DE10123305A1 - Schichtspeicher mit einem Speicherbehälter zum Speichern von Wärmeenergie - Google Patents
Schichtspeicher mit einem Speicherbehälter zum Speichern von WärmeenergieInfo
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Abstract
Um beim Beladen eines Warmwasserspeichers mit Warmwasser den Speicherinhalt des Warmwasserspeichers möglichst wenig zu verwirbeln und um möglichst schnell ein hohes Temperaturniveau im oberen Speicherbereich zu erreichen, schlägt die Erfindung einen Schichtspeicher mit einem Speicherbehälter zum Speichern von Wärmeenergie vor, wobei in dem Speicherbehälter ein Rohr angeordnet ist und das Rohr im Inneren eine Trennwand aufweist, welche das Rohr in wenigstens einen ersten und einen zweiten Raum unterteilt, wobei die Trennwand eine Vielzahl von Öffnungen aufweist.
Description
Die Erfindung betrifft einen Schichtspeicher mit einem Speicherbehälter
zum Speichern von Wärmeenergie, wobei in dem Speicherbehälter ein
Rohr angeordnet ist und das Rohr im Inneren eine Trennwand aufweist,
welche das Rohr wenigstens in einen ersten und einen zweiten Raum un
terteilt.
Damit einmal erzeugte Wärmeenergie unabhängig von einer Energiequelle,
insbesondere unabhängig von einer nur temporärer zur Verfügung stehen
den Sonnenenergiequelle, jederzeit zur Verfügung steht, wird diese Ener
gie in einem sogenannten Warmwasserspeicher gespeichert. Ein Aufheizen
des Wassers dieses Warmwasserspeichers geschieht unter anderem durch
konventionelle Heizungsanlagen, welche mit fossilen Brennstoffen befeu
ert werden oder aber durch Solarkollektoren, welche als externe Wärme
tauscher eine entsprechende Wärmeenergie liefern. Hierbei lagert sich das
Wasser in dem Warmwasserspeicher in Abhängigkeit von seiner Tempera
tur schichtweise ab. Demzufolge befindet sich im oberen Bereich des
Warmwasserspeichers das Wasser mit der höchsten Temperatur und im
unteren Bereich des Warmwasserspeichers das kältere Wasser. Es ist be
kannt, dass das Wasser je nach Temperaturdifferenz regelrechte Wasser
schichten im Warmwasserspeicher aufbaut. Hierdurch stehen die wärmste
Wasserschicht und die kühlste Wasserschicht nicht direkt in Wechselwir
kung miteinander, so dass ein unmittelbarer Energieaustausch zwischen
den beiden Extremen stark gedämpft ist. Die Wärmeenergie in den wärms
ten Schichten wird somit besser konserviert, wodurch sich der Wirkungs
grad einer gesamten Heiz- und Warmwasser-Anlage verbessert.
Um einen derartigen Warmwasserspeicher mit seinen Vorteilen noch effi
zienter zu nutzen, ist es erforderlich, dass unterschiedlich warmes Wasser,
welches dem Speicher zugeführt werden soll, je nach seinem Temperatur
niveau in die jeweilige Wasserschicht geleitet wird.
Bekannt sind Schichtspeicher mit unterschiedlichen Ladesystemen für ste
hende Wasserbehälter, welche die vorhergehend beschriebenen, physikali
schen Erfordernisse berücksichtigen. Beispielsweise ist ein
Schichtenpufferspeicher bekannt, der mittels eines Ladeautomaten beladen
wird, wobei die Mündung des Laderohres durch einen thermischen Antrieb
in diejenige Temperaturschicht geschwenkt wird, die der
Wasservorlauftemperatur entspricht. Nachteilig bei diesem System ist es
jedoch, dass durch die Schwenkbewegung des Laderohres sehr viel Unruhe
in das sonst nahezu stehende Wasser des Warmwasserspeichers gebracht
wird.
Ein weiteres Wasserspeichersystem wird in der DE 43 01 723 C2 be
schrieben. Bei diesem System ist ein Standrohr in Längsrichtung des
Warmwasserspeichers angeordnet. Dieses Standrohr weist seitliche in Ab
ständen übereinander angeordnete Ausströmöffnungen auf. Hat das neu
eingeleitete Wasser eine bestimmte Temperatur, die der Temperatur einer
Wasserschicht im Warmwasserspeicher in etwa entspricht, fließt das zuge
leitete Warmwasser durch eine Öffnung, welche in der entsprechenden
Temperaturschichtung angeordnet ist.
Viele Systeme verwenden hierbei beispielsweise spezielle Wasserklappen
an den Ausströmöffnungen der Standrohre, die zwar ein Ausströmen des
neu eingespeisten Warmwassers ermöglichen, ein Zurückströmen des im
Speicher befindlichen Wassers in das Standrohr jedoch verhindern. Hierbei
werden die Klappen nur durch die Strömungsenergie des innerhalb des
Standrohres befindliche Warmwasser an den Stellen des Standrohres geöff
net, an denen ein Temperaturgleichstand zwischen dem im Standrohr be
findlichen Wasser und dem außerhalb des Standrohres im Wasserspeicher
befindlichen Wassers herrscht. Dieses System macht sich dabei den physi
kalischen Grundsatz zunutze, dass ein und dasselbe Fluid bei gleicher
Temperatur die gleiche Dichte aufweist. An den Stellen desselben Tempe
raturniveaus wirkt dabei auf beiden Klappenseiten eine identische, statische
Kraft. Dies ermöglicht es, dass die Klappen an den Stellen des innerhalb
und außerhalb des Standrohres identischen Temperaturniveaus eine gerin
ge kinetische Energie des einströmenden Speisewassers genügt, um die
Klappen zu öffnen. Derartige Systeme haben aber den offensichtlichen
Mangel, dass das in den Wasserspeicher einströmende Wasser eine Ver
wirbelung der gebildeten Wasserschichten bewirkt. Des Weiteren bringt
die Schwenkbewegung der Klappen an sich schon eine Unruhe in das sich
im Speicher befindliche Wasser.
Aber auch die Verwendung von beweglichen Teilen (Klappensystem) kann
die Betriebssicherheit solcher Wasserspeicher vermindern. Da insbesonde
re bei längerer Betriebsdauer die Funktion der beweglichen Teile durch
beispielsweise Kalkablagerungen negativ beeinträchtigt wird, kann es
hierbei zu Funktionsstörungen beim Beladen des Wasserspeichers kom
men. Unter anderem ist dies ein Grund, dass auch ein solches System keine
optimale Schichtung des unterschiedlich temperierten Wassers gewährleis
tet.
Als nächstliegenden Stand der Technik ist hier ein Warmwasserschicht
speicher anzusehen, welcher in der Patentschrift DE 44 17 138 C2 be
schrieben ist. Hierbei ist ein Schichteinsatz in eine etwa vertikal angeord
nete Vorlaufkammer und eine etwa vertikal angeordnete Rücklaufkammer
unterteilt, wobei die Vorlaufkammer aus einer rohrförmigen Vorlauf-Ein
strömkammer und einer dieser umgebenden Vorlauf-Beruhigungskammer
besteht. Die Rücklaufkammer besteht ebenfalls aus einer rohrförmigen
Rücklauf-Einströmkammer und einer diese umgebende Rücklauf-Beru
higungskammer.
Hierbei werden in den beiden Einströmkammern die in den Warmwasser
schichtspeicher einzuleitenden Warmwassermassen eingeleitet, wobei die
se dann über Öffnungen in die jeweilige Beruhigungskammer gelangen.
Nachteilig ist hierbei der recht aufwendige und komplizierte, konstruktive
Aufbau des Schichtspeichers, insbesondere des Schichteinsatzes.
Es ist somit Aufgabe vorliegender Erfindung, einen Schichtspeicher derart
weiterzuentwickeln, dass eine möglichst hohe Sicherheit gegen das Vermi
schen der Temperaturschichtung im Speicher bei einer gleichzeitigen, ein
fachen Konstruktion des Schichteinsatzes gewährleistet ist.
Die Aufgabe der Erfindung wird gelöst von einem Schichtspeicher mit ei
nem Speicherbehälter zum Speichern von Wärmeenergie, wobei in dem
Speicherbehälter ein Rohr angeordnet ist, und das Rohr im Inneren eine
Trennwand aufweist, welche das Rohr wenigstens in einen ersten und ei
nen zweiten Raum unterteilt, wobei die Trennwand eine Vielzahl von Öff
nungen aufweist. Vorzugsweise weist das Rohr eine Zylinderform auf, so
dass es einen gleichmäßigen Querschnitt hat.
Das erfindungsgemäße Rohr hat hierbei unter anderem die Funktion eines
Schichteinsatzes, welcher unterschiedlich warmes Fluid über Zuläufe in
die unterschiedlich warmen Fluidschichten eines Warmwasserspeichers
einleitet.
Vorteilhafterweise dient der erste Raum zum Einleiten eines mit einer Ge
schwindigkeit behafteten, einzuleitenden Fluides in den Speicherbehälter,
wobei die Strömungsgeschwindigkeit des Fluides in diesem Raum ein ers
tes Mal beruhigt wird. Der zweite Raum des Rohres dient hierbei einer
weiteren Reduzierung der Geschwindigkeit bzw. einer Beruhigung der
Bewegung des eingeleiteten Fluides, so dass sich in dem zweiten Raum
überwiegend eine vertikale Strömung einstellt, die überwiegend nur noch
durch Konvektion, das heißt durch den Dichteunterschied des Fluides, be
einflusst wird.
Auffällig hierbei ist es, dass das Rohr selbst, wie auch das Innere des Roh
res, eine besonders einfache Konstruktion aufweisen. Das in den Schicht
speicher einzuleitende Fluid wird beruhigt, indem es erfindungsgemäß le
diglich die zwei Räume eines Rohres durchfließt und hierbei derart viel
Strömungsenergie verliert, dass es im weiteren Verlauf zu einer möglichst
geringen Verwirbelung der Fluidschichten im Speicherbehälter kommt.
Die Trennwand kann, je nach Anwendungsfall, einen diagonalen Verlauf
im Rohrinneren aufweisen, um so das unterschiedlich erwärmte Fluid
günstig in den Bereich des Speicherbehälters zu leiten. Besonders vorteil
haft ist es aber, wenn die Trennwand entlang einer Längsachse des Rohres
angeordnet ist. Das Rohrinnere wird durch die so angeordnete Trennwand
auf einfache Weise in zwei Räume geteilt. Es versteht sich, dass hierbei die
Trennwand nicht in der Mitte des Rohres, also als Halbierende des Rohr
querschnittes, angeordnet sein muss. Vorzugsweise sind die Räume des
Rohres jedoch symmetrisch ausbildet.
Ebenfalls ist es möglich, dass die in das Rohrinnere eingesetzte Trennwand
nicht zwingend eine gerade Fläche aufweisen muss. Falls es sich für einen
Anwendungsfall als vorteilhaft erweist, kann die Trennwand auch eine von
einer ebenen Fläche abweichende Fläche aufweisen. Beispielsweise hat die
Trennwand einen welligen Verlauf, um so die Strömung des Fluides auf
eine günstige Weise zu beeinflussen. Es versteht sich, dass die Oberfläche
der Trennwand, insbesondere aber auch die Oberfläche des Rohres, einen
hohen Rauhigkeitswert aufweisen kann, um so die Strömungsgeschwin
digkeit des Fluides in einer gewünschten Weise zu beeinflussen.
Erfindungsgemäß ist das Rohr hierbei hinsichtlich der Volumenzulauflei
tungen nicht mehr in eine Vorlaufkammer und eine Rücklaufkammer un
terteilt, so dass hier alle Volumenzulaufleitungen des Schichtspeichers in
einen Raum des Rohres, vorzugsweise in den ersten Raum des Rohres,
münden. Hierdurch ist der Aufbau des Schichtspeichers besonders einfach
gestaltet, wobei gleichzeitig eine hohe Effektivität hinsichtlich der
Schichteinlagerung eines Fluides unterschiedlicher Temperatur erreicht ist.
Dies stellt auch eine wesentliche Vereinfachung in der Technik der
Schichtspeicherung dar. Bekannte Schichtspeichersysteme haben einen
wesentlich komplizierteren Aufbau, um die Strömung der zulaufenden Vo
lumenströme zu beruhigen.
Es wurde gefunden, dass es vorteilhaft ist, wenn wenigstens ein Vorlauf
einer Wärmeenergiequelle und/oder wenigstens ein Rücklauf eines Wär
meenergieverbrauchers in denselben Raum des Rohres, vorzugsweise in
den ersten Raum, münden.
In Versuchen wurde ermittelt, dass es für eine beruhigte Fluidschichtung in
einem Schichtspeicher völlig unerheblich ist, an welcher Stelle das Fluid
aus dem Schichtspeicher entnommen wird. Es ist also hinsichtlich der be
ruhigten Fluidschichtung vernachlässigbar, dass ein Volumenstrom unmit
telbar aus dem Speicherbehälter entnommen wird. Es hat sich überra
schenderweise gezeigt, dass es für eine beruhigte Fluidschichtung in einem
Speicherbehälter lediglich notwendig ist, die impulsbehafteten, in den
Speicher eintretenden Volumenströme in einem weitestgehend geschlosse
nen Vorkammerbereich (erfindungsgemäßes Rohr) zu beruhigen. Es konn
te ermittelt werden, dass die aus dem Schichtspeicher austretenden Volu
menströme die Schichtspeicherung des Fluides nicht oder nur unwesentlich
beeinflussen, da sich die Strömungen beim Ablaufen gleichmäßig über alle
Richtungen verteilt und somit nur eine mäßige Strömungsgeschwindigkeit
auftritt.
Mittels der Anordnung der vorgehend beschriebenen Zu- und Ablauflei
tungen ist es möglich, dass das zur schichtweisen Einspeicherung eines
Fluides vorgesehene Rohr sehr einfach konstruiert ist und hierbei unter
anderem auch eine Gewichtsreduzierung und daraus auch eine Montageer
leichterung hervorgeht.
Da genügend Geschwindigkeitsenergie des einzuleitenden Fluides mit dem
erfindungsgemäßen Rohr abgebaut wird, gelingt es, das Fluid derart zu be
ruhigen, dass in dem zweiten Raum eine Fluidbewegung überwiegend nur
durch den Dichteunterschied des Fluides hervorgerufen wird, wobei der
Dichteunterschied auf die unterschiedlichen Temperaturen des Fluides be
ruht.
Durch die Möglichkeit der besonders einfachen Konstruktion ist der
Durchmesser des Rohres im Verhältnis zum Speicherbehälter relativ klein.
Vorzugsweise weist das erfindungsgemäße Rohr einen Durchmesser auf,
welcher maximal die Hälfte des Speicherbehälterdurchmessers beträgt.
Hierdurch bedingt wird beispielsweise der Nachteil eines Wärmeübergangs
von einem heißen, oberen Bereich in einen kalten, unteren Bereich durch
einen Wärmestrom über das vertikal angeordnete Rohr stark eingeschränkt,
da für die Wärmeleitung weniger Material des Rohres zur Verfügung steht.
Dies wirkt sich wiederum besonders vorteilhaft auf die Wärmeenergie des
im oberen Bereich des Speicherbehälters gelagerten Fluides aus, da der
Betrag des Wärmestroms in Richtung des kälteren, unteren Bereiches des
Schichtspeichers vernachlässigbar gering ist. Bekannte Schichtspeicher mit
einer vertikal angeordneten Schichteinrichtung haben wegen ihrer größe
ren Massen hierbei einen erheblichen Nachteil.
Vorteilhaft ist es, wenn das Rohr mittig in dem Speicherbehälter angeord
net ist. Durch die mittige Anordnung des Rohres im Speicherbehälter
selbst, gelingt eine zentrale Einleitung des zuzuführenden Volumenstroms
in den Speicherbehälter.
Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante ist es vorteilhaft, wenn das
Rohr an wenigstens einer Stirnseite verschlossen ist. Dies verhindert ein
Ausströmen des in den Speicherbehälter einzuleitenden Fluides über we
nigstens eine stirnseitige Öffnung des Rohres. Vorzugsweise ist diejenige
Stirnseite des Speicherbehälters verschlossen, welche dem Schichtspei
cherboden am nächsten ist, also folglich die untere Seite des Rohres.
Weiter vorteilhaft ist es, wenn die Räume des Rohres, vorzugsweise der
erste Raum des Rohres, an der dem Schichtspeicherboden gegenüberlie
genden Seite einen Verschluss aufweisen. Hierdurch ergibt sich vorteilhaf
terweise, dass beide Stirnseiten des ersten Raumes des Rohres vorzugs
weise komplett verschlossen sind, so dass der einzuleitende Volumenstrom
vollständig durch die vorgesehenen Öffnungen des Rohres fließen muss.
Gemäß der vorhergehenden Beschreibung ist also der erste Raum des Roh
res an den beiden Stirnseiten des Rohres vorzugsweise komplett verschlos
sen, so dass über diese beiden Stirnflächen kein dem Schichtspeicher zuge
führtes Fluid in den Speicherbehälter fließt. Ist es für einen Anwendungs
fall günstig, auch über wenigstens eine Stirnseite des ersten Raumes ein
Fluid in den Speicherbehälter einzuleiten, kann zumindest ein Verschluss
entsprechende Öffnungen aufweisen.
Vorteilhaft ist es, wenn der Schichtspeicher, insbesondere das Rohr des
Schichtspeichers, zylindrische, vorzugsweise diffusorartige Zulaufrohre,
aufweist. Insbesondere diffusorartige Auslässe der Zulaufrohre bewirken
eine Geschwindigkeitsreduzierung des einzuleitenden Volumenstroms
schon bevor die Flüssigkeit in das erfindungsgemäße Rohr des Speicher
behälters gelangt.
Eine bevorzugte Ausführungsvariante sieht vor, dass die Öffnungen der
Trennwand parallel zu einer Längsachse des Rohres angeordnet sind. Vor
zugsweise sind die Öffnungen der Trennwand übereinander angeordnet, so
dass das einzuleitende Fluid je nach seiner Temperatur in die entsprechen
de Wärmeschicht des Fluides des Schichtspeichers gelangt. Dadurch, dass
das einzuleitende Fluid durch die Öffnungen der Trennwand von dem ers
ten Raum in den zweiten Raum fließt, verliert es an Geschwindigkeits
energie, so dass das Fluid in dem zweiten Raum eine wesentlich geringere
Geschwindigkeit aufweist. Vorzugsweise sind hierbei die Öffnungen in der
Trennwand kreisrund. Es versteht sich, dass die Öffnungen auch jede be
liebig andere Geometrie aufweisen können, wenn dies für einen Anwen
dungsfall von Vorteil ist. Beispielsweise sind die Öffnungen durch einen
Schlitz, welcher beispielsweise von einem Ende bis zum anderen Ende der
Trennwand reicht, realisiert. Ebenfalls kann es vorteilhaft sein, wenn die
Öffnungen durch rechteckige Materialausnehmungen und nicht durch
kreisrunde Materialausnehmungen gebildet sind.
Des Weiteren können die Öffnungen in der Trennwand durch eine engma
schige Perforation der Trennwand realisiert sein. Es ist möglich, die Öff
nungen, welche in unterschiedlichen Temperaturbereichen angeordnet
sind, mit unterschiedlichen Membranen zu versehen, wobei die Membra
nen sich in der Durchlässigkeit eines Fluides unterscheiden und die Durch
lässigkeit der Membran von der Dichte des Fluides abhängt, wobei die
Dichte des Fluides unter anderem durch die Temperatur des Fluides vorge
geben ist.
Um eine Volumenzulaufleitung von einer beliebigen Stelle des Speicher
behälters bzw. von einer beliebigen Seite des Speicherbehälters in den ers
ten Raum des Rohres einzuleiten, ist es vorteilhaft, wenn in wenigstens
einer Öffnung der Trennwand eine Volumenzulaufleitung angeordnet ist.
Beispielsweise ist eine Volumenzulaufleitung in dem Speicherbehälter des
Schichtspeichers derart angeordnet, dass es vorteilhaft ist, diese Volumen
zulaufleitung durch den zweiten Raum des erfindungsgemäßen Rohres zu
legen, um auf kürzestem Wege und mit konstruktiv geringem Aufwand den
Auslass der Volumenzulaufleitung in dem ersten Raum des Rohres
anzuordnen.
Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante ist es vorteilhaft, wenn das
Rohr, vorzugsweise die Trennwand des Rohres, Mittel zur Strömungsum
lenkung aufweist. Bei sehr ungünstigen Strömungsverhältnissen ist es von
Vorteil, wenn beispielsweise im Rohr eine Umlenkeinrichtung vorhanden
ist, welche den einzuleitenden Volumenstrom beispielsweise unmittelbar
gegen die Innenseite der Mantelfläche des Rohres leitet. Vorzugsweise
sind derartige Umlenkeinrichtungen an der Trennwand angeordnet. Sie
können aber auch an jeder anderen vorteilhaften Stelle des Rohres ange
ordnet sein.
Die Mittel zur Strömungsumlenkung ergeben hierbei eine zusätzliche
Möglichkeit, die Strömungsgeschwindigkeit des einzuleitenden Volumen
stroms weiter zu verringern. Beispielsweise wird durch die Umlenkeinrich
tung der einzuleitende Volumenstrom derart umgelenkt, dass er einen mög
lichst langen Weg durch den ersten Raum des Rohres zurücklegt und hier
bei möglichst viel Strömungsenergie verliert. Bevorzugt ist ein Volumen
strom in dem zweiten Raum umgelenkt, da das für eine Strömungsge
schwindigkeitsverringerung besonders günstig ist.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsvariante sieht vor, dass der erste
Raum des Rohres, voneinander beabstandete Volumenzulaufleitungen
aufweist. Es hat sich gezeigt, dass es besonders vorteilhaft ist, die unter
schiedlich temperierten, zuzuführenden Volumenströme an einer Stelle des
Speicherbehälters einzuleiten, die etwa einer Temperatur des jeweiligen
zuzuführenden Volumenstroms entspricht. Außerdem ist der Auslass eines
Rücklaufs einer Solaranlage an einer relativ hohen Stelle im ersten Raum
des Rohres platziert, da der Volumenstrom des Solarkreisrücklaufes eine
relativ hohe Temperatur aufweist. Beispielsweise sind eine Vielzahl von
Volumenstromzufuhrleitungen in unterschiedlichen Höhen entlang des
Rohres angeordnet, wobei jede Leitung einen Volumenstrom zuführt, der
ungefähr die Temperatur aufweist, die der Temperaturschicht des im
Schichtspeichers eingeschichteten Fluides in diesem Bereich entspricht.
Eine bevorzugte Ausführungsvariante sieht vor, dass der zweite Raum we
nigstens eine weitere Vielzahl von Öffnungen aufweist, welche an der
Mantelfläche des Rohres angeordnet sind. Vorzugsweise verlaufen die
Öffnungen ebenfalls auf einer Längsachse des Rohres, so dass die einzel
nen Öffnungen vorzugsweise übereinander angeordnet sind. Auch hier ist
es möglich, dass die Öffnungen eine unterschiedliche Geometrie aufwei
sen. Beispielsweise sind die Öffnungen kreisrund, weisen eine Dreiecks
fläche auf oder sind rechteckig ausgebildet. Es ist auch möglich, dass die
Öffnungen durch einen Schlitz entlang einer Längsachse des Rohres gebil
det sind. Auch eine zumindest in Teilen perforierte Mantelfläche des Roh
res ist je nach Anwendungsfall vorteilhaft. Ebenfall können die Öffnungen
in der Mantelfläche die vorhergehend beschriebenen Membranen aufwei
sen.
Die Vielzahl von Öffnungen entlang einer vertikalen Achse im Speicher
behälter des Schichtspeichers ermöglicht es, dass der einzuleitende Volu
menstrom in dem Speicherbehälter horizontal zugeführt wird. Durch die
horizontale Einleitung des Volumenstroms entsteht im Speicherbehälter
selbst gar keine und wenn doch nur eine möglichst geringe Verwirbelung
des dort geschichteten Fluides.
Hierbei ist es vorteilhaft, wenn die Öffnungen der Mantelfläche des Rohres
wenigstens eine rohrartige Verlängerung aufweisen, wobei die
Verlängerungen vorzugsweise horizontal verlaufen. Die Verlängerungen
können entlang ihrer Längsachsen eine Vielzahl von Öffnungen aufweisen,
die zum Einleiten des Volumenstroms in den Speicherbehälter gebraucht
werden.
Hierzu ist es besonders vorteilhaft, wenn der Abstand zwischen den
Öffnungen der Mantelfläche des zweiten Raums und den Öffnungen der
Trennwand größer ist als 0,8mal der Radius des Rohres, vorzugsweise
größer als der Radius des Rohres. Dies ist besonders vorteilhaft, da hier
durch eine Öffnung in der Trennwand nicht unmittelbar gegenüber einer
entsprechenden Öffnung in der Mantelfläche des Rohres liegt. Hierdurch
wird ein direktes und einfaches Durchströmen der Flüssigkeit, insbesondere
des zweiten Raumes, von einer Öffnung der Trennwand zu einer Öffnung
der Mantelfläche des zweiten Raumes unterbunden, so dass der Volumen
strom hierbei einen möglichst langen Weg durch den zweiten Raum des
Rohres nimmt. Somit ist ein Ziel des erfindungsgemäßen Rohres, dass sich
die Geschwindigkeitsenergie eines Volumenstromes möglichst vollständig
abbaut, so dass der dem Speicherbehälter zuzuführende Volumenstrom
kaum noch strömt, erreicht.
Besonders vorteilhaft ist es auch, wenn die Position eines Auslasses einer
Volumenzulaufleitung und die Position einer Austrittsöffnung des ersten
Raumes einen langen Strömungsweg des Volumens bewirken.
Hierbei ist die Position des Auslasses der Volumenzulaufleitung und die
Position der Austrittsöffnung des zweiten Raumes in der Mantelfläche des
Rohres derart gewählt, dass der horizontale Strömungsweg des einzulei
tenden Volumenstroms im erfindungsgemäßen Rohr insgesamt möglichst
lang ist, so dass die Strömungsenergie des Volumenstroms höchstmöglich
gut verringert wird. Um einen solchen Strömungsweg des Volumenstroms
gut zu gestalten, ist der erste Raum an seinen beiden Stirnseiten vorzugs
weise komplett verschlossen, so dass der Volumenstrom an diesen Stirn
seiten nicht ausweichen kann.
Es ist weiter nach der Erfindung vorgeschlagen, dass die Mündung we
nigstens einer Volumenablaufleitung außerhalb des Rohres angeordnet ist.
Es hat sich gezeigt, dass es vorteilhaft ist, lediglich die impulsbehafteten,
in den Speicher einzuleitenden Volumenströme in einem geschlossenen
Bereich zu beruhigen; es aber nicht notwendig ist, die aus dem Speicher
behälter austretenden Volumenströme aus einem vom Speicherbehälter
weitestgehend getrennten Raum zu entnehmen.
Da sich die Strömung am Einlauf einer Volumenablaufleitung gleichmäßig
über alle Richtungen verteilt, tritt an dem Einlauf eines Abflussrohres nur
eine mäßige Strömungsgeschwindigkeit auf. Diese mäßige Strömungsge
schwindigkeit kann aber hinsichtlich des Gesamtvolumens vernachlässigt
werden, da sie keinen erheblichen bzw. störenden Einfluss auf das im
Speicherbehälter geschichtete Speichervolumen hat.
Gemäß eines weiteren, vorzugsweisen Merkmals der Erfindung ist es vor
teilhaft, wenn das Rohr und die Volumenzulaufleitungen und/oder die Vo
lumenablaufleitugen aus Kunststoff hergestellt sind, vorzugsweise aus Po
lypropylen. Die Verwendung von Kunststoff, insbesondere von Polypropy
len, ist vorteilhaft, da Kunststoff weniger korrosionsanfällig ist als Stahl.
Des Weiteren hat Kunststoff eine geringere Wärmeleitfähigkeit als Stahl,
wodurch interne Wärmeverluste verringert werden. Dies betrifft insbeson
dere die effektive Wärmeleitfähigkeit des im Speicherbehälter vertikal an
geordneten Rohres. Der verwendete Kunststoff kann hierbei eine relativ
geringe Dichte und somit ein relativ geringes Gewicht aufweisen, wodurch
sich das Gewicht des Schichtspeichers insgesamt weiter reduziert. Dies ist
für den Transport und die Montage eines Schichtspeichers vorteilhaft.
Die einfach Konstruktion mit wenigen Baugruppen des Rohres sowie die
Herstellung des Rohres aus Kunststoff wirkt sich insbesondere besonders
positiv auf den vertikalen Wärmestrom des Rohres aus. Dadurch, dass das
Rohr eine geringere Materialmasse aufweist als bekannte Schichtsysteme
herkömmlicher Schichtspeicher, verringert sich dementsprechend auch die
Wärmeleitfähigkeit zwischen der oberen warmen Schicht und einer unteren
kalten Schicht.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgeschlagen, dass
die diversen Zu- und Ablaufleitungen durch den Schichtspeicherboden ge
führt sind. Vorteilhaft ist hierbei, dass weitestgehend alle Anschlüsse in
der kältesten Zone des Wärmespeichers angeordnet sind, wodurch der
Wärmespeicher selbst eine wesentlich bessere Isolierperformance erhält.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Speicherbehälter des Schichtspei
chers Mittel zum Ermitteln der Speicherflüssigkeitstemperatur in unter
schiedlichen Höhen des Speicherbehälters aufweist. Beispielsweise werden
die angeschlossenen Wärmeerzeuger und Wärmeverbraucher, wie etwa ein
Heizkessel, eine Wärmepumpe, ein Warmwasserkreislauf oder ein Solar
kreislauf, in Abhängigkeit der jeweiligen Vor- bzw. Rücklauftemperatur
geregelt. Um eine optimale Regelungsfunktion zu gewährleisten, ist es er
forderlich, dass ein Temperatursensor, der einen Sollwert für die Funktion
eines Wärmeerzeugers bzw. eines Wärmeverbrauchers vorgibt, an einer
möglichst günstigen Stelle in dem geschichteten Fluid des Schichtspei
chers positioniert ist, so dass der Temperatursensor möglichst genaue Wer
te der Temperaturschichten im Schichtspeicher ermittelt.
Beispielsweise ermitteln entsprechende Sensoren die Speicherfluidtempe
ratur in unterschiedlichen Höhen im Speicherbehälter, wobei die ermittel
ten Temperaturen dann mit einer Temperatur eines zuzuführenden Volu
menstromes verglichen werden. Es ist möglich, den Volumenstrom mit ei
nem Verstellmechanismus derart zu leiten, dass er in eine Volumenzulauf
leitung des Schichtspeichers gelangt, deren Auslass in einer Temperatur
schicht mündet, die in etwa der Temperatur des zuzuführenden Volumen
stroms entspricht.
Besonders vorteilhaft für die Temperaturermittlung ist es, wenn die Mittel
in einem Tauchhülsenbündel, vorzugsweise in einem vertikal angeordneten
Tauchhülsenbündel, angeordnet sind. Mittels des Tauchhülsenbündels sind
beispielsweise die Sensoren bzw. Fühler zur Speicherflüssigkeits
temperaturermittlung sehr genau über die Höhe des Speicherbehälters
einzustellen. Hierdurch ist es möglich, eine optimale Fühlerposition für
den jeweiligen Betrieb einer Heizungsanlage einzustellen.
Um diese Einstellung optimal zu realisieren, ist es vorteilhaft, wenn die
Mittel auf einer Längsachse des Schichtspeichers angeordnet sind. Durch
die Anordnung beispielsweise von Temperaturfühlern auf einer Längsach
se des Schichtspeichers ist gewährleistet, dass jeweils ein Fühler derart po
sitionierbar ist, dass alle relevanten Temperaturbereiche in Speicherbehäl
ter ermittelt werden.
Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante wird vorgeschlagen, dass die
Mittel beabstandet von dem Rohr des Schichtspeichers angeordnet sind.
Beispielsweise ist hierdurch gewährleistet, dass die Temperatursensoren
nicht zu nahe an den Einlaufstellen des Rohres positioniert sind, so dass
der Temperaturdurchschnitt einer Fluidschicht wesentlich besser ermittelt
wird.
Ergänzend ist nach der Erfindung vorgeschlagen, dass die Mittel in verti
kaler Richtung verlagerbar sind. Beispielsweise sind die Mittel derart im
oberen Bereich des Schichtspeichers angeordnet, dass sie von dort aus bei
spielsweise mittels einer Verstelleinrichtung in ihrer vertikalen Höhe im
Speicherbehälter verlagert werden können.
Der Schichtspeicher mit seinem erfindungsgemäßen Rohr ist nicht nur vor
teilhaft bei der Beruhigung der einzuleitenden Volumenströme, sondern
entlastet unter anderem auch den energetischen Aufwand zum Aufbau der
angeschlossenen Volumenkreisläufe, da das neue Rohr einen Druckverlust
in den einzelnen Volumenkreisläufen verringert. Dies wird hierbei durch
eine Reduzierung der von den einzuleitenden Volumenströmen zu durch
strömenden Querschnitte und Öffnungen des Schichtspeichers, insbeson
dere die des erfindungsgemäßen Rohres, vorgegeben.
Dadurch, dass ein Volumen ein Kreislaufsystem mit einem geringeren Wi
derstand durchfließt, kann die Pumpleistung einer Pumpe des jeweiligen
Kreislaufsystems reduziert werden. Eine weniger leistungsstarke Pumpe
benötigt vorteilhafterweise auch weniger Energie. Mit dem erfindungs
gemäßen Schichtspeicher ergibt sich also auch eine Energieeinsparung
zum Betrieb der sekundären Volumenkreisläufe.
Weitere Vorteile, Ziele und Eigenschaften vorliegender Erfindung werden
anhand nachfolgender Erläuterung anliegender Zeichnung beschrieben, in
welcher beispielhaft ein Aufbau eines Schichtspeichers dargestellt ist.
Dabei zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Schichtspeichers,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht auf eine innere Anordnung des
Schichtspeichers,
Fig. 3 eine seitliche Ansicht auf die innere Anordnung des Schicht
speichers,
Fig. 4 eine teilweise geschnittene Seitenansicht des Schichtspeichers,
Fig. 5 schematisch eine untere Ansicht auf den Schichtspeicherbo
den,
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Roh
res,
Fig. 7 einen Querschnitt durch das erfindungsgemäßes Rohr,
Fig. 8 schematisch verschiedene Querschnitte eines erfindungsge
mäßen Rohres,
Fig. 9 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Rohres,
Fig. 10 eine Seitenansicht eines weiteren, erfindungsgemäßen Rohres
und
Fig. 11 eine Teilansicht auf ein weiteres, erfindungsgemäßes Rohr.
Die Fig. 1 zeigt einen Schichtspeicher 1 mit einer Vielzahl von Volumen
zuführleitungen 2, 3, 4 und 5 sowie einer Vielzahl von Volumenablauflei
tungen 6, 7, 8, 10 und 11. Im Inneren umfasst der Schichtspeicher ein mit
tig angeordnetes, vertikal ausgerichtetes Rohr 12 sowie Tauchhülsenbündel
13. Das Tauchhülsenbündel 13 ist im oberen Bereich 14 des Schichtspei
chers 1 derart angeordnet, dass Einrichtungen des Tauchhülsenbündels 13
vertikal in das Innere des Schichtspeichers 1 hineinragen und verstellbar
sind.
Mittels der Volumenzulaufleitungen 2, 3, 4, 5 werden dem Schichtspeicher
1 Volumenströme zugeführt. Hierbei ist die Volumenzuführleitung 2 mit
einem Vorlauf einer Solaranlage verbunden, also mit einer Wärmeenergie
quelle. Die Volumenzulaufleitung 3 ist mit einem Rücklauf eines Heizkrei
ses verbunden, und die Volumenzulaufleitung 4 ist mit einem Rücklauf ei
ner Warmwasserversorgung verbunden, also jeweils mit einem Wärme
energieverbraucher. Die Volumenzulaufleitung 5 ist mit einem Verlauf ei
nes Wärmeerzeugers (z. B. eines Kessels) verbunden.
Das Rohr 12 ist im Inneren in einen ersten Raum 15 und einen zweiten
Raum 16 mittels einer Trennwand 17 unterteilt.
In den ersten Raum 15 münden die Auslässe der Volumenzulaufleitungen
2, 3, 4, 5. Je nach Temperatur des Wassers, welches dem Schichtspeicher 1
über die Volumenzulaufleitungen 2, 3, 4, 5 zugeführt wird, liegen die An
schlüsse der Volumenzulaufleitungen 2, 3, 4, 5 in einer unterschiedlichen
Höhe im Rohr 12. Die Volumenzulaufleitung 2 ist relativ weit oben am
Raum 15 angeordnet, da sie mit dem Vorlauf einer Solaranlage verbunden
ist, wobei das Wasser des Solaranlagenvorlaufs besonders warm sein kann.
Die Volumenzulaufleitung 5 ist im obersten Bereich am Raum 15 ange
ordnet, da sie mit dem Vorlauf eines Wärmeerzeugers verbunden ist, wo
durch eine schnelle Reaktionszeit im Nachheizbetrieb gewährleistet ist.
Das über die Volumenzulaufleitungen 2, 3, 4, 5 eingespeiste Wasser durch
strömt nun den ersten Raum 15 und gelangt über eine Vielzahl von
Öffnungen 18 (hier nur exemplarisch dargestellt), welche in der Trenn
wand 17 vertikal übereinander angeordnet sind, in den zweiten Raum 16.
Der zweite Raum 16 weist eine weitere Vielzahl von Öffnungen 19 (hier
nur exemplarisch dargestellt) auf, wobei diese in der äußeren Mantelfläche
des Rohres 12 im Bereich des Raumes 16 angeordnet sind.
Das zugeführte Wasser ist durch das erfindungsgemäße Rohr 12 in dem
zweiten Raum 16 derart beruhigt, dass es lediglich eine geringe Strö
mungsgeschwindigkeit aufweist. Das in dem zweiten Raum angelangte
Wasser gelangt nun durch die Öffnungen 19 horizontal in den Innenraum
20 des Schichtspeichers 1.
Durch die Geschwindigkeitsreduzierung des Warmwassers steigt dieses,
lediglich angetrieben durch den Dichteunterschied, welcher durch die un
terschiedlichen Temperaturbereiche zustande kommt, in dem zweiten
Raum 16 vertikal auf bzw. ab. Dies hängt ganz von der Temperatur des
Wassers, welches sich im zweiten Raum 16 befindet, ab.
Um die einzelnen Temperaturbereiche des im Schichtspeicher 1 gespei
cherten Warmwassers zu ermitteln, umfasst das Tauchhülsenbündel 13 ei
ne Vielzahl von Temperaturfühlern, die vertikal in der Höhe bewegt wer
den können. Die Temperaturfühler ermitteln hierbei die Wassertemperatur
in den unterschiedlichen Höhenbereichen des Schichtspeichers 1, wobei
die ermittelten Temperaturen für die Regelung der einzelnen Wärmeerzeu
ger bzw. Wärmespeicher herangezogen werden.
An der Trennwand 17 ist eine Umlenkeinrichtung 21 angeordnet, mit der
besonders ungünstig fließende Volumenströme, insbesondere in der zwei
ten Kammer 16 des Rohres 12, umgelenkt werden. Hierdurch bedingt
durchströmt das Warmwasser einen längeren Weg in der zweiten Kammer
16 bevor es dann schließlich über die Öffnungen 19 in den Innenbereich
20 des Schichtspeichers 1 fließt.
Die Fig. 2 zeigt eine Anordnung aus einem erfindungsgemäßen Rohr 22,
einem Bodenbereich 23, verschiedenen Volumenzulaufleitungen 24, 25, 26
und 27, deren Auslässe alle im Bereich eines ersten Hohlraumes 28 des
Rohres 22 enden. Hierbei wird die Volumenzulaufleitung 24 durch einen
zweiten Raum 29 des Rohres 22 geführt, wobei die Volumenzulaufleitung
24 die Trennwand 30 des Rohres 22 durchbricht, so dass der Auslass des
Rohres 24 in den ersten Raum 28 mündet.
Die Anordnung umfasst ebenfalls eine Vielzahl von Volumenablaufleitun
gen 31, 32, 33, 34 und 34', deren Einlässe in der Nähe des Rohres 22 an
geordnet sind, jedoch nicht im Inneren des Rohres 22 liegen. Alle Volu
menzulaufleitungen 24, 25, 26 und 27 und Volumenablaufleitungen 31, 32,
33, 34 und 34' sind durch den Bereich der Bodenplatte 23 geführt.
Fig. 3 zeigt eine ähnliche Anordnung wie Fig. 2, wobei jedoch eine Vo
lumenzulaufleitung 35 einen diffusorartigen Auslass 36 aufweist. Der dif
fusorartige Auslass 36 endet in einem ersten Raum 37 eines Rohres 38.
Hierbei steht das äußere Ende des Auslasses 36 drei Millimeter über eine
Trennwand 39.
Fig. 4 zeigt einen weiteren Schichtspeicher 40. Der Schichtspeicher 40
umfasst ein Tauchhülsenbündel 41, ein im Inneren des Schichtspeichers
mittig und vertikal angeordnetes Rohr 42 und verschiedene Volumenzu
lauf- sowie Volumenablaufleitungen 43, 44, 45, 46, 47, 48 und 49.
Fig. 5 zeigt einen Schichtspeicherboden 50, wobei durch den Schicht
speicherboden eines Schichtspeichers eine Vielzahl von Volumenzulauflei
tungen sowie Volumenablaufleitungen hinein- bzw. herausführen.
Fig. 6 zeigt ein erfindungsgemäßes Rohr 51, wobei das Rohr 51 im Inne
ren eine Trennwand 52 aufweist, welche das Rohrinnere in einen ersten
Raum 53 und einen zweiten Raum 54 aufteilt. Die Mantelfläche des Roh
res 51 weist im Bereich des zweiten Raumes 54 auf einer Längsachse eine
Vielzahl von Öffnungen 55 auf. Die Trennwand 52 weist ebenfalls entlang
einer Längsachse eine Vielzahl von Öffnungen 56 auf. Das Rohr 51 weist
hierbei im Bereich des ersten Raumes 53 an seinen beiden Stirnseiten ei
nen Deckel 57 bzw. 58 auf. Mittels der beiden Deckel 57 und 58 wird ver
hindert, dass ein Volumenstrom an den Stirnseiten des ersten Raumes 53
entweicht. Beide Deckel 57 und 58 sind jeweils mit einer Bohrung (hier
nicht dargestellt) versehen, so dass sich der Raum 53 entlüften und das
Rohr 51 entleeren kann.
Fig. 7 zeigt einen Querschnitt durch das erfindungsgemäße Rohr 51 mit
der Trennwand 52 und ihren beiden Räumen 53 und 54 sowie den Öffnun
gen 55 und 56. In den ersten Raum 53 eingeleitetes Warmwasser fließt in
Pfeilrichtung 56' durch die Öffnung 56 in den Raum 54 und weiter in
Pfeilrichtung 55' durch die Öffnung 55 in den Bereich 59 des Speicherbe
hälters eines Schichtspeichers.
Fig. 8 zeigt eine Vielzahl von Rohrquerschnitten 60, 61, 62, 63 und 64. Je
nach Anwendungsfall kann es von Vorteil sein, einen der Rohrquerschnitte
60 bis 64 einzusetzen. Durch eine frei wählbare Anordnung einer Trenn
wand innerhalb eines Rohrquerschnittes sind unter anderem auch durch die
Vielzahl von unterschiedlichen Rohrquerschnitten 60 bis 64 unterschied
lich in Größe und Gestalt geformte Räume zu realisieren.
Fig. 9 zeigt eine Trennwand 65, wobei die Trennwand 65 an ihrer rechten
Seite einen länglichen Schlitz 66 aufweist. Der Schlitz 66 ist stellvertre
tend für eine Vielzahl von untereinander bzw. übereinander angeordneten
Bohrungen im seitlichen Bereich der Trennwand 65 angeordnet.
Fig. 10 zeigt eine Trennwand 67 mit einer Vielzahl von Öffnungen 68,
welche entlang einer Längsachse der Trennwand 67 übereinander bzw. un
tereinander angeordnet sind.
Fig. 11 zeigt einen Teil einer Trennwand 69. Die Trennwand 69 weist
eine Vielzahl von Öffnungen 70 (hier nur exemplarisch dargestellt) auf,
welche beabstandet entlang einer Längsachse der Trennwand 69 angeord
net sind. Hierbei haben die Öffnungen einen rechteckigen Querschnitt.
Claims (22)
1. Schichtspeicher (1; 40) mit einem Speicherbehälter zum Speichern
von Wärmeenergie, wobei in dem Speicherbehälter ein Rohr (12; 22;
38; 42; 51) angeordnet ist und das Rohr (12; 22; 38; 42; 51) im Inne
ren eine Trennwand (17; 30; 39; 52; 65; 67; 69) aufweist, welche das
Rohr (12; 22; 38; 42; 51) wenigstens in einen ersten Raum (15; 29;
37; 53) und einen zweiten Raum (16; 28; 54) unterteilt, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Trennwand (17; 30; 39; 65; 67; 69) eine
Vielzahl an Öffnungen (18; 56; 66; 68; 70) aufweist.
2. Schichtspeicher (1; 40) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Trennwand (17; 30; 39; 52; 65; 67; 69) entlang einer Längs
achse des Rohres (12; 22; 38; 42; 51) angeordnet ist.
3. Schichtspeicher (1; 40) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, dass alle Volumenzulaufleitungen (2, 3, 4, 5;
24, 25, 26, 27) des Schichtspeichers (1; 40) in einen Raum des Roh
res (12; 22; 38; 42; 51), vorzugsweise in den ersten Raum (15; 25;
37; 53) des Rohres (12; 22; 38; 42; 51), münden.
4. Schichtspeicher (1; 40) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Vorlauf (2; 27) einer
Wärmeenergiequelle und/oder wenigstens ein Rücklauf (3, 4) eines
Wärmeenergieverbrauchers in denselben Raum des Rohres (12; 22;
38; 42; 51), vorzugsweise in den ersten Raum (15; 22; 37; 53), mün
den.
5. Schichtspeicher (1; 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, dass das Rohr (12; 22; 38; 42; 51) mittig in dem
Speicherbehälter angeordnet ist.
6. Schichtspeicher (1; 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, dass das Rohr (12; 22; 38; 42; 51) an wenigstens
einer Stirnseite verschlossen ist.
7. Schichtspeicher (1; 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 6; dadurch
gekennzeichnet, dass die Räume des Rohres (12; 22; 38; 42; 51),
vorzugsweise der erste Raum (15; 29; 37; 53) des Rohres (12; 22;
38; 42; 51), an der dem Schichtspeicherboden (50) gegenüberliegen
den Seite einen Verschluss (57) aufweisen.
8. Schichtspeicher (1; 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, dass der Schichtspeicher (1; 40), insbesondere das
Rohr (12; 22; 38; 42; 51) des Schichtspeichers (1; 40), zylindrische,
vorzugsweise diffusorartige Zulaufrohre (36), aufweist.
9. Schichtspeicher (1; 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, dass die Öffnungen (18; 56; 66; 68; 70) der Trenn
wand (17; 30; 39; 65; 67; 69) parallel zu einer Längsachse des Roh
res (12; 22; 38; 42; 51) angeordnet sind.
10. Schichtspeicher (1; 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, dass in wenigstens einer Öffnung (18; 56; 66; 68;
70) der Trennwand (17; 30; 39; 65; 67; 69) eine Volumenzulauflei
tung (2, 3, 4, 5; 24; 25, 26, 27) angeordnet ist.
11. Schichtspeicher (1; 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, dass das Rohr (12; 22; 38; 42; 51), vorzugsweise
die Trennwand (17; 30; 39; 65; 67; 69) des Rohres (12; 22; 38; 42;
51), Mittel zur Strömungsumlenkung (21) aufweist.
12. Schichtspeicher (1; 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, dass der erste Raum (15; 29; 37; 53) des Rohres
(12; 22; 38; 42; 51), voneinander beabstandete Volumenzulauflei
tungen (2, 3, 4, 5; 24; 25, 26, 27) aufweist.
13. Schichtspeicher (1; 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, dass der zweite Raum (16; 28; 54) wenigstens eine
weitere Vielzahl von Öffnungen (19; 55) aufweist, welche an der
Mantelfläche des Rohres (12; 22; 38; 42; 51) angeordnet sind.
14. Schichtspeicher (1; 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen den Öffnungen (19; 55)
der Mantelfläche des zweiten Raums (16; 28; 54) und den Öffnun
gen (18; 56; 66; 68; 70) der Trennwand (17; 30; 39; 65; 67; 69) grö
ßer ist als 0,8mal dem Radius des Rohres (12; 22; 38; 42; 51), vor
zugsweise größer ist als der Radius des Rohres (12; 22; 38; 42; 51).
15. Schichtspeicher (1; 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, dass eine Mündung wenigstens einer Volumenab
laufleitung (6, 7, 8, 10, 11; 31, 32, 33, 34, 34') außerhalb des Rohres
(12; 22; 38; 42; 51) angeordnet ist.
16. Schichtspeicher (1; 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 15 dadurch
gekennzeichnet, dass das Rohr (12; 22; 38; 42; 51) und/oder die
Volumenzulaufleitungen (2, 3, 4, 5; 24, 25, 26, 27) und/oder Volu
menablaufleitungen (6, 7, 8, 9, 10, 11; 31, 32, 33, 34, 34') aus
Kunststoff hergestellt sind, vorzugsweise aus Polypropylen.
17. Schichtspeicher (1; 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch
gekennzeichnet, dass die diversen Zu- und Ablaufleitungen durch
den Schichtspeicherboden (50) geführt sind.
18. Schichtspeicher (1; 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, dass der Speicherbehälter des Schichtspeichers (1;
40) Mittel zum Ermitteln der Speicherflüssigkeitstemperatur in un
terschiedlichen Höhen des Speicherbehälters aufweist.
19. Schichtspeicher (1; 40) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel in einem Tauchhülsenbündel (13; 41), vorzugsweise
in einem vertikal angeordneten Tauchhülsenbündel (13; 41), ange
ordnet sind.
20. Schichtspeicher (1; 40) nach einem der Ansprüche 18 oder 19, da
durch gekennzeichnet, dass die Mittel auf einer Längsachse des
Schichtspeichers (1; 40) angeordnet sind.
21. Schichtspeicher (1; 40) nach einem der Ansprüche 18 bis 20, da
durch gekennzeichnet, dass die Mittel beabstandet von dem Rohr
(12; 22; 38; 42; 51) des Schichtspeichers (1; 40) angeordnet sind.
22. Schichtspeicher (1; 40) nach einem der Ansprüche 18 bis 21, da
durch gekennzeichnet, dass die Mittel in vertikaler Richtung verla
gerbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10123305A DE10123305A1 (de) | 2001-03-27 | 2001-05-14 | Schichtspeicher mit einem Speicherbehälter zum Speichern von Wärmeenergie |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10115195 | 2001-03-27 | ||
| DE10123305A DE10123305A1 (de) | 2001-03-27 | 2001-05-14 | Schichtspeicher mit einem Speicherbehälter zum Speichern von Wärmeenergie |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10123305A1 true DE10123305A1 (de) | 2002-10-02 |
Family
ID=7679325
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10123305A Withdrawn DE10123305A1 (de) | 2001-03-27 | 2001-05-14 | Schichtspeicher mit einem Speicherbehälter zum Speichern von Wärmeenergie |
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