[go: up one dir, main page]

DE10120637A1 - Verfahren zum Beladen von Fasern - Google Patents

Verfahren zum Beladen von Fasern

Info

Publication number
DE10120637A1
DE10120637A1 DE10120637A DE10120637A DE10120637A1 DE 10120637 A1 DE10120637 A1 DE 10120637A1 DE 10120637 A DE10120637 A DE 10120637A DE 10120637 A DE10120637 A DE 10120637A DE 10120637 A1 DE10120637 A1 DE 10120637A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carbon dioxide
fiber
exhaust gas
loading process
washing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE10120637A
Other languages
English (en)
Inventor
Klaus Doelle
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Voith Patent GmbH
Original Assignee
Voith Paper Patent GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Voith Paper Patent GmbH filed Critical Voith Paper Patent GmbH
Priority to DE10120637A priority Critical patent/DE10120637A1/de
Priority to EP02002837A priority patent/EP1253238A3/de
Priority to US10/128,189 priority patent/US20020162638A1/en
Publication of DE10120637A1 publication Critical patent/DE10120637A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H17/00Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its constitution; Paper-impregnating material characterised by its constitution
    • D21H17/63Inorganic compounds
    • D21H17/70Inorganic compounds forming new compounds in situ, e.g. within the pulp or paper, by chemical reaction with other substances added separately
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C9/00After-treatment of cellulose pulp, e.g. of wood pulp, or cotton linters ; Treatment of dilute or dewatered pulp or process improvement taking place after obtaining the raw cellulosic material and not provided for elsewhere
    • D21C9/001Modification of pulp properties
    • D21C9/002Modification of pulp properties by chemical means; preparation of dewatered pulp, e.g. in sheet or bulk form, containing special additives
    • D21C9/004Modification of pulp properties by chemical means; preparation of dewatered pulp, e.g. in sheet or bulk form, containing special additives inorganic compounds
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H17/00Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its constitution; Paper-impregnating material characterised by its constitution
    • D21H17/63Inorganic compounds
    • D21H17/67Water-insoluble compounds, e.g. fillers, pigments
    • D21H17/675Oxides, hydroxides or carbonates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)
  • Inorganic Fibers (AREA)

Abstract

Bei einem Verfahren zum Beladen von in einer Faserstoffsuspension enthaltenen Fasern mit einem Hilfsstoff durch eine chemische Fällungsreaktion, die durch Zusetzen von Kohlendioxid ausgelöst wird, wird das Kohlendioxid mit einem Reinheitsgrad in einem Bereich von etwa 65% bis etwa 99%, vorzugsweise in einem Bereich von etwa 75% bis etwa 85%, erzeugt und dieses Kohlendioxid der Faserstoffsuspension zugesetzt.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Beladen von in einer Faserstoff­ suspension enthaltenen Fasern mit einem Hilfsstoff durch eine chemische Fällungsreaktion, die durch Zusetzen von Kohlendioxid ausgelöst wird.
Faserstoff zur Herstellung von Papier und Karton wird in der der Papier­ maschine vorgelagerten Faserstoffaufbereitung so aufbereitet, daß die ge­ wünschten Papiereigenschaften, wie z. B. mechanische Eigenschaften, op­ tische Eigenschaften usw., erreicht werden. Dabei können dem Faserstoff Zusatzstoffe, z. B. Füllstoffe, zugegeben werden.
Das Beladen mit einem Zusatzstoff, z. B. Füllstoff, kann beispielsweise durch eine chemische Fällungsreaktion, d. h. inbesondere durch einen sog. "Fiber Loading™"-Prozeß erfolgen, wie er u. a. in der US-A-5 223 090 be­ schrieben ist. Bei einem solchen "Fiber Loading™"-Prozeß wird an die be­ netzten Faseroberflächen des Fasermaterials wenigstens ein Zusatzstoff, insbesondere Füllstoff, eingelagert. Dabei können die Fasern beispielswei­ se mit Calciumcarbonat beladen werden. Hierzu wird dem feuchten, des­ integrierten Fasermaterial Calciumoxid und/oder Calciumhydroxid so zu­ gesetzt, daß zumindest ein Teil davon sich mit dem im Fasermaterial vor­ handenen Wasser assoziiert. Das so behandelte Fasermaterial wird an­ schließend mit Kohlendioxid beaufschlagt. Beim aus dieser US-A-5 223 090 bekannten Verfahren kann der "Fiber Loading™"-Prozeß innerhalb eines Refiners stattfinden.
Das Kohlendioxid für einen solchen Faserbeladungsprozeß wurde bisher stets mit einem Reinheitsgrad größer 99,8% erzeugt. Die Herstellung von Kohlendioxid mit einem solchen Reinheitsgrad ist entsprechend aufwendig und teuer, was sich nachteilig auf die Wirtschaftlichkeit des gesamten Fa­ serbeladungsprozesses auswirkt.
Ziel der Erfindung ist es, ein verbessertes Verfahren der eingangs ge­ nannten Art zu schaffen, mit dem der zuvor genannte Nachteil beseitigt ist und das insgesamt auf entsprechend einfachere und wirtschaftlichere Weise ausführbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zum Be­ laden von in einer Faserstoffsuspension enthaltenen Fasern mit einem Hilfsstoff durch eine chemische Fällungsreaktion, die durch Zusetzen von Kohlendioxid ausgelöst wird, wobei das Kohlendioxid mit einem Reinheits­ grad in einem Bereich von etwa 65% bis etwa 99%, vorzugsweise in einem Bereich von etwa 75% bis etwa 85%, erzeugt und dieses Kohlendioxid der Faserstoffsuspension zugesetzt wird.
Es hat sich herausgestellt, daß der angegebene, im Vergleich zu den bis­ her bekannten Verfahren deutlich geringere Reinheitsgrad für den hier in Rede stehenden Faserplanungsprozeß vollauf genügt. Das erfindungsge­ mäße Verfahren bringt somit insbesondere den Vorteil mit sich, daß bei der Gewinnung des Kohlendioxids ein wesentlicher Anteil an Energie ein­ gespart wird und die der Kohlendioxiderzeugung dienende Anlage sowie der Herstellungsprozeß deutlich vereinfacht werden können. Damit wird der Faserbeladungsprozeß insgesamt einfacher und wirtschaftlicher.
Das Kohlendioxid wird vorzugsweise aus dem Abgas eines Brennstoffes oder durch Kalkbrennen oder dergleichen erzeugt.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfah­ rens wird das Kohlendioxid aus dem Abgas eines Kraftwerks, eines Ver­ brennungsmotors, eines Kessels und/oder dergleichen und/oder aus dem Abgas einer Direktfeuerung mit einem beliebigen fossilen Brennstoff er­ zeugt.
Das bei der Verbrennung erzeugte Abgas wird vorteilhafterweise einem Waschprozeß unterzogen, um insbesondere feste und größere Verunreini­ gungen aus dem Abgas auszuwaschen. Dabei kann für den Waschprozeß beispielsweise wenigstens ein wasserberieselter Waschturm eingesetzt werden.
Von Vorteil ist auch, wenn das Gas, vorzugsweise im Anschluß an den Waschprozeß, in einer Absorberflüssigkeit gebunden wird. Die Absorber­ flüssigkeit kann beispielsweise hocheffizientes Monoethanolamin und/oder ein Sodaasche- und/oder Kupfercarbonat- und Wassergemisch enthalten.
Das gebundene Kohlendioxid kann anschließend ausgefällt werden, wobei es vorzugsweise auch gekühlt wird.
Vorzugsweise wird zumindest ein Teil der zuvor genannten verschiedenen Verfahrensschritte im Gegenstrombetrieb ausgeführt.
In bestimmten Fällen ist es von Vorteil, wenn das Gas zur Verflüssigung komprimiert und vorzugsweise gekühlt und das flüssige Kohlendioxid an­ schließend in einem druckbeaufschlagten Tank zwischengelagert und so für den Faserbeladungsprozeß bereitgestellt wird. Für den Faserbela­ dungsprozeß kann dieses in flüssiger Form zwischengespeicherte Kohlen­ dioxid dann insbesondere auf eine Temperatur in einem Bereich von etwa 10°C bis etwa 90°C erhitzt werden, um die jeweils erwünschte Kristall­ struktur zu erreichen. Anschließend kann das Kohlendioxid dann im gas­ förmigen Zustand dem Faserbeladungsprozeß zugeführt werden.
Es ist jedoch auch möglich, das Kohlendioxid, vorzugsweise nach dem Auswaschen bzw. dem Ausfällen, in seinem gasförmigen Zustand direkt dem Faserbeladungsprozeß zuzuführen. Dabei kann das Kohlendioxid durch Erhitzen oder Abkühlen auf die gewünschte Temperatur gebracht werden, bevor es dem Faserbeladungsprozeß zugeführt wird.
Insbesondere in dem Fall, daß das Kohlendioxid direkt dem Faserbela­ dungsprozeß zugeführt wird, kann der Komprimierungs- und Abküh­ lungsprozeß zumindest teilweise entfallen. Das CO2-Gas muß also nur noch auf die endgültige gewünschte Temperatur abgekühlt oder erhitzt und auf den gewünschten Druck komprimiert werden.
Bei der vorliegenden Verwendung des Kohlendioxids für einen Faserbela­ dungsprozeß ist weder eine Purifikation, d. h. Geruchsneutralisierung, noch eine Feinreinigung erforderlich.
Beim Beladen der Fasern z. B. mit Füllstoff kann beispielsweise Calcium­ carbonat (CaCO3) an die benetzen Faseroberflächen eingelagert werden, indem dem feuchten Fasermaterial Calciumoxid (CaO) und/oder Calcium­ hydroxid (Ca(OH)2) zugesetzt wird, wobei zumindest ein Teil davon sich mit dem Wasser der Faserstoffmenge assoziieren kann. Das so behandelte Fasermaterial kann dann mit dem in der angegebenen Weise erzeugten Kohlendioxid (CO2) beaufschlagt werden.
Der Begriff "benetzte Faseroberflächen" kann alle benetzten Oberflächen der einzelnen Fasern umfassen. Damit ist insbesondere auch der Fall mit erfaßt, bei dem die Fasern sowohl an ihrer Außenfläche als auch in ihrem Innern (Lumen) mit Calciumcarbonat bzw. einem beliebigen anderen Fäl­ lungsprodukt beladen werden.
Demnach können die Fasern z. B. mit dem Füllstoff Calciumcarbonat be­ laden werden, wobei die Anlagerung an die benetzten Faseroberflächen durch einen sog. "Fiber Loading™"-Prozeß erfolgt, wie er als solcher in der US-A-5 223 090 beschrieben ist. In diesem "Fiber Loading™"-Prozeß rea­ giert z. B. das Kohlendioxid mit dem Calciumhydroxid zu Wasser und Calciumcarbonat.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels un­ ter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.
Die einzige Figur dieser Zeichnung zeigt ein Ablaufdiagramm für eine bei­ spielhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Das Verfahren dient allgemein dem Beladen von in einer Faserstoffsus­ pension enthaltenen Fasern mit einem Hilfsstoff durch eine chemische Fällungsreaktion, die durch Zusetzen von Kohlendioxid (CO2) ausgelöst wird.
Dabei wird das Kohlendioxid mit einem Reinheitsgrad in einem Bereich von etwa 65% bis etwa 90%, vorzugsweise in einem Bereich von etwa 75 % bis etwa 85%, erzeugt und dieses Kohlendioxid der Faserstoffsuspen­ sion zugesetzt.
Das Kohlendioxid kann insbesondere aus dem Abgas eines Brennstoffes, durch Kalkbrennen und/oder dergleichen erzeugt werden. Wie anhand der Fig. 1 zu erkennen ist, kann das Kohlendioxid dabei insbesondere aus dem Abgas eines Kraftwerks, eines Kalkofens, eines Verbrennungsmotors bzw. einer Verbrennungsmaschine, einem Kessel und/oder dergleichen erzeugt werden. Die betreffende Abgas- oder Rauchgasquelle ist in der Fig. 1 mit "10" bezeichnet.
Alternativ oder zusätzlich kann das Kohlendioxid auch aus dem Abgas ei­ ner Direktfeuerung mit beliebigem fossilem Brennstoff erzeugt werden. Wie anhand der Fig. 1 zu erkennen ist, kann beispielsweise das Abgas eines Brennkessels 12 entsprechend verwendet werden.
Das bei der Verbrennung erzeugte Abgas kann dann beispielsweise einem Waschprozeß unterzogen werden, um insbesondere feste und größere Verunreinigungen aus dem Abgas auszuwaschen. Für den Waschprozeß können beispielsweise ein oder mehrere wasserberieselte Waschtürme 14 eingesetzt werden. Im vorliegenden Fall sind zwei solche Waschtürme 14 vorgesehen. In der Fig. 1 ist auch der jeweilige Wasserkreislauf für diese Waschtürme 14 angedeutet.
Das CO2-Gas kann dann wahlweise einem Absorptionsprozeß 16 und/oder einem Reinigungsprozeß 18 unterworfen werden.
Im Verlauf das Absorptionsprozesses 16 kann das Gas in einer Absorber­ flüssigkeit gebunden werden. Die betreffende Absorberflüssigkeit kann beispielsweise wässriges Monoethanolamin und/oder ein Sodaasche- und/oder Kupfercarbonat- und Wassergemisch enthalten. Das gebundene Kohlendioxid kann dann anschließend ausgefällt werden, wobei das Koh­ lendioxid wahlweise auch gekühlt werden kann.
Zumindest ein Teil der zuvor genannten Verfahrensschritte wird zweck­ mäßigerweise im Gegenstrombetrieb ausgeführt, um die Effizienz zu erhö­ hen.
Die beiden Schritte 16 und 18 können wahlweise auch entfallen.
Mittels eines CO2-Kompressors 20 kann das Gas dann wahlweise kom­ primiert werden.
Wahlweise kann das Kohlendioxid dann beispielsweise einem CO2- Trockner 22, einer CO2-Verflüssigungsstufe 24 und einer CO2- Speicherungsstufe 26 zugeführt werden.
So kann das Gas beispielsweise zur Verflüssigung komprimiert und vor­ zugsweise gekühlt werden und das flüssige Kohlendioxid anschließend in einem druckbeaufschlagten Tank zwischengelagert und so für den eigent­ lichen Faserbeladungsprozeß 28 bereitgestellt werden.
Die insbesondere für ein hochgradiges CO2 vorgesehenen Schritte 22 bis 26 können wahlweise auch entfallen. Man erhält dann minderhaltiges CO2, das für den darauffolgenden Faserbeladungsprozeß 28 jedoch ge­ nügt.
Das Kohlendioxid kann insbesondere nach dem Auswaschen bzw. dem Ausfällen in seinem gasförmigen Zustand auch direkt dem Faserbela­ dungsprozeß 28 zugeführt werden. Wird das Kohlendioxid nicht zwischen­ gelagert, so kann der Komprimierungs- und Abkühlungsprozeß zumindest teilweise entfallen, so daß das CO2-Gas nur noch auf die endgültige ge­ wünschte Temperatur abgekühlt oder erhitzt werden muß.
Bei diesem Verfahren ist weder eine Purifikation, d. h. Geruchsneutralisie­ rung, noch eine Feinreinigung erforderlich.
Das Kohlendioxid wird dann dem eigentlichen Faserbeladungsprozeß 28 zugeführt.
Dabei kann dem Fasermaterial insbesondere Calciumoxid und/oder Calciumhydroxid (gelöschter Kalk) so zugesetzt werden, daß zumindest ein Teil davon sich mit dem im Fasermaterial, d. h. zwischen den Fasern, in den Hohlfasern und in deren Wänden, vorhandenen Wasser assoziieren kann, wobei sich die folgende chemische Reaktion einstellt:

CaO + H2O → Ca(OH)2
Löschen von gebranntem Kalk Löschkalk
In dem betreffenden Reaktor wird das Fasermaterial dann derart mit dem in der zuvor beschriebenen Weise erzeugten Kohlendioxid (CO2) beauf­ schlagt, daß Calciumcarbonat (CaCO3) an die benetzten Faseroberflächen weitestgehend angelagert wird. Dabei stellt sich die folgende chemische Reaktion ein:
"Fiber Loading™": Ca(OH)2 + CO2 → CaCO3 + H2O
(Calciumcarbonat + Wasser)
Bezugszeichenliste
10
Abgasquelle, Rauchgasquelle
12
Brennkessel
14
Waschturm
16
Absorptionsprozeß
18
Reinigungsprozeß
20
CO2
-Kompressor
22
CO2
-Trockner
24
CO2
-Verflüssigung
26
CO2
-Speicherung
28
Faserbeladungsprozeß

Claims (15)

1. Verfahren zum Beladen von in einer Faserstoffsuspension enthalte­ nen Fasern mit einem Hilfsstoff durch eine chemische Fällungsre­ aktion, die durch Zusetzen von Kohlendioxid ausgelöst wird, wobei das Kohlendioxid mit einem Reinheitsgrad in einem Bereich von et­ wa 65% bis etwa 99%, vorzugsweise in einem Bereich von etwa 75% bis etwa 85%, erzeugt und dieses Kohlendioxid der Faserstoff- Suspension zugesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kohlendioxid aus dem Abgas eines Brennstoffes oder durch Kalkbrennen erzeugt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kohlendioxid aus dem Abgas eines Kraftwerks, eines Ver­ brennungsmotors, eines Kessels und/oder dergleichen und/oder aus dem Abgas einer Direktfeuerung mit fossilem Brennstoff erzeugt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das bei der Verbrennung erzeugte Abgas einem Waschprozeß unterzogen wird, um insbesondere feste und größere Verunreini­ gungen aus dem Abgas auszuwaschen.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß für den Waschprozeß wenigstens ein wasserberieselter Wasch­ turm (14) eingesetzt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gas, vorzugsweise im Anschluß an den Waschprozeß, in ei­ ner Absorberflüssigkeit gebunden wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Absorberflüssigkeit wässeriges Monoethanolamin und/oder ein Sodaasche- und/oder Kupfercarbonat- und Wassergemisch ent­ hält.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das gebundene Kohlendioxid anschließend ausgefällt und vor­ zugsweise gekühlt wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil der verschiedenen Verfahrensschritte im Ge­ genstrombetrieb ausgeführt wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gas zur Verflüssigung komprimiert und vorzugsweise ge­ kühlt und das flüssige Kohlendioxid anschließend in einem druck­ beaufschlagten Tank zwischengelagert und so für den Faserbela­ dungsprozeß (28) bereitgestellt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das in flüssiger Form zwischengespeicherte Kohlendioxid vor­ zugsweise auf eine Temperatur in einem Bereich von etwa 10°C bis etwa 90°C erhitzt wird und das Kohlendioxid im gasförmigen Zu­ stand dem Faserbeladungsprozeß (28) zugeführt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Kohlendioxid insbesondere nach dem Auswaschen bzw. dem Ausfällen in seinem gasförmigen Zustand direkt dem Faserbe­ ladungsprozeß (28) zugeführt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Kohlendioxid auf die gewünschte Temperatur gebracht wird, bevor es dem Faserbeladungsprozeß (28) zugeführt wird.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kohlendioxid für den Faserbeladungsprozeß (28) auf den gewünschten Druck komprimiert wird.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß weder eine Purifikation, d. h. Geruchsneutralisierung, noch eine Feinreinigung durchgeführt wird.
DE10120637A 2001-04-27 2001-04-27 Verfahren zum Beladen von Fasern Withdrawn DE10120637A1 (de)

Priority Applications (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE10120637A DE10120637A1 (de) 2001-04-27 2001-04-27 Verfahren zum Beladen von Fasern
EP02002837A EP1253238A3 (de) 2001-04-27 2002-02-08 Verfahren zum Beladen von Fasern
US10/128,189 US20020162638A1 (en) 2001-04-27 2002-04-23 Procedure for loading fibers

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE10120637A DE10120637A1 (de) 2001-04-27 2001-04-27 Verfahren zum Beladen von Fasern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE10120637A1 true DE10120637A1 (de) 2002-10-31

Family

ID=7682918

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE10120637A Withdrawn DE10120637A1 (de) 2001-04-27 2001-04-27 Verfahren zum Beladen von Fasern

Country Status (3)

Country Link
US (1) US20020162638A1 (de)
EP (1) EP1253238A3 (de)
DE (1) DE10120637A1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2005038127A1 (de) * 2003-10-15 2005-04-28 Voith Paper Patent Gmbh Verfahren und vorrichtung zum beladen einer faserstoffsuspension
DE102008049334A1 (de) * 2008-09-29 2010-04-08 Messer Austria Gmbh Anlage und Verfahren zur Papierproduktion

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US7056419B2 (en) * 2002-09-30 2006-06-06 American Air Liquide, Inc. Methods for modifying electrical properties of papermaking compositions using carbon dioxide

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US35460A (en) * 1862-06-03 Improvement in coal-oil and other lamps
US5665205A (en) * 1995-01-19 1997-09-09 International Paper Company Method for improving brightness and cleanliness of secondary fibers for paper and paperboard manufacture
WO2000003092A1 (en) * 1998-07-08 2000-01-20 Valmet Corporation Method for making paper, assembly for implementing the method and paper product produced by the method
WO2000078874A1 (en) * 1999-06-18 2000-12-28 Imerys Pigments, Inc. Pigment materials and their preparation and use

Family Cites Families (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5223090A (en) * 1991-03-06 1993-06-29 The United States Of America As Represented By The Secretary Of Agriculture Method for fiber loading a chemical compound
WO1992021613A1 (en) * 1991-06-04 1992-12-10 Minerals Technologies, Inc. Precipitated calcium carbonate particles from basic calcium carbonate
PT604095E (pt) * 1992-12-23 2001-10-31 Imerys Minerals Ltd Processo para o tratamento da suspensoes de material residual
GB9507494D0 (en) * 1995-04-11 1995-05-31 Ecc Int Ltd Recovery of useful materials from de-inking plant sludge
FI100729B (fi) * 1995-06-29 1998-02-13 Metsae Serla Oy Paperinvalmistuksessa käytettävä täyteaine ja menetelmä täyteaineen va lmistamiseksi
US6579410B1 (en) * 1997-07-14 2003-06-17 Imerys Minerals Limited Pigment materials and their preparation and use

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US35460A (en) * 1862-06-03 Improvement in coal-oil and other lamps
US5665205A (en) * 1995-01-19 1997-09-09 International Paper Company Method for improving brightness and cleanliness of secondary fibers for paper and paperboard manufacture
WO2000003092A1 (en) * 1998-07-08 2000-01-20 Valmet Corporation Method for making paper, assembly for implementing the method and paper product produced by the method
WO2000078874A1 (en) * 1999-06-18 2000-12-28 Imerys Pigments, Inc. Pigment materials and their preparation and use

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2005038127A1 (de) * 2003-10-15 2005-04-28 Voith Paper Patent Gmbh Verfahren und vorrichtung zum beladen einer faserstoffsuspension
DE10347920A1 (de) * 2003-10-15 2005-05-19 Voith Paper Patent Gmbh Verfahren und Vorrichtung zum Beladen einer Faserstoffsuspension
DE102008049334A1 (de) * 2008-09-29 2010-04-08 Messer Austria Gmbh Anlage und Verfahren zur Papierproduktion
DE102008049334B4 (de) * 2008-09-29 2017-05-24 Messer Austria Gmbh Anlage und Verfahren zur Papierproduktion

Also Published As

Publication number Publication date
US20020162638A1 (en) 2002-11-07
EP1253238A3 (de) 2004-01-14
EP1253238A2 (de) 2002-10-30

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69303821T2 (de) Verfahren und vorrichtung zur vergasung von schwarzlauge in einem zirkulierenden wirbelbett
DE3428502C2 (de)
DE3603054C2 (de) Verfahren zur Vergasung von Klärschlamm
DE19512786A1 (de) Verfahren zur Anlage zur SO¶2¶- und SO¶3¶-Steuerung durch Injektion eines trockenen Sorptionsmittels/Reagens und Naßgaswaschung
AT400586B (de) Verfahren und reaktor zur wiedergewinnung von energie und chemikalien aus ablauge
AT392909B (de) Verfahren zur behandlung von rauchgas mit einer alkaliinjektion und einem elektronenstrahl
DE1265145B (de) Verfahren zur Umsetzung eines bei der Entschwefelung von Gasen anfallenden, Calciumsulfid enthaltenden Feststoffes zu Calciumcarbonat und Schwefelwasserstoff
DE69509229T2 (de) Verfahren zur entfernung von schwefeldioxid aus einem gas
DE3526857C2 (de)
DE69013159T2 (de) Verfahren zur herstellung von aufschlusslösungen mit hoher sulfidität für das kochen von sulfatpulpe.
CH672265A5 (de)
DE10120637A1 (de) Verfahren zum Beladen von Fasern
DE69403638T2 (de) Methode und vorrichtung zur reinigung von abgas
DE68912949T2 (de) Ligninzubereitung und verfahren zur herstellung.
DE1517155A1 (de) Verfahren zum Vergasen alkalihaltiger Sulfitablaugen
EP2172591B1 (de) Anlage und Verfahren zur Papierproduktion
DE3624300C2 (de)
DE10120635A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Beladen von Fasern mit Calciumcarbonat
DE3751862T2 (de) Lignosulfonat-modifiziertes Kalziumhydroxyd zur Schwefeloxidentfernung durch einblasen in den Verbrennungsofen
DE10347920A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Beladen einer Faserstoffsuspension
DD275725A1 (de) Verfahren und anlage zur rauchgasentschwefelung
DE2620664A1 (de) Karbonatbehandlung von kohle
CH672266A5 (de)
DE2804451A1 (de) Verfahren zur herstellung eines gasgemisches mit einem bestimmten schwefelwasserstoff/kohlendioxidverhaeltnis
DE4207879C2 (de) Verfahren mindestens zur Verminderung des Schwefelgehaltes der Rauchgase von Feuerungsanlagen mit Kohlefeuerung

Legal Events

Date Code Title Description
OM8 Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law
8127 New person/name/address of the applicant

Owner name: VOITH PATENT GMBH, 89522 HEIDENHEIM, DE

8141 Disposal/no request for examination