DE10114691A1 - Anordnung zur elektrostatischen Entladung eines Flüssigkeitstanks - Google Patents
Anordnung zur elektrostatischen Entladung eines FlüssigkeitstanksInfo
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Abstract
Gefährdungen von Bedienpersonen und Anlagen infolge Entladungen werden vermieden, der Aufbau gefährlicher elektrostatischer Aufladungen verringert. DOLLAR A In der oberen Wandung (18) des Flüssigkeitstanks (1) ist ein elektrischer Leiter (10) befestigt, der sich durch das Innere des Flüssigkeitstanks (1) bis in Nähe dessen unterer Wandung (19) erstreckt und der an seinem oberen Ende mittels eines elektrischen Leiters (17) mit dem oberen Teil des Gehäuses (5) verbunden ist. Unabhängig von der Höhe des Flüssigkeitstanks (1) und von der sich verändernden Füllhöhe erfolgt eine Entladung der elektrostatischen Aufladung sowohl der mittleren und oberen Brennstoffschichten als auch der oberen Wandung (18). DOLLAR A Für den Transport und die Lagerung vorgesehene Flüssigkeitstanks (1) oder in anderer Weise bewegte Tanks aus Kunststoff, bei denen eine verstärkte statische Aufladung anzunehmen ist, insbesondere für explosionsgefährdete Flüssigkeiten.
Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur elektrostatischen
Entladung eines Flüssigkeitstanks, insbesondere eines Brenn
stofftanks aus Kunststoff.
Derartige Tanks sind für die Lagerung und/oder den Transport
von Flüssigkeiten bestimmt. Sie bestehen aus einem Behälter,
an dessen Oberseite eine mit einem Deckel verschließbare Öff
nung angeordnet ist.
Funktionselemente und Meßinstrumente, beispielsweise ein Be
füllstutzen, ein Pumpenanschluß, ein Belüftungsventil und eine
Füllstandsanzeige, sind gleichfalls auf der Oberseite dieser
Flüssigkeitstanks angeordnet, oft in dem Deckel für den Ver
schluß der genannten Öffnung.
Üblicherweise werden solche Tanks aus korrosionsgeschützten
und chemikalienbeständigen Kunststoffen hergestellt, bei
spielsweise aus glasfaserverstärkten Kunststoffen und Poly
äthylen. Bei diesen Stoffen mit hohem elektrostatischen Iso
liervermögen entsteht durch Berühren und Trennen der Tanks mit
den Flüssigkeiten eine elektrostatische Aufladung. Durch eine
Reibungsbewegung der Flüssigkeiten in den Tanks während deren
Transportes wird die Berührung noch intensiviert und kann zu
einer Berührungsspannung von bis zu 10.000 V führen. Bei deren
Ausgleich kann es zur Funkenbildung kommen, was in Nähe brenn
barer Flüssigkeiten oder deren Gasen zur Auslösung von Explos
ionen führen kann. Diese Gefahr muß ausgeschlossen oder zu
mindest minimiert werden.
In DE 199 47 486.9 wird eine transportable Luftheizung be
schrieben und dargestellt, die aus einem Gehäuse besteht, in
welchem eine Heizeinheit und ein Brennstofftank innerhalb
eines Auffangbehälters angeordnet sind. Zwischen der Unter
fläche des Brennstofftankes und der Unterfläche des Auffangbe
hälters befindet sich eine Matte aus statisch leitfähigem
Material. Diese elektrische Matte ist unter anderem dazu vor
gesehen elektrostatische Aufladungen großflächig an den Me
tallrahmen abzuleiten. Bei groß dimensionierter Tankhöhe und
hohem Füllstand der Brennstoffflüssigkeit baut sich aber ein
beträchtliches Potential innerhalb des Tanks gegenüber seiner
Bodenplatte auf.
Senkrechte Schwallwände innerhalb des Brennstofftanks sollen
das Hin- und Herfließen von Brennstofflüssigkeit während des
Transportes verhindern um die Transport- und Fahrstabilität zu
erhöhen. Daneben kann dadurch auch die Intensität der Berüh
rung zwischen der Brennstoffflüssigkeit und den Tankwänden ver
ringert, aber nicht verhindert werden, da ein Fließen der
Brennstoffflüssigkeit durch die Durchtrittsöffnungen in den
Schwallwänden erfolgen muß.
Das durch die Erfindung zu lösende Problem besteht darin, Ge
fährdungen von Bedienpersonen und Anlagen infolge Entladungen
zu vermeiden. Die Aufgabe ist in der Verhinderung des Aufbaus
gefährlicher elektrostatischer Aufladungen zu sehen.
Das Problem wird durch die in Patentanspruch 1 beschriebene
Anordnung gelöst. Unabhängig von der Höhe des Brennstofftanks
und von der sich verändernden Füllhöhe des Brennstoffs im
Brennstofftank erfolgt ein Ausgleich der statischen Aufladung
sowohl der mittleren und oberen Brennstoffschichten als auch
der oberen Wandung des Brennstofftanks. Funkenentladungen wer
den ausgeschlossen, so dass es nicht zur Entzündung der Brenn
stoffflüssigkeit oder deren Gasen kommt.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Anordnung ist der Leiter in dem Behälterdeckel befestigt.
Dadurch werden insbesondere aus dem Bereich, in welchem die
Funktionselemente und Meßinstrumente konzentriert angeordnet
sind und Handhabungen deshalb vorzugsweise erfolgen, stati
schen Aufladungen abgeleitet.
Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, den Leiter in der Nähe
der Öffnung im Flüssigkeitstank anzuordnen. Damit bleibt vor
teilhafterweise die leitende Verbindung zum Gehäuse auch dann
aufrechterhalten, wenn der Behälterdeckel zeitweise von der
Öffnung im Flüssigkeitstank entfernt worden ist.
Ist die Öffnung im Flüssigkeitstank als Domschacht ausgebil
det, so stellt das eine bedienungsfreundliche Lösung bei der
sicheren Handhabung der Funktionselemente und Kontrolle der
Meßinstrumente dar.
Schließlich sieht eine Ausgestaltung vor, den Tauchrohrgeber
der Füllstandsanzeige gleichzeitig als Leiter zu verwenden.
Dadurch kann der Aufwand verringert werden.
Nachstehend soll die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert werden.
In der zugehörigen Zeichnung stellen dar:
Fig. 1: Transportabler Warmlufterzeuger, Teilschnitt in An
sicht,
Fig. 2: Behälterdeckel des Brennstofftanks in Draufsicht,
Fig. 3: Behälterdeckel gemäß Fig. 2 in Ansicht.
In Fig. 1 ist eine Anwendung der erfindungsgemäßen Anordnung
bei einem transportablen Warmlufterzeuger dargestellt. In
einem Gehäuse 5 mit einem Rahmenunterteil 7 mit Gabelöffnungen
15 für den Eingriff der Gabel eines nicht dargestellten Gabel
staplers zum Zwecke der Aufnahme für das Umsetzen und den
Transport des Warmlufterzeugers ist ein als Brennstofftank
ausgebildeter Flüssigkeitstank 1 angeordnet und mittels Gummi
lager 12 gegenüber dem Gehäuse 5 abgefedert. Senkrecht in
nerhalb des Flüssigkeitstanks 1 angebrachte Schwallwände 9
verringern die seitliche Bewegung des Brennstoffes innerhalb
des Brennstofftanks und minimieren damit die Intensität der
Berührung des flüssigen Brennstoffes mit den Tankwänden. Da
durch kann die statische Aufladung zwar verringert, aber nicht
verhindert werden. Nicht dargestellte Durchtrittsöffnungen in
den Schwallwänden 9 verbinden notwendigerweise die von letzte
ren gebildeten Kammern innerhalb des Flüssigkeitstanks 1 und
ermöglichen dadurch ein gewisses Hin- und Herfließen des
Brennstoffes. Zwischen der unteren Wandung 19 des Flüssig
keitstanks 1 und dem Rahmenunterteil des Gehäuses 5 ist eine
aus elektrisch leitendem Material bestehende Antistatikmatte
13 angeordnet. Durch sie wird die statische Aufladung der
unteren Wandung 19 und der unteren Schichten des Brennstoffs
zum Rahmenteil 7 abgeführt.
Im Bereich der Schwallwände 9 stützt sich auf der oberen Wan
dung 18 des Flüssigkeitstank 1 die Heizeinheit 14 ab. Die Öff
nung des Flüssigkeitstankes 1 oberhalb des Domschachtes 2 ist
mit dem auch in den Fig. 2 und Fig. 3 gezeigten Behälterdeckel
3 verschlossen.
In dem Behälterdeckel 3 sind für das Anbringen von Funktions
elementen, beispielsweise dem Befüllstutzen 11, Anschlußstut
zen 6 und Flanschstutzen 4 vorgesehen.
Außerdem ist mittels nicht dargestellter elektrisch leitender
Befestigungsmittel an der Oberseite des Behälterdeckels 3 die
Füllstandsanzeige 8 angebracht. Der Tauchrohrgeber der Füll
standsanzeige 8 ist gleichzeitig als elektrischer Leiter 10
ausgebildet und an seinem oberen Ende sowohl mit dem Behälter
deckel 3, und damit mit der oberen Wandung 18, als auch mit
dem oberen Teil des Gehäuse 5 über dem Leiter 17 verbunden.
Gleichzeitig sorgt der Leiter 10 für einen Ausgleich der sta
tischen Aufladungen der mittleren und oberen Brennstoffschich
ten.
Die Zugänglichkeit zu den Funktionselementen, beispielsweise
dem Befüllstutzen 11, an der Oberseite des Flüssigkeitstanks
1 wird durch die Klappe 16 in der Heizeinheit 14 ermöglicht.
Die Anwendung der erfindungsgemäßen Anordnung bleibt nicht auf
den vorstehend beschriebenen transportablen Warmlufterzeuger
beschränkt. Sie kann auch bei Vorratstanks verwendet werden.
Allerdings ist sie besonders dann angeraten, wenn infolge von
Bewegungen, beispielsweise während des Transportes des Tanks,
die Intensität der Berührung des Tankinhaltes mit den Tankwän
den verstärkt und dadurch die statische Aufladung erhöht wird.
Beispielsweise kann die Anordnung auch bei einer sowohl für
den Transport als auch die Lagerung verschiedener Flüssig
keiten vorgesehenen, stapelbaren Palette aus verzinktem Stahl
verwendet werden, in welcher ein Brennstofftank aus chemika
lienbeständigem, gegen Witterungseinflüsse resistenten glasfa
serverstärktem Kunststoff angeordnet ist. Damit wird eine
effektive Raumausnutzung gesichert, wodurch Kosteneinsparungen
möglich sind.
Die Anwendung ist möglich bei Tanks für den Transport und/oder
die Lagerung beispielsweise von Kraftstoffen, Heizöl, Altöl
sowie verschiedenen Chemikalien. Gegebenenfalls ist aus Si
cherheitsgründen für den Havariefall zwischen dem Tank und dem
Gehäuse noch ein entsprechender Auffangbehälter angeordnet,
insbesondere dann, wenn es sich um wassergefährdende Flüssig
keiten handelt.
1
Flüssigkeitstank
2
Domschacht
3
Behälterdeckel
4
Flanschstutzen
5
Gehäuse
6
Anschlußstutzen
7
Rahmenunterteil
8
Füllstandsanzeige
9
Schwallwand
10
Leiter
11
Befüllstutzen
12
Gummilager
13
Antistatikmatte
14
Heizeinheit
15
Gabelöffnung
16
Klappe
17
Leiter
18
obere Wandung
19
untere Wandung
Claims (5)
1. Anordnung zur elektrostatischen Entladung eines Flüssig
keitstanks, insbesondere eines Brennstofftanks aus Kunst
stoff, mit einer Öffnung sowie Funktionselementen und/oder
Meßinstrumenten in einer oberen Wandung des Flüssigkeits
tanks sowie mit einer zwischen einer unteren Wandung des
Flüssigkeitstanks und dem Unterteil eines Gehäuses für den
Flüssigkeitstank angeordneten Antistatikmatte aus elek
trisch leitendem Material,
dadurch gekennzeichnet, dass
in der oberen Wandung (18) des Flüssigkeitstanks (1) mit
tels metallischer Befestigungsmittel ein Leiter (10) aus
elektrisch leitendem Material befestigt ist, der sich
durch das Innere des Flüssigkeitstanks (1) bis in Nähe
dessen unterer Wandung (19) erstreckt und der an seinem
oberen Ende mittels eines Leiters (17) aus elektrisch
leitendem Material mit dem oberen Teil des Gehäuses (5)
verbunden ist.
2. Anordnung nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Leiter (10) in einem Behälterdeckel (3) für die Öff
nung im Flüssigkeitstank (1) befestigt ist.
3. Anordnung nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Leiter (10) in der oberen Wandung (18) in Nähe der
Öffnung im Flüssigkeitstank (1) befestigt ist.
4. Anordnung nach Patentanspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Öffnung im Flüssigkeitstank (1) als Domschacht (2)
ausgebildet ist.
5. Anordnung nach einem der Patentansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Leiter (10) als Tauchrohrgeber einer Füllstandsanzeige
(8) ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001114691 DE10114691A1 (de) | 2001-03-23 | 2001-03-23 | Anordnung zur elektrostatischen Entladung eines Flüssigkeitstanks |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001114691 DE10114691A1 (de) | 2001-03-23 | 2001-03-23 | Anordnung zur elektrostatischen Entladung eines Flüssigkeitstanks |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10114691A1 true DE10114691A1 (de) | 2002-09-26 |
Family
ID=7679006
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE2001114691 Withdrawn DE10114691A1 (de) | 2001-03-23 | 2001-03-23 | Anordnung zur elektrostatischen Entladung eines Flüssigkeitstanks |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10114691A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1600393A1 (de) * | 2004-05-25 | 2005-11-30 | Adolf Würth GmbH & Co. KG | Sicherheitsumhüllung, Zuschnitt und Behälter mit Sicherheitsumhüllung |
-
2001
- 2001-03-23 DE DE2001114691 patent/DE10114691A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1600393A1 (de) * | 2004-05-25 | 2005-11-30 | Adolf Würth GmbH & Co. KG | Sicherheitsumhüllung, Zuschnitt und Behälter mit Sicherheitsumhüllung |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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