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DE1011455B - Druckluftbremse mit zusaetzlicher Magnetschienenbremse - Google Patents

Druckluftbremse mit zusaetzlicher Magnetschienenbremse

Info

Publication number
DE1011455B
DE1011455B DEK27967A DEK0027967A DE1011455B DE 1011455 B DE1011455 B DE 1011455B DE K27967 A DEK27967 A DE K27967A DE K0027967 A DEK0027967 A DE K0027967A DE 1011455 B DE1011455 B DE 1011455B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
brake
magnetic rail
compressed air
monitoring device
rail brake
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK27967A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Ernst Moeller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Knorr Bremse GmbH
Original Assignee
Knorr Bremse GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Knorr Bremse GmbH filed Critical Knorr Bremse GmbH
Priority to DEK27967A priority Critical patent/DE1011455B/de
Publication of DE1011455B publication Critical patent/DE1011455B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61HBRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
    • B61H7/00Brakes with braking members co-operating with the track
    • B61H7/02Scotch blocks, skids, or like track-engaging shoes
    • B61H7/04Scotch blocks, skids, or like track-engaging shoes attached to railway vehicles
    • B61H7/06Skids
    • B61H7/08Skids electromagnetically operated
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T8/00Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
    • B60T8/32Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration
    • B60T8/321Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration deceleration
    • B60T8/3235Systems specially adapted for rail vehicles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Braking Systems And Boosters (AREA)

Description

  • Druckluftbremse mit zusätzlicher Magnetschienenbremse Bei Druckluftbremsen mit zusätzlicher Magnetschienenbremse, welche nur bei einer Schnellbremsung in Tätigkeit tritt, ist es bekannt, mit Hilfe eines Fliehkraftreglers die Magnetschienenbremse auszuschalten, sobald die Fahrgeschwindigkeit einen unteren Grenzwert erreicht hat. Mit einer solchen geschwindigkeitsabhängigen Überwachung ist zwar eine Sicherheit gegen das Einschalten, der Magnetschienenbremse bei stillstehendem Fahrzeug erreicht, jedoch besteht dabei der Nachteil, daß infolge des völligen Abschaltens dieser Bremse bei noch verhältnismäßig schnell bewegtem Fahrzeug die Wirkung der Bremse nicht bis zu einem Höchstmaß ausgenutzt ist, d. h., daß der gerade bei Schnellbremsungen sehr wichtige Bremsweg unnötigerweise verlängert wird.
  • Es ist weiter eine Druckluftbremse mit bei Schnellbremsung wirksam werdender Magnetschienenbremse bekannt, bei der nach dem Wirksamwerden, der letzteren Bremse ein Zeitrelais dafür sorgt, daß ihre Abschaltung nach einem willkürlich regelbaren Zeitabschnitt erfolgt. Diese Bremseinrichtung hat infolge ihrer Unabhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit den Nachteil, daß sie auch bei stillstehendem Fahrzeug zur Wirkung gebracht werden kann, was aus verschiedenen betrieblichen Gründen unerwünscht ist.
  • Diesem Stand der Technik gegenüber ist .es die Aufgabe der Erfindung, bei einer Drucklufthremse die nur im Falle der Schnellbremsung wirksam werdende Magnetschienenbrernse so anzuordnen und zu gestalten, daß einerseits die optimale Ausnutzung der letzteren möglich und andererseits ihr Wirksamwerden bei stehendem Fahrzeug trotzdem ausgeschlossen ist.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Überwachungseinrichtung gelöst, die unter dem Einfluß einer zweiten, von der Fahrgeschwindigkeit abhängigen Überwachungseinrichtung zunächst eine konstante Wirkung der Magnetschienenbremse aufrechterhält und nach Absinken der Fahrgeschwindigkeit auf einen Grenzwert Mittel zur Wirkung bringt, welche die völlige Abschaltung der Magnetschienenbremse längstens bis zum Stillstand des Fahrzeuges verzögern.
  • Dabei ist es gemäß der weiteren Erfindung zur Erzielung der optimalen Wirkung vorteilhaft, in den Erregerstromkreis der Magnetschienenbremse einen verstellbaren Widerstand einzuschalten, welcher unter dem E:influß der die Abschaltung der Magnetschienenbremse verzögernden Wirkung den Erregerstrom der Magnetschienenbremse bis zur Abschaltung kontinuierlich verringert.
  • Um für den Fall des vorzeitigen Lösens der Druckluftbremse die Ausschaltung der Magnetschienenbremse mit möglichst geringer zeitlicher Verzögerung zu erreichen, wird im Rahmen der Erfindung des weiteren eine vom Bremszylinderdruck beeinflußte Überwachungseinrichtung vorgeschlagen, welche die Magnetschienenbremse - vorzugsweise unter vorhergehender kontinuierlicher Verringerung ihres Erregerstromes - mit Erreichen eines unteren Grenzwertes dieses Druckes abschaltet.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in schematischer Weise dargestellt.
  • An die Hauptluftleitung 1 ist in üblicher Weise ein Steuerventil 3 von an sich bekannter Bauart angeschlossen, welches einen an sich ebenfalls bekannten Druckübersetzer 5 entsprechend den Druckveränderungen in der Hauptluftleitung 1 zwecks Beaufschlagung des Bremszylinders 7 aus dem Vorratsluftbehälter 9 beeinflußt. Der Druckübersetzer 5 ist über eine Leitung 11 an eine in der Bremstechnik als Achslagerbremsdruckregler bekannte Überwachungseinrichtung 13 angeschlossen. Diese Überwachungseinrichtung 13 besteht aus einem nicht gezeigten Fliehkraftregler, der auf der Achse des Laufrades 15 so angeordnet ist, daß er in dem Geschwindigkeitsbereich oberhalb einer Grenzgeschwindigkeit von z. B. 50 km/h die Leitung 11 unter Abschluß einer Entlüftung 16 mit einer weiteren Leitung 17 verbindet, die zum Vorratsbehälter 9 führt. Diese Leitungsverbindung hat zur Folge, daß der Druckübersetzer 5 in bekannter und daher nicht zu beschreibender Weise eine auf das Leergewicht des. Fahrzeuges bezogene höhere Abbremsung einsteuert als in dem Geschwindigkeitsbereich unter 50 km/h; in welchem der Achslagerbremsdruckregler 13 die Leitungen 11 und 17 unter Entlüftung der ersten Leitung durch den Auslaß 16 trennt.
  • An die vom Achslagerbremsdruckregler 13 zum Druckübersetzer 5 führende Leitung 11 ist ein Leitungszweig 19 angeschlossen, welcher in den Raum 21 einer Überwachungseinrichtung 23 mündet. Die eine Wand des Raumes 21 ist von einem Kolben 25 gebildet, der unter der- Wirkung einer Druckfeder 27 steht. Dieser Kolben sitzt auf einer Kolbenstange 29, welche in einer Zwischenwand 31 abgedichtet geführt ist und ein Doppelventil 33, 35 betätigt. Das Ventil 33 findet seinen Sitz bei 37, während für das Ventil 35 ein Sitz 39 vorgesehen ist. Die beiden Sitze 37, 39 überwachen Öffnungen eines im Gehäuse der Einrichtung 23 vorgesehenen Kanals 41, wobei die dem Sitz 37 zugehörende Öffnung in einen Gehäuseraum 43 und die dem Sitz 39 zugehörende Öffnung in einen weiteren Gehäuseraum 45 mündet. Der Raum 45 ist über einen Drosselquerschnitt 47 mittels der Leitung 49 an eine Übertragkammer 51 eines Schnellbremsbeschleunigers 53 von bekannter Bauart angeschlossen, der seinerseits mit der Hauptluftletung 1 verbunden ist. Das eine Ende dies Kanals 41 im Innern der Überwachungseinrichtung 23 führt zu einem für die Aufnahme von Druckluft bestimmten Zeitbehälter 55, und das andere Ende des Kanals ist mittels der Leitung 57 an einen. Raum 59 einer Ventileinrichtung 61 angeschlossen. Im Raum 43 der Überwachungseinrichtung 23 ist eine Feder 63 gelagert, welche den Ventilteller 33 auf seinen Sitz 37 zu pressen versucht. Außerdem ist der Raum 43 über einen Drosselquerschnitt 65 mit der Außenluft verbunden. Der Raum 59 der Ventileinrichtung 61 ist auf seiner einen. Seite von einem Kolben 67 begrenzt, welcher von einer Feder 69 beeinflußt wird. Der Kolben 67 betätigt über eine in der anderen Begrenzungswand 71 des Raumes 59 abgedichtet gelagerte Kolbenstange ein hülsenförmiges Glied 73, dessen in. der Zeichnung linkes offenes Ende als Sitz für einen federbelasteten Ventilteller 75 dient. Ein zweiter, konzentrisch zu diesem Sitz angeordneter Ventilsitz 77 befindet sich in einer Zwischenwand 79 der Ventileinrichtung 61. Diese Zwischenwand sowie eine weitere Gehäusewand 81 bilden einen Raum 83, an welchen eine Leitung 85 angeschlossen ist. Das andere. offene Ende der Hülse 73 ist in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise mit der Außenluft verbunden. Der Ventilteller 75 ist in einem Raum 87 der Ventileinrichtung 61 angeordnet, der über eine Leitung 89 mit dem Vorratsluftbehälter 9 in Verbindung steht. Die Leitung 85 führt unter einen Kolben 91, der in einem am Rahmen des Fahrzeuges befestigten Zylinder 93 verschiebbar gelagert ist und zum Abheben des Bremsmagneten 95 von der Fahrschiene 97 dient. Der Magnet 95 wird in seiner abgehobenen Lage durch einen an der Hubstange 99 angreifenden Riegel 101 gesichert. Die Verschiebung dieses Riegels erfolgt durch einen Kolben 103, dessen eine Seite vom Überdruck im Raum 105 eines Zylinders heaufschlagt wird und dessen andere Seite der Wirkung einer Feder 107 ausgesetzt ist. Der Raum 105 ist über eine Leitung 109 an die Leitung 57 angeschlossen. Die nicht gezeigte Wicklung des Schienenbremsmagneten 95 erhält ihren Strom aus einer Batterie 111. Der Stromkreis 113, über welchen die Batterie und der Bremsmagnet verbunden sind, wird zunächst durch einen Schalter 115 überwacht, dessen Betätigungskolben 117 durch eine Feder 119 in der Offenstellung des Schalters gehalten wird. Das Schließen der Schalterkontakte erfolgt durch Beaufschlagung des Kolbens 117 über eine Leitung 121, die über die Leitungen 123 und 109 ebenfalls an die Leitung 57 angeschlossen ist. Aus der Leitung 123 wird über eine Leitung 125 ein weiterer Kolben 127 mit Druckluft beaufschlagt, der gegen die Kraft einer Feder 128 die Windungen 129 eines Widerstandes verschiebt, welcher seinerseits mit dem Schalter 115 im Stromkrens 113 hintereinandergeschaltet ist. Die Spannung in diesem Stromkreis ist von der Stellung eines. die Windungen 129 abgreifendem, Reiters, 131 abhängig, der durch einen Kolben 133 bewegt wird. Der Kolben 133 steht unter den Einflüssen einer Feder 135 und des jeweiligen Druckes im Bremszylinder 7, der ihm über eine Leitung 137 vermittelt wird. An diese Leitung ist außerdem eine Überwachungseinrichtung 139 angeschlossen-, welche einen durch eine Feder 141 belasteten Kolben 143 enthält. Dieser Kolben öffnet oder schließt ein Ventil 145, das in seiner Offenstellung die an der Überwaeh=gseinrichtung 139 mündende Leitung 123 über einen Auslaß 147 mit der Außenluft verbindet.
  • Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist folgende: Wird vom Lokomotivführer bei einer Geschwindigkeit über 50 km/h eine Schnellbremsung durchgeführt, so wirkt die Druckluftbremseinrchtung in der üblichen Weise, wobei der Achslagerbreinsdruckregler 13 die Leitungen 11 tind 17 unter Absperrung der Entlüftung 16 verbunden hält und damit für den notwendigen hohen Abbrernsungsgrad sargt. Zur Erzielung der bei einer Schnellbremsung gefärfierten raschen Absenkung des Druckes in der Hauptluftleitung 1 wird die letztere vom Schnellbremsbeschleuniger 53 angezapft, wobei sich einentsprechender Überdruck in der Übertragkammer 51 aufbaut. Nachdem durch den Achslagerbremsdruckregler die Leitungen 11 und 17 verbunden sind und damit auch in der an die Leitung 11 angeschlossenen Leitung 19 der Überdruck des Vorratsbehälters 9 herrscht, ist der Kolben 25 der Überwachungseinrichtung 23 durch diesen. Überdruck in seiner aus der Zeichnung ersichtlichen Lage gegen die Kraft der Feder 27 gehalten, wobei das. Ventil 35 geöffnet und das. Ventil 33 geschlossen ist. Infolge des offenen Ventils 35 kann die Druckluft aus der Übertragkammer 51 unter : entsprechender Drosselung durch den Querschnitt 47 über die Leitung-49 in den Zeitbehälter 55 und parallel hierzu in die Leitung 57 einströmen. Der Behälter 55 wird aufgeladen, und über die Leitung 57 wird der Kolben 67 beaufschlagt, der gegen die Kraft der Feder 69 die Hülse 73 in der Zeichnung nach rechts bewegt, woben es zum Abschluß des Ventils 75 auf dem Sitz 77 und hierauf zu einer Entlüftung des bisher mit dem Behälter 9 verbundenen Hubzylinders 93 über die Leitung 85 und das Innere der Hülse 73 kommt. Nachdem infolge des Überdruckes in der Leitung 57 und damit in der Leitung 109 auch der Kolben 103 beaufschlagt wurde und den Riegel 101 gegen die Kraft der Feder 107 aus seiner Sperrlage entfernt hat, kann mit dem Entlüften des Zylinders 93 der Schienenbremsmagnet 95 auf die Schiene 97 abfallen. Die Drucksteigerung in den Leitungen 57, 109 tritt auch in de-r Leitung 123 auf, deren Entlüftung über den Auslaß 147 infolge des durch den ansteigenden Bremszylinderdruck inzwischen erfolgten Abschlusses des Ventils 145 gesperrt ist. Unter diesem Überdruck in der Leitung 123 wurde der Kontakt 115 geschlossen, und außerdem wurden die Windungen des Widerstatides 129 in der Zeichnung nach links bewegt. Diese Bewegung erfolgt gegenläufig mit derjenigen des Reiters 131, welcher seine Verschiebung durch den vom Bremszylinderdruck beaufsch,lagten Kolben 133 erfährt. In der sich einstellenden gegenseitigen Endlage der Windungen 129 und des Reiters 131 ist eine Einstellung erreicht, in welcher bei ausgeschaltetem Widerstand .der größte Stromfluß im Kreis 113 und damit auch, die höchste Bremswirkung des unter dem elektromagnetischen Fluß sich an der Schiene 97 festsaugenden Magneten 95 die Folge sind. Unter der Voraussetzung der Aufrechterhaltung der Bremsung im Druckluftte@il bleibt nun der erreichte Bremszustand bis zum Abfall der Fahrgeschwindigkeit auf 50 km/h aufrechterhalten. Bei dieser Geschwindigkeit und der derselben entsprechenden Drehzahl des Laufrades 15 schaltet der Fliehkraftregler der Überwachungseinrichtung 13 auf Entlüftung der Leitung 11 durch den Auslaß 16 um, was einerseits eine Herabsetzung der prozentualen Abbremsungshöhe im Druckluftbremsteil zur Folge- hat. Andererseits wird mit dieser Entlüftung aber auch der Raum 21 der Überwachungseinrichtung 23 über die Leitung 19 entleert, so: daß die Feder 27 dien Kolben. 25 nunmehr unter Abschluß des Ventils 35 und Öffnen des Ventils 33 nach links bewegt. Damit ist die Verbindung zur Übertragkammer 51 des Schnellbremsbeschleunigers 53 unterbrochen, und der Inhalt des Behälters 55 sowie der mit diesem Behälter parallel geschalteten Leitungen 57, 109, 123, 121 und 125 entleert sich nach einer gewünschten Zeitfunktion: über die Drosseldüse 65 ins Freie. Als erste Folge dieses Druckabbaues in der Leitung 123 bewegt sich der Kolben 127 unter der Wirkung der Feder 128 allmählich in seine Ausgangsstellung zurück, wobei es zu einer Zuschaltung der Widerstandswindungen 129 und damit zu einer kontinuierlichen Abnahme des Erregerstromes mit entsprechender Verringerung der Bremswirkung des Schienenb.remsmagneten 95 kommt. Ist nach Ablauf einer vorgeschriebenen Zeit der Druck in der Leitung 123 genügend weit gesunken, so wird durch Öffnen des Schalters 115 der Stromkreis 113 völlig- unterbrochen und, damit der Bremsmagnet95 ausgeschaltet. Die fortschreitende Druckverringerung in der Leitung 57 hat auch eine Bewegung des Kolbens 67 durch die Feder 69 zur Folge, wobei die durch das Innere der Hülse 73 verlaufende Entlüftung abgeschlossen und das Ventil 75 aufgestoßen wird; so daß Druckluft aus dem Behälter 9 über die, Leitungen. 89 und 85 unter den Kolben 91 gelangen kann. Damit hebt dieser Kolben den Schienenbremsmagneten 95 von: der Schiene 97 ab. Mit dem Absinken des Überdruckes in der Leitung 109 wurde inzwischen der Riegel 101 durch die Feder 107 wieder in seine Sperrstellung gebracht, wo er das Ende der Hubstange 99 zwecks mechanischer Verriegelung des Bremsmagneten 95 erwartet.
  • Somit wird. der Schienenbremsmagnet 95 - unter Vorbereitung durch Erreichen der unteren Grenzgeschwindigkeit von 50 km/h - nach Ablauf einer seiner optimalen Ausnutzung entsprechenden Verzögerungszeit vor dem Stillstand des Fahrzeuges rechtzeitig genug von der Schiene abgehoben, um einen von: den Fahrgästen als unangenehm zu empfindenden Haltestoß zu verhindern.
  • Beim Lösen der Druckluftbremse sinkt der Druck im Bremszylinder 7 ab, so daß der Reiter 131 des Widerstands 129 unter der Wirkung der Feder, 135 seine Ausgangslage erneut erreicht und das Ventil 145 durch die Feder 141 geöffnet wird; womit alle Teile sowohl der Druckluft- als auch der Magnetschienenbremse wieder ihre in der Zeichnung gezeigte Stellung einnehmen.
  • Die richtige Reihenfolge in der Funktion der einzelnen Überwachungsmittel ist durch entsprechende Bemessung der Flächen ihrer Betätigungskolben sowie der diese Kolben beeinflussenden Federkräfte zu erzielen. __-Wird nach. Einleitung einer Schnellbremsung wäh rend der Funktion der Magnetschien:enbremse die Druckluftbremse aus irgendwelchen Gründen wieder gelöst, so tritt bei der erfindungsgemäßen Einrichtung keine überflüssige Verlängerung der Wirkung der Magnetschienenbremse dadurch ein, daß letztere Bremse erst nach Absinken der Fahrgeschwindigkeit auf dein unteren Grenzwert und Verstreichen der durch das Zeitrelais bedingten Verzögerung wieder gelöst würde, Sobald vielmehr der Lokomotivführer durch Erhöhung des Druckes in der Ha,uptlu.ftleitung 1 die Druckluftbrennse löst und als Folge davon der Druck im Bremszylinder 7 genügend abgesunken ist, wird nach vorhergehender Verringerung des Erregerstromes durch Verstellung des Reiters 131 auf der Widerstandswicklung 129 das Ventil 145 geöffnet, womit sich über den großquerschnittigen Auslaß 147 die Leitungen 123 usw. rasch entlüften. Infolge dieser Entlüftung der Leitung 123 kommt es - wie schon im Zusammenhang mit denn. Verlauf der Druckabsenkung in dieser Leitung über die Düse 65 beschrieben - zur Bewegung des Kolbens 67 der Ventileinrichtung 61 durch die Feder 69 mit der Folge des Aufstoßens des Ventils 75, 77. Über das offene Ventil gelangt Druckluft aus dem. Vorratsbehälter 9 durch die Leitungen 89 und 85 zum Kolben 91 im Hubzylinder 93, und der Kolben hebt den Schienenbremsmagneten 95 in seine Ruhelage zurück, in welcher er durch den Riegel 101 gesichert wird. Diese Entlüftung mit ihren Folgen findet unabhängig davon statt, ob, das Lösen der Druckluftbremse im oberen oder unteren. Geschwindigkeitsbereich erfolgt. Nehmen im oberen Geschwindigkeitsbereich die Ventile 33, 35 ihre aus der Zeichnung ersichtliche Stellung ein, so wird über den Auslaß 147 außer dem Zeitbehälter 55 auch die Übertragkammer 51 entlüftet, wogegen im unteren Geschwindigkeitsbereich mit offenem Ventil 33 und geschlossenem Ventil 35 eine beschleunigte Entlüftung des Zeitbehälters 55 parallel zum Drosselquerschnitt 65 erfolgt, wäh; rend die Übertragkammer 51 daran nicht teil hat und zum richtigen Zeitpunkt durch den Schnellbremsbeschleuniger 53 entladen wird.
  • Bei einer Schnellbremsung im Gesch.windigkeitsbereich unter 50 km/h ist durch den Achslagerbremsdruckregler 13 die Leitung 11 unter Entlüftung durch den Auslaß 16 von der Leitung 17 getrennt, und die Druckluftabbremnsung findet daher mit verminderter prozentualer Abbremsungshöhe statt. In der Überwachungseinrichtung 23 der Magnetschienenbremse fehlt der Überdruck im Raum 21, und die Feder 27 hält das Ventil 33 geöffnet und das Ventil 35 geschlossen. Der Behälter 55 sowie die mit demselben verbundenen Betätigungsleitungen 57, 109 usw. sind somit im entleerten Zustand von der Leitung 49 und der Übertragka,mmer 51 des Schnellbrernsbeschleunigers 53 getrennt, so da,ß ein Ansprechen dieses Beschleunigers mit der Folge. der Aufladung deT Kammer 51 im Geschwindigkeitsbereich unter 50 km/h keine Wirkung auf die Überwachungseinrichtungen der Magnetschienenbremse ausüben kann und die letztere somit trotz der Schnellbremsung im Druckluftteil in ihrer angehobenen und verriegelten Ruhelage verbleibt. Der Druckanstieg in der Übertragkammer 51 kann sich nur bis in den Raum 45 der Überwachungseinrichtung 23 fortsetzen, und d'er Überdruck sowohl in letzterem Raum als auch in der Übertragkammer wird zum richtigen Zeitpunkt über den Schnellbremsbeschleuniger 53 wieder abgebaut. Auf Grund der Beschränkung der Einschaltmöglichkeit der Magnetschienenbremse auf Geschwindigkeiten über der Grenzgeschwindigkeit von. z. B. 50 km/h sind die Gefahren einer Überbremsung im unteren Geschwindigkeitsbereich und einer Absenkung der Schienenbremsmagneten bei stillstehendem Fahrzeug vermieden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. DruckluftbTemse mit zusätzlicher Magnetschienenbremse, welche nur bei einer Schnellbremsung in Tätigkeit tritt, gekennzeichnet durch eine Überwachungseinrichtung, die unter dem E.influß einer zweiten, von: der Fahrgeschwindigkeit abhängigen , Überwachungseinrichtung zunächst eine konstante Bremswirkung der Magnetschienenbremse aufrechterhält und nach Absinken der Fahrgeschwindigkeit auf einen Grenzwert Mittel zur Wirkung bringt, welche die völlige Abschaltung der Magnetschienenbremse längstens bis zum Stillstand des Fahrzeuges verzögern.
  2. 2. Druckluftbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Erregerstromkreis der Magnetschienenbremse ein verstellbarer Widerstand (129) eingeschaltet ist, welcher unter dem Einfluß der die Abschaltung der Magnetschienenbremse verzögernden Wirkung den; Erregerstrom der Magnetschienenbremse bis zur Abschaltung kontinuierlich verringert.
  3. 3. Druckluftbremse nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine vom Bremszylinderdruck beeinflußte Überwachungseinrichtung (139), welche die Magnetschienenbremse mit Erreichen eines unteren Grenzwertes des Brems.zylinderdruckes abschaltet.
  4. 4. Druckluftbremse nach: Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß außer der vom Bremszylinderdruck beeinflußten, die Abschaltung der Magnetschienenbremse durchführenden überwachungseinrichtung (139) eine weitere vom Bremszylinderdruck beeinflußte Überwachungseinrichtung (131, 133) vorgesehen ist, welche den Erregerstrom der Magnetschienenbremse vor der Abschaltung kontinuierlich verringert.
  5. 5. Druckluftbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die fahrgeschwindigkeitsabhängig überwachten Mittel zur Verzögerung der Abschaltung-der Magnetschienenbremse außerdem eine Ventileinrichtung (61) beeinflussen, welche den: Hubzylinder (93) des Schienenbremsmagneten zwecks Anheben des letzteren in seine Ruhestellung mit Druckmittel füllt.
  6. 6. Druckluftbremse nach den Ansprüchen. 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventileinrichtung (61) zur Überwachung des Hubzylinders des Schienenbremsmagneten durch die Überwachungseinrichtung (139) in Abhängigkeit vom Bremszylinderdruck dahingehend beeinflußt wird, daß mit Erreichen eines unteren Grenzdruckes -im Bremszylinder die Füllung des Hubzylinders zwecks Anheben des Magneten erfolgt.
  7. 7. Druckluftbremse nach den Ansprüchen: 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die fahrgeschwindigkeitsabhängig überwachten Mittel zur Verzögerung der Abschaltung der Magnetschienenbremse als auch die vom Bremszylinderdruck abhängigen Schaltmittel eine Verriegeltngsein.richtung (101) in der Weise beeinflussen; daß mit Erreichen der unteren Grenzwerte von Geschwindigkeit bzw. Druck der Riegel in seine die angehobene Lage des Schienenbremsmagneten sichernde Stellung gelangt. B. Druckluftbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachungseinrichtung (23) zur Aufrechterhaltung der Wirkung der Magnetschienenbremse und zum anschließenden Einsatz der Verzögerungsmittel für die Abschaltung der ersteren ein kolbenbetätigtes, abwechselnd öffnendes und schließendes Doppelventil (33, 35) enthält, wobei dieses Doppelventil in seiner einer, dem Fahrgeschwindigkeitsbeneich oberhalb eines Grenzwertes entsprechenden Stellung die "`'vom Schnellbremsbeschleuniger gelieferte Druckluft unter gleichzeitiger Auffüllung eines Behälters (55) den Einrichtungen (101, 61, 115, 117, 129) zum Ent- bzw. Verriegeln und Senken bzw. Heben des Schnellbremsmagneten, zum Ein- und Ausschalten seines Erregerstromes und zur Verringerung des Stromflusses zuführt und in seiner' anderen dem Geschwindigkeitsbereich unterhalb des Grenzwertes entsprechenden Stellung die Leitung zum Schnellbremsbeschleuniger sperrt und die genannten Einrichtungen dafür mit dem gefüllten Behälter (55) verbindet, der sich über eineDrosseldüse (65) nach einer gewünschten Zeitfunktion entleert. 9. Druckluftbremse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der als Betätigungsglied für die Überwachungseinrichtung (23) dienende 'Kalben (25) einerseits von einer Federkraft und' andererseits von einem Druckmittel beaufschlagt wird, das von der von der Fahrgeschwindigkeit abhängigen Überwachungseinrichtung (13) zu- und abgeführt wird. . 10. Druckluftbremse nach den Ansprüchen 1 und 9, dadurch gekennzeichnet, da;ß als die von der Fahrgeschwindigkeit abhängigeÜberwaehtngseinrichtung (13) ein an sich bekannter, auf einer Radachse befestigter Fliehkraftregler dient, welcher je nach der Stellung seiner Fliehgewichte die eine Seite des Kolbens. (25) mit Druckmittel beaufschlagt oder vom Druckmittel entlastet.
DEK27967A 1956-01-26 1956-01-26 Druckluftbremse mit zusaetzlicher Magnetschienenbremse Pending DE1011455B (de)

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