DE10112981C1 - Rabotierwerkzeug zur Bearbeitung von Putzoberflächen - Google Patents
Rabotierwerkzeug zur Bearbeitung von PutzoberflächenInfo
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- E04F—FINISHING WORK ON BUILDINGS, e.g. STAIRS, FLOORS
- E04F21/00—Implements for finishing work on buildings
- E04F21/02—Implements for finishing work on buildings for applying plasticised masses to surfaces, e.g. plastering walls
- E04F21/16—Implements for after-treatment of plaster or the like before it has hardened or dried, e.g. smoothing-tools, profile trowels
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Abstract
Das Rapportierwerkzeug (10) zur Bearbeitung von Putzoberflächen ist mit einem Trägerelement (12), das einen umlaufenden Rand aufweist, und einem mit dem Trägerelement (12) verbundenen Gitterelement (14) versehen, das mindestens zwei Gruppen von sich kreuzenden Verstrebungselementen (20, 22) und ein mit diesen verbundenes umlaufendes Randelement (18) aufweist. Das Gitterelement (14) ist von dem Trägerelement (12) beabstandet und zwischen dem Rand des Trägerelements (12) und dem Randelement (18) des Gitterelements (14) ist im wesentlichen rechtwinklig zu den Ebenen, innerhalb derer sich das Gitterelement (14) und das Trägerelement (12) erstrecken, ein Abstand vorhanden.
Description
Die Erfindung betrifft ein Rabotierwerkzeug zur Bearbeitung von Putzober
flächen.
Putzoberflächen werden insbesondere durch Kratzen, Schleifen, Filzen, Bür
sten, Bügeln und Polieren bearbeitet. Hierzu bedient man sich spezieller Werk
zeuge, die entweder von Hand beispielsweise in Form von Kreisbewegungen
oder maschinell durch Drehen über die Putzoberfläche bewegt werden. Solche
Arbeiten werden beispielsweise nach der Herstellung und Aushärtung der
Putzoberfläche oder nach einer Reparatur der Putzoberfläche durchgeführt.
Beispiele für Werkzeuge zur Bearbeitung von Putzoberflächen finden sich z. B.
in DE-U-87 18 023, DE-U-297 07 996, DE-U-295 11 489, DE-U-19 33 821,
US-A-2 983 943 und US-A-1 642 416.
Aus DE-A-35 37 372 ist eine weitere Vorrichtung zum Abtragen von Putz be
kannt, die ein mit einem einzigen, zentral angeordneten Handgriff versehenes
Gehäuse aufweist, in welchem zwei mit einer pneumatisch oder hydraulisch
betätigbaren Zylinder-Kolben-Anordnung gekoppelte und mit Schabwerkzeu
gen bestückte Werkzeugträger geradlinig gegenläufig zueinander oszillierend
angeordnet sind.
Unter dem Begriff "Rabotieren" versteht man die Bearbeitung einer Putz
oberfläche mit Hilfe eines handbetätigten Gitterelements, das die Form eines
Gitterrostes aufweist und mit mindestens zwei Gruppen von sich kreuzenden
Verstrebungselementen versehen ist. Um diese Gitterstruktur herum verläuft
ein Randelement. Das so ausgebildete Gitterelement ist an einem Trägerele
ment befestigt, das von Hand bewegt wird, so dass die Verstrebungselemente
des Gitterelements auf der Putzoberfläche aufliegen und somit beispielsweise
Unebenheiten der Putzoberfläche durch Abtragen von Putzwerkstoff egalisiert
werden können.
Während der Bearbeitung der Putzoberfläche durch ein Rabotierwerkzeug
lagert sich abgetragener Putzwerkstoff in den einzelnen "Kassetten" des Git
terelements ab. Es ist daher erforderlich, das Rabotierwerkzeug von Zeit zu
Zeit von der Putzoberfläche abzurücken und "auszuschlagen", so dass der ab
gelöste Putzwerkstoff aus den Kassetten herausfällt. Dieser Vorgang beein
trächtigt die Effektivität des Rabotiervorgangs.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Rabotierwerkzeug zur Bear
beitung von Putzoberflächen zu schaffen, das auf einfache Art und Weise über
einen längeren Rabotiervorgang eingesetzt werden kann, ohne dass sich das
Rabotierwerkzeug durch abgetragenes Material der Putzoberfläche zusetzen
kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung ein Rabotierwerkzeug zur
Bearbeitung von Putzoberflächen vorgeschlagen, das versehen ist mit
- - einem Trägerelement, das einen umlaufenden Rand aufweist, und
- - einem mit dem Trägerelement verbundenen Gitterelement, das minde stens zwei Gruppen von sich kreuzenden Verstrebungselementen und ein mit diesen verbundenes umlaufendes Randelement aufweist,
- - wobei das Gitterelement von dem Trägerelement beabstandet ist und zwischen dem Rand des Trägerelements und dem Randelement des Git terelements im wesentlichen rechtwinklig zu den Ebenen, innerhalb derer sich das Gitterelement und das Trägerelement erstrecken, ein Abstand vorhanden ist und
- - wobei das Trägerelement und das Gitterelement jeweils die Form einer Scheibe aufweisen und das Trägerelement eine zentrische Kopplungsaufnahme für eine drehend antreibbare Antriebswelle aufweist.
Bei dem erfindungsgemäßen Rabotierwerkzeug ist das Gitterelement von dem
Trägerelement beabstandet angeordnet, so dass zwischen dem Rand des
Trägerelements und dem Randelement des Gitterelements rechtwinklig zur
Erstreckung von Gitterelement und Trägerelement ein Abstand gegeben ist.
Das bedeutet, dass die durch die sich kreuzenden Verstrebungselemente ge
bildeten Felder bzw. Kassetten zum Trägerelement hin offen sind und insbe
sondere an der dem Trägerelement zugewandten Seite nicht durch dieses oder
andere Elemente verschlossen sind. Des Weiteren bedeutet der erfindungsge
mäße Abstand von Gitterelement und Trägerelement aber auch, dass am Rand
zwischen Gitterelement und Trägerelement ein seitlicher Abstand gegeben ist,
der Freiraum zwischen den Feldern und dem Trägerelement zu dessen Rand
hin also offen ist.
Wenn nun abgetragenes Material von der Putzoberfläche sich in den Feldern
bzw. Kassetten sammelt, gelangt es automatisch in den Freiraum zwischen
Gitterelement und Trägerelement und fällt somit nach unten aus dem
Rabotierwerkzeug heraus, wenn dieses über eine vertikale Putzoberfläche
bewegt wird. Der Abfluss an abgetragenem Material der Putzoberfläche ist also
bei dem erfindungsgemäßen Rabotierwerkzeug ungestört gegeben, so dass
sich das Rabotierwerkzeug nicht "zusetzen" kann.
Grundsätzlich lässt sich das erfindungsgemäße Rabotierwerkzeug manuell oder
maschinell einsetzen. Im letzteren Fall ist es zweckmäßig, dass das Trä
gerelement und das Gitterelement jeweils die Form einer Scheibe aufweisen,
wobei das Trägerelement eine zentrische Kopplungsaufnahme für eine drehbar
antreibbare Antriebswelle aufweist. Somit kann man das erfindungsgemäße
Rabotierwerkzeug nach Art eines Schleifaufsatzes auf die Antriebsmaschine
eines Winkelschleifers, eines so genannten Trennjäger oder eines im allgemei
nen mit Flex bezeichneten Geräts aufsetzen.
Die Verstrebungselemente jeder Gruppe verlaufen innerhalb der Gruppe vor
zugsweise parallel und von Gruppe zu Gruppe insbesondere rechtwinklig zueinander.
Damit entsteht eine Struktur aus sich rechtwinklig kreuzenden Git
terverstrebungen.
Die Beabstandung der sich kreuzenden Verstrebungselemente des Gitterele
ments zum Trägerelement kann zweckmäßigerweise dadurch realisiert werden,
dass die Verstrebungselemente einer der beiden Gruppen breiter sind als die
Verstrebungselemente der anderen Gruppe. Unter Breite wird hier die Er
streckung der Verstrebungselemente in zur Ausdehnung von Trägerelement
und Gitterelement rechtwinklig verlaufender Richtung verstanden. Um diese
Breitendifferenz sind die schmaleren Verstrebungselemente gegenüber den
breiteren Verstrebungselementen versetzt angeordnet, so dass einer der bei
den seitlichen Begrenzungsränder sämtlicher Verstrebungselemente beider
Gruppen in einer gemeinsamen Ebene liegen, die auf der dem Trägerelement
abgewandten Seite des Gitterelements angeordnet ist. Mit dieser Ebene liegt
das Rabotierwerkzeug auf der zu bearbeiteten Putzoberfläche auf.
Auch das Randelement des Gitterelements weist im wesentlichen die Breite der
schmaleren Verstrebungselemente auf und liegt mit einem seiner beiden seit
lichen Ränder ebenfalls in der zuvor genannten Ebene.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert: Hierbei
zeigen im einzelnen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Rabotierwerk
zeuges in Explosionsdarstellung,
Fig. 2 eine Ansicht des Rabotierwerkzeuges von der Unterseite, mit der das
Rabotierwerkzeug an einer zu bearbeiteten Putzoberfläche anliegt,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht der Unterseite des Rabotierwerkzeuges
in einer ersten Drehstellung und
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht der Unterseite des Rabotierwerkzeuges
in einer gegenüber der Drehstellung gemäß Fig. 3 um 90° verdrehten
Drehstellung.
Fig. 1 zeigt perspektivisch und in Explosionsdarstellung ein scheibenförmiges
Rabotierwerkzeug 10, das ein scheibenförmiges Trägerelement 12 aus bei
spielsweise Kunststoff und ein ebenfalls scheibenförmiges Gitterelement 14
aus beispielsweise Metall aufweist. Das Trägerelement 12 weist eine zentrische
Kopplungsaufnahme 16 für eine (nicht dargestellte) drehend antreibbare An
triebsweile einer von Hand zu haltenden Maschine auf.
Das Gitterelement 14 weist ein umlaufendes Randelement 18 auf, innerhalb
dessen eine Vielzahl von ersten Verstrebungselementen 20 und zweiten Ver
strebungselementen 22 angeordnet sind. Die ersten Verstrebungselemente 20
und die zweiten Verstrebungselemente 22 verlaufen jeweils untereinander
parallel zueinander. Dadurch entsteht eine Gitterstruktur mit rechtwinklig ver
laufenden Verstrebungen und Feldern 24, die von Verstrebungselementen
20, 22 und im Randbereich zusätzlich vom Randelement 18 begrenzt sind
(siehe auch Fig. 2).
Wie man anhand von Fig. 2 erkennen kann, sind an in diesem Ausführungsbei
spiel vier über die Gitterstruktur verteilten Stellen jeweils zwei benachbarte
erste Verstrebungselemente 20 an jeweils zwei Stellen durch Platten 26 mit
einander verbunden, die mittels Schrauben 28 an dem Trägerelement 12 be
festigt sind. Auf diese Weise ist das gesamte Gitterelement 14 mit dem Trä
gerelement 12 verbunden.
Die Besonderheit des hier beschriebenen Rabotierwerkzeuges 10 ist insbe
sondere anhand der Fig. 1, 3 und 4 zu erkennen. Diese Besonderheit besteht
darin, dass die ersten Verstrebungselemente 20, die wie die zweiten Verstre
bungselemente 22 nach Art von hochkant verlaufenden Metallstreifen ausge
bildet sind, breiter sind als die zweiten Verstrebungselemente 22 und das
Randelement 18, welches seinerseits im wesentlichen genau so breit ist wie
die zweiten Verstrebungselemente 22. Sämtliche Verstrebungselemente 20, 22
und das Randelement 18 fluchten mit ihren dem Trägerelement 12 abge
wandten Seitenkanten, die somit in einer gemeinsamen zur Ausdehnung von
Gitterelement 14 und Trägerelement 12 parallelen Ebene verlaufen. Auf diese
Weise bilden sich zwischen dem Gitterelement 14 und dem Trägerelement 12
parallel zueinander verlaufende Kanäle 30 (siehe Fig. 3 und 4), die unterein
ander durch die benachbarten ersten Verstrebungselemente 20 getrennt und
zum Rand 32 des Rabotierwerkzeuges 10 hin offen sind. Auf Grund dieser
Kanäle 30 sind die einzelnen Felder 24 von dem Trägerelement 12 beabstan
det, so dass Material von der bearbeiteten Putzoberfläche, das sich in den Fel
dern 24 ansammelt, durch die Kanäle 30 seitlich aus dem Rabotierwerkzeug
10 abfließen kann.
Claims (4)
1. Rabotierwerkzeug zur Bearbeitung von Putzoberflächen, mit
einem Trägerelement (12), das einen umlaufenden Rand aufweist, und
einem mit dem Trägerelement (12) verbundenen Gitterelement (14), das mindestens zwei Gruppen von sich kreuzenden Verstrebungsele menten (20, 22) und ein mit diesen verbundenes umlaufendes Randelement (18) aufweist,
wobei das Gitterelement (14) von dem Trägerelement (12) beabstan det ist und zwischen dem Rand des Trägerelements (12) und dem Randelement (18) des Gitterelements (14) im wesentlichen recht winklig zu den Ebenen, innerhalb derer sich das Gitterelement (14) und das Trägerelement (12) erstrecken, ein Abstand vorhanden ist und
wobei das Trägerelement (12) und das Gitterelement (14) jeweils die Form einer Scheibe aufweisen und das Trägerelement (12) eine zentrische Kopplungsaufnahme (16) für eine drehend antreibbare Antriebswelle aufweist.
einem Trägerelement (12), das einen umlaufenden Rand aufweist, und
einem mit dem Trägerelement (12) verbundenen Gitterelement (14), das mindestens zwei Gruppen von sich kreuzenden Verstrebungsele menten (20, 22) und ein mit diesen verbundenes umlaufendes Randelement (18) aufweist,
wobei das Gitterelement (14) von dem Trägerelement (12) beabstan det ist und zwischen dem Rand des Trägerelements (12) und dem Randelement (18) des Gitterelements (14) im wesentlichen recht winklig zu den Ebenen, innerhalb derer sich das Gitterelement (14) und das Trägerelement (12) erstrecken, ein Abstand vorhanden ist und
wobei das Trägerelement (12) und das Gitterelement (14) jeweils die Form einer Scheibe aufweisen und das Trägerelement (12) eine zentrische Kopplungsaufnahme (16) für eine drehend antreibbare Antriebswelle aufweist.
2. Rabotierwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
sich kreuzenden Verstrebungselemente (20,22) rechtwinklig zueinander
verlaufen.
3. Rabotierwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Verstrebungselemente (20) der ersten Gruppe eine rechtwinklig zur
Erstreckung des Gitterelements (14) verlaufende Breite aufweisen, die
größer ist als die Breitenerstreckung der Verstrebungselemente (22) der
zweiten Gruppe und dass die Verstrebungselemente (20) der ersten
Gruppe um die Breitendifferenz gegenüber den Verstrebungselementen
(22) der zweiten Gruppe zum Trägerelement (12) hin überstehen.
4. Rabotierwerkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die
Breite des Randelements (18) kleiner als die oder im wesentlichen gleich
der Breite der Verstrebungselemente (22) der zweiten Gruppe ist und
dass die Verstrebungselemente (20) der ersten Gruppe um die Breiten
differenz zum Randelement (18) gegenüber diesem in Richtung auf das
Trägerelement (12) überstehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10112981A DE10112981C1 (de) | 2001-03-17 | 2001-03-17 | Rabotierwerkzeug zur Bearbeitung von Putzoberflächen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10112981C1 true DE10112981C1 (de) | 2002-10-17 |
Family
ID=7677887
Family Applications (1)
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| DE10112981A Expired - Fee Related DE10112981C1 (de) | 2001-03-17 | 2001-03-17 | Rabotierwerkzeug zur Bearbeitung von Putzoberflächen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10112981C1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| ES2378135A1 (es) * | 2010-05-10 | 2012-04-09 | K.G.V. Soluciones, S.L. | Procedimiento para alisar paredes de yeso, con temple picado o quitar gotelé y herramienta para aplicar dicho procedimiento. |
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2001
- 2001-03-17 DE DE10112981A patent/DE10112981C1/de not_active Expired - Fee Related
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