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DE10122175A1 - Verfahren zum Herstellen von langnachleuchtenden Sicherheitsschildern - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von langnachleuchtenden Sicherheitsschildern

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DE10122175A1
DE10122175A1 DE10122175A DE10122175A DE10122175A1 DE 10122175 A1 DE10122175 A1 DE 10122175A1 DE 10122175 A DE10122175 A DE 10122175A DE 10122175 A DE10122175 A DE 10122175A DE 10122175 A1 DE10122175 A1 DE 10122175A1
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color
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luminous
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DE10122175A
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Joerg Marahrens
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MARAHRENS HASHAGEN JANINA
MARAHRENS HEINRICH
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MARAHRENS HASHAGEN JANINA
MARAHRENS HEINRICH
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von langnachleuchtenden Sicherheitsschildern, Sicherheitsmarkierungen, Sicherheitsleitsystemen und dergleichen mit einer vorgegebenen Leuchtdichte, insbesondere für den Außeneinsatz. Durch das Verfahren soll ein einfaches und relativ kostengünstiges Herstellen von Sicherheitszeichen ermöglicht werden. Hierzu umfasst das Verfahren folgende Schritte: Bereitstellen eines Prägers (2); Auftragen mindestens einer Leuchtfarbschicht (5) aus langnachleuchtender Farbe, die ein UV-Bindemittel und langnachleuchtende Pigmente umfasst, auf den Träger (2) und Aushärten der Farbschicht (5) mit einem vorbestimmten Licht-Zeit-Profil. Des Weiteren bezieht sich die Erfindung auf ein so hergestelltes Sicherheitszeichen.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von lang­ nachleuchtenden Sicherheitsschildern, Sicherheitsmarkierungen, Sicher­ heitssystemen und dergleichen mit einer vorgegebenen Leuchtdichte, insbe­ sondere für den Außenbereich. Des Weiteren bezieht sich die Erfindung auf ein durch dieses Verfahren hergestelltes Sicherheitszeichen.
Ein solches Verfahren ist z. B. aus der DE 198 46 552 A1 bekannt. Die mit die­ sem Verfahren hergestellten Sicherheitszeichen werden insbesondere für den Offshore-Einsatz, in der Schifffahrt, in chemischen Anlagen und derglei­ chen eingesetzt und müssen hohe Anforderungen an die Haltbarkeit und Wi­ derstandsfähigkeit erfüllen. In dieser Druckschrift ist ein Verfahren beschrie­ ben, bei dem man sowohl als Bindemittel für die mit lang nachleuchtenden Pigmenten versehene Schicht als auch für ein z. B. diese Schicht abdecken­ den Schutzlack einen Einbrennlack verwendet. Der Einbrennlack wird mittels eines vorgegebenen Temperatur-Zeit-Profils gehärtet. Aus den Ausfüh­ rungsformen ergibt sich, dass eine Einbrennzeit von mindestens 10 Minuten und eine Einbrenntemperatur von mindestens 140°C angewendet wird. Die Schutzlackschicht wird gemäß der beschriebenen Ausführungsformen bei ei­ ner Einbrenndauer von mindestens 10 Minuten und einer Temperatur von mindestens 150°C ausgehärtet.
Die durch solche Verfahren hergestellten Signalzeichen müssen strenge Anforderungen erfüllen, die insbesondere das Brandverhalten nach DIN 53438-2, die Beständigkeit gegen Farbänderung bei künstlicher Bewitterung über 500 Stunden UV-Bewitterung nach DIN 53387-1-D-X und die Bestän­ digkeit gegen Veränderungen durch Salzsprühnebel nach DIN 50021-SS über 120 Stunden Einwirkdauer umfasst. Gemäß DIN 67510-4 wird auch die Beständigkeit gegen Chemikalien nach DIN 30646 mit den Prüfflüssigkeiten: Destilliertes Wasser beim 65°C und 95°C, Waschlauge, Kaltreiniger, Test­ benzin und Dieselkraftstoff durchgeführt.
Diese Bestimmungen erfordern ein Großmaß an Präzision und stellen eine hohe Herausforderung an die Herstellverfahren solcher Sicherheitszeichen.
Zwar erfüllen bereits eine Reihe von Verfahren die Erfordernisse. Jedoch ist der hierfür notwendige Aufwand oftmals noch relativ hoch bzw. die Anzahl der notwendigen Verfahrensschritte kann sich unter Umständen negativ auf die aufzuwendenden Kosten auswirken.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Herstellen von lang nachleuchtenden Sicherheitsschildern, Sicherheitsmar­ kierungen, Sicherheitssystemen und dergleichen mit einer vorgegebenen Leuchtdichte bereitzustellen, das relativ einfach durchzuführen ist und kos­ tengünstig ist.
Erfindungsgemäß stellt hierzu das Verfahren folgende Schritte bereit:
Bereitstellen eines Trägers;
Auftragen mindestens einer Leuchtfarbschicht aus lang nachleuchtender Farbe, die ein UV-Bindemittel und lang nachleuchtende Pigmente umfasst, auf den Träger; und
Aushärten der Farbschicht mit einem vorbestimmten Licht-Zeit-Profil.
Die nunmehr auf diesem Gebiet neu eingesetzte lang leuchtende Farbe lässt sich also mit weniger Energieaufwand, nämlich durch Lichtaushärtung mittels eines vorbestimmten Licht-Zeit-Profils so auf einem Träger platzieren, dass ohne weiteres die für solche Sicherheitszeichen vorgeschriebenen Bestim­ mungen eingehalten werden. In vielen Fällen werden Sicherheitsschilder ausgehend von einem Aluminiumträger hergestellt, die unter dem Produkt­ namen "LimarLite®" vertrieben werden.
Darüber hinaus kann in einem weiteren Schritt mindestens eine Motivfarb­ schicht aus einer Motivfarbe, die ein UV-Mittel und Farbpigmente umfasst, auf den Träger aufgetragen werden. Solche Motivfarbschichten können in den üblichen Signalfarben, z. B. rot, blau, grün, gelb, schwarz etc. erzeugt werden. Neben diesen Motivfarbschichten gibt es dann die Leuchtfarb­ schicht, durch die dann eventuelle Piktogramme oder Symbole erzeugt wer­ den können. Auch das Aushärten dieser Motivfarbschicht erfolgt aufgrund der Lichtaushärtung mittels eines vorgegebenen Licht-Zeit-Profils energie­ ärmer als in den meisten Fällen des Standes der Technik, wo z. B. Einbrenn­ lacke verwendet werden.
Bevorzugt erfolgt das Aushärten der Leuchtfarbschicht und/oder der Motiv­ farbschicht durch UV-Photopolymerisation. Das Bindemittel dieser Farb­ schicht ist dann entsprechend geeignet ausgewählt, so dass eine ge­ wünschte Aushärtung bzw. Trocknung stattfindet.
Versuche haben gezeigt, dass gemäß einer Ausführungsform es vorteilhaft ist, wenn das Aushärten der Leuchtfarbschicht und/oder Motivfarbschicht im Durchlauf mit einer Durchlaufgeschwindigkeit von 7 bis 20 m/min erfolgt. Hierdurch ist sichergestellt, dass die Farbschichten über eine entsprechend vorgewählte Zeit einer Lichtquelle ausgesetzt sind.
Vorteilhafterweise kann das Aushärten der Leuchtfarbschicht und/oder Mo­ tivfarbschicht bei einer UV-Lichtleistung von 80 bis 240 Watt erfolgen. Insbe­ sondere bei einer Kombination mit der Ausführungsform des Anspruchs 4 er­ geben sich hierdurch vorteilhafte Aushärtergebnisse in der Durchlaufproduk­ tion. Darüber hinaus sind diese Wattleistungen erheblich geringer als für an­ dere Aushärtverfahren, z. B. das Einbrennaushärten, verwendet werden müs­ sen.
Des Weiteren kann das Aushärten der Motivfarbschicht bei einer geringeren UV-Lichtleistung als das Aushärten der Leuchtfarbschicht erfolgen. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn das Aushärten nacheinander erfolgt und die Motivfarbschicht wiederum der UV-Lichtleistung zum Aushärten der Leuchtfarbschicht ausgesetzt ist. Hierdurch wird ein Verspröden der Motiv­ farbschicht verhindert. Als Beispiel sei angefügt, dass die Motivfarbschicht mit einer UV-Lichtleistung von 160 Watt und das Aushärten der Leuchtfarb­ schicht mit einer Lichtleistung von 240 Watt erfolgen kann.
Zusätzlich kann nach dem Aushärten der Leuchtfarbschicht und/oder der Motivfarbschicht ein Warmforcieren bei einer Temperatur von 40° bis 115°C über einen Zeitraum von 10 bis 60 Minuten durchgeführt werden. Hierdurch wird die durch die UV-Strahlung in Gang gesetzte Aushärtreaktion noch ein wenig verlängert, so dass sich verbesserte Ergebnisse ergeben. Allerdings sind die hierfür benötigten Temperaturen nicht den Temperaturen beim Ein­ brennlackieren gleichzusetzen.
Günstigerweise kann das Warmforcieren in einem Standardkonvektionsofen erfolgen. Es sind demnach keine gesonderten Vorkehrungen zu treffen, um das Warmforcieren auszuführen.
Gemäß eines Ausführungsbeispiels weist die langnachleuchtende Farbe fol­ gende Bestandteile auf:
6 Teile Grundfarbe, die 50-100% Acrylat und 3-5% Härter (der 10-25% 2- Metoxyl-1-Methylethylacetat, 10-25% Xylol, 1-15% Ethylbenzol ≦ 1,0% Hexamethylen-1,6-diisocyanat aufweist) aufweist und 1-6 Teile nachleuch­ tende Pigmente. Zusätzlich könnte die Grundfarbe noch 10-25% Tripropy­ lenglykoldiacrylat aufweisen.
Diese Farbzusammensetzung hat sich für die gewünschten Einsatzzwecke, insbesondere in Verbindung mit Grundkörpern aus Aluminium bestens be­ währt.
Die Motivfarbschicht kann folgende Bestandteile aufweisen:
50-100% Acrylat (zuzüglich Farbpigmente) und 3-5% Härter (der 10-25 % 2-Methoxyl-1-Methylethylacetat, 10-25% Xylol, 1-15% Ethylbenzol und ≦ 1% Hexamehtylen-1,6-diisocyanat aufweist). Zusätzlich könnte die Grundfarbe noch 10-25% Tripropylenglykoldiacrylat aufweisen
Um möglichst exakte Farbschichten aufzutragen, kann z. B. die Leuchtfarb­ schicht im Siebdruckverfahren mit einem Gewebetyp 43-80 bis 61-64 aufge­ bracht werden. Dies sorgt dafür, dass schart kanturierte Farbabschnitte ge­ zielt aufbringbar sind. Darüber hinaus ist der gewählte Gewebetyp im Ein­ klang mit den Bestandteilen der lang leuchtenden Farbe.
Ähnliches gilt auch für die Motivfarbschicht. Diese kann ebenfalls im Sieb­ druckverfahren allerdings mit einem Gewebetyp 77-55 bis 120-34 aufge­ bracht werden.
Günstig ist insbesondere eine Variante, bei der die Motivfarbschicht vor der Leuchtfarbschicht aufgebracht wird. Hierdurch kommt die Leuchtfarbschicht vollständig zur Geltung, was sich herstellungstechnisch günstiger auswirkt.
Des Weiteren kann die Motivfarbschicht oder die Leuchtfarbschicht vor der jeweils anderen Farbschicht unter Auslassung der Bereiche für die jeweils andere Farbschicht aufgetragen werden. Die beiden Farbschichten liegen somit nebeneinander und nicht aufeinander, so dass in einem beträchtlichen Maße Farbe eingespart werden kann. Dies ist insbesondere für diese hoch­ wertigen Sicherheitszeichen von Vorteil, da die verwendeten Farben in aller Regel sehr teuer sind.
Vorteilhafterweise kann der Träger vor dem Auftragen der Leuchtfarbschicht und der Motivfarbschicht mit einer Beschichtung mit einer, bevorzugt weißen, Reflektions-Oberfläche beschichtet werden. Hierdurch werden die darauf an­ geordneten Farbschichten besser zur Geltung gebracht.
Darüber hinaus bezieht sich die Erfindung auf ein Sicherheitszeichen, insbe­ sondere Sicherheitsschild, Sicherheitsmarkierung, Sicherheitsleitsystem und dergleichen, das nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14 hergestellt ist.
Im Folgenden wird unter Zuhilfenahme einer Zeichnung die Erfindung näher erläutert. Die Figur zeigt:
Ein Sicherheitsschild (Notausgangsschild) in schematischer perspektivischer Darstellung im Vollschnitt.
Das in der Figur dargestellte Notausgangsschild 1 umfasst einen plattenför­ migen Träger 2, der bevorzugt aus Aluminium hergestellt ist. Als Trägerma­ terialien können jedoch auch Hart-PVC, PVC-Folie etc. Anwendung finden. Die nach oben weisende Hauptoberfläche 3 ist mit einer möglichst weißen Reflexionsschicht 4 versehen. Der Träger 2 mit der Reflexionsschicht 4 wird in aller Regel schon vorbereitet dem nachfolgenden Siebdruckverfahren als kombiniertes Rohmaterial zugeführt.
Das von der Farbkombination und der Piktogrammform relativ einfach ge­ haltene Notausgangsschild 1 umfasst nunmehr zwei nebeneinanderliegende Farbschichten. Diese Farbschichten müssen aufgrund der Siebdruckaufbrin­ gung nicht zwangsläufig zusammenhängend ausgebildet sein, sondern es können jeweils separate Bereiche ausgestaltet werden, die wiederum voll­ ständig von der anderen Farbschicht umgeben sein können. Zum Zwecke der Vereinfachung soll jedoch die durch einen einzigen Siebdruckauftrag aufge­ brachten Farbbereiche als eine Farbschicht bezeichnet werden.
Zum einen handelt es sich hierbei um eine Leuchtfarbschicht 5, die ein UV- Bindemittel mit langnachleuchtenden Pigmenten (z. B. Lumilux SN/F250095) mit einem Mischungsverhältnis von 6 : 1 bis 6 : 7, vorzugsweise 6 : 1,5 bis 6 : 6, inklusive einem Farbadditiv von 2 bis 8% umfasst. Durch diese Leuchtfarb­ schicht 5 sind der rechteckförmige Rahmen sowie die Piktogrammdarstellung (das laufende Männchen, der Pfeil und die stilisierte Tür) erzeugt. Sämtliche anderen innerhalb des Rahmens der Leuchtfarbschicht 5 befindlichen Berei­ che sind zum anderen mit einer Motivfarbschicht versehen. Bei einem Not­ ausgangsschild 1 wird hierzu die Farbe Grün gewählt. Gängige weitere Mo­ tivfarben für Sicherheitsschilder sind rot, blau, grün, gelb, schwarz etc.
Die Motivfarbschicht (als Kontrastfarbe) basiert auf einer lichtaushärtenden Farbe unter Zusatz eines Farbadditivs anteilig von 2 bis 8%.
Aus der Figur ist zu erkennen, dass sowohl die Leuchtfarbschicht 5 als auch die Motivfarbschicht 6 im Wesentlichen gleiche Dicke aufweisen und sich möglichst nicht überlappen, sondern nebeneinander angeordnet sind. Durch die verwendete Siebdrucktechnik ist dies relativ einfach sicherzustellen.
Im Folgenden wird nun eine Herstellungsvariante des oben beschriebenen Notausgangsschilds 1 näher beschrieben.
Nach dem Bereitstellen des Aluminiumträgers 2 mit der weißen Reflexions­ schicht 4 wird mittels eines Siebdruckverfahrens die Motivfarbschicht 6, im vorliegenden Fall die Fluchtwegsymbolfarbe grün, aufgetragen. Um diese Farbe zu verdrucken, werden Gewebetypen von 77-55 bis 120-34 eingesetzt. Nach diesem Auftrag sind demnach der Rahmen und die Piktogrammdar­ stellung noch nicht vorhanden. Nachfolgend wird im Durchlaufverfahren bei einer Durchlaufgeschwindigkeit von 7 bis 20 m/min und unter UV-Licht von 2 × 80 Watt bei 100% Leistung die UV-aushärtbare Farbe photopolymerisiert. Um eine größere Haltbarkeit zu erreichen, kann an diese UV-Aushärtung noch eine Wärmeforcierung in einem Standardkonvektionsofen durchgeführt werden. Das Wärmeforcieren findet bei einer Temperatur von 40 bis 115°C über einen Zeitraum von 10 bis 60 Minuten statt.
Anschließend wird die Leuchtfarbschicht 5 mittels eines Siebdruckverfahrens aufgebracht. Es werden sowohl der Rahmen als auch die von der Motivfarb­ schicht 6 freigelassenen Piktogrammstellen ausgefüllt. Je nach gewünschter Leuchtdichte kann der Anteil der langnachleuchtenden Pigmente gewählt werden. In den meisten Fällen wird jedoch eine möglichst lange Photolumini­ zenz gewünscht. Zum Verdrucken der Leuchtfarbe wird bevorzugt ein Sieb­ druckgewebe-Typ 36-100 bis 61-64 eingesetzt. Anschließend wird die Leuchtfarbschicht 5 unter UV-Licht mit 2 × 80 Watt bei 100% Leistung und einer Durchlaufgeschwindigkeit von 7 bis 20 m/min photopolymerisiert. Auch hier kann zur Erhöhung der Stabilität noch ein Wärmeforcieren nachge­ schaltet werden. Dieses findet in einem Standardkonvektionsofen bei einer Temperatur von 40° bis 115°C über einen Zeitraum von 10 bis 60 Minuten statt.
Aufgrund der Tatsache, dass auch größere Träger 2 zum Einsatz kommen können, erfolgt in aller Regel anschließend ein Beschnitt, so dass die end­ gültige Schilderform erhalten wird. Grundsätzlich erfolgt der Beschnitt au­ ßerhalb der bedruckten Fläche, insbesondere außerhalb des Bereichs der Pigmentierung.
Durch das oben beschriebene Verfahren können langnachleuchtende Si­ cherheitsschilder, Sicherheitsmarkierungen, bodennahe Sicherheitsleitsys­ teme oder dergleichen mit unterschiedlichen Anforderungsprofilen, begin­ nend mit einer einfach bis hin zu einer extrem hohen Leuchtdichte hergestellt werden. Der Einsatz ist für den Bereich Offshore, Schiffs- und Landbereich für innen und außen vorgesehen. Die so hergestellten Sicherheitszeichen verfügen nicht nur über eine hohe Leuchtkraft, sondern auch über eine recht große Resistenz gegen Witterungseinflüsse (z. B. Salzsprühnebel), Bestän­ digkeit gegen Chemikalien, Waschlaugen, Benzin, Kaltreiniger, Dieselkraft­ stoff, destilliertes Wasser (Heißdampf), Feuer u. a.
Um sehr hohe Leuchtdichten zu ermöglichen, wird eine entsprechend große Menge an langnachleuchtenden Pigmenten pro qmm in der jeweilig verwendeten Schichtdicke benötigt oder durch mehrfaches Bedrucken eine größere Schichtdicke erzeugt. Dieses komplizierte Verfahren setzt zum Teil mehrere Druckvorgänge voraus, die in der Handhabung sehr aufwändig sind. Die durch das Verfahren hergestellten Sicherheitszeichen werden unter dem Markennamen "LimarLite®" auf den Markt kommen.
Beispiele
Die Motivfarbe weist folgende Bestandteile auf:
50-100% Acrylat (zuzüglich Farbpigmente) und 3-5% Härter (der 10-­ 25% 2-Metoxyl-1-Methylethylacetat, 10-25% Xylol, 1-15% Ethylbenzol und ≦ 1,0% Hexamethylen-1,6-diisocyanat aufweist). Es kann auch UV- Elastifizierungsmittel vorgesehen sein. Der Härter wird bevorzugt mit einem Anteil von 4,1% zugegeben. Das Bedrucken erfolgt durch eine Gewebe mit 100 Fäden in Kett und Schuss, die Trocknung unter UV-Licht bei 2 × 80 W und einer Vorschubgeschwindigkeit von 7 m/min.
Die langnachleuchtende Farbe weist 50-100% Acrylat und 3-5% Härter (der 10-25% 2-Metoxyl-1-Methlyethylacetat, 10-25% 25% Xylol, 1% Ethylbenzol und ≦ 1,0% Hexamethylen-1,6-diisocyanat aufweist) auf. Der Härter kann bevorzugt in einem Anteil von 4,8% zugeführt werden. Diese Grundfarbe wir mit einem nachleuchtenden Pigment (z. B. Pigment der Firma Honeywell Lumilux Grün SN/F250095) gemischt. Für ein standardnach­ leuchtendes Produkt werden 6 Teile Grundfarbe (insbesondere Acrylat und Härter) und 1,5 Teile langnachleuchtende Pigmente vermischt. Für ein hochintensives Produkt, werden 6 Teile Grundfarbe und 6 Teile langnach­ leuchtende Pigmente vermischt. Hierbei erfolgt noch zusätzlich eine Zwei­ fach-Bedruckung mit Zwischentrocknung. Die Bedruckung kann bevorzugt durch ein Gewebe mit 34 Fäden in Kett und Schuss erfolgen.
Abschließend erfolgt eine Wärmeforcierung bzw. Wärmebehandlung der Schilder bei 120°C bei einer Zeit von 20 min.
Die UV-Trocknung kann unter einer UV-Brücke der Firma Thieme/Natgraph erfolgen. Diese umfasst zwei UV-Lampen mit maximaler Leistung von 120 W/pro Lampe. Die Breite der Strahler beträgt 130 mm. Der Abstand zwischen den Lampen beträgt bevorzugt 500 mm. Vor den UV-Lampen sind zwei Heißluftzonen mit einer Gesamtlänge von 4000 mm, sowie einem Einlauf von 1000 mm vorgesehen. Hinter den UV-Lampen befindet sich eine Kühlzone mit einer Länge von 1300 mm. Die Gesamtlänge der Trockenstraße beträgt ca. 7300 mm. Diese Längen sind jeweils von den Gegebenheiten der ver­ wendeten Farbe und dem gewünschten Härtegrad abhängig.

Claims (16)

1. Verfahren zum Herstellen von langnachleuchtenden Sicherheitsschildern, Sicherheitsmarkierungen, Sicherheitsleitsystemen und dergleichen mit einer vorgegebenen Leuchtdichte, insbesondere für den Außeneinsatz mit folgen­ den Schritten:
Bereitstellen eines Trägers (2);
Auftragen mindestens einer Leuchtfarbschicht (5) aus langnachleuchtender Farbe, die ein UV-Bindemittel und langnachleuchtende Pigmente umfasst, auf den Träger (2) und
Aushärten der Farbschicht (5) mit einem vorbestimmten Licht-Zeit-Profil.
2. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch ge­ kennzeichnet, dass in einem weiteren Schritt mindestens eine Motivfarb­ schicht (6) aus einer Motivfarbe, die ein UV-Bindemittel und Farbpigmente umfasst, auf den Träger (2) aufgetragen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Aushärten der Leuchtfarbschicht (5) und/oder der Motivfarbschicht (6) durch UV-Photopolymerisation durchgeführt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Aushärten der Leuchtfarbschicht (5) und/oder der Motivfarbschicht (6) im Durchlauf mit einer Durchlaufgeschwindigkeit von 7-20 m/min erfolgt.
5. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch ge­ kennzeichnet, dass das Aushärten der Leuchtfarbschicht (5) und/oder Mo­ tivfarbschicht (6) bei einer UV-Lichtleistung von 80 bis 240 Watt erfolgt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Aus­ härten der Motivfarbschicht (6) bei einer geringeren UV-Lichtleistung als das Aushärten der Leuchtfarbschicht (5) erfolgt.
7. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch ge­ kennzeichnet, dass nach dem Aushärten der Leuchtfarbschicht (5) und/oder der Motivfarbschicht (6) ein Warmforcieren bei einer Temperatur von 40° bis 115°C über einen Zeitraum von 10 bis 60 Minuten durchgeführt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Warm­ forcieren in einem Standardkonvektionsofen erfolgt.
9. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch ge­ kennzeichnet, dass die langnachleuchtende Farbe folgende Bestandteile aufweist:
6 Teile Grundfarbe, die 50-100% Acrylat und 3-5% Härter (der 10-25% 2- Metoxyl-1-Methylethylacetat, 10-25% Xylol, 1-15% Ethylbenzol ≦ 1,0% Hexamethylen-1,6-diisocyanat aufweist) und 1-6 Teile nachleuchtende Pigmente.
10. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch ge­ kennzeichnet, dass die Motivfarbe folgende Bestandteile aufweist:
50-100% Acrylat (zuzüglich Farbpigmente) und 3-5% Härter (der 10-25 % 2-Methoxyl-1-Methylethylacetat, 10-25% Xylol, 1-15% Ethylbenzol und ≦ 1% Hexamehtylen-1,6-diisocyanat aufweist).
11. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch ge­ kennzeichnet, dass die Leuchtfarbschicht (5) im Siebdruckverfahren mit ei­ nem Gewebetyp 36-100 bis 61-64 aufgebracht wird.
12. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch ge­ kennzeichnet, dass die Motivfarbschicht (6) im Siebdruckverfahren mit ei­ nem Gewebetyp 77-55 bis 120-34 aufgebracht wird.
13. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch ge­ kennzeichnet, dass die Motivfarbschicht (6) vor der Leuchtfarbschicht (5) aufgebracht wird.
14. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch ge­ kennzeichnet, dass die Motivfarbschicht (6) oder die Leuchtfarbschicht (5) vor der jeweils anderen Farbschicht (5, 6) unter Auslassung der bereits für die jeweils andere Farbschicht (5, 6) aufgetragen wird.
15. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch ge­ kennzeichnet, dass der Träger (2) vor dem Auftragen der Leuchtfarbschicht (5) und der Motivfarbschicht (6) mit einer Beschichtung (4) mit einer, bevor­ zugt weißen Reflexionsoberfläche, beschichtet wird.
16. Sicherheitszeichen, insbesondere Sicherheitsschild, Sicherheitsmarkie­ rung, Sicherheitsleitsystem und dergleichen, hergestellt nach einem Verfah­ ren nach einem der Ansprüche 1 bis 15.
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