DE10116698A1 - Regelvorrichtung für pneumatisch betriebene Ejektoren und Ejektoren mit derartigen Regelvorrichtungen - Google Patents
Regelvorrichtung für pneumatisch betriebene Ejektoren und Ejektoren mit derartigen RegelvorrichtungenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Regelvorrichtung (1) zur Regelung eines pneumatisch betriebenen Ejektors (4), der mindestens ein Saugelement (17) mit Vakuum beaufschlagt. Des weiteren betrifft die Erfindung ein System mit einem Ejektor (4), mindestens einem Saugelement (17) und einer Regelvorrichtung (1). DOLLAR A Es soll eine Regelvorrichtung (1) bzw. ein System der genannten Art vorgestellt werden, mit der bzw. mit dem auch bei Stromausfall die Funktionstüchtigkeit des mindestens einen Saugelementes (17) gewährleistet ist. DOLLAR A Erreicht wird dies durch eine Regelvorrichtung (1) zur Regelung eines Ejektors (4), der zwischen einer Arbeitsposition, in der er über eine Versorgungsleitung (3) mit Druck beaufschlagt wird, und einer Ruheposition, in der er von der Versorgungsdruckleitung (3) getrennt ist, schaltbar ist, mit einer Unterdruckkammer (6), bei der die Unterdruckkammer (6) mit dem Unterdruck p¶unter¶ beaufschlagt ist, der in dem mindestens einen Sauglelement (17) vorliegt und in Abhängigkeit vom Druckniveau p¶unter¶ in der Unterdruckkammer (6) die Versorgungsleitung (3), in der der Versorgungsdruck p¶ver¶ herrscht und welche zur Versorgung des pneumatisch betriebenen Ejektors (4) dient, mittels eines Schließkolbens (2) und eines Stellgliedes (10, 12), das mit dem in der Unterdruckkammer (6) herrschenden Unterdruck p¶unter¶ kraftbeaufschlagt ist, in der Ruheposition geschlossen und in der Arbeitsposition geöffnet ist und ein System mit einer derartigen Regelvorrichtung.
Description
Die Erfindung betrifft eine Regelvorrichtung zur Regelung eines pneumatisch
betriebenen Ejektors, der mindestens ein Saugelement mit Vakuum
beaufschlagt. Dieser Ejektor ist zwischen einer Arbeitsposition, in der er über
eine Versorgungsleitung mit Druck beaufschlagt wird, und einer Ruheposition,
in der er von der Versorgungsleitung getrennt ist, schaltbar.
Des weiteren betrifft die Erfindung ein System, das einen Ejektor, mindestens
ein Saugelement und eine Regelvorrichtung der beschriebenen Art umfaßt.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sollen unter dem Begriff Ejektoren
Vorrichtungen verstanden werden, die in der Lage sind, Unterdruck
aufzubauen bzw. zu erzeugen. Damit sind auch Vakuumpumpen, Unterdruck
erzeugende Kolbenarbeitsmaschinen und dergleichen erfaßt.
Hierbei sollen nur pneumatisch betriebene Ejektoren betrachtet werden, d. h.
Ejektoren, die durch Beaufschlagung mit einem Druckmedium in Betrieb
genommen werden. Beispielsweise kann dies eine Turbopumpe sein, bei der
eine auf einer Welle gelagerte Turbine als Antrieb dient und eine Pumpe
antreibt.
Die in Rede stehenden Ejektoren generieren einen Unterdruck, mit dem dann
mindestens ein Saugelement beaufschlagt wird. Die mit Unterdruck
beaufschlagten Saugelemente weisen eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten
auf und werden beispielsweise als Hebewerkzeuge verwendet. Zahlreiche
Einsatzmöglichkeiten bestehen auch bei Verwendung von mit Unterdruck
beaufschlagten Saugelementen als Transport- und/oder Haltevorrichtung. Als
vorteilhaft erweist sich dabei die einfache Handhabung dieser Saugelemente
und ihre im Vergleich zu Greifern und dergleichen schonende und absolut
zerstörungsfreie Fixierung des zu fixierenden Gegenstandes.
Aus den genannten Gründen ist ein Haupteinsatzgebiet von mit Unterdruck
beaufschlagten Saugelementen die glasverarbeitende Industrie, die aufgrund der
überaus zerbrechlichen Glasprodukte ein Interesse an schonenden Hebe-,
Transport- und Haltewerkzeugen hat.
Ebenfalls weit verbreitet ist der Einsatz von mit Unterdruck beaufschlagten
Saugelementen in der Automobilindustrie, die bei der Fertigung von
Kraftfahrzeugen und hier insbesondere beim Handling von lackierten
Karosserieteilen unter Qualitätsgesichtspunkten auf einen schonenden Umgang
bei diesen Teilen angewiesen ist.
Ein grundsätzliches Problem beim Umgang mit Vakuum ist die
Aufrechterhaltung des Unterdruck-Zustandes. Infolge der Tatsache, daß
Leckagen grundsätzlich nicht völlig vermieden, sondern nur mit
entsprechendem Aufwand minimiert werden können, wird sich das Vakuum
ohne ein Zutun von außen über die Zeit mehr oder weniger schnell abbauen.
Im vorliegenden Fall, bei dem ein pneumatisch betriebener Ejektor einen
Unterdruck generiert und zumindest ein Saugelement mit diesem Unterdruck
beaufschlagt, bedeutet dies, daß sich das einmal vom Ejektor generierte
Vakuum über die Zeit abbaut, wenn dieses nicht ständig durch den Ejektor
erneuert bzw. regeneriert wird.
Die Saugkraft des mindestens einen Saugelementes hängt aber entscheidend
vom Druckniveau des Vakuums bzw. des Unterdruckes ab, wobei bei
Unterschreiten eines gewissen Unterdruckes der von dem Saugelement zu
fixierende Gegenstand nicht mehr gehalten werden kann und es zu einem
Versagen bzw. Ausfallen des Saugelementes kommt.
Dieses Versagen des mindestens einen Saugelementes soll in der Praxis
vermieden werden, da ein Ausfall des Saugelementes in der Regel zu einer
Zerstörung des durch das Saugelement fixierten Gegenstandes führt. Des
weiteren ist ein Ausfall des Saugelementes unter Sicherheitsaspekten kritisch zu
beurteilen, da durch plötzlich nicht mehr fixierte Gegenstände weiterer
Schaden, insbesondere Verletzung von Menschen, zu befürchten ist.
In diesem Zusammenhang wird als Standzeit des Saugelementes die Zeitspanne
verstanden, in welcher das Saugelement ohne ständige Erneuerung des
Vakuums, d. h. nach einmaliger Generierung des Unterdruckes, eine
vorbestimmte Kraft aufbringen kann.
In der Regel sind die beschriebenen Saugelemente an Ejektoren der eingangs
beschriebenen Art angeschlossen, wodurch das einmal in ihnen erzeugte
Vakuum bei Bedarf ständig erneuert werden kann.
Damit sind aber nach dem Stand der Technik die oben beschriebenen Probleme
und die sich daraus ergebenen Folgen nicht beseitigt. So kann bei elektrisch
betriebenen Ejektoren ein Stromausfall zur Nichtverfügbarkeit des Ejektors
führen, so daß dann bei Überschreiten der Standzeit ein Versagen des
Saugelementes auftritt.
Aus diesem Grunde sollen im Rahmen der Erfindung nur pneumatisch
betriebene Ejektoren betrachtet werden, die nicht die Gefahr in sich bergen,
infolge eines Stromausfalles im Bedarfsfalle selbst nicht mehr verfügbar zu
sein.
Ein weiterer Grund für die Beschränkung des Gegenstandes der Erfindung ist
in der Tatsache begründet, daß Druckluft preiswert ist, Druckluftleitungen
leicht und preiswert verlegbar sind und der Umgang mit Druckluft unter
Sicherheitsaspekten günstig erscheint.
Ein weiterer Nachteil bei den nach dem Stand der Technik verwendeten
Saugelementen bzw. bei den nach dem Stand der Technik zur Generierung des
Vakuums verwendeten Ejektoren ist die Regelung.
Diese Regelung muß einerseits den Unterdruck im Saugelement überwachen
und andererseits den Ejektor in Abhängigkeit von diesem Unterdruck regeln,
d. h. anschalten oder abschalten. Dabei wird der Regelung grundsätzlich ein
unterer Unterdruck-Schwellwert ps,unten und ein oberer Unterdruck-Schwellwert
ps,oben vorgegeben, zwischen denen der Unterdruck im Saugelement variieren
kann, ohne die Funktionstüchtigkeit des Saugelementes zu gefährden, wobei der
Unterdruck nicht größer als der obere Unterdruck-Schwellwert ps,oben und nicht
kleiner als der untere Unterdruck-Schwellwert ps,unten werden darf. In
Abhängigkeit von dem im Saugelement vorliegenden Unterdruck soll dabei der
Ejektor abgeschaltet bzw. eingeschaltet werden.
An dieser Stelle sei erwähnt, daß im Rahmen der vorliegenden Erfindung mit
Unterdruck, insbesondere mit dem oberen und unteren Unterdruck-
Schwellwert, nicht der absolute Druck im Saugelement bezeichnet wird,
sondern die betragsmäßige Differenz zwischen dem im Saugelement
vorherrschenden, absoluten Druck und dem Umgebungs- bzw.
Atmosphärendruck.
Nach dem Stand der Technik arbeiten aber diese Regelungen zumindest
teilweise elektrisch, weshalb das Versagen der Regelung und damit des
Gesamtsystems bei Stromausfall ebenfalls nicht verhindert werden kann.
Vor diesem Hintergrund ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine
Regelvorrichtung zur Regelung eines pneumatisch betriebenen Ejektors, der
mindestens ein Saugelement mit Vakuum beaufschlagt, bereitzustellen, die
nach rein mechanischen bzw. pneumatischen Prinzipien arbeitet und auch bei
Stromausfall die Funktionstüchtigkeit des mindestens einen Saugelementes
gewährleistet.
Des weiteren ist es Aufgabe der Erfindung, ein System der gattungsbildendn
Art bereitzustellen, das auch bei Stromausfall funktionstüchtig bleibt.
Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Regelvorrichtung zur Regelung eines
pneumatisch betriebenen Ejektors, der mindestens ein Saugelement mit
Vakuum bzw. Unterdruck punter beaufschlagt und zwischen einer
Arbeitsposition, in der er über eine Versorgungsleitung mit Druck beaufschlagt
wird, und einer Ruheposition, in der er von der Versorgungsdruckleitung
getrennt ist, schaltbar ist, mit einer Unterdruckkammer, bei der:
- - die Unterdruckkammer, mit dem Unterdruck punter beaufschlagt ist, der in dem mindestens einen Saugelement vorliegt
- - und in Abhängigkeit vom Druckniveau punter in der Unterdruckkammmer die Versorgungsdruckleitung, in der der Versorgungsdruck pver herrscht und welche zur Versorgung des pneumatisch betriebenen Ejektors dient, mittels eines Schließkolbens und eines Stellgliedes, das mit dem in der Unterdruckkammer herrschenden Unterdruck punter kraftbeaufschlagt ist, in der Ruheposition geschlossen und in der Arbeitsposition geöffnet ist.
Die Regelung arbeitet nach mechanischen und pneumatischen Prinzipien und ist
damit unabhängig von der Verfügbarkeit elektrischer Energie.
Bei dieser Regelung handelt es sich im Grunde genommen um einen
geschlossenen Regelkreis, der in vielen technischen Prozessen Anwendung
findet und dessen Aufgabe es ist, eine Regelgröße auf einem vorgegebenen
Sollwert zu halten, auch wenn Störgrößen dies störend beeinflussen. Dabei ist
Regeln ein Verfahren, bei dem die Regelgröße fortlaufend erfaßt und mit dem
Sollwert bzw. der Führungsgröße verglichen wird, wobei abhängig von diesem
Vergleich über entsprechende Änderungen der Stellgröße die Regelgröße an die
Führungsgröße angepaßt wird.
Im vorliegenden Fall, der Regelung eines mit Unterdruck punter beaufschlagten
Saugelementes, ist die Regelgröße der Unterdruck punter. Dieser wird
fortlaufend erfaßt, indem die Unterdruckkammer mit diesem über eine
Zuleitung vom Saugelement her beaufschlagt ist.
Ein Vergleich der Regelgröße punter mit einer vorgegebenen Führungsgröße im
herkömmlichen Sinne findet nicht statt. Erfindungsgemäß wird der als
Stellgröße fungierende Versorgungsdruck pver nicht in Abhängigkeit einer im
Rahmen eines Vergleiches der Regelgröße mit einer Führungsgröße ermittelten
Druckdifferenz beeinflußt, sondern direkt in Abhängigkeit von dem in der
Unterdruckkammer bzw. dem Saugelement vorliegenden Unterdruck punter. Im
Ergebnis ist diese Vorgehensweise der herkömmlichen Vorgehensweise der
eingangs beschriebenen, geschlossenen Regelkreise gleichwertig bzw.
gleichzusetzen.
In Abhängigkeit von dem fortlaufend erfaßten Unterdruck punter (Regelgröße)
wird Einfluß auf den Versorgungsdruck pver, der als Stellgröße dient,
genommen, wobei der Versorgungsdruck pver, welcher zur Versorgung des
pneumatisch betriebenen Ejektors dient, seiner Aufgabe entsprechend Einfluß
auf den im Saugelement und damit in der Unterdruckkammer vorliegenden
Unterdruck punter nimmt.
Die Änderung des Versorgungsdruckes pver in Abhängigkeit vom Unterdruck
punter erfolgt dabei mittels eines Schließkolbens und eines Stellgliedes.
Vorteilhaft sind Ausführungsformen der Regelvorrichtung, die dadurch
gekennzeichnet sind, daß die Regelvorrichtung eine Überdruckkammer und
eine Zwischenkammer, die mit der Atmosphäre verbunden ist, umfasst, und
- - die Unterdruckkammer eine flexible Membran aufweist und in der Unterdruckkammer ein sich an dieser Membran abstützendes Federelement angeordnet ist,
- - die Überdruckkammmer, die mit der Zwischenkammer zumindest dann verbunden ist, wenn in der Unterdruckkammer ein unterer Unterdruck-Schwellwert pS,unten herrscht, und von der Zwischenkammer zumindest dann getrennt ist, wenn in der Unterdruckkammer ein oberer Unterdruck-Schwellwert pS,oben herrscht, und in der ein Federelement angeordnet ist, mittels einer Überdruckleitung mit Überdruck püber beaufschlagt ist,
- - und in Abhängigkeit vom Druckniveau püber in der Überdruckkammmer die Versorgungsdruckleitung mittels eines Schließkolbens in der Ruheposition geschlossen und in der Arbeitsposition geöffnet ist,
- - in der Art, daß das Stellglied einerseits über das in der Unterdruckkammer angeordnete Federelement und infolge der Druckdifferenz über die Membran der Unterdruckkammer kraftbeaufschlagt ist und andererseits über das in der Überdruckkammer angeordnete Federelement und infolge des in dieser Kammer herrschenden Druckes püber kraftbeaufschlagt ist, und
- - der Schließkolben einerseits kraftbeaufschlagt ist über den an einer Membran einer Nebenkammer der Überdruckkammer anliegenden Druck püber und andererseits über den in der Versorgungsdruckleitung herrschenden Druck pver,
- - wobei abhängig vom Unterdruck punter in der Unterdruckkammer, bei Erreichen des oberen Unterdruck-Schwellwertes pS,oben das Stellglied in der Art die Position wechselt, daß die Überdruckkammer von der Zwischenkammer getrennt wird, sich folglich in der Überdruckkammer und der zugehörigen Nebenkammer ein Druck püber aufbauen kann, der über die Membran auf den Schließkolben wirkt und bei Erreichen einer vorbestimmten Größe mittels des Schließkolbens die Versorgungsdruckleitung schließt, und
- - bei Erreichen eines unteren Unterdruck-Schwellwertes pS,unten das Stellglied in der Art die Position wechselt, daß die Überdruckkammer mit der Zwischenkammer verbunden wird, sich folglich in der Überdruckkammer und der zugehörigen Nebenkammer Atmosphärendruck einstellt, der über die Membran auf den Schließkolben wirkt, wodurch die Versorgungsdruckleitung geöffnet wird.
Bei diesen Ausführungsformen findet die Koppelung der Regelgröße punter und
der Stellgröße pver mittels des Schließkolbens und des Stellgliedes in der Art
statt, daß das Stellglied im wesentlichen durch vier Kräfte beaufschlagt wird.
Einerseits wirkt auf das Stellglied der in der Unterdruckkammer herrschende
Unterdruck punter, der auf der gegenüberliegenden Membranseite anliegende
Umgebungsdruck und die Federkraft eines in der Unterdruckkammer
angeordneten Federelementes. Andererseits wirkt auf das Stellglied der in der
Überdruckkammer herrschende Überdruck püber und die Federkraft eines in
dieser Überdruckkammer angeordneten Federelementes. Die Rückstellkräfte in
der Membran der Unterdruckkammer, welche kontinuierlich elastisch verformt
wird, können in der Regel bei der Betrachtung des kräftebeaufschlagten
Stellgliedes vernachlässigt werden. Jedoch besteht die Möglichkeit, über
Verwendung einer entsprechenden Membran die Rückstellkräfte der elastisch
deformierten Membran zu nutzen, um Einfluß auf das Kräftegleichgewicht des
Stellgliedes zu nehmen.
Aufgrund der Tatsache, daß sich das Stellglied während des Regelvorganges
bewegt, dabei die Federelemente deformiert und die Federkräfte verändert
werden und sowohl der Unterdruck punter in der Unterdruckkammer als auch der
Überdruck püber in der Überdruckkammer variieren, handelt es sich bei den am
Stellglied angreifenden Kräften um zeitlich veränderliche Größen und damit um
ein dynamisches Kräftegleichgewicht.
Infolge der am Stellglied angreifenden Kräfte wechselt das Stellglied
kontinuierlich zwischen zwei End- bzw. Anschlagpositionen, wobei in der
oberen Anschlagposition die Überdruckkammer von der Zwischenkammer
getrennt ist, so daß sich in dieser ein Überdruck aufbauen kann.
Der sich langsam aufbauende Überdruck püber in der Überdruckkammer wirkt
auch in einer Nebenkammer der Überdruckkammer, in der dieser Überdruck
püber auf eine Membran wirkt, die wiederum einen Schließkolben mit Kraft
beaufschlagt, so daß der Schließkolben auf seiner einen Seite dem Überdruck
püber der Überdruckkammer bzw. der Nebenkammer ausgesetzt ist, während auf
der anderen Seite der Versorgungsdruck pver der Versorgungsdruckleitung
anliegt. In Abhängigkeit von der Größe der Flächen, an denen die Drücke püber
und pver angreifen und in Abhängigkeit der Größe dieser Drücke selbst, bewegt
sich der Schließkolben und verschließt die Versorgungsdruckleitung, wenn der
Überdruck püber in der Nebenkammer einen bestimmten, vorgebbaren
Druckwert erreicht.
Infolge der verschlossenen Versorgungsdruckleitung fehlt der für den Antrieb
des Ejektors erforderliche Versorgungsdruck, wodurch der Ejektor in die
Ruheposition geschaltet wird und somit keinen Unterdruck im Saugelement
generieren bzw. regenerieren kann. Infolge des abgeschalteten Ejektors und nie
ganz zu vermeidenden Leckagen wird der Unterdruck im Saugelement und
somit in der Unterdruckkammer abnehmen.
Infolge des abnehmenden Unterdrucks nimmt die in das Stellglied von Seiten
der Unterdruckkammer eingeleitete Kraft mit der Zeit zu, so daß die
Überdruckkammer mit der Zwischenkammer bei Unterschreiten eines
bestimmten Unterdruckes wieder verbunden wird. Folglich kann sich der in
der Überdruckkammer aufgebaute Überdruck püber über die mit der Atmosphäre
verbundene Zwischenkammer abbauen, der Schließkolben sich infolge des
sinkenden Überdruckes püber in der Nebenkammer und des ständig anliegenden
Versorgungsdruckes pver in der Art bewegen, daß die Versorgungsdruckleitung
freigegeben wird und der Ejektor in die Arbeitsposition geschaltet wird.
Der wieder arbeitende Ejektor wirkt dem Abbau des Unterdruckes im
Saugelement und damit dem Abbau des Unterdruckes in der
Unterdruckkammer entgegen.
Infolge der beschriebenen Vorgänge schwankt der Unterdruck punter
kontinuierlich zwischen einem oberen Unterdruck-Schwellwert pS,oben und
einem unteren Unterdruck-Schwellwert pS,unten.
Vorteilhaft sind Ausführungsformen der Regelvorrichtung, bei denen die
Überdruckleitung mittels einer Verbindungsleitung mit der
Versorgungsdruckleitung verbunden ist.
Günstig an dieser Ausführungsform ist, daß die Überdruckleitung, über die die
Überdruckkammer den Überdruck püber beaufschlagt ist, von der
Versorgungsdruckleitung gespeist wird. Dadurch entfallen zusätzliche
Druckleitungen bzw. das Bereitstellen mehrerer Druckmedium-Reservoirs.
Günstig sind dabei Regelvorrichtungen, die dadurch gekennzeichnet sind, daß
in der Verbindungsleitung eine Drosselstelle angeordnet ist, wobei
vorzugsweise eine Düse als Drosselstelle dient.
Vorteile bieten diese Ausführungsformen im Rahmen der Regelung zu dem
Zeitpunkt, zu welchem die Überdruckkammer wieder mit der
Zwischenkammer verbunden wird und sich der in der Überdruckkammer
aufgebaute Überdruck püber über die Zwischenkammer, die mit der Atmosphäre
verbunden ist, abbauen soll.
Die Drosselstelle sorgt dafür, daß das in der Überdruckkammer vorhandene
Druckmedium schneller und einfacher über die Zwischenkammer in die
Atmosphäre entströmen kann, als neues Druckmedium über die
Versorgungsleitung der Überdruckkammer zugeführt wird, weil die
Drosselstelle zu einem Druckverlust führt und das ungehinderte Einströmen
von Druckmedium bremst bzw. verlangsamt.
Vorteilhaft sind Ausführungsformen der Regelvorrichtung, bei denen das
Stellglied modular aufgebaut ist. Dadurch können einzelne Bauteile in
verschiedenen Baureihen verwendet werden und eine Justierung des
Gesamtsystems durch Austausch einzelner Teile erfolgen. Des weiteren hat der
modulare Aufbau des Stellgliedes auch Vorteile hinsichtlich der Montage,
wobei vorzugsweise das Stellglied einen Stempel und eine Buchse umfaßt.
Stempel und Buchse können dabei wiederum modular aufgebaut sein.
Der Stempel besteht üblicherweise aus einem Teller und einem Stempelbein,
wobei das Stempelbein und der Stempelteller jeweils ein eigenständiges Bauteil
sein können. Das Stempelbein ist dabei in der Buchse, welche in der
Überdruckkammer angeordnet ist, gelagert und in manchen
Ausführungsformen mit dieser über einen Preßsitz verbunden.
Dabei bestimmt dann die äußere Gestalt der Buchse die Fläche, an der der in
der Überdruckkammer herrschende Überdruck püber angreift, und damit
bestimmen die geometrischen Abmessungen der Buchse die vom Überdruck
püber auf den Stempel bzw. das Stellglied ausgeübten Kräfte.
Vorteilhaft sind Ausführungsformen der Regelvorrichtung, bei denen eine
Einstellschraube zur Vorspannung des in der Unterdruckkammer angeordneten
Federelementes vorgesehen ist. Mittels dieser Einstellschraube wird auf die
vom Federelement auf das Stellglied wirkende Federkraft Einfluß genommen,
wodurch eine Einstellung des Druck-Fensters, welches durch den oberen
Unterdruck-Schwellwert pS,oben und den unteren Unterdruck-Schnellwert pS,unten
aufgespannt wird, möglich ist.
Günstig sind Ausführungsformen der Regelvorrichtung, bei denen eine
Dichtung am Stellglied vorgesehen ist, welche die Überdruckkammer gegen die
Zwischenkammer abdichtet, wenn diese voneinander getrennt sind.
Die zweite Teilaufgabe der Erfindung wird durch ein System gelöst, das einen
Ejektor, mindestens ein Saugelement und eine Regelvorrichtung umfaßt, bei
dem der Ejektor eine Turbopumpe umfaßt und die Regelvorrichtung eine
Regelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 ist.
Ebenfalls wird diese Teilaufgabe durch ein System gelöst, das einen Ejektor,
mindestens ein Saugelement und eine Regelvorrichtung umfaßt, bei dem der
Ejektor eine Venturi-Düse umfaßt und die Regelvorrichtung eine
Regelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 ist.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles gemäß
der Zeichnungsfiguren 1 bis 4 erläutert. Hierbei zeigt:
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel des Gesamtsystems in der Seitenansicht
im Schnitt,
Fig. 2 die Regelvorrichtung des in Fig. 1 dargestellten Gesamtsystems
in der Arbeitsposition,
Fig. 3 die Regelvorrichtung des in Fig. 1 dargestellten Gesamtsystems
in der Ruheposition und
Fig. 4 den zeitlichen Verlauf des Unterdruckes p(t) in der
Unterdruckkammer.
Fig. 1 zeigt das Gesamtsystem, welches eine Regelvorrichtung 1, einen
Ejektor 4 und ein Saugelement 17 umfaßt.
Der Ejektor 4 ist als Venturidüse ausgebildet und wird in dem in Fig. 1
dargestellten Zustand über eine Versorgungsdruckleitung 3 mit einem
Druckmedium, welches den Druck pver aufweist, versorgt. Das Druckmedium
durchströmt den Ejektor bzw. die Venturidüse 4, wobei durch die Expansion
des Druckmediums beim Verlassen der Venturidüse 4 ein Unterdruck erzeugt
wird. Dieser Unterdruck sorgt dafür, daß das Rückschlagventil 5, welches im
geschlossenen Zustand den Ejektor 4 und das Saugelement 17 voneinander
trennt, geöffnet wird, wenn der Druck auf der Ejektorseite soviel kleiner ist als
der Druck punter auf der Seite des Saugelementes 17, daß die Rückstellkraft im
Rückschlagventil 5 überwunden wird. Der Ejektor 4 erzeugt bei geöffnetem
Rückschlagventil 5 einen Unterdruck punter, wobei das Rückschlagventil
schließt, wenn der im Saugelement 17 herrschende Unterdruck punter einen
bestimmten Wert erreicht.
Das Saugelement 17 ist mit der Regelvorrichtung 1 in der Art verbunden, daß
eine Zuleitung 18 das Saugelement 17 mit der Unterdruckkammer 6 verbindet,
wodurch die Unterdruckkammer 6 mit dem im Saugelement 17 herrschenden
Unterdruck punter beaufschlagt wird.
Die Unterdruckkammer 6 verfügt über eine flexible Membran 7 und ein
Federelement 8 in Form einer Schraubenfeder. Die Schraubenfeder 8 kann mit
Hilfe einer Einstellschraube 9 vorgespannt werden.
Diese Schraubenfeder 8 stützt sich an ihrem einen Ende an der
Einstellschraube 9 ab und mit ihrem anderen Ende über einen Teller 26 am
Stempel 10. Der Stempel 10 wiederum sitzt selbst in der Buchse 12, welche in
der Überdruckkammer 13 angeordnet ist und an der sich ein Federelement 22
abstützt. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel handelt es sich bei diesem
Federelement 22 ebenfalls um eine Schraubenfeder, die sich mit ihrem zweiten
Ende an den Innenwänden der Überdruckkammer 13 abstützt.
Die Überdruckkammer 13 weist eine Nebenkammer 14 auf, über die eine
Membran 23 zugänglich ist. Auf der anderen Seite der Membran 23 ist ein
Schließkolben 2 angeordnet, der in Abhängigkeit der Druckverhältnisse die
Versorgungsdruckleitung 3 verschließt (Fig. 3) oder freigibt (Fig. 2).
Die Überdruckkammer 13 wird über eine Überdruckleitung 24 mit Druck
beaufschlagt. Im vorliegenden Ausführungsgbeispiel ist diese Überdruckleitung
24 mittels einer Verbindungsleitung 21 mit der Versorgungsdruckleitung 3
verbunden. Damit dient die Versorgungsdruckleitung 3 sowohl der Versorgung
des Ejektors 4 mit Druckmedium als auch der Versorgung der
Überdruckkammer 13. In der Verbindungsleitung 21 ist gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform eine Düse 19 angeordnet, welche das der
Überdruckkammer 13 zugeführte Druckmedium drosselt.
Die Regelvorrichtung 1 wird im Detail im Rahmen der Beschreibung der
Fig. 2 und 3 erläutert. In diesem Zusammenhang wird dann auch über die
sich zeitlich ändernden, mechanischen und pneumatischen Kräfte Näheres
ausgeführt. Dabei zeigen die Fig. 2 und 3 die Regelvorrichtung 1 in den
beiden für die Regelvorrichtung 1 charakteristischen Zuständen.
Fig. 2 zeigt die Regelvorrichtung 1 in der Arbeitsposition des Ejektors 4, in
der der Schließkolben 2 die Versorgungsdruckleitung 3 freigibt.
Der Ejektor generiert im Saugelement und damit in der Unterdruckkammer 6
einen zunehmenden Unterdruck punter. Bei dem in Fig. 2 dargestellten Zustand
der Regelvorrichtung 1 ist der Unterdruck punter in der Unterdruckkammer 6
noch so gering, daß die Membran 7 nach außen gewölbt ist. An dem Teller
10' des Stempels greift zum einen die Federkraft des Federelementes 8 an und
zum anderen die Druckkraft, welche sich aus dem Produkt aus
druckbeaufschlagter Membranfläche und Druckdifferenz über die Membran 7
ergibt. Dabei ist die Membran 7 einerseits von dem in der Unterdruckkammer
6 herrschenden Unterdruck punter beaufschlagt und andererseits unter dem
Einfluß des mittels der Zuleitung 15 zugeführten Umgebungsdrucks pUmgebung.
Diese am oberen Ende des Stempels angreifenden Kräfte bewegen den Teller
10' des Stempels nach unten, wobei dieser über ein Bein 10" eine Buchse 12
gegen die Federkraft eines Federelementes 22 nach unten verlagert. Dadurch,
daß der Teller 10' und das Bein 10" des Stempels die Buchse 12 entgegen der
Federkraft des Federelementes 22 verschieben, wird die Überdruckkammer 13,
in der die Buchse 12 und das Federelement 22 angeordnet sind, mit der
Zwischenkammer 16, welche über eine Zuleitung 20 zur Atmosphäre verfügt,
verbunden.
Infolge der Verbindung von Überdruckkammer 13 und Zwischenkammer 16
und der damit bestehenden Verbindung der Überdruckkammer 13 mit der
Atmosphäre, herrscht in der Überdruckkammer 13 annähernd
Umgebungsdruck, obwohl die Überdruckkammer 13 ständig über eine
Überdruckleitung 24, welche mittels einer Verbindungsleitung 21 mit der
Versorgungsdruckleitung 3 verbunden ist, druckbeaufschlagt wird.
In diesem Zustand herrscht in der Nebenkammer 14, die Teil der
Überdruckkammer 13 ist, ebenfalls annähernd Umgebungsdruck, so daß der
Schließkolben 2 auf der Seite, die zu der Überdruckkammer 13 hin gerichtet
ist, über die Nebenkammer 14 bzw. über die diese Nebenkammer 14 teilweise
begrenzte Membran 23 mit annähernd Umgebungsdruck beaufschlagt wird und
andererseits auf der Seite, die zu der Versorgungsleitung 3 hingerichtet ist, mit
dem Versorgungsdruck pver beaufschlagt ist. Dadurch wird der Schließkolben 2
in seiner oberen Position gehalten, wodurch die Versorgungsdruckleitung 3
freigegeben wird.
Nach einer gewissen Zeitspanne ist der Unterdruck punter in der
Unterdruckkammer 6 genügend groß, so daß der mit der Membran 7
verbundene Teller 10' des Stempels infolge der vergrößerten Druckdifferenz
über der Membran 7 entgegen der auf ihn wirkenden Federkraft des
Federelementes 8 unter Kompression des Federelementes 8 angehoben wird.
Dadurch wird das Bein 10" des modular aufgebauten Stempels von seiten der
Unterdruckkammer 6 bzw. des Tellers 10' nicht länger kraftbeaufschlagt.
Die Membran 7 ist nach innen, d. h. in die Unterdruckkammer 6 hinein gewölbt,
wie in Fig. 3 dargestellt. Das in der Überdruckkammer 13 angeordnete
Federelement kann nun die Buchse 12, an der sich das Federelement 22
abstützt, aufgrund der fehlenden Gegenkräfte des bzw. des Fehlens des von der
Unterdruckkammer 6 erzeugten Widerstandes unter Expansion des
Federelementes 22 verschieben. Dabei wird die Buchse 12 in Anschlag mit
einer weiteren Buchse 25 gebracht, so daß die Überdruckkammer 13 von der
Zwischenkammer 16 und damit von der Umgebung getrennt wird.
Das über die Überdruckleitung 24 zugeführte Druckmedium kann nun nicht
mehr über die Zwischenkammer 16 und die Zuleitung 20 in die Umgebung
entweichen. Hingegen baut das in die Überdruckkammer 13 zuströmende
Medium nun einen kontinuierlich wachsenden Überdruck püber auf. Dieser
Überdruck püber hat zur Folge, daß einerseits die Buchse 12 mit der in ihr
angeordneten Dichtung 11 unter immer größerer Kraft gegen die Buchse 25
gedrückt wird, wodurch die Abdichtung der Überdruckkammer gegenüber der
Zwischenkammer 16 und damit gegenüber der Atmosphäre verbessert wird.
Andererseits sorgt der kontinuierlich zunehmende Überdruck püber in der
Überdruckkammer 13 und damit in der Nebenkammer 14 dafür, daß sich bei
Erreichen eines gewissen Druckniveaus die Membran 23 nach außen wölbt und
den Schließkolben 2 entgegen dem auf der Seite der Versorgungsdruckleitung 3
herrschenden Versorgungsdruckes pver in der Art verschiebt, daß die
Versorgungsdruckleitung 3 verschlossen wird, wie in Fig. 3 dargestellt.
Es ist die Ruheposition, in der der Ejektor nicht weiter mit einem
Druckmedium über die Versorgungsdruckleitung 3 versorgt wird. Er wird
sozusagen abgeschaltet, wodurch das im Saugelement bzw. in der
Unterdruckkammer 6 herrschende Vakuum nicht erneuert bzw. regeneriert
wird, so daß sich das Vakuum infolge nie ganz zu vermeidender Leckagen mit
der Zeit kontinuierlich abbaut.
Infolge des sich verringernden Unterdrucks und einer sich damit verringernden
Druckdifferenz über die Membran 7 der Unterdruckkammer 6 ändern sich die
Kräfteverhältnisse im Bereich der Unterdruckkammer 6 in der Art, daß das
Federelement 8 expandiert und den aus Teller 10' und Bein 10" bestehenden
Stempel nach unten drückt. Hierdurch wird die Buchse 12, in der das Bein
10" des Stempels gelagert ist, ebenfalls nach unten entgegen der Federkraft
des Federelementes 22 der Überdruckkammer 13 gedrückt. Dies führt zu einer
Verbindung der Überdruckkammer 13 mit der Zwischenkammer 16 und somit
mit der Atmosphäre, wodurch sich der in der Überdruckkammer 13 aufgebaute
Überdruck püber abbauen kann.
Als Ergebnis dieser Vorgänge geht der Schließkolben 2, wie in Fig. 2
dargestellt, unter der Wirkung des in der Versorgungsdruckleitung 3
herrschenden Versorgungsdruckes pver in seine obere Stellung und gibt die
Versorgungsdruckleitung 3 frei, während sich die Membran nach innen wölbt.
Der Ejektor wird abermals mit einem Druckmedium über die nun vom
Schließkolben 2 freigegebene Versorgungsdruckleitung 3 versorgt. Der Zyklus
beginnt von neuem.
Fig. 4 zeigt den Verlauf des Unterdruckes punter in der Unterdruckkammer
über der Zeit. Dieser schwankt innerhalb eines Unterdruckfensters, das von
den beiden Schwellwerten pS,oben und pS,unten begrenzt wird.
In der Kurve sind beispielhaft die Stellen eingezeichnet, bei denen der
Schließkolben öffnet (Zustand 4) bzw. schließt (Zustand 3) und bei denen die
Überdruckkammer von der Zwischenkammer getrennt (Zustand 1) bzw. mit
dieser verbunden (Zustand 2) wird. Aufgrund des vorliegenden, dynamisch
geregelten Gesamtsystems liegen diese Punkte nicht an den Stellen maximalen
bzw. minimalen Unterdrucks punter, d. h. sie liegen nicht an den Stellen, an
denen der Unterdruck punter in der Unterdruckkammer seinen oberen
Unterdruck-Schwellwert pS,oben oder seinen unteren Unterdruck-Schwellwert
pS,unten erreicht.
Mit 1 ist der Zeitpunkt auf der Funktionskurve markiert, zu dem die
Überdruckkammer von der Zwischenkammer getrennt wird und sich langsam
ein Überdruck püber in der Überdruckkammer aufbaut. Der Aufbau eines
genügend großen Überdrucks püber in der Überdruckkammer, der zum
Verschieben des Schließkolbens erforderlich ist, erfordert eine gewisse Zeit.
Folglich nimmt der Unterdruck punter in der Unterdruckkammer auch dann noch
zu, wenn die Überdruckkammer von der Zwischenkammer getrennt ist. Bei
Erreichen eines bestimmten Überdruckes püber in der Überdruckkammer und
der Nebenkammer wird der Schließkolben verschoben und die
Versorgungsdruckleitung mittels dieses Schließkolbens verschlossen. Dieser
Zeitpunkt ist mit 3 gekennzeichnet.
Annähernd liegt der Punkt 3 an der Stelle des maximalen Unterdrucks punter =
pS,oben. Eine gewisse, zeitliche Verzögerung stellt sich aber in der Praxis ein, da
auch nach Verschließen der Versorgungsdruckleitung der Ejektor nicht direkt
ohne zeitliche Verzögerung abschaltet und das Gesamtsystem aufgrund der das
Druckmedium führenden Leitung eine gewisse Trägheit aufweist.
Ähnlich, wie für den oberen Unterdruck-Schwellwert pS,oben beschrieben, verhält
es sich im Bereich des unteren Unterdruck-Schwellwertes pS,unten. Nach
Abschalten des Ejektors baut sich der Unterdruck infolge von Leckagen
kontinuierlich ab. Bei Erreichen eines gewissen Unterdruckes wird die
Überdruckkammer wieder mit der Zwischenkammer verbunden, wodurch sich
der in der Überdruckkammer aufgebaute Überdruck püber abbaut. Auch dieser
Abbau des Überdrucks püber in der Überdruckkammer benötigt Zeit, so daß ein
Öffnen des Schließkolbens und damit ein Freigeben der
Versorgungsdruckleitung zeitversetzt erfolgt. Die Stelle 2, zu der die
Überdruckkammer und Zwischenkammer miteinander verbunden werden, liegt
folglich etwas vor Erreichen des unteren Unterdruck-Schwellwertes pS,unten.
Zunächst baut sich der Überdruck Püber in der Überdruckkammer ab, worauf
sich zeitlich versetzt der Schließkolben bewegt (Zeitpunkt 4) und der Ejektor
das sich abbauende Vakuum im Saugelement regenerieren kann.
1
Regelvorrichtung
2
Schließkolben
3
Versorgungsdruckleitung
4
Ejektor
5
Rückschlagventil
6
Unterdruckkammer
7
Membran
8
Federelement
9
Einstellschraube
10
Stempel
10
' Teller
10
" Bein
11
Dichtung
12
Buchse
13
Überdruckkammer
14
Nebenkammer
15
Zuleitung
16
Zwischenkammer
17
Saugelement
18
Zuleitung
19
Düse
20
Zuleitung
21
Verbindungsleitung
22
Federelement
23
Membran
24
Überdruckleitung
25
Buchse
26
Teller
Claims (11)
1. Regelvorrichtung (1) zur Regelung eines pneumatisch betriebenen
Ejektors (4), der mindestens ein Saugelement (17) mit Vakuum
beaufschlagt und zwischen einer Arbeitsposition, in der er über eine
Versorgungsleitung (3) mit Druck beaufschlagt wird, und einer
Ruheposition, in der er von der Versorgungsdruckleitung (3) getrennt
ist, schaltbar ist, mit einer Unterdruckkammer (6), bei der
die Unterdruckkammer (6), mit dem Unterdruck (punter) beaufschlagt ist, der in dem mindestens einen Saugelement (17) vorliegt
und in Abhängigkeit vom Druckniveau (punter) in der Unterdruckkammmer (6) die Versorgungsdruckleitung (3), in der der Versorgungsdruck (pver) herrscht und welche zur Versorgung des pneumatisch betriebenen Ejektors (4) dient, mittels eines Schließkolbens (2) und eines Stellgliedes (10, 12), das mit dem in der Unterdruckkammer (6) herrschenden Unterdruck (punter) kraftbeaufschlagt ist, in der Ruheposition geschlossen und in der Arbeitsposition geöffnet ist.
die Unterdruckkammer (6), mit dem Unterdruck (punter) beaufschlagt ist, der in dem mindestens einen Saugelement (17) vorliegt
und in Abhängigkeit vom Druckniveau (punter) in der Unterdruckkammmer (6) die Versorgungsdruckleitung (3), in der der Versorgungsdruck (pver) herrscht und welche zur Versorgung des pneumatisch betriebenen Ejektors (4) dient, mittels eines Schließkolbens (2) und eines Stellgliedes (10, 12), das mit dem in der Unterdruckkammer (6) herrschenden Unterdruck (punter) kraftbeaufschlagt ist, in der Ruheposition geschlossen und in der Arbeitsposition geöffnet ist.
2. Regelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Regelvorrichtung (3) eine Überdruckkammer (13) und eine Zwischenkammer (16), die mit der Atmosphäre verbunden ist, umfasst, und
die Unterdruckkammer (6) eine flexible Membran (7) aufweist und in der Unterdruckkammer ein sich an dieser Membran (7) abstützendes Federelement (8) angeordnet ist,
die Überdruckkammmer (13), die mit der Zwischenkammer (16) zumindest dann verbunden ist, wenn in der Unterdruckkammer (6) ein unterer Unterdruck-Schwellwert (pS,unten) herrscht, und von der Zwischenkammer (16) zumindest dann getrennt ist, wenn in der Unterdruckkammer (6) ein oberer Unterdruck-Schwellwert (pS,oben) herrscht, und in der ein Federelement (22) angeordnet ist, mittels einer Überdruckleitung (24) mit Überdruck (püber) beaufschlagt ist,
und in Abhängigkeit vom Druckniveau (püber) in der Überdruckkammmer (13) die Versorgungsdruckleitung (3) mittels eines Schließkolbens (2) in der Ruheposition geschlossen und in der Arbeitsposition geöffnet ist,
in der Art, daß das Stellglied (10, 12) einerseits über das in der Unterdruckkammer (6) angeordnete Federelement (8) und infolge der Druckdifferenz über die Membran (7) der Unterdruckkammer (6) kraftbeaufschlagt ist und andererseits über das in der Überdruckkammer (13) angeordnete Federelement (22) und infolge des in dieser Kammer (13) herrschenden Druckes (püber) kraftbeaufschlagt ist, und
der Schließkolben (2) einerseits kraftbeaufschlagt ist über den an einer Membran (23) einer Nebenkammer (14) der Überdruckkammer (13) anliegenden Druck (püber) und andererseits über den in der Versorgungsdruckleitung (3) herrschenden Druck (pver),
wobei abhängig vom Unterdruck (punter) in der Unterdruckkammer (6), bei Erreichen des oberen Unterdruck-Schwellwertes (pS,oben) das Stellglied (10, 12) in der Art die Position wechselt, daß die Überdruckkammer (13) von der Zwischenkammer (16) getrennt wird, sich folglich in der Überdruckkammer (13) und der zugehörigen Nebenkammer (14) ein Druck (püber) aufbauen kann, der über die Membran (23) auf den Schließkolben (2) wirkt und bei Erreichen einer vorbestimmten Größe mittels des Schließkolbens (2) die Versorgungsdruckleitung (3) schließt, und
bei Erreichen eines unteren Unterdruck-Schwellwertes (pS,unten) das Stellglied (10, 12) in der Art die Position wechselt, daß die Überdruckkammer (13) mit der Zwischenkammer (16) verbunden wird, sich folglich in der Überdruckkammer und der zugehörigen Nebenkammer (14) Atmosphärendruck einstellt, der über die Membran (23) auf den Schließkolben (2) wirkt, wodurch die Versorgungsdruckleitung (3) geöffnet wird.
die Regelvorrichtung (3) eine Überdruckkammer (13) und eine Zwischenkammer (16), die mit der Atmosphäre verbunden ist, umfasst, und
die Unterdruckkammer (6) eine flexible Membran (7) aufweist und in der Unterdruckkammer ein sich an dieser Membran (7) abstützendes Federelement (8) angeordnet ist,
die Überdruckkammmer (13), die mit der Zwischenkammer (16) zumindest dann verbunden ist, wenn in der Unterdruckkammer (6) ein unterer Unterdruck-Schwellwert (pS,unten) herrscht, und von der Zwischenkammer (16) zumindest dann getrennt ist, wenn in der Unterdruckkammer (6) ein oberer Unterdruck-Schwellwert (pS,oben) herrscht, und in der ein Federelement (22) angeordnet ist, mittels einer Überdruckleitung (24) mit Überdruck (püber) beaufschlagt ist,
und in Abhängigkeit vom Druckniveau (püber) in der Überdruckkammmer (13) die Versorgungsdruckleitung (3) mittels eines Schließkolbens (2) in der Ruheposition geschlossen und in der Arbeitsposition geöffnet ist,
in der Art, daß das Stellglied (10, 12) einerseits über das in der Unterdruckkammer (6) angeordnete Federelement (8) und infolge der Druckdifferenz über die Membran (7) der Unterdruckkammer (6) kraftbeaufschlagt ist und andererseits über das in der Überdruckkammer (13) angeordnete Federelement (22) und infolge des in dieser Kammer (13) herrschenden Druckes (püber) kraftbeaufschlagt ist, und
der Schließkolben (2) einerseits kraftbeaufschlagt ist über den an einer Membran (23) einer Nebenkammer (14) der Überdruckkammer (13) anliegenden Druck (püber) und andererseits über den in der Versorgungsdruckleitung (3) herrschenden Druck (pver),
wobei abhängig vom Unterdruck (punter) in der Unterdruckkammer (6), bei Erreichen des oberen Unterdruck-Schwellwertes (pS,oben) das Stellglied (10, 12) in der Art die Position wechselt, daß die Überdruckkammer (13) von der Zwischenkammer (16) getrennt wird, sich folglich in der Überdruckkammer (13) und der zugehörigen Nebenkammer (14) ein Druck (püber) aufbauen kann, der über die Membran (23) auf den Schließkolben (2) wirkt und bei Erreichen einer vorbestimmten Größe mittels des Schließkolbens (2) die Versorgungsdruckleitung (3) schließt, und
bei Erreichen eines unteren Unterdruck-Schwellwertes (pS,unten) das Stellglied (10, 12) in der Art die Position wechselt, daß die Überdruckkammer (13) mit der Zwischenkammer (16) verbunden wird, sich folglich in der Überdruckkammer und der zugehörigen Nebenkammer (14) Atmosphärendruck einstellt, der über die Membran (23) auf den Schließkolben (2) wirkt, wodurch die Versorgungsdruckleitung (3) geöffnet wird.
3. Regelvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei
der Regelvorrichtung (3) die Überdruckleitung (24) mittels einer
Verbindungsleitung (21) mit der Versorgungsdruckleitung (3) verbunden
ist.
4. Regelvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in
der Verbindungsleitung eine Drosselstelle (19) angeordnet ist.
5. Regelvorrichtung (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Düse (19) als Drosselstelle (19) dient.
6. Regelvorrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Stellglied (10, 12) modular aufgebaut ist.
7. Regelvorrichtung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
das Stellglied (10, 12) einen Stempel (10) und eine Buchse (12)
umfasst.
8. Regelvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Einstellschraube (9) zur Vorspannung des in
der Unterdruckkammer (6) angeordneten Federelementes (8) vorgesehen
ist.
9. Regelvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Dichtung (11) am Stellglied (10, 12)
vorgesehen ist, welche die Überdruckkammer (13) gegen die
Zwischenkammer (16) abdichtet, wenn diese (13, 16) voneinander
getrennt sind.
10. System, das einen Ejektor (4), mindestens ein Saugelement (17) und
eine Regelvorrichtung (1) umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß der
Ejektor (4) eine Turbopumpe (4) umfaßt und die Regelvorrichtung eine
Regelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 ist.
11. System, das einen Ejektor (4), mindestens ein Saugelement (17) und
eine Regelvorrichtung (1) umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß der
Ejektor (4) eine Venturi-Düse (4) umfaßt und die Regelvorrichtung eine
Regelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001116698 DE10116698A1 (de) | 2001-03-29 | 2001-03-29 | Regelvorrichtung für pneumatisch betriebene Ejektoren und Ejektoren mit derartigen Regelvorrichtungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001116698 DE10116698A1 (de) | 2001-03-29 | 2001-03-29 | Regelvorrichtung für pneumatisch betriebene Ejektoren und Ejektoren mit derartigen Regelvorrichtungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10116698A1 true DE10116698A1 (de) | 2002-10-10 |
Family
ID=7680302
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2001116698 Ceased DE10116698A1 (de) | 2001-03-29 | 2001-03-29 | Regelvorrichtung für pneumatisch betriebene Ejektoren und Ejektoren mit derartigen Regelvorrichtungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10116698A1 (de) |
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| US7637548B2 (en) | 2006-12-20 | 2009-12-29 | Smc Kabushiki Kaisha | Vacuum suction apparatus having negative pressure actuated vacuum generator switching mechanism |
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2001
- 2001-03-29 DE DE2001116698 patent/DE10116698A1/de not_active Ceased
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