfü
gung stehen, wird in der Zielzellen-Liste die Priorität der
betrachteten Basisstation wieder erhöht.
Durch die Zuordnung einer mittleren Anzahl von Verkehrskana
lelementen zu jeder einzelnen Menge wird beispielsweise au
ßerhalb von Hauptverkehrszeiten im Funkkommunikationssystem
eine definierte Ausgangssituation für die Übertragung einzel
ner Dienste erzeugt, ein ständiges Nachregeln der den einzel
nen Mengen zugeordneten Verkehrskanalelemente wird vermieden,
benötigter Rechen- bzw. Verwaltungsaufwand wird dadurch redu
ziert. Die jeder Menge jeweils zugeordnete Mindestanzahl bzw.
mittlere Anzahl an Verkehrskanalelementen kann erfindungsge
mäß während des Betriebes mit Hilfe eines vom Betreiber zur
Verfügung gestellten Management-Systems jederzeit geändert
werden.
Die Zuordnung von Verkehrskanalelementen zu den einzelnen
Mengen wird mit Hilfe eines Algorithmus kontinuierlich über
wacht. Für jede einem Dienst zugeordnete Menge wird kontinu
ierlich ein Verhältnis der von der Menge gegenwärtig benutz
ten Verkehrskanalelemente zu der der Menge momentan zugeord
neten Anzahl an Verkehrskanalelementen gebildet und bei einer
betrachteten Menge mit deren Grenzwerten verglichen.
Dabei zeigt ein Unterschreiten eines ersten Grenzwertes an,
dass in der betrachteten Menge Verkehrskanalelemente zur Ver
fügung stehen, die derzeit zu keiner Übertragung benutzt wer
den. Eine schrittweise Zuordnung dieser Verkehrskanalelemente
beispielsweise zur Ressourcenmenge kann eingeleitet und so
lange fortgesetzt werden, solange bei der betrachteten Menge
der erste Grenzwert unterschritten bleibt.
Wird hingegen bei der betrachteten Menge ein zweiter Grenz
wert erreicht, so wird bei dieser Menge ein Mangel an Ver
kehrskanalelementen für Übertragungen angezeigt und eine
schrittweise Zuordnung von freien Verkehrskanalelementen,
beispielsweise von der Ressourcenmenge, kann bis zum Unter
schreiten des zweiten Grenzwertes bei der betrachteten Menge,
bzw. bis zum Erreichen einer der Ressourcenmenge zugeordneten
Mindestanzahl an Verkehrskanalelementen eingeleitet werden.
Da sich mit jeder Aufnahme oder Abgabe eines Verkehrskanale
lements die momentane Anzahl der zugeordneten Verkehrskanale
lemente bei der betrachteten Menge ändert, wird das beschrie
bene Verhältnis nach jeder Aufnahme beziehungsweise Abgabe
eines Verkehrskanalelements aktualisiert.
Der Ressourcenmenge ist kein erster bzw. zweiter Grenzwert
zugeordnet, sondern eine Mindestanzahl an Verkehrskanalele
menten. Ihr werden vorteilhafterweise dann ungenutzte Ver
kehrskanalelemente anderer Mengen zugeordnet, wenn bei der
Ressourcenmenge die Mindestanzahl der ihr zugeordneten Ver
kehrskanalelemente erreicht wird. Diese Mindestanzahl kann
vorteilhafterweise während des Betriebes mit Hilfe des vom
Betreiber zur Verfügung gestellten Management-Systems jeder
zeit geändert werden.
Somit kann bei Bedarf über die Ressourcenmenge beispielswei
se die Kanaldienstmenge auf die Verkehrskanalelemente einer
GPRS-Menge zugreifen.
Eine Zuordnung von Verkehrskanalelementen erfolgt vorteilhaf
terweise nur dann, wenn bei einer Menge ein Überschuss und
bei einer anderen Menge ein dringender Bedarf an Verkehrska
nalelementen angezeigt wird. Dadurch wird der Rechen- bzw.
Verwaltungsaufwand im Funkkommunikationssystem minimiert.
Bei Paketdatendiensten wird eine Bedarfsmeldung von zusätzli
chen Verkehrskanalelementen für unterschiedliche Zuweisungs
verfahren von Verkehrskanalelementen vorteilhafterweise nach
vergebenen Prioritäten gesteuert. Man unterscheidet hierbei
zwischen vertikaler Zuweisung und horizontaler Zuweisung.
Beide Verfahren unterscheiden sich in der Reihenfolge, bei
der sich mehrere Teilnehmer ein Verkehrskanalelement durch
ein Multiplexverfahren teilen.
Bei der vertikalen Zuweisung wird jedes Verkehrskanalelement
so lange auf mehrere Teilnehmer aufgeteilt, bis eine Maximal
zahl an mittels Multiplexverfahren zusammengefassten Teilneh
mern dort erreicht ist. Erst dann wird bei einem zusätzlichen
Bedarf ein weiteres Verkehrskanalelement zugewiesen, das dann
durch zusätzliche Teilnehmer wiederum bis zum Erreichen der
Maximalzahl an Teilnehmer pro Verkehrskanalelement aufgefüllt
wird. Dadurch werden horizontal liegende Verkehrskanalelemen
te zunächst vertikal gefüllt, das heißt mehrere Teilnehmer
teilen sich ein Verkehrskanalelement, bis nach Erreichen des
Maximalwertes das nächste horizontal liegende Verkehrskanale
lement zugewiesen wird.
Beim horizontalen Zuweisungsverfahren hingegen werden die
freien Verkehrskanalelemente solange mit maximal einem Teil
nehmer pro Verkehrskanalelement belegt, bis alle freien Ver
kehrskanalelemente belegt sind. Erst dann werden bei steigen
dem Bedarf mehrere Teilnehmer auf ein Verkehrskanalelement
mit Hilfe von Multiplexverfahren zusammengefasst. Da bei die
sem Zuweisungsverfahren alle freien Verkehrskanalelemente
sehr schnell belegt werden können, wird durch Prioritäten ge
steuert, ob beispielsweise beim Erreichen des zweiten Grenz
wertes bei einer GPRS-Menge bzw. bei einer EGPRS-Menge zu
nächst mehrere Teilnehmer auf ein Verkehrskanalelement mit
tels Multiplexverfahren zusammengefasst werden, bis die ge
wählte Maximalzahl an Teilnehmern erreicht ist und anschlie
ßend Bedarf für ein weiteres Verkehrskanalelement angemeldet
wird, oder ob beim Erreichen des jeweiligen zweiten Grenz
werts sofort Bedarf für ein weiteres Verkehrskanalelement an
gemeldet wird und im Falle eines frei verfügbaren Verkehrska
nalelements dieses der anfordernden Menge zugeordnet wird. Im
ersten Fall wird vorteilhafterweise durch Prioritäten gesteu
ert, ob eine Nichterfüllung bestimmter Serviceanforderungen,
wie beispielsweise der Einhaltung von geforderten Quality-of-
Service-Anforderungen, zu einer sofortigen Bedarfsanforderung
führt.
Vorteilhafterweise wird bei Bedarf solange auf die freien
Verkehrskanalelemente der Ressourcenmenge zugegriffen, bis
deren zugeordnete Mindestanzahl an Verkehrskanalelementen er
reicht wird.
Beispielsweise greift die Kanaldienstmenge unter Beachtung
der Grenzwerte bei einem ansteigenden Bedarf an Verkehrskana
lelementen für kanalvermittelte Übertragungen vorteilhafter
weise auf die freien Verkehrskanalelemente der gemeinsamen
Ressourcenmenge zu und gibt bei einem sich verringernden Bedarf
freiwerdende Verkehrskanalelemente solange an die Res
sourcenmenge ab, bis die Kanaldienstmenge, bzw. die ihr zuge
ordneten Mengen, die mittlere Anzahl an Verkehrskanalelemen
ten erreicht hat bzw. haben.
Steigt nachfolgend der Bedarf an paketvermittelten Übertra
gungen an, werden solange Verkehrskanalelemente der Kanal
dienstmenge der Ressourcenmenge und von dieser der Paket
dienstmenge zugeordnet, bis die Kanaldienstmenge, bzw. die
ihr zugeordneten Mengen, ihre Mindestanzahl an Verkehrskana
lelementen erreicht hat bzw. haben.
Gleiches gilt sinngemäß für andere Mengen, wie beispielsweise
für die Paketdienstmenge.
Vorteilhafterweise erfolgt der jeweilige Zugriff der Mengen
auf die Verkehrskanalelemente der Ressourcenmenge unter der
Berücksichtigung einer vom Benutzer erstellten Zugriffsprio
rität. Dabei kann ein direkter Zugriff, beispielsweise einer
EGPRS-Menge auf die Verkehrskanalelemente einer GPRS-Menge
unter Umgehung der Ressourcenmenge erfolgen. Dadurch wird
verhindert, dass bei einer bereits stark ausgelasteten Funk
zelle eine stetige einseitige Verminderung der Verkehrskana
lelemente einzelner Mengen erfolgt, bzw. dass, abhängig von
einer Strategie des Betreibers, einzelne Mengen auf Kosten
anderer sich ständig in einer Sättigungssituation befinden,
wodurch Systemdynamik verloren gehen würde.
Besonders vorteilhaft ist, dass erfindungsgemäß bei einer er
sten Menge, die ihre freiwerdenden Verkehrskanalelemente an
eine zweite Menge abgab, bei einem nachfolgend eintretenden
Bedarf an Verkehrskanalelementen bei beiden Mengen der ersten
Menge solange Verkehrskanalelemente der zweiten Menge zuge
führt werden, bis die erste Menge wieder ihre zugeordnete
mittlere Anzahl an Verkehrskanalelementen erreicht hat, was
vorteilhafterweise nach Prioritäten gesteuert erfolgt.
Anwendungsbeispiele der Erfindung finden sich bei Kommunika
tionssystemen, insbesondere Mobilfunksystemen, bei denen über
eine Funkschnittstelle Signale ausgetauscht werden.
Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand
der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 ein Funkkommunikationssystem mit einem kleinen Träger
frequenzenwiederholungsfaktor,
Fig. 2 ein Funkkommunikationssystem mit einem auf Fig. 1 bezo
genen, größeren Trägerfrequenzenwiederholungsfaktor,
Fig. 3 zwei Kanalgruppen mit jeweils zugeordneter Dienstprio
ritätsliste,
Fig. 4 Verkehrskanalelemente bei einem FDMA-TDMA-
Funkkommunikationssystem,
Fig. 5 Verkehrskanalelemente bei einem TD-CDMA-
Funkkommunikationssystem,
Fig. 6 eine Ressourcenmenge und einzelnen Diensten zugeordnete
Mengen einer Funkzelle mit den Mengen zugeordneten
Kennwerten,
Fig. 7, Fig. 8, Fig. 9 und Fig. 10 eine dynamische Zuordnung von
Verkehrskanalelementen der Mengen und der Ressourcen
menge aus Fig. 6, bei einem Anstieg von kanalvermittel
ten Übertragungen,
Fig. 11 ausgehend von Fig. 10 eine Zuordnung von Verkehrskana
lelementen der Mengen und der Ressourcenmenge bei einer
Verringerung von kanalvermittelten Übertragungen,
Fig. 12 ausgehend von Fig. 10 eine Zuordnung von Verkehrskana
lelementen der Mengen und der Ressourcenmenge bei einem
Anstieg von paketvermittelten Übertragungen,
Fig. 13 ausgehend von Fig. 7 eine Zuordnung von Verkehrskanale
lementen der Mengen und der Ressourcenmenge bei einem
Anstieg von paketvermittelten Übertragungen.
Fig. 1 zeigt ein Funkkommunikationssystem mit einem kleinen
Trägerfrequenzenwiederholungsfaktor.
Bei diesem Funkkommunikationssystem versorgt jeweils eine Ba
sisstation BTS drei Funkzellen FZ. Eine Basisstation BTS ver
sorgt beispielsweise A1, A2 und A3; eine weitere B1, B2 und
B3 und abschließend eine weitere C1, C2 und C3.
Gleich benannte Funkzellen FZ benutzen jeweils gleiche Trä
gerfrequenzen, wodurch sich bei einer betrachteten Fläche
gleiche Trägerfrequenzen in bestimmten, engen räumlichen Ab
ständen wiederholen. Durch den kleineren Trägerfrequenzwie
derholungsfaktor sind derart geplante Funkkommunikationssy
steme besonders geeignet für die kanalvermittelte Übertragung
von Sprachdiensten, die für von gleichen Trägerfrequenzen
verursachte Störungen bzw. Interferenzen relativ unempfind
lich sind.
Fig. 2 zeigt ein Funkkommunikationssystem, das bezogen auf Fig.
1 einen größeren Trägerfrequenzenwiederholungsfaktor auf
weist.
Auch hier versorgt jeweils eine Basisstation BTS jeweils drei
Funkzellen FZ, beispielsweise A1, A2, A3. Durch den großen
Trägerfrequenzwiederholungsfaktor sind derart geplante Funk
kommunikationssysteme besonders geeignet für die paketvermit
telte Übertragung von Datendiensten, die für von gleichen
Trägerfrequenzen verursachte Störungen anfälliger sind. Stö
rungen dieser Art werden durch eine größere räumliche Tren
nung von gleichen Trägerfrequenzen verringert bzw. vermieden.
Fig. 3 zeigt zwei Kanalgruppen I und II mit jeweils zugeordne
ter Dienstprioritätsliste.
Über die Kanalgruppe I, die mehrere Trägerfrequenzen umfassen
kann, werden bevorzugt AMR-Sprachsignale übertragen, gefolgt
von der Übertragung von GSM-Sprachsignalen mit einer geringe
ren Priorität, bis zur abschließenden Übertragung von EGPRS-
Daten mit der niedrigsten Priorität.
Vergleichend mit Fig. 1 werden dieser Kanalgruppe I unter der
Annahme, dass deren Trägerfrequenzen innerhalb des Kommunika
tionssystems mit einem kleineren Trägerfrequenzwiederholungsfaktor
geplant wurden, bevorzugt kanalvermittelte Übertragun
gen von Sprachsignalen zugeordnet, wobei die Prioritäten in
nerhalb der Dienstprioritätsliste abhängig von der Sensitivi
tät des zu übertragenden Dienstes gegenüber Interferenzen
vergeben wurden. Durch die häufige Wiederholung der Träger
frequenzen beim Funkkommunikationssystem wird dessen Übertra
gungskapazität stark erhöht.
Die Kanalgruppe II, die wiederum mehrere Trägerfrequenzen um
fasst, überträgt mit der höchsten Priorität EGPRS-Daten, ge
folgt von der Übertragung von ECSD-Daten bis zur abschließen
den Übertragung von AMR-Sprachsignalen mit der geringsten
Priorität.
Um die Vorteile der Übertragung von hohen Datenraten durch
schwach codierte Coding-Schemes, die möglichst geringer In
terferenz ausgesetzt sein sollen, auszunutzen, werden ver
gleichend mit Fig. 2, dieser Kanalgruppe II unter der Annahme,
dass deren Trägerfrequenzen innerhalb des Funkkommunikations
systems mit einem größeren Frequenzwiederholungsfaktor ge
plant wurden, bevorzugt paketvermittelte Übertragungen von
Datendiensten zugeordnet.
Würde man hier den kanalvermittelten Sprachdiensten eine hö
here Priorität zuordnen, so wäre dies eine Verschwendung von
teuren Systemressourcen des Funkkommunikationssystems.
Innerhalb eines Funkkommunikationssystems, bei dem frequenz
abhängig gleichzeitig zwei oder auch mehrere Trägerfrequen
zwiederholungsfaktoren verwirklicht sind, wird abhängig vom
Trägerfrequenzwiederholungsfaktor eine durch Prioritäten ge
steuerte, dienstspezifischen Zuordnung von Diensten vorgenom
men.
Fig. 4 zeigt Verkehrskanalelemente VKE bei einem FDMA-TDMA
Funkkommunikationssystem, wie beispielsweise einem GSM-
Mobilfunknetz.
Vier Trägerfrequenzen f1, f2, f3 und f4 einer Funkzelle sind
jeweils in acht Zeitschlitze ZS unterteilt. Daraus ergeben
sich insgesamt 4 × 8 = 32 Verkehrskanalelemente VKE.
Systembedingt werden jedoch pro Funkzelle ein oder mehrere
Verkehrskanalelemente VKE für Signalisierungsaufgaben (wie
beispielsweise BCCH und PBCCH) belegt, wodurch hier noch 30
Verkehrskanalelemente VKE für abzuwickelnde Übertragungen von
Diensten verbleiben.
Für die Übertragung von kanalvermittelten Sprachdiensten bei
spielsweise steht jeweils eines dieser 30 Verkehrskanalele
mente VKE genau einem Teilnehmer zur Verfügung.
Fig. 5 zeigt Verkehrskanalelemente VKE bei einem TD-CDMA-
Funkkommunikationssystem.
Einer Trägerfrequenz TRx sind acht Zeitschlitze ZS zugeord
net. Jeder Zeitschlitz ZS wiederum weist hier durch acht un
terschiedliche CDMA-Codes getrennte Verkehrskanalelemente VKE
auf.
Fig. 6 zeigt eine gemeinsame Ressourcenmenge RM und jeweils
einzelnen Diensten zugeordnete Mengen KDM, GPRSM und EGPRSM
einer Funkzelle FZ.
Die Menge KDM dient als Kanaldienstmenge der ausschließlichen
kanalvermittelten Übertragung von ihr zugeordneten Diensten,
beispielsweise der Übertragung von GSM-Sprachdiensten. Die
Mengen GPRSM bzw. EGPRSM dienen der ausschließlich paketver
mittelten Übertragung von GPRS- bzw. EGPRS-Diensten. Beide
Mengen GPRSM und EGPRSM werden einer Paketdienstmenge PDM zu
geordnet.
Mit x ∈ {EGPRS, GPRS, KDM} wird für die einzelnen Mengen GPRSM,
EGPRSM und KDM jeweils eine Mindestanzahl Zminx und eine
mittlere Anzahl Zavgx von Verkehrskanalelementen für die
Übertragung der jeweiligen Dienste sowie jeweils ein erster
Grenzwert GW1x und ein zweiter Grenzwert GW2x festgelegt.
Zminx kann nicht unterschritten werden und dient der Siche
rung einer Mindestübertragungskapazität für den zugeordneten
Dienst. Eine Mindestanzahl ZminRM von der Ressourcenmege RM
zugeordneten Verkehrskanalelementen kann ebenfalls nicht un
terschritten werden. Wird ZminRM erreicht, so werden gegebe
nenfalls prioritätsgesteuert freie Verkehrskanalelemente für
die gemeinsame Ressourcenmenge RM erzeugt.
Für jede der einzelnen Mengen GPRSM, EGPRSM und KDM wird ein
prozentualer Verhältniswert VGPRS, VEGPRS und VKDM aus der von
der Menge gegenwärtig zur Übertragung benutzten Anzahl an
Verkehrskanalelementen zu der ihr gegenwärtig zugeordneten
Anzahl an Verkehrskanalelementen gebildet und ständig mit den
Grenzwerten GW1x und GW2x verglichen. Der prozentuale Ver
hältniswert VGPRS, VEGPRS und VKDM nimmt den Wert 0 an, wenn bei
der betrachteten Menge keine Übertragungen stattfinden. Bei
diesen Mengen sind dann für die Zuordnung von Verkehrskanale
lementen jeweils deren zugeordnete Mindestanzahl Zminx bzw.
deren mittlere Anzahl Zavgx zu beachten.
Bei einem momentanen Überschuss an gegenwärtig nicht für
Übertragungen benutzten Verkehrskanalelementen bei einer be
trachteten Menge unterschreitet der dortige prozentuale Ver
hältniswert Vx den ersten Grenzwert GW1x, freie Verkehrskana
lelemente werden bei der betrachteten Menge angezeigt. Diese
können nun beispielsweise schrittweise der Ressourcenmenge RM
zugeordnet werden.
Nach Abgabe eines Verkehrskanalelements wird der Verhältnis
wert Vx aktualisiert. Unterschreitet Vx weiterhin den ersten
Grenzwert GW1x, so kann ein weiteres Verkehrskanalelement aus
der betrachteten Menge abgegeben werden. Dies wird schritt
weise fortgeführt, solange bei einer anderen Menge Bedarf an
weiteren Verkehrskanalelementen angezeigt wird und solange
bei der betrachteten Menge der Verhältniswert Vx den dorti
gen ersten Grenzwert GW1x unterschreitet.
Erreicht bei einer betrachteten Menge der prozentuale Ver
hältniswert Vx den zweiten Grenzwert GW2x wird ein Mangel an
Verkehrskanalelementen für Übertragungen bei dieser Menge an
gezeigt. Es kann nun bis zu einem Unterschreiten des zweiten
Grenzwertes GW2x eine schrittweise Zuordnung von freien Ver
kehrskanalelementen, beispielsweise aus der Ressourcenmenge
RM, eingeleitet werden. Nach jeder Aufnahme eines Verkehrska
nalelements wird das Verhältnis Vx neu berechnet, da sich die
Anzahl der zugeteilten Verkehrskanalelemente bei der betrach
teten Menge geändert hat.
Die für eine Übertragung von einzelnen Diensten nicht aus
schließlich zugeordneten Verkehrskanalelemente NRM werden der
Ressourcenmenge RM zugeordnet. Die den einzelnen Mengen
GPRSM, EGPRSM und KDM gegenwärtig zugeordnete Anzahl an Ver
kehrskanalelementen wird mit NGPRS, NEGPRS und NKDM bezeichnet.
Bei Bedarf greifen abhängig von einer Zugriffspriorität die
Mengen GPRSM und EGPRSM direkt und unter Umgehung der Res
sourcenmenge RM gegenseitig auf ihre jeweiligen Verkehrskana
lelemente zu.
Vergleichend mit Fig. 4 stehen bei der betrachteten Funkzelle
FZ eines GSM-Mobilfunksystems eine Anzahl NCOMMON = 30 von für
Übertragungen verfügbaren Verkehrskanalelementen zur Verfü
gung.
Vergleichend mit Fig. 1 wurden die hier für die Übertragungen
der Kanaldienstmenge KDM benutzten Trägerfrequenzen im GSM-
Mobilfunksystem mit einem kleineren Trägerfrequenzwiederho
lungsfaktor geplant, während vergleichend mit Fig. 2 die hier
bevorzugt für die Übertragungen der Paketdienstmenge PDM be
nutzten Trägerfrequenzen mit einem größeren Trägerfrequen
zwiederholungsfaktor geplant wurden.
Für die Mengen GPRSM, EGPRSM und KDM wird mit
x ∈ {EGPRS, GPRS, KDM} festgelegt:
NKDM = NEGPRS = NGPRS = 4, NRM = 30 - 3.4 = 18,
Zminx = 1, ZminRM = 1, ZavgEGPRS = ZavgGPRS = ZavgKDM = 4 GW1x = 80%, GW2x = 100%.
NKDM = NEGPRS = NGPRS = 4, NRM = 30 - 3.4 = 18,
Zminx = 1, ZminRM = 1, ZavgEGPRS = ZavgGPRS = ZavgKDM = 4 GW1x = 80%, GW2x = 100%.
Fig. 7, Fig. 8, Fig. 9 und Fig. 10 zeigen einen dynamischen Zu
griff auf Verkehrskanalelemente der Mengen GPRSM, EGPRSM, RM
und KDM aus Fig. 6, bei einem Anstieg von kanalvermittelten
Übertragungen.
Dabei wird für Fig. 7 beispielsweise vorausgesetzt, dass in
der betrachteten Funkzelle FZ anfangs kein Funkverkehr statt
findet, wie dies während einer Nachtperiode der Fall sein
kann. Treten nachfolgend die ersten kanalvermittelten Über
tragungen auf, so werden diese mit Hilfe der der Kanaldienst
menge KDM zugeordneten Verkehrskanalelemente NKDM abgewickelt.
Hier werden vier kanalvermittelte Übertragungen gleichzeitig
abgewickelt. Für jede kanalvermittelte Übertragung wird genau
ein Verkehrskanalelement verwendet, d. h. es wird jeweils ge
nau eine sogenannte Fullrate-Verbindung für jede einzelne
Übertragung aufgebaut.
Werden von der Kanaldienstmenge KDM zusätzliche Verkehrskana
lelemente benötigt, so greift die Kanaldienstmenge KDM auf
die Verkehrskanalelemente NRM der gemeinsamen Ressourcenmenge
RM zu.
Bei der Kanaldienstmenge KDM errechnet sich VKDM = 100% aus
dem Verhältnis (4 benutzte Verkehrskanalelemente)/(4 gegen
wärtig zugeordnete Verkehrskanalelelmente) und wird mit den
Grenzwerten GW1KDM und GW2KDM der Kanaldienstmenge KDM vergli
chen. Der zweite Grenzwert GW2KDM = 100% wird erreicht. Ein
Mangel an Verkehrskanalelementen in der Kanaldienstmenge KDM
wird angezeigt, ein Zugriff der Kanaldienstmenge KDM auf ein
Verkehrskanalelement NRM der Ressourcenmenge RM kann eingelei
tet werden, wodurch sich dann NRM = 18 in NRM = 17 und NKDM = 4 in
NKDM = 5 ändert, hier nicht gezeigt.
Finden bei der Kanaldienstmenge KDM weiterhin NKDM = 5 kanalver
mittelte Übertragungen gleichzeitig statt und werden zusätz
liche kanalvermittelte Übertragungen angefordert, so greift
bei einem zweiten Grenzwert GW2KDM = 100% wieder die Kanal
dienstmenge KDM auf die freien Verkehrskanalelemente der Res
sourcenmenge RM zu. Dies wird bei anhaltendem zusätzlichen
Bedarf an kanalvermittelten Diensten fortgeführt, bis die
Mindestanzahl ZminRM = 1 an Verkehrskanalelementen bei der
Ressourcenmenge RM erreicht ist.
Fig. 8 beschreibt ausgehend von Fig. 7 eine Situation, bei der
bei der Ressourcenmenge ZminRM = 1 erreicht wurde und mit
NKDM = 21 kanalvermittelte Übertragungen gleichzeitig abgewic
kelt werden. Dabei wird angenommen, dass gegenwärtig keine
paketvermittelten Übertragungen abgewickelt werden.
Unter der Voraussetzung, dass die zu EGPRSM zugeordneten
Dienste eine höhere Dienstpriorität als die zu GPRSM zugeord
neten Dienste aufweisen, werden bei anhaltendem Bedarf an
Verkehrskanalelementen für kanalvermittelte Dienste, freie
und derzeit nicht benötigte Verkehrskanalelemente der Menge
GPRSM schrittweise der gemeinsamen Ressourcenmenge RM zuge
ordnet. Bei der Menge GPRSM beträgt VGPRS = 0% (0/4). Der er
ste Grenzwert GW1GPRS = 80% wird unterschritten. Bei der Menge
GPRSM wird somit ein Überschuss an Verkehrskanalelementen an
gezeigt, da zur Übertragung von GPRS-Diensten im Moment weni
ger Verkehrskanalelemente benötigt werden, als der Menge
GPRSM gegenwärtig zugeteilt sind.
Die Ressourcenmenge RM erhält ein Verkehrskanalelement der
Menge GPRSM zugeordnet, wodurch sich NRM = 1 in NRM = 2 und sich
NGPRS = 4 in NGPRS = 3 ändert, hier nicht gezeigt.
Nach Fig. 9 wird im nächsten Schritt mit VGPRS = 0% der Res
sourcenmenge RM ein Verkehrskanalelement der Menge GPRSM zu
geordnet, wodurch sich kurzzeitig NRM = 2 in NRM = 3 ändert und
sich NGPRS = 3 in NGPRS = 2 ändert.
Jedes derart gewonnene Verkehrskanalelement bei der gemeinsa
men Ressourcenmenge RM steht erfindungsgemäß sofort wieder
für beispielsweise kanalvermittelte Übertragungen zur Verfügung,
wodurch maximal NKDM = 23 kanalvermittelte Übertragungen
gleichzeitig abgewickelt werden könnten, hier nicht gezeigt.
Nach Fig. 10 kann die Reduzierung bei der Menge GPRSM nach dem
beschriebenen Verfahren so lange fortgesetzt werden, bis bei
der Menge GPRSM die Mindestanzahl ZminGPRS = 1 = NGPRS erreicht
wird. Nimmt der Bedarf an kanalvermittelten Übertragungen
weiterhin zu, werden schrittweise freie Verkehrskanalelemente
der Menge EGPRSM zuerst der gemeinsamen Ressourcenmenge RM
und nachfolgend der Kanaldienstmenge KDM zugeordnet. Auch
diese Zuordnung erfolgt solange, bis bei der Menge EGPRSM die
Mindestanzahl ZminEGPRS = 1 = NEGPRS erreicht wird. Unter der
Annahme, dass mit NKDM = 10 kanalvermittelte Verbindungen
gleichzeitig abgewickelt werden, werden freigewordene Ver
kehrskanalelemente von der Kanaldienstmenge KDM schrittweise
der gemeinsamen Ressourcenmenge RM zugeordnet, es ergibt sich
somit NRM = 18.
Der Vorteil dieses Verfahrens liegt in der Vermeidung einer
zusätzlichen Umkonfigurierungszeit, die auftreten würde, wenn
beispielsweise ein für kanalvermittelte Übertragungen reser
viertes Verkehrskanalelement (TCH) in ein für eine paketver
mittelte Übertragung reserviertes Verkehrskanalelement
(PDTCH) umkonfiguriert würde, was systembedingt zu zusätzli
chen Verzögerungszeiten für Signalisierung und Acknowledge
ment führen würde.
Anhand der hier gezeigten Kanaldienstmenge KDM mit NKDM = 10
zugeordneten Verkehrskanalelementen soll detailliert auf die
Grenzwerte GW1KDM und GW2KDM eingegangen werden.
Bei 9 für Übertragungen benutzten Verkehrskanalelementen be
trägt das Verhältnis VKDM = 90% (aus 9/10),
- - der erste Grenzwert GW1KDM = 80% ist überschritten, d. h. es erfolgt keine Abgabe von einem einzelnen Verkehrskanalele ment, da kein Überschuss angezeigt wird,
- - der zweite Grenzwert GW2KDM = 100% ist unterschritten, d. h. es erfolgt keine Aufnahme von einem weiteren Verkehrskanalele ment, da kein Mangel angezeigt wird,
- - bei einem jetzt eintretenden zusätzlichen Bedarf von einer einzelnen Übertragung wird das Verhältnis VKDM = 100% (aus 10/10),
- - der zweite Grenzwert GW2KDM = 100% ist erreicht, d. h. ein Be darf zur Aufnahme eines weiteren Verkehrskanalelements wird angezeigt.
Bei 7 für Übertragungen benutzten Verkehrskanalelementen be
trägt das Verhältnis VKDM = 70% (aus 7/10),
- - der erste Grenzwert GW1KDM = 80% ist unterschritten, d. h. eine Abgabe von einem einzelnen Verkehrskanalelement ist mög lich, ein Überschuss wird angezeigt,
- - bei erfolgter Abgabe von einem Verkehrskanalelement bei spielsweise an die Ressourcenmenge RM wird VKDM = 73% (aus 7/9), eine weitere Abgabe eines einzelnen Verkehrskanalele ment ist möglich,
- - bei erfolgter Abgabe wird VKDM = 88% (aus 7/8), eine weitere Abgabe eines einzelnen Verkehrskanalelement erfolgt nicht mehr, da der erste Grenzwert GW1KDM = 80% erreicht bzw. über schritten ist,
- - der zweite Grenzwert GW2KDM = 100% ist unterschritten, d. h. es erfolgt keine Aufnahme von einem Verkehrskanalelement.
Bei 1 für Übertragungen benutztem Verkehrskanalelement be
trägt das Verhältnis VKDM = 10% (aus 1/10)
- - der erste Grenzwert GW1KDM = 80% ist unterschritten, d. h. eine Abgabe von einem einzelnen Verkehrskanalelement wäre möglich.
Bei 10 für Übertragungen benutzten Verkehrskanalelementen be
trägt das Verhältnis VKDM = 100% (aus 10/10),
- - der zweite Grenzwert GW2KDM = 100% ist erreicht, d. h. eine Aufnahme von weiteren Verkehrskanalelementen wird eingelei tet,
- - es werden verkehrsbedingt z. B. 2 freie Verkehrskanalelemen te zusätzlich der Kanaldienstmenge KDM zugeordnet, jedoch nachfolgend nur eine Anzahl von 10 Verkehrskanalelementen für Übertragungen benutzt,
- - daraus ergibt sich als Verhältnis VKDM = 83% (aus 10/12), d. h. 17% der Verkehrskanalelemente werden nicht für Übertragun gen benutzt,
- - der zweite Grenzwert GW2KDM = 100% wurde nach Aktualisieren des Verhältnisses VKDM unterschritten, es erfolgt somit kei ne weitere Aufnahme von Verkehrskanalelementen mehr. Zudem erfolgt auch keine Abgabe von Verkehrskanalelementen, da der erste Grenzwert GW1KDM = 80% nicht unterschritten wurde.
Eine zusätzliche Definition von weiteren Grenzwerten zur Ein
führung einer Hysterese ist dabei jederzeit möglich. Mit Hil
fe der Hysterese findet die Abgabe von Verkehrskanalelementen
bei einem angezeigten Überschuss bzw. die Aufnahme von Ver
kehrskanalelementen bei einer Anforderung durch eine andere
Menge innerhalb eines durch die Grenzwerte gebildeten Ent
scheidungsbereiches bei einer Menge statt. Eine Zuordnung,
ausgelöst durch einen einzigen "harten" Grenzwert wird ver
mieden, eine verlaufende Zuordnung anhand eines Entschei
dungsbereiches wird somit realisiert.
Alternativ zur bisher beschriebenen Zuordnung von Verkehrska
nalelementen können prioritätsgesteuert von der Menge GPRSM
in dem Moment Verkehrskanalelemente zur Ressourcenmenge RM
zugeordnet werden, in dem die Kanaldienstmenge durch den bei
ihr aufgetretenen Bedarf auf die Verkehrskanalelemente der
gemeinsamen Ressourcenmenge RM zugreift.
Die Anzahl der zugeordneten Verkehrskanalelemente NRM bleibt
dadurch bei einem Anstieg von kanalvermittelten Übertragungen
und einer dadurch ausgelösten Zuordnung von Verkehrskanalele
menten der Ressourcenmenge RM zur Kanaldienstmenge KDM also
zunächst konstant, die momentane Anzahl der zugeordneten Ver
kehrskanalelemente der Menge GPRSM verringert sich schritt
weise, solange bei der Menge GPRSM ein Überschuss an Ver
kehrskanalelementen angezeigt wird.
Fig. 11 zeigt ausgehend von Fig. 10 eine Zuordnung von Ver
kehrskanalelementen der Mengen GPRSM, EGPRSM, RM und KDM bei
einer Verringerung von kanalvermittelten Übertragungen.
Es wird hier vorausgesetzt, dass der Bedarf an kanalvermit
telten Übertragungen solange abnimmt, bis das prozentuale
Verhältnis VKDM = 0% erreicht wird, also bei der Kanaldienst
menge KDM keine Übertragungen mehr stattfinden.
Die freiwerdenden Verkehrskanalelemente der Kanaldienstmenge
KDM werden solange der gemeinsamen Ressourcenmenge RM zuge
ordnet, bis ZavgKDM = 4 = NKDM erreicht wird.
Die Ressourcenmenge RM gibt der Dienstpriorität entsprechend
solange Verkehrskanalelemente zuerst an die EGPRS-Menge ab,
bis dort die mittlere Anzahl ZavgEGPRS = 4 = NEGPRS erreicht
wird. Anschließend wird nach dem gleichen Verfahren die Menge
GPRSM solange aufgefüllt, bis dort ZavgGPRS = 4 = NGPRS erreicht
wird. Die Zuordnung von Verkehrskanalelementen wird nun ein
gestellt.
Fig. 12 zeigt ausgehend von Fig. 10 eine Zuordnung von Ver
kehrskanalelementen der Mengen GPRSM, EGPRSM, RM und KDM bei
einem Anstieg von paketvermittelten Übertragungen.
Es wird vorausgesetzt, dass mit NKDM = 10 insgesamt 10 kanalver
mittelte Übertragungen durch die Kanaldienstmenge KDM gleich
zeitig stattfinden und die Anzahl an paketvermittelten Über
tragungen durch die GPRS-Menge zunehmen soll, bis der Wert
NGPRS = 4 erreicht wird.
Unter der Voraussetzung, dass die Wiederherstellung der Größe
einer zeitlich verringerten Menge - hier GPRSM - eine höhere
Priorität besitzt als das Beibehalten von Verkehrskanalele
menten durch zeitlich erhöhte Mengen - hier RM - und unter
der Annahme, dass bei der Menge RM freie Verkehrskanalelemente
zur Verfügung stehen, werden nun schrittweise Verkehrska
nalelemente der gemeinsamen Ressourcenmenge RM der Menge
GPRSM zugeordnet, bis NGPRS = 4 und somit NRM = 15 wird.
Sollten die Verkehrskanalelemente der Ressourcenmenge RM
vollständig anderen Mengen zugeordnet bzw. durch Übertragun
gen belegt sein, kann abhängig von der Dienstpriorität ein
Handover bzw. ein Cell-Reselection-Prozess von bestehenden
Übertragungen an benachbarte Funkzellen eingeleitet werden,
um freie Verkehrskanalelemente für die gemeinsame Ressourcen
menge RM zu erzeugen.
Fig. 13 zeigt ausgehend von Fig. 7 eine Zuordnung von Verkehrs
kanalelementen der Mengen GPRSM, EGPRSM, RM und KDM bei einem
Anstieg von paketvermittelten Übertragungen.
Es wird vorausgesetzt, dass mit NKDM = 4 insgesamt 4 kanalver
mittelte Übertragungen durch die Kanaldienstmenge KDM gleich
zeitig stattfinden und die Anzahl an paketvermittelten Über
tragungen durch die GPRS-Menge und durch die EGPRS-Menge zu
nehmen soll bis auf NGPRS = NEGPRS = 8.
Beide Mengen GPRSM und EGPRSM erhöhen ihre jeweilige zugeord
nete Anzahl an Verkehrskanalelementen, wodurch die der Res
sourcenmenge RM erniedrigt wird. Da in diesem Beispiel die
Menge EGPRSM eine höhere Priorität als die Menge GPRSM auf
weist, wird zuerst der Bedarf bei der Menge EGPRSM gestillt,
nachfolgend werden Verkehrskanalelemente der Ressourcermenge
RM der Menge GPRSM zugeordnet.
Claims (25)
1. Verfahren zur optimierten Nutzung der Übertragungskapazi
tät in einem in Funkzellen unterteilten Funkkommunikationssy
stem, bei dem eine Basisstation mittels in Verkehrskanalele
mente unterteilten Verkehrskanälen mit einem Kommunikation
sendgerät zur Abwicklung von Übertragungen einzelner Dienste
kommuniziert,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeder einzelne Dienst jeweils einer Menge mit einer je weiligen Mindestanzahl an Verkehrskanalelementen zugeordnet wird, wobei diese Mindestanzahl ausschließlich für die Über tragung des jeweils zugeordneten Dienstes benutzt wird, dass die für eine Übertragung der einzelnen Dienste nicht ausschließlich benutzten Verkehrskanalelemente einer gemein samen Ressourcenmenge zugeordnet werden,
dass jede einzelne, einem einzelnen Dienst zugeordnete Menge nach einer vorgegebenen Zugriffspriorität zeitweise auf die Verkehrskanalelemente der gemeinsamen Ressourcermenge zu greift und diese zur jeweiligen Übertragung mitverwendet, dass eine erste, einem einzelnen Dienst zugeordnete Menge nach einer vorgegebenen Zugriffspriorität zeitweise auf die Verkehrskanalelemente einer zweiten Menge zugreift und diese für die Übertragungen des Dienstes der ersten Menge mitver wendet, und
dass bei einem Mangel an Verkehrskanalelementen bei der ge meinsamen Ressourcenmenge nach einer vorgegebenen Dienstprio rität bei den einzelnen Mengen freie Verkehrskanalelemente für die gemeinsame Ressourcenmenge erzeugt werden.
dass jeder einzelne Dienst jeweils einer Menge mit einer je weiligen Mindestanzahl an Verkehrskanalelementen zugeordnet wird, wobei diese Mindestanzahl ausschließlich für die Über tragung des jeweils zugeordneten Dienstes benutzt wird, dass die für eine Übertragung der einzelnen Dienste nicht ausschließlich benutzten Verkehrskanalelemente einer gemein samen Ressourcenmenge zugeordnet werden,
dass jede einzelne, einem einzelnen Dienst zugeordnete Menge nach einer vorgegebenen Zugriffspriorität zeitweise auf die Verkehrskanalelemente der gemeinsamen Ressourcermenge zu greift und diese zur jeweiligen Übertragung mitverwendet, dass eine erste, einem einzelnen Dienst zugeordnete Menge nach einer vorgegebenen Zugriffspriorität zeitweise auf die Verkehrskanalelemente einer zweiten Menge zugreift und diese für die Übertragungen des Dienstes der ersten Menge mitver wendet, und
dass bei einem Mangel an Verkehrskanalelementen bei der ge meinsamen Ressourcenmenge nach einer vorgegebenen Dienstprio rität bei den einzelnen Mengen freie Verkehrskanalelemente für die gemeinsame Ressourcenmenge erzeugt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein einzelner Dienst GSM-Sprachsignale oder AMR-
Sprachsignale oder HSCSD-Daten oder ECSD-Daten oder Fax-Daten
kanalvermittelt überträgt oder ein einzelner Dienst GPRS-
Daten oder EGPRS-Daten paketvermittelt überträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die einzelnen Mengen der Dienste, die ausschließlich ka
nalvermittelte Übertragungen abwickeln, einer Kanaldienstmen
ge und die Mengen der Dienste, die ausschließlich paketver
mittelte Übertragungen abwickeln, einer Paketdienstmenge zu
geordnet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der EGPRS-Daten übertragende Dienst einer EGPRS-Menge
und/oder der GPRS-Daten übertragende Dienst einer GPRS-Menge
zugeordnet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die GSM-Sprachsignale mittels Fullrate- und/oder Halfra
te- und/oder Enhanced-Fullrate Verfahren und die AMR-
Sprachsignale mittels Fullrate- und/oder Halfrate-Verfahren
kanalvermittelt übertragen werden.
6. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verkehrskanalelemente durch die Trägerfrequenzen
und/oder den Trägerfrequenzen zugeordneten Zeitschlitzen
und/oder Codes definiert werden und die einzelnen Verkehrska
nalelemente dadurch unterschieden werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trägerfrequenzen zu mindestens einer Kanalgruppe zu
sammengefasst werden und ihr jeweils anhand einer Dienstprio
ritätsliste des Betreibers mit verschiedenen Prioritäten ver
sehene abzuwickelnde Dienste derart zugeordnet werden, dass
eine netzspezifische Optimierung der Übertragungskapazität
des Funkkommunikationsnetzes erfolgt.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass abhängig von einem auf die Funkzellen bezogenen Träger
frequenzwiederholungsfaktor für die Dienste, die paketvermit
telte Übertragungen abwickeln, diejenigen Trägerfrequenzen
verwendet werden, die innerhalb des Funkkommunikationssystems
einen größeren Trägerfrequenzwiederholungsfaktor aufweisen
und für die Dienste, die kanalvermittelte Übertragungen von
Sprachdiensten abwickeln, diejenigen Trägerfrequenzen verwen
det werden, die innerhalb des Funkkommunikationssystems einen
kleineren Trägerfrequenzwiederholungsfaktor aufweisen.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass für die paketvermittelte Übertragung von EGPRS-Daten
und/oder für die kanalvermittelte Übertragung von ECSD-Daten
und/oder für die kanalvermittelte Übertragung von breitbandi
gen AMR-Sprachsignalen die Kanalgruppen verwendet werden, die
über eine in der Basisstation enthaltene, für die Übertragung
von EDGE-Daten geeignete EDGE-Carrier-Unit gesendet und/oder
empfangen werden.
10. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei einem gleichzeitig ansteigenden Bedarf an Verkehrs
kanalelementen sowohl für kanalvermittelte als auch für pa
ketvermittelte Übertragungen und bei einem gleichzeitigen
Mangel an Verkehrskanalelementen bei der gemeinsamen Ressour
cenmenge freie Verkehrskanalelemente für die gemeinsame Res
sourcenmenge durch einen Handover und/oder einen Cell-
Reselection-Prozess von bestehenden Übertragungen an benach
barte Basisstationen erzeugt werden, wobei nach der Dienst
prioritätsliste entweder kanalvermittelte und/oder paketver
mittelte Übertragungen an benachbarte Basisstationen weiter
gegeben werden.
11. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei einem gleichzeitig ansteigenden Bedarf an Verkehrs
kanalelementen sowohl für kanalvermittelte als auch für pa
ketvermittelte Übertragungen und bei einem gleichzeitigen
Mangel an Verkehrskanalelementen bei der gemeinsamen Ressour
cenmenge freie Verkehrskanalelemente gemäß der Dienstpriori
tätsliste für die gemeinsame Ressourcenmenge erzeugt werden
durch einen Wechsel von bei der kanalvermittelten Übertra gung von Sprachsignalen verwendeten Fullrate-Verfahren auf Halfrate-Verfahren, und/oder
durch eine Verringerung der einem einzelnen Teilnehmer zu geordneten Anzahl an Verkehrskanalelementen bei einer pa ketvermittelten Übertragung, und/oder
durch eine Verringerung der bei einer kanalvermittelten Übertragung von HSCSD-Daten und/oder ECSD-Daten einem ein zelnen Teilnehmer zugeordneten Anzahl an Verkehrskanalele menten, und/oder
durch eine gemeinsame Nutzung der bei einer paketvermittel ten Übertragung zugeordneten Anzahl an Verkehrskanalelemen ten durch mehrere Teilnehmer, wobei deren zu übertragende Daten mit Hilfe eines Multiplex-Verfahrens zusammengefasst werden.
durch einen Wechsel von bei der kanalvermittelten Übertra gung von Sprachsignalen verwendeten Fullrate-Verfahren auf Halfrate-Verfahren, und/oder
durch eine Verringerung der einem einzelnen Teilnehmer zu geordneten Anzahl an Verkehrskanalelementen bei einer pa ketvermittelten Übertragung, und/oder
durch eine Verringerung der bei einer kanalvermittelten Übertragung von HSCSD-Daten und/oder ECSD-Daten einem ein zelnen Teilnehmer zugeordneten Anzahl an Verkehrskanalele menten, und/oder
durch eine gemeinsame Nutzung der bei einer paketvermittel ten Übertragung zugeordneten Anzahl an Verkehrskanalelemen ten durch mehrere Teilnehmer, wobei deren zu übertragende Daten mit Hilfe eines Multiplex-Verfahrens zusammengefasst werden.
12. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine ausgelastete Basisstation neue, zusätzlich von ihr
angeforderte Übertragungen abweist und dies den benachbarten
Basisstationen mitgeteilt wird, indem die ausgelastete Basis
station in einer Zielzellen-Liste, auf die die benachbarten
Basisstationen bei einem geplanten Handover und/oder bei ei
nem geplanten Cell-Reselection-Prozess zur Ermittlung einer
Zielzelle zugreifen, solange eine niedrigere Priorität er
hält, bis ihr wieder freie Verkehrskanalelemente für die Res
sourcenmenge zur Verfügung stehen.
13. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeder einzelnen einem Dienst zugeordneten Menge eine
mittlere Anzahl an Verkehrskanalelementen zugeordnet wird.
14. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet,
dass der gemeinsamen Ressourcenmenge eine Mindestanzahl an
Verkehrskanalelementen zugeordnet wird, die nicht unter
schritten werden kann.
15. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet,
dass die einer einzelnen Menge zugeordnete Mindestanzahl an
Verkehrskanalelementen nicht unterschritten werden kann.
16. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mittlere Anzahl und die Mindestanzahl an Verkehrska
nalelementen mit Hilfe eines Management-Systems jederzeit
veränderbar sind.
17. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet,
dass durch einen Algorithmus kontinuierlich jeweils für die
einzelnen, den Diensten zugeordneten Mengen ein prozentuales
Verhältnis der von der einzelnen Menge zur Übertragung gegen
wärtig benutzten Verkehrskanalelemente zur Gesamtanzahl der
ihr gegenwärtig zugeordneten Verkehrskanalelemente berechnet
wird und dieses Verhältnis mit mehreren, für die jeweilige
Menge gültigen Grenzwerten verglichen wird, wobei durch ein
Unterschreiten eines ersten Grenzwerts bei einer betrachteten
Menge ein Überschuss an freien Verkehrskanalelementen und da
durch eine mögliche schrittweise Verringerung der Anzahl der
ihr gegenwärtig zugeordneten Verkehrskanalelemente angezeigt
wird und ein Erreichen eines zweiten Grenzwerts bei einer be
trachteten Menge einen Mangel an freien Verkehrskanalelemen
ten und dadurch eine benötigte schrittweise Erhöhung der Anzahl
der ihr gegenwärtig zugeordneten Verkehrskanalelemente
anzeigt.
18. Verfahren nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass unter Berücksichtigung der jeweiligen Grenzwerte und der
jeweiligen Mindestanzahl an zugeordneten Verkehrskanalelemen
ten bei einem Ansteigen des Bedarfs an Verkehrskanalelementen
für kanalvermittelte Übertragungen die Mengen der Kanal
dienstmenge auf die freien Verkehrskanalelemente der gemein
samen Ressourcenmenge zugreifen oder bei einem Absinken die
ses Bedarfs die Mengen der Kanaldienstmenge solange freiwer
dende Verkehrskanalelemente an die Ressourcenmenge abgeben,
bis die Mengen der Kanaldienstmenge ihre jeweilige mittlere
Anzahl an Verkehrskanalelementen erreicht haben oder bis die
jeweiligen Mengen der Kanaldienstmenge, bedingt durch einen
steigenden Bedarf an Verkehrskanalelementen für paketvermit
telte Übertragungen bei einem gleichzeitigen Mangel an freien
Verkehrskanalelementen bei der Ressourcenmenge, ihre Min
destanzahl an Verkehrskanalelementen erreicht haben.
19. Verfahren nach Anspruch 17 oder 18,
dadurch gekennzeichnet,
dass unter Berücksichtigung der jeweiligen Grenzwerte und der
jeweiligen Mindestanzahl an zugeordneten Verkehrskanalelemen
ten bei einem Ansteigen des Bedarfs an Verkehrskanalelementen
für paketvermittelte Übertragungen die Mengen der Paket
dienstmenge auf die freien Verkehrskanalelemente der gemein
samen Ressourcenmenge zugreifen oder bei einem Absinken die
ses Bedarfs die Mengen der Paketdienstmenge solange freiwer
dende Verkehrskanalelemente an die Ressourcenmenge abgeben,
bis die Mengen der Paketdienstmenge ihre jeweilige mittlere
Anzahl an Verkehrskanalelementen erreicht haben oder bis die
Mengen der Paketdienstmenge, bedingt durch einen steigenden
Bedarf an Verkehrskanalelementen für kanalvermittelte Über
tragungen bei einem gleichzeitigen Mangel an freien Verkehrskanalelementen
der Ressourcenmenge, ihre Mindestanzahl an
Verkehrskanalelementen erreicht haben.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 19,
dadurch gekennzeichnet,
dass der jeweilige Zugriff auf die Verkehrskanalelemente der
Ressourcenmenge unter Berücksichtigung der vom Benutzer er
stellten Zugriffspriorität erfolgt.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 20,
dadurch gekennzeichnet,
dass unter Berücksichtigung der Grenzwerte und der jeweiligen
Mindestanzahl an zugeordneten Verkehrskanalelementen die
EGPRS-Menge dann direkt auf freiwerdende Verkehrskanalelemen
te der GPRS-Menge zugreift, wenn bei einem Mangel an Ver
kehrskanalelementen bei der Ressourcenmenge und bei einem er
höhten Bedarf an Verkehrskanalelementen der Kanaldienstmenge
gleichzeitig der Bedarf an Verkehrskanalelementen für die
Übertragung von EGPRS-Daten ansteigt.
22. Verfahren nach den einem der Ansprüche 17 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
dass unter Berücksichtigung der Grenzwerte und der jeweiligen
Mindestanzahl an zugeordneten Verkehrskanalelementen die
EGPRS-Menge solange freiwerdende Verkehrskanalelemente direkt
an die GPRS-Menge abgibt, solange die bei der GPRS-Menge vor
handene Anzahl an Verkehrskanalelementen unter der dortigen
mittlerer Anzahl an Verkehrskanalelementen liegt und gleich
zeitig ein Mangel an Verkehrskanalelementen bei der Ressour
cermenge und ein erhöhter Bedarf an Verkehrskanalelementen
bei der Kanaldienstmenge besteht.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 22,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei zwei Mengen nach einer erfolgten Abgabe von Ver
kehrskanalelementen durch die erste Menge und der Aufnahme
von Verkehrskanalelementen durch die zweite Menge bei einem
gleichzeitig eintretenden erhöhten Bedarf an Verkehrskanale
lementen in beiden Mengen unter Beachtung der Grenzwerte und
der jeweiligen Mindestanzahl an zugeordneten Verkehrskanale
lementen der ersten Menge solange wieder Verkehrskanalelemen
te der zweiten Menge zugeführt werden, bis die erste Menge
wieder ihre mittlere Anzahl an Verkehrskanalelementen er
reicht hat.
24. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 23,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei einem ansteigenden Bedarf an Verkehrskanalelementen
bei den den Diensten zugeordneten Mengen unter Beachtung der
Zugriffspriorität diesen Mengen solange Verkehrskanalelemente
der gemeinsamen Ressourcenmenge zugeordnet werden, bis bei
der gemeinsamen Ressourcenmenge deren Mindestanzahl erreicht
wird.
25. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 24,
dadurch gekennzeichnet,
dass zusätzliche Grenzwerte zur Realisierung einer Hysterese
für die Zuordnung von Verkehrskanalelementen zu den jeweili
gen Mengen eingeführt werden, wobei mit Hilfe der Hysterese
bei einer Menge eine Abgabe bzw. Aufnahme von Verkehrskanale
lementen innerhalb eines durch die Grenzwerte gebildeten Ent
scheidungsbereiches stattfindet.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10124190A DE10124190C1 (de) | 2001-05-17 | 2001-05-17 | Verfahren zur optimierten Nutzung der Übertragungskapazität eines in Funkzellen unterteilten Funkkommunikationssystems |
| PCT/EP2002/004359 WO2002093964A1 (de) | 2001-05-17 | 2002-04-19 | Verfahren zum optimierten zugriff der übertragungskapazität in einem funkkommunikationssystem |
| EP02724293A EP1391132B1 (de) | 2001-05-17 | 2002-04-19 | Verfahren zum optimierten zugriff der übertragungskapazität in einem funkkommunikationssystems |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10124190A DE10124190C1 (de) | 2001-05-17 | 2001-05-17 | Verfahren zur optimierten Nutzung der Übertragungskapazität eines in Funkzellen unterteilten Funkkommunikationssystems |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10124190C1 true DE10124190C1 (de) | 2002-11-07 |
Family
ID=7685231
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10124190A Expired - Fee Related DE10124190C1 (de) | 2001-05-17 | 2001-05-17 | Verfahren zur optimierten Nutzung der Übertragungskapazität eines in Funkzellen unterteilten Funkkommunikationssystems |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10124190C1 (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1996022665A1 (en) * | 1995-01-09 | 1996-07-25 | Nokia Mobile Phones Ltd. | Dynamic allocation of radio capacity in a tdma system |
| WO1999017482A2 (en) * | 1997-09-30 | 1999-04-08 | Koninklijke Philips Electronics N.V. | Channel allocation methods in a communication network and corresponding system |
-
2001
- 2001-05-17 DE DE10124190A patent/DE10124190C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1996022665A1 (en) * | 1995-01-09 | 1996-07-25 | Nokia Mobile Phones Ltd. | Dynamic allocation of radio capacity in a tdma system |
| WO1999017482A2 (en) * | 1997-09-30 | 1999-04-08 | Koninklijke Philips Electronics N.V. | Channel allocation methods in a communication network and corresponding system |
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| YIEH-RAN HAUNG (u.a.): Performance Analysis für Voice/Data Integration on a Finite-Buffer Mobile System, In: IEEE Transaction on Vehicular Technology, Vol. 49, Issue 2, März 2000, S. 367-377 * |
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| 8100 | Publication of patent without earlier publication of application | ||
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