DE10116571B4 - Arbeitsstromtüröffner - Google Patents
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Abstract
Arbeitsstromtüröffner mit einer in der Schließstellung an einem Veniegelungselement (8) anliegenden und mittels eines Elektromagneten (10) entriegelbaren Falle (5), die entriegelt in eine Offenstellung gegen eine Federkraft verschwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuse (7) des Arbeitsstromtüröffners (1) entlang einer gemeinsamen Mittelachse in einer Reihe hintereinander die Falle (5), das Veniegelungselement (8), der Anker (9) und der Elektromagnet (10) so angeordnet sind, dass Falle (5), Veriegelungselement (8) und Anker (9) parallel verlaufende Schwenkachsen haben.
Description
- In Schließeinrichtungen für Haustüren oder dergleichen werden häufig elektrisch betätigbare Türöffner verwendet, die in einen am Türrahmen angebrachten Beschlag einsetzbar sind. Zum Öffnen der Türe wird der Türöffner bestromt, wodurch eine Entriegelung der Falle erfolgt, so dass diese zum Öffnen der Türe gegen die Kraft einer Feder verschwenkt werden kann. Da die Entriegelung dann erfolgt, wenn ein Arbeitsstrom fließt, werden derartige Türöffner als Arbeitsstromtüröffner bezeichnet.
- Ein derartiger Arbeitsstromtüröffner ist aus der
EP 0 851 077 A1 bekannt. Aus den Zeichnungen dieser Druckschrift ist der verhältnismäßig komplizierte Aufbau eines solchen bekannten Arbeitsstromtüröffners ersichtlich, der nicht nur aus vielen Einzelteilen besteht, sondern auch aufwendig in der Montage ist. Der zur Mittelachse asymmetrische Gesamtaufbau stellt dabei für die Verwendung in links oder rechts angeschlagenen Türen einen weiteren Nachteil dar. - Die
DE 257508 beschreibt einen elektrischen Türöffner, dessen Anker einen mittels einer Feder vorgespannten Winkelhebel bei Bestromung des Elektromagneten frei gibt, so dass der Winkelhebel mit einer Nase f einen an der Falle angreifenden Stützhebel h in eine Entriegelungsposition drückt. Dieser bekannte Türöffner besteht aus vielen Einzelteilen und hat einen asymmetrischen Aufbau. - Auch bei Türöffnern gemäß der
und der WO 86/02690 A1 liegen asymmetrische Anordnungen von Falle und Elektromagneten vor, die jeweils aus einer großen Anzahl von Einzelteilen bestehen.FR 827810 A - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Arbeitsstromtüröffner zu schaffen, der aus möglichst wenigen Teilen besteht sowie einfach und schnell zu montieren ist.
- Die Lösung dieser Aufgabe erhält man durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale. Ein im Arbeitsstromtüröffner angeordneter Anker greift direkt an einem Verriegelungselement an, welches in der Schließstellung verhindert, dass die Falle, in welche die Türfalle des Türschlosses eingreift, zum Öffnen der Türe verschwenkt werden kann. Durch Bestromung des Elektromagneten wird der Anker beispielsweise mit der Netzfrequenz von 50Hz periodisch gegen eine Federkraft angezogen, wobei der Anker das Veniegelungselement aus der Entriegelungsposition verschwenkt und die Falle zum Öffnen der Türe frei gibt. Der erfindungsgemäße Arbeitsstromtüröffner besteht somit lediglich aus vier Funktionsteilen, nämlich der Falle, einem verschwenkbaren Verriegelungselement, einem verschwenkbaren Anker und dem Elektromagneten. Wie bei herkömmlichen Arbeitsstromtüröffnern sind zur Erzeugung einer Federkraft Federelemente vorgesehen, die den Anker, das Verriegelungselement und die Falle mittels Federkraft in die Schließposition verschwenken. Dabei kann es sich um Spiralfedern oder um Druck- oder Zugfedern handeln.
- Besonders vorteilhaft ist es, die vier Hauptfunktionselemente im Gehäuse des Arbeitsstromtüröffners so anzuordnen, dass die Schwenkachsen von Falle, Verriegelungselement und Anker parallel zueinander verlaufen. Dadurch lässt sich ein insgesamt symmetrischer Aufbau bezüglich der Querschnittsebene entlang der Mittelachse erreichen. Ein derart aufgebauter Arbeitsstromtüröffner lässt sich dann problemlos für links oder rechts angeschlagene Türen verwenden, auch wenn noch zusätzliche Mikroschalter in seitlichen Gehäuseverlängerungen untergebracht werden müssen. Da der gesamte Verriegelungsmechanismus hinter der Falle bzw. hinter dem Fallengrundkörper, und nicht seitlich, untergebracht ist, ergibt sich für die Gesamtanordnung eine sehr geringe Gesamtbreite, die nur unwesentlich größer ist, als die Breite der Falle.
- Die Falle besitzt vorzugsweise an ihrer Rückseite eine Rastkante, die in der Schließstellung von einer Verriegelungskante des Verriegelungselements untergriffen wird. Bei geschlossener Türe liegt meistens eine zumindest geringe Öffnungskraft an der verriegelten Falle an, die diese gegen die Verriegelungskante verspannt. Durch die pulsierende Betätigung des Elektromagneten mit Wechselstrom oder mit einem periodisch unterbrochenen Gleichstrom, wird die Verriegelungskante vom Anker quasi vibrierend in die Entriegelungsposition gerüttelt. Dieser Vorgang läuft selbstverständlich sehr schnell ab, so dass eine kurze Betätigung des Arbeitsstromtüröffners zum Entriegeln ausreicht.
- Bei der bevorzugten Ausführungsform besitzt das Verriegelungselement ein Querstück, an dem die Rastkante und vorzugsweise auch eine dazu parallel verlaufende Nut ausgebildet sind. In die Nut greift der plattenförmige Anker ein, der ebenso wie das Vemegelungselement mit an Bügeln abstehenden Lagerzapfen ausgerüstet ist. Zwischen den Bügeln mit den Lagerzapfen verbleibt ein freier Raum, in den die Rückseite der Falle in der geöffneten Stellung einschwenken kann. Diese Maßnahmen ergeben einen äußerst kompakten Gesamtaufbau mit geringer Breite und geringer Einbautiefe.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
- Es zeigen:
-
1 eine perspektivische Ansicht eines Beschlags mit elektrisch betätigbarem Arbeitsstromtüröffner und eines Türschlosses, welches in ein nicht dargestelltes Türblatt einsetzbar ist, -
2 die Ansicht des erfindungsgemäßen Arbeitsstromtüröffners bei einseitig offenem Gehäuse, -
3 die Falle, das Entriegelungselement und den Anker des Arbeitsstromtüröffners von2 , -
4 bis6 den Querschnitt des Arbeitsstromtüröffners von2 in unterschiedlichen Arbeitspositionen, -
7 und8 eine erste Variante der Lagerung von Verriegelungselement und Anker und -
9 und10 eine zweite Variante der Lagerung von Verriegelungselement und Anker. - In
1 sind zwei Beschläge dargestellt, von denen der eine einen elektrische betätigbaren Arbeitsstromtüröffner1 und der andere ein Türschloss2 mit einer Schlossfalle3 aufweist. Die Darstellung zeigt den grundsätzlichen Aufbau, wie er auch bei herkömmlichen elektrischen Türöffnern verwendet wird. An dem dargestellten Türöffner1 ist das Aufschraubstück4 der Falle5 mit dem Anschlag6 ersichtlich. Bei geschlossener Türe liegt die Schlossfalle3 am Anschlag6 des Aufschraubstücks4 an und drückt in der Regel mit geringer Kraft seitlich gegen den Anschlag6 . Wird der Arbeitsstromtüröffner1 bestromt, so bewirkt dies eine Entriegelung der Falle5 , so dass diese gegen die Kraft einer Feder von der Schlossfalle3 zum Öffnen der Türe verschwenkt werden kann. Mittels Federkraft wird die Falle5 wieder in ihre Ausgangsposition (Schließposition) nach dem Öffnen der Türe verschwenkt. - Der erfindungsgemäße Arbeitsstromtüröffner
1 ist in2 von seiner oberen Breitseite aus dargestellt. In seinem Gehäuse7 , welches aus Darstellungsgründen oben offen ist, befinden sich die Falle5 , ein Verriegelungselement8 , ein als Platte ausgebildeter Anker9 und ein Elektromagnet10 . Die Falle5 besteht aus einem Fallengrundkörper11 und einem mit dem Fallengrundkörper11 verschraubten Aufschraubstück12 , an dem der Anschlag6 (1 ) ausgebildet ist. - Mit unterbrochenen Linien sind seitliche Verbreiterungen des Gehäuses
7 angedeutet, in denen beispielsweise Mikroschalter angeordnet werden können, über die die Schließstellung oder die Offenstellung der Falle an ein Überwachungssystem in Form von entsprechenden elektrischen Signalen gemeldet werden können. - In
3 sind die Falle5 , das Verriegelungselement8 und der Anker9 im Abstand zueinander dargestellt. Das Aufschraubstück12 ist in unterschiedlichen Positionen am Fallengrundkörper11 montierbar, wobei eine Riffelung13 sicher verhindert, dass sich die Montageposition des Aufschraubstücks12 nachträglich verändert. - An der Falle
5 ist rückseitig eine Rastkante14 ausgebildet, unter die eine am Verriegelungselement8 ausgebildete Verriegelungskante15 greift. In4 ist der Verriegelungszustand dargestellt, wo Rastkante14 und Verriegelungskante15 in Anlage sind. - An dem Verriegelungselement
8 ist rückseitig eine Nut16 ausgebildet, in die der Anker9 mit seiner unteren Schmalseite17 mit Spiel eingreift. Am Verriegelungselement8 und an dem als Platte ausgebildeten Anker9 stehen nach oben seitliche Bügel18 bis21 ab, an deren abstehenden Enden Lagerzapfen22 bis25 angeformt sind. - Nachfolgend wird nun anhand von
4 bis6 die Funktion des Arbeitsstromtüröffners erläutert. - Die Darstellung von
4 zeigt den Arbeitsstromtüröffner in der Schließstellung, wobei die Rastkante14 und die Verriegelungskante15 die Falle5 verriegeln, dass diese nicht um ihre Schwenkachse26 zum Öffnen der Türe verschwenkt werden kann. Die Lagerzapfen22 bis25 (3 ) liegen in am Gehäuse1 vorgesehenen Aussparungen27 ,28 ein. - In
5 ist durch Bestromung des Elektromagneten10 der Anker9 in die Entriegelungsposition verschwenkt und hat dabei das Verriegelungselement8 so weit verschwenkt, dass sich die Rastkante14 und die Verriegelungskante15 nicht mehr berühren. Die Falle5 lässt sich nun in Pfeilrichtung29 in die Offenstellung verschwenken, wie sie in6 dargestellt ist. - Am Anker
9 kann eine hier nicht dargestellte Druckfeder oder eine Spiralfeder oder dergleichen vorgesehen sein, die den Anker9 bei abgeschaltetem Elektromagneten in die Verriegelungsposition von4 verschwenkt. An der Falle5 können entsprechende Federelemente angreifen, die hier ebenfalls nicht dargestellt sind. - In den
7 bis10 sind das Verriegelungselement8 und der Anker9 in anders ausgebildeten Lageröffnungen eingesetzt, die als separate Lagerschlitze30 ,31 oder als gemeinsame Lagerkammer32 ausgebildet sein können.7 und9 zeigen dabei die Schließstellung während8 und10 die Entriegelungsposition (Offenstellung) zeigen.
Claims (7)
- Arbeitsstromtüröffner mit einer in der Schließstellung an einem Veniegelungselement (
8 ) anliegenden und mittels eines Elektromagneten (10 ) entriegelbaren Falle (5 ), die entriegelt in eine Offenstellung gegen eine Federkraft verschwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuse (7 ) des Arbeitsstromtüröffners (1 ) entlang einer gemeinsamen Mittelachse in einer Reihe hintereinander die Falle (5 ), das Veniegelungselement (8 ), der Anker (9 ) und der Elektromagnet (10 ) so angeordnet sind, dass Falle (5 ), Veriegelungselement (8 ) und Anker (9 ) parallel verlaufende Schwenkachsen haben. - Arbeitsstromtüröffner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der vom Elektromagneten (
10 ) betätigbare Anker (9 ) an dem der Schwenkachse abgewandeten verschwenkbaren Ende des Verriegelungselements (8 ) in eine parallel zur Schwenkachse verlaufende Nut (16 ) eingreift und bei Bestromung des Elektromagneten (10 ) das Veniegelungselement (8 ) in eine die Falle (5 ) entriegelnde Entriegelungsposition verschwenkt. - Arbeitsstromtüröffner nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (
7 ) und die in ihm angeordneten Funktionselemente des Arbeitsstromtüröffners (1 ) einen zu dessen entlang der Mittelachse verlaufenden Querschnittsfläche symmetrischen Aufbau haben. - Arbeitsstromtüröffner nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rückseite der Falle (
5 ) eine Rastkante (14 ) ausgebildet ist, unter die in der Schließstellung eine Verriegelungskante (15 ) des Verriegelungselements (8 ) eingreift. - Arbeitsstromtüröffner nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anker (
9 ) als eine Platte mit angeformten, die Schwenkachse des Ankers bildenden Lagerzapfen (24 ,25 ) ausgebildet ist, die in am Gehäuse (7 ) des Arbeitsstromtüröffners (1 ) vorgesehene Lageröffnungen (28 ) einliegen. - Arbeitsstromtüröffner nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerzapfen (
24 ,25 ) an von der Platte abstehenden Bügeln (20 ,21 ) angeordnet sind. - Arbeitsstromtüröffner nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Veniegelungselement (
8 ) ein Querstück mit Rastkante (15 ) hat, an dessen beiden Enden jeweils ein Bügel (18 ,19 ) mit Lagerzapfen (22 ,23 ) absteht.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE10116571A DE10116571B4 (de) | 2001-04-03 | 2001-04-03 | Arbeitsstromtüröffner |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE10116571A DE10116571B4 (de) | 2001-04-03 | 2001-04-03 | Arbeitsstromtüröffner |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE10116571A1 DE10116571A1 (de) | 2002-10-17 |
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Family
ID=7680206
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10116571A Withdrawn - After Issue DE10116571B4 (de) | 2001-04-03 | 2001-04-03 | Arbeitsstromtüröffner |
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|---|---|
| DE (1) | DE10116571B4 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP1887169B2 (de) † | 2006-08-10 | 2015-03-18 | Construction Diffusion Vente Internationale | Elektrisches Schließblech |
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2001
- 2001-04-03 DE DE10116571A patent/DE10116571B4/de not_active Withdrawn - After Issue
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| Publication number | Publication date |
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| DE10116571A1 (de) | 2002-10-17 |
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Inventor name: MAYER, XAVER, 72415 GROSSELFINGEN, DE Inventor name: KERNDL, PETER, 72469 MESSSTETTEN, DE Inventor name: FAISST, MANFRED, 78727 OBERNDORF, DE |
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