DE10120643A1 - Vorgesteuertes Druckventil - Google Patents
Vorgesteuertes DruckventilInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
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- F16K17/02—Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves opening on surplus pressure on one side; closing on insufficient pressure on one side
- F16K17/04—Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves opening on surplus pressure on one side; closing on insufficient pressure on one side spring-loaded
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Abstract
Offenbart ist ein vorgesteuertes Druck-Einspeiseventil, bei dem einem Vorsteuerventilkörper eines Dämpfungseinrichtung zugeordnet ist, über die zumindest die Schließbewegung des Vorsteuerventilkörpers gedämpft wird.
Description
Die Erfindung betrifft ein Druck-Einspeiseventil gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein derartiges vorgesteuertes Druckventil wird bei
spielsweise als Arbeitsventil in hydrostatischen Antrieben,
beispielsweise Fahr- und Drehwerksantrieben und zur Absi
cherung von Linearverbrauchern, beispielsweise Zylindern im
offenen oder geschlossenen hydraulischen Kreislauf verwen
det. Bei Fahr-/Drehwerkantrieben werden diese Druckventile
beispielsweise eingesetzt, um bei überschreiten eines
vorgegebenen Systemdrucks eine Verbindung von der Hoch
druckseite zur Niederdruckseite hin aufzusteuern. Dabei
wird dann Druckmittel an einen Hydromotor des Dreh-
/Fahrwerkantriebs vorbei vom Hochdruckzweig in den Nieder
druckzweig geführt, so daß Druckspitzen im Hochdruckkreis
vermieden werden können.
In der WO 99/08029 A1 ist ein vorgesteuertes Druckbe
grenzungsventil offenbart, bei dem einem Ventilkörper einer
Hauptstufe ein Dämpfungsglied zugeordnet ist, über das bei
Auftreten von Druckspitzen der Ventilkörper weit unterhalb
seines über die Vorsteuerstufe vorgegebenen Öffnungspunktes
aufgesteuert wird, so daß aus hohen Beschleunigungen des
Fahr-/Drehwerkantriebs resultierende Druckspitzen durch ein
kurzes Aufsteuern des Ventilkörpers der Hauptstufe unter
halb des Ansprechpunktes der Vorsteuerstufe gedämpft werden
können.
Aus der EP 0 908 653 A1 ist ein vorgesteuertes Druck-
Einspeiseventil mit Nachsaugfunktion bekannt, bei dem eine
Vorsteuerstufe einen Übersetzerkolben hat, durch dessen
Wirkung die Vorsteuerstufe unterhalb des eingestellten
Maximaldruckes aufsteuerbar ist, so daß Druckschwankungen
am Eingangsanschluß gedämpft werden können.
Auch bei diesen Konstruktionen kann es bei bestimmten
Betriebsbedingungen, beispielsweise beim Fahren der Pumpe
in die Druckabschneidung oder bei impulsartigen Belastun
gen, beispielsweise im Hammerbetrieb, vorkommen, daß die
Vorsteuerstufe aufgrund der extrem hohen Druckaufbauge
schwindigkeiten (bis 50 000 bar/sec) schlagartig auf- und
zugesteuert wird.
Diese hohen Druckstoßbelastungen können zu einem vor
zeitigen Verschleiß der Ventilsitze in Haupt- und Vorsteu
erstufe führen.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein vorgesteuertes Druckventil zu schaffen, bei dem die
Gefahr einer Beschädigung auch bei hohen Druckstoßbelastun
gen verringert ist.
Diese Aufgabe wird durch ein vorgesteuertes Druckbe
grenzungsventil mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1
gelöst.
Erfindungsgemäß ist der Vorsteuerstufe des Druckventils
ein mit dem Vorsteuerventilkörper zusammenwirkendes Dämp
fungsglied zugeordnet, über das die bei hohen Druckstoßbe
lastungen auftretenden Druckspitzen in der Vorsteuerstufe
gedämpft werden, so daß ein schlagartiges Aufsetzen des
Vorsteuerventilkörpers auf den zugeordneten Vorsteuerven
tilsitz weitgehend verhindert werden kann. Der wesentliche
Vorteil der Erfindung liegt somit im gedämpften Verhalten
der Haupt- und Vorsteuerstufe, wenn Schwingungen pumpen-
und tankseitig phasenverschoben auftreten.
Bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Erfin
dung ist das Dämpfungsglied ein Kölbchen, das in einer als
Sackloch ausgeführten Vorsteuerventilbohrung geführt ist,
wobei eine Stirnfläche des Kölbchens mit dem Boden der
Vorsteuerventilbohrung einen Dämpfungsraum begrenzt, in den
Steueröl in Abhängigkeit von der Axialverschiebung des
Kölbchens einströmen beziehungsweise aus diesem herausströ
men kann.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
bildet das Kölbchen gemeinsam mit der Vorsteuerventilboh
rung stromaufwärts des Vorsteuerventilsitzes eine ringför
mige Düse, durch die das Steueröl bei geöffneter Vorsteuer
stufe strömt. Durch den Druckabfall über dieser Düse wird
das Kölbchen während der Aufsteuerbewegung des Vorsteuer
ventilkörpers mit einer in Richtung des Vorsteuerventilkör
pers wirkenden Kraft beaufschlagt, so daß das Kölbchen der
Aufsteuerbewegung des Vorsteuerventilkörpers schnell folgen
kann. Beim Schließen der Vorsteuerstufe muß zunächst das im
rückseitigen Dämpfungsraum vorhandene Steueröl verdrängt
werden, so daß die Schließbewegung des Vorsteuerventilkör
pers gedämpft ist. Durch diese Variante läßt sich ein
schnelles Öffnen der Vorsteuerstufe realisieren, während
die Rückbewegung gedämpft ist, so daß durch die halbwellen
förmige Dämpfung einer Beschädigung des Ventilsitzes vorge
beugt ist.
Das Kölbchen ist besonders einfach aufgebaut, wenn es
an einem vom Vorsteuerventilsitz entfernten Endabschnitt
einen den Dämpfungsraum begrenzenden Führungsbund hat, der
über einen radial zurückgesetzten Mittelabschnitt in einen
ventilsitzseitigen, die Düse begrenzenden Düsenbund über
geht.
Die Vorsteuerstufe hat in ihrem Gehäuse vorzugsweise
zumindest eine Verbindungsbohrung, die einerseits in der
Vorsteuerventilbohrung und andererseits in einem Federraum
der Hauptstufe mündet. Der vorsteuerventilseitige Mündungs
abschnitt liegt dabei im Bereich des mittleren, radial
zurückgesetzten Abschnittes des Kölbchens, so daß das
Steueröl einerseits in Richtung zur Düse und andererseits
in Richtung zum Dämpfungsraum strömen kann.
Das Setzverhalten des Vorsteuerteils ist besonders gut,
wenn als Vorsteuerventilkörper eine Kugel verwendet wird.
Je nach Aufbau des vorgesteuerten Druckventils kann ein
Druckraum stromabwärts des Vorsteuerventils mit dem Druck
im Niederdruckbereich des Systems oder aber mit einem
Vorsteuerdruck beaufschlagt werden.
Das Druckventil ist vorzugsweise mit Nachsaugfunktion
ausgeführt, so daß Druckmittel aus dem Niederdruckteil in
den Hochdruckteil angesaugt werden kann.
Der Ventilkörper der Hauptstufe wird vorzugsweise als
Ventilschieber ausgeführt, indem eine Düsenbohrung ausge
bildet ist. Das Ansprechverhalten der Ventilanordnung läßt
sich weiter verbessern, wenn der Ventilschieber mit einer
Flächendifferenz ausgeführt ist. Zur Minimierung der
Leckage kann das erfindungsgemäße Ventil mit Schiebesitz
ausgeführt sein.
Durch das Vorsehen einer Notöffnung läßt sich die Be
triebssicherheit des Druckbegrenzungsventils weiter erhö
hen, wobei diese Notöffnung durch Axialverschieben eines
des Vorsteuerventilkörper abstützenden Reduzierstücks
bewirkt wird, so daß dieser von seinem Ventilsitz abgehoben
wird.
Sonstige vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
sind Gegenstand der weiteren Unteransprüche.
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der
Erfindung anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch ein erfindungsgemäßes vor
gesteuertes Druckbegrenzungsventil;
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung eines Vorsteuer
teils des Druckbegrenzungsventils aus Fig. 1 und
Fig. 3 eine Kennlinie des Druckbegrenzungsventils aus
Fig. 1.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch ein vorgesteuer
tes Druckbegrenzungsventil 1 auch Druck-Einspeiseventil
genannt. Das Druckbegrenzungsventil 1 hat eine Hauptstufe 2
und eine Vorsteuerstufe 4, die in einem patronenförmigen
Gehäuse 6 ausgebildet sind. Das Gehäuse 6 hat einen axialen
Anschluß P, der beispielsweise mit der Hochdruckseite eines
Fahrwerkantriebs verbunden ist. Ein durch einen Radialboh
rungsstern ausgebildeter Ausgangsanschluß T ist mit der
Niederdruckseite des Systems verbunden. Das Gehäuse 6 ist
von einer Axialbohrung 8 durchsetzt, in der ein Kolben 10
axial verschiebbar geführt ist. Diese Hauptstufe 2 ist mit
Schiebesitz ausgeführt, wobei der Kolben 10 über eine
Druckfeder 12 gegen eine Ringschulter 14 der Axialbohrung 8
vorgespannt ist. Durch diese Konstruktion ist der Kolben 10
der Hauptstufe 2 mit einer Flächendifferenz ausgeführt, so
daß das in Öffnungsrichtung wirksame Druckkraftequivalent
größer als das in Schließrichtung wirksame Druckkraftequi
valent ist.
An der Bodenfläche des Kolbens 10 ist ein nabenförmiger
Vorsprung 16 ausgebildet, der von einer eine Düse 18 bil
denden Bohrung durchsetzt ist. Diese verbindet den ein
gangsanschlußseitigen Teil der Axialbohrung 8 mit einem vom
Kolbenmantel 20 begrenzten Innenraum 22 des Kolbens 10.
Die Druckfeder 12 greift an einer Ringschulter im In
nenraum des Kolbenmantels 20 an, so daß dieser in seine
Schließposition vorgespannt ist, in der die Radialbohrungen
24 des Ausgangsanschlußes 10 zugesteuert sind.
Im Bereich des Kolbenmantels 20 (Schließstellung) ist
die Axialbohrung 8 stufenförmig erweitert, so daß ein
Ringraum zur Aufnahme eines Nachsaugringes 26 ausgebildet
ist, der gleitend zwischen dem Außenumfang des Kolbenman
tels 20 und einer Umfangswandung 28 des radial erweiterten
Teils der Axialbohrung 8 geführt ist. Die Axialbewegung des
Nachsaugringes 26 wird einerseits durch die die Axialboh
rung 8 erweiternde Radialschulter und andererseits durch
einen Anschlagbund 30 begrenzt. Der durch den Ringraum
zwischen dem Kolbenmantel 20 und der Innenumfangswandung
des radial erweiterten Teils der Axialbohrung gebildete
Raum ist über einen Drosselraum 33 mit einer Parallelboh
rung 32 des Gehäuses 6 verbunden, über die der Druck im
Ausgangsanschluß abgreifbar ist.
In den Endabschnitt des radial erweiterten Teils 28 der
Axialbohrung 8 ist ein Reduzierstück 34 eingeschraubt, über
das ein Vorsteuerventilgehäuse gegen eine durch einen
Ringraum 38 des Gehäuses 6 gebildete Umfangskante vorge
spannt ist. Der Ringraum 38 ist über einen Gehäusekanal 40
mit der Niederdruckseite, beispielsweise dem Ausgangsan
schluß T verbunden.
Das Vorsteuerventilgehäuse und die darin aufgenommenen
Bauelemente der Vorsteuerstufe 4 sind in Fig. 2 vergrößert
dargestellt.
Das Vorsteuerventilgehäuse hat einen an der Umfangs
kante des Ringraums 38 abgestützten Grundkörper 42, aus dem
heraus sich mittig ein Ansatz 44 zum Kolben 10 hin er
streckt.
Im Ansatz 44 ist eine als Sacklochbohrung ausgeführte
Vorsteuerventilbohrung 46 ausgebildet, die über einen
Vorsteuerventilsitz 48 in einen Ventilraum 50 mündet, in
dem ein Vorsteuerventilkörper 52 angeordnet ist. Dieser
wird über einen Federteller 54 und eine daran angreifende
Steuerfeder 56 gegen den zylindrischen Ventilsitz 48 vorge
spannt. Ein radial vorstehender Bund 55 des Federtellers 54
ist in einer Ausnehmung 57 des Grundkörpers geführt. Diese
hat einen sechseckförmigen Querschnitt, so daß einerseits
eine exakte Führung des Federtellers gewährleistet ist und
andererseits ein großer Durchflußquerschnitt zum und vom
Federraum für die Steuerfeder 56 zur Verfügung steht. Beim
dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Vorsteuerventil
körper 52 mit einer sphärischen Wirkfläche ausgeführt,
wobei konkret eine Kugel in einer Ausnehmung 58 des Feder
tellers 54 zentriert und abgestützt ist. Der Ventilraum 50
des Grundkörpers 42 ist über in Radialrichtung verlaufende
Entlastungskanäle 39 mit dem Ringraum 38 verbunden.
Gemäß Fig. 1 ist die Steuerfeder 56 an einer im Redu
zierstück 34 gelagerten Stellschraube 60 abgestützt. Die
Vorspannung der Steuerfeder 56 kann durch Axialverschiebung
der Stellschraube 60 eingestellt werden. Diese wird über
eine Kontermutter am Reduzierstück 34 festgelegt. Um ein
versehentliches Verstellen zu Verhindern, ist ein aus dem
Reduzierstück 34 hervorstehender Teil der Stellschraube 60
mittels einer Sicherungskappe 62 abgedeckt.
Der Ansatz 44 ist von mehreren radial verlaufenden Ver
bindungsbohrungen 64 durchsetzt, über die ein vom radial
erweiterten Teil der Axialbohrung 28 begrenzter Federraum
66 für die Druckfeder 12 mit dem Innenraum der Vorsteuer
ventilbohrung 46 begrenzt ist. In dieser ist ein Kölbchen
68 axial verschiebbar geführt. An dem in Fig. 2 linken
Endabschnitt des Kölbchens 68 ist ein Führungsbund 70
ausgebildet, der mit der Umfangswandung der Vorsteuerven
tilbohrung 46 einen ringförmigen Drosselspalt 72 ausbildet.
Durch die Stirnfläche des Führungsbundes 70 und den Boden
der Vorsteuerventilbohrung 46 ist ein Dämpfungsraum 74
begrenzt.
Im Anschluß an den Führungsbund 70 ist am Kölbchen 68
ein radial zurückgesetzter Mittelabschnitt 76 ausgebildet,
der an dem in Fig. 2 rechten Endabschnitt in einen Düsen
bund 78 übergeht, der mit der Umfangswandung der Vorsteuer
ventilbohrung 46 eine ringförmige Düse 80 ausbildet. In der
Stirnfläche des Düsenbundes 78 ist ein Zentrierkegel 82
ausgebildet, der in Anlage an den Vorsteuerventilkörper 52
bringbar ist.
In der dargestellten Grundposition der Vorsteuerstufe
4, das heißt bei auf dem Ventilsitz 48 aufsitzenden Ventil
körper 52 tritt Steueröl aus dem Federraum 66 durch die
Verbindungsbohrungen 64 im Bereich des Mittelabschnittes 76
in die Vorsteuerventilbohrung 46 ein, so daß der rückwär
tige Dämpfungsraum 74 und der Ringspalt zwischen Kölbchen
68 und Umfangswandung bis zum Ventilsitz 48 mit Steueröl
gefüllt sind, so daß die in Axialrichtung auf das Kölbchen
68 wirkenden Druckkräfte ausgeglichen sind.
Bei einer Druckerhöhung am Eingangsanschluß P steigt
aufgrund der Verbindung über die Düsen-Bohrung 18 auch der
Druck im Federraum 66 an, so daß etwa dieser Druck auch am
Ventilsitz 48 anliegt. Bei Überschreiten des durch die
Ventilsitzfläche und die Kraft der Steuerfeder vorgegebenen
Maximaldrucks im Federraum 66 wird der Vorsteuerventilkör
per 52 vom Ventilsitz 48 abgehoben, so daß Steueröl über
den geöffneten Ventilsitz 48, die Entlastungskanäle 39 und
den Ringraum 38 in den Verbindungskanal 40 und von dort zum
Niederdruckzweig des Systems abströmen kann - der Vorsteu
erventilkörper befindet sich in seiner Regelpostion. Da
durch wird die Rückseite des Kolbens 10 entlastet, so daß
dieser durch den Druck am Eingangsanschluß P von seinem
Ventilsitz 14 abgehoben und die Verbindung von P nach T
aufgesteuert wird. Diese Aufsteuerbewegung des Kolbens 10
wird durch die Flächendifferenz 14 unterstützt.
Bei vom Ventilsitz 48 abgehobenem Vorsteuerventilkörper
52 entsteht durch die Steuerölströmung in der Düse 80 ein
Druckabfall, so daß das Kölbchen 68 aufgrund der in Fig. 2
nach rechts wirkenden Druckkraft resultierenden Aufsteuer
bewegung des Vorsteuerventilkörpers 52 folgt und die Öff
nungsbewegung unterstützt. Da die in Öffnungsrichtung auf
das Kölbchen 68 wirkenden Druckkräfte aufgrund des Druckab
falls in der Düse etwas größer als die in Schließrichtung
wirksamen Druckkräfte ist, kann die Steuerfeder 56 den
Vorsteuerventilkörper 52 in der Regelposition nicht schlie
ßen.
Bei einer Druckabsenkung am Eingangsanschluß P und da
mit im Federraum 66 werden die in Öffnungsrichtung wirksa
men Kräfte entsprechend verringert, so daß der Vorsteuer
ventilkörper 52 durch Steuerfeder 56 zurück in Richtung auf
den Ventilsitz 48 verschoben wird. Diese Axialverschiebung
des Vorsteuerventilkörpers 52 wird auf das Kölbchen 68
übertragen, wobei dessen Axialverschiebung von der Ge
schwindigkeit abhängt, mit der das Steueröl aus dem rück
wärtigen Dämpfungsraum 74 über den Drosselspalt 72 ver
drängt werden kann. Demgemäß ist die Schließbewegung des
Vorsteuerventilkörpers 52 durch die Axialbewegung des
Kölbchens 68 gegen den Druck im Dämpfungsraum 74 gedämpft.
Es stellt sich eine Halbwellendämpfung ein, bei der das
Aufsteueren der Vorsteuerstufe sehr schnell erfolgt, wäh
rend die Schließbewegung gedämpft ist, so daß ein hartes
Aufschlagen des Vorsteuerventilkörpers auf den Ventilsitz
48 verhindert ist.
Fig. 3 zeigt eine stat. und dyn. Druck-
/Durchflußkennlinie (p/Q) eines erfindungsgemäßen Druck-
Einspeiseventils 1. Demgemäß steigt der Volumenstrom zwi
schen dem Eingangsanschluß P und dem Ausgangsanschluß T
beim Erreichen des zu begrenzenden Maximalwertes Pmax
aufgrund der dynamisch schnellen Öffnungsbewegung des
Vorsteuerventilkörpers sehr schnell an. Beim Absinken des
Druckes am Eingangsanschluß P wird der Volumenstrom auf
grund der Dämpfungswirkung des Kölbchens 68, der Kolben 10
unterstützt von Druckfeder 12 hydraulisch langsam zurückge
fahren, so daß die Schließbewegung gedämpft ist.
Falls der Druck am Ausgangsanschluß T größer als der
Druck am Eingangsanschluß P ist, wird die in Fig. 1 linke
Fläche des Nachsaugrings 26 über die Parallelbohrung 32
sowie den sich daran anschließenden ringförmigen Drossel
raum 33 mit dem höheren Druck am Ausgangsanschluß T beauf
schlagt, während auf die andere Stirnfläche der niedrigere
Druck am Eingangsanschluß P wirkt. Durch die resultierende
Kraft wird der Nachsaugring 26 in der Darstellung gemäß
Fig. 1 nach rechts gegen den Anschlagbund 30 verschoben
und der Kolben 10 gegen die Kraft der Druckfeder 12 in der
Darstellung gemäß Fig. 1 nach rechts bewegt wird, so daß
die Verbindung von T nach P aufgesteuert wird, so daß
Druckmittel vom Niederdruckzweig in den Hochdruckzweig
nachströmen kann.
Das Innen- und Außenspiel des Einspeiserings ist so ge
wählt, daß sich die Leckage der Ventilanordnung verringern
läßt. Dies wird noch dadurch unterstützt, daß der Kolben 10
mit Flächendifferenz ausgeführt ist. Weitere Einzelheiten
zum Aufbau der Hauptstufe finden sich in einer Parallelan
meldung P 2000 MA7468 der Anmelderin.
Die Verwendung eines sphärischen Vorsteuerventilkörpers
52 hat neben dem guten Setzverhalten noch den weiteren
Vorteil, daß eventuelle Schräglagen der Steuerfeder 56
ausgeglichen werden können, so daß eine zentrische Auflage
auf den Ventilsitz 48 gewährleistet ist.
Bei dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel ist der
Vorsteuerventilkörper 52 über den Verbindungskanal 40 mit
dem Druck im Niederdruckzweig beaufschlagt. In Fig. 1 ist
gestrichelt eine Lösung angedeutet, bei der der in Schließ
richtung wirksame Druck auch durch einen Steuerdruck ein
stellbar ist, der über eine Steuerleitung 84 in den Ring
raum 38 und damit in den Ventilraum 50 gemeldet wird
(externe Steuerleitung).
Offenbart ist ein vorgesteuertes Druck-Einspeiseventil,
bei dem einem Vorsteuerventilkörper eine Dämpfungseinrich
tung zugeordnet ist, über die zumindest die Schließbewegung
des Vorsteuerventilkörpers gedämpft wird.
1 Druckbegrenzungsventil
2 Hauptstufe
4 Vorsteuerstufe
6 Gehäuse
8 Axialbohrung
10 Kolben
12 Druckfeder
14 Ringschulter
16 Vorsprung
18 Bohrung
20 Kolbenmantel
22 Innenraum
24 Radialbohrung
26 Nachsaugring
28 radial erweiterter Teil der Axialbohrung
30 Anschlagbund
32 Parallelbohrung
33 Drosselraum
34 Reduzierstück
36 Vorsteuerventilgehäuse
38 Ringraum
39 Entlastungskanal
40 Verbindungskanal
42 Grundkörper
44 Ansatz
46 Vorsteuerventilbohrung
48 Vorsteuerventilsitz
50 Ventilraum
52 Vorsteuerventilkörper
54 Federteller
55 Bund
56 Steuerfeder
57 Ausnehmung
58 Ausnehmung
60 Stellschraube
62 Sicherungskappe
64 Verbindungsbohrung
66 Federraum
68 Kölbchen
70 Führungsbund
72 Drosselspalt
74 Dämpfungsraum
76 Mittelabschnitt
78 Düsenbund
80 Düse
82 Zentrierkegel
84 Steuerleitung
2 Hauptstufe
4 Vorsteuerstufe
6 Gehäuse
8 Axialbohrung
10 Kolben
12 Druckfeder
14 Ringschulter
16 Vorsprung
18 Bohrung
20 Kolbenmantel
22 Innenraum
24 Radialbohrung
26 Nachsaugring
28 radial erweiterter Teil der Axialbohrung
30 Anschlagbund
32 Parallelbohrung
33 Drosselraum
34 Reduzierstück
36 Vorsteuerventilgehäuse
38 Ringraum
39 Entlastungskanal
40 Verbindungskanal
42 Grundkörper
44 Ansatz
46 Vorsteuerventilbohrung
48 Vorsteuerventilsitz
50 Ventilraum
52 Vorsteuerventilkörper
54 Federteller
55 Bund
56 Steuerfeder
57 Ausnehmung
58 Ausnehmung
60 Stellschraube
62 Sicherungskappe
64 Verbindungsbohrung
66 Federraum
68 Kölbchen
70 Führungsbund
72 Drosselspalt
74 Dämpfungsraum
76 Mittelabschnitt
78 Düsenbund
80 Düse
82 Zentrierkegel
84 Steuerleitung
Claims (11)
1. Vorgesteuertes Druckventil mit einem Kolben (10), über
den eine Verbindung zwischen einem Eingangsanschluß (P)
und einem Ausgangsanschluß (T) aufsteuerbar ist und
dessen Rückraum (66) über ein Vorsteuerventil (4) mit
einem Steuerölanschluß verbindbar ist, wobei ein
Vorsteuerventilkörper (52) des Vorsteuerventils (4) ge
gen einen Ventilsitz (48) vorgespannt ist, dadurch
gekennzeichnet, daß im Steueröl-Strömungspfad zwischen
dem Rückraum (66) und dem Vorsteuerventilsitz (48) ein
mit dem Vorsteuerventilkörper (52) zusammenwirkendes
Dämpfungsglied (68) angeordnet ist.
2. Druckventil nach Patentanspruch 1, wobei das Dämpfungs
glied ein Kölbchen (68) ist, das in einer
Vorsteuerventilbohrung (46) geführt ist und das mit der
Vorsteuerventilbohrung (46) einen Dämpfungsraum (74)
begrenzt, in den Steueröl über einen Dämpfungsspalt
(72) eintreten bzw. aus dem Steueröl verdrängt werden
kann.
3. Druckventil nach Patentanspruch 2, wobei das Kölbchen
(68) mit einer Innenumfangswandung der
Vorsteuerventilbohrung (46) eine ringförmige Düse (80)
bildet.
4. Druckventil nach Patentanspruch 2 und 3, wobei das
Kölbchen (68) an seinem vom Vorsteuerventilsitz (48)
entfernten Endabschnitt einen Führungsbund (70) hat,
der über einen radial zurückgesetzten Mittelabschnitt
(76) in einen die ringförmige Düse (80) begrenzenden
Düsenbund (78) übergeht.
5. Druckventil nach Patentanspruch 4, wobei die Vorsteuer
ventilbohrung (46) über eine Verbindungsbohrung (64)
mit dem Rückraum (66) verbunden ist.
6. Druckventil nach einem der vorhergehenden Patentansprü
che, wobei der Vorsteuerventilkörper eine Kugel (52)
ist.
7. Druckventil nach einem der vorhergehenden Patentansprü
che, wobei der Steuerölanschluß mit dem
Ausgangsanschluß (T) oder einer Vorsteuerleitung
verbunden ist.
8. Druckventil nach einem der vorhergehenden Patentansprü
che, wobei dieses mit einer Nachsaugfunktion ausgeführt
ist.
9. Druckventil nach einem der vorhergehenden Patentansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptstufe (2) mit
Schiebesitz ausgeführt ist.
10. Druckventil nach Patentanspruch 9, wobei ein Kolben
(10) der Hauptstufe (2) mit einer Flächendifferenz
ausgeführt ist.
11. Druckventil nach einem der vorhergehenden Patentansprü
che, wobei der Vorsteuerventilkörper (52) in
Schließrichtung an einem in einem Gehäuse (6)
eingesetzten Reduzierstück (34) abgestützt ist, dessen
Axialposition zur Notöffnung veränderbar ist.
Priority Applications (2)
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