DE10119325A1 - Vorrichtung zur Herstellung eines Innengewindes - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung eines InnengewindesInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung (1) zur Herstellung eines Innengewindes mittels eines Kombibohrers. Hierbei ist zum Antrieb des Kombibohrers ein Drehantrieb (6) mit Spindel (7) vorgesehen, wobei ein unsynchronisierter Vorschubantrieb (3) auf die Spindel (7) in einem Bohrschritt einwirkt und wobei ein mit dem Drehantrieb (6) synchronisierter und von diesem antreibbarer weiterer Vorschubantrieb (5), welcher über eine Kupplung (8) zuschaltbar ist, auf die Spindel (7) in einem Schneideschritt einwirkt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung eines
Innengewindes nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Zur Herstellung eines Innengewindes mittels eines
Kombibohreres ist es bekannt, Vorrichtungen einzusetzen, die
über zwei getrennte Vorschübe und zwei Motoren verfügen. Als
Motoren kommen ein Elektromotor und ein sogenannter
Servomotor zum Einsatz. Nachteilig an derartigen
Vorrichtungen ist insbesondere der Einsatz eines Servomotors,
da derartige Motoren im Verhältnis zu den übrigen Bauteilen
der Vorrichtung sehr teuer sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs beschriebenen Art zu entwickeln, die
kostengünstig herstellbar ist.
Diese Aufgabe wird ausgehend von den Merkmalen des
Oberbegriffs des Anspruchs 1 erfindungsgemäß durch die
kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Durch die in
den Unteransprüchen genannten Merkmale sind vorteilhafte
Ausführungen und Weiterbildungen der Erfindung möglich.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung eines
Innengewindes mittels eines Kombibohrers umfasst einen
Drehantrieb, der auf eine Spindel wirkt, einen
unsynchronisierten Vorschubantrieb, der wenigstens in einem
Bohrschritt auf die Spindel einwirkt und einen
synchronisierten Vorschubantrieb, der vom Drehantrieb
antreibbar und diesem über eine Kupplung zuschaltbar ist,
wobei der synchronisierte Vorschubantrieb in einem
Schneideschritt auf die Spindel einwirkt. Hierdurch ist es
möglich, mit nur einem einfachen Drehantrieb eine zweistufig
arbeitende Vorrichtung zu betreiben, wobei der Drehantrieb in
der ersten Stufe, dem Bohrschritt, die Drehung des
Kombibohrers bewirkt und in der zweiten Stufe, dem
Schneideschnitt, die Drehung und den Vorschub des
Kombibohrers bewirkt. Unter einem Kombibohrer im Sinne der
Erfindung ist ein Bohrer zu verstehen, der in einem ersten,
von der Bohrerspitze in Richtung des Bohrerschafts
verlaufenden Abschnitt als Bohrer ausgebildet ist und in
einem zweiten, dem Bohrabschnitt folgenden Abschnitt als
Gewindeschneider ausgebildet ist. Der Kombibohrer erlaubt die
Schritte Kernlochbohren und Gewindeschneiden ohne
Werkzeugwechsel auszuführen.
Eine vorteilhafte Ausbildung des Erfindungsgegenstandes sieht
vor, den unsynchronisierten Vorschubantrieb durch einen
pneumatisch, hydraulisch oder hydropneumatisch angetriebenen
Zylinder auszuführen. Somit lässt sich der unsynchronisierte
Vorschubantrieb durch günstige Standardbauteile
verwirklichen, die an vorhandene Versorgungssysteme, wie z. B.
ein Druckluftsystem anschließbar sind. Auf diese Weise ist
die erfindungsgemäße Vorrichtung besonders einfach in
Bearbeitungsstationen oder -straßen zu integrieren. Unter
einem unsynchronisierten Vorschubantrieb im Sinne der
Erfindung ist ein Vorschubantrieb zu verstehen, der
unabhängig von der Drehzahl der Spindel, auf die er einwirkt,
arbeitet.
Gemäß einer besonderen Ausführungsform des
Erfindungsgegenstandes ist es vorgesehen, den
synchronisierten Vorschubantrieb insbesondere als
Spindelantrieb auszubilden, der aus einer Vorschubspindel
bzw. Leitspindel und einer Vorschubmutter bzw. Leitpatrone
aufgebaut ist. Eine derartige Ausbildung des synchronisierten
Vorschubantriebs ist kostengünstig und erlaubt durch ein
Auswechseln des Spindelantriebs die Einstellung der
Vorrichtung auf unterschiedliche Gewindeabmessungen bzw.
Gewindesteigungen. Unter einem synchronisierten
Vorschubantrieb im Sinne der Erfindung ist ein
Vorschubantrieb zu verstehen, bei dem der Vorschub von der
Umdrehungszahl der Vorschubspindel abhängig ist bzw. bei dem
die Umdrehungszahl der Spindel vom Vorschub bestimmt ist.
Weiterhin ist es auch vorgesehen, statt des Spindelantriebs
einen Zahnradantrieb mit Wechselrädern einzusetzen, der
ebenfalls eine Einstellung auf unterschiedliche
Gewindeabmessungen erlaubt.
Eine zweckmäßige Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes
sieht vor, die Kupplung, welche den synchronisierten
Vorschubantrieb mit dem Drehantrieb verbindet, als
automatisch ein- und auskuppelbare Kupplung vorzusehen.
Hierdurch ist es möglich, den Kupplungsvorgang über die
Maschinensteuerung zu regeln, wobei insbesondere der Einsatz
einer elektromagnetischen Kupplung eine einfache Anbindung an
eine elektrische bzw. elektronische Maschinensteuerung
erlaubt.
Schließlich sieht eine weitere Ausbildung des Gegenstandes
der Erfindung vor, den synchronisierten Vorschubantrieb neben
oder in Verlängerung der Spindel anzuordnen. Hierdurch ist es
möglich, die Vorrichtung individuell auf die Gegebenheiten
anzupassen. Eine Hintereinanderschaltung von Spindel und
synchronisiertem Vorschubantrieb erlaubt eine längliche
Bauform der Vorrichtung. Bei einer solchen Anordnung liegen
die Spindel, an der der Kombibohrer angeordnet ist, und die
Vorschubspindel auf einer gemeinsamen Achse. Durch eine
parallele Anordnung der Bauteile ist eine kurze, gedrungene
Bauform realisierbar.
Eine Modifikation des Erfindungsgegenstandes sieht vor, die
Verfahrwege der Vorschubantriebe durch mechanische Anschläge
und/oder mechanische und/oder elektrische Endschalter zu
begrenzen. Hierdurch ist mit einfachen Mitteln eine
Überwachung der einzelnen Arbeitsschritte durch eine
Steuerung möglich.
Weiterhin sieht die Erfindung vor, die Bewegung des
Vorschubantriebs, insbesondere die Bewegung des
synchronisierten Vorschubantriebs durch eine Bremsvorrichtung
zu beeinflussen. Hierdurch ist es möglich, beispielsweise auf
eine aufwendige Druckregelung für einen als Vorschubantrieb
eingesetzten Pneumatikzylinder zu verzichten. Dies bedeutet,
der für den Vorschub zuständige Pneumatikzylinder kann ohne
Anpassung an die Pneumatikversorgung einer Maschine, welcher
die Vorrichtung zugeordnet ist, angeschlossen werden.
Erfindungsgemäß wird weiter vorgeschlagen, den Drehantrieb
für die Spindel als indirekten Antrieb oder als direkten
Antrieb auszuführen. Hierdurch ist es wiederum möglich, auf
die Bauform der Vorrichtung Einfluss zu nehmen.
Gemäß einer Modifikation des Erfindungsgegenstandes ist es
vorgesehen, die Kolbenstange des für den unsynchronisierten
Vorschub eingesetzten Zylinders als hohle, rohrförmige
Kolbenstange auszuführen, durch welche die Spindel geführt
ist. Hierdurch wird besonders wenig Bauraum benötigt und der
vom Zylinder ausgeübte Druck kann annähernd momentfrei auf
die Spindel übertragen werden.
Eine weitere Modifikation des Erfindungsgegenstandes sieht
vor, die Spindel über die hohle Kolbenstange an einer
feststehenden Grundplatte zu lagern. Hierdurch ist es
möglich, die Lagerung des Zylinders doppelt zu nutzen und
somit Bauraum zu sparen.
Schließlich ist es vorgesehen, den Drehantrieb und die
Spindel mittels der Vorschubantriebe relativ zu der
feststehenden Grundplatte zu verfahren. Hierdurch ist eine
zentrale Aufhängung der Vorrichtung an der Grundplatte
möglich.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden in der Zeichnung
anhand von schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen
beschrieben.
Hierbei zeigt:
Fig. 1 eine teilweise geschnittene
Seitenansicht der Vorrichtung,
Fig. 2 eine schematische, vereinfachte
Darstellung der Vorrichtung in einer
Stellung vor dem Bohren, einer
Stellung nach dem Bohren bzw. vor
dem Gewindeschneiden und einer
Stellung nach dem Gewindeschneiden
und
Fig. 3 eine Seitenansicht eines
Kombibohrers.
In Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer Vorrichtung 1 in
teilweise geschnittener Darstellung abgebildet. Die
Vorrichtung 1 besteht im Wesentlichen aus einer ortsfest
angeordneten Grundplatte 2, einem unsynchronisierten
Vorschubantrieb 3, einer Bremsvorrichtung 4, einem
synchronisierten Vorschubantrieb 5, einem Drehantrieb 6 für
eine Spindel 7, einer Kupplung 8, einer Führung 9 und einem
Antriebsgehäuse 10. Der unsynchronisierte Vorschubantrieb 3
ist als Zylinder 11 mit einem Zylindergehäuse 12 und einer
hohlen Kolbenstange 13 ausgebildet. Mit einem ersten Ende 14
ist das Zylindergehäuse 12 an der ortsfesten Grundplatte 2
angeflanscht. Die hohle Kolbenstange 13 steht mit einem
oberen Ende 15 in fester Verbindung mit dem Antriebsgehäuse
10. An einem unteren Ende 16 der hohlen Kolbenstange 13 ist
eine Muffe 17 befestigt, in der die Spindel 7 bzw. ein mit
der Spindel 7 drehfest verbundenes Spannfutter 18 drehbar
gelagert ist. Zusammen mit der Kolbenstange 13 ist die
Spindel 7 in Richtungen x bzw. x' durch das Zylindergehäuse
12 bewegbar. Bei einer Bewegung der Kolbenstange 13 werden
somit auch das Antriebsgehäuse 10 und die damit in Verbindung
stehenden Bauteile bewegt. An der Grundplatte 2 ist weiterhin
die Führung 9 angeordnet, welche zur Stabilisierung der
Vorrichtung dient. Die Führung 9 ist am Antriebsgehäuse 10
fest angeordnet und in der Grundplatte 2 in Richtung der
Pfeile x, x' verschiebbar geführt. Die Bremsvorrichtung 4 ist
als Ölbremszylinder 19 ausgebildet und unverschiebbar an der
Grundplatte 2 gelagert. Eine Kolbenstange 20 des
Ölbremszylinders 19 ist über eine Flanschplatte 21 an der
Führung 9 abgestützt, wobei die Abstützung über ein auf der
Führung 9 laufendes Kugellager 22 erfolgt. Die Spindel 7 ist
von dem Drehantrieb 6 angetrieben. Der Drehantrieb 6 wird im
Wesentlichen von einem Elektromotor 23 gebildet, welcher über
eine Antriebsscheibe 24 und einen Riemen 25 eine drehfest mit
der Spindel 7 verbundene Antriebsscheibe 26 antreibt. Die
Antriebsscheiben 24, 26 und der Riemen 25 sind im
Antriebsgehäuse 10 angeordnet. Der Elektromotor 23 ist an
dieses angeflanscht. Unterhalb der Antriebsscheibe 26 ist die
Kupplung 8 angeordnet. Die Kupplung 8 ist drehfest mit der
Spindel 7 verbunden und treibt im geschalteten Zustand eine
Antriebsscheibe 27 an. Diese treibt über einen Riemen 28 eine
weitere Antriebsscheibe 29 an. Die Antriebsscheibe 29 steht
in Verbindung mit dem synchronisierten Vorschubantrieb 5, der
als Spindelantrieb 30 ausgebildet ist und im Wesentlichen aus
einer Vorschubspindel 31, einer Vorschubmutter 32 und einer
Spindelführung 33 besteht. Die Antriebsscheibe 29, die
Spindelführung 33 und die Vorschubmutter 32 sind drehfest
miteinander verbunden und im Antriebsgehäuse 10 über
Kugellager 34, 35 frei drehbar gelagert. Die Vorschubspindel
31 und die Vorschubmutter 32 stehen über ein Gewinde 36
miteinander in Verbindung. Mit einem unteren Ende 37 ist die
Vorschubspindel 31 in der Kolbenstange 20 des
Ölbremszylinders 19 befestigt. Bei sich drehender Spindel 7
bewirkt ein Einschalten der elektromagnetischen Kupplung 8
eine Mitnahme der Antriebsscheibe 27 und somit über den
Riemen 28 eine Drehung der Antriebsscheibe 29, die wiederum
zu einer Drehung der Vorschubmutter 32 führt. Eine Rotation
der Vorschubmutter 32 bewirkt über das Gewinde 36 abhängig
von der Drehrichtung der Vorschubmutter 32 ein Verfahren der
sich nicht drehenden Vorschubspindel 31 in die Richtung x
bzw. in die Richtung x'. Die Verfahrbewegung ist hierbei
abhängig von der Zahl der Umdrehungen, welche die
Vorschubmutter 32 macht, bzw. abhängig von der Steigung des
Gewindes 36 der Vorschubmutter 32 und der Vorschubspindel 31.
In Fig. 2 ist die Vorrichtung 1 in vereinfachter,
schematischer Darstellung in drei verschiedenen Stellungen I,
II und III abgebildet. Hierbei liegt die Grundplatte 2 in
jeder der Stellungen I bis III auf einem einheitlichen Niveau
N. Die Stellung I zeigt die Vorrichtung 1 in einer
Grundstellung vor dem Beginn eines Bohrschritts. In dieser
Stellung steht ein in ein Bohrfutter bzw. eine Spannzange 38
eingespannter Kombibohrer 39 auf einer Höhe H1. In der
Stellung II ist die Vorrichtung 1 in einer Position zu sehen,
in welcher der Bohrschritt beendet ist und der Kombibohrer 39
auf einer Höhe H2 steht. Aus der Differenz der Höhen H2 und H1
ergibt sich eine Bohrtiefe b. In der Stellung III ist die
Vorrichtung 1 in einer Position dargestellt, in welcher der
Schneideschritt beendet ist und der Kombibohrer 39 auf einer
Höhe H3 steht. Aus der Differenz der Höhen H3 und H2 ergibt
sich eine Schneidtiefe s. Aus der Differenz der Höhen H3 und
H1 ergibt sich eine Arbeitstiefe a der Vorrichtung 1. An der
Grundplatte 2 der Vorrichtung 1 sind zwei in den
Pfeilrichtungen x bzw. x' verstellbare Anschläge 40, 41
angeordnet. Diese wirken mit dem Grundgehäuse 10 bzw. der
Flanschplatte 21 zusammen. Ein Verfahren der Vorrichtung 1
aus der Stellung I in die Stellung II erfolgt durch eine
Bewegung der Kolbenstange 13 in Pfeilrichtung x. Mit der
Kolbenstange 13 bewegt sich die Spindel 7 und das
Antriebsgehäuse 10 mit den darin und daran angeordneten
Bauteilen in die Pfeilrichtung x. Dies bewirkt ein Verfahren
des Kombibohrers 39 um die Wegstrecke b und über die
Vorschubspindel 31 ein Einschieben der Kolbenstange 20 in den
Ölbremszylinder 19. Die Verfahrbewegung aus der Stellung I in
die Stellung II wird durch das Auftreffen der Flanschplatte
21 auf den Anschlag 41 beendet. Das Verfahren der Vorrichtung
1 aus der Stellung II in die Stellung III wird mit Hilfe des
synchronisierten Vorschubantriebs 5 realisiert. Durch
Zuschalten der Kupplung 8 erfolgt eine Übertragung der
Rotation der Spindel 7 über die Antriebsscheiben 27, 29 auf
die Vorschubmutter 32, die eine Bewegung der Vorschubspindel
31 in die Pfeilrichtung x' bewirkt. Durch diese Bewegung wird
das Antriebsgehäuse 10 mit den darin und daran angeordneten
Bauteilen in Pfeilrichtung x zur Grundplatte 2 hin gezogen.
Dies bewirkt eine weitere Verschiebung der Kolbenstange 13
des Zylinders 11 in die Pfeilrichtung x, die auch durch eine
Beaufschlagung des Zylinders 11 unterstützt sein kann. Ein
Herausfahren des Kombibohrers 39 aus einem nicht
dargestellten Werkstück erfolgt in umgekehrter Reihenfolge
der Schritte I, II und III. Selbstverständlich ist es hierzu
erforderlich, die Drehrichtung der Spindel 7 umzukehren.
Im Folgenden wird eine praxisnaher Ablauf des Bohrbetriebs
beschrieben. Die Stellung I zeigt die Vorrichtung 1 in der
Ausgangsstellung vor dem Bearbeiten eines Werkstücks. Der
Elektromotor 23 läuft mit hoher Drehzahl im Rechtslauf, die
Kupplung 8 ist ausgekuppelt. Der Bohrvorschub b wird über den
Pneumatikzylinder 11 gefahren bis der Anschlag 41 den
Bohrvorschub stoppt. Die Vorschubgeschwindigkeit ist über den
Ölbremszylinder 19 einstellbar. Aus der Stellung II erfolgt
das Gewindeschneiden. Hierzu wird der Elektromotor 23 auf
eine langsame Drehzahl im Rechtslauf umgeschaltet, die
Kupplung 8 wird eingekuppelt und somit werden die
Spindeldrehzahl und der Vorschub über den Spindelantrieb 30
passend zur Gewindesteigung des zu schneidenden Gewindes
synchronisiert. Das Erreichen der Schneidtiefe s wird durch
den Anschlag 40 überwacht. Der Rückhub kann nach Erreichen
der Arbeitstiefe a erfolgen. Hierzu wird die Drehrichtung des
Elektromotors 23 auf Linkslauf geändert, dies bewirkt ein
Herausschrauben des Kombibohrers 39 aus dem Werkstück. Danach
wird die Kupplung 8 ausgekuppelt und der Motor 23
ausgeschaltet und der Kombibohrer 39 aus der Stellung II
mittels des pneumatischen Zylinders 11 in die
Ausgangsstellung I gefahren.
Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht des Kombibohrers 39. Der
Kombibohrer 39 weist im Wesentlichen drei Abschnitte A, B und
C auf. Im Abschnitt A ist der Kombibohrer 39 als Bohrer 42
ausgebildet, der zur Erzeugung eines Kernloches in einem
Werkstück vorgesehen ist. Im Abschnitt B ist der Kombibohrer
39 als Gewindeschneider 43 ausgestaltet, der dafür vorgesehen
ist, in das vom Bohrer 42 vorgebohrte Kernloch ein Gewinde zu
schneiden. Im Abschnitt C ist der Kombibohrer 39 mit einem
Schaft 44 versehen, der zum Einspannen des Kombibohrers 39 in
das Bohrfutter 38 dient.
Die Erfindung ist nicht auf dargestellte oder beschriebene
Ausführungsbeispiele beschränkt. Sie umfasst vielmehr
Weiterbildungen der Erfindung im Rahmen der
Schutzrechtsansprüche. Insbesondere sieht die Erfindung vor,
den Elektromotor ortsfest an der Grundplatte anzuordnen und
die Spindel über eine auf einem Keilwellenprofil der Spindel
verschiebliche Antriebsscheibe anzutreiben, wobei es hier
vorgesehen sein kann, den Antriebsriemen durch eine
langlochähnliche Ausnehmung in der hohlen Kolbenstange zu
führen.
1
Vorrichtung
2
Grundplatte
3
unsynchronisierter Vorschubantrieb
4
Bremsvorrichtung
5
synchronisierter Vorschubantrieb
6
Drehantrieb
7
Spindel
8
Kupplung
9
Führung
10
Antriebsgehäuse
11
Zylinder
12
Zylindergehäuse
13
hohle Kolbenstange
14
Ende (von
12
)
15
oberes Ende (von
13
)
16
unteres Ende (von
13
)
17
Muffe
18
Spannfutter
19
Ölbremszylinder
20
Kolbenstange (von
19
)
21
Flanschplatte
22
Kugellager
23
Elektromotor
24
Antriebsscheibe
25
Riemen
26
Antriebsscheibe
27
Antriebsscheibe
28
Riemen
29
Antriebsscheibe
30
Spindelantrieb
31
Vorschubspindel
32
Vorschubmutter
33
Spindelführung
34
Kugellager
35
Kugellager
36
Gewinde
37
unteres Ende (von
31
)
38
Bohrfutter (Spannzange)
39
Kombibohrer
40
Anschlag
41
Anschlag
42
Bohrer
43
Gewindeschneider
44
Schaft
Claims (11)
1. Vorrichtung (1) zur Herstellung eines Innengewindes
mittels eines Kombibohrers (39), dadurch gekennzeichnet, dass
zum Antrieb des Kombibohrers (39)
ein Drehantrieb (6) mit Spindel (7) vorgesehen ist,
wobei ein unsynchronisierter Vorschubantrieb (3, 11) auf die Spindel (7) in einem Bohrschritt einwirkt und
wobei ein mit dem Drehantrieb (6) synchronisierter und von diesem antreibbarer weiterer Vorschubantrieb (5, 30), welcher über eine Kupplung (8) zuschaltbar ist, auf die Spindel (7) in einem Schneideschritt einwirkt.
ein Drehantrieb (6) mit Spindel (7) vorgesehen ist,
wobei ein unsynchronisierter Vorschubantrieb (3, 11) auf die Spindel (7) in einem Bohrschritt einwirkt und
wobei ein mit dem Drehantrieb (6) synchronisierter und von diesem antreibbarer weiterer Vorschubantrieb (5, 30), welcher über eine Kupplung (8) zuschaltbar ist, auf die Spindel (7) in einem Schneideschritt einwirkt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der unsynchronisierte Vorschubantrieb (3) insbesondere
als Pneumatikzylinder (11) oder Hydraulikzylinder oder
hydropneumatischer Zylinder ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der synchronisierte
Vorschubantrieb (5) insbesondere als Spindelantrieb (30)
ausgebildet ist, der im Wesentlichen aus einer
Vorschubspindel (31) und einer Vorschubmutter (32) besteht.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung (8) insbesondere
als elektromagnetische Kupplung ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der synchronisierte
Vorschubantrieb (5, 30) insbesondere parallel oder in Reihe
zu der Spindel (7) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Verfahrweg (b, s, a) des
Vorschubantriebs (3, 5) durch wenigstens einen Anschlag (40,
41) und/oder durch wenigstens einen mechanischen und/oder
elektrischen Endschalter einstellbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des
Vorschubantriebs (3, 5) durch eine Bremsvorrichtung (4),
insbesondere einen Ölbremszylinder (19) einstellbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Drehantrieb (6) für die
Spindel (7) insbesondere als indirekter Antrieb, vorzugsweise
Riemenantrieb (24, 25, 26) oder als direkter Antrieb
ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass der Zylinder (11) eine hohle Kolbenstange (13) aufweist,
durch welche die Spindel (7) verläuft.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 9, dadurch
gekennzeichnet, dass die Spindel (7) über die hohle
Kolbenstange (13) an einer feststehenden Grundplatte (2)
gelagert ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Drehantrieb (6) und die
Spindel (7) mittels der Vorschubantriebe (3, 5) relativ zur
feststehenden Grundplatte (2) verfahrbar sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2001119325 DE10119325B4 (de) | 2001-04-19 | 2001-04-19 | Vorrichtung zur Herstellung eines Innengewindes |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE2001119325 DE10119325B4 (de) | 2001-04-19 | 2001-04-19 | Vorrichtung zur Herstellung eines Innengewindes |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10119325A1 true DE10119325A1 (de) | 2002-10-24 |
| DE10119325B4 DE10119325B4 (de) | 2007-03-01 |
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Family Applications (1)
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| DE2001119325 Expired - Fee Related DE10119325B4 (de) | 2001-04-19 | 2001-04-19 | Vorrichtung zur Herstellung eines Innengewindes |
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Family Cites Families (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE19928680B4 (de) * | 1999-06-23 | 2006-05-04 | Friedr. Aug. Arnz "Flott" Gmbh & Co | Vorrichtung zur Bohrtiefenbegrenzung an Tisch- und Säulenbohrmaschinen |
| DE29922817U1 (de) * | 1999-12-24 | 2000-05-04 | Friedr. Aug. Arnz "Flott" GmbH & Co, 42857 Remscheid | Elektromagnetisch schaltbare Kupplung mit Schneckenstufe für Vorschubgetriebe an Säulenbohrmaschinen |
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2001
- 2001-04-19 DE DE2001119325 patent/DE10119325B4/de not_active Expired - Fee Related
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