DE10118741A1 - Glockenteller und Rotationszerstäuber - Google Patents
Glockenteller und RotationszerstäuberInfo
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- B05B5/025—Discharge apparatus, e.g. electrostatic spray guns
- B05B5/04—Discharge apparatus, e.g. electrostatic spray guns characterised by having rotary outlet or deflecting elements, i.e. spraying being also effected by centrifugal forces
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Abstract
Die Glockenaußenfläche des Glockentellers eines Rotationszerstäubers zur Beschichtung von Werkstücken ist bis zur Absprühkante konkav geformt.
Description
Die Erfindung betrifft einen Glockenteller für einen Rotations
zerstäuber gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, insbesondere
für einen elektrostatischen Rotationszerstäuber für die Serienbe
schichtung von Werkstücken wie beispielsweise Fahrzeugkarossen.
In üblichen Rotationszerstäubern dieser Art (DE 43 06 800 A) wird
bekanntlich aus dem Zerstäuber auf die mehr oder weniger konische
Glockenaußenfläche Lenkluft gerichtet, die den an der Glockentel
lerabrisskante an sich radial abgesprühten Lackpartikeln zusätz
lich zu den elektrostatischen Kräften einen Impuls in Richtung
zum Werkstück gibt und zudem zur Sprühstrahlformung und teilweise
auch zur Unterstützung beim Zerstäuben dienen kann. Durch die
Lenkluft entsteht bei Rotation des Glockentellers ein Luftpolster
auf der Außenfläche und infolgedessen eine gleichmäßige Luftver
teilung an der Glockentellerabrisskante für die Strahlformung und
ggf. Zerstäubung. Die Gesamtluftmenge für das Luftpolster kann
auch aus der Umgebung angesaugte zusätzliche Luft enthalten. Ge
nerell wird durch die Lenkluft ein homogener Sprühstrahl und da
mit gute und gleichmäßige Beschichtung des Werkstücks erreicht.
Die hier betrachtete Glockenaußenfläche reicht von einem zerstäu
berseitigen Rand, an dem sie ggf. in einen axialen Umfangsteil
des Glockentellers übergehen kann, bis zu der Abriss- oder Ab
sprühkante des Glockentellers. Die meisten derzeit üblichen
Glockenteller haben in diesem Bereich eine im Querschnitt gerad
linig konische oder mehr oder weniger konvexe, also nach außen
gewölbte Außenfläche.
Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
einen Glockenteller bzw. einen Zerstäuber mit einem Glockenteller
anzugeben, der beim Zerstäuben und zur Einstellung der Größe und
Form des Sprühstrahls geringere Luftmengen benötigt als bisher.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Patentansprüche gelöst.
Durch ihre hier beschriebene Form entsteht bei Rotation auf der
Glockentelleraußenfläche ein Unterdruckgebiet (im Prinzip ähnlich
wie bei Flugzeug-Tragflügelprofilen), wodurch das Lenkluftpolster
radial nach innen angedrückt wird und dadurch effektiver wirkt.
U. a. wird dadurch der Energieaufwand für die Erzeugung der Lenk
luft herabgesetzt.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert. Es zei
gen
Fig. 1 einen typischen Glockenteller bekannter Form in sche
matischer Darstellung; und
Fig. 2 ein zweckmäßiges Ausführungsbeispiel eines Glocken
tellers gemäß der Erfindung.
Stand der Technik ist der in Fig. 1 schematisch dargestellte
Glockenteller mit geradlinigem oder konvexem Verlauf der Glo
ckenaußenfläche 1 bzw. 1' von einem zerstäuberseitigen Rand 2
bis zur Absprühkante 3. Aus einem (nicht dargestellten) rück
wärtigen Teil des Zerstäubers, an dem der Glockenteller um die
Achse 4 rotierend gelagert ist, wird Lenkluft zugeführt, die
je nach Zerstäuberkonstruktion achsparallel oder in unter
schiedlichen Winkeln entsprechend den Pfeilen 6 bzw. 6' auf
die Fläche 1 auftreffen oder entsprechend den Pfeilen 7 bzw.
7' außerhalb des Umfangs an dem Glockenteller vorbeiströmen
kann. Die durch die Pfeile angedeuteten Richtungen der Lenkluft
können auch gegen die Zeichenebene in oder gegen die
Drehrichtung des Glockentellers geneigt sein, wobei sich z. B.
auch Drall- oder Wirbelbewegungen der Lenkluft ergeben können.
An der Fläche 1 (bzw. 1') bildet sich das Lenkluftpolster 8
aus.
Der als Ausführungsbeispiel der Erfindung in Fig. 2 ebenfalls
schematisch dargestellte Glockenteller unterscheidet sich da
durch von dem nach Fig. 1, daß die Glockenaußenfläche 10 vom
Rand 12 bis zur Absprühkante 13 oder jedenfalls bis in deren
unmittelbare Nähe konkav, also darstellungsgemäß nach innen
gewölbt ist. Die Wölbungskurve verläuft vorzugsweise stetig
ohne Wendepunkt. Die konkave Wölbung kann in dem die Rotati
onsachse enthaltenden Querschnitt beispielsweise kreisförmig,
elliptisch, parabolisch oder hyperbolisch verlaufen und bei
praktischen Ausführungsformen auch flacher sein als in der
schematischen Darstellung. Die Anfangs- und Endstrecken dieser
Kurve können, müssen aber nicht tangential verlaufen, je nach
Zweckmäßigkeit.
Wie schon erwähnt wurde, bildet sich in dem durch die Wölbung
entstandenen Raum 17 ein Unterdruckgebiet aus, durch den das
Luftpolster 18 an die Fläche 10 angedrückt wird.
Für den durch die konkave Form der Glockenaußenfläche ange
strebten Zweck ist es wegen der größeren Effektivität zu be
vorzugen, daß die Lenkluft entsprechend dem Pfeil 6 beispiels
weise achsparallel auf die Fläche 10 auftrifft und nicht au
ßerhalb der Absprühkante 13 vorbeifließt (Pfeil 7 in Fig. 1).
Die Lenkluft kann aber auch aus zweckmäßig gewählten Winkeln
entsprechend dem Pfeil 6' in Fig. 1 auf die Fläche 10 auftref
fen.
Die hier beschriebene konkave Form der Glockenaußenfläche ist
zu unterscheiden von einzelnen dellenartigen Vertiefungen, wie
sie beispielsweise bei Golfbällen bekannt sind. Derartige Ver
tiefungen in der Glockentelleraußenseite könnten sich mit
Lackpartikeln oder sonstigen Verunreinigungen vollsetzen und
wären nur mit erheblichem Aufwand an Zeit und Spülmitteln zu
reinigen. Dieses Problem besteht bei dem hier beschriebenen
Glockenteller nicht.
Claims (4)
1. Glockenteller für einen Rotationszerstäuber zum Be
schichten von Werkstücken
mit einer rotationssymmetrischen Glockenaußenfläche (10), deren Durchmesser sich zu der Absprühkante (13) hin ver größert,
und auf die während der Beschichtung Lenkluft (6) ge richtet wird,
dadurch gekennzeichnet, daß die Glockenaußenfläche (10) zumindest in dem an die Absprühkante (13) angrenzenden Bereich konkav geformt ist.
mit einer rotationssymmetrischen Glockenaußenfläche (10), deren Durchmesser sich zu der Absprühkante (13) hin ver größert,
und auf die während der Beschichtung Lenkluft (6) ge richtet wird,
dadurch gekennzeichnet, daß die Glockenaußenfläche (10) zumindest in dem an die Absprühkante (13) angrenzenden Bereich konkav geformt ist.
2. Glockenteller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Glockenaußenfläche (10) in einem die Rotations
achse (4) enthaltenden Querschnitt kreisförmig, elliptisch,
parabolisch oder hyperbolisch nach innen gewölbt ist.
3. Glockenteller nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die konkave Wölbung stetig und ohne Wende
punkt von einem zerstäuberseitigen Rand (12) der Glockenaußen
fläche (10) bis zu der Absprühkante (13) oder bis in deren Nä
he verläuft.
4. Rotationszerstäuber mit einem Glockenteller nach ei
nem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lenkluft (6) aus dem Zerstäuber zumindest im wesentlichen auf
einen innerhalb der konkaven Glockenaußenfläche (10) liegenden
Bereich gerichtet wird.
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Publications (1)
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ID=7681689
Family Applications (1)
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Country Status (2)
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