DE10122022A1 - Unterputzwasserarmatur - Google Patents
UnterputzwasserarmaturInfo
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- E03C1/00—Domestic plumbing installations for fresh water or waste water; Sinks
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Abstract
Bei einer Unterputzwasserarmatur mit einer mehrteiligen Dämmstoffhülle aus Schaumstoff, wobei die Dämmstoffhülle sowohl als Verpackung vor dem Einbau als auch als Isolierung gegen das Mauerwerk nach dem Einbau dient, wird zur Verbesserung vorgeschlagen, dass die Dämmstoffhülle aus einer einstückigen tropfdichten Unterschale sowie wenigstens einer Oberschale und einem die Unterschale und die Oberschale zumindest in einem Teilabschnitt übergreifenden topfartigen Deckel besteht.
Description
Die Erfindung betrifft eine Unterputzwasserarmatur mit
einer mehrteiligen Dämmstoffhülle aus Schaumstoff, wo
bei die Dämmstoffhülle sowohl als Verpackung vor dem
Einbau als auch als Isolierung gegen das Mauerwerk
nach dem Einbau dient.
Eine derartige Unterputzarmatur ist aus der Druck
schrift DE 39 07 931 C2 bekannt. Die Dänmstoffhülle
ist hierbei zweiteilig ausgebildet, wobei die Tren
nungsebene der beiden Teile in der Einbaulage der Un
terputzarmatur parallel zum Mauerwerk verlaufen soll.
Hierbei kann es als nachteilig angesehen werden, dass
aus der Unterputzarmatur austretendes Leck- und/oder
Spritzwasser in das Mauerwerk gelangen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, die Dänim
stoffhülle zu verbessern und insbesondere so auszubil
den, dass aus der Wasserarmatur austretendes Leck-
und/oder Spritzwasser nicht in das Mauerwerk gelangen
kann.
Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Unter
putzwasserarmatur dadurch gelöst, dass die Dämmstoff
hülle aus einer einstückigen tropfdichten Unterschale
sowie wenigstens einer Oberschale und einem die Unter
schale und die Oberschale zumindest in einem Teilab
schnitt übergreifenden topfartigen Deckel besteht.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den An
sprüchen 2 bis 7 angegeben.
Mit den erfindungsgemäßen Maßnahmen wird insbesondere
erreicht, dass ein aus dem wasserführenden Armaturen
körper austretendes Leck- und Spritzwasser von der
muldenförmigen Unterschale aufgefangen und zur Außen
seite des Mauerwerks sicher abgeleitet wird. Darüber
hinaus ist der Armaturenkörper nach Abnahme des De
ckels der Dämmstoffhülle in dem erforderlichen Maße
frei zugänglich.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden näher be
schrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine Unterputzwasserarmatur mit Dämm
stoffhülle in perspektivischer An
sicht, wobei der Deckel der Dämm
stoffhülle abgezogen ist;
Fig. 2 die Unterputzwasserarmatur gemäß Fig.
1 in der Schnittebene II;
Fig. 3 die Unterputzwasserarmatur gemäß Fig.
1 in der Schnittebene III, wobei die
Unterputzwasserarmatur im Mauerwerk
angeordnet ist;
Fig. 4 die in Fig. 3 gezeigte Unterputzwas
serarmatur mit abgenommenem Deckel
der Dämmstoffhülle, wobei ein Hals
stück der Dämmstoffhülle an die Ober
fläche des Mauerwerks angepasst ist.
Die in der Zeichnung dargestellte Unterputzwasserarma
tur besteht aus einem Armaturenkörper 1 und einer den
Armaturenkörper 1 umgebenden Dämmstoffhülle 2 aus
Schaumstoff.
Der Armaturenkörper 1 ist dabei mit Anschlüssen für
eine Kaltwasserleitung 11, für eine Warmwasserleitung
12 sowie für wenigstens eine Mischwasserleitung 13
versehen und enthält eine bekannte Mischeinrichtung.
Die Dämmstoffhülle 2 ist aus einer muldenförmigen
einteiligen tropfdichten Unterschale 21, einer ein- o
der mehrteiligen Oberschale 22 sowie einem Deckel 23
gebildet. Eine Trennungsebene 25 zwischen der Unter
schale 21 und der Oberschale 22 befindet sich auf ei
ner Mittelachse. In der Trennungsebene 25 sind an der
Rückseite zu beiden Seiten einer Mittelachse einer
seits ein Passzapfen 24 und andererseits eine entspre
chend dem Passzapfen 24 ausgebildete Öffnung 26 ausge
bildet, so dass die Unterschale 21 und die Oberschale
22 passgenau zusammenfügbar sind. An der gegenüberlie
genden Seite der Unterschale 21 und der Oberschale 22
ist jeweils ein Halsstück 21a, 22a angeformt. Der De
ckel 23 kann hierbei auf den vorderen Abschnitt des
Halsstücks 21a, 22a aufgeschoben werden, so dass einer
seits in diesem Bereich das untere Halsstück 21a gegen
das obere Halsstück 22a gepresst wird und andererseits
der Deckel in seiner Stecklage durch Reibschluss
gehalten ist. Zur Begrenzung der Aufschieblänge des
Deckels 23 und zur Erhöhung der Festigkeit ist am Au
ßenmantelbereich des Halsstücks 21a, 22a ein Bund 27
angeformt.
An der dem Halsstück 21a, 22a gegenüberliegenden Endbe
reich der Dämmstoffhülle 2 ist ein elastisches Band 3
über den Umfang streifbar, so dass auch in diesem Be
reich die Unterschale 21 gegen die Oberschale 22 ver
spannt wird. Zur sicheren Halterung des elastischen
Bandes 3 ist hierbei eine umlaufende Nut 20 im Außen
mantel der Dämmstoffhülle 2 eingelassen.
Die Kaltwasserleitung 11 und die Warmwasserleitung 12
sind seitlich in den Bereich der Trennungsebene 25
durch Öffnungen in die Dämmstoffhülle eingeführt.
Die Mischwasserleitung 13 ist bei dem Ausführungsbei
spiel nach unten durch die Unterschale 21 abgeführt.
Der nach oben führende Anschluss für eine Mischwasser
leitung ist abgesperrt und kann wahlweise oder zusätz
lich in Betrieb genommen werden, wie es insbesondere
aus Fig. 3 und 4 der Zeichnung zu entnehmen ist. Damit
eine dichte Verpressung zwischen der Unterschale 21
und dem Außenmantel der Mischwasserleitung 13 her
stellbar ist, ist im Bereich der Öffnung der Unter
schale 21 ein handelsübliches Verlängerungsstück 14 in
den Armaturenkörper 1 eingeschraubt, mit dem eine
tropfdichte Verbindung zwischen der Innenwandung der
Öffnung in der Unterschale 21 und dem Außenmantel des
Verlängerungsstücks 14 herstellbar ist.
Werksseitig kann der mit einem bekannten Mischventil
versehene Armaturenkörper 1 mit der Dämmstoffhülle 2
verpackt werden, so dass dann die Unterputzwasserarma
tur geschützt durch die Dämmstoffhülle 2 versandt und
auf der Baustelle in einem Mauerwerk 4 angeordnet wer
den kann. Auch nach der Installation ist durch eine
Abnahme des Deckels 23 der Armaturenkörper 1 an den
erforderlichen Bereichen über das Halsstück 21a, 22a
frei zugänglich, so dass z. B. eine Wasserspülung der
Rohrleitungen vorgenommen werden kann, wobei das Spül
wasser über die Unterschale 21 sicher aus dem Mauer
werk 4 herausgeführt wird. Nach der Spülung kann die
Dämmstoffhülle 2 erneut mit dem Deckel 23 verschlossen
werden, und sodann die Unterputzwasserarmatur mit den
Rohrleitungen im Mauerwerk 4 verputzt werden, wie es
aus Fig. 3 der Zeichnung ersichtlich ist. Sobald das
Mauerwerk 4 mit einem Feinputz oder einer Verfliesung
versehen ist, kann dann, wie es aus Fig. 4 der Zeich
nung ersichtlich ist, der Deckel erneut entfernt wer
den und das Halsstück 21a, 22a auf die Außenfläche des
Mauerwerks 4 verkürzt werden. Mit einer abschließenden
Feinmontage kann dann der Übergang von der Unterputz
wasserarmatur zum Mauerwerk 4 mit einer in der Zeich
nung nicht dargestellten Abdeckrosette hergestellt
werden. Mit dem Befestigen von einem oder mehreren
ebenfalls nicht gezeigten Stellgriffen an dem vorste
henden Bereich des Armaturenkörpers 1 kann dann die
Installation beendet werden. Ein etwa aus dem Armatu
renkörper 1 durch eine Undichtigkeit etc. austretendes
Leckwasser oder Spritzwasser wird hierbei immer sicher
von der muldenförmigen Unterschale 21 aufgefangen und
zur äußeren Oberfläche des Mauerwerks 4 bzw. der Ver
fliesung geleitet, so dass ein Eindringen in das Mau
erwerk 4 ausgeschlossen ist.
Claims (7)
1. Unterputzwasserarmatur mit einer mehrteiligen
Dämmstoffhülle aus Schaumstoff, wobei die Dänim
stoffhülle sowohl als Verpackung vor dem Einbau
als auch als Isolierung gegen das Mauerwerk nach
dem Einbau dient, dadurch gekennzeichnet, dass die
Dämmstoffhülle (2) aus einer einstückigen tropf
dichten Unterschale (21) sowie wenigstens einer
Oberschale (22) und einem die Unterschale (21) und
die Oberschale (22) zumindest in einem Teilab
schnitt übergreifenden topfartigen Deckel besteht.
2. Unterputzwasserarmatur nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass die Unterschale (21) und we
nigstens eine Oberschale (22) an der dem Deckel
(23) gegenüberliegenden Seite mit einem elasti
schen Band (3) zueinander verspannbar sind.
3. Unterputzwasserarmatur nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, dass an der Unterschale (21) und
wenigstens einer Oberschale (22) eine am Außenman
tel der Dämmstoffhülle (2) umlaufende Nut (20) für
die Aufnahme des elastischen Bandes (3) ausgebil
det ist.
4. Unterputzwasserarmatur nach wenigstens einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass für das Zusammenfügen von der Unterschale
(21) mit wenigstens einer Oberschale (22) Passzap
fen (24) in der Trennungsebene (25) ausgebildet
sind, die jeweils in das andere Teil in eine ent
sprechende Öffnung (26) in der Stecklage einfas
sen.
5. Unterputzwasserarmatur nach wenigstens einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass ein Rohrleitungsabgang nach unten im Bereich
der Unterschale (21) mit einem Verlängerungsstück
(14) tropfdicht verpresst ist.
6. Unterputzwasserarmatur nach wenigstens einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass an der Unterschale (21) und wenigstens einer
Oberschale (22) jeweils ein Halsstück (21a, 22a)
ausgebildet ist, dass aus dem Mauerwerk (4) vor
steht und einen Zugang zum Armaturenkörper (1)
bietet.
7. Unterputzwasserarmatur nach wenigstens einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Unterschale (21) und wenigstens eine O
berschale (22) an ihrem aus dem Mauerwerk (4) vor
stehenden Bereich mit einem umlaufenden Bund (27)
zur Verstärkung und als Axialanschlag für den De
ckel (23) versehen sind.
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