DE10109385A1 - Kalibrierungsverfahren und -vorrichtung für Fassungen - Google Patents
Kalibrierungsverfahren und -vorrichtung für FassungenInfo
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Abstract
Ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Kalibrieren der Genauigkeit des Timings eines Prüfgeräts während des Prüfens von integrierten Schaltungen. Ein ATE-Prüfgerät misst sich selbst über Referenzblöcke, die die gleichen relevanten Dimensionen wie die zu prüfenden integrierten Schaltungen haben. Die Anzahl der erforderlichen Referenzblöcke ist gleich der Anzahl von Signalanschlüssen an einer zu prüfenden integrierten Schaltung, die Gegenstand einer Kalibrierung des Timings sind. Eine Signalspur verbindet elektrisch einen anderen Signalanschluss mit einem allgemeinen Referenzanschluss an jedem Referenzblock. Jede Signalspur sollte so gut wie möglich sowohl physikalisch als auch elektrisch den weiteren im Satz von Referenzblöcken verwendeten Signalspuren gleichkommen, so dass die zu jeder Spur gehörige Länge des elektrischen Weges nahezu gleich ist. Zur Durchführung der Timing-Kalibrierung können die Referenzblöcke einzeln an einer einzigen Befestigungseinrichtung angebracht werden, oder es können bei Verwendung von Befestigungseinrichtungen mit mehreren Plätzen mehrere Referenzblöcke parallel verwendet werden. Die Befestigungseinrichtung stellt eine elektrische Verbindung des Referenzblocks mit der Ladeplatte und letztendlich mit dem Prüfgerät bereit. Das ATE-Prüfgerät programmiert dann einen Impuls auf dem Signalanschluss und misst den Betrag der Zeit, die vergeht, bis der resultierende Impuls am Referenzanschluss auftritt. Dann wird die Polarität umgekehrt und das ...
Description
Die Erfindung betrifft das Kalibrieren des Timings auf einem
Prüfgerät, das integrierte Schaltungen prüft.
Die Erfindung betrifft das Kalibrieren automatischer Prüfsys
teme zum Prüfen integrierter Schaltungen. Eine automatisierte
Prüfausrüstung (ATE) wird verwendet, um die Betriebsbedingun
gen zu simulieren, die eine integrierte Schaltung erfährt,
wenn sie bei einer Anwendung verwendet wird. Eine integrierte
Schaltung, die gerade einer Prüfung unterzogen wird, ist auch
als Baustein in Prüfung (DUT) bekannt.
Die ATE wird von einem Computer gesteuert, der einen Satz von
Anweisungen (das Prüfprogramm) ausführt. Die ATE muss dem DUT
die richtigen Spannungen, Ströme, Timings und Funktionszu
stände bieten und überwacht die Antwort vom Baustein für jede
Prüfung. Dann vergleicht die ATE das Ergebnis jeder Prüfung
mit vorher definierten Grenzen und es wird eine Abnah
me/Defekt-Entscheidung getroffen.
Fig. 1 stellt eine typische Umgebung dar, in welcher integ
rierte Schaltungen geprüft werden. Ein Prüfgerät (ATE) 101,
das das Prüfprogramm, einen Speicher, Mustergeneratoren und
weitere Schaltungen enthält, ist elektrisch an den Prüfkopf
103 gekoppelt, der die Schaltungen enthält, um Eingangssigna
le an den DUT 109 zu liefern und Ausgangssignale vom DUT 109
zu empfangen. Es wird oft ein Handhabungsgerät 108 für den
Baustein verwendet, um die Handhabung von zu prüfenden DUTs
zu automatisieren, wodurch der Durchsatz erhöht wird.
Kalibrierung des Timings bezieht sich auf die Korrektur von
Zeitverzögerungen beim Leiten eines Signals vom Prüfgerät zu
einem DUT (oder umgekehrt von einem DUT zum Prüfgerät) auf
grund von in der Prüfaufrüstung vorhandenen Beschränkungen.
Somit ist sie im wesentlichen eine Software-Korrektur für ei
nen auf der Hardware basierenden Fehler. Diese Zeitverzöge
rungen werden unter anderem durch die verschiedenen Kopp
lungsebenen zwischen dem Prüfgerät und dem DUT verursacht,
wie in Fig. 1 gezeigt. Wenn beispielsweise ein Prüftechniker
wünschte, ein Signal an einen DUT bei einem Zeitwert von 4
Nanosekunden (ns) nach dem Start des Prüfprogramms zu lie
fern, dann müsste er/sie die Längen des elektrischen Weges
zwischen dem Prüfgerät 101 und dem Prüfkopf 103, zwischen dem
Prüfkopf 103 und der Ladeplatte (loadboard) 105, zwischen der
Ladeplatte 105 und der Befestigungseinrichtung 107, und
schließlich zwischen der Befestigungseinrichtung 107 und dem
DUT 109 berücksichtigen, da sie die erforderliche Laufzeit
für das Signal verursachen. Somit muss die Anweisung vom
Prüfgerät, ein Signal an den DUT zu liefern, früher als 4 ns
nach dem Start des Prüfprogramms erfolgen. Wenn die Anzahl
von Datenbits, die auf einem elektrischen Weg oder Draht pro
Sekunde übertragen werden, (Übertragungsrate) zunimmt, wird
es aufgrund engerer Timing-Toleranzen offensichtlich schwie
riger zu ermitteln, ob der DUT seine Leistungsspezifikationen
erfüllt. Bei einer weiteren Gestaltung der Prüfausrüstung ge
hören die Ladeplatte 105, die Befestigungseinrichtung 107 und
der DUT 109 zum Handhabungsgerät 108 für den Baustein (DUT)
(wie in gestricheltem Umriss gezeigt), um eine schnellere
Prüfung einer großen Zahl von Bausteinen zu ermöglichen.
Ein gegenwärtig in der ATE-Industrie verwirklichtes Verfahren
zur Kalibrierung des Timings verwendet einen vorprogrammier
ten DUT. Der vorprogrammierte DUT wird in eine Befestigungs
einrichtung eingesetzt. Ein Impuls wird auf einer Treiber
schaltung des Prüfgeräts programmiert und es wird ein Kompa
rator verwendet, um zu messen, wann der resultierende Impuls
an einem ausgewählten Referenzanschluss des DUT auftritt, um
eine Versetzung des Timings zu erhalten, die während des Ver
gleichs mit dem Referenzanschluss auftritt. Dann wird ein Im
puls auf dem Referenzanschluss des DUT programmiert und es
wird eine Komparatorschaltung verwendet, um zu messen, wann
der resultierende Impuls am Prüfgerät auftritt, um die Ver
setzung des Timings zu erhalten, die während des Treibens mit
dem Referenzanschluss auftritt. Die Versetzungen des Timings
werden dann so eingestellt, dass sie vorher gemessenen
Timingdaten entsprechen, die von einem weiteren Prüfgerät für
diesen DUT erhalten wurden. Dieses Verfahren der Kalibrierung
des Timings mit einem Prüfgerät weist jedoch zwei bedeutende
Nachteile auf. Erstens erfordert das Verfahren, dass man ge
messene Timingdaten von einem weiteren Prüfgerät hat (und
dieses Prüfgerät selbst muss auf irgendeinen spezifischen
Standard, nicht einen Baustein, kalibriert sein). Zweitens
nimmt das Verfahren fälschlicherweise an, dass die Leistungs
charakteristiken des Bausteins über die Zeit konstant sind
und von kleineren Änderungen in der Betriebsumgebung (z. B.
Temperatur, Versorgungsspannung, Lastimpedanz) unbeeinflusst
sind.
Fig. 2A zeigt, wie Roboter gegenwärtig in der ATE-Industrie
verwendet werden, um einen Kontakt mit den elektrischen Ver
bindungen 104, die den Prüfkopf 103 und die Ladeplatte 105
verbinden, (als "Pogo-Stifte" bekannt) herzustellen, um die
zugehörige Weglänge zu messen. Als Ergebnis der Durchführung
dieses Verfahrens kann die Genauigkeit des Timings des Prüf
geräts nur bis zur Ebene der Schnittstelle 102 Ladeplat
te/Prüfkopf angegeben werden - die Länge des elektrischen We
ges durch die Ladeplatte 105 zur den DUT 109 haltenden Befes
tigungseinrichtung 107 bleibt ungeklärt. Alternativ kann ein
Roboter 111 verwendet werden, der auf der Ebene der Befesti
gungseinrichtung Kontakte herstellen kann (siehe alternative
Position 115 des Roboterarms 113, die durch eine gestrichelte
Linie dargestellt ist), aber diese Roboter sind oft langsam,
weil der Roboterarm zwischen jeder Befestigung aufnehmen und
sich bewegen muss (wenn mehrere Teile gleichzeitig in mehre
ren Befestigungseinrichtungen geprüft werden). Bei Verwendung
des Roboters geht auch Zeit verloren, weil der Prüfkopf vom
Handhabungsgerät abgebaut werden, der Roboter angebracht,
Messungen durchgeführt und dann das Handhabungsgerät wieder
angebracht werden muss, bevor Teile geprüft werden können.
Darüber hinaus weist der Roboter viele mechanische Präzisi
onsteile auf, so neigt er ohne teure Wartung zu häufigen Aus
fällen. Schnellere Roboter sind ebenfalls sehr teuer.
Fig. 2B zeigt die Verwendung der Zeit-Bezirk-Reflexmessung
(TDR) als ein Verfahren, das in der ATE-Industrie gegenwärtig
verwendet wird, um die Länge 112 des elektrischen Weges von
den Pogo-Stiften (die den Prüfkopf 103 mit der Ladeplatte 105
verbinden) bis zur Befestigungseinrichtung 107 zu messen.
Dies könnte mit einem Oszilloskop 114 erfolgen, aber es
könnte auch das Prüfgerät selbst verwendet werden. Dieses
Verfahren nimmt jedoch an, dass es eine sehr genaue Messung
der Länge des elektrischen Weges bis zu den Pogo-Stiften
gibt. Jeder Fehler hier wird durch die Messung der Länge des
elektrischen Weges von den Pogo-Stiften zur Befestigungsein
richtung verschlimmert. Darüber hinaus liegt bei Verwendung
des Prüfgeräts die Genauigkeit von TDR-Messungen in der Grö
ßenordnung von +/- 50 Picosekunden (ps). Die Genauigkeit von
TDR-Messungen wird bei Verwendung eines Oszilloskops verbes
sert (in der Größenordnung von +/- 15 ps). Sogar diese Genau
igkeit reicht jedoch nicht aus, da sie zu viel des Gesamtfeh
lerbudgets bei der Prüfung von integrierten Hochleistungs
schaltungen darstellt. Daher bleibt ein Bedarf nach genauerer
Kalibrierung der Zeitgeberprüfung für Hochleistungsschaltun
gen.
Die vorliegende Erfindung ist auf ein Verfahren und eine Vor
richtung zur Kalibrierung der Timing-Genauigkeit eines Prüf
geräts gerichtet und das Verfahren und die Vorrichtung sind
besonders gut zum Prüfen integrierter Schaltungen geeignet,
die eine geringe Anzahl von Hochleistungsanschlüssen (Hochge
schwindigkeitsanschlüssen), wie die 64/72-Mbit Direct Rambus
DRANs, die mit Übertragungsraten von 800 MHz arbeiten aber
nur 30 Hochgeschwindigkeits-Signalanschlüsse aufweisen. Das
Prüfgerät selbst prüft herkömmlich integrierte Schaltungen,
um zu ermitteln, ob sie den Leistungsspezifikationen entspre
chen. Gemäß der vorliegenden Erfindung misst für die Kalib
rierung das Prüfgerät seine eigenen Eigenschaften unter Ver
wendung von Referenzblöcken, die in relevanter Hinsicht den
integrierten Schaltungen, die geprüft werden sollen, so ähn
lich wie möglich hergestellt sind. Beispielsweise haben die
Referenzblöcke die gleichen relevanten Außenabmessungen wie
die zu prüfenden integrierten Schaltungen, die gleichen
elektrischen Verbindungen und die Signalanschlüsse an den
gleichen Stellen.
Zur Durchführung des vorliegenden Verfahrens wird ein Satz
von Referenzblöcken hergestellt. Die Anzahl der erforderli
chen Referenzblöcke ist gleich der Anzahl von Signalanschlüs
sen, die Gegenstand einer Timing-Kalibrierung am DUT sind.
Eine Signalspur verbindet elektrisch einen anderen Signalan
schluss mit einem allgemeinen Referenzanschluss an jedem Re
ferenzblock im Satz. Zur Durchführung der Timing-Kalibrierung
können die Referenzblöcke einzeln an einer einzigen Befesti
gungseinrichtung angebracht werden, oder es können bei Ver
wendung von Befestigungseinrichtungen mit mehreren Plätzen
mehrere Referenzblöcke parallel verwendet werden. Die Befes
tigungseinrichtung stellt eine elektrische Verbindung des Re
ferenzblocks mit der Ladeplatte und letztendlich mit dem
Prüfgerät bereit.
Das Prüfgerät programmiert dann einen Impuls auf dem Signal
anschluss des Referenzblocks und misst den Betrag der Zeit,
die vergeht, bis der resultierende Impuls am Referenzan
schlusse des Referenzblocks auftritt. Dann wird die Polarität
umgekehrt und das Prüfgerät programmiert einen Impuls auf dem
Referenzanschluss des Referenzblocks. Dann misst das Prüfge
rät den Betrag der Zeit, die vergeht, bis der resultierende
Impuls auf dem Signalanschluss des Referenzblocks auftritt.
Diese Werte der relativen Versetzung des Timings werden im
Speicher des Prüfgeräts gespeichert. Diese Schritte werden
für jeden Referenzblock im Satz wiederholt. Die höchsten er
haltenen Werte der relativen Versetzung des Timings werden
verwendet, um das Timing des Prüfgeräts sowohl für das Pro
grammieren eines Impulses auf den Signalanschlüssen (als
"Treiben" bekannt) als auch eines Impulses auf den Signalan
schlüssen (als "Vergleichen" bekannt) zu kalibrieren. Ein
letzter Kalibrierungsschritt wird durchgeführt, um den Unter
schied zwischen der relativen Versetzung des Timings zum Pro
grammieren eines Impulses auf dem Referenzanschluss und zum
Messen eines Impulses auf dem Referenzanschluss abzugleichen.
Dieser letzte Kalibrierungsschritt kann auf wenigstens zwei
verschiedene Arten durchgeführt werden.
Die Erfindung und ihre verschiedenen Ausführungsformen werden
zusammen mit den folgenden Figuren und dem begleitenden Text
weiter erörtert.
Fig. 1 zeigt die typische Ausrüstung, die in Verbindung mit
der Erfindung verwendet wird.
Fig. 2A und 2B zeigen die Kalibrierung der Genauigkeit des
Timings eines Prüfgeräts gemäß dem Stand der Technik.
Fig. 3 zeigt eine Anordnung gemäß der vorliegenden Erfin
dung.
Fig. 4A stellt Referenzblöcke gemäß der vorliegenden Erfin
dung von unten gesehen dar.
Fig. 4B stellt einen Referenzblock gemäß der vorliegenden Er
findung in Seitenansicht dar.
Fig. 5A und 5B stellen zwei Ansichten einer Befestigungsein
richtung dar, die bei der Durchführung der vorliegen
den Erfindung verwendet werden kann; Fig. 5C stellt
eine Befestigungseinrichtung mit mehreren Plätzen
dar, die bei der Durchführung der vorliegenden Erfin
dung verwendet werden kann.
Fig. 6A zeigt einen Block für die Ausrichtung von Referenzan
schlüssen gemäß der vorliegenden Erfindung.
Fig. 6B stellt eine Seitenansicht des Blocks für die Ausrich
tung von Referenzanschlüssen von Fig. 6A im Gebrauch
dar.
Fig. 3 ist ein Diagramm, das eine Anordnung von Komponenten
gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt. Der vorprogrammierte
DUT wird in eine Befestigungseinrichtung eingesetzt. Der Re
ferenzblock ist im Wesentlichen ein Ersatz für die vom Prüf
gerät zu prüfende integrierte Schaltung (DUT) und weist
elektrische Verbindungen auf, um einen elektrischen Kontakt
über die Befestigungseinrichtung 107 mit der Ladeplatte 107
an denselben physikalischen Stellen herzustellen, wie es der
DUT würde. Die Ladeplatte 105 verteilt physikalisch die vom
Referenzblock 110 kommenden elektrischen Signale und ist wie
derum mit dem Prüfkopf 103 elektrisch verbunden, der sich
elektrisch mit dem herkömmlichen ATE-Prüfgerät (nicht ge
zeigt) verbindet. Ein beispielhaftes Prüfgerät ist das RDX
2200 von Schlumberger Copr., ATE Division. Das Prüfgerät sen
det Signale an den Referenzblock und kann auch vom Referenz
block kommende Signale messen. Der ganze von der vorliegenden
Erfindung verliehene Vorteil ist, dass sich der Messpunkt 116
für die Ankunft des Signals auf der Ebene der Befestigungs
einrichtung anstatt auf der Ebene der Ladeplatte befindet.
Dies gestattet, dass die Länge des elektrischen Weges zwi
schen der Ladeplatte und der Befestigungseinrichtung berück
sichtigt wird, um genauer zu ermitteln, wann ein vom Prüfge
rät gesendetes Signal am Referenzblock ankommt (oder alterna
tiv wann ein Signal vom Referenzblock am Prüfgerät ankommt).
Obwohl diese Länge des elektrischen Weges vielleicht absolut
gesehen nicht groß ist, wird bei der Definition der Charakte
ristiken von integrierten Hochleistungsschaltungen signifi
kant. Der Referenzblock 110 ist so hergestellt, dass er (in
Anbetracht von Beschränkungen der Herstellung so genau wie
möglich) die gleichen relevanten Dimensionen wie die integ
rierte Schaltung (DUT) aufweist, die letztendlich geprüft
werden soll, während sie sich in der Befestigungseinrichtung
befindet. Somit gestattet die Vorrichtung dem Prüfgerät sich
selbst über eine Einrichtung zu messen, die mit dem zukünfti
gen DUT physikalisch so identisch wie möglich ist.
Fig. 4A ist eine Ansicht von Referenzblöcken 110a, 110b,
110c, 110d gemäß der vorliegenden Erfindung von unten gese
hen, d. h. wie sie von der Befestigungseinrichtung gesehen
würden, in welcher jeder Referenzblock angeordnet wird. Ob
wohl vier Referenzblöcke 110a, 110b, 110c, 110d gezeigt sind,
sollte bemerkt werden, dass diese Anzahl nur zu Veranschauli
chungszwecken dient; die tatsächlich erforderliche Anzahl von
Referenzblöcken ist gleich der Anzahl von Hochgeschwindig
keits-Signalanschlüssen am DUT, die der Kalibrierung des
Timing unterzogen werden müssen.
Jeder der vier abgebildeten Referenzblöcke 110a, 110b, 110c,
110d weist mehrere Hochgeschwindigkeits-Signalanschlussstel
len 117a, 117b, 117c, 117d und einen einzigen Referenzan
schluss 118a, 118b, 118c, 118d auf (zur Deutlichkeit der Dar
legung als geschlossene Kreise bzw. ein offener Kreis ge
zeigt). Für jeden Referenzblock befindet sich der Referenzan
schluss 118a, 118b, 118c, 118d an der gleichen Stelle. Jeder
Referenzblock im Satz weist einen oder mehrere Signalan
schlüsse und einen Referenzanschluss an den gleichen physika
lischen Stellen wie der zukünftige DUT auf. Bei einer Ausfüh
rungsform sind an jeden Signalanschluss an jedem Referenz
block zwei Prüfgerätekanäle angeschlossen. Ein erster Prüfge
rätekanal 133 liefert einen Impuls an den Signalanschluss
(Treiber), während ein zweiter Prüfgerätekanal 124 Impulse
vom Signalanschluss erfasst (Komparator) (zur Deutlichkeit
der Darstellung ist nur ein Signalanschluss mit zwei Prüfge
rätekanälen elektrisch verbunden gezeigt). Ein solcher An
schluss wird Anschluss für duale Übertragungsleitungen (DTL)
genannt. Der ausgewählte Referenzanschluss sollte nicht
selbst ein Anschluss sein, der eine genaue Kalibrierung des
Timings erfordert, weil sich ein Referenzanschluss nicht
selbst mit der gleichen Genauigkeit wie andere Anschlüsse ka
librieren kann. Vorzugsweise sollte der gewöhnliche ausge
wählte Referenzanschluss kein DTL-Anschluss sein. Wenn ein
DTL-Anschluss kalibriert werden soll, müssen sowohl Treiber
als auch Komparator an den Enden ihrer entsprechenden Über
tragungsleitungen einen Abschluss mit 50 Ohm haben, um Refle
xionen zu beseitigen. Es ist auch nützlich aber nicht wesent
lich, dass der ausgewählte Referenzanschluss am Referenzblock
zentral angeordnet ist, so dass die Signalspuren 120a, 120b,
120c, 120d leichter verwendet werden. Die Signalspuren 120a,
120b, 120c, 120d werden verwendet, um einen einzigen, einzel
nen Hochgeschwindigkeits-Signalanschluss an jedem Referenz
block mit dem Referenzanschluss an jedem Referenzblock elekt
risch zu verbinden.
Jede Signalspur an jedem Referenzblock sollte so gut wie mög
lich sowohl physikalisch als auch elektrisch (äquivalent für
Prüfzwecke) den in den restlichen Elementen des Satzes von
Referenzblöcken verwendeten Signalspuren gleichkommen, so
dass die zu jeder Signalspur gehörige Länge des elektrischen
Weges nahezu gleich ist. Bei einer Ausführungsform der vor
liegenden Erfindung, die beim Kalibrieren des Timings des
Prüfgeräts zum Prüfen von 64/72-Mbit Direct Rambus DRAMs ver
wendet wird, sind 30 getrennte Referenzblöcke erforderlich,
weil es auf dieser integrierten Schaltung 30 Hochgeschwindig
keits-Signalanschlüsse gibt. Die Länge der verwendeten Sig
nalspuren beträgt etwa 10 mm; die Variation der Länge für die
gesamte Menge von Spuren beträgt weniger als 0,5 mm. Die Im
pedanz jeder Signalspur ist auf etwa 50 Ohm festgesetzt; der
tatsächliche Widerstand jeder Signalspur beträgt weniger als
1 Ohm. Die Impedanz der Signalspur ist hauptsächlich durch
die Dicke der auf den Referenzblöcken gefundenen zugehörigen
dielektrischen Schichten bestimmt. Die Referenzblöcke beste
hen aus abwechselnden Schichten aus Kupfer und dielektrischem
Material, wie auf einer herkömmlichen gedruckten Leiterplat
te.
Fig. 4B stellt einen der Referenzblöcke 110a von der Seite
gesehen dar. Am unteren Rand jedes Referenzblocks 110a befin
den sich Kontakte 126 zur elektrischen Verbindung zwischen
dem Referenzblock und der Befestigungseinrichtung. Wie früher
festgestellt, sind die elektrischen Verbindungen an den Refe
renzblöcken und die am zukünftigen DUT gleich. Im Falle von
Rambus DRAMs sind die Kontakte der elektrischen Verbindung
Lotkugeln und so sind hier für den Referenzblock 110a Lotku
geln abgebildet, aber dies ist nicht einschränkend. Es können
andere elektrische Verbindungen verwendet werden.
Fig. 5A und 5B stellen in Seitenansicht bzw. Draufsicht eine
Befestigungseinrichtung dar, die bei der vorliegenden Erfin
dung verwendet werden kann. Typischerweise wird ein DUT in
einer solchen Befestigungseinrichtung 107 angeordnet, um den
DUT mit einer Ladeplatte (nicht gezeigt) elektrisch zu ver
binden, die wiederum gestattet, dass jeder Anschluss am DUT
mit einem Prüfgerät (nicht gezeigt) elektrisch verbunden
wird. Die Befestigungseinrichtung ist in der ATE-Industrie
auch als "Fassung" bekannt. Bei der vorliegenden Erfindung
wird jedoch zuerst ein Referenzblock in der Befestigungsein
richtung angeordnet, so dass vor dem Prüfen der integrierten
Schaltungen die Kalibrierung des Timings des Prüfgeräts
durchgeführt werden kann. Die Befestigungseinrichtung 107
weist elektrische Kontakte 128 auf, die von der Unterseite
vorstehen, um über die Kontakt-Durchgangslöcher 130 eine
elektrische Verbindung mit der Ladeplatte und letztendlich
dem Prüfgerät bereitzustellen. Der "Fußabdruck" 132 der ein
zelnen Befestigungseinrichtung ist ebenfalls gezeigt.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die Kalibrierung des
Timings des Prüfgeräts in der folgenden Weise durchgeführt.
Es wird ein Satz von Referenzblöcken hergestellt, wobei die
Anzahl an Referenzblöcken im Satz gleich der Anzahl an Sig
nalanschlüssen an der integrierten Schaltung ist, die der Ka
librierung des Timings unterzogen wird. Einer der Referenz
blöcke des Satzes wird in die Befestigungseinrichtung einge
setzt. Wie früher beschrieben, befindet sich auf jedem Refe
renzblock eine Signalspur, die seinen Signalanschluss mit
seinem Referenzanschluss elektrisch verbindet. Das Prüfgerät
programmiert dann einen Impuls auf dem Signalanschluss und
misst den Betrag der Zeit, die vergeht, bis der resultierende
Impuls am Referenzanschluss auftritt, die in der Größenord
nung von 70 Picosekunden liegt. Dann wird die Polarität umge
kehrt und das Prüfgerät programmiert einen Impuls auf dem Re
ferenzanschluss. Danach misst das Prüfgerät den Betrag der
Zeit, die vergeht, bis der resultierende Impuls auf dem Sig
nalanschluss auftritt. Diese Werte der relativen Versetzung
des Timings werden im Speicher des Prüfgeräts gespeichert.
Diese Schritte werden für jeden Referenzblock im Satz wieder
holt. Die höchsten erhaltenen Werte der relativen Versetzung
des Timings werden verwendet, um das Timing des Prüfgeräts
sowohl für das Programmieren eines Impulses auf den Signalan
schlüssen (als "Treiben" bekannt) als auch das Messen eines
Impulses auf den Signalanschlüssen (als "Vergleichen" be
kannt) zu kalibrieren. Dies kann auf verschiedene Weisen er
folgen. Bei einer Ausführungsform weist das Prüfgerät ein Ka
librierungsregister und einen Timinggenerator auf. Das Kalib
rierungsregister stellt die relative Versetzung des Timings
so ein, dass sie dem höchsten Wert der Versetzung des Timings
entspricht, der beim Treiben und Vergleichen erhalten wurde.
Der Timinggenerator verwendet dann diese erhaltenen höchsten
Werte der Versetzung des Timings zum Einstellen des Timings
des Prüfgeräts. Eine letzte Kalibrierung wird durchgeführt,
um den Unterschied zwischen der relativen Versetzung des
Timings zum Programmieren eines Impulses auf dem Referenzan
schluss und zum Messen eines Impulses auf dem Referenzan
schluss abzugleichen. Die letzte Kalibrierung wird unten bei
der Erörterung von Fig. 6B ausführlicher erörtert.
Fig. 5C stellt in Draufsicht eine Befestigungseinrichtung 135
mit mehreren Plätzen dar, die in Übereinstimmung mit der vor
liegenden Erfindung verwendet werden kann. Die Befestigungs
einrichtung mit mehreren Plätzen weist mehrere einzelne Be
festigungseinrichtungen 134a, 134b, 134c, 134d, 134e, 134f,
134g, 134h auf, die an einem einzigen Rahmen 136 angebracht
sind. Obwohl hier eine Befestigungseinrichtung mit 8 Plätzen
gezeigt ist, ist dies nicht einschränkend und es könnte ir
gendeine Anzahl von Befestigungseinrichtungen an einem einzi
gen Rahmen angebracht sein.
Es sollte bemerkt werden, dass wenn mehr als eine Befesti
gungseinrichtung gleichzeitig verwendet werden soll, jede Be
festigungseinrichtung unabhängig kalibriert werden muss. Dies
ist so, weil jede Befestigungseinrichtung ihren eigenen all
gemeinen Referenzanschluss aufweist. Obwohl der allgemeine
Referenzanschluss an jeder Fassung an der gleichen Stelle
ist, hat jeder Referenzanschluss seine eigenen Kalibrierungs
werte, wie unten ausführlicher erläutert wird. Das Kalibrie
ren des Timings des Prüfgeräts für Rambus DRAMs mit 30 Hoch
geschwindigkeits-Signalanschlüssen könnte bei Verwendung ei
ner Befestigungseinrichtung mit 8 Plätzen beispielsweise auf
eine von zwei Arten erfolgen. Es könnten alle 30 Referenzblö
cke über Platz 1 der Befestigungseinrichtung, dann Platz 2
der Befestigungseinrichtung usw. geprüft werden, bis alle 30
Referenzblöcke über alle 8 Plätze der Befestigungseinrichtung
geprüft wären. Alternativ könnten 8 Kopien des Satzes mit 30
Referenzblöcken hergestellt werden. Jedes Element jedes Sat
zes mit der Signalspur zwischen dem Hochgeschwindigkeits-Sig
nalanschluss #1 und dem allgemeinen Referenzanschluss wird
gleichzeitig an den 8 Plätzen der Befestigungseinrichtung ge
prüft, dann wird jedes Element jedes Satzes mit der Signal
spur zwischen dem Hochgeschwindigkeitsanschluss #2 und dem
allgemeinen Referenzanschluss gleichzeitig an den 8 Plätzen
der Befestigungseinrichtung geprüft usw., bis alle Referenz
blöcke geprüft wurden. Der Vorteil beider dieser Verfahren
gegenüber dem Stand der Technik ist, dass gleichzeitig Mehr
fachmessungen anstatt jeweils eine Messung durchgeführt wer
den können. Vorteilhafterweise könnte ein automatisches Hand
habungsgerät für Teile verwendet werden, um die mehreren Re
ferenzblöcke in die Befestigungseinrichtungen einzusetzen und
daraus zu entfernen.
Fig. 6A stellt einen Block 138 für die Ausrichtung von Refe
renzanschlüssen von unten gesehen dar. Der Block für die Aus
richtung von Referenzanschlüssen ist ein zusätzlicher Refe
renzblock, der verwendet wird, um sicherzustellen, dass die
Versetzung des Timings, die während des Vergleichs am Refe
renzanschluss (Programmieren eines Impulses am Signalan
schluss und Beobachten, wann der resultierende Impuls am Re
ferenzanschluss beobachtet wird) auftritt, gleich der Verset
zung des Timings gemacht wird, die während des Treibens am
Referenzanschluss (Programmieren eines Impulses am Referenz
anschluss und Messen, wann der resultierende Impuls am selben
Signalaflschluss erfasst wird) auftritt. Der Block 138 für die
Ausrichtung von Referenzanschlüssen unterscheidet sich vom
vorher beschriebenen Satz von Referenzanschlüssen dadurch,
dass die Signalspur 120 zwei Hochgeschwindigkeits-Signalan
schlüsse, einen ersten Hochgeschwindigkeits-Signalanschluss
140 und einen zweiten Hochgeschwindigkeits-Signalanschluss
142, mit dem allgemeinen Referenzanschluss 118 (hier zur
Deutlichkeit der Darstellung als Kreis mit einem X durch ihn
gekennzeichnet) verbindet. Für diesen Schritt können irgend
welche zwei Hochgeschwindigkeits-Signalanschlüsse am Block
für die Ausrichtung von Referenzanschlüssen verwendet werden,
aber der verwendete Referenzanschluss muss immer derselbe
allgemeine Referenzanschluss sein, der an allen Referenzblö
cken im Satz mit der Signalspur verbunden ist.
Fig. 6B stellt eine Querschnittsansicht des Blocks 138 für
die Ausrichtung von Referenzanschlüssen während der Verwen
dung zum Abgleichen von Zeitversetzungen bei der letzten Ka
librierung dar. Die verschiedenen Ebenen der Verbindungshard
ware, die typischerweise zwischen dem Prüfgerät und dem DUT
vorhanden sind, sind mit gestrichelten Linien gezeigt. Diese
beinhalten das Prüfgerät 101, die Ladeplatte 105 und die Be
festigungseinrichtung 107. Das Prüfgerät 101 stellt sowohl
eine Treiberschaltung 144 als auch eine Komparatorschaltung
146 bereit. Ein Draht 148 verbindet die Treiber- und Kompara
torschaltungen mit dem allgemeinen Referenzanschluss 118 am
Block 138 für die Ausrichtung von Bezugsanschlüssen. Der
Draht weist eine Länge "a" des elektrischen Weges auf, wenn
der allgemeine Referenzanschluss 118 einen vom ersten Signal
anschluss 140 empfangenen Puls treibt, die zur relativen
Zeitverzögerung A beiträgt, die zwischen dem Treiben eines
Impulses am Signalanschluss 140 und der Erfassung dieses Im
pulses von der Komparatorschaltung 146 beobachtet wird; es
wird auch eine relative Zeitverzögerung C zwischen dem Trei
ben desselben Impulses am Signalanschluss 140 und der Erfas
sung dieses Impulses an der Komparatoreinrichtung 142 be
obachtet, nachdem er am allgemeinen Referenzanschluss 118
vorbei geht. Entsprechend hat der Draht eine andere Länge "b"
des elektrischen Weges, wenn der allgemeine Referenzanschluss
118 einen Impuls vom Prüfgerät 101 empfängt, der schließlich
vom Komparator am zweiten Signalanschluss 142 gemessen wird,
welche zur Zeitverzögerung B beiträgt. Indem die Längen a und
b des elektrischen Weges gleichgesetzt werden, wird die Ver
setzung des Timings, die während des Treibens mit dem allge
meinen Referenzanschluss auftritt, gleich der Versetzung des
Timings gemacht, die während des Vergleichens mit dem allge
meinen Referenzanschluss auftritt.
Gemäß dieser Theorie für Übertragungsleitungen:
C = (A-a) + (B-b) [G1. 1]
Gleichsetzen von a und b ergibt: C = (A-a) + (B-b) [G1. 2]
Lösen für a: C = (A-a) + (B-b) [G1. 3]
Es wird beispielsweise angenommen, dass die Werte von A, B
und C gleich 100 ps, 300 ps bzw. 400 ps gefunden wurden. Dann
wäre der Wert von a gemäß Gleichung 3:
a = (200 ps + 300 ps - 400 ps)/2 = 50 ps oder 0,050 ns
Diese Länge des elektrischen Wegs von 50 ps würde dann bei
der letzten Kalibrierung berücksichtigt, um das Timing des
Prüfgeräts einzustellen, so dass es einen Impuls abgeben
würde, wenn es von ihm erwartet wird. Wenn der Signalan
schluss 1 angewiesen würde, bei 1 ns einen Impuls abzugeben,
würde somit das Prüfgerät unter Berücksichtigung der Länge a
des elektrischen Weges den Impuls tatsächlich 0,05 ns früher,
bei 0,95 ns, abgeben. Entsprechend würde das Prüfgerät, wenn
es angewiesen würde einen Puls vom Signalanschluss #1 bei
1 ns zu messen (vergleichen), die Länge "a" des elektrischen
Weges berücksichtigen und den Puls tatsächlich 0,05 ns spä
ter, bei 1,05 ns, messen.
Wie oben erwähnt, erfordert die letzte Kalibrierung ein
Gleichsetzen der Länge a des elektrischen Weges mit der Länge
b des elektrischen Weges. In der Praxis gibt es mehrere Wege,
diese letzte Kalibrierung unter Verwendung des Blocks für die
Ausrichtung des Referenzanschlusses auszuführen. Beim ersten
Verfahren werden an allen der Referenzblöcke Messungen von A
und B vorgenommen und in einer Nachschlagetabelle für die Ka
librierung des Timings gespeichert. Die Werte von A, B und C
werden dann am Block für die Ausrichtung des Referenzan
schlusses gemessen und der Wert der Länge a des elektrischen
Weges berechnet und dann verwendet, um alle weiteren in der
Nachschlagetabelle für die Kalibrierung des Timings gespei
cherten Referenzblockmessungen einzustellen. Danach wird für
jede Anweisung vom Prüfgerät an einen Signalanschluss an ei
nem gegebenen Referenzblock die Nachschlagetabelle für die
Kalibrierung des Timings herangezogen und das Timing einge
stellt. Bei einem zweiten Verfahren werden zuerst A, B und C
am Block für die Ausrichtung von Referenzanschlüssen gemes
sen, dann wird a berechnet und zur Kalibrierung des Referenz
anschlusses verwendet (d. h. die Längen a und b des elektri
schen Weges gleichgesetzt, nachdem die Versetzung zwischen a
und b ermittelt ist). Dann können A und B an den restlichen
Referenzblöcken im Satz gemessen werden und in der Nachschla
getabelle für die Kalibrierung des Timings ohne weitere Ein
stellung verwendet werden. Obwohl beide Verfahren annähernd
die gleiche Genauigkeit des Timings des Prüfgeräts ergeben,
kann das zweite Verfahren unter bestimmten Bedingungen etwas
genauer sein. Es erfordert jedoch, dass ein besonderer Refe
renzblock (der Block für die Ausrichtung von Referenzan
schlüssen) zuerst verwendet wird. Dies ist bei einem automa
tischen Handhabungsgerät für Teile nicht immer möglich und so
wird normalerweise bei automatischen Handhabungsgeräten das
erste Verfahren angewendet.
Diese Offenbarung ist nur veranschaulichend und nicht ein
schränkend; weitere Modifikationen werden für Fachleute auf
dem Gebiet offensichtlich und sollen in den Umfang der beige
fügten Ansprüche fallen.
Claims (8)
1. Verfahren zum Kalibrieren des Timings eines Prüfgeräts
für integrierte Schaltungen, das die Schritte umfasst:
- a) Bereitstellen einer Befestigungseinrichtung zur elektrischen Verbindung einer zu prüfenden integ rierten Schaltung mit dem Prüfgerät, wobei die Be festigungseinrichtung elektrische Verbindungen zu einem oder mehreren Signalanschlüssen und einem Re ferenzanschluss der integrierten Schaltung aufweist;
- b) Bereitstellen eines Satzes von Referenzblöcken, wo bei eine Anzahl der Referenzblöcke im Satz gleich einer Anzahl von Signalanschlüssen an der integrier ten Schaltung ist, wobei die Referenzblöcke jeweils für das Einsetzen in die Befestigungseinrichtung ausgelegt sind und ferner einen oder mehrere Signal anschlüsse und einen Referenzanschluss an den glei chen relativen Stellen wie die integrierte Schaltung aufweisen und ferner elektrische Verbindungen zur Herstellung eines elektrischen Kontakts mit den elektrischen Verbindungen der Befestigungseinrich tung an den gleichen Stellen wie die integrierte Schaltung aufweisen;
- c) Einsetzen eines ausgewählten der Referenzblöcke in die Befestigungseinrichtung, wobei auf dem ausge wählten Referenzblock eine Signalspur angeordnet ist, wobei die Signalspur einen einzigen, eine Ka librierung erfordernden Signalanschluss am Referenz block mit einem Referenzanschluss am Referenzblock elektrisch verbindet;
- d) Programmieren eines Impulses auf dem Signalanschluss des zu kalibrierenden Referenzblocks;
- e) Messen, wann ein resultierender Impuls von Maßnahme (d) aus dem programmierten Impuls am Referenzan schluss des Referenzblockes auftritt;
- f) Umkehren der Polarität und dann Programmieren eines Impulses auf dem Referenzanschluss des Referenz blocks;
- g) Messen, wann der resultierende Impuls von Maßnahme (f) am Signalanschluss des Referenzblocks erfasst wird;
- h) Wiederholen der Maßnahmen (c)-(g) für jeden einzi gen Referenzblock im Satz;
- i) Ermitteln einer relativen Versetzung des Timings je des Signalanschlusses aus den Schritten (e) und (g);
- j) Einstellen der in Schritt (i) erhaltenen Werte der relativen Versetzung des Timings, so dass sie dem höchsten Wert der relativen Versetzung des Timings entsprechen, um das Prüfgerät zum Programmieren ei nes Impulses an den Signalanschlüssen und zum Messen eines Impulses an des Signalanschlüssen zu kalibrie ren; und
- k) Durchführen einer Kalibrierung, bei der die Versetzungen des Timings zum Programmieren eines Im pulses am Referenzanschluss und zum Messen eines Im pulses am Referenzanschluss abgeglichen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, das ferner die Maßnahme des
Einsetzen des Referenzblocks in eine Befestigungsein
richtung umfasst, die ein automatisches Handhabungsgerät
verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1, das ferner die Maßnahme des
Koppelns zweier Prüfgerätekanäle an jeden Signalan
schluss am Referenzblock umfasst, wobei es einen ersten
Prüfgerätekanal, der den Impuls an den Signalanschluss
liefert, und einen zweiten Prüfgerätekanal gibt, der den
Impuls vom Signalanschluss erfasst.
4. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Signalspur eine
Impedanz von etwa 50 Ohm und eine Länge von etwa 10 mm
aufweist.
5. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Maßnahme (k) un
ter Verwendung eines zusätzlichen Referenzblocks durch
geführt wird, wobei auf dem zusätzlichen Referenzblock
eine Signalspur angeordnet ist, die den Referenzan
schluss des zusätzlichen Referenzblocks mit einem ersten
Signalanschluss des zusätzlichen Referenzblocks und mit
einem zweiten Signalanschluss des zusätzlichen Referenz
blocks elektrisch verbindet.
6. Verfahren nach Anspruch 5, das ferner die Maßnahmen um
fasst:
- a) Einsetzen des zusätzlichen Referenzblocks in die Be festigungseinrichtung;
- b) Programmieren eines Impulses auf dem ersten Signalanschluss und Messen, wann der resultierende Impuls aus dem programmierten Impuls am Prüfgerät und dem Referenzanschluss auftritt;
- c) Programmieren eines Impulses auf dem Prüfgerät und Messen, wann der resultierende Impuls aus dem pro grammierten Impuls am Referenzanschluss und dem wei ten Signalanschluss auftritt.
7. Satz von Referenzblöcken, die jeweils für das Einsetzen
in eine Befestigungseinrichtung ausgelegt sind, die eine
zu prüfende integrierte Schaltung mit einem Prüfgerät
elektrisch verbinden soll, wobei eine Anzahl der Refe
renzblöcke im Satz gleich einer Anzahl von einer Prüfung
zu unterziehenden Signalanschlüssen an der integrierten
Schaltung ist, wobei jeder Referenzblock einen oder meh
rere Signalanschlüsse und einen Referenzanschluss an den
gleichen relativen Stellen wie die integrierte Schaltung
aufweist und ferner elektrische Verbindungen zur Her
stellung eines elektrischen Kontakts mit der Befesti
gungseinrichtung an den gleichen Stellen wie die integ
rierte Schaltung aufweist.
8. Kombination, welche umfasst:
eine Befestigungseinrichtung, die zu prüfende integ rierte Schaltungen mit einem Prüfgerät elektrisch ver bindet, und
Satz von Referenzblöcken, die jeweils für ein Einsetzen in die Befestigungseinrichtung ausgelegt sind, wobei je der Referenzblock einen oder mehrere Signalanschlüsse und einen Referenzanschluss entsprechend Anschlüssen an einer zugehörigen zu prüfenden integrierten Schaltung aufweist und ferner auf ihm eine Signalspur angeordnet ist, wobei die Signalspur einen einzigen der Signalan schlüsse mit dem Referenzanschluss elektrisch verbindet, wobei die Signalspur physikalisch und elektrisch zu wei teren Signalspuren am Satz von Referenzblöcken äquiva lent ist.
eine Befestigungseinrichtung, die zu prüfende integ rierte Schaltungen mit einem Prüfgerät elektrisch ver bindet, und
Satz von Referenzblöcken, die jeweils für ein Einsetzen in die Befestigungseinrichtung ausgelegt sind, wobei je der Referenzblock einen oder mehrere Signalanschlüsse und einen Referenzanschluss entsprechend Anschlüssen an einer zugehörigen zu prüfenden integrierten Schaltung aufweist und ferner auf ihm eine Signalspur angeordnet ist, wobei die Signalspur einen einzigen der Signalan schlüsse mit dem Referenzanschluss elektrisch verbindet, wobei die Signalspur physikalisch und elektrisch zu wei teren Signalspuren am Satz von Referenzblöcken äquiva lent ist.
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