DE10110384A1 - Draht aus rostfreiem Stahl - Google Patents
Draht aus rostfreiem StahlInfo
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Abstract
Ein rostfreier Draht besitzt eine vorformte Randzone mit im Vergleich zum Kern größerer Dichte und demgemäß eine im Vergleich zu Draht ohne eine solche Randzone verbesserte Korrosionsbeständigkeit, insbesondere verbesserte Beständigkeit gegen Lochfraß und Spaltkorrosion in chloridischen Medien.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf Draht aus eine Passivschicht bildenden bzw.
aufweisenden Chromstahl.
Zu den Haupteigenschaften solcher Stähle zählt deren Beständigkeit unter
Umweltbedingungen, beispielsweise gegen Luftsauerstoff, feuchte Luft,
wässrige Lösungen, Trink-, Brauch- und Industriewasser, Meerwasser sowie
auch gegen Säuren und Basen; sie beruht darauf, daß sich unter dem Ein
fluß des Luftsauerstoffs auf den Stahl eine Passivschicht bildet. Wegen die
ser komplexen Anforderungen enthalten rostfreie Stähle normalerweise über
12% Chrom und zusätzliche Legierungselemente, um auch die Beständigkeit
in chemischen Medien zu gewährleisten.
Eine gute Korrosionsbeständigkeit erfordert zudem eine metallisch saubere
Oberfläche. Besonders nachteilig sind daher Zunderschichten, die bei einer
Warmverformung oder Wärmebehandlung durch Oxidation entstehen. Dabei
diffundiert Chrom aus tieferen Schichten an die Metalloberfläche bzw. in die
Zunderschicht, wodurch sich unterhalb der Zunderschicht eine an Chrom
verarmte Zone ausbildet. Die Verarmungszone weist dann zwangsläufig eine
besonders geringe Korrosionsbeständigkeit auf. Sie muß daher - gemeinsam
mit dem Zunder - möglichst vollständig entfernt werden, um die durch den
Chromgehalt vorgegebene Korrosionsbeständigkeit wiederherzustellen.
Es ist allgemein üblich, die Zunderschicht und die darunter liegende an
Chrom verarmte Schicht durch Beizen zu entfernen. Dazu werden Bäder aus
Salpetersäure, Flußsäure, Schwefelsäure und teilweise auch Salzsäure ver
wendet. Diese starken Säuremischungen lösen bei Temperaturen von 30 bis
80°C den Zunder und die darunter befindliche an Chrom verarmte Schicht.
Es wurde auch schon versucht, durch abtragendes Bürsten die Oberfläche
eines verzunderten Drahtes mechanisch vorzureinigen, um Beizlösung einzusparen.
Ein Verfahren zum Entzundern durch Bürsten beschreibt bei
spielsweise die US-Patentschrift 5 953 944. Dabei reißen die Spitzen der
Borsten die Drahtoberfläche auf und entfernen so den anhaftenden Zunder
durch Abtragen von der Drahtoberfläche. Das Entzundern durch Bürsten hat
sich jedoch nicht bewährt, da es die Oberfläche des Drahtes nachteilig
beeinflußt, insbesondere aufrauht und einen ungleichmäßigen Angriff der
Beizsäure verursacht. Das starke Aufrauhen der Drahtoberfläche ver
schlechtert zudem wegen der damit verbundenen Oberflächenvergrößerung
und der Gefahr einer Spaltkorrosion die Korrosionsbeständigkeit.
Es ist ferner bekannt, rostfreien Draht durch eine Tauchbehandlung in 20 bis
30%-iger Salpetersäure zu passivieren, um die Korrosionsbeständigkeit zu
erhöhen. Eine solche Tauchbehandlung beschleunigt die Ausbildung eines
nur wenige nm dicken Oxidfilms, der auch als Passivschicht bezeichnet wird.
Die Güte der Passivschicht ist für die Korrosionsbeständigkeit rostfreier
Stähle entscheidend.
In der Praxis ist die Korrosionsbeständigkeit der rostfreien Stähle nicht
immer ausreichend. So tritt beispielsweise in chloridischen Salzlösungen
Loch- oder Spaltkorrosion immer dann ein, wenn die Stabilität der Passiv
schicht überfordert ist. Gerade diese Korrosion ist aber besonders uner
wünscht, da sie zur Ausbildung von nadelstichartigen Vertiefungen führt, die
zu sehr großen Löchern wachsen können. Dadurch kann an kritischen Stel
len eine sehr starke Abnahme des Materialquerschnittes auftreten. Typisch
für diese Korrosionsart ist ein nicht lineares Zeitgesetz der Metallauflösung.
Dies bedeutet, daß sich nach einer anfänglich geringen Korrosion die
Metallauflösung unter Vergrößerung der Löcher überproportional beschleu
nigt. Eine Verbesserung der Stabilität der Passivschicht läßt sich durch eine
Anhebung des Chrom-Gehaltes bei gleichzeitiger Abstimmung der Gehalte
Chrom, Molybdän, Nickel, Mangan, Silizium, Kohlenstoff, Stickstoff errei
chen.
Eine besondere Bedeutung kommt den Elementen Chrom und Molybdän zu,
die einen vorteilhaften korrosionshemmenden Einfluß ausüben. Der Legie
rungseinfluß dieser Elemente wird auf bekannte Weise durch Wirksummen
beschrieben, beispielsweise durch die Formeln:
W = (%Cr) + 3,3 (%Mo)
oder unter Einbeziehung von Stickstoff durch den Wert
PRE = (%Cr) + 3,3 (%Mo) + 16 (%N).
Die Werte W oder PRE gelten als Maß für die Beständigkeit gegen Lochkor
rosion. Hohe Werte stehen für eine gute Beständigkeit.
Diese Maßnahmen sind teuer und nicht immer erfolgreich, da in vielen Fällen
die Stabilität der Passivschicht und deren Fähigkeit zum Ausheilen nach
einer lokalen Verletzung unzureichend ist. Eine schlechte Korrosionsbestän
digkeit findet häufig ihre Ursache in Fehlstellen, Versetzungen, Inhomogeni
täten und vermutlich auch in Dicken- und Strukturunterschieden der Passiv
schicht. Typische Schwachstellen in der Passivschicht sind Defekte wie Ein
schlüsse, Korngrenzen, Ausscheidungen, Verarmungszonen, Poren und
Riefen.
Die Passivschicht bietet auch keine absolute Gewähr dafür, daß eine Korro
sion unterbleibt. So wird beispielsweise unter reduzierenden Bedingun
gen - etwa in Schwefelsäure, Ameisensäure, Essigsäure und anderen Säu
ren - der Aufbau einer Passivschicht stark erschwert bzw. kann auch völlig
unterbleiben. Dies führt dann zu einer flächenhaften Auflösung. Liegt die
Abtragrate durch Auflösung unter 0,3 g/m2 h gilt der Stahl als beständig. Die
ser Richtwert wird allerdings für spezielle Anwendungen, etwa in der
Lebensmittelindustrie, tiefer angesetzt.
Es ist ferner bekannt, die Korrosionsbeständigkeit von rostfreien Stählen
durch geeignete und abgestimmte Wärmebehandlungen zu verbessern.
Dabei wird vorrangig angestrebt, die Bildung von Ausscheidungen und damit
verbundener Verarmungszonen für bestimmte Legierungselemente zu ver
meiden bzw. zu beseitigen. Besonders Ausscheidungen von Chromkarbid
und Chromnitrid in den Korngrenzen wirken sich nachteilig auf das Korro
sionsverhalten aus.
Der Erfindung liegt daher das Problem zugrunde, die Korrosionsbeständig
keit von Rundmaterial wie Draht aus Chrom-Stahl, insbesondere deren
Beständigkeit gegen Lochfraß und Spaltkorrosion in wässrigen Lösungen zu
verbessern.
Dieses Problem findet seine Lösung in einem Rundmaterial (im folgenden
Draht) mit einer Randzone, die im Vergleich zum Kern eine größere Dichte
besitzt. Die Dicke dieser, beispielsweise für sich verformten Randzone kann
2,5 bis 50 µm, beispielsweise 10 µm betragen.
Der Draht besteht vorzugsweise aus einem Stahl mit
0,01 bis 1,0% Kohlenstoff
0,02 bis 1,0% Stickstoff
12 bis 25% Chrom
0 bis 25% Nickel
0 bis 4% Molybdän
0,2 bis 2% Silizium
0,5 bis 20% Mangan
0,2 bis 5,0% Kupfer
0,02 bis 1,0% Aluminium
0,001 bis 0,35% Schwefel
Rest Eisen.
0,01 bis 1,0% Kohlenstoff
0,02 bis 1,0% Stickstoff
12 bis 25% Chrom
0 bis 25% Nickel
0 bis 4% Molybdän
0,2 bis 2% Silizium
0,5 bis 20% Mangan
0,2 bis 5,0% Kupfer
0,02 bis 1,0% Aluminium
0,001 bis 0,35% Schwefel
Rest Eisen.
Die erfindungsgemäße Randzone führt zu einer besseren Korrosionsbestän
digkeit und läßt sich in der Weise herstellen, daß der Draht in einer Rand
zone einer Gleitverformung vorzugsweise in Längsrichtung des Drahtes
unterworfen wird. Das bewirkt eine Materialverdichtung an der Oberfläche
und kann durch ein spezielles Bürsten geschehen, bei dem die Borsten mit
ihrer Mantelfläche über den Draht bewegt werden. Dies geschieht vorzugs
weise so, daß der Draht in der Nähe der Borstenverankerung zwischen den
Borsten hindurchgeführt wird.
Dabei kann sich gleichzeitig auch eine Zwischenschicht ausbilden, die ver
mutlich aufgrund von Versetzungen und Verformungen die Passivschicht
stabilisiert und deren Heilung - beispielsweise nach einer mechanischen
Verletzung - fördert.
Die Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit zeigt sich zunächst durch
eine Abnahme im elektrochemischen Rauschen und in einer sehr geringen
Anfälligkeit gegenüber Lochkorrosion. Das verbesserte Korrosionsverhalten
des erfindungsgemäß behandelten Drahts beruht auch auf einer unterhalb
der Passivschicht entstehenden Zwischenschicht, die bei Verletzungen der
Passivschicht deren Neubildung fördert. Damit wirkt sich das erfindungsge
mäße Verfahren auch in der zweiten Stufe einer Lochkorrosion, die durch
das Wachsen von Löchern gekennzeichnet ist, vorteilhaft aus.
Zur Charakterisierung der Empfindlichkeit gegen Lochkorrosion ist es üblich,
Potentialmessungen durchzuführen. Dabei werden sogenannte Stromdichte-
Potentialkurven aufgenommen, d. h. in Abhängigkeit eines vorgegebenen
Spannungsanstieges ein zwischen zwei Elektroden fließender Strom gemes
sen. Im Stabilitätsbereich einer Passivschicht ist dieser Strom sehr gering.
Mit steigendem Potential wird aber ein Zustand erreicht, bei dem die Passiv
schicht aufbricht, die Metallauflösung einsetzt und der Strom stark ansteigt.
Dieser Punkt wird als Durchbruchspotential bezeichnet (englisch: CPP = cri
tical pitting potential).
Die Ursachen für eine Loch- und/oder Spaltkorrosion, die oftmals unter be
reits milden Korrosionsbedingungen auftreten, sind Schwachstellen in der
Passivschicht. Bei elektrochemischen Langzeituntersuchungen wurde fest
gestellt, daß auch in Salzlösungen geringer Konzentration die Passivschicht
örtlich aufbrechen kann. Das Aufbrechen der Passivschicht äußert sich im
mer in einem kurzzeitigen Potentialanstieg. Die damit verbundenen kurz
zeitigen Ausschläge - auch spikes genannt - werden als elektrochemisches
Rauschen bezeichnet. Versuche haben ergeben, daß die Häufigkeit und die
Intensität der Spitzen - also die Intensität des elektrochemischen Rau
schens - direkt proportional zur Entstehung von Lochkorrosion ist. Das elek
trochemische Rauschen stellt eine spontane Potentialänderung in einer
galvanischen Zelle dar. Solange an der Oberfläche des passivierten Metalls
keine chemischen Reaktionen ablaufen, ändert sich das Potential nur lang
sam. Wird aber an bestimmten Schwachstellen die Passivschicht aufgebro
chen, setzt plötzlich eine lokale Auflösung ein, die eine spontane Änderung
des Potentials bewirkt. Bei der Aufnahme von Potential-Zeitkurven im Lang
zeitversuch zeigen sich dann einzelne Spitzen im Kurvenverlauf, die auf eine
gestörte oder geschwächte Passivschicht hinweisen. Diese Spitzen zeigen
das lokale Aufbrechen der Passivschicht unmittelbar an. Eine Potential-
Zeitkurve mit vielen "spikes" ist somit der Hinweis auf eine schwache, örtlich
gestörte und inhomogene Passivschicht und auf eine erhöhte Anfälligkeit für
Lochkorrosion.
Überraschend hat sich herausgestellt, daß sich bei rostfreien Drähten durch
eine vorzugsweise in Längsrichtung des Drahtes eingebrachte Oberflächen
verformung und -verdichtung das elektrochemische Rauschen signifikant
vermindert, und daß derart behandelte Drähte eine deutlich bessere Loch
fraßbeständigkeit aufweisen. Auch eine Verbesserung der Dauerwechsel
festigkeit und anderer Eigenschaften ist möglich. Die Ursachen hierfür dürfte
in einer Verbesserung der Stabilität der Passivschicht und/oder der sich
daran anschließenden Zwischenschicht liegen.
Die Verformung der Randzone kann in Längsrichtung des Drahtes unter der
Einwirkung einer Vielzahl von Stahldrähten (Borsten) einer oder mehrerer
rotierender Bürsten erfolgen. Dabei sollten die Borsten (Bürstendrähte) über
eine möglichst lange Strecke an dem Draht entlanggleiten. Dies läßt sich
über die Eintauchtiefe einstellen.
Zwischen der Eintauchtiefe E des Drahtes und der Borstenlänge L ergibt
sich die Beziehung:
E = K1.L
K1 = 0,2 bis 0,8
Die Dicke der Borstendrähte sollte bei 0,10 bis 0,50 mm liegen.
Die Bürstgeschwindigkeit U (Gleitgeschwindigkeit der Borsten auf der
Drahtoberfläche in m/min) sollte über die Drehzahl der Bürste und deren
Durchmesser so eingestellt werden, daß die Beziehung gewährleistet ist.
K2 = 100.d.log (U)
bei
K2 = 0,2 bis 5,5
d = Dicke des Drahtes in mm,
log (U) = dekadischer Logarithmus der Borstengeschwindigkeit
K2 = 0,2 bis 5,5
d = Dicke des Drahtes in mm,
log (U) = dekadischer Logarithmus der Borstengeschwindigkeit
Ferner sollte die Ziehgeschwindigkeit V des Drahtes auf die Borstenge
schwindigkeit so abgestimmt werden, daß die Beziehung
V < 0,3.U
gewährleistet ist.
Diese Beziehung gilt für die Anwendung einer Bürste. Sind mehrere Bürsten
parallel oder hintereinander angeordnet, addiert sich deren Wirkung. Die
Bürstgeschwindigkeit U kann dann auch kleiner gewählt werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und
Zeichnungen des näheren erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen Teil eines Drahtes im Querschnitt,
Fig. 2 eine Vorrichtung zum Verdichten der Drahtoberfläche,
Fig. 3 Beispiele für die Anordnung von Bürsten zum Verdichten der Draht
oberfläche und
Fig. 4 die Potential-Zeitkurven für drei typische Zustände eines rostfreien
Drahtes.
Bei der erfindungsgemäßen Randverformung entsteht eine Randzone 1 in
Gestalt einer verbesserten Passivschicht, unter der sich eine ebenfalls zur
Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit beitragende Zwischenschicht 2
bildet, der sich eine Übergangsschicht 3 zum Grundwerkstoff 4 anschließt.
Für das Herstellen der erfindungsgemäßen Randzone mit verbesserter Pas
sivität eignet sich eine Vorrichtung, bei der der Draht 5 mit Hilfe von Füh
rungsrollenpaaren 6, 7 durch einen Satz sich drehender Bürsten 8 so hin
durchgezogen wird, daß die Spitzen der Borsten 9 den Draht in einer die
Bürstenachse schneidenden Ebene um das Maß E überragen. Mit anderen
Worten: Der Draht verläuft in der Nähe des Fußpunktes der Borsten.
Auf die Beschaffenheit der Bürsten kommt es nicht an. Entscheidend ist, daß
der zu behandelnde Draht so wenig wie möglich von den Borstenspitzen
beaufschlagt wird. Demgemäß geschieht die Beeinflussung der Randzone
des Drahts mit Hilfe der über die Drahtoberfläche gleitenden Borstenschäfte.
Die Dicke der Verformungsschicht und die sich nach Fig. 1 ergebende
Struktur wurden elektrochemisch ermittelt. Dabei wurden Drahtproben ver
schiedener Stähle mit der Zusammensetzung nach Tabelle I bei verschiede
nen K1-Werten erfindungsgemäß behandelt. Nach der Behandlung wurde bei
vereinzelten Proben zudem die Drahtoberfläche mit Schleifkorn unterschied
licher Körnung aufgerauht und nach einer schwachen Passivierung auf elek
trochemisches Rauschen untersucht.
Die Potential-Zeitkurven der Fig. 4 wurden mit 5 cm langen Drahtstücken in
einer 4%-igen NaCl-Lösung unter Zusatz von K4[Fe(CN)6] während einer Zeit
von 2 Stunden gegen eine Ag/AgCl Referenzelektrode aufgenommen. Die
Potentialdifferenz zwischen der Referenzelektrode und des in die Lösung
eintauchenden Drahtes wurde mit einem PC aufgezeichnet und ausgewertet.
Im Fall einer Korrosion bildeten sich an jenen Stellen, wo sich Eisen
aufgelöst hatte, blaue Punkte.
Für die Bewertung wurden die Versuchsergebnisse nach der Größe und der
Anzahl der Korrosionsstellen in der sich aus der nachfolgenden Tabelle II
ergebenden Weise klassifiziert. Die Bewertung nach 72 h bzw. 120 h Auslage
rungszeit sind aus der Tabelle III ersichtlich. Die Tabelle bezieht sich auf
Versuche mit Drähten, die einer unterschiedlichen Oberflächenbehandlung
unterworfen wurde. Bei einem Teil der Drähte wurde nach dem erfindungs
gemäßen Bürsten die Oberfläche mit Schmirgelkorn aufgerauht, um nach
zuweisen, daß die Korrosionsbeständigkeit auch nach einem "Scheuern" an
einen festen Gegenstand noch erhalten bleibt.
Claims (13)
1. Draht aus einem eine Passivschicht bildenden Chromstahl, gekenn
zeichnet durch eine Randzone (1) mit im Vergleich zum Kern (4) grö
ßerer Dichte.
2. Draht nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Randzone (1) mit
einer Dicke von 2,5 bis 50 µm.
3. Draht nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine verformte
Randzone (1).
4. Verfahren zum Herstellen eines Drahts mit verbesserter Korrosionsbe
ständigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß der Draht in seiner Rand
zone einer Gleitverformung unterworfen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine Gleitverfor
mung in Längsrichtung.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß
Drahtborsten mit ihrer Mantelfläche über den Draht bewegt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Draht
zwischen den Borsten einer sich drehenden Bürste hindurchgeführt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Eintauchtiefe des Drahtes zwischen den Borsten
E = K1.L
K1 = 0,2 bis 0,8
beträgt und L die Borstenlänge ist.
E = K1.L
K1 = 0,2 bis 0,8
beträgt und L die Borstenlänge ist.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeich
net, daß die Borstengeschwindigkeit der Bedingung
K2 = 100.d.log (U)
K2 = 0,2 bis 5,5
genügt und d die Dicke des Drahts in Millimeter sowie log (U) der deka dische Logarithmus der Borstengeschwindigkeit ist.
K2 = 100.d.log (U)
K2 = 0,2 bis 5,5
genügt und d die Dicke des Drahts in Millimeter sowie log (U) der deka dische Logarithmus der Borstengeschwindigkeit ist.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeich
net, daß die Ziehgeschwindigkeit V des Drahts der Bedingung
V < 0,3.U
genügt.
V < 0,3.U
genügt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeich
net, daß der Draht mit rotierenden Bürsten behandelt wird und die Bor
sten mit 20 bis 80% ihrer Länge über die Drahtoberfläche gleiten.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeich
net, daß der Draht nach dem Bürsten passiviert wird.
13. Verwendung eines Chrom-Stahls mit
0,01 bis 1,0% Kohlenstoff
0,02 bis 1,0% Stickstoff
12 bis 25% Chrom
0 bis 25% Nickel
0 bis 4% Molybdän
0,2 bis 2% Silizium
0,5 bis 20% Mangan
0,2 bis 5,0% Kupfer
0,02 bis 1,0% Aluminium
0,001 bis 0,35% Schwefel
Rest Eisen.
als Werkstoff für einen Draht nach einem der Ansprüche 1 bis 3 oder ein Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 12.
0,01 bis 1,0% Kohlenstoff
0,02 bis 1,0% Stickstoff
12 bis 25% Chrom
0 bis 25% Nickel
0 bis 4% Molybdän
0,2 bis 2% Silizium
0,5 bis 20% Mangan
0,2 bis 5,0% Kupfer
0,02 bis 1,0% Aluminium
0,001 bis 0,35% Schwefel
Rest Eisen.
als Werkstoff für einen Draht nach einem der Ansprüche 1 bis 3 oder ein Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 12.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10110384A DE10110384A1 (de) | 2001-03-03 | 2001-03-03 | Draht aus rostfreiem Stahl |
| DE2002501292 DE50201292D1 (de) | 2001-03-03 | 2002-02-28 | Verfahren zum herstellen eines drahtes mit verbesserter korrosionsbeständigkeit |
| AT02714176T ATE279277T1 (de) | 2001-03-03 | 2002-02-28 | Verfahren zum herstellen eines drahtes mit verbesserter korrosionsbeständigkeit |
| PCT/EP2002/002167 WO2002070166A1 (de) | 2001-03-03 | 2002-02-28 | Draht aus rostfreiem stahl und verfahre zum herstellen eines drahts mit verbesserter korrosionsbetständigkeit |
| EP02714176A EP1368144B1 (de) | 2001-03-03 | 2002-02-28 | Verfahren zum herstellen eines drahtes mit verbesserter korrosionsbeständigkeit |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10110384A DE10110384A1 (de) | 2001-03-03 | 2001-03-03 | Draht aus rostfreiem Stahl |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10110384A1 true DE10110384A1 (de) | 2002-09-19 |
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ID=7676273
Family Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE10110384A Withdrawn DE10110384A1 (de) | 2001-03-03 | 2001-03-03 | Draht aus rostfreiem Stahl |
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|---|---|---|---|
| DE2002501292 Expired - Lifetime DE50201292D1 (de) | 2001-03-03 | 2002-02-28 | Verfahren zum herstellen eines drahtes mit verbesserter korrosionsbeständigkeit |
Country Status (4)
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