DE10025080A1 - Verfahren zum Herstellen von Metallband - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von MetallbandInfo
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Abstract
Zur Herstellung von dünnem Metallband mit einer Dicke von mindestens 0,6 mm mit einer maximalen Breite von 1800 mm mit einer mittleren Breite von 1300 mm, welches stranggegossen und gewalzt wird, werden folgende Prozeßparameter für eine Produktion von 2-3 Millionen Tonnen Warmband (5) pro Jahr in einer Endlosgießwalzanlage vorgeschlagen: Einstranggießmaschine mit einer Gießgeschwindigkeit von 8 m/min und einer Erstarrungsdicke von >= 100 mm und 200 mm, Durchlaufen dieses Strangs über einen direkten Endlos-Verbund der der Einstranggießmaschine nachgeordneten Walzstraße (2) mit einer Fertigwalzstraße (4) und ggf. Vorwalzstraße (3) mit einer Einzugswalzgeschwindigkeit des Bandes (5a) in die Fertigwalzstraße von >= 0,15 m/s und einer Auslaufgeschwindigkeit im letzten Gerüst der Fertigstraße von 16 m/s. Zudem wird eine entsprechende Anlage vorgeschlagen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von dünnem Metallband mit
einer Dicke von mindestens 0,6 mm und einer maximalen Breite von 1.800 mm bei
einer mittleren Breite von 1.300 mm, welches stranggegossen und gewalzt wird.
Der Begriff Metallband schließt insbesondere Stahlband ein, welches eine Dicke
von mehr als 0,6, vorzugsweise 1 mm, aufweist.
Bekannte Warmbandstraßen mit einer maximalen Breite von etwa 1.600 mm und
einer mittleren Breite von 1.300 mm weisen eine Jahreskapazität je nach
Walzdickenprogramm zwischen 2 bis 4 Millionen Tonnen Warmband pro Jahr auf.
Diese konventionellen Warmbandstraßen und auch Anlagen, die auf der bekann
ten Dünnbrammentechnologie beruhen, werden üblicherweise von mindestens
zwei Einstrang- oder einer Zweistranggießmaschine versorgt. Grundsätzlich be
steht der Wunsch nach einer Endlos-Gieß- und Walzanlage, d. h. einer Anlage, mit
der das stranggegossene Produkt ohne Zerteilung direkt aus der Gießmaschine
kommend gewalzt wird. Dies ist problematisch, da üblicherweise langsamer ge
gossen wird als gewalzt werden kann.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Prozeßparameter
bzw. Anlagenparameter so zu determinieren, daß eine technisch und kostenmäßig
optimierte Lösung zur Erzeugung von dünnem Warmband auf einer Endlos-Gieß-
und Walzanlage bei hohen Gießgeschwindigkeiten bereitgestellt wird.
Gelöst wird diese Aufgabe durch die Verfahrensmerkmale nach Anspruch 1 und
die Anlage mit den Merkmalen nach Anspruch 4.
Kern der Erfindung ist es, ein Kapazitätsgleichgewicht zwischen Stranggießanlage
und Walzwerk bei maximaler Produktivität zu erreichen. Hierzu ist eine optimale
Geschwindigkeits- und Temperaturabstimmung zwischen der Stranggießanlage,
ggf. der Vorwalzstraße, der Fertigwalzstraße und ggf. der Kühlstrecke und der
Haspeleinrichtung einzustellen. Neben diesen generellen Basisdaten sind fol
gende Prozeßdaten in den einzelnen Produktionsstufen zu berücksichtigen wie die
maximale Gießleistung, die maximale Gießgeschwindigkeit, die maximale
metallurgische Länge der Stranggießanlage, d. h. die Länge bis zur Sumpfspitze,
die minimale Einzugsgeschwindigkeit des (Zwischen-)bandes in die Fertigstraße
und die maximale Austrittsgeschwindigkeit des Bandes aus der Fertigstraße. Die
hierfür notwendigen Prozeßparameter werden erfindungsgemäß wie folgt angege
ben:
In einer Einstranggießmaschine wird ein Strang mit einer Gießgeschwindigkeit von
≦ 8 m/min gegossen. Dieser Strang durchläuft über einen direkten Endlos-Verbund
die der Einstranggießmaschine unmittelbar nachgeordnete Walzstraße, die aus
ggf. einer Vorwalzstraße und einer Fertigwalzstraße besteht, bei einer Einzugs
walzgeschwindigkeit des ggf. Zwischenbandes in die Fertigwalzstraße von ≧
0,15 m/s und einer Auslaufgeschwindigkeit im letzten Gerüst der Fertigstraße von
≦ 16 m/s. Bei einer Stranggießanlage mit einer metallurgischen Länge von ≦ 50 m
und einer Fertigwalzstraße mit maximal sieben Gerüsten, vorzugsweise fünf oder
sechs Gerüsten, stellt sich ein Kapazitätsgleichgewicht bei einer Erstarrungsdicke
des Strangs von ≧ 100 mm und ≦ 200 mm, vorzugsweise von etwa 150 mm, bei
einer Gießleistung von 2-3 Millionen Tonnen Warmband pro Jahr ein.
Außerhalb der vorgeschlagenen Prozeßparameter gibt es mehr und mehr Ausfall
kriterien, die eine direkte Verknüpfung zwischen Einstranggießmaschine mit der
Walzstraße nicht mehr zulassen. Die Abstimmung zwischen Gießgeschwindigkeit
und Gießleistung verhindert eine Turbulenzbildung der Schmelze in der Kokille.
Aufgrund der vorgegebenen metallurgischen Länge der Stranggießmaschine von
≦ 50 m ist gewährleistet, daß ein ausreichender ferrostatischer Druck zum
Schließen der Schwindungshohlräume vorliegt. Die Einzugsgeschwindigkeit von
0,15 m/s stellt sicher, daß keine Reoxidation der Strangoberfläche zwischen der
Entzunderungsvorrichtung und dem ersten Gerüst in der Fertigstraße stattfindet.
Durch Einstellung einer Auslaufgeschwindigkeit von weniger oder gleich 16 m/s
wird ein kontrollierter Verlauf des Bandkopfes sichergestellt.
Unter dem Begriff Erstarrungsdicke wird in diesem Zusammenhang die Dicke des
Stranges verstanden, wenn er vollständig erstarrt ist. Das heißt, die Erstarrungs
dicke kann kleiner als die Kokillenausgangsdicke sein, nämlich dann, wenn - wie
es Anspruch 2 vorschlägt - eine Strangdickenreduktion durchgeführt wird. Es ist im
Bereich der Stranggießmaschine eine Strangdickenreduktion von maximal 50%
vorzunehmen. Gleichzeitig empfiehlt sich eine konkave Strangführung, die zu ei
ner Bramme mit maximal 2% Balligkeit, bezogen auf die Erstarrungsdicke, führt.
Anlagengemäß ist vorgesehen, daß die Stranggießmaschine als Einstranggieß
maschine mit einer oszillierenden trichterförmigen Gießkokille versehen ist, wobei
die Kokille ihre Trichterform durch konkave Krümmung der Kokillenbreitseiten zu
mindest in der oberen Hälfte der Kokille erhält. Des weiteren soll die Stranggieß
maschine mit einer metallurgischen Länge von ≦ 50 m ausgebildet sein. Insgesamt
kommt es zu einer Kombination von Anlageneinheiten aus konventionellen Warm
bandstraßen mit der Dünnbrammentechnologie.
Grundsätzlich ist auch vorgesehen, daß der direkte Endlos-Verbund unterbrochen
werden kann, um Stillstandzeiten, beispielsweise in der Walzstraße, zu kompen
sieren. Auf die hierzu vorgeschlagenen Komponenten der Anlage wird im einzel
nen in der nachfolgenden Beschreibung eingegangen. Die Tabellen und Figuren
dienen zur Veranschaulichung der Erfindung. Es zeigen:
Fig. 1: einen schematischen Überblick über die Komponenten einer Endlos-
Gieß- und Walzanlage;
Fig. 2 u. 3 eine tabellarische Auflistung von Prozeß- und Anlagendaten für die
Jahresproduktion an Metallband für 2, 3 und 4 Millionen pro Jahr;
Fig. 4 eine tabellarische Auflistung von Prozeß- und Anlagendaten für die
Jahresproduktion von Metallband für 3 Millionen pro Jahr;
Fig. 5a-d: funktionale Darstellungen der Gießgeschwindigkeit, der metallurgi
schen Stranggießmaschinenlänge, der Einzugsgeschwindigkeit und
der Auslaufgeschwindigkeit in und aus der Fertigwalzstraße in Ab
hängigkeit von der Jahresproduktion von 2, 3 und 4 Millionen Tonnen
Warmband pro Jahr für Brammen mit den Erstarrungsdicken 100,
150, 200 und 250 mm;
Fig. 6 eine Zusammenfassung der Prozeßparameter in Abhängigkeit der
jeweiligen Erstarrungsdicke und der Jahreskapazität.
Fig. 1 stellt schematisch eine Endlos-Gieß- und Walzanlage mit einer
Einstranggießmaschine 1 und einer direkt mit dieser im Verbund stehenden Walz
straße 2 dar, die sich bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel aus einer zwei
gerüstigen (ggf. auch dreigerüstigen) Vorwalzstraße 3 und einer Fertigwalzstraße
4 zusammensetzt. Diese Gieß- und Walzanlage erzeugt ein Warmband 5 von einer
minimalen Dicke von 1 bis 0,6 mm - auch als Kaltbandsubstitut - bei minimalen
Investitions- und Produktionskosten. Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagenen
Prozeßparameter wird erreicht, daß die Stranggieß- und Walzkomponenten na
hezu die gleiche Kapazität aufweisen und im Gleichgewicht stehen. Das Kapazi
tätsgleichgewicht nach den vorgeschlagenen Parametern zwischen der Einstrang
gießmaschine und der Walzanlage basiert auf einer mittleren Gieß- und Walz
breite von 1300 mm.
Die Einstranggießmaschine 1 weist eine oszillierende Gießkokille 6 auf, deren
Breitseiten 7a, b zur Erzeugung einer Trichterform in der oberen Hälfte der Kokille
6 konkav geformt sind. Die Kokille ist mit einer elektromagnetischen Vorrichtung 8
bzw. elektromagnetischen Bremse zur Verhinderung von Stahlturbulenzen in der
Kokille versehen. Zwischen dem Austritt aus der Kokille und dem Ende der
Strangführung wird der Strang 9 einer Strangdickenreduktion unterzogen - hier
angedeutet durch 10 -, um die Innenqualität des Stranges zu kontrollieren. Die
Strangdickenreduktion erfolgt mittels hydraulisch anstellbarer Rollen und/oder
Segmenten. Die Strangführung ist konkav, welche zu einem Strang mit maximal
2% Balligkeit am Anlagenausgang der Stranggießmaschine, bezogen auf die Er
starrungsdicke, führt - hier mit 11 gekennzeichnet. Der dickenreduzierte Strang 9
tritt in die Walzstraße 1 und durchläuft eine Entzunderungsvorrichtung 12. Hierfür
kommen alle bekannten Entzunderungsvorrichtungen in Betracht. Die Entzunde
rungsvorrichtung 12 ist unmittelbar vor der Vorwalzstraße 3 angeordnet.
Anschließend durchläuft das Zwischenwalzprodukt 5a einen Durchlauf-
Ausgleichsofen 13. Alternativ kann es sich auch um einen isolierten Rollgang han
deln. Nach Durchlaufen einer zweiten Entzunderungsvorrichtung 14 wird das Zwi
schenwalzprodukt in einer - hier - 6-gerüstigen Anlage 15 fertiggewalzt.
Anschließend wird es mittels einer Schere 16 geschnitten und zu Coils mit frei
wählbaren Bundgewichten von einer aus mindestens einer Haspeleinrichtung -
hier zwei (17, 18) - bestehenden Wickelstation 19 aufgewickelt. In einem solchen
Fall durchläuft das Band zwischen Fertiggerüst 15 und der Wickelstation 19 noch
eine Kühlstrecke 20. Es ist alternativ möglich, unmittelbar hinter dem Fertiggerüst
bzw. der Schere 16 das Band mittels einer hier vorgesehenen Haspeleinrichtung
21 aufzucoilen. Zweckmäßigerweise ist vor der Fertigwalzstraße 4 eine Notschere
22 vorgesehen.
Um einen Endlos-Gieß- und Walzprozeß sicherzustellen, ist weiterhin vorgesehen,
daß die Arbeitswalzen der einzelnen Walzgerüste während des Walzvorgangs
ausgewechselt werden können. Dies ist durch ein zyklisches Hochfahren der ein
zelnen Walzen möglich, die in diesem Zustand nicht mehr an dem Walzprozeß
teilnehmen. Das Walzwerk muß dann entsprechend mit einer ausreichenden An
zahl an Gerüsten ausgelegt sein, um die sich in Wechselposition befindenden
Walzen zu kompensieren.
Gleichzeitig soll die vorgeschlagene Endlos-Gieß- und Walzanlage alle Vorteile
einer getrennten Anlage aufweisen. Hierzu sind hinter der Stranggießmaschine 1
eine Schere 23 und ein Ausgleichsofen 24 vorgesehen, die in die Endlos-Gieß-
und Walzlinie integriert sind und bei Bedarf zum Einsatz kommen. Der
Ausgleichsofen kann mit oder ohne einem Quertransport 25 (hier durch Pfeile an
gedeutet) zum Puffern von durch die Querschere 23 erzeugten Brammen verse
hen sein. Der Ausgleichsofen ist vorzugsweise mit Rollen ausgestattet. Im Falle
der Auswalzung von Einzelbrammen weist die Gieß-Walzanlage zwischen der
Vorwalzstraße 3 und der Fertigwalzstraße 4 eine Zwischenwickelstation 26 auf
bzw. Doppelcoilofen, in dem das Band auf- und abgewickelt wird.
Die Erfindung liegt in der Kombination von Prozeß- und Anlagenparametern, die
den Kapazitätsausgleich zwischen Stranggießanlage und Walzstraße bei
maximaler Produktivität schaffen. In den nachfolgenden Tabellen (Fig. 2 bis 4
und 5) sind bevorzugte Prozeßdaten enthalten, wobei im Ergebnis laut Tabelle 5
deutlich wird, daß ein Gießwalzen unten den gegebenen Bedingungen mit einer
Strangerstarrungsdicke von ≧ 100 mm und ≦ 200 mm für die Erzeugung von 2 bis
3 Millionen Tonnen pro Jahr bei gleichzeitig minimaler Gerüstzahl von 5 bzw. 6
Gerüsten in der Fertigwalzstraße möglich ist.
Die Tabellen nach Fig. 2 und 3 geben die Gieß- und Walzdaten für eine Warm
bandproduktion von 2, 3 und 4 Millionen Tonnen pro Jahr bei einem Band mit ei
ner minimalen Dicke von 1 mm bei einer mittleren Bandbreite von 1.300 mm wie
der, d. h. die Gießleistung (Millionen Tonnen pro Zeiteinheit), die Gießgeschwin
digkeit (vc in m/min) sowie die metallurgische Länge (m) der
Einstranggießmaschine in Abhängigkeit von der Erstarrungsdicke (Thickness (Th.)
in mm, jeweils mit einem bestimmten geometrischen Symbol gekennzeichnet)
bzw. Masse pro Strecke (W. in t/m), die Dickenreduktion in der Vorwalzstraße
(Reduction Mill (R. M.)) bei zwei Gerüsten und die Walzgeschwindigkeit in der
Fertigwalzstraße (Finish Mill (F. M.)). Die Tabelle der Fig. 4 konkretisiert
insbesondere die Geschwindigkeit beim Austritt aus der Vorwalzstraße (vR ex,R.M.)
sowie die Geschwindigkeit beim Austritt aus der Fertigwalzstraße (vR ex,F.M.) in
Abhängigkeit von der Erstarrungsdicke.
Die Fig. 5a bis 5d zeigen die Verhältnisse der Gießgeschwindigkeit in m/min.
der metallurgischen Länge in m, der Einzugsgeschwindigkeit in die Fertigstraße in
m/s sowie der Auslaufgeschwindigkeit aus der Fertigstraße in m/s jeweils zur
Gießleistung in Millionen Tonnen Warmband pro Jahr und in Abhängigkeit zu der
Erstarrungsdicke des Strangs (100, 150, 200 und 250 mm). In Fig. 5a sind als
Grenze für die Gießgeschwindigkeit 8 m/min angegeben. Insgesamt ist erkennbar,
daß mit zunehmender Gießleistung die Jahresproduktion konsequenterweise
steigt, wobei bei dünneren Erstarrungsdicken die Gießgeschwindigkeit höher sein
kann. In den Fig. 5b und 5c sind als die jeweiligen Grenzen 50 m metallurgi
sche Länge der Stranggießmaschine und als Minimalgeschwindigkeit für die Ein
zugsgeschwindigkeit in die Fertigstraße 0,15 m/s angegeben. Schließlich wird als
Grenzwert für die Auslaufgeschwindigkeit aus der Fertigstraße eine Geschwindig
keit von 16 m/s angegeben.
Mit Fig. 6 wird deutlich, daß unter Berücksichtigung von geeigneten Grenzwerten
(Gießleistung Q, Gießgeschwindigkeit vc, metallurgische Länge, Geschwindigkeit
bei Eintritt in die Fertigwalzstraße (F. M. in), Geschwindigkeit bei Austritt aus der
Fertigwalzstraße (F. M. ex) sowie der Anzahl der Gerüste in der Fertigwalzstraße)
ein Kapazitätsgleichgewicht und damit ein Endlosgießen und - walzen bei einer
Jahresproduktion zwischen 2 und 3 Millionen Warmband pro Jahr und einer Er
starrungsdicke zwischen und gleich 100 und 200 mm, vorzugsweise 150 mm,
möglich ist (vgl. die den Grenzbereich markierenden Einrahmungen).
1
Einstranggießmaschine
2
Walzstraße
3
Vorwalzstraße, mindesten eingerüstig
4
Fertigwalzstraße
5
Warmband
6
oszillierende Kokille
7a, b konkav angestellte Kokillenbreitseiten
7a, b konkav angestellte Kokillenbreitseiten
8
elektromagnetische Vorrichtung
9
Strang
10
Strangdickenreduktionsbereich
11
konkave Rollenstrangführung
12
Entzunderungsvorrichtung vor der Vorwalzstraße
13
Durchlauf-Ausgleichsofen oder isothermer Rollgang
14
Entzunderungsvorrichtung vor der Fertigwalzstraße
15
Mehrgerüstige Fertigwalzanlage
16
Schere
17
erste Haspeleinrichtung
18
zweite Haspeleinrichtung
19
Wickelstation
20
Kühlstrecke der Fertigwalzstraße
21
Haspeleinrichtung unmittelbar nach dem letzten Gerüst der Fertigwalzan
lage
22
Notschere
23
Schere
24
Ausgleichsofen
25
Ausgleichsofen mit Quertransport für Brammen
26
Zwischenwickelstation
27
Aufhaspeleinrichtung
28
Abhaspeleinrichtung
Claims (9)
1. Verfahren zum Herstellen von dünnem Metallband mit einer Dicke von min
destens 0,6 mm mit einer maximalen Breite von 1800 mm bei einer mittle
ren Breite von 1.300 mm, welches stranggegossen und gewalzt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Produktion von 2-3 Millionen Tonnen Warmband (5) pro Jahr in ei ner Endlosgießwalzanlage
in einer Einstranggießmaschine (1) ein Strang (9) mit einer Gießgeschwindigkeit von ≦ 8 m/ min und einer Erstarrungsdicke von ≧ 100 mm und ≦ 200 mm gegossen wird, dieser Strang über einen direkten Endlos-Verbund die der Einstranggieß maschine nachgeordnete Walzstraße (2) mit einer Fertigwalzstraße (4) und ggf. Vorwalzstraße (3) mit einer Einzugswalzgeschwindigkeit des Bandes (5a) in die Fertigwalzstraße von ≧ 0,15 m/s und einer Auslaufgeschwindig keit im letzten Gerüst der Fertigstraße von ≦ 16 m/s durchläuft.
daß zur Produktion von 2-3 Millionen Tonnen Warmband (5) pro Jahr in ei ner Endlosgießwalzanlage
in einer Einstranggießmaschine (1) ein Strang (9) mit einer Gießgeschwindigkeit von ≦ 8 m/ min und einer Erstarrungsdicke von ≧ 100 mm und ≦ 200 mm gegossen wird, dieser Strang über einen direkten Endlos-Verbund die der Einstranggieß maschine nachgeordnete Walzstraße (2) mit einer Fertigwalzstraße (4) und ggf. Vorwalzstraße (3) mit einer Einzugswalzgeschwindigkeit des Bandes (5a) in die Fertigwalzstraße von ≧ 0,15 m/s und einer Auslaufgeschwindig keit im letzten Gerüst der Fertigstraße von ≦ 16 m/s durchläuft.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Strang (9) während seiner Erstarrung innerhalb der Strangführung
zu seiner Kokillenausgangsdicke um maximal 50% reduziert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Strang mit einer Erstarrungsdicke von annähernd 150 mm gegos
sen wird.
4. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3 mit
einer Stranggießmaschine mit nachgeordneter Walzstraße (2) und
mindestens einer Haspeleinrichtung (17, 18),
dadurch gekennzeichnet
daß die Stranggießmaschine als Einstranggießmaschine (1) ausgebildet ist mit einer oszillierenden Gießkokille (6), die konkave Kokillenbreitseiten (7a, 7b) aufweist, mit einer metallurgischen Länge von ≦ 50 m und die maximale Gießgeschwindigkeiten von 8 m/min sowie Erstarrungsdicken der Brammen von ≧ 100 mm und ≦ 200 mm erlaubt,
daß die Einstranggießmaschine in einem direkten Endlos-Gießwalzverbund mit der Walzstraße (2) steht, die ggf. eine Vorwalzstraße (3) mit mindestens einem Vorwalzgerüst und eine Fertigwalzstraße (4) mit maximal sieben Fertigwalzgerüsten (15) umfaßt,
und daß eine Schere (16) unmittelbar hinter dem letzten Fertigwalzgerüst vorgesehen ist.
daß die Stranggießmaschine als Einstranggießmaschine (1) ausgebildet ist mit einer oszillierenden Gießkokille (6), die konkave Kokillenbreitseiten (7a, 7b) aufweist, mit einer metallurgischen Länge von ≦ 50 m und die maximale Gießgeschwindigkeiten von 8 m/min sowie Erstarrungsdicken der Brammen von ≧ 100 mm und ≦ 200 mm erlaubt,
daß die Einstranggießmaschine in einem direkten Endlos-Gießwalzverbund mit der Walzstraße (2) steht, die ggf. eine Vorwalzstraße (3) mit mindestens einem Vorwalzgerüst und eine Fertigwalzstraße (4) mit maximal sieben Fertigwalzgerüsten (15) umfaßt,
und daß eine Schere (16) unmittelbar hinter dem letzten Fertigwalzgerüst vorgesehen ist.
5. Anlage nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die konkaven Kokillenbreitseiten (7a, 7b) mindestens in der oberen
Hälfte der Kokille (6) mit einer Konkavität von jeweils mindestens 15 mm in
der Mitte der Kupferplattenoberkante ausgestattet sind, wobei die Konkavi
tät in Gießrichtung über die Kokillenhöhe auf mindestens eine Konkavität
von jeweils 3 mm bis 0 mm reduziert wird.
6. Anlage nach einem der Ansprüche 4 und 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rollenstrangführung (11) der Einstranggießmaschine (1) eine kon
kave Form aufweist, die so eingestellt ist, daß ein Strang mit einer mitten
symmetrischen Balligkeit von maximal 2% seiner Erstarrungsdicke erzeug
bar ist.
7. Anlage nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kokille (6) mit einer elektromagnetischen Vorrichtung (8) zur Ver
hinderung von Strömungsturbulenzen in der Kokille ausgerüstet ist.
8. Anlage nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Vorwalzstraße (3) und der Fertigwalzstraße (4) ein Durchlauf-Ausgleichsofen (13) oder ein isolierter Rollgang angeordnet ist
und daß nach der Schere (16) eine Haspeleinrichtung (21) und/oder nach der Schere (16) eine Kühlstrecke (20) mit mindestens einer sich anschließender Haspeleinrichtung (17, 18) angeordnet sind.
daß zwischen der Vorwalzstraße (3) und der Fertigwalzstraße (4) ein Durchlauf-Ausgleichsofen (13) oder ein isolierter Rollgang angeordnet ist
und daß nach der Schere (16) eine Haspeleinrichtung (21) und/oder nach der Schere (16) eine Kühlstrecke (20) mit mindestens einer sich anschließender Haspeleinrichtung (17, 18) angeordnet sind.
9. Anlage nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der direkte Endlos-Verbund zwischen der Stranggießmaschine und der
Walzstraße unterbrochen ist durch einen Ausgleichsofen (24) mit oder ohne
Quertransport (25) in eine Puffereinrichtung, dem eine Schere (23) vorge
ordnet ist, und daß zwischen der Vor- und der Fertigwalzstraße eine Wic
kelstation (26) mit einer Ab- und Aufhaspeleinrichtung (27, 28) vorgesehen
ist.
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| DE (1) | DE10025080A1 (de) |
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2000
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