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DE1011696B - Verfahren zur elektrophoretischen, kontinuierlichen Herstellung von zusammenhaengenden Bahnen aus einer Puelpe kalzinierten Glimmers - Google Patents

Verfahren zur elektrophoretischen, kontinuierlichen Herstellung von zusammenhaengenden Bahnen aus einer Puelpe kalzinierten Glimmers

Info

Publication number
DE1011696B
DE1011696B DES46342A DES0046342A DE1011696B DE 1011696 B DE1011696 B DE 1011696B DE S46342 A DES46342 A DE S46342A DE S0046342 A DES0046342 A DE S0046342A DE 1011696 B DE1011696 B DE 1011696B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mica
pulp
continuous production
electrophoretic
puelpe
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES46342A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Meteorologe Hans-W Rotter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES46342A priority Critical patent/DE1011696B/de
Publication of DE1011696B publication Critical patent/DE1011696B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D1/00Electroforming
    • C25D1/12Electroforming by electrophoresis
    • C25D1/14Electroforming by electrophoresis of inorganic material

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

DEUTSCHES
Es ist bekannt, Glimmer trocken zu vermählen, in eine flüssige Suspension überzuführen und dann elektrophoretisch beispielsweise auf später als Glühkathoden dienende Teile od. dgl. niederzuschlagen. Wenn dabei dem Glimmer nicht ein organisches Bindemittel oder Bentonit od. dgl. in der Suspension zugesetzt wird, läßt sich nach dem Trocknen der niedergeschla,-gene Belag leicht wieder abwischen. Freitragende Glimmerschichten lassen sich auf diese Weise nur bei sehr hohem Bindemittelzusatz herstellen.
Ferner ist es bekannt, auf durchlaufende Drähte in dieser Weise isolierende Überzüge aufzutragen, die dann, z. B. durch Sintern, verfestigt werden. Diese Überzüge verbleiben dauernd auf dem Draht.
Nach einem früheren Vorschlag erhält man auch ohne Zusatz von Bindemittel gut zusammenhängende Schichten, wenn man den Niederschlag aus wäßriger Dispersion, also einer Pulpe, herstellt. Zu einer solchen Pulpe gelangt man, wenn man dem Glimmer durch Kalzination einen Teil seines Kristallwassers entzieht. Er blättert dabei auf. Anschließend wird er in Wasser gegebenenfalls unter schwachem Säurezusatz zerkleinert. Die so erhaltene Suspension läßt man eine Zeitlang stehen, bis sich die gröberen Glimmerteilchen absetzen und nur noch die feineren Glimmerteilchen von einigen μ Durchmesser, gegebenenfalls herab bis zu einem Bruchteil eines μ, in der Schwebe bleiben. Der obere Teil der Flüssigkeit wird abgegossen, der Rest noch einmal nachgemahlen und dann ähnlich weiterbehandelt. Es können dann noch Bindemittel zugegeben werden, z. B. Emulsion von hitzebeständigen Kunstharzen u. dgl. Nachdem nun durch Säurezusatz oder -entzug ein bestimmter Pj.rWert eingestellt ist, wird diese Pulpe elektrophoretisch auf einer Elektrode niedergeschlagen. Die Teilchen dieser Pulpe haften gut aneinander. Nach dem Trocknen ergibt sich eine gut zusammenhängende Schicht, die um so dichter ist, je feiner die gemahlenen Glimmerteilchen sind.
Schließlich ist es auch bekannt, aus einer Glimmerpülpe mit allerdings viel gröberen Teilchen nach der Art der Papierherstellung zusammenhängende Glimmerfolien zu erzeugen, indem man die Glimmerpülpe, ganz ähnlich wie die Papierpülpe, auf Siebe, Gewebe od. dgl. ausgießt und die Flüssigkeit ablaufen läßt oder absaugt.
Auch nach der Erfindung werden aus einer Pulpe kalzinierten Glimmers zusammenhängende Glimmerbahnen hergestellt, jedoch nicht nach dem bei der Papiertechnik üblichen Siebverfahren, sondern, durch die oben beschriebene Elektrophorese. Man erhält dadurch den Vorteil, daß sich schon in der Pulpe selbst ein dichter, auf der Unterlage festsitzender Glimmerbelag bildet, und zwar verhältnismäßig rasch, ohne
Verfahren zur elektrophoretischen,
kontinuierlichen Herstellung von
zusammenhängenden Bahnen aus einer
Pulpe kalzinierten Glimmers
Anmelder:
Siemens-Schuckertwerke
Aktiengesellschaft, Berlin und Erlangen,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Dipl.-Meteorologe Hans-Wemer Rotter, Nürnberg,
ist als Erfinder genannt worden
daß die Flüssigkeit abgesaugt zu werden braucht. Auch läßt sich die Dicke des Niederschlages leicht, z. B. durch Änderung der Niederschlagszeit, einstellen und insbesondere lassen sich auch viel feinere zusammenhängende Folien gewinnen als bei dem Siebverfahren.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert, wobei die Anordnung als solche nicht Gegenstand der Erfindung ist. In einem als Kathode dienenden Gefäß mit halbkreisförmigem Wannenboden 1 (Fig. 1), in dem sich die Glimmerdispersion 2 befindet, läuft eine als Anode dienende Trommel 3, die ein Förderband aus elektrisch durchlässigem Material 4 über die Rollen 5, 6 und 7 durch die Dispersion bewegt. Auf dieses Band werden die Glimmerteilchen nach Anlegen einer Gleichspannung als. fortlaufende Folie 8 niedergeschlagen. Dieses Band 4 mit der Folie 8 läuft durch einen Ofen 9, wo der Glimmerfolie eventuell verstärkt durch umlaufende Heißluft und durch zusätzliche Anwendung einer Saugeinrichtung das Wasser entzogen, wird. Nach der Trocknung kann die Glimmerfolie bei der Umlenkwalze 7 abgehoben und auf die Vorratswalze 10 aufgewickelt werden.
Vorteilhaft ist bei dieser Art der Anordnung, daß die für die Bedeckung wirksame Anodenfläche kleiner als die Kathodenfläche ist. Der wesentliche Unterschied der elektrophoretischen Folienherstellung zu der Anwendung eines Saugzellentrommielfilters ist der, daß hier die sehr komplizierte und daher auch teuere Trommel durch eine einfache Metallwalze ersetzt wird. Ferner werden keine großen Wassermengen befördert, sondern, nur die Glimmerteilchen, und schließlich ist die Folienstärke durch Änderung der Spannung leicht zu variieren.
709 586/360
1 Oil
Ein anderes Beispiel zeigen Fig. 2 und 3. Ein endloses leitendes Band 4, z. B. ein Kupferband, läuft über eine Rolle 11, durch einen mit Pulpe 2 gefüllten Behälter 12 über eine beheizte Trockentrommel 13 und eine Reihe weiterer Trockenwalzen 14 zu einer Umlenkrolle 15 und wandert von da aus wieder zur Rolle 11 zurück. Das Band ist auf der einen Seite mit einer Isolierschicht 16, beispielsweise einer Lackschicht, versehen. Auf die andere Seite läuft von einer Vorratsrolle 17 eine dünne, etwas poröse Papierbahn 18 auf. Eine Kontaktwalze 19 läuft auf der nicht isolierten Seite des Bandes 4 und erhält über einen Schleifkontakt 20 Spannung, die auf diese Weise auch der blanken Seite des Bandes zugeführt wird.
In dem Trog 12 läuft das Band an einer Elektrode 21, die am Gegenpotential liegt, vorbei. Außerdem sind Mittel vorgesehen, um gleichmäßige Eigenschaften der Pulpe 2 zu gewährleisten. Sie bestehen aus Rühr-, Umwälzvorrichtungen, Zuleitungen für neue Pulpe und Ableitungen für verarmte Pulpe. Sie sind in der Zeichnung der Einfachheit halber weggelassen.
Beim Vorbeiwandern an der Elektrode 21 belädt sich die Papierbahn 18 mit einer elektrophoretisch niedergeschlagenen Glimmerschicht. Diese Schicht trocknet im Bereich der Walzen 13,14. Bei 22 wird nun die die Glimmerfolie tragende Papierschicht von dem Band 4 entfernt und anschließend kann die Glimmerschicht von der Papierbahn abgenommen werden. Natürlich kann man auch die Papierbahn als endloses Band mit dem Band 4 laufen' lassen. Auf diese Weise ist es möglich, einfach und rasch Glimmerfolien einstellbarer Stärke und mit guten mechanischen und elektrischen Eigenschaften herzustellen.
Unter Umständen kann man kontinuierlich auf die gewonnene Glimmerfolie Lack auftragen, aufspritzen, Isolier- oder Metallfolien aufkleben usw. Statt der Papierbahn kann man auf das endlose Band auch ein Gewebe, z. B. aus Glasfasern, auflaufen lassen, das dann durch die niedergeschlagene Pulpe gedichtet wird. Man erhält auf diese Weise eine mit Fasern durchzogene Glimmerschicht. Auf solche und ähnliche Weise kann das erhaltene Produkt den jeweiligen Wünschen entsprechend variiert werden.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Anwendung des Verfahrens zum elektrophoretischen Abscheiden einer Glimmerschicht aus einer Pulpe kalzinierten Glimmers auf die kontinuierliche Herstellung von zusammenhängenden Bahnen aus einem solchen Stoff.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Pulpe auf ein endloses leitendes Band niedergeschlagen wird, von dem der Niederschlag anschließend abgenommen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Pulpe auf einer als Zwischenlage dienenden Faserstoffbahn, insbesondere einer Papierbahn, niedergeschlagen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das endlose Band auf der der Niederschlagsseite entgegengesetzten Seite mit einem isolierenden Überzug versehen wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Britische Patentschrift Nr. 655 763;
deutsche Patentschrift Nr. 899 889.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 586B5O 6.57
DES46342A 1955-11-12 1955-11-12 Verfahren zur elektrophoretischen, kontinuierlichen Herstellung von zusammenhaengenden Bahnen aus einer Puelpe kalzinierten Glimmers Pending DE1011696B (de)

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DE (1) DE1011696B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1279155B (de) * 1964-08-17 1968-10-03 English Electric Co Ltd Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung folien- bzw. bandfoermiger Isolierschichten durch elektrophoretische Abscheidung
FR2529914A1 (de) * 1982-07-08 1984-01-13 T & N Materials Res Ltd

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB655763A (en) * 1943-01-15 1951-08-01 Sprague Electric Co Improvements in or relating to the electrophoretic coating of articles of electrically conducting material
DE899889C (de) * 1942-02-06 1953-12-17 Lorenz C Ag Verfahren zum UEberziehen von fortlaufenden Draehten oder Baendern mittels Elektrophorese

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