DE10119743A1 - Verflüssiger - Google Patents
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Abstract
Verflüssiger, insbesondere für eine Kraftfahrzeugklimaanlage mit mehreren mit Luft beaufschlagbaren Rohren (11, 12, 13, 15), von denen erste (11) bei einer ersten Strömungsgeschwindigkeit von Kältemittel durchströmt werden, um eine Teilkondensation zu ermöglichen und von denen zweite (13) bei einer zweiten Strömungsgeschwindigkeit von zumindest teilkondensiertem Kältemittel durchströmt werden, um eine Unterkühlung des Kältemittels zu ermöglichen, wobei der Verflüssiger dritte, mit Luft beaufschlagbare Rohre (15) umfasst, die von zumindest teilweise unterkühlten Kältemittel bei einer dritten Strömungsgeschwindigkeit durchströmt werden, welche größer als die zweite Geschwindigkeit ist. Somit kann durch zusätzliche Rohre eine Vorexpansionskammer mit weiterer Absenkung der Enthalpie bereitgestellt werden und der Wirkungsgrad in überraschender Weise erhöht werden.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein einen Verflüssiger, und insbesondere einen Ver
flüssiger für eine Kraftfahrzeugsklimaanlage. In einem klassischen Kältekreis durchläuft ein
Kältemittel nacheinander einen Kompressor, der das in der gasförmigen Phase vorliegende
Kältemittel komprimiert, einen mit Luft beaufschlagbaren Verflüssiger, in dem das Kältemit
tel kondensiert wird, einen Druckminderer und einen Verdampfer, in dem das Kältemittel
zurück in die gasförmige Phase überführt wird, wobei der Klimatisierungsluft die Wärme ent
zogen wird.
In den letzten Jahren wurden vermehrt zur Erhöhung des Wirkungsgrades Verflüssiger mit
sogenannter Unterkühlung vorgeschlagen. Bei diesen Verflüssigern wird zumindest ein Teil
des im Sättigungszustands vorliegenden teilkondensierten Kältemittels noch weiter abgekühlt.
Insbesondere im Umfeld von Kraftfahrzeugsklimaanlagen unterscheidet man generell diesbe
züglich zwischen zwei Arten an Verflüssigern, nämlich einerseits Verflüssiger, in denen das
Kältemittel sukzessive die einzelnen Bestandteile, d. h. einen Kondensationsteil und einen
Unterkühlungsteil durchströmt, und andererseits Zwei- oder Mehr-Wege-Verflüssigern, bei
welchen das Fluid zumindest zwei strömungstechnisch parallelen Pfaden folgen kann, um
jeweils unterschiedliche Zustände bzw. Temperaturen anzunehmen.
Ein Verflüssiger der zuerst genannten Art ist z. B. offenbart in der WO 94/11686. Bei dem
hier beschriebenen Verflüssiger wird das Kältemittel im oberen Abschnitt eingeführt und
durchläuft zickzackartig Wärmetauscherrohre, die mit Lamellen versehen sind, um in einem
rohrförmigen Sammler zu münden, der als Gasabscheider dient und einen Trockner enthält.
Am unteren Ende des Sammlers wird das kondensierte Fluid zu Unterkühlungszwecken
nochmals zickzackförmig durch weitere Wärmetauscherrohre geleitet, um anschließend dem
Kühlkreislauf zugeführt zu werden..
Ein Verflüssiger der zweitgenannten Art ist beispielhaft beschrieben in der DE-A-199 18 616.
Der hier beschriebene Verflüssiger wird wiederrum in einem oberen Abschnitt mit gasförmi
gen Kältemittel gespeist, welches zickzackförmig durch ein Netz aus Wärmetauscherrohren
geführt wird. Nach zumindest teilweiser Kondensation kann das Kältemittel dann einerseits
im wesentlichen ohne Druckverluste in einem rohrförmigen als Abscheider dienenden
Sammler geführt werden, während ein anderer Teil zur Unterkühlung einen diesbezüglich
parallel geschalteten Pfad beschreiten kann, welcher unmittelbar und unterhalb des Flüssig
keitsniveaus in dem Sammler mündet. Um in dem zu Unterkühlungszwecken dienenden Pfad
eine längere Verweildauer bereitstellen zu können, geht eine generelle Tendenz dahin aus
gangsseitig eine Drossel vorzusehen, so dass die Strömungsgeschwindigkeit reduziert ist.
Da permanent versucht wird den Wirkungsgrad solch eines Verflüssigers zu erhöhen, hat man
versucht, die Unterkühlung, welche üblicherweise zwischen 8° und 15°K ausmacht, in noch
stärkerem Maße zu nutzen. Diese Versuche haben aber zu keinen zufriedenstellenden Ergeb
nissen geführt, bedingt durch einen übermäßigen Anstieg des Hochdruckes, was wiederum
dazu führt, dass unverhältnismäßig mehr Energie aufgebracht werden muss und speziell bei
Kraftfahrzeugsanwendungen in einem erhöhten Kraftstoffverbrauch resultiert.
Demgemäß besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, einen Verflüssiger, insbe
sondere für eine Kraftfahrzeugsklimaanlage mit mehreren mit Luft beaufschlagbaren Rohren,
von denen erste bei einer ersten Strömungsgeschwindigkeit von Kältemittel durchströmt wer
den, um eine Flüssigkeit mit gesättigtem Zustand am Ausgang zu erhalten und zweite bei
einer zweiten Strömungsgeschwindigkeit von zumindest teilkondensiertem Kältemittel durch
strömt werden, um eine Unterkühlung des Kältemittels zu ermöglichen in solch einer Weise
weiterzubilden, dass der Wirkungsgrad des Verflüssigers erhöht ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass der Verflüssiger Dritte mit Luft
beaufschlagbare Rohre umfasst, die von zumindest teilweise unterkühltem Kältemittel bei
einer dritten Strömungsgeschwindigkeit durchströmt werden, welche größer als die zweite
Geschwindigkeit ist. In äußerst überraschender Weise hat sich gezeigt, dass trotz der Tatsa
che, dass der Fachmann nicht geneigt ist weitere mit Luft beaufschlagbare Rohre vorzusehen,
da eine weitere Unterkühlung wirkungsgradtechnisch nicht sinnvoll ist, das Bereitstellen von
weiteren von Luft beaufschlagbaren Rohren den Wirkungsgrad verbessern kann, wenn man
diese von dem, zumindest teilweise unterkühlten Kältemittel bei einer Strömungsgeschwin
digkeit durchströmen lässt, welche größer ist als die Geschwindigkeit in den Rohren, die zur
Unterkühlung dienen. Obwohl das Phänomen noch nicht vollständig erklärt werden konnte,
wird davon ausgegangen, dass der Wirkungsgradanstieg zumindest teilweise in der optimier
ten Wärmeübertragung liegt, und das eine höhere gewissermaßen beruhigte Austrittsströmung
bereitgestellt werden kann bzw. dass vor dem Eintritt in die dritten mit Luft beaufschlagten
Rohre das gesättigte Kältemittel aus den zweiten Rohren im Sammler gemischt wird.
Vorteilhafterweise ist den dritten Rohren ein Sammler, insbesondere ein als Mischkammer
ausgebildeter Sammler strömungstechnisch vorgeschaltet. Indem man den dritten Rohren ei
nen Sammler vorschaltet kann somit der kälteste Teil des unterkühlten Kältemittels oder des
Gemisches an unterkühltem Kältemittel und an nicht unterkühltem, z. B. gesättigtem, Käl
temittel zur Beschickung derselben genutzt werden. Bei einer insbesondere bevorzugten Aus
führungsform ist in diesem Sammler zusätzlich eine Beruhigungskammer und/oder ein
Trockner vorgesehen.
Der erfindungsgemäße Verflüssiger ist besonders vorteilhaft bei einem sogenannten Zwei-
oder Mehrwege-Verflüssiger, so dass es bevorzugt ist, dass zumindest ein Bypass vorgesehen
ist, der Kältemittel mit geringerer, insbesondere praktisch ohne Unterkühlung zu dem Samm
ler fuhrt. Speziell bei dieser Anwendung hat sich gezeigt, dass der Wirkungsgrad durch das
Vorsehen der erfindungsgemäßen dritten Rohre zu einem signifikanten Anstieg des Wir
kungsgrades führt.
Ein besonders verlustarmer Verflüssiger lässt sich dadurch realisieren, dass die ersten, zwei
ten und dritten Rohre in dieser Reihenfolge übereinander angeordnet sind, wobei insbesonde
re der optionale Bypass zumindest teilweise zwischen den ersten und zweiten Rohren ausge
bildet ist. Bei dieser Ausgestaltung nimmt die Temperatur am Verflüssiger kontinuierlich von
oben nach unten ab, so dass die Einflüsse von parasitärer Erwärmung bzw. Wärmeleitung in
der Berippung stark reduziert sind. Insbesondere können somit auch die zur Unterkühlung
dienenden Rohre, die üblicherweise am unteren Endabschnitt des Verflüssigers ausgebildet
sind, vor äußeren Wärmeeinflüssen geschützt werden, da in den dritten Rohren praktisch eine
vergleichbare Temperatur herrscht, die somit einen thermischen Schild bereitstellen.
Im Idealfall sollte die Temperatur eingangsseitig und ausgangsseitig der dritten Rohre prak
tisch gleich sein, so dass es insbesondere bevorzugt ist, dass die dritte Geschwindigkeit durch
Auslegung der Strömungsgeschwindigkeit in den dritten Rohren des Verflüssigers des Ver
flüssigers und/oder durch Vorsehen von Drosselmittel eine im wesentlichen isotherme Durch
strömung der dritten Rohre ermöglicht wird.
Vorteilhafterweise wird der gesamte Druckverlust in den dritten Rohren durch die hohe
Strömungsgeschwindigkeit erzielt, wodurch der Effekt der Erhöhung der optimierten Wärme
übertragung bedingt durch die höheren Kältemittelgeschwindigkeiten verbessert wird, und die
ausgangsseitige Enthalpie des aus dem Verflüssiger tretenden Kältemittels deutlich reduziert
werden kann.
Vorteilhafterweise ist der Verflüssiger in solch einer Weise ausgebildet, dass die Absenkung
der Sättigungstemperatur durch den Druckabfall in den dritten Rohren und/oder durch diesbe
züglich zugeführte Drosselmittel im wesentlichen durch die Abkühlung des Kältemittels über
die beaufschlagende Luft kompensiert wird. Alternativ zu dem isothermen Verlauf kann bei
spielhaft auch eingangsseitig der dritten Rohre eine Drosseleinrichtung vorgesehen werden,
die bevorzugt solch eine Feineinstellung ermöglicht, dass die mit dem Druckabfall einherge
hende Absenkung der Sättigungstemperatur austrittsseitig der dritten Rohre durch Abkühlen
des flüssigen Kältemittels vollständig kompensiert ist und die gleiche Unterkühlung aus- bzw.
eingangsseitig der dritten Rohre vorliegt.
Die dritten Rohre können bei einer insbesondere bevorzugten Ausführungsform aus lediglich
einem Rohr oder aus zwei parallel geschalteten Rohren gebildet sein.
Schließlich ist es bevorzugt, dass die dritten Rohre eine Vorexpansionskammer bilden, in der
die Enthalpie des Kältemittels reduziert wird und zwar ohne dass eine Unterkühlung stattfin
det, die die Unterkühlung beim Eintritt in die dritten Rohre übersteigen würde.
Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der folgenden,
detaillierten, lediglich beispielhaft angegebenen Beschreibung einer derzeit bevorzugten Aus
führungsform, welche auf die beiliegenden Zeichnungen Bezug nimmt, in welchen gilt:
Fig. 1 zeigt in einer Schnittansicht eine bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemä
ßen Verflüssigers.
Fig. 2 zeigt ein Mollier-h-, lgp-Diagramm, in dem ein Kältezyklus entsprechend zwei Ausfüh
rungsvarianten angedeutet ist.
In Fig. 1 ist eine bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verflüssigers darge
stellt. An der oberen rechten Seite beim Bezugszeichen 10 wird der Verflüssiger mit kompri
miertem gasförmigem Kältemittel, welches ggf. auch überhitzt vorliegen kann, beschickt und
wird mittels der Verteilerkammer 20 auf Wärmetauscherrohre 14 verteilt, die wie dargestellt
mit Lamellen 29 versehen sind, um einen Wärmetausch mit beaufschlagender Luft zu opti
mieren. Am Ende dieser Rohre tritt das Kältemittel in eine Umlenk- und Verteilerkammer 23
und dort weiter in eine Kammer 24 und weiter zickzackförmig durch die Kammern 25, 26, 27
bis hin in eine Kammer 28, die als Separationskammer dienen kann, wie weiter unten erläutert
wird. Die bis hierin durchströmten Rohre bilden erste Rohre 11, die zur Abkühlung bis hin
zur Kondensation des Kältemittels dienen.
Nachdem es sich bei der hier dargestellten Ausführungsform um einen sogenannten Mehrwe
ge-Verflüssiger handelt, wird in der Kammer 28 ein Teil des Kältemittels über ein Rohr 12 zu
der gegenüberliegenden Seite gebracht und von dort über einen Kanal 42 in einen Sammler 8
eingebracht. Im Idealfall sollte dieser Teil des Fluides praktisch im gesättigten Zustand vor
liegen. Unterhalb dieses Bypass-Rohres 12, welches obwohl lediglich als ein Rohr dargestellt
ist, selbstverständlich auch mehrere Rohre umfassen könnte, münden im folgenden als zweite
Rohre bezeichnete Wärmetauscher-Rohre in der Kammer 28. Somit werden diese zweiten
Rohre 13 von verflüssigtem Kältemittel beschickt und durchströmt. Die Kammer 28 kann
daher als Separationskammer interpretiert werden, da Kältemittel im gesättigten Zustand ei
nen Bypassweg beschreitet, während zumindest ein größtenteils verflüssigter Anteil zu Unter
kühlungszwecken durch zweite Wärmetauscher-Rohre 13 geführt wird.
Um die gewünschte Unterkühlung in den zweiten Rohren 13 bereitzustellen ist austrittseitig
eine Drosseleinrichtung vorgesehen. Somit liegt in den zweiten Rohren 13 eine relativ geringe
Strömungsgeschwindigkeit vor, die anschließend durch die Drosselfunktion erhöht wird.
Nach der Drosselung kann das unterkühlte Fluid wie dargestellt umgelenkt werden, um in
einer Mischkammer 10 mit dem Kältemittel vermischt zu werden, welches durch das Rohr 12
getreten ist. In der gezeigten Ausführungsform wird das gesättigete Kältemittel von oben her
in den Sammler eingebracht und erreicht die Mischkammer 10 nach Durchtritt eines Trock
ners 58 und einer Vorberuhigungskammer. Durch Zusammenwirken dieser Maßnahmen liegt
somit eine relativ beruhigte Flüssigkeitssäule in dem Sammler vor, die im untersten Abschnitt
durch eine Öffnung 17, die optional als Drossel ausgebildet sein kann, die erfindungsgemäßen
dritten Rohre 15 beschicken kann. Auch diese Rohre 15 sind mit entsprechenden Lamellen
versehen und können mit Luft beaufschlagt werden, dienen jedoch nicht wie die zweiten Roh
re 13 zu einer Unterkühlung des Kältemittels, sondern als Vorexpansionskammer, so dass
austrittsseitig zumindest ohne weitergehende Unterkühlung eine reduzierte Enthalpie bereit
gestellt werden kann. Anders ausgedrückt, liegt im Verhältnis zu der Strömungsgeschwindig
keit in den zweiten Rohren 13 in den dritten Rohren 15 eine höhere Geschwindigkeit vor.
Der Betrieb eines erfindungsgemäßen Verflüssigers soll nun kurz in zwei Ausführungsvari
anten unter Bezugnahme auf ein h-, lgp-Diagramm beschrieben werden, wie es in Fig. 2 dar
gestellt ist. Bei der ersten Ausführungsvariante sind keine Drosselmittel vorgesehen, so dass
ein Druckabfall über die Länge der dritten Rohre 15 bereitgestellt ist. Diese Ausführungsform
ist in dem in Fig. 2 gezeigten h-, lgp-Diagramm gepunktet dargestellt. Die alternative Ausfüh
rungsform sieht im Übergangsbereich zwischen der Mischkammer 10 und den dritten Rohren
1 S eine Drossel beim Bezugszeichen 17 vor. Ein entsprechender Verlauf des thermodynami
schen Zyklus ist in Fig. 2 mit durchgezogenen Linien dargestellt. Entsprechende Orte des in
Fig. 1 gezeigten Verflüssigers sind in Fig. 2 mit entsprechenden Bezugszeichen angedeutet.
Wie vorangehend beschrieben erreicht überhitztes, in der Dampfphase vorliegendes Käl
temittel den Verflüssiger beim Bezugszeichen 10 und wird in den ersten Rohren 11 nahezu
isobar abgekühlt bis es die Kammer 28 erreicht. In der Kammer 28 wird ein Teil des Käl
temittels, bevorzugt der gesättigte Anteil nicht unterkühlt und zu der Mischkammer 22 ge
führt. Der verbleibende Teil des Kältemittels, welcher vorteilhafterweise vollständig verflüs
sigt und gesättigt ist, wird in den zweiten Rohren 13 weiter abgekühlt, also unterkühlt. Dieser
Teil des Kältemittels wird wie erwähnt nach Drosselung ebenfalls der Mischkammer 22 zuge
führt, so dass in dem dargestellten h-, lgp-Diagramm die Kurven erneut zusammenlaufen.
Ausgehend von der Mischkammer 22 wird nun gemäß einer ersten Variante das Fluid ohne
eine dezidierte Drosseleinrichtung in den dritten Rohren 15 geführt. Wie man es anhand der
gepunkteten Linie erkennen kann, wird somit das Kältemittel im wesentlichen bei konstanter
Unterkühlung expandiert um anschließend in üblicher Weise im Expansionsventil entspannt,
verdampft und erneut komprimiert zu werden.
Bei einer Ausführungsvariante, die in durchgezogenen Linien dargestellt ist, wird eingangs
seitig der dritten Rohre eine Drossel 17 zur isenthalpen Entspannung vorgesehen. Nach
Durchtritt der Drossel 17 wird somit das Kältemittel in den dritten Rohren 15 im wesentlichen
isobar gekühlt, wobei wiederum die Unterkühlung erreicht wird, die in der Mischkammer 22
vorlag, so dass eine weitere Unterkühlung nicht stattfindet. Anders ausgedrückt erreicht der
Kältezyklus auch bei dieser Ausführungsvariante einen Punkt im h-, lgp-Diagramm von ent
sprechender Unterkühlung, jedoch reduzierter Enthalpie. Somit wird die Absenkung der Sät
tigungstemperatur, die durch die Drosselung bewirkt ist, in den dritten Rohren 1 S kompen
siert.
Bei beiden Varianten wird somit eine Vorexpansionszone bereitgestellt, die die erfindungs
gemäße Wirkungsgraderhöhung bereitstellt, die vermutlich einerseits durch eine Beruhigung
des Fluides bei höherer Geschwindigkeit und andererseits durch eine thermische Abschir
mung der Unterkühlungsrohre 13 erzielt wird, begleitet von einer optimierten Wärmeübertra
gung und verbessertem treibendem Temperaturgefälle.
Obwohl die vorliegende Erfindung vorangehend vollständig unter Bezugnahme auf derzeit
bevorzugte Ausführungsformen beschrieben wurde, sollte der Fachmann erkennen, dass ver
schiedenste Veränderungen und Modifikationen im Rahmen der Ansprüche möglich sind. So
ist zu verstehen, dass die vorliegende Erfindung nicht nur auf einen vorangehend lediglich
beispielhaft beschriebenen Mehrwege-Verflüssiger anwendbar ist, sondern ebenfalls auf einen
sogenannten Einweg- oder Sequentielltyp-Verflüssiger. Auch die Anzahl der einzelnen Wär
metauscherrohre der ersten, zweiten und dritten Gruppe, sowie der optionalen Bypass-Leitung
ist als nicht einschränkend zu bewerten. Wie vorangehend beschrieben, ist es jedoch beson
ders vorteilhaft, den Verflüssiger in solch einer Weise auszulegen, dass die Austrittstempera
tur des Verflüssigers bei zwischen 8° und 15°K unterhalb der Sättigungstemperatur des Käl
temittels liegen sollte.
Claims (9)
1. Verflüssiger, insbesondere für eine Kraftfahrzeugsklimaanlage mit mehreren mit Luft
beaufschlagbaren Rohren (11, 12, 13, 15), von denen erste (11) bei einer ersten Strö
mungsgeschwindigkeit von Kältemittel durchströmt werden, um eine Teilkondensati
on zu ermöglichen und von denen zweite (13) bei einer zweiten Strömungsgeschwin
digkeit von zumindest teilkondensiertem Kältemittel durchströmt werden, um eine
Unterkühlung des Kältemittels zu ermöglichen, dadurch gekennzeichnet, dass der Ver
flüssiger dritte, mit Luft beaufschlagbare Rohre (15) umfasst, die von zumindest teil
weise unterkühltem Kältemittel bei einer dritten Strömungsgeschwindigkeit durch
strömt werden, welche größer als die zweite Geschwindigkeit ist.
2. Verflüssiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass den dritten Rohren (15)
ein Sammler (8, 10), insbesondere ein als Mischkammer (22) ausgebildeter Sammler
strömungstechnisch vorgeschaltet ist.
3. Verflüssiger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Bypass
(12, 40) vorgesehen ist, der Kältemittel, insbesondere praktisch ohne Unterkühlung zu
dem Sammler (8, 10) führt.
4. Verflüssiger nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die ersten, zweiten und dritten Rohre (11, 13, 15) in dieser Reihenfolge überein
ander angeordnet sind, insbesondere mit dem optionalen Bypass (12, 40) zumindest
teilweise zwischen den ersten und zweiten Rohren (11, 13)
5. Verflüssiger nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die dritte Geschwindigkeit durch Auslegung des Verflüssigers und/oder von
Drosselmitteln (17) eine Durchströmung der dritten Rohre (15) ohne weitere Unter
kühlung ermöglicht.
6. Verflüssiger nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Druckabfall in den dritten Rohren (15) und/oder durch zugeordnete Drossel
mittel (17) größer als jener der zweiten Rohre (13) und/oder diesbezüglich zugeord
neter Drosselmittel ist.
7. Verflüssiger nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Temperaturabsenkung durch den Druckabfall in den dritten Rohren (1 S)
und/oder durch diesbezüglich zugeordnete Drosselmittel (17) im wesentlichen durch
eine Abkühlung des Kältemittels über die beaufschlagende Luft so kompensiert wird,
dass die Unterkühlung über dem Strömungsweg der dritten Rohre konstant bleibt.
8. Verflüssiger nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die dritten Rohre (15) lediglich bei einer Anzahl von ein oder zwei Rohren vorge
sehen sind.
9. Verflüssiger nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die dritten Rohre (15) eine Vorexpansionskammer bilden, in der die Enthalpie
des Kältemittels reduziert wird.
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