DE1012025B - Verfahren zum Herstellen von kuenstlichen Faeden oder Filmen aus Viskose - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von kuenstlichen Faeden oder Filmen aus ViskoseInfo
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- D01F—CHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
- D01F2/00—Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Fäden oder Filmen aus Viskose, die infolge ihres
strukturellen Aufbaus besonders gute elastische Eigenschaften aufweisen, die sich weiterhin durch
hohe Scheuerfestigkeit und einen sehr niedrigen Quellgrad auszeichnen. Die Fäden zeigen im Querschnittsbild
eine stark ausgeprägte Mantelzone.
Zur Herstellung solcher Fäden hat man unreife Viskose in zinksulfathaltige Bäder versponnen. Der
Zinksulfatgehalt des Bades wurde als wesentliche Voraussetzung für die Erzielung einer dicken Mantelzone
angesehen. Weiter sind Verfahren bekanntgeworden, die darauf abzielen, entsprechende Fäden
durch Zusetzen bestimmter Stoffe zur Viskose oder zum Spinnbad zu erhalten. Als Zusatzstoffe sind geeignet
alkalilösliche Monoamine, die in Mengen von
1 bis 4 Millimol/100 g Viskose zugefügt werden.
Bei der Ausführung dieser Verfahren ergaben sich
Bei der Ausführung dieser Verfahren ergaben sich
jedoch Schwierigkeiten dadurch, daß sowohl was den Zusatz der Amine zur Viskose als auch die einzuhaltenden
Konzentrationen an Säure und Zinksulfat im Spinnbad anbelangt, nur geringe Schwankungen
zulässig sind, wenn der erwartete technische Effekt tatsächlich erzielt werden soll.
Es wurde nun gefunden, daß man zu Fäden mit verbesserten Festigkeits- und Elastizitätseigenschaften
dadurch gelangen kann, daß man der Viskose Kondensationsprodukte zusetzt, die sich bei der Einwirkung
von Ammoniak auf aliphatische Aldehyde mit
2 bis 4 C-Atomen bilden. Für das erfindungsgemäße Verfahren eignen sich insbesondere die Umsetzungsprodukte von Ammoniak mit Acet- und Crotonaldehyd
und Acrolein. Dagegen sind Verbindungen, die aus Ammoniak und Formaldehyd entstehen, zu
wenig beständig und bringen daher nicht die gewünschten Ergebnisse. Die Menge des Zusatzes dieser
Stoffe kann zwischen 0,01 und 1 Gewichtsprozent (bezogen auf die Viskose) liegen.
Die günstigsten Verhältnisse zur Herstellung dieser Zusatzstoffe sind von der chemischen Wirkung der
Aldehyde abhängig. Zum Beispiel erzielt man gut wirksame Reaktionsprodukte durch Umsatz von
aliphatischen Acetaldehyd mit 2 bis 4 C-Atomen und Ammoniak in einem Molverhältnis von 1 oder 2:1,
während man bei Crotonaldehyd ein Molverhältnis von 1 Mol Crotonaldehyd zu 2 Mol Ammoniak wählt
und bei Acrolein 1 Mol Acrolein zu 2 bis 3 Mol Ammoniak. Das Kondensationsprodukt entsteht, wenn
man den Aldehyd in eine 25%ige Ammoniaklösung einträgt, wobei sich unter exothermer Reaktion das
Reaktionsgemisch gelbbraun bzw. braun verfärbt, je nach Wahl des Aldehyds.
Die Viskose kann eine übliche Zusammensetzung von 7 bis 8°/o Cellulose und 5 bis 7% NaOH haben.
von künstlichen Fäden oder Filmen
aus Viskose
Anmelder:
Vereinigte Glanzstoff-Fabriken A. G.,
Wupp ertal-Elb erf eld
Wupp ertal-Elb erf eld
Dr. Egidius Weifers, Heinsberg (RhId.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Sie wird zweckmäßig in relativ reifem Zustand, z. B. bei einer Gammazahl von mehr als 42, in Bädern versponnen,
die 40 bis 65 g/l H2 S O4, 160 bis 260 g/l
Na2 S O4 und über 30 g/l Zn S O4 enthalten und Tem-
peraturen zwischen 45 und 70° aufweisen. Es kann mit einer Abzugsgeschwindigkeit von 40 bis 60 m/min
gearbeitet werden. Die Abzugsgeschwindigkeit kann weiter erhöht werden, wenn man unter Zuhilfenahme
bekannter Mittel dafür sorgte, daß dem Spinnbad mindestens auf der ersten Wegstrecke hinter der
Düse eine Geschwindigkeit erteilt wird, die der Fadengeschwindigkeit etwa gleich ist, so· daß die
Reibung zwischen Faden und Spinnbad weitgehend herabgesetzt wird. Die Fäden können in einem zweiten
90° heißen Bad, das etwa 2 bis 10 g/l H2 S O4 enthält,
einer Verstreckung von 80 bis 120% unterworfen werden. Die erfindungsgemäß hergestellten
Fäden zeigen Festigkeiten von 400 g/100 den, die durch Nachverstrecken um weitere 20 bis 30 g/100 den
gesteigert werden können. Vorteilhaft sind außerdem die hohen Schrumpfwerte dieser Fäden von mehr
als 8%.
Eine Viskose der Zusammensetzung: 7,3% Cellulose, 6,3% NaOH und 40% CS2, hergestellt aus
Linters mit einem Zusatz von 0,2% des Reaktionsgemisches aus Crotonaldehyd und Ammoniak (1 :2)
wird mit einer Gammazahl von 42 in ein Bad der Zusammensetzung: 65 g/l H2SO4, 245 g/l Na2SO4 und
50 g/ Zn S O4, aus einer Düse mit 1200 Loch pro 60 μ
bei einem Einzeltiter von 1,4 den versponnen. Die Badstrecke beträgt 50 cm, der Abzug 42 m/min. Die
Verstreckung erfolgt in einem zweiten heißen Bad
709 587/408
(920C) um 90%. Die'Festigkeit der'Fäden beträgt
400 g/100 den bei einer Dehnung von 20°/o. Der Quellgrad dieser Faser liegt bei 70 0An.
Beispiel 2 · · -
Einer Viskose mit 8,6 0Zo Cellulose, 6,3% NaOH
und 38% CS2 unter Verwendung von Linters-Zellstoff
setzt man- 0,15%. des Reaktionsproduktes aus Acetaldehyd mit Ammoniak (Verhältnis 1 : 1) zu.
Die Verspinnung dieser Viskose erfolgt bei einer Gammazahl von 43 in ein Bad, das sich aus 65 g/l
H2 S O4, 240 g/l Natriumsulfat und 48 g/l Zinksulfat
zusammensetzt. Die Temperatur des Α-Bades beträgt 55° C, die A-Bad-Strecke 45 cm und der Abzug
42 m/min. Die Verstreckung erfolgt in einem zweiten heißen Bad um etwa 80 bis 90%. Die einzelnen
Fasern haben einen Titer von 1,5 den. Die Fäden haben eine Trockenfestigkeit von 4,1 g/den und eine
Trockendehnung von 19%. Der Quellgrad liegt bei 70%. Die Scheuerfestigkeiten erreichen etwa die
12fachen Werte einer normalen Faser.
Der Zusatz von Aldehydkondensationsprodukten ist bereits beschrieben worden. Es handelt sich dabei um
Harnstoff- oder Phenol-Formaldehyd-Harze, deren Zusatz zur Viskose den Fäden eine erhöhte Quellfestigkeit
verleihen soll. Gegebenenfalls können die Harze in schwacher Ammoniaklösung gelöst und in
dieser Form der Viskose zugesetzt werden. Eine Verbesserung der ' textlien Eigenschaften insbesondere
der Festigkeitseigenschaften wird durch diese Kunstharzzusätze nicht erreicht. ;l
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von künstlichen Fäden oder Filmen aus Viskose, dadurch gekennzeichnet,
daß einer nicht zu reifen Viskose Kotvdensationsprodukte,
welche aus Ammoniak und aliphatischen Aldehyden mit 2 bis 4 C-Atomen in
einem Molverhältnis von 1 :1, 2 :1 oder 3 :1 ent-i
stehen, in Mengen von 0,01 bis 1 Gewichtsprozent zugesetzt werden, worauf diese Viskose in einem
Bad mit 40 bis 65 g/l Schwefelsäure und über;
30 g/l Zinksulfat verformt und in einem heißen zweiten verdünnten Schwefelsäure, enthaltende
Bad um 80 bis 120% verstreckt wird. , '
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gefeüif
zeichnet, daß durch an sich bekannte Mittel den! Spinnbad hinter der Düse eine Geschwindigkeit;
erteilt wird, die der Fadengeschwindigkeit 4^-
nähernd gleich ist. :,,' "
In Betracht gezogene Druckschriften: '■'■'-'.':
Patentschrift Nr. 2049 des Amtes für Erfindung?^
und Patentwesen in der sowjetischen Besatzungzone Deutschlands.
;re i
,!'■vi
© 709 587/408 7.57
Priority Applications (7)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US3033696A (en) * | 1955-03-18 | 1962-05-08 | American Enka Corp | Manufacture of rayon |
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Also Published As
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| FR1139302A (fr) | 1957-06-27 |
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| CH340947A (de) | 1959-09-15 |
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