DE10119550A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Stranggu-Vormaterial - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Stranggu-VormaterialInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Strangguß-Vormaterial, insbesondere zum Walzen von Metallprofilen, insbesondere von Stahlprofilen. Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, daß in einer Stranggießanlage Gußstränge im Block- oder Gießprofil gegossen und diese unterhalb der Kokille (5) bzw. innerhalb oder unterhalb der Strangführung im Bereich ihres noch flüssigen Kerns unter Verwendung einer oder mehrerer Rollenpaare mit profilierten vorzugsweise axial und/oder radial anstellbaren Rollen (2, 3) einer Vorumform-Einheit zu Vorprofilen (4) umgeformt werden, die in einem Fertigwalzprozeß zu Profilen mit vorgegebenen Endabmessungen fertiggewalzt werden. Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Strangguß-Vormaterial
zum Walzen von Metallprofilen, insbesondere zum Walzen von Stahlprofilen. Die
Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
In der Profilwalztechnik kommen endabmessungsnah gegossene Vorprofile in
Vorbereitung einer Fertigwalzung mit Endabmessungen zum Einsatz. Ihre Ent
wicklung ist auf das Trägerwalzen zurückzuführen.
In der Walzwerkstechnik besteht aufgrund einer zu erreichenden Mindestumfor
mung nicht so sehr die Forderung nach möglichst endabmessungsnahen Vorpro
filen, sondern vielmehr die Forderung nach einer günstigen Massenverteilung der
Vorprofile hinsichtlich der daraus zu walzenden Fertigprofile.
Die bekannte Liquid Core Reduction zur Reduzierung der Strangdicke beim
Dünnbrammengießen läßt erkennen, daß Abnahmen von 25% und mehr ohne
Qualitätseinbuße problemlos möglich sind. Beim Betreiben solcher Anlagen
konnte weiter beobachtet werden, daß örtlich noch höhere Abnahmen ohne Gefü
geschäden durchaus möglich sind.
Das beim Stand der Technik bekannte Verfahren der Liquid Core Reduction (LCR)
sieht eine Arbeitsweise vor, wobei der Strang mit flüssigem Kern von der Austritts
dicke aus der Kokille der Stranggießanlage - über mehrere Rollen verteilt - auf
eine geringere Dicke reduziert wird. Die Erstarrung des Stranges erfolgt unterhalb
des keilförmig angestellten ersten Segmentes der Strangführung in einer der
Schrumpfung des Stranges entsprechend konisch eingestellten Strangführung.
LCR bietet die Möglichkeit, insbesondere bei Dünnbrammengießanlagen neben
der bekannten Anpassung der Formatbreite in der Kokille auch die Formatdicke
während des Gießens entsprechend dem Walzprogramm anzupassen. Die Redu
zierung der Formatdicke und das Wiederauffahren der Strangführung auf das Ko
killenaustrittsmaß ist jederzeit innerhalb einer Sequenz möglich. Dabei wird die
gewünschte Strangdicke mittels Rollen entweder über Hydraulikzylinder und An
schläge, oder stufenlos über positionsgeregelte Hydraulikzylinder eingestellt.
Beim Stand der Technik werden in modernen Profilwalzwerken sowohl Blöcke als
auch Beam Blanks als Vorprofil eingesetzt. Es werden aus Beam Blanks neben
Trägern auch U-Profile, Spundwand- und Sonderprofile hergestellt.
Der Einsatz von Blöcken und Beam Blanks zur Profilwalzung erfordert stets eine
Vorwalzeinheit, die entweder aus einem Break-Down-Gerüst, oder aus einer Duo-
Vorwalzgruppe bestehen kann. Je größer die Abweichung der Querschnittsgeo
metrie zwischen Vor- und Zwischenprofile einer Vorwalzgruppe ist, desto mehr
Kaliber und Stiche sind für das Walzen der Endabmessung in der Fertigstraße
erforderlich.
Die nicht veröffentlichte Patentanmeldung mit dem amtlichen Aktenzeichen 100 11 689.2
beschreibt ein Verfahren zum Stranggießen von Brammen und insbesonde
re von Dünnbrammen, in einer Stranggießanlage mit einer Strangführung, umfas
send unterhalb einer Kokille im lichten Abstand einstellbare Strangführungssegmente,
insbesondere mit Rollenpaaren, wobei zur Verminderung von Seigerungen
und Kernporositäten der Gießstrang im Bereich einer Resterstarrung durch An
stellung der Strangführungssegmente in der Dicke reduziert wird. Das Verfahren
wird als Soft-Reduktion bezeichnet.
Bei einem bekannten Verfahren gemäß DE 41 38 740 A1 durchläuft ein Strang
eine Soft-Reduktion-Strecke, bei deren Eintritt er noch nicht durcherstarrt ist, an
deren Ende er jedoch durcherstarrt sein soll, wofür u. a. die Gießgeschwindigkeit
einen wesentlichen Betriebsparameter darstellt. Im Bereich der Enderstarrung wird
dabei eine Dickenreduktion bspw. für Dünnbrammen zwischen 0,5 und 3 mm/m
Gießlänge durchgeführt. Dazu werden in der Soft-Reduktion-Strecke die Rollen
paare einzelner Segmente über das Schrumpfverhalten des Stranges hinausge
hend enger eingestellt, um im Bereich der Resterstarrung eine Verbesserung der
Strang-Innenqualität zu erreichen.
Die EP 0 834 364 A1 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung für Hochge
schwindigkeits-Stranggießanlagen mit einer Strangdickenreduktion während der
Erstarrung, wobei Schmelze vorzugsweise in eine oszillierende Kokille gegossen
und der Strangquerschnitt linear über eine Mindestlänge der Strangführung un
mittelbar unter der Kokille, dem sogenannten Gießwalzen, reduziert wird. Es er
folgt anschließend eine weitere Strang-Reduktion über die restliche Strangfüh
rung, die sogenannte "Soff-Reduktion", bis maximal unmittelbar vor der Enderstar
rung bzw. Sumpfspitze. Durch diese verfahrenstechnische Maßnahme wird die
Deformationsdichte der Querschnittsreduktion so vorgegeben, daß die kritische
Deformation der Strangschale unter Berücksichtigung der hohen Gießgeschwin
digkeit und Stahlgüte nicht überschritten wird.
Die EP 0 177 796 B1 offenbart ein Verfahren zum Führen und Richten eines
Gießstranges im Richt- und Auslaufbereich einer Bogenstranggießanlage, wobei
gegenüberliegend angeordnete Rollen von einer Federkraft gegen den ferrostatischen
Druck des Gießstranges in einem dem Gießverfahren entsprechenden Ab
stand gehalten werden. Dabei wird ein Gießstrangbereich erhöhter Festigkeit
wegverfolgt, und bei dessen Durchlauf zwischen gegenüberliegenden Rollen wird
die jeweilige Federkraft durch eine geringe Zusatzkraft reduziert. Dieser Vor
schlag, nämlich den lichten Abstand bzw. die Maulweite über Hydraulikzylinder mit
eingebauter induktiver Wegmessung und Servoventilen stufenlos einzustellen,
erfordert eine rechnerisch oder meßtechnische Ermittlung der Lage der Sumpf
spitze.
Ausgehend vom vorgenannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, ein neues Verfahren und eine neue Vorrichtung zum Herstellen von
Vorprofilen unter Verwendung endabmessungsnah gegossener Blöcke oder Be
am Blanks anzugeben. Dabei soll mittels einer symmetrisch oder unsymmetri
schen Umformung der Strangschale im Gegensatz zum Walzen eine wesentlich
homogenere Umformung des Gußstranges erreicht werden. Auch soll die Her
stellung unterschiedlicher Vorprofile für ein Profilwalzwerk den Walzaufwand für
die Endprofilierung im Fertigwalzwerk wesentlich reduzieren und dabei zusätzlich
Kaliber einsparen.
Zur Lösung der Aufgabe sieht die Erfindung bei einem Verfahren der im Oberbe
griff von Anspruch 1 genannten Art vor, daß in der Stranggießanlage Gußstränge
im Block- oder in einem sonstigen geeigneten Gießprofil (z. B. Beam Blank) ge
gossen und diese unterhalb der Kokille bzw. innerhalb oder unterhalb der Strang
führung im Bereich ihres noch flüssigen Kerns unter Verwendung von mindestens
einem Rollenpaar zur Strangumformung mit profilierten, vorzugsweise axial
und/oder radial anstellbaren Rollen einer Vorumform-Einheit zu Vorprofilen um
geformt werden, die in einem Fertigwalzprozeß zu Profilen mit vorgegebenen En
dabmessungen fertig gewalzt werden. Weiterhin wird nach der Erfindung eine
einfache und wartungsfreundliche Strangführung für eine Vielzahl von unter
schiedlichen Strangquerschnitten geschaffen.
Mit Vorteil kann mit dem Verfahren nach der Erfindung aus einem Strangprofil mit
flüssigem Kern, d. h. mit dem Profil einer Stranggußkokille und einer entsprechend
eingestellten Strangführung im Durchlauf durch profilierte und radial sowie axial
anstellbare Rollen eine große Anzahl unterschiedlicher und auch unsymmetrischer
Stranggußprofile als Vorprofile erzeugt werden.
Vorteilhaft führt eine unsymmetrische Umformung der Strangschale im Gegensatz
zum Walzen zu einer wesentlich homogeneren Umformung, da der flüssige Kern
keine Druck- bzw. Zugspannungen erfährt.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung ergibt sich infolge der höheren Anzahl unter
schiedlicher Vorprofile für ein Profilwalzwerk, weil damit der Walzaufwand redu
ziert und zusätzlich Kaliber gespart werden. Beim Einsatz von unsymmetrischen
Vorprofilen ist beim Walzen eine homogenere Umformung möglich, so daß die
Kaliber- und Armaturenbeanspruchung deutlich reduziert und die Standzeiten er
höht werden.
Dabei erfolgt die Umformung des Stranges gestuft mit mindestens einem Rollen
paar. Die Anzahl der erforderlichen Rollenpaare richtet sich erfahrungsgemäß
nach dem jeweiligen geforderten Profilquerschnitt. Die Umformung kann auch
über andere Anstellmittel, z. B. anstellbare profilierte Kufen, die über einen vorge
gebenen Weg mit Gießgeschwindigkeit mitlaufen, abheben und in die Ausgangs
position mit höherer Geschwindigkeit zurücklaufen.
Weiterhin sieht das Verfahren nach der Erfindung vor, daß ein Vorprofil in der
Vorform-Einheit derart umgeformt wird, daß es in seiner Querschnittsform und
Massenverteilung dem Fertigprofil ähnlich ist.
Eine weitere Ausgestaltung des Verfahrens nach der Erfindung sieht vor, daß die
Profilierung der Rollen derart ausgebildet wird, daß ihre Anstellung möglichst viele
Vorprofil-Abmessungen ergibt.
Und weiter sieht das erfindungsgemäße Verfahren vor, daß die Umformung eines
Gußstranges zum Vorprofil mit einem oder mehreren Rollenpaaren durchgeführt
wird, wobei sich deren Anzahl nach dem jeweils vorgebbaren Profilquerschnitt
richtet.
Dabei muß darauf geachtet werden, daß eine Formänderung des gegossenen
Blocks oder des Gießprofils unter der örtlichen Einwirkung eines Rollenpaares nur
in einer solchen Größenordnung vorgenommen wird, daß keine Schädigung der
Strangschale verursacht wird.
Weitere Ausgestaltungen des Verfahrens nach der Erfindung insbesondere ver
schiedene Vorprofil-Formate sind entsprechend den Unteransprüchen vorgese
hen.
Eine Vorrichtung zum Herstellen von Strangguß-Vormaterial für das Walzen von
Metallprofilen, insbesondere für das Walzen von Stahlprofilen, umfassend eine
Stranggießanlage mit einer Block- oder einer anderen geeigneten Gießprofil-
Kokille sieht vor, daß unterhalb der Kokille bzw. innerhalb oder unterhalb der
Strangführung im Bereich eines noch flüssigen Kerns eines aus der Kokille aus
tretenden Gußstranges eine Vorumform-Einheit mit mindestens einem Rollenpaar
mit profilierten, vorzugsweise axial und/oder radial anstellbaren Rollen derart an
geordnet ist, daß die Rollen den Block oder das Gießprofil im Durchlauf durch die
Vorumform-Einheit zu Vorprofilen umformen.
Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachste
henden Erläuterung eines in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausfüh
rungsbeispieles. Es zeigen:
Fig. 1 im Querschnitt gegossene Stranggießprofile mit flüssigem Kern beim
Reduzieren zu endabmessungsnahen Profilen;
Fig. 2 die Umformung eines gegossenen Stranges nach der Erfindung mit
mehreren Rollenpaaren,
Fig. 3 eine Anzahl unterschiedlicher Vorprofile, die aus einem Gußstrang
einer Block- oder Beam Blank-Kokille nach der Erfindung herstellbar
sind,
Fig. 4 eine Vorrichtung zur Herstellung von Stranggußvorprofilen entspre
chend der Erfindung,
Fig. 5 das Prinzip der Vorprofilierung in einem Umformschritt.
Fig. 1, nämlich Fig. 1a bis 1c zeigt Arbeitsschritte beim Gießreduzieren gegosse
ner Stranggußprofile 4a, 4b, 4c zu endabmessungsnahen Profilierungen zwischen
Profilwalzen 2a, 3a; 2b, 3b und 2c, 3c.
Fig. 2 zeigt das Prinzip der Vorprofilierung eines Gießstranges bspw. aus einer
Blockkokille im Durchlauf durch die Rollenpaare 2b/3b, 2a/3a. Die Rollen 2, 3 sind
profiliert und drücken die Strangschale entgegen dem ferrostatischen Innendruck
des flüssigen Kerns zu einem Profil, ähnlich dem Profilquerschnitt 4.1 in Fig. 3.
Weil gegenüber dem flüssigen Kern die Strangschale noch leicht verformbar ist,
handelt es sich bei dem Vorgang nicht so sehr um einen Walzprozeß, sondern
eher um ein Drückverfahren. Die Anzahl der notwendigen Rollenpaare richtet sich
dabei nach dem jeweiligen Profilquerschnitt. Dabei darf die Abnahme bei jedem
Rollenpaar nicht so groß sein, daß eine Schädigung der Strangschale erfolgt. In
Fig. 2 ist das Prinzip der Vorprofilierung zwischen zwei Rollenpaaren rein beispiel
haft dargestellt.
Zuerst drückt das im Durchmesser etwas kleinere Rollenpaar 2b, 3b eine flach
konkave Rille 4, während das nachlaufende Rollenpaar 2a, 3a bei etwas größe
rem Durchmesser seiner Profilierung 9 die konkave Form entsprechend dem For
mat 4.1 bzw. 4.2 in Fig. 3 weiter nachformt. Nach dem Umformbereich kann sich
eine Zone reiner Strangführung anschließen. Die Vorprofilierung gegossener
Blöcke oder Beam Blanks mit noch flüssigem Kern erfolgt in kleineren Schritten,
so daß von einem Liquid Core Shaping bei der Vorumformung gesprochen werden
kann.
Fig. 3 zeigt unterschiedliche Stranggußvorprofile, die durch ein Liquid Core Sha
ping-Verfahren hergestellt werden können. Es sind dies bspw.:
- - Beam Blank-Formate mit großer Stegdicke und geringer Einschnitttiefe zum Walzen von Doppel-T-Profilen (vgl. Format 4.1).
- - Beam Blank-Formate mit unterschiedlichen Flanschhöhen und -breiten bspw. zur Schienenwalzung (vgl. Format 4.2),
- - Beam Blank-Formate mit örtlich vergrößerter Stegdicke, bspw. zur Walzung von Rillenprofilen (vgl. Format 4.3),
- - Beam Blank-Formate mit einseitiger Flanschreduzierung ermöglichen bspw. eine U-Profilwalzung (vgl. Format 4.4),
- - Blöcke mit trapezförmigem Querschnitt eignen sich bspw. zur Schienenwal zung (vgl. Format 4.5/4.6 und 4.7),
- - Blöcke mit leicht U-förmigem Querschnitt eignen bspw. sich zur Spund wandwalzung (vgl. Format 4.8),
- - Blöcke mit leicht M- oder W-förmigem Querschnitt sind ebenfalls zur Spundwandwalzung geeignet (vgl. Format 4.9),
- - Rundprofil z. B. für die Stabstahl- und Drahtwalzung (vgl. Format 4.10),
- - Ovales Format z. B. für die Stabstahl- und Drahtwalzung (vgl. Format 4.11).
Fig. 4 zeigt eine Vorrichtung zum Herstellen von Strangguß-Vormaterial nach der
als Liquid Core Shaping (LCS) bezeichneten Arbeitsweise, umfassend eine
Stranggießanlage mit einer Block- oder Beam Blank-Kokille 5.
Unterhalb der Kokille 5 bzw. unterhalb eines Strangführungssegmentes 6' im Be
reich eines noch flüssigen Kerns des aus der Kokille 5 austretenden Gußstranges
1 ist eine Vorumform-Einheit 7 mit profilierten, axial und/oder radial anstellbaren
Rollen 3, angeordnet. Die Rollen 3 formen das Beam Blank 1 im Durchlauf durch
die Vorumform-Einheit 7 zu Vorprofilen 4 (vgl. Fig. 3) um. Vorzugsweise soll nach
der Vorumform-Einheit (7) ein selbsttragendes Strangprofil erreicht sein, das keine
weitere Strangstützung erfordert. Bei nicht selbsttragenden Strangprofilen ist im
Anschluß an die Vorumform-Einheit 7 sich ein weiteres Strangführungssegment 6'
angeordnet, das nunmehr Führungsrollen mit entsprechenden Profilen, wie die
Ausgangs-Profilierungsrollen 3 der Einheit 7, besitzt. Dagegen handelt es sich
beim Strangführungssegment 6 um glatte, unprofilierte Rollen 2.
Fig. 5 zeigt das Prinzip der Vorprofilierung des Gußstranges 1 in einem Umform
schritt mittels der Rollen 2a, 3a. Seitliche Führungsrollen 8a, 8b geben dem
Flansch des Vorprofils die seitliche Stützung.
Claims (12)
1. Verfahren zum Herstellen von Strangguß-Vormaterial zum Walzen von
Metallprofilen, insbesondere Stahlprofilen,
dadurch gekennzeichnet,
daß in einer Stranggießanlage Gußstränge im Block- oder in einem sonsti
gen Gießprofil (z. B. Beam Blank) (1) gegossen und diese unterhalb der Ko
kille (5) bzw. innerhalb oder unterhalb der Strangführung im Bereich ihres
noch flüssigen Kerns unter Verwendung eines oder mehrerer Rollenpaare
mit profilierten vorzugsweise axial und/oder radial anstellbaren Rollen (2, 3)
einer Vorumform-Einheit (7) zu Vorprofilen (4) umgeformt werden, die in ei
nem Fertigwalzprozeß zu Profilen mit vorgegebenen Endabmessungen fer
tiggewalzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Vorprofil (4) in der Vorumform-Einheit (7) derart umgeformt wird,
daß es in seiner Querschnittsform und Massenverteilung dem Fertigprofil
ähnlich ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilierung der Rollen (3) derart ausgebildet wird, daß ihre Anstel
lung möglichst viele Vorprofilabmessungen ergibt.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Umformung eines Gußstranges zum Vorprofil (4) mit einem oder
mehreren Rollenpaaren (3), vorzugsweise in Umformstufen durchgeführt
wird, wobei sich deren Anzahl nach dem jeweils vorgebbaren Profilquer
schnitt (4i) richtet.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Formänderung des gegossenen Blocks oder des Gießprofils (z. B.
Beam Blank) (1) unter Einwirkung eines Rollenpaares (2, 3) nur in einer
solchen Größenordnung vorgenommen wird, daß keine Schädigung der
Strangschale verursacht wird.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gieß- und/oder Anstellparameter so eingestellt werden, dass der
Gußstrang nach der Vorumform-Einheit selbsttragend ist und damit keine
Strangstützung erforderlich ist.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Rollenprofil so gewählt wird, dass der Gußstrang nach der
Vorumform-Einheit selbsttragend ist.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kühlparameter vor und/oder in der Vorumform-Einheit so einge
stellt werden, dass das Temperaturprofil des Gußstranges unkritisch für die
Strangumformung ist.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß in einer Block- oder Gießprofil-Kokille gegossene Stränge (1) durch
Liquid Core Shaping (LCS) zu Beam Blank-Vorprofilen (4.1 bis 4.11) um
geformt werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß durch LCS-Umformung die folgenden Vorprofil-Formate erzeugt wer den:
mit großer Stegdicke und geringer Einschnitttiefe ein Vorformat (4.1) z. B. für die T-Profil-Walzung,
mit unterschiedlichen Flanschhöhen und -breiten ein Vorformat (4.2) z. B. für die Schienenwalzung,
mit örtlich vergrößerter Stegdicke ein Vorformat (4.3) z. B. für die Wal zung von Rillenprofilen,
mit einseitiger Flanschreduzierung ein Vorformat (4.4) z. B. für die U- Profilwalzung,
Blöcke mit trapezförmigem Querschnitt (4.5 bzw. 4a-4c) z. B. für die Schienenwalzung
Blöcke mit trapezförmigem Querschnitt (4.6, 4.7) z. B. für die Schie nenwalzung,
Blöcke mit etwa U-förmigem Querschnitt (4.8) z. B. für die Spund wandwalzung,
Blöcke mit angenähert M- oder W-förmigem Querschnitt (4.9) z. B. für die Spundwand-Walzung,
Rundprofile (4.10) bzw. ovale Formate (4.11) bspw. für die Stabstahl- und Drahtwalzung.
daß durch LCS-Umformung die folgenden Vorprofil-Formate erzeugt wer den:
mit großer Stegdicke und geringer Einschnitttiefe ein Vorformat (4.1) z. B. für die T-Profil-Walzung,
mit unterschiedlichen Flanschhöhen und -breiten ein Vorformat (4.2) z. B. für die Schienenwalzung,
mit örtlich vergrößerter Stegdicke ein Vorformat (4.3) z. B. für die Wal zung von Rillenprofilen,
mit einseitiger Flanschreduzierung ein Vorformat (4.4) z. B. für die U- Profilwalzung,
Blöcke mit trapezförmigem Querschnitt (4.5 bzw. 4a-4c) z. B. für die Schienenwalzung
Blöcke mit trapezförmigem Querschnitt (4.6, 4.7) z. B. für die Schie nenwalzung,
Blöcke mit etwa U-förmigem Querschnitt (4.8) z. B. für die Spund wandwalzung,
Blöcke mit angenähert M- oder W-förmigem Querschnitt (4.9) z. B. für die Spundwand-Walzung,
Rundprofile (4.10) bzw. ovale Formate (4.11) bspw. für die Stabstahl- und Drahtwalzung.
11. Vorrichtung zum Herstellen von Strangguß-Vormaterial, für das Walzen von
Metallprofilen, insbesondere von Stahlprofilen, umfassend eine Stranggieß
anlage mit einer Block- oder Gießprofil-Kokille,
dadurch gekennzeichnet,
daß unterhalb der Kokille (5) bzw. innerhalb oder unterhalb der Strangfüh
rung im Bereich eines noch flüssigen Kerns eines aus der Kokille (5) aus
tretenden Gußstranges (1) eine Vorumform-Einheit mit mindestens einem
Rollenpaar mit profilierten, vorzugsweise axial und/oder radial anstellbaren
Rollen (2, 3) derart angeordnet ist, daß die Rollen den Block bzw. das
Gießprofil (1) im Durchlauf durch die Vorumform-Einheit (7) zu Vorprofilen
(4) umformen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorumform-Einheit (7) bzw. die anstellbaren Rollen (2, 3) zwecks
Anpassung an andere Vorprofile (4) schnell wechselbar ausgebildet sind.
Priority Applications (6)
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| TW091104963A TW520308B (en) | 2001-04-21 | 2002-03-15 | Method and device for the production of continuous casting input stock |
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| DE50200636T DE50200636D1 (de) | 2001-04-21 | 2002-03-21 | Verfahren und vorrichtung zum herstellen von strangguss-vormaterial |
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|---|---|---|---|
| DE10119550A DE10119550A1 (de) | 2001-04-21 | 2001-04-21 | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Stranggu-Vormaterial |
Publications (1)
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