DE10110024A1 - Anlage und Verfahren zur Erwärmung einer Flüssigkeit durch Abgaswärme - Google Patents
Anlage und Verfahren zur Erwärmung einer Flüssigkeit durch AbgaswärmeInfo
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Abstract
Es werden eine Anlage und ein Verfahren zur Erwärmung einer Flüssigkeit durch Abgaswärme unter Verwendung eines von der zu erwärmenden Flüssigkeit durchflossenen und vom Abgas passierten Wärmetauschers beschrieben. Die beschriebene Anlage und das beschriebene Verfahren zeichnen sich dadurch aus, daß während des Betriebes der Anlage der Anteil des Abgases, der den Wärmetauscher passiert, veränderbar ist. Dadurch ist es möglich, unabhängig von der erzeugten Abgasmenge und unabhängig von der Abgastemperatur, beliebige Flüssigkeitsmengen auf beliebige Temperaturen zu bringen.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und ein Verfahren gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 21, d. h. eine Anlage und ein
Verfahren zur Erwärmung einer Flüssigkeit durch Abgaswärme
unter Verwendung eines von der zu erwärmenden Flüssigkeit
durchflossenen und vom Abgas passierten Wärmetauschers.
Eine solche Vorrichtung und ein solches Verfahren sind bei
spielsweise aus unter Verwendung der sogenannten Brennwert
technik arbeitenden Heizungsanlagen bekannt.
Bei solchen Heizungsanlagen wird ein Teil der zur Erwärmung
des Wassers benötigten Energie aus den Abgasen gewonnen; die
Abgase werden an einem von Wasser durchflossenen Wärmetau
scher vorbeigeführt und erwärmen dabei das darin befindliche
Wasser.
Die Erfahrung zeigt, daß man dadurch einen beträchtlichen
Teil der im Abgas enthaltenen Energie nutzbar machen kann.
Dennoch ist es eher die Ausnahme, die in heißen Abgasen ent
haltene Energie zu nutzen.
Insbesondere bei Verbrennungsanlagen, durch welche Müll oder
für die Umwelt und/oder den Menschen gefährliche Stoffe ver
brannt werden, werden die Abgase im allgemeinen ungenutzt ins
Freie gelassen. Hier bestehen offensichtlich technischen
Schwierigkeiten, die in den Abgasen enthaltene Energie zu
nutzen.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
die Anlage gemäß Patentanspruch 1 und das Verfahren gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 21 derart weiterzubilden, daß
diese sich auch bei anderen Anlagen als Heizungsanlagen, ins
besondere auch bei Verbrennungsanlagen einsetzen lassen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die in Patentan
spruch 1 beanspruchte Anlage bzw. durch das in Patentanspruch
21 beanspruchte Verfahren gelöst.
Die erfindungsgemäße Anlage zeichnet sich dadurch aus, daß
eine Einstelleinrichtung vorgesehen ist, durch welche während
des Betriebes der Anlage der Anteil des Abgases, der den Wär
metauscher passiert, veränderbar ist; das erfindungsgemäße
Verfahren zeichnet sich dadurch aus, daß während des Betrie
bes der Anlage der Anteil des Abgases, der den Wärmetauscher
passiert, veränderbar ist.
Durch die Veränderung des Anteils des Abgases, der den Wärme
tauscher passiert, ist es möglich, die Temperatur der zu er
wärmenden Flüssigkeit zu steuern oder zu regeln. Genauer ge
sagt ist es möglich, unabhängig von der erzeugten Abgasmenge,
und unabhängig von der Abgastemperatur beliebige Flüssig
keitsmengen auf beliebige Temperaturen zu bringen. Damit sind
die erfindungsgemäße Vorrichtung und das erfindungsgemäße
Verfahren auch in Fällen einsetzbar, in welchen die das Abgas
erzeugende Vorrichtung nicht in Abhängigkeit von der Tempera
tur der zu erwärmenden Flüssigkeit betrieben werden kann,
sondern wie beispielsweise eine Verbrennungsanlage oder ein
Dieselmotor zur Stromerzeugung im Dauerbetrieb laufen und in
alleiniger Abhängigkeit von der Art und Menge der zu ver
brennenden Stoffe bzw. von der Größe der zu erzeugenden elek
trischen Energie betrieben werden muß.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteran
sprüchen, der folgenden Beschreibung und der Figur entnehm
bar.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbei
spiels unter Bezugnahme auf die Figur näher erläutert.
Die Figur zeigt den Aufbau einer nachfolgend näher beschrie
benen Anlage zur Erwärmung einer Flüssigkeit durch Abgas
wärme.
Bei der im folgenden beschriebenen Anlage ist die durch die
Abgaswärme zu erwärmende Flüssigkeit Wasser, das zur Heizung
von Räumen verwendet wird. Es sei jedoch bereits an dieser
Stelle darauf hingewiesen, daß hierauf keine Einschränkung
besteht. Das erwärmte Wasser kann auch für beliebige andere
Zwecke verwendet werden, und es können auch beliebige andere
Flüssigkeiten als Wasser erwärmt werden.
Die im folgenden beschriebene Anlage nutzt die Abgase eines
Verbrennungsofens, genauer gesagt die Abgase, die bei der
Verbrennung von Farbpartikeln entstehen, welche beim Betrieb
einer Offsetdruckmaschine auftreten, und welche, da sie nicht
in die Atmosphäre gelangen dürfen, verbrannt werden müssen.
Diese Farbpartikel werden durch eine Absaugvorrichtung am Ort
der Entstehung abgesaugt und in einem durch einen Gasgebläse
brenner gebildeten Verbrennungsofen verbrannt.
Es sei doch bereits an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß
die im folgenden beschriebene Anlage auch zur Nutzung von Ab
gasen verwendet werden kann, die von beliebigen anderen Öfen
stammen, wobei weder auf die Bauart des Ofens, noch auf das
im Ofen verbrannte Material, noch auf die Art und Weise der
Verbrennung, noch auf den Einsatzzweck des Ofens eine Ein
schränkung besteht. Darüber hinaus kann die beschriebene An
lage auch zur Nutzung von Abgasen verwendet werden, die von
beliebigen anderen Einrichtungen stammen, bei deren Betrieb
Abgase entstehen. Solche anderen Einrichtungen sind bei
spielsweise, aber bei weitem nicht ausschließlich mit Diesel,
Benzin, Gas etc. betriebene Motoren zur Stromerzeugung.
In Fig. 1 ist eine Anlage dargestellt, durch welche die aus
einem Ofen stammenden Abgase zur Erwärmung von Wasser verwen
det werden.
Die gezeigte Anlage umfaßt ein von einem Ofen 1 abgehendes
Abgasrohr 2, ein vom Abgasrohr 2 abgehendes und weiter hinten
wieder in dieses einmündendes Bypass-Rohr 3, eine an der Ab
zweigung des Bypass-Rohres 3 vom Abgasrohr 2 vorgesehene,
verstellbare Klappe 4, einen im Bypass-Rohr 3 vorgesehenen
Wärmetauscher 5, einen stromabwärts vom Wärmetauscher 5 vor
gesehenen Temperatursensor 6, einen stromabwärts vom Wärme
tauscher 5 vorgesehenen Ventilator 7, eine am hinteren (be
züglich des Abgasstroms stromabwärts gelegenen) Ende des
Wärmetauschers 5 angeschlossene, das zu erwärmende Wasser
heranführende Rücklaufleitung 8, eine am vorderen (bezüglich
des Abgasstroms stromaufwärts gelegenen) Ende des Wärmetau
schers 5 angeschlossene, das erwärmte Wasser abführende Vor
laufleitung 9, eine an der Vorlaufleitung 9 vorgesehene
Wassermangelsicherung 10, einen an der Vorlaufleitung 9 vor
gesehenen Temperatursensor 11, ein in der Vorlaufleitung 9
vorgesehenes Magnetventil 12, ein in der Rücklaufleitung 8
vorgesehenes Magnetventil 13, ein von der Vorlaufleitung 9
abgehende Leitung mit einem Überdruckventil 14, eine am Fuß
punkt des Abgasrohres vorgesehene Auffangwanne 15 zum Auffan
gen von im Abgasrohr 2 und/oder im Bypass-Rohr 3 kondensie
render Flüssigkeit, und eine sich über die gesamte Anordnung
erstreckende weitere Auffangwanne zum Auffangen von aus der
Anordnung aus tretender Flüssigkeit.
Die Anlage enthält ferner einen in der Figur nicht gezeigten
Motor zur Verstellung der Klappe 4, und eine in der Figur
ebenfalls nicht gezeigte Steuereinrichtung zur Steuerung der
Stellung der Klappe 4 und des Ventilators 7.
Wenn Abgas durch das Bypass-Rohr 3 strömt, passiert es den
Wärmetauscher 5 und erwärmt dabei das durch diesen gepumpte
Wasser.
Im betrachteten Beispiel beträgt die Abgastemperatur am Be
ginn des Bypass-Rohres 3 etwa 400°C, und nach dem Wärmetau
scher etwa 80°C. Hierauf besteht selbstverständlich keine
Einschränkung. Die genannten Temperaturen können unabhängig
voneinander beliebig viel niedriger oder höher sein.
Wieviel Abgas durch das Bypass-Rohr 3 strömt, hängt von der
Stellung der Klappe 4 ab.
Die Klappe 4 kann eine im folgenden als erste Endstellung be
zeichnete Stellung, eine im folgenden als zweite Endstellung
bezeichnete Stellung, und vorzugsweise auch eine oder mehrere
dazwischen liegende Zwischenstellungen einnehmen. Die erste
Endstellung der Klappe 4 ist eine Stellung, in welcher die
Klappe 4 die Öffnung zum Bypass-Rohr 3 verschließt, so daß
kein oder kaum Abgas in das Bypass-Rohr 3 strömen kann. Die
zweite Endstellung der Klappe 4 ist eine Stellung, in welcher
die Klappe 4 an einer über der Abzweigung des Bypass-Rohres 3
vom Abgasrohr 2 liegenden Stelle das Abgasrohr 2 verschließt,
so daß das Abgas vollständig in das Bypass-Rohr 3 strömen
kann (muß). Die Zwischenstellungen sind Stellungen, in wel
chen ein Teil des Abgases das Bypass-Rohr 3 durchströmt, und
der andere Teil über das Abgasrohr 2 weitergeleitet wird, wo
bei es von der genauen Stellung der Klappe 4 abhängt, wie
groß die jeweiligen Anteile sind.
Die Stellung der Klappe 4 wird im betrachteten Beispiel ab
hängig von der vom Temperatursensor 11 erfaßten Temperatur
des Wassers in der Vorlaufleitung 9 verändert. Dadurch kann
über die Stellung der Klappe 4 eingestellt werden, wie stark
das den Wärmetauscher 5 durchströmende Wasser erwärmt wird.
Wird die Wassertemperatur zu hoch, so wird die Stellung der
Klappe 4 so verändert, daß weniger oder kein Abgas durch das
Bypass-Rohr 3 strömt; könnte oder sollte die Wassertemperatur
höher sein, so wird die Stellung der Klappe 4 so verändert,
daß mehr Abgas durch das Bypass-Rohr 3 strömt.
Dies ist ein sehr wichtiger Punkt, denn - anders als bei
einer Heizungsanlage, welche bei Erreichen einer bestimmten
Wassertemperatur einfach abgeschaltet wird - kann ein Ver
brennungsofen nicht jederzeit abgeschaltet werden. Ob, wann
und wie lange ein Verbrennungsofen abgeschaltet wird, hängt
ausschließlich davon ab, ob dieser gerade etwas zu verbrennen
hat oder nicht. Auf die Temperatur eines durch die Abgase er
wärmten Wassers kann keinesfalls Rücksicht genommen werden.
Abgesehen davon führt das Abschalten von Verbrennungsöfen in
vielen Fällen auch nicht zu einem sofortigen Absinken der Ab
gastemperatur. Die Abgastemperatur sinkt erst ab, wenn das zu
verbrennende Material zu brennen oder zu glühen aufhört, was
beispielsweise bei Müllverbrennungsöfen Stunden oder Tage
dauern kann.
Die Stellung der Klappe 4 wird im betrachteten Beispiel fer
ner in Abhängigkeit von der vom Temperatursensor 6 erfaßten
Abgastemperatur, genauer gesagt in Abhängigkeit von der hin
ter dem Wärmetauscher 5 herrschenden Abgastemperatur verän
dert. Ist diese Abgastemperatur zu hoch, so wird die Stellung
der Klappe 4 so verändert, daß weniger oder kein Abgas durch
das Bypass-Rohr 3 strömt; könnte Abgastemperatur höher sein,
so kann die Stellung der Klappe 4 so verändert werden, daß
mehr Abgas durch das Bypass-Rohr 3 strömt. Dadurch kann der
Ventilator 7 vor Beschädigungen geschützt werden.
Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, daß dann, wenn die
Wassertemperatur zu hoch wird, die Stellung der Klappe 4 in
jedem Fall, insbesondere unabhängig von der Abgastemperatur
so verändert wird, daß weniger oder kein Abgas durch das
Bypass-Rohr 3 strömt, und daß dann, wenn die Abgastemperatur
zu hoch wird, die Stellung der Klappe 4 in jedem Fall, insbe
sondere unabhängig von der Wassertemperatur so verändert
wird, daß weniger oder kein Abgas durch das Bypass-Rohr 3
strömt.
Die Stellung der Klappe 4 wird im betrachteten Beispiel fer
ner abhängig von der Wassermangelsicherung 10 verändert. De
tektiert die Wassermangelsicherung 10 einen Wassermangel, so
wird die Stellung der Klappe 4 so verändert, daß kein Abgas
mehr durch das Bypass-Rohr 3 strömen kann.
Die Stellung der Klappe 4 ist durch einen Elektromotor oder
durch einen sonstigen Antriebsmechanismus veränderbar. Dieser
Elektromotor wird direkt von den Sensoren 6, 10 und 11 ange
steuert, oder von einer abhängig von diesen Sensoren arbei
tenden Steuereinrichtung.
Die durch das Bypass-Rohr 3 strömende Abgas-Menge wird nicht
nur durch die Klappe 4, sondern auch durch den Ventilator 7
bestimmt. Dieser saugt das heiße Abgas in das Bypass-Rohr 3
ein, und bläst das abgekühlte Abgas zurück in das Abgasrohr
2. Der Ventilator 7 läuft im betrachteten Beispiel mit kon
stanter Geschwindigkeit, wird aber abgeschaltet, wenn die
Klappe 4 in eine Stellung gebracht wird, in welcher kein
Abgas in das Bypass-Rohr 3 gelangen kann.
Es wäre jedoch auch denkbar, einen Ventilator mit veränderba
rer Drehzahl zu verwenden, und dann nicht nur über die Klappe
4, sondern zusätzlich über den Ventilator zu bestimmen, wel
cher Anteil des vom Ofen 1 abgegebenen Abgases über das
Bypass-Rohr 3 geleitet wird.
Unter Umständen wäre es sogar möglich, die Klappe 4 wegzu
lassen, und es ausschließlich durch eine entsprechende Ein
stellung der Drehzahl des Ventilators einzustellen, welcher
Anteil des vom Ofen 1 abgegebenen Abgases über das Bypass-
Rohr geleitet wird.
Es dürfte einleuchten und bedarf keiner näheren Erläuterung,
daß auch noch weitere Möglichkeiten existieren, durch welche
einstellbar ist, welcher Anteil des vom Ofen 1 abgegebenen
Abgases über das Bypass-Rohr 3 geleitet wird. Von welcher
Möglichkeit letztlich Gebrauch gemacht wird, ist von unterge
ordneter Bedeutung. Wichtig ist "nur", daß eine Einstellein
richtung vorgesehen ist, durch welche während des Betriebes
der Anlage der Anteil des Abgases, der den Wärmetauscher
passiert, veränderbar ist.
Die weiteren Bestandteile der Anlage, genauer gesagt die Ven
tile 12 bis 14 und die Auffangwannen 15 und 16 sind Schutz
einrichtungen, durch welche Beschädigungen der gezeigten An
lage bzw. Beschädigungen von in der Umgebung derselben vor
handenen Vorrichtungen wie beispielsweise der Druckmaschine
verhindert werden können
Die vorstehend beschriebene Anlage kann in verschiedenerlei
Hinsicht modifiziert werden.
Beispielsweise kann anstelle des Bypass-Rohres 3 ein vom Ab
gasrohr 2 oder direkt von der Stelle, an welcher die Abgase
entstehen, abgehendes zweites Abgasrohr vorgesehen ist, wel
ches nicht wieder in das erste Abgasrohr 2 mündet, sondern
die Abgase selbst in die Atmosphäre einleitet.
Ferner kann vorgesehen werden, die Klappe 4 in dem den Wärme
tauscher enthaltenden Rohrstück vorzusehen.
Unabhängig hiervon kann die Änderung der Klappenstellung und
des Ventilatorbetriebes zusätzlich oder alternativ in Abhän
gigkeit von beliebigen anderen Parametern, beispielsweise ab
hängig vom Bedarf an Warmwasser, oder abhängig von an anderen
Stellen gemessenen Abgas- und/oder Wassertemperaturen erfol
gen.
Die beschriebene Anlage und das beschriebene Verfahren ermög
lichen es unabhängig von den Einzelheiten der praktischen
Realisierung, daß sich Flüssigkeiten durch aus beliebigen
Quellen stammenden Abgasen auf verblüffend einfache Weise
exakt wunschgemäß erwärmen lassen.
1
Ofen
2
Abgasrohr
3
Bypass-Rohr
4
Klappe
5
Wärmetauscher
6
Temperatursensor
7
Ventilator
8
Rücklaufleitung
9
Vorlaufleitung
10
Wassermangelsicherung
11
Temperatursensor
12
Magnetventil an
9
13
Magnetventil an
8
14
Überdruckventil
15
Auffangwanne
16
zweite Auffangwanne
Claims (40)
1. Anlage zur Erwärmung einer Flüssigkeit durch Abgaswärme
unter Verwendung eines von der zu erwärmenden Flüssigkeit
durchflossenen und vom Abgas passierten Wärmetauschers (5),
dadurch gekennzeichnet, daß eine Einstelleinrichtung (4, 7)
vorgesehen ist, durch welche während des Betriebes der Anlage
der Anteil des Abgases, der den Wärmetauscher passiert, ver
änderbar ist.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anlage ein Abgasrohrsystem (2, 3) enthält, welches es ermög
licht, daß das Abgas auf verschiedenen Wegen von der das Ab
gas erzeugenden Vorrichtung (1) in die Atmosphäre gelangen
kann.
3. Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Wärmetauscher (5) in einen Bereich des Abgasrohrsystems (2,
3) vorgesehen ist, der vom Abgas passiert werden kann, aber
nicht passiert werden muß.
4. Anlage nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anlage ein Abgasrohr (2) und ein vom Abgasrohr ab
zweigendes und an einer anderen Stelle des Abgasrohres wieder
in dieses einmündendes Bypass-Rohr (3) umfaßt, und daß der
Wärmetauscher (5) entweder im Bypass-Rohr oder in dem sich
zwischen der Abzweigungsstelle und der Mündungsstelle er
streckenden Teil des Abgasrohres vorgesehen ist.
5. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einstelleinrichtung (4, 7) zur Verän
derung des den Wärmetauscher (5) passierenden Anteils des Ab
gases eine verstellbare Klappe (4) umfaßt.
6. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Klappe (4) vor dem den Wärmetauscher (5) enthaltende Teil (3)
des Abgasrohrsystems (2, 3) vorgesehen ist.
7. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Klappe (4) in dem den Wärmetauscher (5) enthaltenden Teil (3)
des Abgasrohrsystems (2, 3) vorgesehen ist.
8. Anlage nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Klappe (4) in eine erste Stellung bringbar ist, in
welcher sie den den Wärmetauscher (5) enthaltenden Teil (3)
des Abgasrohrsystems (2, 3) verschließt.
9. Anlage nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Klappe (4) in eine zweite Stellung bringbar
ist, in welcher sie den den Wärmetauscher (5) enthaltenden
Teil (3) des Abgasrohrsystems (2, 3) offen hält.
10. Anlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Klappe (4) so angeordnet ist, daß sie in der zweiten Stellung
den den Wärmetauscher (5) nicht enthaltenden Teil (3) des
Abgasrohrsystems (2, 3) verschließt.
11. Anlage nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Klappe (4) in eine oder mehrere zwi
schen der ersten Stellung und der zweiten Stellung liegende
Zwischenstellungen bringbar ist.
12. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einstelleinrichtung (4, 7) zur Verän
derung des den Wärmetauscher (5) passierenden Anteils des Ab
gases einen Ventilator (7) umfaßt.
13. Anlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der
Ventilator (7) in dem den Wärmetauscher (5) enthaltenden Teil
(3) des Abgasrohrsystems (2, 3) vorgesehen ist, und daß durch
den Ventilator heiße Abgase in den den Wärmetauscher enthal
tenden Teil (3) des Abgasrohrsystems (2, 3) einsaugt werden
und abgekühlte Abgase aus dem den Wärmetauscher enthaltenden
Teil des Abgasrohrsystems ausgeblasen werden.
14. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einstelleinrichtung (4, 7) zur Verän
derung des den Wärmetauscher (5) passierenden Anteils des Ab
gases in Abhängigkeit von der Temperatur der den Wärmetau
scher verlassenden Flüssigkeit arbeitet.
15. Anlage nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einstelleinrichtung (4, 7) zur Veränderung des den Wärmetau
scher (5) passierenden Anteils des Abgases dafür sorgt, daß
der Wärmetauscher von weniger oder keinem Abgas mehr passiert
wird, wenn die Temperatur der den Wärmetauscher verlassenden
Flüssigkeit einen bestimmten Grenzwert übersteigt.
16. Anlage nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einstelleinrichtung (4, 7) zur Veränderung des den
Wärmetauscher (5) passierenden Anteils des Abgases dafür
sorgt, daß der Wärmetauscher von mehr Abgas passiert wird,
wenn die Temperatur der den Wärmetauscher verlassenden
Flüssigkeit einen bestimmten Grenzwert unterschreitet.
17. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einstelleinrichtung (4, 7) zur Verän
derung des den Wärmetauscher (5) passierenden Anteils des Ab
gases in Abhängigkeit von der Temperatur das Abgases arbei
tet.
18. Anlage nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einstelleinrichtung (4, 7) zur Veränderung des den Wärmetau
scher (5) passierenden Anteils des Abgases dafür sorgt, daß
der Wärmetauscher von weniger oder keinem Abgas mehr passiert
wird, wenn die Abgastemperatur einen bestimmten Grenzwert
übersteigt.
19. Anlage nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einstelleinrichtung (4, 7) zur Veränderung des den
Wärmetauscher (5) passierenden Anteils des Abgases dafür
sorgt, daß der Wärmetauscher von mehr Abgas passiert wird,
wenn die Abgastemperatur einen bestimmten Grenzwert unter
schreitet.
20. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einstelleinrichtung (4, 7) zur Verän
derung des den Wärmetauscher (5) passierenden Anteils des Ab
gases dafür sorgt, daß der Wärmetauscher von weniger oder
keinem Abgas mehr passiert wird, wenn ein nicht ordnungs
gemäßer Zustand der Anlage detektiert wird oder eine Beschä
digung der Anlage zu befürchten ist.
21. Verfahren zur Erwärmung einer Flüssigkeit durch Abgas
wärme unter Verwendung eines von der zu erwärmenden Flüssig
keit durchflossenen und vom Abgas passierten Wärmetauschers
(5), dadurch gekennzeichnet, daß während des Betriebes der
Anlage der Anteil des Abgases, der den Wärmetauscher
passiert, veränderbar ist.
22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß
die Anlage ein Abgasrohrsystem (2, 3) enthält, welches es er
möglicht, daß das Abgas auf verschiedenen Wegen von der das
Abgas erzeugenden Vorrichtung (1) in die Atmosphäre geführt
werden kann.
23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß
der Wärmetauscher (5) in einen Bereich des Abgasrohrsystems
(2, 3) vorgesehen ist, der vom Abgas passiert werden kann,
aber nicht passiert werden muß.
24. Verfahren nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeich
net, daß die Anlage ein Abgasrohr (2) und ein vom Abgasrohr
abzweigendes und an einer anderen Stelle des Abgasrohres wie
der in dieses einmündendes Bypass-Rohr (3) umfaßt, und daß
der Wärmetauscher (5) entweder im Bypass-Rohr oder in dem
sich zwischen der Abzweigungsstelle und der Mündungsstelle
erstreckenden Teil des Abgasrohres vorgesehen ist.
25. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 24, dadurch
gekennzeichnet, daß die Veränderung des den Wärmetauscher (59
passierenden Anteils des Abgases durch die Verstellung einer
verstellbaren Klappe (4) erfolgt.
26. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß
die Klappe (4) vor dem den Wärmetauscher (5) enthaltenden
Teil (3) des Abgasrohrsystems (2, 3) vorgesehen ist.
27. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß
die Klappe (4) in dem den Wärmetauscher (5) enthaltenden Teil
(3) des Abgasrohrsystems (2, 3) vorgesehen ist.
28. Verfahren nach Anspruch 26 oder 27, dadurch gekennzeich
net, daß die Klappe (4) in eine erste Stellung bringbar ist,
in welcher sie den den Wärmetauscher (5) enthaltenden Teil
(3) des Abgasrohrsystems (2, 3) verschließt.
29. Verfahren nach einem der Ansprüche 26 bis 28, dadurch
gekennzeichnet, daß die Klappe (4) in eine zweite Stellung
bringbar ist, in welcher sie den den Wärmetauscher (5) ent
haltenden Teil (3) des Abgasrohrsystems (2, 3) offen hält.
30. Verfahren nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß
die Klappe (4) 50 angeordnet ist, daß sie in der zweiten
Stellung den den Wärmetauscher (5) nicht enthaltenden Teil
(3) des Abgasrohrsystems (2, 3) verschließt.
31. Verfahren nach einem der Ansprüche 28 bis 30, dadurch
gekennzeichnet, daß die Klappe (4) in eine oder mehrere zwi
schen der ersten Stellung und der zweiten Stellung liegende
Zwischenstellungen bringbar ist.
32. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 31, dadurch
gekennzeichnet, daß die Veränderung des den Wärmetauscher (5)
passierenden Anteils des Abgases über einen Ventilator (7)
erfolgt.
33. Verfahren nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ventilator (7) in dem den Wärmetauscher (5) enthaltenden
Teil (3) des Abgasrohrsystems (2, 3) vorgesehen ist, und daß
durch den Ventilator heiße Abgase in den den Wärmetauscher
enthaltenden Teil des Abgasrohrsystems einsaugt werden und
abgekühlte Abgase aus dem den Wärmetauscher enthaltenden Teil
des Abgasrohrsystems ausgeblasen werden.
34. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 33, dadurch
gekennzeichnet, daß die Veränderung des den Wärmetauscher (5)
passierenden Anteils des Abgases in Abhängigkeit von der Tem
peratur der den Wärmetauscher verlassenden Flüssigkeit er
folgt.
35. Verfahren nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß
die Veränderung des den Wärmetauscher (5) passierenden An
teils des Abgases so erfolgt, daß der Wärmetauscher von weni
ger oder keinem Abgas mehr passiert wird, wenn die Temperatur
der den Wärmetauscher verlassenden Flüssigkeit einen bestimm
ten Grenzwert übersteigt.
36. Verfahren nach Anspruch 34 oder 35, dadurch gekennzeich
net, daß die Veränderung des den Wärmetauscher (5) passieren
den Anteils des Abgases so erfolgt, daß der Wärmetauscher von
mehr Abgas passiert wird, wenn die Temperatur der den Wärme
tauscher verlassenden Flüssigkeit einen bestimmten Grenzwert
unterschreitet.
37. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 36, dadurch
gekennzeichnet, daß die Veränderung des den Wärmetauscher (5)
passierenden Anteils des Abgases in Abhängigkeit von der Tem
peratur das Abgases erfolgt.
38. Verfahren nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, daß
die Veränderung des den Wärmetauscher (5) passierenden An
teils des Abgases so erfolgt, daß der Wärmetauscher von weni
ger oder keinem Abgas mehr passiert wird, wenn die Abgas
temperatur einen bestimmten Grenzwert übersteigt.
39. Verfahren nach Anspruch 37 oder 38, dadurch gekennzeich
net, daß die Veränderung des den Wärmetauscher (5) passieren
den Anteils des Abgases so erfolgt, daß der Wärmetauscher von
mehr Abgas passiert wird, wenn die Abgastemperatur einen be
stimmten Grenzwert unterschreitet.
40. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 40, dadurch
gekennzeichnet, daß die Veränderung des den Wärmetauscher (5)
passierenden Anteils des Abgases so erfolgt, daß der Wärme
tauscher von weniger oder keinem Abgas mehr passiert wird,
wenn ein nicht ordnungsgemäßer Zustand der Anlage detektiert
wurde oder eine Beschädigung der Anlage zu befürchten ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10110024A DE10110024A1 (de) | 2001-03-01 | 2001-03-01 | Anlage und Verfahren zur Erwärmung einer Flüssigkeit durch Abgaswärme |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10110024A DE10110024A1 (de) | 2001-03-01 | 2001-03-01 | Anlage und Verfahren zur Erwärmung einer Flüssigkeit durch Abgaswärme |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10110024A1 true DE10110024A1 (de) | 2002-09-26 |
Family
ID=7676035
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10110024A Withdrawn DE10110024A1 (de) | 2001-03-01 | 2001-03-01 | Anlage und Verfahren zur Erwärmung einer Flüssigkeit durch Abgaswärme |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10110024A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2187137A3 (de) * | 2008-11-17 | 2012-05-30 | Vincador Holding GmbH | Nachrüstbausatz für einen Heizkessel zur Gebäudeheizung |
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| DE102012004246A1 (de) * | 2012-03-01 | 2013-09-05 | Eisenmann Ag | Vorrichtung zur thermischen Nutzung eines Primärfluids und Anlage zur Behandlung von Gegenständen mit einer solchen |
| DE102013110738A1 (de) * | 2013-09-27 | 2015-04-02 | Axel Grabitz | Abgasanlage |
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| DE19711141C2 (de) * | 1997-03-18 | 1999-05-06 | Bosch Gmbh Robert | Heizgerät mit einem durch ein Brennstoff-Luftgemisch gespeisten Brenner |
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2001
- 2001-03-01 DE DE10110024A patent/DE10110024A1/de not_active Withdrawn
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