DE10116834A1 - Eistückchenbereiter - Google Patents
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Abstract
Ein Eisstückchenbereiter umfasst einen Träger (35) mit einer Mehrzahl von Behältern (36) und mit Mitteln (6) zum lösbaren Befestigen des Eisstückchenbereiters an einer Unterseite einer horizontalen Fläche.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Eisstückchenbereiter und ein mit einem solchen Eis
stückchenbereiter ausgestattetes Kältegerät.
Eiswürfelbereiter für die Verwendung in Haushaltskältegeräten haben meist die Form ei
nes flachen Trägers, der in in eine Mehrzahl von Kammern oder Behältern unterteilt ist,
die mit Wasser gefüllt und in einem Gefrierschrank oder im Gefrierfach eines Kombinati
ons-Kältegeräts eingefroren werden können.
Ein Problem derartiger Eiswürfelbereiter ist, dass sie exakt horizontal stehen müssen,
damit das Wasser nicht auslaufen und sich im Kältegerät verteilen kann. Dies kann die
Eiswürfelbereitung für einen Benutzer ausgesprochen beschwerlich machen, denn häufig
ist in einem teilgefüllten Gefrierfach nicht genügend Abstellfläche auf einem Fachboden
vorhanden, um einen Eiswürfelbereiter darauf unterzubringen, so dass das in dem Fach
befindliche Gefriergut erst aufwendig umgeräumt werden muss, um Platz zu schaffen.
Den Eiswürfelbereiter auf das bereits im Fach befindliche Gefriergut zu stellen, ist wenig
zweckmäßig, weil dieses dadurch erwärmt wird und darüber hinaus die Gefahr besteht,
dass bei unsicherem Stand der Eiswürfelbereiter abrutscht, Wasser ausläuft und das Ge
friergut im Fach festfriert.
Eine bekannte Lösung dieses Problems ist, in einem Gefriergerät ein sehr niedriges Fach
mit ausziehbarem Boden vorzusehen, dessen Höhe so bemessen ist, dass sie zum Auf
nehmen eines Eiswürfelbereiters bzw. von Kühlakkus ausreicht. Nachteilig ist dabei je
doch, dass das Volumen dieses Fachs für anderes Kühlgut auf Dauer nicht nutzbar ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher, einen Eisstückchenbereiter zu schaffen,
der in einem Gefrierfach eines Kältegeräts bequem, platzsparend und sicher angeordnet
werden kann, ohne dass dadurch Nutzvolument in dem Fach blockiert wird, wenn der
Eiswürfelbereiter nicht benötigt wird.
Die Aufgabe wird gelöst durch einen Eisstückchenbereiter, der Mittel zum lösbaren Befes
tigen an einer Unterseite einer horizontalen Fläche aufweist. Dies ermöglicht die abgehängte
Anbringung des Eisstückchenbereiters unter dieser horizontalen Fläche, in einem
Volumen, dass bei unvollständiger Füllung des Fachs mit Gefriergut meist verfügbar ist.
Der Eisstückchenbereiter kann daher meist angebracht werden, ohne dass ein Umräu
men von Gefriergut erforderlich ist. Die Verankerung an der horizontalen Fläche gewähr
leistet auch Sicherheit gegen ein unbeabsichtigtes Umkippen. Wenn der Eisstückchenbe
reiter nicht montiert ist, kann das entsprechende Volumen für beliebiges anderes Gefrier
gut genutzt werden.
Als Mittel zum Befestigen kommen insbesondere Vorsprünge oder Laschen zum Ineinan
dergreifen mit komplementären Laschen bzw. Vorsprüngen der Unterseite der horizonta
len Flächen in Frage. Zweckmäßigerweise sind die Vorsprünge und Laschen so angeord
net, dass sie eine horizontale Bewegung des Eisstückchenbereiters zum Lösen von der
Unterseite bzw. zum Befestigen an ihr zulassen. Zum Sichern der Befestigung ist zweck
mäßigerweise ein Riegel vorgesehen.
Nach eine bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung umfasst der Eisstückchenbereiter ein
Gestell, an dem die Mittel zum lösbaren Befestigen angeordnet sind, und in das wenigs
tens ein Träger einschiebbar ist. Ein solches Gestell kann ein Benutzer so lange montiert
lassen, wie er mit häufigem Gebrauch des Eiswürfelbereiters rechnet; es kann durch ein
faches Hereinschieben des Trägers bestückt werden. Wenn der Inhalt des Trägers gefro
ren ist, wird der Träger entnommen, das Gestell aber kann am Ort verbleiben, um erneut
bestückt zu werden.
Bei einem besonders an dem erfindungsgemäßen Eisstückchenbereiter angepassten
Kältegerät sind zu den Mitteln zum lösbaren Befestigen des Eisstückchenbereiters kom
plementäre Befestigungsmittel vorzugsweise an wenigstens zwei Orten im Kältegerät an
geordnet. Dies gibt dem Benutzer die Möglichkeit, den Eisstückchenbereiter an dem je
weils besser zugänglichen der zwei Orte zu montieren.
Vorzugsweise liegen die wenigstens zwei Orte auf verschiedenen Seiten einer vertikalen
Mittelebene des Kältegeräts. So ist bei einem Kältegerät mit vertauschbarem Türanschlag
unabhängig von der jeweils gewählten Türanschlagseite einer der zwei Orte gut zugäng
lich.
Vorzugsweise sind die komplementären Befestigungsmittel an einem Fachboden ange
ordnet. An einem solchen Fachboden, bei dem es sich um ein Kunststoff-Spritzgußteil
handeln kann, können die Befestigungsmittel mit geringem Aufwand angeformt werden,
und im Falle eines Defekts eines Befestigungsmittels ist es ohne Schwierigkeiten möglich,
den betroffenen Fachboden auszutauschen.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Be
schreibung von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die beigefügten Figuren. Es zeigen:
Fig. 1 eine Teilansicht eines Kältegeräts, das mit einem Gestell eines Eisstückchenberei
ters gemäß der Erfindung ausgestattet ist;
Fig. 2 einen Schnitt durch das Gestell eines Eisstückchenbereiters gemäß einer ersten
Ausgestaltung der Erfindung;
Fig. 3 eine Draufsicht auf das Gestell aus Fig. 2;
Fig. 4 eine Seitenansicht eines in dem Gestell montierten Trägers;
Fig. 5 eine Draufsicht auf einen Fachboden, an dem das Gestell montierbar ist;
Fig. 6 einen Schnitt durch den Fachboden aus Fig. 5; und
Fig. 7 eine Seitenansicht eines Eisstückchenbereiters gemäß einer zweiten Ausgestal
tung der Erfindung.
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Teilansicht eines Kombinationskältegeräts mit einem
Gefrierfach 1 bei geöffneter Tür 2. Die Tür 2 ist an der linken Seite des Gehäuses des
Kältegeräts angeschlagen. Ein Gestell 3 eines Eisstückchenbereiters ist an der Unterseite
eines Fachbodens 4 abgehängt.
Das Gestell 3 ist im wesentlichen quaderförmig und an seiner der Tür 2 zugewandten
Vorderseite sowie an seiner Unterseite offen.
Die Figs. 2 und 3 zeigen genauer den Aufbau des Gestells 3. Fig. 2 ist ein Längsschnitt
durch das Gestell entlang einer in Fig. 3 mit A-A bezeichneten Ebene. An der im wesentli
chen geschlossenen Oberseite 5 des Gestells sind vier sich im wesentlichen horizontal
erstreckende Haken 6 angeformt, die vorgesehen sind, um bei der Anbringung des Ge
stells 3 am Fachboden 4 von vorn in unterhalb des Fachbodens 4 angebrachte Ösen 7
(siehe Fig. 4, 5) eingeschoben zu werden. Das freie Ende der Haken 6 ist jeweils in Rich
tung des hinteren Endes der Oberseite 5 des Gestells 3 hin orientiert, so dass das Gestell
3 durch einfaches Einschieben in Tiefenrichtung am Fachboden 4 montierbar ist.
Ein Riegel 8 ist in Form einer flexiblen Zunge ausgebildet, die am Vorderende der Ober
seite 5 durch zwei beiderseits der Mittelebene A-A symmetrisch angeordnete Schlitze 9
aus der Oberseite 5 frei geschnitten ist. Der Riegel 8 weist einen nach oben über die O
berseite 5 hinausgreifenden Rastvorsprung 10, eine zum bequemen Hinunterdrücken mit
dem Finger abgeschrägte, konkave Vorderseite 11 sowie einen sich schräg nach vorn
und nach unten erstreckenden Greifabschnitt 12 auf, der es ermöglicht, den Riegel 8 mit
zwei Fingern zu fassen, um ihn zum Entriegeln nach unten und zum Lösen des Gestells 3
vom Fachboden 4 nach vorne zu ziehen.
Die Seitenwände 13 des Gestells 3 weisen an ihren Innenseiten vertikal orientierte Ver
stärkungsrippen 14 sowie horizontal orientierte obere und untere Führungsschienen 15
bzw. 16 auf. Die oberen Führungsschienen 15 weisen jeweils einen sich über den größe
ren Teil der Länge der Seitenwand 13 erstreckenden, horizontalen Hauptabschnitt 17 so
wie nach vorn (nach rechts in Fig. 2 bzw. nach unten in Fig. 3) daran anschließend einen
sich unter einem Winkel von 10-20° schräg nach oben erstreckenden Einführungsab
schnitt 18 auf. Entsprechend weisen die unteren Führungsschienen 16 jeweils einen hori
zontalen Hauptabschnitt 19 und einen sich unter einem Winkel von 10-20° schräg nach
unten erstreckenden Einführungsabschnitt 20 auf. An den Hauptabschnitten 19 ist jeweils
wenigstens eine Rastvertiefung 27 ausgebildet.
Die oberen und unteren Führungsschienen 15, 16 begrenzen jeweils einen Führungska
nal, in den eine in Fig. 4 in einer Seitenansicht gezeigter flacher Träger mit seinen Seiten
rändern 21 einschiebbar ist. Durch die Einführungsabschnitte 18, 20 ist jeder Führungs
kanal zur offenen Vorderseite des Gestells 3 hin aufgeweitet, um so das Einführen des
Trägers 23 zu erleichtern. An den Unterseiten beider Seitenränder 21 ist jeweils ein Vorsprung
22 angeformt, der bei vollständig in den Führungskanal eingeschobenem Träger
23 in der Rastvertiefung (27) der unteren Führungsschiene 16 zu liegen kommt.
Die maximale Einführtiefe des Trägers 23 in den Führungskanal ist festgelegt durch eine
Frontplatte 25 des Trägers, die seitlich über die Seitenränder 21 übersteht und im voll
ständig eingeschobenen Zustand an der vorderen Kante 26 der Seitenwände 13 zu liegen
kommt.
Der Träger 23 ist in eine Vielzahl von Einzelbehältern oder Kammern 28 für jeweils einen
Eiswürfel unterteilt.
Bei der Ausgestaltung der Fig. 2 sind zwei Führungskanäle an jeder Seitenwand 13 vor
handen. Selbstverständlich könnte auch ein einzelner Führungskanal oder mehr als zwei
Führungskanäle vorgesehen sein. Die Einführungsabschnitte 18, 19 benachbarter Füh
rungsschienen sind jeweils an ihren vorderen Enden durch einen vertikalen Stegabschnitt
29 verbunden, der ein Einschieben eines Trägers 23 zwischen zwei Führungskanälen
verhindert.
Fig. 5 zeigt eine Draufsicht auf den Fachboden 4. Er ist aus einem transparenten Kunst
stoff durch Spritzguß geformt und ist aufgebaut aus einer ebenen Ablagefläche 30, die auf
ihrem gesamten Umfang von einem im wesentlichen umgekehrt U-förmigen Verstär
kungsprofil 31 umgeben ist. Die Draufsicht der Fig. 5 zeigt jeweils im rechten und im lin
ken Bereich der Ablagefläche 30 zwei Anordnungen von je vier Ösen 7, die vorgesehen
sind, um jeweils einen der vier an der Oberseite des Gestells 3 ausgebildeten Haken 6
aufzunehmen. Die Ösen 7 sind gebildet durch zwei zur Vorderseite des Fachbodens 4 hin
divergierende vertikale Seitenteile 32, die durch einen horizontalen Steg 33 verbunden
sind. Die divergierende Anordnung der Seitenteile 32 dient dazu, das Einführen der Ha
ken 6 von vorne zu erleichtern.
Es sind zwei Anordnungen von Ösen 7 vorgesehen, damit ein Benutzer das Gestell 3
nach Wahl rechts oder links von der vertikalen Mittelebene des Kältegeräts einhängen
kann. Im Falle eines rechtsseitigen Türanschlags, wie in Fig. 1 gezeigt, wird ein Benutzer
eher eine linksseite Aufhängung des Gestells 3 wählen, da es dann bereits bei einem Öffnungswinkel
der Tür 2 von weniger als 90° möglich ist, einen Träger 23 in das Gestell 3
einzuschieben oder daraus zu entnehmen.
Das nach unten offene U-förmige Verstärkungsprofil 31 hat im Bereich des vorderen Ran
des des Fachbodens 4 die zusätzliche Funktion, den Rastvorsprung 10 des Riegels 8
aufzunehmen.
Selbstverständlich könnten die Ösen 7 oder andere Mittel zum lösbaren Befestigen eines
Gestells in Art des Gestells 3 auch an einer beliebigen anderen horizontalen Unterseite
des Kältegeräts, z. B. an der Decke des Gefrierfachs 1, vorgesehen sein. Denkbar wäre,
sie direkt an die Innenwand des Kältegeräts anzuformen, oder ein Trägerteil für die Befes
tigungselemente an der Decke, etwa durch Kleben oder Verschrauben, zu befestigen.
Eine vereinfachte Ausgestaltung der Erfindung ist in Fig. 7 gezeigt. Bei dieser Ausgestal
tung sind Befestigungshaken 6 sowie ein Riegel 8, die in Aufbau und Funktion jeweils den
entsprechenden Teilen des in den Figs. 2, 3 gezeigten Gestells 3 entsprechen, direkt an
einem in eine Mehrzahl von Eiswürfelkammern 28 unterteilten Träger 35 angeformt. Ein
derartiger Träger kann direkt, ohne zu Hilfenahme eines Gestells in Art des Gestells 3, an
dem Fachboden 4 angebracht werden.
Claims (8)
1. Eisstückchenbereiter (3, 23; 35) mit einem eine Mehrzahl von Behältern aufwei
senden Träger (23; 35), dadurch gekennzeichnet, dass er Mittel (6) zum lösbaren
Befestigen an einer Unterseite einer horizontalen Fläche (4) aufweist.
2. Eisstückchenbereiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel
zum Befestigen (6) Vorsprünge oder Laschen zum Ineinandergreifen mit kom
plementären Laschen bzw. Vorsprüngen der Unterseite sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge und
Laschen (6, 7) eine horizontale Bewegung des Eisstückchenbereiters zum Lösen
von der Unterseite zulassen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch einen Riegel (8) zum wahl
weisen Sperren oder Zulassen der horizontalen Bewegung.
5. Eisstückchenbereiter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, dass er ein Gestell (3) umfasst, an dem die Mittel (6) zum lösbaren
Befestigen angeordnet sind und in das wenigstens ein Träger (23) einschiebbar
ist.
6. Kältegerät mit einem Eisstückchenbereiter (3, 23; 35) nach einem der vorherge
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zu den Mitteln (6) zum lösba
ren Befestigen des Eisstückchenbereiters komplementäre Befestigungsmittel (7)
an wenigstens zwei Orten im Kältegerät angeordnet sind.
7. Kältegerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Orte auf
verschiedenen Seiten einer vertikalen Mittelebene des Kältegeräts liegen.
8. Kältegerät nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die komple
mentären Befestigungsmittel (7) an einem Fachboden (4) angeordnet sind.
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