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DE10109773A1 - Einrichtung zum Vernichten eines Kampfmittels - Google Patents

Einrichtung zum Vernichten eines Kampfmittels

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Publication number
DE10109773A1
DE10109773A1 DE2001109773 DE10109773A DE10109773A1 DE 10109773 A1 DE10109773 A1 DE 10109773A1 DE 2001109773 DE2001109773 DE 2001109773 DE 10109773 A DE10109773 A DE 10109773A DE 10109773 A1 DE10109773 A1 DE 10109773A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
charge
sleeve
holding part
legs
final
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE2001109773
Other languages
English (en)
Inventor
Norbert Barth
Reiner Burger
Berthold Masmann
Roland Schmitt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Diehl Defence GmbH and Co KG
Original Assignee
Diehl Munitionssysteme GmbH and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Diehl Munitionssysteme GmbH and Co KG filed Critical Diehl Munitionssysteme GmbH and Co KG
Priority to DE2001109773 priority Critical patent/DE10109773A1/de
Publication of DE10109773A1 publication Critical patent/DE10109773A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B3/00Blasting cartridges, i.e. case and explosive
    • F42B3/08Blasting cartridges, i.e. case and explosive with cavities in the charge, e.g. hollow-charge blasting cartridges
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41HARMOUR; ARMOURED TURRETS; ARMOURED OR ARMED VEHICLES; MEANS OF ATTACK OR DEFENCE, e.g. CAMOUFLAGE, IN GENERAL
    • F41H11/00Defence installations; Defence devices
    • F41H11/12Means for clearing land minefields; Systems specially adapted for detection of landmines
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B33/00Manufacture of ammunition; Dismantling of ammunition; Apparatus therefor
    • F42B33/06Dismantling fuzes, cartridges, projectiles, missiles, rockets or bombs

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)

Abstract

Es wird eine Einrichtung (10) zum Vernichten eines Kampfmittels (Blindgängers) mit einer in einer Gehäusehülse (14) befindlichen Vernichtungsladung (12) und mit einem Mehrbeingestell (32) zum berührungsfreien Anordnen der Einrichtung (10) über dem zu vernichtenden Kampfmittel beschrieben. Die Vernichtungsladung (12) weist ausgangsseitig eine Hohlladungsbelegung (16) auf. An die Vernichtungsladung (12) grenzt eingangsseitig ein Deckel (24) zur Aufnahme einer Sprengkapsel an. Zur punktgenauen Positionierung der Einrichtung (10) über dem zu vernichtenden Kampfmittel ist die Vernichtungsladung (12) mit einem zentralen Durchgangs-Sichtloch (30) ausgebildet. Die Vernichtungsladung (12) besteht vorzugsweise aus einer das Durchgangs-Sichtloch (30) aufweisenden Grundladung (44), gegebenenfalls mindestens einer Zwischenladung (48) und einer Abschlußladung (46), an der der Sprengkapsel-Deckel (24) angebracht ist.

Description

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Vernichten eines Kampfmittels (Blindgängers).
Die DE 41 17 398 A1 beschreibt ein Verfahren und eine Einrichtung zum Vernichten eines auch vollständig eingesandeten Kampfmittels durch Auslösen einer Sprengstof-Detonation im Kampfmittel mittels eines Hohlladungsstrahles, wobei das Kampfmittel von einem fernsteuerbaren Träger aus beschossen wird, nachdem seine Lage lokalisiert worden ist. Der fernsteuerbare Träger ist dort mit einer einfachen, schwenk-richtbaren Vorderlader-Kartusche für schlanke Hohlladungs-Projektile mit Aufschlagzündern für ihre nur kleine Gefechtsladung ausgestattet. Der Beschuß des Kampfmittels, d. h. der lokalisierten Zielposition, erfolgt richtungsstabil auch durch Medienübergänge wie Luft/Wasser, Wasser/Sand oder Luft/Sand mit einer linearen Schußbahn, weil die Projektilspitze auf das Auftreten von Kavitationswirkungen im umgebenden Medium ausgelegt ist. Hinter einer Stirn-Abreißkante bildet sich annähernd konzentrisch zur Schußbahn und somit zur Projektil-Längsachse ein medienfreier Hohlraum aus.
Aus dem oben genannten Stand der Technik ist es ferner bekannt, direkt oberhalb eines beispielsweise magnetisch georteten, vollständig eingesandeten großvolumigen Kampfmittels, wie etwa eines Bomben-Blindgängers oder einer Mine ein Gestell auf den Grund, d. h. auf das Erdreich zu setzen, wobei das Gestell in einem bestimmten Abstand vom Grund eine Hohlladung haltert. Eine hinreichend groß ausgelegte Hohlladung dringt nach der Zündung dann mit dem Hohlladungsstrahl in das Erdreich ein und führt zur Detonation des Kampfmittels.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zum Vernichten eines Kampfmittels (Blindgängers) zu schaffen, die einfach ausgebildet zuverlässig wirksam ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 und insbesondere durch die Merkmale des Anspruches 8 gelöst. Bevorzugte Aus- bzw. Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Einrichtung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die erfindungsgemäße Einrichtung zum Vernichten eines Kampfmittels kann bei einer relativ einfachen Ausbildung mit einer in einer mit einem Mehrbeingestell kombinierbaren Gehäusehülse befindlichen Vernichtungsladung, die ausgangsseitig eine Hohlladungsbelegung aufweist und an die eingangsseitig ein Deckel zur Aufnahme einer Sprengkapsel angrenzt, ausgebildet sein, wobei die Vernichtungsladung und die ausgangsseitige Hohlladungsbewegung zur punktgenauen Positionierung der Einrichtung über dem zu vernichtenden Kampfmittel mit einem Durchgangs-Sichtloch ausgebildet ist. Die Vernichtungsladung bzw. die Hohlladungsbelegung kann einen Öffnungswinkel von 60° besitzen. Die Vernichtungsladung kann mit Sprengstoff fertig gegossen sein, es ist jedoch auch möglich, die Gehäusehülse individuell mit Sprengstoff zu füllen. Bei dem besagten Sprengstoff kann es sich um PETN (Nitropenta formbar) handeln. Der an die Vernichtungsladung eingangsseitig angrenzende Deckel kann mit einer Gewindebohrung ausgebildet sein, die zur Aufnahme einer Sprengkapsel beispielsweise des Typs DM11 oder DM12, elektrisch, dient.
Mit Hilfe des Mehrbeingestells, bei dem es sich insbesondere um ein Dreibeingestell handelt, ist es möglich, die erfindungsgemäße Einrichtung berührungslos über dem zu vernichtenden Kampfmittel zu plazieren. Bei dem zu vernichtenden Kampfmittel kann es sich um einen Gefechtskopf, eine Mine, eine Handgranate, eventuell eine Bombe o. dgl. handeln.
Dadurch, daß die Vernichtungsladung und die ausgangsseitige Hohlladungsbelegung mit einem Durchgangs-Sichtloch ausgebildet sind, ist eine punktgenaue Positionierung der Einrichtung über dem zu vernichtenden Kampfmittel und somit ein punktgenaues Ansprengen desselben möglich. Daraus resultiert außerdem eine Reduktion der Vemichtungsladungsmenge. Weitere Vorteile bestehen darin, daß die erfindungsgemäße Einrichtung nach Ortung des zu vernichtenden Kampfmittels eine berührungslose Vernichtung desselben ermöglicht, daß die Handhabung der Einrichtung durch den Benutzer sehr einfach ist, daß durch Kürzen und/oder Verbiegen der Beine des Mehrbeingestells eine genaue Einstellung bzw. Positionierung der Einrichtung auch in schwierigem Gelände problemlos möglich ist bzw. daß ein Einsatz auch bei Schräglage durch Biegen und/oder Kürzen der Beine des Mehrbeingestelles möglich ist, daß die Einrichtung auch ohne Mehrbeingestell z. B. liegend einsetzbar ist, und daß die Einrichtung infolge ihres einfachen Aufbaus preisgünstig herstellbar ist. Bei der erfindungsgemäßen Einrichtung der oben genannten Art kann die Gehäusehülse aus Metall, aus Kunststoff oder aus formstabiler Pappe bestehen. Hierbei kann es sich beispielsweise um eine hochdruckgepreßte Pappe handeln, wie sie beispielsweise bei Verpackungscontainern für Munition zur Anwendung gelangt.
Das Mehrbeingestell der erfindungsgemäßen Einrichtung kann aus Metall oder aus Kunststoffbestehen. Bei dem Metall handelt es sich beispielsweise um Messing, wobei es sich versteht, daß auch andere Metalle zur Anwendung gelangen können. Bei dem Kunststoff handelt es sich zweckmäßigerweise um ein Kunststoffmaterial, das gegen statische Umwelteinflüsse unempfindlich, d. h. das elektrisch leitend, ist.
Erfindungsgemäß kann das Mehrbeingestell ein ringförmiges Halteteil mit einem Montageloch aufweisen, in dem die Gehäusehülse mit ihrem Vorderrand befestigbar ist, wobei vom Halteteil Standbeine wegstehen, die in Umfangsrichtung des Halteteils voneinander gleichmäßig beabstandet sind. Dabei können die Standbeine aus einem biegsamen Material bestehen und vom Halteteil zueinander mindestens annähernd parallel wegstehen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß die Standbeine aus einem steifen Material bestehen und vom Halteteil auseinandergespreizt wegstehen. Bei einer Ausbildung der zuletzt genannten Art können die Standbeine verlängerbar ausgebildet sein. Zu diesem Zwecke können die Standbeine an ihren voneinander abgewandten Enden mit Gewindeabschnitten ausgebildet sein, um zur Einstellung einer bestimmten Standbeinlänge eine Anzahl solcher Standbeinelemente miteinander zu verschrauben.
Eine besonders bevorzugte Ausbildung der erfindungsgemäßen Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Vernichtungsladung eine Grundladung mit einer Grundladungshülse, eine Abschlußladung mit einer Abschlußladungshülse und zwischen der Grund- und der Abschlußladung mindestens eine Zwischenladung mit einer Zwischenladungshülse aufweist, wobei die Grundladung ausgangsseitig die Hohlladungsbelegung aufweist und mit dem Durchgangs-Sichtloch ausgebildet ist, und an die Abschlußladung der zur Aufnahme der Sprengkapsel vorgesehene Deckel angrenzt. Auf die mindestens eine Zwischenladung kann gegebenenfalls auch verzichtet werden. Bei einer Einrichtung der oben genannten Art hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Grundladungshülse, die Abschlußladungshülse und die mindestens eine Zwischenladungshülse miteinander formschlüssig zur Gehäusehülse verbindbar sind. Desgleichen kann der zur Aufnahme der Sprengkapsel vorgesehene Deckel mit der Abschlußladungshülse formschlüssig verbindbar sein.
Eine solche Einrichtung wird beispielsweise wie folgt gehandhabt: Zuerst wird das Mehrbeingestell, d. h. sein ringförmiges Halteteil, mit den Standbeinen zusammengebaut. Anschließend wird die Grundladung am Mehrbeingestell angebracht. Diese Einheit kann durch das Durchgangs-Sichtloch hindurch genau passend über dem zu vernichtenden Kampfmittel positioniert werden. Danach wird die Einrichtung komplettiert, d. h. auf der Grundladung gegebenenfalls die mindestens eine Zwischenladung sowie die Abschlußladung angeordnet. Auf der Abschlußladung wird der zur Aufnahme der Sprengkapsel vorgesehene Deckel angeordnet. Der Deckel wird mit der Sprengkapsel assembliert. Danach ist ein berührungsloses Sprengen, d. h. Vernichten des entsprechenden Kampfmittels, d. h. Blindgängers bzw. Versagers im sogenannten High Order- oder Low Order- Verfahren möglich. Weitere Einsatzmöglichkeiten der erfindungsgemäßen Einrichtung sind das berührungslose Vernichten von Minen sowie das Ansprengen von in das Erdreich eingedrungenen Gefechtsköpfen o. dgl.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung zweier in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Einrichtung zum Vernichten eines Kampfmittels. Es zeigen:
Fig. 1 eine Explosionsdarstellung einer ersten Ausführungsform der Einrichtung,
Fig. 2 eine zweite Ausbildung der Einrichtung in einer Längsschnittdarstellung, wobei vom Mehrbeingestell nur ein Standbein abgeschnitten verdeutlicht ist, und
Fig. 3 einen Schnitt entlang der Schnittlinie III-III in Fig. 2.
Fig. 1 zeigt eine erste Ausbildung der Einrichtung 10 zum Vernichten eines Kampfmittels (Blindgängers). Die Einrichtung 10 weist eine Vernichtungsladung 12 auf, die in einer Gehäusehülse 14 vorgesehen ist. Bei der Vernichtungsladung 12 kann es sich um eine fertig gegossene oder um eine in die Gehäusehülse 14 individuell eingefüllte Vernichtungsladung handeln. Die Gehäusehülse 14 und die Vernichtungsladung 12 sind in Fig. 1 teilweise längsgeschnitten verdeutlicht. Die Vernichtungsladung 12 weist ausgangsseitig eine Hohlladungsbelegung 16 auf. Die Hohlladungsbelegung 16 besteht beispielsweise aus Kupfer. Die Gehäusehülse 14 besteht z. B. aus einer stabilen hochdruckgepreßten Pappe, aus Aluminium oder aus einem gegen statische Umwelteinflüsse unempfindlichen Kunststoff.
Die Gehäusehülse 14 steht an ihrem von der Hohlladungsbelegung 16 entfernten Endabschnitt 18 über die eingangsseitige Stirnfläche 20 der Vernichtungsladung 12 definiert über. Auf diese Weise ergibt sich am rückseitigen Endabschnitt 18 im Inneren der Gehäusehülse 14 ein Aufnahmeraum 22 für einen Deckel 24, der in Fig. 1 halbseitig längsgeschnitten dargestellt ist. Der Deckel ist mit einer zentralen Gewindebohrung 26 ausgebildet, die mit einem Sackloch 28 an der eingangsseitigen Stirnfläche 20 der Vernichtungsladung 12 axial fluchtet. In die Gewindebohrung 26 wird eine (nicht dargestellte) Sprengkapsel eingeschraubt.
Die Vernichtungsladung 12 der Einrichtung 10 ist mit einem zentralen Durchgangs- Sichtloch 30 ausgebildet, das sich auch durch die Hohlladungsbelegung 16 hindurcherstreckt. Mit Hilfe des Durchgangs-Sichtloches 30 ist es möglich, die Einrichtung 10 punktgenau in bezug auf das zu vernichtende Kampfmittel auszurichten und zu positionieren.
Zum berührungslosen Anordnen der Vernichtungsladung 12 über dem zu vernichtenden Kampfmittel weist die Einrichtung 10 ein Mehrbeingestell 32 mit einem ringförmigen Halteteil 34 und mit vom Halteteil 34 mindestens annähernd parallel wegstehenden Standbeinen 36 auf. Die Standbeine 36 sind in Umfangsrichtung des ringförmigen Halteteiles 34 äquidistant angeordnet. Sie bestehen aus einem biegsamen Material. Durch entsprechendes Biegen der Standbeine 36 und/oder Kürzen derselben ist es einfach möglich, die Vernichtungsladung 12 mit der Hohlladungsbelegung 16 punktgenau, d. h. exakt in bezug auf das zu vernichtende Kampfmittel zu positionieren.
Zur Befestigung der Gehäusehülse 14 mit der Vernichtungsladung 12 und der Hohlladungsbelegung 16 am ringförmigen Halteteil 34 ist das ringförmige Halteteil 34 mit einem durchgehenden Montageloch 38 und die Gehäusehülse 14 mit einem an das Montageloch 38 angepaßten Befestigungsabschnitt 40 ausgebildet. Entsprechend ist der zur Aufnahme einer Sprengkapsel vorgesehene Deckel 24 mit einem Befestigungsabschnitt 42 ausgebildet, der an den Aufnahmeraum 22 im Endabschnitt 18 der Gehäusehülse 14 angepaßt ist.
Die Fig. 2 und 3 zeigen eine andere bzw. bevorzugte Ausführungsform der Einrichtung 10, wobei die Vernichtungsladung 12 eine Grundladung 44, eine Abschlußladung 46 und zwischen diesen eine Zwischenladung 48 aufweist, die eng aneinander angrenzen. Selbstverständlich kann auch mehr als eine Zwischenladung 48 vorgesehen sein. Gegebenenfalls kann auf eine Zwischenladung 48 auch verzichtet werden.
Die Grundladung 44 ist ausgangsseitig mit einer Hohlladungsbelegung 16 versehen. Die Hohlladungsbelegung 16 weist beispielsweise einen Öffnungswinkel von 60° auf.
Durch die Grundladung 44 und die Hohlladungsbelegung 16 erstreckt sich zentral ein Durchgangs-Sichtloch 30 hindurch.
Die Grundladung 44 weist eine Grundladungshülse 50, die Abschlußladung 46 weist eine Abschlußladungshülse 52 und die Zwischenladung 48 weist eine Zwischenladungshülse 54 auf. Die Grundladungshülse 50, die Abschlußladungshülse 52 und die/jede Zwischenladungshülse 54 sind miteinander formschlüssig zur Gehäusehülse 14 verbindbar. Das kann durch umlaufende Rippen 56 und daran angepaßte umlaufende Rinnen 58 realisiert sein.
An die Abschlußladung 46 grenzt der Deckel 24 an. Der Deckel 24 ist mit der Abschlußladung 46 formschlüssig verbunden. Zu diesem Zweck ist der Deckel 24 beispielsweise ebenfalls mit einer umlaufenden Rippe 56 ausgebildet, die in eine umlaufende Rinne 58 in der Abschlußladungshülse 52 eingerastet ist. Der Deckel 24 ist mit einer durchgehenden Gewindebohrung 26 ausgebildet. In die Gewindebohrung 26, die mit einem Loch 28 in der Abschlußladung 46 axial fluchtet, wird eine Sprengkapsel eingeschraubt.
Die Einrichtung 10 weist außerdem ein Mehrbeingestell 32 mit einem ringförmigen Halteteil 34 auf, von dem Standbeine 36 wegstehen. In den Fig. 2 und 3 ist nur eines dieser Standbeine abgeschnitten verdeutlicht. Die Standbeine 36 können aus miteinander verschraubbaren Standbeinelementen aus einem formstabilen Material bestehen. Die Standbeinelemente können miteinander verschraubbar sein, um die jeweils gewünschte Gesamtlänge der einzelnen Standbeine 36 wunschgemäß einzustellen. Zu diesem Zwecke können die Standbeinelemente mit Gewindeabschnitten 62 am einen Ende des jeweiligen Standbeinelementes und mit daran angepaßten Gewindebohrungen 64 am jeweils anderen Ende ausgebildet sein.
Zur Montage der Vernichtungsladung 12 mit ihrer Gehäusehülse 14 am Mehrbeingestell 32 ist auch bei dieser Ausbildung der Einrichtung 10 gemäß den Fig. 2 und 3 die Gehäusehülse 14 bzw. die Grundladungshülse 50 mit einem Befestigungsabschnitt 40 ausgebildet, der in das Montageloch 38 im ringförmigen Halteteil 34 des Mehrbeingestelles 12 eingepaßt ist.
Die Einrichtung 10 gemäß den Fig. 2 und 3 kommt wie folgt zur Anwendung: Zuerst wird die Grundladung 44 mit dem Mehrbeingestell 32 kombiniert, d. h. es wird die Grundladung 44 mit ihrer Grundladungshülse 50 im Montageloch 38 im ringförmigen Halteteil 34 befestigt. Dann werden die Standbeine 36 in bezug auf das zu vernichtende Kampfmittel passend eingestellt, wobei eine punktgenaue Ausrichtung der Grundladung 44 in bezug auf das zu vernichtende Kampfmittel mittels des Durchgangs-Sichtloches 30 in der Grundladung 44 möglich ist. Nach dieser durch das Durchgangs-Sichtloch 30 der Grundladung 44 hindurch erfolgenden punktgenauen Positionierung der Grundladung 44 in bezug auf das zu vernichtende Kampfmittel wird die Grundladung 44 gegebenenfalls mit mindestens einer Zwischenladung 48 und mit der Abschlußladung 46 zur Vernichtungsladung 12 kombiniert und in die Gewindebohrung 26 im Deckel 24 der Einrichtung 10 eine Sprengkapsel eingeschraubt. Anschließend kann die Vernichtungsladung 12 gezündet werden, um das Kampfmittel zu vernichten.
Bezugsziffernliste
10
Einrichtung
12
Vernichtungsladung (von
10
)
14
Gehäusehülse (von
10
für
12
)
16
Hohlladungsbelegung (von
10
an
12
)
18
Endabschnitt (von
14
)
20
eingangsseitige Stirnfläche (von
12
)
22
Aufnahmeraum (für
24
)
24
Deckel (von
10
)
26
Gewindebohrung (in
24
)
28
Sackloch (in
12
)
30
Durchgangs-Sichtloch (in
12
bzw.
44
)
32
Mehrbeingestell (von
10
)
34
ringförmiges Halteteil (von
32
)
36
Standbeine (von
32
an
34
)
38
Montageloch (in
34
für
14
)
40
Befestigungsabschnitt (von
14
)
42
Befestigungsabschnitt von
24
)
44
Grundladung (von
12
)
46
Abschlußladung (von
12
)
48
Zwischenladung (von
12
)
50
Grundladungshülse (von
44
)
52
Abschlußladungshülse (von
46
)
54
Zwischenladungshülse (von
48
)
56
Rippen (von
52
,
54
,
24
)
58
Rinnen (in
50
,
52
,
54
)
62
Gewindeabschnitt (von
36
)
64
Gewindebohrung (in
36
)

Claims (10)

1. Einrichtung zum Vernichten eines Kampfmittels (Blindgängers) mit einer in einer mit einem Mehrbeingestell (32) kombinierbaren Gehäusehülse (14) befindlichen Vernichtungsladung (12), die ausgangsseitig eine Hohlladungsbelegung (16) aufweist und an die eingangsseitig ein Deckel (24) zur Aufnahme einer Sprengkapsel angrenzt, wobei die Vernichtungsladung (12) und die ausgangsseitige Hohlladungsbelegung (16) zur genauen Positionierung der Einrichtung (10) über dem zu vernichtenden Kampfmittel mit einem Durchgangs-Sichtloch (30) ausgebildet sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gehäusehülse (14) aus Metall, aus Kunststoff oder aus formstabiler Pappe besteht.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Mehrbeingestell (32) aus Metall oder aus Kunststoff besteht.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Mehrbeingestell (32) ein ringförmiges Halteteil (34) mit einem Montageloch (38) aufweist, in dem die Gehäusehülse (14) mit ihrem Vorderrand (40) befestigbar ist, wobei vom Halteteil (34) Standbeine (36) wegstehen, die in Umfangsrichtung des Halteteiles (34) voneinander gleichmäßig beabstandet sind.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Standbeine (36) aus einem biegsamen Material bestehen und vom Halteteil (34) zueinander mindestens annähernd parallel wegstehen.
6. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Standbeine (36) aus einem steifen Material bestehen und vom Halteteil (34) auseinandergespreizt wegstehen.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Standbeine (36) verlängerbar ausgebildet sind.
8. Einrichtung insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vernichtungsladung (12) eine Grundladung (44) mit einer Grundladungshülse (50), eine Abschlußladung (46) mit einer Abschlußladungshülse (52) und zwischen der Grund- und der Abschlußladung (44 und 46) im Bedarfsfall mindestens eine Zwischenladung (48) mit einer Zwischenladungshülse (54) aufweist, wobei die Grundladung (44) ausgangsseitig die Hohlladungsbelegung (16) aufweist und mit dem Durchgangs-Sichtloch (30) ausgebildet ist, und wobei an die Abschlußladung (46) der zur Aufnahme der Sprengkapsel vorgesehene Deckel (24) angrenzt.
9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundladungshülse (50), die Abschlußladungshülse (52) und die mindestens eine Zwischenladungshülse (54) miteinander formschlüssig zur Gewindehülse (14) verbindbar sind.
10. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Aufnahme der Sprengkapsel vorgesehene Deckel (24) mit der Abschlußladungshülse (52) formschlüssig verbindbar ist.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN104897017A (zh) * 2015-06-19 2015-09-09 江南工业集团有限公司 锥形装药销毁装置及销毁民爆器材的方法

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