DE10118417B4 - Flächenkommutator und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
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Abstract
Flächenkommutator, mit:einer Vielzahl von aus einer Kohlenstoffverbindung bestehenden Kommutatorsegmenten (1), die voneinander beabstandet sind und an einem ihrer Enden eine Kommutatoroberfläche (10) und an dem anderen Ende einen Basisabschnitt (11) haben;einem Nabenelement (3), das einen Körperabschnitt (31), der den Basisabschnitt (11) der Vielzahl von Kommutatorsegmenten (1) stützt, einen Außenumfangsabschnitt (33), der den Außenumfang der Vielzahl von Kommutatorsegmenten (1) stützt, und eine Vielzahl von Brückenabschnitten (34) aufweist, die den Außenumfangsabschnitt (33) und den Körperabschnitt (31) verbinden; undeiner Vielzahl von metallischen Basisplatten (2), die jeweils einen mit einem der Kommutatorsegmente (1) an dem Basiselement (11) in Kontakt befindlichen Kontaktabschnitt (21), einen von dem Kontaktabschnitt (21) aus entlang einem Außenumfang des Nabenelements (3) in Axialrichtung verlaufenden Axialabschnitt (22) und einen von dem Axialabschnitt (22) aus radial nach außen verlaufenden Anschlussabschnitt (23) aufweisen,dadurch gekennzeichnet, dassdas Nabenelement (3) aus Harz besteht,der Axialabschnitt (22) auf einem Außenumfang des Flächenkommutators parallel zu dem Außenumfangsabschnitt (33) angeordnet ist, sodass er den Außenumfangsabschnitt (33) an der Außenfläche des Flächenkommutators in der Axialrichtung von dem Körperabschnitt (31) trennt, unddie Brückenabschnitte (34) den Außenumfangsabschnitt (33) und den Körperabschnitt (31) innerhalb der Axialabschnitte (22) der metallischen Basislatten (2) verbinden, sodass der Außenumfangsabschnitt (33) mit dem Körperabschnitt (31) lediglich durch die Brückenabschnitte (34) verbunden ist.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Flächenkommutator, der eine scheibenförmige Kommutatoroberfläche aufweist, und ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Kommutators.
- Ein Flächenkommutator, der eine flache Kommutatoroberfläche aufweist, wird in einen Motor eingebaut, wie etwa einen Motor einer Kraftstoffpumpeneinheit mit integriertem Motor. Der Flächenkommutator setzt sich aus einer Vielzahl von aus einer gesinterten Kohlenstoffverbindung bestehenden und durch Schlitze voneinander isolierten Kommutatorsegmenten, einer Vielzahl von metallischen Basisplatten und einem aus Harz bestehenden Nabenelement zusammen. Die Vielzahl der Kommutatoroberflächen bildet eine flache Kommutatoroberfläche, wobei jedes der Kommutatorsegmente mit einer der metallischen Basisplatten verbunden ist. Da die Kommutatorsegmente aus einer gesinterten Kohlenstoffverbindung bestehen, lässt sich bei den Flächenkommutatoren in einer Massenfertigungsstraße nur unter Schwierigkeiten eine Schmelzwärmebehandlung realisieren.
- Aus
22 derDE 40 28 420 A1 ist ein Flächenkommutator mit einem aus einem Pressstoff bestehenden Nabenkörper bekannt, der die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1 aufweist. - Die
offenbart einen Flächenkommutator, der sich aus einer Vielzahl von Kommutatorsegmenten, einer metallischen Basisplatte und einem aus Harz bestehenden Nabenelement zusammensetzt. Die metallische Basisplatte weist an der zu ihrer Kommutatoroberfläche entgegengesetzten Oberfläche einen mit den Kommutatorsegmenten in Kontakt stehenden Kontaktabschnitt, entlang dem Außenumfang des Nabenelements verlaufende Axialabschnitte sowie Anschlussabschnitte auf. Der Kontaktabschnitt der metallischen Basisplatte hat eine Vielzahl von Öffnungen, in denen ein Harzmaterial eingefüllt ist.JP H09 - 46 978 A - Wenn mit dem Anschlussabschnitt durch Anschmelzen ein Ende einer Ankerwicklung verbunden wird, dehnt sich der Axialabschnitt jedoch thermisch aus und bringt eine Spannung auf den Umfangsabschnitt des aus Harz bestehenden Nabenelements auf, das beschädigt werden und brechen kann.
- Wenn sich der durch das Harzmaterial des Nabenelements umschlossene Axialabschnitt beispielsweise in Umfangsrichtung des Nabenelements ausdehnt, kann das Harzmaterial durch den Axialabschnitt reißen oder beschädigt werden.
- Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, einen Flächenkommutator, der selbst dann nicht beschädigt wird, wenn sich der Axialabschnitt des metallischen Basiselements thermisch ausdehnt, und ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Flächenkommutators zur Verfügung zu stellen.
- Diese Aufgabe wird durch einen Flächenkommutator mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 und ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 5 gelöst.
- Da der Außenumfangsabschnitt des Nabenelements bei dem erfindungsgemäßen Flächenkommutator von dem Körperabschnitt des Nabenelements getrennt ist, kann sich der Außenumfangsabschnitt frei von dem Körperabschnitt weg bewegen und es wird selbst dann wenig Spannung aufgebracht, wenn sich die metallischen Basisplatten thermisch ausdehnen.
- Da der Brückenabschnitt bei dem erfindungsgemäßen Flächenkommutator flexibel ist, kann sich der Außenumfangsabschnitt verhältnismäßig frei von dem Körperabschnitt weg bewegen, während der Außenumfangsabschnitt fester mit dem Körperabschnitt verankert ist.
- Weitere Aufgaben, Merkmale und Kennzeichen der Erfindung, wie auch die Funktion der maßgeblichen Teile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden ausführlichen Beschreibung, den Patentansprüchen und den Zeichnungen. In den Zeichnungen zeigen:
-
1A im halbseitigen Querschnitt eine Ansicht eines Flächenkommutators gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung und1B im halbseitigen Querschnitt eine Ansicht einer metallischen Basisplatte; -
2 im Teilschnitt eine Seitenansicht des in1 gezeigten Flächenkommutators von Position A aus betrachtet; und -
3 im halbseitigen Querschnitt eine Ansicht eines Flächenkommutators gemäß einer Abänderung des ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung; - Unter Bezugnahme auf die
1 und2 wird zunächst ein Flächenkommutator eines in eine Kraftstoffpumpeneinheit einzubauenden Motors beschrieben, der dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung entspricht. - Der Flächenkommutator setzt sich aus einer Vielzahl von Kommutatorsegmenten
1 , einer Vielzahl von metallischen Basisplatten2 und einem aus Harz bestehenden Nabenelement 3 zusammen. - Die Kommutatorsegmente
1 bestehen aus einer gesinterten Kohlenstoffverbindung und sind in Radialrichtung mit gleichen Abständen angeordnet, um als Ganzes ein scheibenförmiges Element auszubilden, das an seinem einen Ende eine Kommutatoroberfläche10 und an dem anderen Ende einen Basisabschnitt11 hat. - Jede metallische Basisplatte
2 ist so angeordnet, dass sie mit einem der Kommutatorsegmente1 übereinstimmt. Jede metallische Basisplatte2 hat einen Kontaktabschnitt21 , einen Axialabschnitt22 und einen Anschlussabschnitt23 . Der Kontaktabschnitt21 ist am Basisabschnitt11 mit einem Lötmittel4 an eines der Kommutatorsegmente1 angelötet. Der Axialabschnitt22 verläuft von dem Kontaktabschnitt21 aus entlang dem Außenumfang des Nabenelements3 nach unten, und der Anschlussabschnitt23 verläuft von dem Axialabschnitt22 aus radial nach außen und oben. An den Abschlussabschnitt23 ist durch Anschmelzen, Anlöten oder dergleichen ein Wicklungsende einer Ankerwicklung anzuschließen. - Das Nabenelement
3 setzt sich aus einem Körperabschnitt31 , einem Innenumfangsabschnitt32 , einem Außenumfangsabschnitt 33 und einer Vielzahl von Brückenabschnitten34 zusammen. - Der Körperabschnitt
31 stützt den Basisabschnitt11 der Kommutatorsegmente1 . Der Innenumfangsabschnitt32 stützt den Innenumfang der Segmente1 . - Der Außenumfangsabschnitt
33 ist auf dem Außenumfang des Kommutators parallel zu den Axialabschnitten22 angeordnet, sodass er die Axialabschnitte22 in Radialrichtung überlappt, um den Außenumfang der Kommutatorsegmente1 zu stützen. - Jeder Kontaktabschnitt
21 weist eine zweistufige Öffnung24 und25 auf, in die Harzmaterial eingefüllt ist. Die größere und oben gelegene Öffnung25 ist mit einem Eckenschliffabschnitt220 des Axialabschnitts22 verbunden, sodass der Brückenabschnitt34 den Körperabschnitt31 und den Außenumfangsabschnitt33 über den Eckenschliffabschnitt220 verbinden kann. Mit anderen Worten sind die Brückenabschnitte34 jeweils innerhalb der metallischen Basisplatten2 ausgebildet, sodass sie einen Querschnitt haben, der senkrecht zu der Axialrichtung, in der sich die metallische Basisplatte thermisch ausdehnt, für ausreichende Elastizität sorgt. Der Eckenschliffabschnitt 220 hat eine abgeschrägte Oberfläche, um eine Abtrennung des Brückenabschnitts34 zu verhindern. - Wie in
2 gezeigt ist, sind der Körperabschnitt31 und der Außenumfangsabschnitt33 durch die Axialabschnitte22 und die Schlitze s an der Außenfläche des Kommutators voneinander getrennt, obwohl sie durch die Brückenabschnitte34 an Abschnitten innerhalb der metallischen Basisplatten2 verbunden sind. - Selbst wenn sich die Axialabschnitte
22 beim Anschmelzen eines Wicklungsendes an die Anschlussabschnitte23 thermisch ausdehnen, kann sich der Außenumfangsabschnitt 33, der mit dem Körperabschnitt31 lediglich durch die Brückenabschnitte34 verbunden ist, relativ zum Körperabschnitt31 bewegen und die Spannung abbauen, da sich der Brückenabschnitt der durch die Axialabschnitte22 hervorgerufenen Bewegung des Außenumfangabschnitts33 folgend biegt. Auch wenn einige der Brückenabschnitte34 abgetrennt werden, sind die Probleme gering. - Die Kommutatorsegmente
1 und Kontaktabschnitte21 der metallischen Basisplatten2 sind in Vertiefungen38 des Nabenelements3 angeordnet. Die Umfangsenden jeder Vertiefung38 sind jeweils Schlitzen s zugewandt. Das Nabenelement3 hat in seiner Mitte ein Wellenloch30 . Das Nabenelement3 bedeckt daher sämtliche Abschnitte der metallischen Basisplatten2 außer der Kommutatoroberfläche und den Oberflächen, die den Schlitzen s zugewandt sind. - Bei der Herstellung wird ein aus einer gesinterten Kohlenstoffverbindung bestehendes Scheibenelement, das einer Vielzahl von Kommutatorsegmenten
1 entspricht, durch ein Lötmittel4 an ein zylinderförmiges Metallelement angelötet, das einer Vielzahl der metallischen Basisplatten entspricht, sodass sich der Basisabschnitt11 mit dem Kontaktabschnitt21 in Kontakt befindet. Danach wird das Scheibenelement und das zylinderförmige Element in einer Einheit in ein Formwerkzeug gegeben, um die Einheit mit Harzmaterial auszuformen und das Nabenelement3 auszubilden. Bei diesem Schritt ist der Axialabschnitt des zylinderförmigen Elements am Außenumfang des Nabenelements 3 angeordnet. Schließlich wird in Radialrichtungen des Scheibenelements und des zylinderförmigen Elements eine Vielzahl von Schlitzen s ausgebildet, um eine Vielzahl der Kommutatorsegmente1 und eine Vielzahl der metallischen Basisplatten2 auszubilden, wie in2 gezeigt ist. In das Wellenloch30 ist eine (nicht gezeigte) Welle eines Motors einzusetzen und an jedem Anschlussabschnitt23 ein Wicklungsende einer Ankerspule anzuschweißen. - Als eine Abänderung des metallischen Basiselements kann der Kontaktabschnitt
21 auch, wie in3 gezeigt ist, mit dem Axialabschnitt22 durch ein diagonal verlaufendes Element24 verbunden sein. Dieses Metallelement erlaubt eine leichtere Ausbildung des Brückenabschnitts34 durch das Harzmaterial des Nabenelements3 . - Wie auch in den folgenden Zeichnungen bezeichnen hierbei gleiche Bezugszahlen gleiche oder im Wesentlichen gleiche Abschnitte oder Teile wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel.
Claims (5)
- Flächenkommutator, mit: einer Vielzahl von aus einer Kohlenstoffverbindung bestehenden Kommutatorsegmenten (1), die voneinander beabstandet sind und an einem ihrer Enden eine Kommutatoroberfläche (10) und an dem anderen Ende einen Basisabschnitt (11) haben; einem Nabenelement (3), das einen Körperabschnitt (31), der den Basisabschnitt (11) der Vielzahl von Kommutatorsegmenten (1) stützt, einen Außenumfangsabschnitt (33), der den Außenumfang der Vielzahl von Kommutatorsegmenten (1) stützt, und eine Vielzahl von Brückenabschnitten (34) aufweist, die den Außenumfangsabschnitt (33) und den Körperabschnitt (31) verbinden; und einer Vielzahl von metallischen Basisplatten (2), die jeweils einen mit einem der Kommutatorsegmente (1) an dem Basiselement (11) in Kontakt befindlichen Kontaktabschnitt (21), einen von dem Kontaktabschnitt (21) aus entlang einem Außenumfang des Nabenelements (3) in Axialrichtung verlaufenden Axialabschnitt (22) und einen von dem Axialabschnitt (22) aus radial nach außen verlaufenden Anschlussabschnitt (23) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass das Nabenelement (3) aus Harz besteht, der Axialabschnitt (22) auf einem Außenumfang des Flächenkommutators parallel zu dem Außenumfangsabschnitt (33) angeordnet ist, sodass er den Außenumfangsabschnitt (33) an der Außenfläche des Flächenkommutators in der Axialrichtung von dem Körperabschnitt (31) trennt, und die Brückenabschnitte (34) den Außenumfangsabschnitt (33) und den Körperabschnitt (31) innerhalb der Axialabschnitte (22) der metallischen Basislatten (2) verbinden, sodass der Außenumfangsabschnitt (33) mit dem Körperabschnitt (31) lediglich durch die Brückenabschnitte (34) verbunden ist.
- Flächenkommutator nach
Anspruch 1 , bei dem die Brückenabschnitte (34) im Wesentlichen senkrecht zu einer thermischen Ausdehnungsrichtung des Axialabschnitts (22) der metallischen Basisplatten (2) verlaufen. - Flächenkommutator nach
Anspruch 2 , bei dem die Axialabschnitte (22) der metallischen Basisplatten (2) durch das Nabenelement (3) gestützt werden, sodass sich die Axialabschnitte (22) in entgegengesetzter Richtung zu der Kommutatoroberfläche (10) bewegen können. - Flächenkommutator nach
Anspruch 2 , bei dem der Körperabschnitt (31) des Nabenelements (3) einen Seiten des Anschlussabschnitts (23) umgebenden Abschnitt umfasst. - Verfahren zur Herstellung eines Flächenkommutators mit einer Vielzahl von radial ausgerichteten, an einem ihrer Enden eine Flächenkommutatoroberfläche (10) und an dem anderen Ende einen Basisabschnitt (11) ausbildenden Kommutatorsegmenten (1), mit einem aus Harz bestehenden Nabenelement (3), das einen den Basisabschnitt (11) stützenden Körperabschnitt (31) und einen einen Außenumfang der Vielzahl von Kommutatorsegmenten (1) stützenden Außenumfangsabschnitt (33) aufweist, und mit einer Vielzahl von metallischen Basisplatten (2), die entlang einem Außenumfang des Nabenelements (3) verlaufende Axialabschnitte (22) aufweisen, wobei das Verfahren die Schritte umfasst: Anlöten eines aus einer gesinterten Kohlenstoffverbindung bestehenden Scheibenelements an ein zylinderförmiges Metallelement, um eine Einheit auszubilden, bei der sich ein Basisabschnitt (11) des Scheibenelements mit einem Kontaktabschnitt des zylinderförmigen Elements in Kontakt befindet; Setzen der Einheit in ein Formwerkzeug, um die Einheit unter Ausbildung des Nabenelements (3) mit Harzmaterial auszuformen; Ausbilden einer Vielzahl von senkrecht zum Axialabschnitt (22) verlaufenden Brückenabschnitten (34), um den Körperabschnitt (31) und den Außenumfangsabschnitt (33) innerhalb der Axialabschnitte (22) zu verbinden; und Ausbilden einer Vielzahl von radialen Schlitzen (s) in dem Scheibenelement und dem zylinderförmigen Element, um die Kommutatorsegmente (1) und die Axialabschnitte (22) derart auszubilden, dass der Körperabschnitt (31) und der Außenumfangsabschnitt (33) durch die Axialabschnitte (22) und die radialen Schlitze (s) an der Außenfläche des Flächenkommutators voneinander getrennt sind.
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