DE10120790A1 - Schaltungsanordnung zur Verringerung der Versorgungsspannung eines Schaltungsteils sowie Verfahren zum Aktivieren eines Schaltungsteils - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Verringerung der Versorgungsspannung eines Schaltungsteils sowie Verfahren zum Aktivieren eines SchaltungsteilsInfo
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Abstract
Zur Verringerung der Stromaufnahme eines Schaltkreises (1) im Ruhezustand kann die Spannungsversorgung nicht ganz abgeschaltet werden, wenn der Schaltkreis (1) auch im Ruhezustand an eine wenn auch verringerte Versorgungsspannung angeschlossen sein muss. Dies ist insbesondere bei Speicherbausteinen der Fall, die ansonsten den Speicherinhalt verlieren würden. Um trotz der gerade bei verringerter Spannungsversorgung erhöhten Störempfindlichkeit des Schaltkreises (1) einen zuverlässigen Betrieb zu erreichen, ist zusätzlich zu einem globalen Spannungsversorgungspfad (6, 7) zur Versorgung des Schaltkreises (1) im Betriebszustand ein Ruhezustand-Spannungsversorgungspfad (10, 11) vorgesehen, mit dem der Schaltkreis (1) insbesondere über Transistordioden (14, 15) verbunden ist. Sobald der Schaltkreis (1) mittels erster Schaltmittel (12, 13) vom globalen Spannungsversorgungspfad (6, 7) getrennt ist, wird er aufgrund des Spannungsverlustes in den Transistordioden (14, 15) vom Ruhezustand-Spannungsversorgungspfad (10, 11) gespeist, der ausschließlich zur Versorgung von in den Ruhezustand versetzten Schaltungsteilen (1) vorgesehen ist und auf dem daher weniger Strom- bzw. Spannungsspitzen auftreten können.
Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur
Verringerung der Versorgungsspannung eines Schaltungsteils
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zum
Aktivieren eines mit verringerter Spannung versorgten
Schaltungsteils nach dem Oberbegriff des Anspruchs 10.
Bei elektronischen Schaltungen ist man bemüht, den
Leistungsverbrauch bzw. die Stromaufnahme zu senken. Dies ist
insbesondere bei modernen CMOS-Schaltungen der Fall, bei
denen eine hohe Schaltgeschwindigkeit durch einen hohen
Ruhestrom erkauft wird. Weiterhin wird in der Regel eine
verringerte Stromaufnahme bei netzunabhängigen, Batterie-
bzw. Akkumulator-gespeisten Schaltungen gefordert. Dazu ist
es bekannt, nicht benötigte Schaltungsteile in einen
Ruhezustand mit verringerter Spannungsversorgung und damit
verringerter Stromaufnahme zu versetzen.
Weist ein Schaltungsteil jedoch Speicherzellen auf, deren
gespeicherte Daten nicht verlorengehen dürfen, so kann auch
im Ruhezustand die Stromaufnahme nicht auf Null gesenkt
werden, da sonst der Speicherinhalt verlorengehen würde. Bei
solchen Fällen ist es beispielsweise durch die
DE 198 11 353 C1 bekannt, die Versorgungsspannung des
Schaltungsteils im Ruhezustand zu verringern, um eine
geringere Stromaufnahme und ein Halten des Speicherinhalts zu
erreichen. Dazu ist der lokale Spannungsversorgungspfad des
in den Ruhezustand versetzbaren Schaltungsteils mit einem
globalen Spannungsversorgungspfad mit Schalttransistoren zum
niederohmigen Verbinden der beiden Spannungsversorgungspfade
verbunden, denen jeweils eine Transistordiode parallel
geschaltet ist. Sobald die Schalttransistoren abgeschaltet
werden, fließt der Versorgungsstrom für den Schaltungsteil
über die Transistordioden, an denen jedoch eine bestimmte
Spannung abfällt, so dass die Versorgungsspannung des
Schaltungsteils und damit dessen Stromaufnahme verringert
wird. Diese Lösung weist insbesondere den Nachteil auf, dass
die Spannung im globalen Spannungsversorgungspfad aufgrund
von Schaltvorgängen in anderen Schaltungsteilen schwanken und
damit auch die Spannung im lokalen Spannungsversorgungspfad
des Schaltungsteils beeinflussen kann. Dies kann den Verlust
von Speicherinhalten insbesondere deshalb bedeuten, weil bei
verringerter Versorgungsspannung im Ruhezustand die
Speicherzellen eine geringere Störsicherheit aufweisen.
Weiterhin besteht nachteiligerweise bei dieser
Schaltungsanordnung auch während des Reaktivierungsvorgangs
ein erhöhtes Datenverlustrisiko. Werden nämlich zu Beginn des
Reaktivierungsvorgangs die beiden Schalttransistoren
geschlossen, so muss der Schaltungsteil mit den
Speicherzellen auf den Betrag der Spannung im globalen
Spannungsversorgungspfad aufgeladen werden, so dass ein
relativ hoher Strom fließt, der gerade zu Beginn des
Reaktivierungsvorgangs wegen der dann noch niedrigen
Störsicherheit zum Datenverlust führen kann. Weiterhin wird
durch das Schließen der Schalttransistoren der lokale
Spannungsversorgungspfad des Schaltungsteils niederohmig mit
dem globalen Spannungsversorgungspfad verbunden, so dass auch
durch andere Schaltungsteile verursachte Stromspitzen in
dieser Phase der verringerten Störsicherheit ebenfalls zum
Datenverlust führen können.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Schaltungsanordnung bzw. ein Verfahren der eingangs genannten
Art zu schaffen, mit denen ein Schaltungsteil ohne die Gefahr
störender Strom- bzw. Spannungsspitzen in einen Ruhezustand
versetzt und wieder reaktiviert werden kann.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine
Schaltungsanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie
ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 11 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung sind jeweils in den Unteransprüchen
beschrieben.
Durch den zusätzlichen Ruhezustand-Spannungsversorgungspfad
können für ein Schaltungsteil für den Ruhezustand wesentlich
günstigere Betriebsbedingungen geschaffen werden, da der
Spannungsversorgungspfad für den Ruhezustand entsprechend der
für einen störsicheren Ruhezustand erforderlichen Merkmale
unabhängig vom globalen Spannungsversorgungspfad ausgelegt
werden kann. Für den globalen Spannungsversorgungspfad zur
Versorgung der aktiven Schaltungsteile wird meist eine
niederohmige Verbindung gewünscht, um auch bei wechselnder
Stromaufnahme eine konstante Versorgungsspannung zu
gewährleisten und zusätzlich auch die Versorgung mit erhöhtem
Strom zum Erreichen hoher Schaltgeschwindigkeiten zu
ermöglichen. Durch eine solche niederohmige Auslegung werden
jedoch auch Strom- bzw. Spannungsspitzen besser übertragen
und können somit bei der aus dem Stand der Technik bekannten
Anordnung in den Ruhezustand versetzte Schaltungsteile
stören. Der erfindungsgemäße zusätzliche
Spannungsversorgungspfad für den Ruhezustand hingegen muss
keine hohen Ströme liefern und kann somit hochohmiger
ausgelegt werden, so dass eine bessere Entkopplung von in der
Schaltung auftretenden Strom- bzw. Spannungsspitzen erreicht
wird.
Mit der erfindungsgemäßen Lösung kann allgemein erreicht
werden, dass bestimmte Schaltungsteile von einem ersten bzw.
dem globalen Spannungsversorgungspfad entkoppelt und an einen
zweiten Spannungsversorgungspfad bzw. den Ruhezustand-
Spannungsversorgungspfad angekoppelt werden. Wenn nun
ausschließlich inaktive Schaltungsteile an den zweiten
Spannungsversorgungspfad angekoppelt werden, werden auf
diesem notwendigerweise wesentlich weniger Strom- bzw.
Spannungsspitzen auftreten, so dass die daran angekoppelten
Schaltungsteile weniger Störungen ausgesetzt sind.
Beispielsweise können dies allgemein Schaltungsteile sein,
die auch in einem inaktiven Zustand mit Spannung versorgt
werden müssen, wobei jedoch Störungen über die
Spannungsversorgung vermieden werden sollen.
Wenn an dem Schaltungsmittel zum Verbinden des globalen
Spannungsversorgungspfads mit dem Ruhezustand-
Spannungsversorgungspfad bei Stromfluss eine Spannung
abfällt, kann auf diese Weise die Versorgungsspannung des in
den Ruhezustand versetzten Schaltungsteils verringert werden,
wodurch auch seine Stromaufnahme in der Regel gesenkt wird.
Als solches Schaltungsmittel können beispielsweise
Transistordioden, Dioden oder auch Zehnerdioden eingesetzt
werden, mit denen ein variabler Spannungsabfall eingestellt
werden kann. Bei Transistordioden bzw. Dioden können auch
mehrere in Serie geschaltet werden, um einen höheren
Spannungsabfall an ihnen und damit eine geringere
Spannungsversorgung des Schaltungsteils zu erreichen.
Weiterhin können als Schaltungsmittel Schalttransistoren
eingesetzt werden, wobei jedoch sichergestellt sein muss,
dass die Schalttransistoren nicht zur gleichen Zeit wie die
ersten Schaltmittel geschlossen sein dürfen.
Ferner ist es möglich, den Ruhezustand-
Spannungsversorgungspfad mit einer geringeren Spannung zu
beaufschlagen, so dass bei gleichem Spannungsabfall an den
zweiten Schaltmitteln eine geringere Versorgungsspannung des
Schaltungsteils erreicht wird. Zusätzlich kann auf diese
Weise auch der Wirkungsgrad der gesamten Schaltung erhöht
werden, da die Spannungsdifferenz zwischen dem globalen und
dem Ruhezustand-Spannungsversorgungspfad nicht ausschließlich
durch einen Spannungsabfall an den Schaltungsmitteln, sondern
auch auf andere Weise, insbesondere durch Spannungswandler
erzeugt werden kann.
Vorteilhafterweise weist die Schaltungsanordnung zweite
Schaltmittel zum Verbinden des globalen
Spannungsversorgungspfads mit dem Ruhezustand-
Spannungsversorgungspfad auf. Auf diese Weise kann die
Störsicherheit während des Reaktivierungsvorgangs erhöht
werden, da ein in den Ruhezustand versetzter Schaltungsteil
zunächst durch Schließen der zweiten Schaltmittel mit dem
störsichereren Ruhezustand-Spannungsversorgungspfad
aufgeladen wird und anschließend durch Schließen der ersten
Schaltmittel mit dem globalen Spannungsversorgungspfad
verbunden wird. Dadurch können gerade zu Beginn des
Reaktivierungsvorgangs, bei dem wegen der noch niedrigen
Spannung die Störsicherheit geringer ist, keine auf dem
globalen Spannungsversorgungspfad auftretenden Strom- bzw.
Spannungsspitzen den Schaltkreis stören.
Sobald der zu reaktivierende Schaltungsteil durch Schließen
der zweiten Schaltmittel über den Ruhezustand-
Spannungsversorgungspfad hinreichend aufgeladen ist und durch
Schließen der ersten Schaltmittel mit dem globalen
Spannungsversorgungspfad verbunden wird, werden die zweiten
Schaltmittel wieder geöffnet, um eine niederohmige Verbindung
des globalen Spannungsversorgungspfads mit dem Ruhezustand-
Spannungsversorgungspfad zu verhindern. Andernfalls könnten
nachteiligerweise elektrische Störungen vom globalen
Spannungsversorgungspfad zum Ruhezustand-
Spannungsversorgungspfad gelangen und in den Ruhezustand
versetzte Schaltungsteile stören.
Vorteilhafterweise werden als Schaltmittel MOS-Transistoren
eingesetzt, da diese mit niedrigen Leistungen ansteuerbar
sind und im durchgesteuerten Zustand einen geringen
Spannungsabfall aufweisen. Falls es sich bei dem in den
Ruhezustand zu versetzenden Schaltungsteil um eine MOS-
Schaltung handelt, können als MOS-Transistoren ausgeführte
Schaltmittel vorteilhafterweise mit auf dem Halbleiter des
Schaltungsteils integriert werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter
Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die beigefügte
Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine bekannte Schaltungsanordnung gemäß dem
Stand der Technik,
Fig. 2 zeigt eine erste Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung,
Fig. 3 zeigt eine zweite Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung und
Fig. 4 zeigt den zeitlichen Verlauf verschiedener Spannungs-
bzw. Stromverläufe innerhalb der Schaltungsanordnung gemäß
Fig. 3.
Die in Fig. 1 dargestellte Schaltungsanordnung weist einen
in den Ruhezustand zu versetzenden Schaltungsteil 1 auf, der
Speicherzellen beinhaltet, die auch im Ruhezustand mit einer
wenn auch verringerten Spannung versorgt werden müssen, um
ihren Speicherinhalt nicht zu verlieren. Der Schaltungsteil 1
weist einen positiven Spannungsversorgungsanschluss 1 und
einen negativen Spannungsversorgungsanschluss 3 auf.
Weiterhin weist der Schaltungsteil 1 mit dem internen
Halbleitersubstrat verbundene Anschlüsse 4, 5 auf, mit denen
eine Substratspannung angelegt werden kann. Diese führt
aufgrund des Substratsteuereffekts zu höheren
Einsatzspannungen der Speichertransistoren, so dass bei im
Ruhezustand verringerter Versorgungsspannung die
Störsicherheit erhöht wird.
Die Spannungsversorgungsanschlüsse 2, 3 des Schaltungsteils 1
sind mit dem positiven Teil 8 bzw. dem negativen Teil 9 eines
lokalen Spannungsversorgungspfads verbunden.
Der lokale Spannungsversorgungspfad 8, 9, der in direkter
Verbindung mit dem Schaltungsteil 1 steht, ist wiederum
mittels zweier Schalttransistoren 12, 13 mit jeweils parallel
geschalteten Transistordioden 14, 15 mit dem positiven Teil 6
bzw. dem negativen Teil 7 eines globalen
Spannungsversorgungspfads verbunden. Dabei ist die
Transistordiode 14 zwischen dem positiven Teil 6 des globalen
Spannungsversorgungspfads 6, 7 und dem positiven Teil 8 des
lokalen Spannungsversorgungspfads 8, 9 so geschaltet, dass
der Strom nur von positiven Teilen 6 des globalen
Spannungsversorgungspfads 6, 7 zum positiven Pfad 8 des
lokalen Spannungsversorgungspfads 8, 9 fließen kann. Gleiches
gilt in umgekehrter Weise für die zweite Transistordiode 15
zwischen den negativen Teilen 7, 9 des globalen bzw. lokalen
Spannungsversorgungspfads.
Im aktiven Betrieb sind die beiden Schalttransistoren 12 bzw.
13 geschlossen, so dass der Schaltungsteil 1 über den lokalen
Spannungsversorgungspfad 8, 9 niederohmig mit dem globalen
Spannungsversorgungspfad 6, 7 verbunden ist. Um den
Schaltungsteil 1 in den Ruhezustand zu versetzen, werden die
beiden Schalttransistoren 12, 13 geöffnet, wodurch die
Spannung jeweils zwischen den positiven Teilen 6, 8 und den
negativen Teilen 7, 9 der beiden Spannungsversorgungspfade 6,
7, 8, 9 ansteigt. Erreicht die Spannung einen Betrag, an dem
die beiden Transistordioden 14, 15 zu leiten beginnen, fließt
ein Strom vom globalen Spannungsversorgungspfad 6, 7 über die
beiden Transistordioden 14, 15 und den lokalen
Spannungsversorgungspfad 8, 9 durch den Schaltkreis 1. Die im
Ruhezustand am Schaltkreis 1 anliegende Spannung ist gleich
der Spannung des globalen Spannungsversorgungspfads 6, 7
abzüglich der beiden Spannungsabfälle an den Transistordioden
14, 15. Aufgrund der geringeren Versorgungsspannung des
Schaltkreises 1 verringert sich auch dessen Stromaufnahme, so
dass durch diese Maßnahme der Stromverbrauch gesenkt werden
kann.
In Fig. 2 ist ein erstes Ausführungsbeispiel der
erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung dargestellt. Diese
weist zusätzlich zu der in der Fig. 1 dargestellten
Schaltungsanordnung einen Ruhezustand-
Spannungsversorgungspfad 10, 11 auf, der ausschließlich zur
Versorgung von in den Ruhezustand versetzten Schaltungsteilen
vorgesehen ist.
Weiterhin sind bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel die
Transistordioden 14, 15 jeweils zwischen dem lokalen
Spannungsversorgungspfad 8, 9 und dem Ruhezustand-
Spannungsversorgungspfad 10, 11 geschaltet. Werden nun die
Schalttransistoren 12, 13 gesperrt, um den Schaltungsteil 1
in den Ruhezustand zu versetzen, und fällt die Spannung des
lokalen Spannungsversorgungspfads 8, 9 unter den Wert der
Spannung im Ruhezustand-Spannungsversorgungspfad 10, 11
abzüglich der Spannungsabfälle in den Transistordioden 14,
15, so beginnt ein Strom vom Ruhezustand-
Spannungsversorgungspfad 10, 11 über die beiden
Transistordioden 14, 15 durch den Schaltungsteil 1 zu
fließen. Durch das Sperren der beiden Schalttransistoren 12,
13 wird somit der Schaltungsteil 1 vom globalen
Spannungsversorgungspfad 6, 7 vollständig entkoppelt und über
die Transistordioden 14, 15 an den Ruhezustand-
Spannungsversorgungspfad 10, 11 angekoppelt.
Der Ruhezustand-Spannungsversorgungspfad 10, 11 ist mit dem
globalen Spannungsversorgungspfad 6, 7 an einem Punkt
verbunden, der möglichst nahe am Punkt der Einspeisung der
Versorgungsspannung liegt, um von den Strom- bzw.
Spannungsspitzen entkoppelt zu sein, die unter Umständen von
aktiven Schaltungsteilen im globalen Spannungsversorgungspfad
erzeugt werden. Dazu können beispielsweise der globale
Spannungsversorgungspfad 6, 7 und der Ruhezustand-
Spannungsversorgungspfad 10, 11 beide unmittelbar an
Anschlusspunkte angeschlossen sein, an denen die
Versorgungsspannung für die gesamte Schaltung eingespeist
wird, wobei dies die einzige Verbindung zwischen den beiden
Spannungsversorgungspfaden bleibt. Weiterhin kann der
Ruhezustand-Spannungsversorgungspfad 10, 11 über einen
Widerstand und/oder eine Induktivität an eine gemeinsame
Spannungsversorgung angeschlossen sein, um eine bessere
Entkopplung vom globalen Spannungsversorgungspfad 6, 7 zu
erreichen.
Wird nun der Schaltungsteil 1 wieder aktiviert, werden die
beiden Schalttransistoren 12, 13 geschlossen. Da diese im
durchgesteuerten Zustand einen geringeren Spannungsabfall als
die beiden Transistordioden 14, 15 aufweisen, wird der lokale
Spannungsversorgungspfad 8, 9 über die Schalttransistoren 12,
13 auf nahezu den Spannungswert des globalen
Spannungsversorgungspfads 6, 7 aufgeladen. Sobald die
Spannungsdifferenz zwischen den positiven Teilen 8, 10 bzw.
zwischen den negativen Teilen 9, 11 des lokalen
Spannungsversorgungspfads 8, 9 bzw. des Ruhezustand-
Spannungsversorgungspfads 10, 11 kleiner als die
Durchlassspannung der Transistordioden 14, 15 wird, sperren
diese. Der Schaltkreis 1 mit seinem lokalen
Spannungsversorgungspfad 8, 9 ist somit vom Ruhezustand-
Spannungsversorgungspfad 10, 11 entkoppelt und wird
ausschließlich über die Schalttransistoren 12, 13 vom
globalen Spannungsversorgungspfad 6, 7 gespeist.
In Fig. 3 ist ein zweites Ausführungsbeispiel dargestellt,
das im Wesentlichen der in Fig. 2 dargestellten
Schaltungsanordnung entspricht. Der einzige Unterschied
besteht darin, dass den beiden Transistordioden 14, 15
jeweils ein weiterer Schalttransistor 16, 17 parallel
geschaltet ist. Mit diesem kann beim Reaktivierungsvorgang
eine weitere Verbesserung der Störsicherheit erreicht werden.
Dazu werden zum Reaktivieren des in den Ruhezustand
versetzten Schaltkreises 1 zunächst die Schalttransistoren
16, 17 geschlossen, die den lokalen Spannungsversorgungspfad
8, 9 mit dem Ruhezustand-Spannungsversorgungspfad 10, 11
niederohmig verbinden. Da der Spannungsabfall an den beiden
durchgesteuerten Schalttransistoren 16, 17 kleiner als der
der parallel geschalteten Transistordioden 14, 15 ist, wird
die Spannung im lokalen Spannungsversorgungspfad 8, 9 bis
nahezu auf den Wert der Spannung im Ruhezustand-
Spannungsversorgungspfad 10, 11 angehoben. Vorteilhafterweise
ist dabei der Schaltkreis 1 während des
Reaktivierungsvorgangs, währenddessen gerade zu Beginn die
Störanfälligkeit wegen der noch niedrigen Versorgungsspannung
erhöht ist, mit dem Ruhezustand-Spannungsversorgungspfad 10,
11 verbunden, auf dem keine oder zumindest wesentlich
geringere Strom- bzw. Spannungsspitzen auftreten.
Sobald die Spannung im lokalen Spannungsversorgungspfad 8, 9
auf den Wert der Spannung im Ruhezustand-
Spannungsversorgungspfad 10, 11 oder zumindest auf einen Wert
angehoben ist, bei dem die Störsicherheit des Schaltkreises 1
hinreichend gering ist, werden die Schalttransistoren 16, 17
zwischen dem lokalen Spannungsversorgungspfad 8, 9 und dem
Ruhezustand-Spannungsversorgungspfad 10, 11 geöffnet und die
Schalttransistoren 12, 13 zwischen dem lokalen
Spannungsversorgungspfad 8, 9 und dem globalen
Spannungsversorgungspfad 6, 7 geschlossen. Auf diese Weise
wird der Schaltkreis 1, der in den aktiven Zustand versetzt
werden soll, in dem er auch Strom- bzw. Spannungsspitzen
verursachen kann, wieder vollständig an den globalen
Spannungsversorgungspfad 6, 7 angekoppelt und vom
Ruhezustand-Spannungsversorgungspfad 10, 11 abgekoppelt, der
erfindungsgemäß den nicht-aktiven Schaltkreisen vorbehalten
bleiben soll.
Der Verlauf der einzelnen Schalt- bzw. Strom- oder
Spannungssignale bei der Schaltungsanordnung gemäß dem
zweiten Ausführungsbeispiel ist in Fig. 4 dargestellt. Darin
bezeichnen A und D den aktiven Zustand, B den Ruhezustand und
C den Reaktivierungsvorgang des Schaltkreises 1. Der Verlauf
20 stellt ein Aktivierungssignal dar, das die
Schalttransistoren 12, 13 zur Verbindung des globalen
Spannungsversorgungspfads 6, 7 und des lokalen
Spannungsversorgungspfads 8, 9 steuert. Der Verlauf 21 zeigt
die Stromschwankungen des durch den Schaltkreis 1 fließenden
Stroms. Der Verlauf 22 entspricht dem Potential des positiven
Teils 8 des lokalen Spannungsversorgungspfads 8, 9,
wohingegen der Verlauf 23 dem Potential des negativen Teils 9
des lokalen Spannungsversorgungspfads 8, 9 entspricht. Der
Verlauf 24 entspricht einem zweiten Aktivierungssignal, das
die beiden Schalttransistoren 16, 17 zur Verbindung des
lokalen Spannungsversorgungspfads 8, 9 und des Ruhezustand-
Spannungsversorgungspfads 10, 11 steuert.
In den aktiven Phasen des Schaltkreises 1 A, D sind die
beiden Schalttransistoren 12, 13 (Verlauf 20) angesteuert und
die beiden Schalttransistoren 16, 17 (Verlauf 24) nicht
angesteuert bzw. geöffnet, so dass der Schaltkreis 1
ausschließlich vom globalen Spannungsversorgungspfad 6, 7
gespeist wird. Wie aus den Verläufen 22 und 23 hervorgeht,
liegt in dieser Phase am Schaltkreis 1 eine hohe
Betriebsspannung an, die im Wesentlichen der Spannung des
globalen Spannungsversorgungspfads 6, 7 entspricht. Wie
Verlauf 21 zeigt, ist der Schaltkreis 1 in diesem
Betriebszustand jedoch auch den im globalen
Spannungsversorgungspfad 6, 7 auftretenden Stromspitzen
ausgesetzt.
Im Ruhezustand B werden die beiden Schalttransistoren 12, 13
(Verlauf 20) nicht mehr angesteuert bzw. geöffnet, wobei die
Schalttransistoren 16, 17 (Verlauf 24) weiterhin geöffnet
bleiben, so dass die Spannung am Schaltkreis 1 (Verläufe 22
und 23) nach einer gewissen Entladezeit auf einen geringeren
Wert sinkt. Dieser Wert entspricht der Spannung am
Ruhezustand-Spannungsversorgungspfad 10, 11 abzüglich der
Spannungsabfälle in den beiden Transistordioden 14, 15, über
die in dieser Phase ausschließlich der Strom zur Versorgung
des Schaltkreises 1 fließt.
In der Reaktivierungsphase C werden die beiden
Schalttransistoren 16, 17 (verlauf 24) geschlossen, während
die beiden Schalttransistoren 12, 13 (Verlauf 20) weiterhin
geöffnet bleiben, so dass die Spannung im lokalen
Spannungsversorgungspfad 8, 9 auf den Wert der Spannung im
Ruhezustand-Spannungsversorgungspfad 10, 11 langsam angehoben
wird. In dieser Phase tritt nur zu Beginn, wenn die beiden
Schalttransistoren 16, 17 (Verlauf 24) angesteuert werden,
ein kleiner Stromsprung (Verlauf 21) auf, ohne dass jedoch
der Schaltkreis 1 den wesentlich höheren in den aktiven
Phasen A, D auftretenden Stromspitzen ausgesetzt wäre.
Am Ende des Reaktivierungsvorgangs C werden die beiden
Schalttransistoren 16, 17 (Verlauf 24) geöffnet und die
beiden Schalttransistoren 12, 13 (Verlauf 20) geschlossen, so
dass der Schaltkreis 1 wieder niederohmig an den globalen
Spannungsversorgungspfad 6, 7 angekoppelt ist. In diesem
Zustand ist der Schaltkreis 1 wieder den im globalen
Spannungsversorgungspfad 6, 7 auftretenden Stromspitzen
(Verlauf 21) ausgesetzt, wobei er jedoch jetzt mit der
Spannung des globalen Spannungsversorgungspfads 6, 7
betrieben wird, so dass die Stromspitzen seinen Betrieb nicht
stören können.
Claims (12)
1. Schaltungsanordnung zur Verringerung der
Versorgungsspannung eines Schaltungsteils (1) mit einem
globalen Spannungsversorgungspfad (6, 7), einem mit dem
Schaltungsteil (1) verbundenen lokalen
Spannungsversorgungspfad (8, 9) und ersten Schaltmitteln (12,
13) zum Verbinden des globalen Spannungsversorgungspfads (6,
7) mit dem lokalen Spannungsversorgungspfad (8, 9),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schaltungsanordnung einen Ruhezustand-
Spannungsversorgungspfad (10, 11) und Schaltungsmittel (14,
15) aufweist, mittels derer der lokale
Spannungsversorgungspfad (8, 9) mit dem Ruhezustand-
Spannungsversorgungspfad (10, 11) verbindbar ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass an den Schaltungsmitteln (14, 15) bei Stromfluss eine im
Wesentlichen konstante Spannung abfällt.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schaltungsmittel (14, 15) Schalttransistoren sind.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schaltungsmittel (14, 15) nur eine
Stromdurchlassrichtung aufweisen und insbesondere
Transistordioden sind.
5. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ruhezustand-Spannungsversorgungspfad (10, 11) einen
höheren Innenwiderstand besitzt als der globale
Spannungsversorgungspfad (6, 7).
6. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ruhezustand-Spannungsversorgungspfad (10, 11) eine
geringere Spannung aufweist als der globale
Spannungsversorgungspfad (6, 7).
7. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schaltungsanordnung zweite Schaltmittel (16, 17) zum
Verbinden des lokalen Spannungsversorgungspfads (8, 9) mit
dem Ruhezustand-Spannungsversorgungspfad (10, 11) aufweist.
8. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schaltmittel (12, 13, 16, 17) MOS-Transistoren sind.
9. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schaltungsteil (1) ein Speicherbaustein ist.
10. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schaltungsteil (1) MOS-Elemente aufweist, an deren
Substrat die am globalen Spannungsversorgungspfad (6, 7)
anliegende Spannung als Substratspannung angelegt ist.
11. Verfahren zum Aktivieren eines mit verringerter Spannung
versorgten Schaltungsteils (1) einer Schaltungsanordnung nach
Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass zunächst für eine bestimmte Zeitdauer der lokale
Spannungsversorgungspfad (8, 9) mittels der zweiten
Schaltmittel (16, 17) mit dem Ruhezustand-
Spannungsversorgungspfad (10, 11) verbunden wird und
anschließend der lokale Spannungsversorgungspfad (8, 9)
mittels der ersten Schaltmittel (12, 13) mit dem globalen
Spannungsversorgungspfad (6, 7) verbunden wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ansteuerung der zweiten Schaltmittel (16, 17)
während der ersten Zeitdauer kontinuierlich ansteigend
erfolgt.
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