DE10117063A1 - Vorrichtung und Verfahren zum Behandeln von Wickelgut - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zum Behandeln von WickelgutInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Behandeln von Wickelgut sowie eine Fluidausgabeeinrichtung.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vor
richtung zum Behandeln von Wickelgut sowie eine Fluidausgabe
einrichtung.
Der Feuchtigkeitsgehalt von Wickelgut, wie Baumwollgarn oder
Wollfaden, beeinflußt verschiedene physikalische und chemische
Eigenschaften des Wickelguts, wie beispielsweise das elektro
statische Verhalten, das Faserflugverhalten oder das Ablaufver
halten über Kanten und Umlenkungen bei der Weiterverarbeitung
in Webereien und Stickereien oder dergleichen.
Es hat sich gezeigt, daß für unterschiedliche Materialien des
Wickelguts unterschiedliche Feuchtigkeitsgehalte wünschenswert
sind, um besonderes geeignete Eigenschaften für die Weiterver
arbeitung zu schaffen. Dementsprechend stellen die Hersteller
das Wickelgut meist mit einem materialabhängigen Feuchtigkeits
gehalt bereit, der beispielsweise bei Baumwolle 8,5 Gewichts
prozent und bei Wolle 16,5 Gewichtsprozent beträgt und auch als
Handelsfeuchte bezeichnet wird.
Um diesen jeweilig angestrebten Feuchtigkeitsgehalt im Wickel
gut zu erreichen ist verschiedentlich vorgeschlagen worden, das
Wickelgut mit Dampf zu behandeln. Durch eine derartige Dampf-
Behandlung kann beispielsweise auch erreicht werden, daß die
durch den Spinnprozeß hervorgerufene sog. Kräuselneigung ver
mindert oder beseitigt wird.
Bei einem bekannten Verfahren werden Woll- oder Baumwollfäden
aufgespult und anschließend für mehrere Tage in einem Raum auf
gehängt, der eine hohe Luftfeuchtigkeit aufweist.
Die DE 38 28 630 A1 stellt diverse Nachteile des genannten Ver
fahrens dar, und schlägt vor, mehrere Kreuzspulen nach dem
Spulprozeß zu Säulen zu vereinigen und diese Säulen anschlie
ßend in radial nach außen gerichteter Richtung zu durchdampfen.
Hierzu werden perforierte Spulenhülsen in den Säuleninnenraum
eingebracht bevor Dampfdruck in den Hülseninnenraum geleitet
wird.
Bei diesem Verfahren wird die Feuchtigkeit in Spulenachsrich
tung sowie in radialer Richtung ungleichmäßig dem Wickelgut zu
geführt. Hierdurch kann bewirkt werden, daß die Feuchtigkeit im
Wickelgut inhomogen verteilt ist. Ferner besteht bei diesem
Verfahren die Gefahr, daß sich Kondensat bildet und lokale
Übernässungen bewirkt werden.
Aus der DE 43 17 486 A1 ist ein Verfahren bekannt, bei dem zu
Kopsen gewickeltes Garn nach abgeschlossenem Spulprozeß in eine
Dampfkammer eingebracht wird, in der diese Kopse bedampft und
zusätzlich mittels eines Fluids erwärmt werden, um Kondensat
bildungen zu vermindern. Die Dampfkammer weist verschließbare
Tore auf, durch die die Kopse in die Kammer hinein- und heraus
bewegt werden können.
Dieses Verfahren erfordert, gemessen an den erzielbaren Ergeb
nissen, einen hohen Steuerungs- und Regelaufwand. Überdies las
sen sich Kondensatbildungen und lokale Übernässungen auch mit
diesem Verfahren nur unzureichend vermindern. Das genannte Verfahren
bewirkt ferner hohe Durchlauf- und Ümrüstzeiten. Ungün
stig kann sich bei diesem Verfahren ferner auswirken, daß der
Feuchtigkeitsgehalt innerhalb der Dampfkammern in aller Regel
von dem Feuchtigkeitsgehalt außerhalb der Dampfkammer abweichen
wird. Beim Einführen oder Entnehmen von Kopsen in die Dampfkam
mer findet ein Feuchtigkeitsaustausch zwischen dem Kammerinne
ren und der Umgebung zumindest dann statt, wenn die Tore geöff
net sind. Dieser Effekt wird im genannten Verfahren unzurei
chend berücksichtigt. Ferner läßt sich mit dem genannten Ver
fahren eine homogene Verteilung des Feuchtigkeitsgehalts im
Wickelgut nur unzureichend bewirken.
Es wäre daher wünschenswert, daß sich der Feuchtigkeitsgehalt
des Wickelguts bei kurzen Durchlaufzeiten mit hoher Betriebssi
cherheit homogen einstellen läßt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein anders gestalte
tes Verfahren und eine anders gestaltete Vorrichtung zum Behan
deln von Wickelgut zu schaffen sowie eine anders gestaltete
Fluidausgabeeinrichtung.
Gemäß einem besonderen Aspekt liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Behandeln von
Wickelgut bereitzustellen sowie eine Fluidausgabeeinrichtung,
welches bzw. welche ermöglicht, daß bei kurzen Durchlaufzeiten
und hoher Betriebssicherheit eine möglichst gleichmäßige
Fluidverteilung im Wickelgut erreicht wird.
Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung ist Gegenstand des Anspruchs
12.
Eine erfindungsgemäße Fluidausgabeeinrichtung ist Gegenstand
des Anspruchs 19.
Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der
Unteransprüche.
Es sei zunächst darauf hingewiesen, daß im Rahmen der vorlie
genden Erfindung unter Wickelgut jegliche Art von Garnen, Fa
sern, Fäden oder Tauen zu verstehen ist, die sich vorwiegend in
Längsrichtung erstrecken, so daß deren Längsabmaß ein Vielfa
ches der jeweiligen Dicke beträgt.
Wickelgut kann beispielsweise Garn, wie Textilgarn, Naturgarn,
Mischgarn, Zwirn, oder dergleichen sein, oder es können Fasern
gegeben sein, die z. B. in einem Spinnprozeß versponnen werden.
Wickelgut kann aus unterschiedlichsten Materialien oder Materi
algemischen bestehen. Beispielsweise kann Wickelgut Wolle oder
Baumwolle aufweisen oder aus diesen Materialien bestehen. Wic
kelgut kann auch synthetische Anteile aufweisen. Bevorzugt ist
das Wickelgut und dessen Material in einer Gestaltung gegeben,
die für die Herstellung von Textilerzeugnissen verwendet werden
kann bzw. verwendet wird.
Im folgenden wird die Erfindung am Beispiel eines Garns be
schrieben, ohne daß die Erfindung hierbei auf Garn beschränkt
werden soll. Vielmehr kann anstelle des Garns auch ein anders
gestaltetes Wickelgut verwendet werden.
Unter dem Begriff "Garnwickelkörper" ist im Sinne der vorlie
genden Erfindung insbesondere ein Wickelverbund aus spulenartig
gewickeltem Garn zu verstehen. Die Anordnung, in der das Garn
gewickelt ist, kann unterschiedlich gestaltet sein. Beispiels
weise kann der Garnwickelkörper als Kreuzspule oder als Spinn
kops oder dergleichen gegeben sein. Die Abmessungen eines der
artigen Garnwickelkörpers sollen durch die Erfindung nicht be
schränkt werden.
Ein derartiger Garnwickelkörper kann mit oder ohne Spule verse
hen bzw. gekoppelt sein. Unter einer "Spule" im Sinne der vor
liegenden Erfindung ist insbesondere ein - beispielsweise als
Hülse gestalteter - Spulenkern zu verstehen, um welchen das
Garn gewickelt ist und welcher gegebenenfalls einen oder mehre
re seitliche Flansche zur seitlichen Begrenzung des Wickelver
bundes aufweist. Der Spulenkern kann mit radialen Öffnungen
versehen sein oder frei von derartigen Öffnungen sein.
Der Spulenkern sowie der Garnwickelkörper können unterschiedli
che Formen aufweisen, wie beispielsweise eine zylindrische oder
eine kegelförmige Form. Der Spulenkern bzw. die Spule kann bei
spielsweise aus Metall, Kunststoff oder Pappe gefertigt sein.
Erfindungsgemäß ist ein Verfahren zum Behandeln von Wickelgut
vorgesehen, bei dem das Wickelgut in einem Spulprozeß gespult
und während dieses Spulprozesses mit einem Fluid behandelt
wird.
Unter einem Spulen bzw. einem Spulprozeß ist im Sinne der vor
liegenden Erfindung zu verstehen, daß das Garn bewegt wird, und
zwar insbesondere in Richtung seiner Längserstreckung. Hierbei
kann, wie in einem klassischen Spulprozeß, das Garn über Spulen
bzw. Rollen geführt umgelenkt oder angetrieben werden oder in
einer Art, die auf derartige Spulen oder Rollen verzichtet.
Das zur Garnbehandlung vorgesehene Fluid kann grundsätzlich ein
beliebiges Fluid sein, und eignet sich bevorzugt zum Befeuchten
und/oder zum Erwärmen und/oder zum Trocknen von Garn. Vorzugs
weise ist das Fluid in dampfförmigem Zustand gegeben. Das Fluid
kann gleiche oder unterschiedliche chemische Elemente aufwei
sen. Bevorzugt weist das Fluid Feuchtigkeitsanteile auf und ist
zum Befeuchten des Garns bestimmt. Beispielsweise wird gesät
tigter oder ungesättigter Naßdampf als Fluid verwendet. Es können
auch unterschiedliche Fluide verwendet werden, die sich
beispielsweise durch ihre chemische Zusammensetzung und/oder
ihre Temperatur und/oder ihren Druck unterscheiden.
Bevorzugt ist ferner, daß trockene Luft als Fluid verwendet
wird, die beispielsweise eingesetzt werden kann, um die Feuch
tigkeitsanteile im Garn zu vermindern. Diese Fluidvariante kann
beispielsweise dann besonders geeignet sein, wenn im Rahmen ei
ner Regelung des Feuchtigkeitsgehalts des Garns festgestellt
wird, das dieser oberhalb des Sollwerts liegt.
Durch diese Nennung beispielhafter Fluide soll die Erfindung
allerdings nicht beschränkt werden.
In bevorzugter Gestaltung wird das Garn in einem Abschnitt mit
Fluid behandelt, der im wesentlichen in einem atmosphärisch of
fenen Bereich angeordnet ist. Hierunter ist insbesondere zu
verstehen, daß das zu behandelnde Garn während der Behandlung
außerhalb einer - ggf. fluiddicht - abgeschlossenen Kammer an
geordnet ist. Dies bedeutet allerdings nicht, daß eine derarti
ge Kammer gegeben sein muß.
Vorzugsweise wird das Fluid aus einer Fluidausgabeeinrichtung
zugeführt, die mit wenigstens einer Ausgabeöffnung versehen
ist. In der Nähe und insbesondere vor dieser Ausgabeöffnung
wird das Garn entlang geführt, wobei das aus der Ausgabeöffnung
austretende Fluid in einen jeweiligen vorbeigeführten Garnab
schnitt bewegt wird. Eine oder mehrere Öffnungen dieser Fluid
ausgabeeinrichtung sind vorzugsweise in der Nähe eines jeweili
gen Garnabschnitts angeordnet, so daß dieser Garnabschnitt be
strömt wird.
Der Begriff "vorbeigeführt" ist im Sinne der vorliegenden Er
findung insbesondere so zu verstehen, daß eine Relativbewegung
zwischen dem jeweiligen Abschnitt des Wickelguts und der Ausga
beöffnung gegeben ist.
In bevorzugter Gestaltung wird die chemische Zusammensetzung
sowie die Temperatur des Fluids gesteuert bzw. eingestellt. Be
vorzugt ist ferner, daß die Relativlage der Ausgabeöffnung zum
jeweils beströmten Abschnitt des Garns eingestellt werden kann.
Diese Einstellung kann derart realisiert werden, daß die Ausga
beöffnung an dem jeweiligen Garnabschnitt angenähert oder von
dieser entfernt werden kann oder derart, daß die Ausgabeöffnung
in Richtung bzw. entlang eines Abschnitts der Spulstrecke be
wegt wird. Die Verstellung der Relativlage dieser Ausgabeöff
nung zum Garnabschnitt kann bei unterbrochenem Spulprozeß oder
bei laufendem Spulprozeß durchgeführt werden.
In bevorzugter Gestaltung werden vorbestimmte Kennwerte des
Fluids, wie beispielsweise der Druck, mit dem das Fluid ausge
geben wird, oder die chemische Zusammensetzung oder die Tempe
ratur oder dergleichen eingestellt.
Die vorgeannten Maßnahmen bzw. Ein- oder Verstellungen werden
insbesondere durchgeführt, um den Feuchtigkeitsgehalt des Garns
zu steuern, und zwar insbesondere derart, daß eine im wesentli
chen gleichmäßige Feuchtigkeitsverteilung im Garn bewirkt wird.
Es sei angemerkt, daß unter der Spulstrecke im Sinne der vor
liegenden Erfindung insbesondere der Weg zu verstehen ist, ent
lang welchem das Garn während eines Spulprozesses bewegt wird.
Bevorzugt wird das Garn an unterschiedlichen Stellen der
Spulstrecke mit Fluid behandelt.
Das Garn kann auch an unterschiedlichen Stellen der Spulstrecke
mit unterschiedlichen Fluiden behandelt werden. Beispielsweise
kann vorgesehen sein, daß an einer oder an mehreren Stellen der
Spulstrecke das Garn mit dampfförmigem Fluid behandelt wird und
an einer oder mehreren weiteren Spulstellen das Garn mit, bei
spielsweise erhitzter, trockener Luft behandelt wird. So kann,
und dies sei nur beispielhaft erwähnt, durch Dampf der Feuch
tigkeitsgehalt des Garns erhöht werden, während durch die Be
handlung mit trockener, insbesondere erhitzter Luft, der Feuch
tigkeitsgehalt des Garns vermindert werden kann.
Beispielsweise wird das Garn im Bereich einer Spule bzw. im Be
reich eines Garnwickelkörpers behandelt oder in einem frei an
geordneten Abschnitt des Garns. Unter "frei" ist insbesondere
zu verstehen, daß das Garn in dem Abschnitt nicht in einer La
gerstelle, wie Rolle oder dergleichen, angeordnet ist und in
Umfangsrichtung im wesentlichen keinen Gegenstand kontaktiert.
In bevorzugter Gestaltung wird der Feuchtigkeitsgehalt des Wic
kelguts erfaßt.
Bevorzugt ist ferner, daß der Feuchtigkeitsgehalt des Wickel
guts gesteuert wird. Vorzugsweise werden Kennwerte, wie bei
spielsweise die Umgebungstemperatur, die Garngeschwindigkeit,
die Zusammensetzung oder Temperatur des Fluids oder dergleichen
ermittelt. Hierzu können entsprechende geeignete Meßeinrichtun
gen verwendet werden.
Die Garngeschwindigkeit kann beispielsweise verwendet werden,
um zu ermitteln, wann ein bestimmter Garnabschnitt im Bereich
der Öffnung einer bestimmten Fluidausgabeeinrichtung angeordnet
ist, so daß zum entsprechenden Zeitpunkt diese das Garn so be
feuchtet, daß der angestrebte Feuchtigkeitsgehalt im Garn be
wirkt wird. Dies kann beispielsweise geeignet sein, wenn eine
in Gegenspulrichtung angeordnete Meßeinrichtung zuvor den
Feuchtigkeitsgehalt des betreffenden Garnabschnitts erfaßt hat.
Der Begriff "steuern" ist im Sinne der vorliegenden Erfindung
insbesondere ein Steuern oder Regeln im Sinne der DIN. Im eng
lischsprachigen Sprachraum werden diese Begriffe üblicherweise
als open-loop-control bzw. closed-loop-control bezeichnet.
In bevorzugter Gestaltung wird das Fluid mittels wenigstens ei
ner Düse in Richtung des Wickelguts aufgebracht, und zwar ins
besondere, um das Wickelgut zu befeuchten oder zu trocknen.
In entsprechender Weise meint ein "Behandeln" im Sinne der vor
liegenden Erfindung insbesondere ein Befeuchten bzw. ein Ein
stellen des Feuchtigkeitsgehalts. Das Behandeln kann aber auch
in Form eines "Trocknens" bzw. "Erwärmens" gegeben sein. Auch
andere Behandlungen sind, insbesondere in Kombination mit dem
Einstellen des Feuchtigkeitsgehalt, bevorzugt. Das Befeuchten
kann mehrstufig gestaltet sein, und zwar insbesondere derart,
daß die jeweiligen Garnabschnitte an unterschiedlichen Stellen
der Spulstrecke mit feuchtem Fluid beströmt werden und somit
der Feuchtigkeitsanteil nach und nach gesteigert wird. Zwischen
diesen Stellen der Spulstrecke sind gegebenenfalls Meßeinrich
tungen vorgesehen, die den Feuchtigkeitsgehalt des Garns ermit
teln.
Durch ein Trocknen bzw. Erwärmen des Garns, das beispielsweise
ebenfalls mit einer Düse erfolgen kann, durch die beispielswei
se trockene erwärmte Luft geleitet wird, kann dem Garn Feuch
tigkeit (wieder) entzogen werden, was insbesondere dann von
Vorteil ist, wenn festgestellt wird, daß der Feuchtigkeitsge
halt des Garns höher als gewünscht ist.
Die Düsen können insbesondere derart gestaltet sein, wie es an
anderer Stelle dieser Offenbarung näher erläutert wird.
Besonders bevorzugt weist die Düse einen schlitzförmigen Öff
nungsquerschnitt auf, der beispielsweise in Längsrichtung des
zu beströmenden Wickelguts ausgerichtet ist oder parallel zur
Achse eines Garnwickelkörpers.
Bevorzugt wird eine derartige Düse mit ihrem Öffnungsquer
schnitt auf einen Garnwickelkörper oder den Bereich eines Garn
wickelkörpers gerichtet, und zwar derart, daß diese Düse radial
außerhalb des Wickelkörpers angeordnet ist und das austretende
Fluid von radial außen auf den Wickelkörper gerichtet ist. Die
Düse ist dabei insbesondere in der Nähe des Garnwickelkörpers
angeordnet. Bevorzugt ist ferner, daß mehrere Düsen in entspre
chender Weise im Bereich eines Garnwickelkörpers angeordnet
sind. Diese können beispielsweise mit ihren Ausgabeöffnungen in
Reihe oder versetzt angeordnet sein. Beispielsweise sind mehre
re solcher Düsen mit ihren Ausgabeöffnungen in Reihe ausgerich
tet und zwar insbesondere in Richtung der Längsachse des Wic
kelkörpers.
Vorzugsweise wird Fluid zum Erhöhen und/oder zum Vermindern des
Feuchtigkeitsgehalts des Garns gezielt in Richtung des Garns
aufgebracht, wobei insbesondere vorgesehen ist, daß ein jewei
liger Garnabschnitt mit Fluid beströmt wird.
Vorzugsweise wird mittels der erfindungsgemäßen Gestaltung die
Garnbehandlung bzw. das Befeuchten des Garns mittels eines
Fluids vor und/oder während und/oder nach einem Beschichten
oder Bewachsen des Garns durchgeführt. Der Begriff
"Beschichten" ist in diesem Sinne weitgefaßt zu verstehen und
kann beispielsweise auch ein Färben umfassen.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann insbesondere während des
Auf- oder Umspulens des Garns durchgeführt werden.
Die Aufgabe wird ferner gelöst durch eine Vorrichtung gemäß An
spruch 12.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß die Vorrichtung eine Spul
einrichtung aufweist sowie eine Fluidausgabeeinrichtung. Die
Fluidausgabeeinrichtung weist eine Fluidausgabeöffnung auf,
welche auf einen Abschnitt der Spulstrecke bzw. des gespulten
Garns gerichtet ist. An dieser Ausgabeöffnung wird das Garn
vorbeibewegt und mit Fluid beströmt.
Es sei angemerkt, daß unter einer Spuleinrichtung im Sinne der
vorliegenden Erfindung insbesondere eine Einrichtung zu verste
hen ist, mit der ein Spulprozeß im oben genannten Sinne durch
geführt werden kann.
In bevorzugter Gestaltung weist die Fluidausgabeeinrichtung we
nigstens eine Düse auf. Diese Düse kann beispielsweise derart
angeordnet sein, daß die Ausgabeöffnung der Düse auf einen Wic
kelkörper gerichtet ist, oder derart, daß sie auf einen freien
Abschnitt des Garns bzw. einen Einzelgarnabschnitt gerichtet
ist.
Wenn eine oder mehrere derartiger Düsen auf den Wickelkörper
gerichtet wird, ist besonders bevorzugt vorgesehen, daß diese
Düse(n) den Wickelkörper über seine gesamte, sich in Achsrich
tung erstreckende Breite beströmen bzw. befeuchten, und zwar
insbesondere im wesentlichen gleichmäßig, so daß - im Falle des
Befeuchtens - eine im wesentlichen gleichmäßige Feuchtigkeits
verteilung im Garn bewirkt wird. Eine derartige Düse kann bei
spielsweise eine schlitzförmige Ausgabeöffnung aufweisen, die
mit ihrer Längsrichtung im wesentlichen parallel zur Achse des
Wickelkörpers ausgerichtet ist.
Bevorzugt ist auch, daß eine derartige Düse einen schlitzförmi
gen Ausgabequerschnitt aufweist, der sich in seiner Längsrich
tung im wesentlichen in Richtung eines freien Fadenabschnitts
bzw. in Längsrichtung eines Einzelfadens erstreckt und diesen
beströmt.
Vorzugsweise weist die Fluidausgabeeinrichtung mehrere Düsen
auf, die benachbart oder an voneinander entfernteren Stellen
angeordnet sind. Die Querschnittsflächen der Ausgabeöffnungen
dieser Düsen können parallel oder nicht parallel zueinander an
geordnet sein. Besonders bevorzugt sind verschiedene, gleich
oder unterschiedlich gestaltete Düsen so angeordnet, daß das
Garn von unterschiedlichen Seiten beströmt wird, und zwar ins
besondere in einem jeweiligen Abschnitt, in welchem dieses frei
angeordnet ist. Beispielsweise kann das Garn aus unterschiedli
chen radialen Richtungen beströmt werden. Diese Stellen, an de
nen das Garn von jeweils unterschiedlichen Seiten beströmt
wird, können nahe beieinander bzw. benachbart gelegen sein oder
in einem entfernteren Abstand.
Die Düsen sind vorzugsweise in der Nähe eines jeweiligen
Garnabschnitts bzw. in der Nähe des Garnwickelkörpers positio
niert und mit ihrem Öffnungsquerschnitt auf diesen Abschnitt
bzw. Körper gerichtet.
In bevorzugter Gestaltung ist die Fluidausgabeeinrichtung der
art mit der Spuleinrichtung gekoppelt, daß der von der Fluid
ausgabeeinrichtung abgegebene Volumenstrom von der Garnge
schwindigkeit bzw. Spulgeschwindigkeit der Spuleinrichtung bzw.
im zu beströmenden Bereich der Spuleinrichtung abhängt. Diese
Abhängigkeit kann insbesondere derart sein, daß ein Anhalten
des Spulprozesses bewirkt, daß die Fluidausgabe abgebrochen
wird. Die Abhängigkeit kann beispielsweise auch derart sein,
daß mit zunehmender Bewegungsgeschwindigkeit des zu behandelnden
Garns der Volumenstrom des Fluids erhöht wird, und umge
kehrt.
Vorzugsweise ist ferner eine Überwachungseinrichtung vorgese
hen, die z. B. Sensoren aufweist, und überwacht, ob ein Faden
bruch gegeben ist. Wenn ein Fadenbruch detektiert wird, wird
bevorzugt bewirkt, daß die Fluidausgabe unterbrochen wird.
In bevorzugter Gestaltung ist ferner eine Rückführeinrichtung
vorgesehen, welche, sollte es zu Kondensationsbildungen des
Fluids kommen, dieses Fluid aufnimmt und zur Wiederverwertung
zurückführt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann ferner eine Steuerein
richtung aufweisen, über die sich beispielsweise der Feuchtig
keitsgehalt des Garns einstellen läßt.
Im Rahmen der Steuerung des Feuchtigkeitsgehalts kann insbeson
dere der Abstand der Düsen zum zu beströmenden Garnabschnitt
und/oder der Fluiddruck und/oder die Fluidtemperatur variiert
werden. Ferner kann insbesondere die chemische Fluidzusammen
setzung variiert werden. Hierzu kann die erfindungsgemäße Vor
richtung entsprechende Mittel aufweisen.
Sofern Düsen verwendet werden, die bzw. deren Ausgabeöffnungen
in ihrer Stellung verändert werden können, ist vorzugsweise
vorgesehen, daß diese Düsen in ihren Stellungen fixierbar sind.
Ferner kann die erfindungsgemäße Vorrichtung einen oder mehrere
Sensoren aufweisen. Solche Sensoren können beispielsweise der
artige Kennwerte erfassen, die in der DE 43 17 486 A1 darge
stellt sind, bzw. gemäß dieser Druckschrift erfaßt werden. Zu
mindest ein Teil dieser erfaßten Kennwerte wird bevorzugt zur
Steuerung des Feuchtigkeitsgehalts des Garns verwendet.
Die Aufbereitung des Fluids kann im Bereich der jeweiligen Düse
erfolgen oder an einer entfernteren Stelle, von der es über ein
Leitungssystem zur Düse bzw. Spulstelle geführt wird. Die Auf
bereitung des Fluids kann ferner zentral oder dezentral erfol
gen, wobei unter zentral zu verstehen ist, daß das durch unter
schiedliche Düsen abgegebene Fluid an im wesentlichen der glei
chen Stelle aufbereitet wird, und wobei unter dezentral zu ver
stehen ist, daß das durch unterschiedliche Düsen abgegebene
Fluid separat aufbereitet wird. Die zentrale Aufbereitung des
Fluids kann insbesondere derart sein, daß Fluid, welches durch
unterschiedliche Düse der gleichen (Spul)Maschine und/oder
Spulstrecke abgegeben werden soll, zentral bzw. an der gleichen
Stelle aufbereitet wird, oder derart, daß Fluid, welches durch
unterschiedlichen (Spul)Maschinen und/oder Spulstrecken zuge
ordnet ist, zentral bzw. an der gleichen Stelle aufbereitet
wird. In entsprechender Weise kann die dezentrale Fluidaufbe
reitung für das jeweilige Fluid separat erfolgen, das durch un
terschiedliche Düsen einer gleichen (Spul)Maschine bzw.
Spulstrecke abgegeben werden soll, oder für das jeweilige
Fluid, das durch Düsen abgegeben werden soll, die unterschied
lichen (Spul)Maschinen bzw. Spulstrecken zugeordnet ist. Auch,
im wesentlichen beliebige, Kombinationen der genannten Gestal
tungsmöglichkeiten sind bevorzugt.
In bevorzugter Gestaltung wird das Fluid im Rahmen der Aufbe
reitung oder nach der Aufbereitung gefiltert. Dieses Filtern
kann beispielsweise so gestaltet sein, daß feste Bestandteile
bzw. Verunreinigungen aus dem Fluid herausgefiltert werden. Zum
Filtern kann eine geeignete Filtereinrichtung vorgesehen sein,
die beispielsweise im Leitungssystem vorgesehen ist, über das
das Fluid zur Ausgabeöffnung geleitet wird.
Im Bereich der Düse ist vorzugsweise wenigstens ein Ventil vor
gesehen, und zwar insbesondere ein - gegebenenfalls einstellbares
- Drosselventil und/oder ein Sperrventil. Bevorzugt ist
ferner, daß im Bereich der Düse ein - gegebenenfalls einstell
bares - Rückschlagventil vorgesehen ist, welches sicherstellt,
daß Fluid aus der Düse nur dann entweicht, wenn es unter einem
durch das Rückschlagventil vorgegebenen Mindestdruck steht.
Bevorzugt ist ferner, daß mehrere Düsen an einer Art Revolver
kopf angeordnet sind. Dieser Revolverkopf kann beispielsweise
derart gestaltet sein, daß sich durch Drehung eines scheibenar
tigen Elements jeweils eine Düse auswählen läßt, durch die das
zugeführte Fluid abgegeben werden kann. Es können auch Ventil
einrichtungen vorgesehen sein, die es ermöglichen, diejenigen
Düsen auszuwählen, die, gegebenenfalls gleichzeitig, Fluid ab
geben sollen.
Vorzugsweise sind Fluidführungseinrichtungen, wie beispielswei
se Luftleitbleche, vorgesehen, die dazu bestimmt sind, Lufttur
bulenzen zu verringern oder zu vermeiden. Derartige Luftleit
bleche können beispielsweise aus Kunststoff bestehen.
Bevorzugt ist ferner eine Absaugeinrichtung vorgesehen, die si
cherstellt, daß der Feuchtigkeitsanteil in der Umgebungsatmo
sphäre nicht zu stark ansteigt. Eine derartige Absaugeinrich
tung kann beispielsweise derart positioniert sein, daß ihre
Saugöffnung auf der düsenabgewandten Seite eines frei angeord
neten, mit Fluid angeströmten Fadenabschnitts positioniert ist.
Dies bedeutet insbesondere, daß die Saugöffnung der Absaugein
richtung und die Ausgabeöffnung der Düse einander zugewandt
sind.
Die Aufgabe wird ferner gelöst durch eine Fluidausgabeeinrich
tung gemäß Anspruch 19.
Die Fluidausgabeeinrichtung weist eine Ausgabeöffnung mit einem
Ausgabequerschnitt auf. Durch diesen Ausgabequerschnitt wird
das ausströmende Medium in Richtung des zu behandelnden Garns
bewegt. Der Ausgabequerschnitt wird von einer Ausgabewandung
begrenzt. An jeder Stelle des Ausgabequerschnitts existieren
zwei gegenüberliegende Wandungen, deren Abstand kleiner als
500 µm ist. Bevorzugt ist dieser Abstand kleiner 400 µm oder
kleiner 300 µm als oder kleiner als 200 µm oder kleiner als
100 µm. In besonders bevorzugter Gestaltung ist dieser Abstand
kleiner als 80 µm, bevorzugt kleiner als 70 µm.
Vorzugsweise ist vorgesehen, daß dieser Abstand im Bereich zwi
schen 20 und 70 µm gegeben ist. Besonders bevorzugt beträgt
dieser Abstand zwischen 30 und 50 µm.
Die erfindungsgemäße Fluidausgabeeinrichtung, die insbesondere
als Düse gestaltet ist, kann eine oder mehrere Ausgabeöffnungen
aufweisen.
Besonders bevorzugt weist die Fluidausgabeeinrichtung eine Aus
gabeöffnung mit einer schlitzförmigen oder runden oder in son
stiger Weise geformten Querschnittsfläche auf.
Die Fluidausgabeeinrichtung kann auch mehrere Ausgabeöffnungen
mit identisch oder unterschiedlich gestalteten Querschnittsflä
chen aufweisen. Beispielsweise können mehrere runde Quer
schnittsflächen vorgesehen sein.
Die Außenkontur der Fluidausgabeeinrichtung kann zylindrisch
oder kegelförmig oder kugelförmig auf sonstige Art gestaltet
sein, und zwar insbesondere in dem Bereich, in dem die Ausgabe
öffnung vorgesehen ist.
Vorzugsweise wird die erfindungsgemäße Fluidausgabeeinrichtung
in einem erfindungsgemäßen Verfahren oder in einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung verwendet, um das Garn mit Fluid zu behan
deln.
Das erfindungsgemäße Verfahren, die erfindungsgemäße Vorrich
tung sowie die erfindungsgemäße Fluidausgabeeinrichtung werden
besonders bevorzugt zur Garnherstellung, wie beispielsweise in
einem Spinnprozeß, oder zur Weiterverarbeitung von Garn, wie
beispielsweise in einem Verfahren bzw. einer Vorrichtung zum
Herstellen von flächenförmigen Anordnungen aus Wickelgut, wie
Stoffen oder dergleichen, verwendet.
Das erfindungsgemäße Verfahren, die erfindungsgemäße Vorrich
tung sowie die erfindungsgemäße Fluidausgabeeinrichtung können
insbesondere verwendet werden, um den Feuchtigkeitsgehalt eines
Garns kontinuierlich zu steuern, und zwar insbesondere ab
schnittsweise in im wesentlichen definierten Abschnitten des
Garns.
Die erfindungsgemäßen Gestaltungen lassen sich auch in beste
hende Maschinen, wie Spulmaschinen, nachträglich integrieren.
Es sei angemerkt, daß die Erfindung auch in Kombination mit den
als Stand der Technik angegebenen Gestaltungen verwendet werden
kann. Ferner sei angemerkt, daß die erfindungsgemäßen Gestal
tungen auch in einer Weise vorgesehen oder kombiniert werden
können, bei der die dargestellten Nachteile des Standes der
Technik nicht oder nur teilweise vermieden werden. Die Erfin
dung kann beispielsweise auch verwendet werden, um eine gewisse
Kräuselneigung des Garns zu bewirken, und zwar insbesondere ge
steuert. Diese Kräuselneigung ist zwar für diverse Weiterverar
beitungsprozesse unerwünscht; es gibt allerdings auch Anwendun
gen, in denen eine, insbesondere bestimmte, Kräuselneigung des
Garns gewünscht wird.
Im folgenden werden nun einige Aspekte der Erfindung anhand der
Figuren näher erläutert, ohne daß die Erfindung hierdurch be
schränkt werden soll.
Dabei zeigt:
Fig. 1 eine beispielhafte erfindungsgemäße Vorrichtung in
schematischer Ansicht; und
Fig. 2 eine beispielhafte erfindungsgemäße Vorrichtung in
schematischer Ansicht.
Die in Fig. 1 gezeigte Vorrichtung 1 weist eine Aufbereitungs
kammer 10 zum Aufbereiten von Fluid, ein Leitungssystem 12, ei
ne Düsenanordnung 14, eine Anordnung 16 aus Spulen bzw. Um
lenkrollen auf sowie eine Steuereinrichtung 17.
Das Wickelgut, hier als Garn 18 bezeichnet, wird mittels der
Anordnung 16 entlang einer Spulstrecke 20 geführt.
In der Darstellung gemäß Fig. 1 erstreckt sich diese Spulstrec
ke 20 von der Spule 22, von der das Garn 18 abgewickelt wird,
vorbei an den Umlenkrollen 24, 26, 28 sowie der von der An
triebswelle 30 angetriebenen Nuttrommel 32 zur zu bewickelnden
Spule 34.
Im Bereich der Umlenkrollen 24, 26, 28, werden gegebenenfalls
weitere, über das Umlenken hinausgehende Funktionalitäten aus
geführt. Beispielsweise können hier lose am Garn anliegende Fa
sern mittels Reinigern abgestreift werden oder Schichten, wie
Wachs, auf das Garn aufgetragen werden. Ferner kann hier eine
Knoteinrichtung gegeben sein oder Sensoren, die beispielsweise
erkennen können, ob ein Fadenbruch gegeben ist.
Von der Aufbereitungskammer 10 wird das in dieser - hier zen
tral und an einer von den jeweiligen Düsen entfernten Stelle -
aufbereitete Fluid über das Leitungssystem 12, in dem gegebe
nenfalls Ventile oder Drosseln 36, 38, 40 vorgesehen sind, zu
den Düsenköpfen 42, 44 geleitet. In dem Leitungssystem 12 ist
ferner eine Filtereinrichtung 45 vorgesehen, welche dazu be
stimmt ist feste Partikel bzw. Verunreinigungen aus dem Fluid
herauszufiltern.
Der Filtereinrichtung 45 kann, wie in Fig. 1 dargestellt, eine
Regel- bzw. Steuereinheit 47 nachgeschaltet sein, durch welche
der Druck des Fluids, und gegebenenfalls weitere Kennwerte des
Fluids, wie Temperatur oder chemische Zusammensetzung, nachge
regelt werden.
Diese Düsenköpfe 42, 44 weisen jeweils eine oder mehrere Dü
sen 46, 48 auf, die mit ihren Öffnungen auf das Garn 18 gerich
tet sind, um das Garn 18 zu befeuchten.
Der Drosselkopf 42 ist mit seiner bzw. seinen Öffnungen auf ei
nen freien Garnabschnitt 50 gerichtet, in dem das Garn als Ein
zelfaden gegeben bzw. geführt ist.
Der Drosselkopf 44 ist mit seiner bzw. seinen Öffnungen auf den
Garnwickelkörper 52 gerichtet, der sich beim Spulen auf der
Nuttrommel 32 bildet.
Fig. 2 verdeutlicht, daß mit einem erfindungsgemäßen Verfahren
bzw. mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung die auf unter
schiedlichen Spulstrecken gespulten Fäden gleichzeitig behan
delt, insbesondere befeuchtet werden können. Die Anzahl dieser
unterschiedlichen Spulstrecken ist grundsätzlich beliebig und
kann beispielsweise 40 sein.
In der in Fig. 2 dargestellten Gestaltung wird das für unter
schiedliche Spulmaschinen bzw. Spulstrecken bestimmte Fluid
zentral aufbereitet.
1
erfindungsgemäße Vorrichtung
10
Aufbereitungskammer
12
Leitungssystem
14
Düsenanordnung
16
Anordnung aus Spulen bzw. Umlenkrollen
17
Steuereinrichtung
18
Garn
20
Spulstrecke
22
Spule
24
Umlenkrolle
26
Umlenkrolle
28
Umlenkrolle
30
Antriebswelle
31
angetriebene Spule
32
von
30
angetriebene Nuttrommel
34
zu bewickelnde Spule
36
Ventil oder Drossel
38
Ventil oder Drossel
40
Ventil oder Drossel
42
Düsenkopf
44
Düsenkopf
45
Filtereinrichtung
46
Düse
48
Düse
50
freier Garnabschnitt
52
Garnwickelkörper
Claims (20)
1. Verfahren zum Behandeln von Wickelgut (18) mit den Schrit
ten:
- - Spulen des Wickelguts (18) in einem Spulprozeß; und
- - Behandeln des Wickelguts (18) mit einem Fluid
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Wickelgut (18) in einem Abschnitt mit dem Fluid behandelt
wird, der in einem im wesentlichen atmosphärisch offenen
Bereich angeordnet ist.
3. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Fluid aus einer Fluidausgabeein
richtung zugeführt wird, die mit wenigstens einer Ausgabe
öffnung versehen ist, aus welcher das Fluid austritt und
an welcher ein jeweiliger Abschnitt des Wickelguts (18)
vorbeigeführt wird, wobei das Fluid aus der Ausgabeöffnung
in den Bereich dieses Abschnitts bewegt wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß vorbestimmte Kennwerte des Fluids ein
gestellt werden.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Wickelgut (18) an unterschiedlichen,
in Spulrichtung beabstandeten Stellen der Spulstrec
ke mit Fluid behandelt wird.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Feuchtigkeitsgehalt des Wickel
guts (18) erfaßt wird.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Feuchtigkeitsgehalt des Wickel
guts (18) gesteuert wird.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Wickelgut (18) in einem Ab
schnitt (50) mit Fluid behandelt wird, der frei angeordnet
ist.
9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Wickelgut (18) im Bereich eines
Wickelgut-Wickelkörpers mit Fluid behandelt wird, und zwar
insbesondere in einem radial außen gelegenen Bereich des
Wickelkörpers.
10. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Fluid aus einem Ausgabequerschnitt
in Richtung wenigstens eines Abschnitts des Wickel
guts (18) abgegeben wird und dieser Ausgabequerschnitt un
ter vorbestimmten Gegebenheiten relativ zur Spulstrecke
bewegt wird.
11. Verfahren nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß das Fluid mittels wenig
stens einer Düse (46, 48) in Richtung des Wickelguts (18)
aufgebracht wird, und zwar insbesondere, um das Wickel
gut (18) zu befeuchten oder zu trocknen.
12. Vorrichtung zum Behandeln von Wickelgut (18) mit Fluid,
welche eine Spuleinrichtung (22, 24, 26, 28, 32, 34) auf
weist, sowie eine Fluidausgabeeinrichtung (46, 48) mit we
nigstens einer Fluidausgabeöffnung, dadurch gekennzeich
net, daß die Fluidausgabeöffnung derart zur Spulstrec
ke (20) angeordnet ist, daß das zu behandelnde Wickel
gut (18) während des Spulprozesses an dieser Fluidausgabe
öffnung vorbeibewegt wird und aus der Fluidausgabeöffnung
strömendes Fluid auf einen im wesentlichen vor dieser Öff
nung jeweils angeordneten Abschnitt des Wickelguts (18)
strömt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die Fluidausgabeeinrichtung wenigstens eine Düse (46, 48)
aufweist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 und 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fluidausgabeeinrichtung (46, 48)
wenigstens zwei Düsen (46, 48) aufweist, wobei die Quer
schnittsflächen der Ausgabeöffnungen dieser Düsen (46, 48)
nicht parallel zu einander angeordnet sind.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, gekenn
zeichnet durch wenigstens eine Steuereinrichtung (17) zur
Steuerung des Feuchtigkeitsgehalts des Wickelguts (18).
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 15, gekenn
zeichnet durch wenigstens eine Sensoreinrichtung.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 16 dadurch ge
kennzeichnet, daß wenigstens eine Ausgabeöffnung relativ
beweglich zur Spulstrecke angeordnet ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fluidausgabeeinrichtung derart mit
der Spuleinrichtung gekoppelt ist, daß der von der Flui
dausgabeeinrichtung abgegebene Volumenstrom von der Spul
geschwindigkeit beeinflußt wird.
19. Fluidausgabeeinrichtung für eine Vorrichtung zum Behandeln
von Wickelgut (18) mit Fluid, die wenigstens eine Ausgabe
öffnung mit einem Ausgabequerschnitt aufweist, durch wel
chen das ausströmende Fluid bewegt wird und welcher von
einer Wandung begrenzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß
an jeder Stelle dieses Ausgabequerschnitts in wenigstens
einer Richtung der Abstand zweier gegenüberliegender Wan
dungsabschnitte kleiner als 0,5 mm ist.
20. Fluidausgabeeinrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekenn
zeichnet, daß wenigstens ein Ausgabequerschnitt einer Aus
gabeöffnung schlitzförmig gestaltet ist.
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