DE10124627C1 - Profilleiste für Bilderrahmen - Google Patents
Profilleiste für BilderrahmenInfo
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- A47G—HOUSEHOLD OR TABLE EQUIPMENT
- A47G1/00—Mirrors; Picture frames or the like, e.g. provided with heating, lighting or ventilating means
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Profilleiste für Bilderrahmen, die eine über ihre Länge sich erstreckende Falzung aufweist, wobei sich die Profilleiste zu Rahmenkonstruktionen für Bildereinrahmungen mit anderen korrespondierenden Profilleisten verbinden lässt. Jede Profilleiste (10, 10a) weist mindestens eine zusätzliche Falzung (12) auf, wobei die zusätzliche Falzung (12) aus der der ersten Falzung (11) gegenüberliegenden Seite der Profilleiste (10, 10a) und ggf. der Profiloberfläche (13) der Profilleiste (10, 10a) herausgearbeitet ist und wobei die Ausformung der zusätzlichen Falzung (12) als Auflage und Verbindungselement für eine korrespondierende Falzung (11) eine weiteren Profilleiste (10a) dient. Mehrere derartige Profilleisten (10, 10a) sind miteinander kombinierbar und verbindbar.
Description
Profilleisten für Bilderrahmen weisen als gemeinsames Merkmal eine über ihre Länge sich
erstreckende, im Querschnitt rechtwinklige, treppenförmige Abstufung (11) unterhalb der
Profiloberfläche (13) mit horizontalen (11a) und vertikalen (11b) Schenkeln auf. Diese
Abstufung (11) definiert die dem Bild oder Rahmeninhalt zugewandte Seite, da hier nach
der Herstellung des Rahmens in erforderlicher Größe Glas, Bild etc. von hinten eingelegt
und befestigt werden. Profilleisten werden mit verschiedenen Oberflächen (13) hergestellt,
wie z. B. mit unterschiedlichen Farbgestaltungen, Verzierungen, Rundungen, Einkerbungen
und/oder Schrägen. (Kataloge 2001 der Hersteller, wie z. B. Conzen in Düsseldorf, Niel
sen in Rheda-Wiedenbrück, Spagl in Hutthurm).
Der Benutzer solcher Profilleisten ist auf das Angebot der Hersteller angewiesen und sucht
sich daraus einen Rahmen aus. Das hat für die Hersteller, Groß- und Einzelhändler zum
Nachteil, dass sie eine große Anzahl von unterschiedlichen Profilleisten vorrätig halten
müssen, um den Kundenwünschen gerecht zu werden.
Um die Einsatzmöglichkeit von Profilleisten zu erhöhen, sind verschiedene Kombinations
möglichkeiten bekannt:
Profilleisten mit vertikaler dem Bild abgewandten Außenseite können als Einlegeleisten verwendet werden, und zwar so, dass ihre Außenseite mit dem vertikalen Schenkel (11b) der ersten rechtwinklige Abstufung (11), einer weiteren Profilleiste verbunden werden. In gleicher Weise kann dann an der Einlegeleiste verfahren werden. Die Kombinationsmög lichkeiten sind bei dieser Form nicht sehr variabel. Außerdem kann sich durch das Kombi nieren von Profilleisten, die nicht aufeinander abgestimmt sind, eine unebene Rückseite ergeben, die weitere Arbeitsschritte erschwert.
Profilleisten mit vertikaler dem Bild abgewandten Außenseite können als Einlegeleisten verwendet werden, und zwar so, dass ihre Außenseite mit dem vertikalen Schenkel (11b) der ersten rechtwinklige Abstufung (11), einer weiteren Profilleiste verbunden werden. In gleicher Weise kann dann an der Einlegeleiste verfahren werden. Die Kombinationsmög lichkeiten sind bei dieser Form nicht sehr variabel. Außerdem kann sich durch das Kombi nieren von Profilleisten, die nicht aufeinander abgestimmt sind, eine unebene Rückseite ergeben, die weitere Arbeitsschritte erschwert.
Bekannt ist auch ein Bausatz für Profilleisten, der in einem in sich geschlossenen Stecksy
stem (Nut und Feder) durch eine ganz bestimmte Abfolge von Bauteilen Kombinationen zu
weiteren Leistenprofilen ermöglicht (DE 90 02 747 U1). Nachteilig daran ist, dass eine be
stimmte Abfolge von Bauteilen zwingend verlangt wird sowie einzelne Bauteile nie allein
sondern immer nur in Kombination mit mindestens einem weiteren Bauteil verwendet wer
den können. In der Praxis ist die Anwendung kompliziert und zeitraubend, da jedes an der
Profiloberfläche (13) gleiche Bauteil in sieben unterschiedlichen Steckvarianten vorhanden
sein muss. Dies ist nicht platz- und kostensparend. Herkömmliche Leisten sind mit diesem
Bausatz nicht kombinierbar.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass bekannte Kombinationssysteme wenig va
riabel oder kompliziert und schwierig in der Handhabung sind.
Der im Patentanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Profilleisten
zur Verfügung zu stellen, die einzeln zu benutzen und darüber hinaus einfach zu kombinie
ren sind, dadurch nach Bedarf viele Variationen ermöglichen und die Anzahl der zu lagern
den Profilleisten vermindern.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 aufgeführten Merkmale gelöst, nämlich
dadurch, dass jede Profilleiste (10) zusätzlich zur ersten Abstufung (11) eine über ihre
Länge sich erstreckende, im Querschnitt rechtwinklige, treppenförmige zweite Ab
stufung (12) mit horizontalen (12a) und vertikalen (12b) Schenkeln aufweist, wobei die
se zusätzliche Abstufung (12) auf der dem Bilde abgewandten Seite und versetzt gegen
über der ersten Abstufung (11) angeordnet ist und aus der Profiloberfläche (13) derart
herausgebildet ist, dass die Oberkante des horizontalen Schenkels (12a)
der zweiten Abstufung (12) in gleicher Ebene wie die Unterkante des horizontalen Schen
kels (11a) der ersten Abstufung liegt (11).
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass alle so ausgebil
deten Profilleisten (10) einzeln verwendet, als auch alle miteinander ausnahmslos mit der
dem Bild zugewandten Innenseite wie auch mit der dem Bild abgewandten Außenseite
kombiniert werden können. Aus wenigen Profilleisten (10) lassen sich so bei Bedarf
schnell und einfach die benötigten Breiten, Profile und Farbkombinationen einer neuen
Profilleiste herstellen. Durch die Herstellung von beispielsweise nur zwanzig solcher in der
Oberflächenform unterschiedlichen Profilleisten (10) werden auf einfache Weise tausende
von Kombinationen unterschiedlicher Profile ermöglicht. Falls erforderlich kann die neu zu
sammengestellte Profilleiste vor der endgültigen Verbindung problemlos wieder geändert
werden, indem einzelne Profilleisten (10) entfernt, ausgetauscht oder hinzugefügt werden.
Individuelle Kundenwünsche können so ohne große Lagerhaltung erfüllt werden.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist, dass Profilleisten (10) mit technisch unterschiedlich
produzierten Oberflächen, wie z. B. kostenintensive, handgefertigte Echtgoldleisten (10)
mit kostengünstigen maschinell hergestellten Farbleisten (10), zu einer neuen Profileiste
verbunden werden können. Es sind durch die getrennte Anfertigung und die erfindungsge
mäße Zusammenfügung Oberflächenkombinationen möglich, die auf einer herkömmlich
hergestellten Profilleiste nicht oder nur mit erheblich mehr Aufwand realisiert werden kön
nen. Durch die Erfindung wird daher die Leistenvielfalt bei gleichzeitiger Senkung der Pro
duktionskosten erhöht.
Weiterhin vorteilhaft an der Erfindung ist, dass das vorhandene Potential bekannter Profil
leisten zu weiteren Kombinationen genutzt werden kann, indem die erste Ab-
Stufung (11) einer bekannten Profilleiste mit der zweiten Abstufung (12) einer erfin
dungsgemäßen Profilleiste (10) an der bildabgewandten Seite verbunden wird. Durch die
getrennt vorgehaltene zweite Abstufung (12) nach Patentanspruch 2 ist eine Kombinati
onsmöglichkeit auf einfache Weise auch an der bildzugewandten Seite möglich. Insbeson
dere durch die in Anspruch 2 dargestellte Ausbildung der Erfindung ist es somit möglich,
jede bekannte Profilleiste mit jeder anderen bekannten Profilleiste, die eine dem Bild abge
wandte vertikale Seite hat, zu verbinden. Somit läßt sich das vorhandene Potential an Pro
filleisten einfach, kostengünstig und ohne zusätzliche Lagerhaltung entsprechend der Kun
denwünsche potenzieren.
Ausführungsbeispiele werden anhand nachfolgender Figuren erläutert. Es zeigen als Bei
spiele jeweils im Querschnitt mit angedeuteter Perspektive:
Fig. 1 eine Profilleiste (10) mit erster (11) und versetzt angeordneter zweiter (12) trep
penförmigen Abstufung,
Fig. 2a-c Profilleisten (10) in weiteren Ausführungen mit erster (11) und zweiter (12)
treppenförmiger Abstufung,
Fig. 3a-c Profilleisten (10) mit erster (11) und zweiter (12) treppenförmigen Abstu
fung, mit unterschiedlichen Profiloberflächen (13),
Fig. 4 eine Verbindung von drei Profilleisten (10) mit jeweils erster (11) und zweiter (12)
Abstufung, von denen die mittlere an ihrer Innen- und Außenseite kombiniert ist,
Fig. 5a und b jeweils eine Profilleiste (10) mit erster (11) und zweiter (12) Abstufung,
die an ihren Außenseiten mit bekannten Profilleiste kombiniert sind,
Fig. 6 wie herkömmliche Schattenfugenleisten durch eine treppenförmige Abstufung (12)
verbindbar gemacht werden können
Fig. 1 zeigt ein einfaches Beispiel einer erfindungsgemäßen Profilleiste (10) im Quer
schnitt mit der ersten treppenförmigen Abstufung (11) mit horizontalem Schenkel (11a)
und vertikalem Schenkel (11b), der zweiten treppenförmigen Abstufung (12) mit horizon
talem Schenkel (12a) und vertikalem Schenkel (12b) und der Profiloberfläche (13).
Fig. 2a-c zeigen weitere erfindungsgemäße Profilleisten (10), wobei besonders mögli
che verschiedene Längen des horizontalen Schenkels (12a) der zweiten Abstufung (12)
darstellt sind.
Fig. 3a-c zeigen ebenfalls erfindungsgemäße Leisten mit erster (11) und
zweiter (12) Abstufung mit unterschiedlichen Profiloberflächen (13)
Fig. 4 zeigt eine Kombination von drei erfindungsgemäßen Profilleisten (10) durch Zu
sammenfügen der ersten (11.) und der zweiten (12) treppenförmigen Abstufung der Lei
sten, bei der jeweils einerseits die Unterseite des horizontalen
Schenkels (11a) der ersten Abstufung (11) mit der Oberseite des horizontalen Schenkels
(12a) der zweiten Abstufung (12), sowie andererseits der vertikale Schenkel (11b) der
ersten Abstufung (11) mit dem vertikalen Schenkel (12b) der zweiten Abstufung (12)
aneinandergefügt werden und so neue Profile entstehen.
Fig. 5a und b stellen Kombinationen von Profilleisten (10) mit erster (11) und
zweiter (12) treppenförmigen Abstufungen mit bekannten Profilleisten dar, wobei letztere
jeweils den Abschluß an der dem Bild abgewandten Seite bilden, indem die erste Abstufung
(11) an die zweite treppenförmige Abstufung (12) der erfindungsgemäßen Profil
leiste (10) angefügt ist.
Fig. 6 stellt dar, wie herkömmliche sogenannte Schattenfugenleisten (deren erste Abstu
fung so ausgebildet ist, dass hauptsächlich Ölbilder ohne Glas von vorne eingelegt werden
können) ebenfalls mit anderen Profilleisten kombinierbar gemacht werden, indem die erfin
dungsgemäße Abstufung (12) sich in ihrer Ausformung nach der Ausformung der ersten
Abstufung (11) der nachfolgenden Profilleiste richtet, beziehungsweise die lose vorgehal
tene zweite Abstufung (12) einer erfindungsgemäßen Leiste (10) zur Verbindung benutzt
werden kann, wenn die Schattenfugenleiste eine vertikale dem Bild abgewandte Außen
seite aufweist.
10
erfindungsgemäße Profilleiste mit erster und zweiter Abstufung
11
erste treppenförmige Abstufung
11
a horizontaler Schenkel der ersten Abstufung
11
b vertikaler Schenkel der ersten Abstufung
12
zweite treppenförmige Abstufung
12
a horizontaler Schenkel der zweiten Abstufung
12
b vertikaler Schenkel der zweiten Abstufung
13
Profiloberfläche
Claims (2)
1. Profilleiste für Bilderrahmen die eine über ihre Länge sich erstreckende, dem Bild zuge
wandte, im Querschnitt rechtwinklige, treppenförmige Abstufung mit horizontalen und
vertikalen Schenkeln unterhalb der Profiloberfläche aufweist, wobei sich die Profilleiste
mit anderen korrespondieren Profilleisten zu Rahmenkonstruktionen für Bildereinrah
mungen verbinden läßt, und wobei in die rechtwinklige Abstufung weitere für die Bilder
rahmung notwendige Elemente wie Rückwand, Passepartout, Bild und/oder Rahmen
glas einfassbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass jede Profilleiste (10) zusätzlich zur ersten Abstufung (11) eine über ihre Länge
sich erstreckende, im Querschnitt rechtwinklige, treppenförmige zweite Abstufung (12)
mit horizontalen (12a) und vertikalen (12b) Schenkeln aufweist, wobei diese zusätzli
che Abstufung (12) auf der dem Bilde abgewandten Seite und versetzt gegenüber der
ersten Abstufung (11) angeordnet ist und aus der Profiloberfläche (13) derart her
ausgebildet ist, dass die Oberkante des horizontalen Schenkels (12a) der zweiten Ab
stufung (12) in gleicher Ebene wie die Unterkante des horizontalen Schenkels (11a)
der ersten Abstufung (11) liegt.
2. Profilleiste nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zusätzliche im Querschnitt rechtwinklige, treppenförmige auf der dem Bilde ab
gewandten Seite angeordneten zweite Abstufung (12) an ihrem Ansatz parallel zu ih
rem vertikalen Schenkel (12b) abgetrennt ist und lose vorgehalten wird.
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Country Status (1)
| Country | Link |
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Patent Citations (2)
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