DE10122175A1 - Verfahren zum Herstellen von langnachleuchtenden Sicherheitsschildern - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von langnachleuchtenden SicherheitsschildernInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von langnachleuchtenden Sicherheitsschildern, Sicherheitsmarkierungen, Sicherheitsleitsystemen und dergleichen mit einer vorgegebenen Leuchtdichte, insbesondere für den Außeneinsatz. Durch das Verfahren soll ein einfaches und relativ kostengünstiges Herstellen von Sicherheitszeichen ermöglicht werden. Hierzu umfasst das Verfahren folgende Schritte: Bereitstellen eines Prägers (2); Auftragen mindestens einer Leuchtfarbschicht (5) aus langnachleuchtender Farbe, die ein UV-Bindemittel und langnachleuchtende Pigmente umfasst, auf den Träger (2) und Aushärten der Farbschicht (5) mit einem vorbestimmten Licht-Zeit-Profil. Des Weiteren bezieht sich die Erfindung auf ein so hergestelltes Sicherheitszeichen.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von lang
nachleuchtenden Sicherheitsschildern, Sicherheitsmarkierungen, Sicher
heitssystemen und dergleichen mit einer vorgegebenen Leuchtdichte, insbe
sondere für den Außenbereich. Des Weiteren bezieht sich die Erfindung auf
ein durch dieses Verfahren hergestelltes Sicherheitszeichen.
Ein solches Verfahren ist z. B. aus der DE 198 46 552 A1 bekannt. Die mit die
sem Verfahren hergestellten Sicherheitszeichen werden insbesondere für
den Offshore-Einsatz, in der Schifffahrt, in chemischen Anlagen und derglei
chen eingesetzt und müssen hohe Anforderungen an die Haltbarkeit und Wi
derstandsfähigkeit erfüllen. In dieser Druckschrift ist ein Verfahren beschrie
ben, bei dem man sowohl als Bindemittel für die mit lang nachleuchtenden
Pigmenten versehene Schicht als auch für ein z. B. diese Schicht abdecken
den Schutzlack einen Einbrennlack verwendet. Der Einbrennlack wird mittels
eines vorgegebenen Temperatur-Zeit-Profils gehärtet. Aus den Ausfüh
rungsformen ergibt sich, dass eine Einbrennzeit von mindestens 10 Minuten
und eine Einbrenntemperatur von mindestens 140°C angewendet wird. Die
Schutzlackschicht wird gemäß der beschriebenen Ausführungsformen bei ei
ner Einbrenndauer von mindestens 10 Minuten und einer Temperatur von
mindestens 150°C ausgehärtet.
Die durch solche Verfahren hergestellten Signalzeichen müssen strenge
Anforderungen erfüllen, die insbesondere das Brandverhalten nach DIN
53438-2, die Beständigkeit gegen Farbänderung bei künstlicher Bewitterung
über 500 Stunden UV-Bewitterung nach DIN 53387-1-D-X und die Bestän
digkeit gegen Veränderungen durch Salzsprühnebel nach DIN 50021-SS
über 120 Stunden Einwirkdauer umfasst. Gemäß DIN 67510-4 wird auch die
Beständigkeit gegen Chemikalien nach DIN 30646 mit den Prüfflüssigkeiten:
Destilliertes Wasser beim 65°C und 95°C, Waschlauge, Kaltreiniger, Test
benzin und Dieselkraftstoff durchgeführt.
Diese Bestimmungen erfordern ein Großmaß an Präzision und stellen eine
hohe Herausforderung an die Herstellverfahren solcher Sicherheitszeichen.
Zwar erfüllen bereits eine Reihe von Verfahren die Erfordernisse. Jedoch ist
der hierfür notwendige Aufwand oftmals noch relativ hoch bzw. die Anzahl
der notwendigen Verfahrensschritte kann sich unter Umständen negativ auf
die aufzuwendenden Kosten auswirken.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum
Herstellen von lang nachleuchtenden Sicherheitsschildern, Sicherheitsmar
kierungen, Sicherheitssystemen und dergleichen mit einer vorgegebenen
Leuchtdichte bereitzustellen, das relativ einfach durchzuführen ist und kos
tengünstig ist.
Erfindungsgemäß stellt hierzu das Verfahren folgende Schritte bereit:
Bereitstellen eines Trägers;
Auftragen mindestens einer Leuchtfarbschicht aus lang nachleuchtender Farbe, die ein UV-Bindemittel und lang nachleuchtende Pigmente umfasst, auf den Träger; und
Aushärten der Farbschicht mit einem vorbestimmten Licht-Zeit-Profil.
Bereitstellen eines Trägers;
Auftragen mindestens einer Leuchtfarbschicht aus lang nachleuchtender Farbe, die ein UV-Bindemittel und lang nachleuchtende Pigmente umfasst, auf den Träger; und
Aushärten der Farbschicht mit einem vorbestimmten Licht-Zeit-Profil.
Die nunmehr auf diesem Gebiet neu eingesetzte lang leuchtende Farbe lässt
sich also mit weniger Energieaufwand, nämlich durch Lichtaushärtung mittels
eines vorbestimmten Licht-Zeit-Profils so auf einem Träger platzieren, dass
ohne weiteres die für solche Sicherheitszeichen vorgeschriebenen Bestim
mungen eingehalten werden. In vielen Fällen werden Sicherheitsschilder
ausgehend von einem Aluminiumträger hergestellt, die unter dem Produkt
namen "LimarLite®" vertrieben werden.
Darüber hinaus kann in einem weiteren Schritt mindestens eine Motivfarb
schicht aus einer Motivfarbe, die ein UV-Mittel und Farbpigmente umfasst,
auf den Träger aufgetragen werden. Solche Motivfarbschichten können in
den üblichen Signalfarben, z. B. rot, blau, grün, gelb, schwarz etc. erzeugt
werden. Neben diesen Motivfarbschichten gibt es dann die Leuchtfarb
schicht, durch die dann eventuelle Piktogramme oder Symbole erzeugt wer
den können. Auch das Aushärten dieser Motivfarbschicht erfolgt aufgrund
der Lichtaushärtung mittels eines vorgegebenen Licht-Zeit-Profils energie
ärmer als in den meisten Fällen des Standes der Technik, wo z. B. Einbrenn
lacke verwendet werden.
Bevorzugt erfolgt das Aushärten der Leuchtfarbschicht und/oder der Motiv
farbschicht durch UV-Photopolymerisation. Das Bindemittel dieser Farb
schicht ist dann entsprechend geeignet ausgewählt, so dass eine ge
wünschte Aushärtung bzw. Trocknung stattfindet.
Versuche haben gezeigt, dass gemäß einer Ausführungsform es vorteilhaft
ist, wenn das Aushärten der Leuchtfarbschicht und/oder Motivfarbschicht im
Durchlauf mit einer Durchlaufgeschwindigkeit von 7 bis 20 m/min erfolgt.
Hierdurch ist sichergestellt, dass die Farbschichten über eine entsprechend
vorgewählte Zeit einer Lichtquelle ausgesetzt sind.
Vorteilhafterweise kann das Aushärten der Leuchtfarbschicht und/oder Mo
tivfarbschicht bei einer UV-Lichtleistung von 80 bis 240 Watt erfolgen. Insbe
sondere bei einer Kombination mit der Ausführungsform des Anspruchs 4 er
geben sich hierdurch vorteilhafte Aushärtergebnisse in der Durchlaufproduk
tion. Darüber hinaus sind diese Wattleistungen erheblich geringer als für an
dere Aushärtverfahren, z. B. das Einbrennaushärten, verwendet werden müs
sen.
Des Weiteren kann das Aushärten der Motivfarbschicht bei einer geringeren
UV-Lichtleistung als das Aushärten der Leuchtfarbschicht erfolgen. Dies ist
insbesondere dann von Vorteil, wenn das Aushärten nacheinander erfolgt
und die Motivfarbschicht wiederum der UV-Lichtleistung zum Aushärten der
Leuchtfarbschicht ausgesetzt ist. Hierdurch wird ein Verspröden der Motiv
farbschicht verhindert. Als Beispiel sei angefügt, dass die Motivfarbschicht
mit einer UV-Lichtleistung von 160 Watt und das Aushärten der Leuchtfarb
schicht mit einer Lichtleistung von 240 Watt erfolgen kann.
Zusätzlich kann nach dem Aushärten der Leuchtfarbschicht und/oder der
Motivfarbschicht ein Warmforcieren bei einer Temperatur von 40° bis 115°C
über einen Zeitraum von 10 bis 60 Minuten durchgeführt werden. Hierdurch
wird die durch die UV-Strahlung in Gang gesetzte Aushärtreaktion noch ein
wenig verlängert, so dass sich verbesserte Ergebnisse ergeben. Allerdings
sind die hierfür benötigten Temperaturen nicht den Temperaturen beim Ein
brennlackieren gleichzusetzen.
Günstigerweise kann das Warmforcieren in einem Standardkonvektionsofen
erfolgen. Es sind demnach keine gesonderten Vorkehrungen zu treffen, um
das Warmforcieren auszuführen.
Gemäß eines Ausführungsbeispiels weist die langnachleuchtende Farbe fol
gende Bestandteile auf:
6 Teile Grundfarbe, die 50-100% Acrylat und 3-5% Härter (der 10-25% 2- Metoxyl-1-Methylethylacetat, 10-25% Xylol, 1-15% Ethylbenzol ≦ 1,0% Hexamethylen-1,6-diisocyanat aufweist) aufweist und 1-6 Teile nachleuch tende Pigmente. Zusätzlich könnte die Grundfarbe noch 10-25% Tripropy lenglykoldiacrylat aufweisen.
6 Teile Grundfarbe, die 50-100% Acrylat und 3-5% Härter (der 10-25% 2- Metoxyl-1-Methylethylacetat, 10-25% Xylol, 1-15% Ethylbenzol ≦ 1,0% Hexamethylen-1,6-diisocyanat aufweist) aufweist und 1-6 Teile nachleuch tende Pigmente. Zusätzlich könnte die Grundfarbe noch 10-25% Tripropy lenglykoldiacrylat aufweisen.
Diese Farbzusammensetzung hat sich für die gewünschten Einsatzzwecke,
insbesondere in Verbindung mit Grundkörpern aus Aluminium bestens be
währt.
Die Motivfarbschicht kann folgende Bestandteile aufweisen:
50-100% Acrylat (zuzüglich Farbpigmente) und 3-5% Härter (der 10-25 % 2-Methoxyl-1-Methylethylacetat, 10-25% Xylol, 1-15% Ethylbenzol und ≦ 1% Hexamehtylen-1,6-diisocyanat aufweist). Zusätzlich könnte die Grundfarbe noch 10-25% Tripropylenglykoldiacrylat aufweisen
50-100% Acrylat (zuzüglich Farbpigmente) und 3-5% Härter (der 10-25 % 2-Methoxyl-1-Methylethylacetat, 10-25% Xylol, 1-15% Ethylbenzol und ≦ 1% Hexamehtylen-1,6-diisocyanat aufweist). Zusätzlich könnte die Grundfarbe noch 10-25% Tripropylenglykoldiacrylat aufweisen
Um möglichst exakte Farbschichten aufzutragen, kann z. B. die Leuchtfarb
schicht im Siebdruckverfahren mit einem Gewebetyp 43-80 bis 61-64 aufge
bracht werden. Dies sorgt dafür, dass schart kanturierte Farbabschnitte ge
zielt aufbringbar sind. Darüber hinaus ist der gewählte Gewebetyp im Ein
klang mit den Bestandteilen der lang leuchtenden Farbe.
Ähnliches gilt auch für die Motivfarbschicht. Diese kann ebenfalls im Sieb
druckverfahren allerdings mit einem Gewebetyp 77-55 bis 120-34 aufge
bracht werden.
Günstig ist insbesondere eine Variante, bei der die Motivfarbschicht vor der
Leuchtfarbschicht aufgebracht wird. Hierdurch kommt die Leuchtfarbschicht
vollständig zur Geltung, was sich herstellungstechnisch günstiger auswirkt.
Des Weiteren kann die Motivfarbschicht oder die Leuchtfarbschicht vor der
jeweils anderen Farbschicht unter Auslassung der Bereiche für die jeweils
andere Farbschicht aufgetragen werden. Die beiden Farbschichten liegen
somit nebeneinander und nicht aufeinander, so dass in einem beträchtlichen
Maße Farbe eingespart werden kann. Dies ist insbesondere für diese hoch
wertigen Sicherheitszeichen von Vorteil, da die verwendeten Farben in aller
Regel sehr teuer sind.
Vorteilhafterweise kann der Träger vor dem Auftragen der Leuchtfarbschicht
und der Motivfarbschicht mit einer Beschichtung mit einer, bevorzugt weißen,
Reflektions-Oberfläche beschichtet werden. Hierdurch werden die darauf an
geordneten Farbschichten besser zur Geltung gebracht.
Darüber hinaus bezieht sich die Erfindung auf ein Sicherheitszeichen, insbe
sondere Sicherheitsschild, Sicherheitsmarkierung, Sicherheitsleitsystem und
dergleichen, das nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14
hergestellt ist.
Im Folgenden wird unter Zuhilfenahme einer Zeichnung die Erfindung näher
erläutert. Die Figur zeigt:
Ein Sicherheitsschild (Notausgangsschild) in schematischer perspektivischer
Darstellung im Vollschnitt.
Das in der Figur dargestellte Notausgangsschild 1 umfasst einen plattenför
migen Träger 2, der bevorzugt aus Aluminium hergestellt ist. Als Trägerma
terialien können jedoch auch Hart-PVC, PVC-Folie etc. Anwendung finden.
Die nach oben weisende Hauptoberfläche 3 ist mit einer möglichst weißen
Reflexionsschicht 4 versehen. Der Träger 2 mit der Reflexionsschicht 4 wird
in aller Regel schon vorbereitet dem nachfolgenden Siebdruckverfahren als
kombiniertes Rohmaterial zugeführt.
Das von der Farbkombination und der Piktogrammform relativ einfach ge
haltene Notausgangsschild 1 umfasst nunmehr zwei nebeneinanderliegende
Farbschichten. Diese Farbschichten müssen aufgrund der Siebdruckaufbrin
gung nicht zwangsläufig zusammenhängend ausgebildet sein, sondern es
können jeweils separate Bereiche ausgestaltet werden, die wiederum voll
ständig von der anderen Farbschicht umgeben sein können. Zum Zwecke der
Vereinfachung soll jedoch die durch einen einzigen Siebdruckauftrag aufge
brachten Farbbereiche als eine Farbschicht bezeichnet werden.
Zum einen handelt es sich hierbei um eine Leuchtfarbschicht 5, die ein UV-
Bindemittel mit langnachleuchtenden Pigmenten (z. B. Lumilux SN/F250095)
mit einem Mischungsverhältnis von 6 : 1 bis 6 : 7, vorzugsweise 6 : 1,5 bis 6 : 6,
inklusive einem Farbadditiv von 2 bis 8% umfasst. Durch diese Leuchtfarb
schicht 5 sind der rechteckförmige Rahmen sowie die Piktogrammdarstellung
(das laufende Männchen, der Pfeil und die stilisierte Tür) erzeugt. Sämtliche
anderen innerhalb des Rahmens der Leuchtfarbschicht 5 befindlichen Berei
che sind zum anderen mit einer Motivfarbschicht versehen. Bei einem Not
ausgangsschild 1 wird hierzu die Farbe Grün gewählt. Gängige weitere Mo
tivfarben für Sicherheitsschilder sind rot, blau, grün, gelb, schwarz etc.
Die Motivfarbschicht (als Kontrastfarbe) basiert auf einer lichtaushärtenden
Farbe unter Zusatz eines Farbadditivs anteilig von 2 bis 8%.
Aus der Figur ist zu erkennen, dass sowohl die Leuchtfarbschicht 5 als auch
die Motivfarbschicht 6 im Wesentlichen gleiche Dicke aufweisen und sich
möglichst nicht überlappen, sondern nebeneinander angeordnet sind. Durch
die verwendete Siebdrucktechnik ist dies relativ einfach sicherzustellen.
Im Folgenden wird nun eine Herstellungsvariante des oben beschriebenen
Notausgangsschilds 1 näher beschrieben.
Nach dem Bereitstellen des Aluminiumträgers 2 mit der weißen Reflexions
schicht 4 wird mittels eines Siebdruckverfahrens die Motivfarbschicht 6, im
vorliegenden Fall die Fluchtwegsymbolfarbe grün, aufgetragen. Um diese
Farbe zu verdrucken, werden Gewebetypen von 77-55 bis 120-34 eingesetzt.
Nach diesem Auftrag sind demnach der Rahmen und die Piktogrammdar
stellung noch nicht vorhanden. Nachfolgend wird im Durchlaufverfahren bei
einer Durchlaufgeschwindigkeit von 7 bis 20 m/min und unter UV-Licht von 2
× 80 Watt bei 100% Leistung die UV-aushärtbare Farbe photopolymerisiert.
Um eine größere Haltbarkeit zu erreichen, kann an diese UV-Aushärtung
noch eine Wärmeforcierung in einem Standardkonvektionsofen durchgeführt
werden. Das Wärmeforcieren findet bei einer Temperatur von 40 bis 115°C
über einen Zeitraum von 10 bis 60 Minuten statt.
Anschließend wird die Leuchtfarbschicht 5 mittels eines Siebdruckverfahrens
aufgebracht. Es werden sowohl der Rahmen als auch die von der Motivfarb
schicht 6 freigelassenen Piktogrammstellen ausgefüllt. Je nach gewünschter
Leuchtdichte kann der Anteil der langnachleuchtenden Pigmente gewählt
werden. In den meisten Fällen wird jedoch eine möglichst lange Photolumini
zenz gewünscht. Zum Verdrucken der Leuchtfarbe wird bevorzugt ein Sieb
druckgewebe-Typ 36-100 bis 61-64 eingesetzt. Anschließend wird die
Leuchtfarbschicht 5 unter UV-Licht mit 2 × 80 Watt bei 100% Leistung und
einer Durchlaufgeschwindigkeit von 7 bis 20 m/min photopolymerisiert. Auch
hier kann zur Erhöhung der Stabilität noch ein Wärmeforcieren nachge
schaltet werden. Dieses findet in einem Standardkonvektionsofen bei einer
Temperatur von 40° bis 115°C über einen Zeitraum von 10 bis 60 Minuten
statt.
Aufgrund der Tatsache, dass auch größere Träger 2 zum Einsatz kommen
können, erfolgt in aller Regel anschließend ein Beschnitt, so dass die end
gültige Schilderform erhalten wird. Grundsätzlich erfolgt der Beschnitt au
ßerhalb der bedruckten Fläche, insbesondere außerhalb des Bereichs der
Pigmentierung.
Durch das oben beschriebene Verfahren können langnachleuchtende Si
cherheitsschilder, Sicherheitsmarkierungen, bodennahe Sicherheitsleitsys
teme oder dergleichen mit unterschiedlichen Anforderungsprofilen, begin
nend mit einer einfach bis hin zu einer extrem hohen Leuchtdichte hergestellt
werden. Der Einsatz ist für den Bereich Offshore, Schiffs- und Landbereich
für innen und außen vorgesehen. Die so hergestellten Sicherheitszeichen
verfügen nicht nur über eine hohe Leuchtkraft, sondern auch über eine recht
große Resistenz gegen Witterungseinflüsse (z. B. Salzsprühnebel), Bestän
digkeit gegen Chemikalien, Waschlaugen, Benzin, Kaltreiniger, Dieselkraft
stoff, destilliertes Wasser (Heißdampf), Feuer u. a.
Um sehr hohe Leuchtdichten zu ermöglichen, wird eine entsprechend große
Menge an langnachleuchtenden Pigmenten pro qmm in der jeweilig verwendeten
Schichtdicke benötigt oder durch mehrfaches Bedrucken eine größere
Schichtdicke erzeugt. Dieses komplizierte Verfahren setzt zum Teil mehrere
Druckvorgänge voraus, die in der Handhabung sehr aufwändig sind. Die
durch das Verfahren hergestellten Sicherheitszeichen werden unter dem
Markennamen "LimarLite®" auf den Markt kommen.
Die Motivfarbe weist folgende Bestandteile auf:
50-100% Acrylat (zuzüglich Farbpigmente) und 3-5% Härter (der 10- 25% 2-Metoxyl-1-Methylethylacetat, 10-25% Xylol, 1-15% Ethylbenzol und ≦ 1,0% Hexamethylen-1,6-diisocyanat aufweist). Es kann auch UV- Elastifizierungsmittel vorgesehen sein. Der Härter wird bevorzugt mit einem Anteil von 4,1% zugegeben. Das Bedrucken erfolgt durch eine Gewebe mit 100 Fäden in Kett und Schuss, die Trocknung unter UV-Licht bei 2 × 80 W und einer Vorschubgeschwindigkeit von 7 m/min.
50-100% Acrylat (zuzüglich Farbpigmente) und 3-5% Härter (der 10- 25% 2-Metoxyl-1-Methylethylacetat, 10-25% Xylol, 1-15% Ethylbenzol und ≦ 1,0% Hexamethylen-1,6-diisocyanat aufweist). Es kann auch UV- Elastifizierungsmittel vorgesehen sein. Der Härter wird bevorzugt mit einem Anteil von 4,1% zugegeben. Das Bedrucken erfolgt durch eine Gewebe mit 100 Fäden in Kett und Schuss, die Trocknung unter UV-Licht bei 2 × 80 W und einer Vorschubgeschwindigkeit von 7 m/min.
Die langnachleuchtende Farbe weist 50-100% Acrylat und 3-5% Härter
(der 10-25% 2-Metoxyl-1-Methlyethylacetat, 10-25% 25% Xylol, 1%
Ethylbenzol und ≦ 1,0% Hexamethylen-1,6-diisocyanat aufweist) auf. Der
Härter kann bevorzugt in einem Anteil von 4,8% zugeführt werden. Diese
Grundfarbe wir mit einem nachleuchtenden Pigment (z. B. Pigment der Firma
Honeywell Lumilux Grün SN/F250095) gemischt. Für ein standardnach
leuchtendes Produkt werden 6 Teile Grundfarbe (insbesondere Acrylat und
Härter) und 1,5 Teile langnachleuchtende Pigmente vermischt. Für ein
hochintensives Produkt, werden 6 Teile Grundfarbe und 6 Teile langnach
leuchtende Pigmente vermischt. Hierbei erfolgt noch zusätzlich eine Zwei
fach-Bedruckung mit Zwischentrocknung. Die Bedruckung kann bevorzugt
durch ein Gewebe mit 34 Fäden in Kett und Schuss erfolgen.
Abschließend erfolgt eine Wärmeforcierung bzw. Wärmebehandlung der
Schilder bei 120°C bei einer Zeit von 20 min.
Die UV-Trocknung kann unter einer UV-Brücke der Firma Thieme/Natgraph
erfolgen. Diese umfasst zwei UV-Lampen mit maximaler Leistung von 120 W/pro
Lampe. Die Breite der Strahler beträgt 130 mm. Der Abstand zwischen
den Lampen beträgt bevorzugt 500 mm. Vor den UV-Lampen sind zwei
Heißluftzonen mit einer Gesamtlänge von 4000 mm, sowie einem Einlauf von
1000 mm vorgesehen. Hinter den UV-Lampen befindet sich eine Kühlzone
mit einer Länge von 1300 mm. Die Gesamtlänge der Trockenstraße beträgt
ca. 7300 mm. Diese Längen sind jeweils von den Gegebenheiten der ver
wendeten Farbe und dem gewünschten Härtegrad abhängig.
Claims (16)
1. Verfahren zum Herstellen von langnachleuchtenden Sicherheitsschildern,
Sicherheitsmarkierungen, Sicherheitsleitsystemen und dergleichen mit einer
vorgegebenen Leuchtdichte, insbesondere für den Außeneinsatz mit folgen
den Schritten:
Bereitstellen eines Trägers (2);
Auftragen mindestens einer Leuchtfarbschicht (5) aus langnachleuchtender Farbe, die ein UV-Bindemittel und langnachleuchtende Pigmente umfasst, auf den Träger (2) und
Aushärten der Farbschicht (5) mit einem vorbestimmten Licht-Zeit-Profil.
Bereitstellen eines Trägers (2);
Auftragen mindestens einer Leuchtfarbschicht (5) aus langnachleuchtender Farbe, die ein UV-Bindemittel und langnachleuchtende Pigmente umfasst, auf den Träger (2) und
Aushärten der Farbschicht (5) mit einem vorbestimmten Licht-Zeit-Profil.
2. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, dass in einem weiteren Schritt mindestens eine Motivfarb
schicht (6) aus einer Motivfarbe, die ein UV-Bindemittel und Farbpigmente
umfasst, auf den Träger (2) aufgetragen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das
Aushärten der Leuchtfarbschicht (5) und/oder der Motivfarbschicht (6) durch
UV-Photopolymerisation durchgeführt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass das Aushärten der Leuchtfarbschicht (5) und/oder der Motivfarbschicht
(6) im Durchlauf mit einer Durchlaufgeschwindigkeit von 7-20 m/min erfolgt.
5. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, dass das Aushärten der Leuchtfarbschicht (5) und/oder Mo
tivfarbschicht (6) bei einer UV-Lichtleistung von 80 bis 240 Watt erfolgt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Aus
härten der Motivfarbschicht (6) bei einer geringeren UV-Lichtleistung als das
Aushärten der Leuchtfarbschicht (5) erfolgt.
7. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, dass nach dem Aushärten der Leuchtfarbschicht (5) und/oder
der Motivfarbschicht (6) ein Warmforcieren bei einer Temperatur von 40° bis
115°C über einen Zeitraum von 10 bis 60 Minuten durchgeführt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Warm
forcieren in einem Standardkonvektionsofen erfolgt.
9. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, dass die langnachleuchtende Farbe folgende Bestandteile
aufweist:
6 Teile Grundfarbe, die 50-100% Acrylat und 3-5% Härter (der 10-25% 2- Metoxyl-1-Methylethylacetat, 10-25% Xylol, 1-15% Ethylbenzol ≦ 1,0% Hexamethylen-1,6-diisocyanat aufweist) und 1-6 Teile nachleuchtende Pigmente.
6 Teile Grundfarbe, die 50-100% Acrylat und 3-5% Härter (der 10-25% 2- Metoxyl-1-Methylethylacetat, 10-25% Xylol, 1-15% Ethylbenzol ≦ 1,0% Hexamethylen-1,6-diisocyanat aufweist) und 1-6 Teile nachleuchtende Pigmente.
10. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Motivfarbe folgende Bestandteile aufweist:
50-100% Acrylat (zuzüglich Farbpigmente) und 3-5% Härter (der 10-25 % 2-Methoxyl-1-Methylethylacetat, 10-25% Xylol, 1-15% Ethylbenzol und ≦ 1% Hexamehtylen-1,6-diisocyanat aufweist).
50-100% Acrylat (zuzüglich Farbpigmente) und 3-5% Härter (der 10-25 % 2-Methoxyl-1-Methylethylacetat, 10-25% Xylol, 1-15% Ethylbenzol und ≦ 1% Hexamehtylen-1,6-diisocyanat aufweist).
11. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Leuchtfarbschicht (5) im Siebdruckverfahren mit ei
nem Gewebetyp 36-100 bis 61-64 aufgebracht wird.
12. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Motivfarbschicht (6) im Siebdruckverfahren mit ei
nem Gewebetyp 77-55 bis 120-34 aufgebracht wird.
13. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Motivfarbschicht (6) vor der Leuchtfarbschicht (5)
aufgebracht wird.
14. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Motivfarbschicht (6) oder die Leuchtfarbschicht (5)
vor der jeweils anderen Farbschicht (5, 6) unter Auslassung der bereits für
die jeweils andere Farbschicht (5, 6) aufgetragen wird.
15. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, dass der Träger (2) vor dem Auftragen der Leuchtfarbschicht
(5) und der Motivfarbschicht (6) mit einer Beschichtung (4) mit einer, bevor
zugt weißen Reflexionsoberfläche, beschichtet wird.
16. Sicherheitszeichen, insbesondere Sicherheitsschild, Sicherheitsmarkie
rung, Sicherheitsleitsystem und dergleichen, hergestellt nach einem Verfah
ren nach einem der Ansprüche 1 bis 15.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10122175A DE10122175B4 (de) | 2001-05-08 | 2001-05-08 | Verfahren zum Herstellen von langnachleuchtenden Sicherheitsschildern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10122175A DE10122175B4 (de) | 2001-05-08 | 2001-05-08 | Verfahren zum Herstellen von langnachleuchtenden Sicherheitsschildern |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10122175A1 true DE10122175A1 (de) | 2002-11-28 |
| DE10122175B4 DE10122175B4 (de) | 2006-12-21 |
Family
ID=7683922
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10122175A Revoked DE10122175B4 (de) | 2001-05-08 | 2001-05-08 | Verfahren zum Herstellen von langnachleuchtenden Sicherheitsschildern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10122175B4 (de) |
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-
2001
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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