DE69225973T2 - Übungsgeschoss - Google Patents
ÜbungsgeschossInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B8/00—Practice or training ammunition
- F42B8/12—Projectiles or missiles
- F42B8/14—Projectiles or missiles disintegrating in flight or upon impact
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Landscapes
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Description
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Übungsgeschoß, das zum von einem Flugzeug aus gegen Bodenziele oder für andere Arten von Schießübungen ausgelegt ist und folgendes aufweist: einen hohlen Mantel; eine Projektilbasis; und einen Nasenbereich, welcher mit dem Mantel entlang einer dazwischenliegenden Umfangstrennwand in Eingriff ist; wobei die Basis ein von dem Mantel separates Teil ist, so daß eine Umfangstrennwand zwischen der Basis und dem Mantel gebildet ist; und wobei die Basis an einem Stab oder einem Rohr befestigt oder integral mit diesem ausgebildet ist, der bzw. das sich zentral und axial durch den Mantel erstreckt und an dem Nasenbereich befestigt oder integral mit diesem ausgebildet ist, so daß der Stab oder das Rohr das Geschoß als eine Einheit zusammenhält; und wobei der Stab oder das Rohr oder ein Befestigungsteil davon, der bzw. das sich an dem Nasenbereich befindet, einen Schwächungsbereich hat, der sich in axialer Richtung in etwa auf der Höhe der Trennwand zwischen dem Mantel und dem Nasenbereich befindet.
- Schießübungen von einem Flugzeug aus gegen Bodenziele werden zum Teil aus einer relativ geringen Höhe durchgeführt. Das Schießen findet zum Teil gegen Ziele in einer so geringen Distanz vor dem Flugzeug statt, daß das Flugzeug ein Überfliegen des Zielgebiets nicht vermeiden kann. Zur Reduzierung der Kosten für die Schießübungen werden normalerweise Geschosse ohne jegliche Sprengstoff- oder Sprengsatzladung verwendet, wobei dies bedeutet, daß das Geschoß in dem Ziel nicht notwendigerweise in kleine Fragmente zerbrochen wird. Es besteht daher eine große Gefahr, daß Rikoschettierungen bzw. Abpraller relativ großer Größe von dem Zielgebiet nach oben zurückkehren können und daß dies genau in der Zeit stattfindet, wenn das Flugzeug, das das oder die Geschosse abgeschossen hat, das Zielgebiet überfliegt. Das Flugzeug befindet sich somit in der Gefahr, daß es von den Abprallern getroffen wird. Bei den Abprallern sich um ganze Geschosse oder um große Fragmente derselben handeln, und der Flugzeugrumpf kann dadurch ernsthaft beschädigt werden, und die Besatzung kann sich in großer Gefahr befinden. Dieses Problem läßt sich dadurch vermeiden, daß man nicht unter einer bestimmten Mindesthöhe fliegt, die größer ist als die Höhe, die die Abpraller erreichen können, jedoch führt dies dazu, daß das Übungsschießen nicht sehr realistisch ist, da das Schießen in einer so großen Distanz von dem Ziel beendet werden muß, daß das Schießen nicht dem Schießen unter Verwendung von scharfer Munition entspricht. Wenn scharfe Munition verwendet wird, werden die Geschosse in dem Zielgebiet in kleine Fragmente zerbrochen, und die Fragmente können nur auf eine geringe Höhe zurückkehren, ohne irgendeine Gefahr für das Flugzeug darzustellen.
- Auch bei anderen Arten von Schießübungen kann es wünschenswert oder notwendig sein, sicherzustellen, daß der Bereich oder die Höhe von Abprallern begrenzt ist, wie zum Beispiel zu dem Zweck, daß sich diese nicht über die Grenze eines Schießfeldes hinaus ausweiten.
- Es sind verschiedene Lösungen für das Problem von abprallenden Übungsgeschossen vorgeschlagen worden. Es sind Geschosse aus gepreßten Eisenspänen hergestellt worden, damit sich diese beim Aufprall in einem Ziel auflösen. Diese Lösung beinhaltet das Problem, daß sich die Geschosse während des Abfeuerns aus einer Waffe auflösen können, und zwar aufgrund der hohen Beschleunigungskräfte, denen die Geschosse ausgesetzt sind. Wenn die Geschosse andererseits mit einer hohen oder angemessenen Sicherheit gegen Auflösung oder Zerlegen während des Abfeuerns hergestellt werden, besteht die Möglichkeit, daß sich die Geschosse auch beim Aufprall in dem Ziel nicht auflösen. Ein weiterer Lösungsversuch besteht darin, daß man Übungsgeschosse zum Teil oder vollständig aus Kunststoff herstellt. Diese Lö sung führt zu einem Problem hinsichtlich der Masse der Geschosse in Relation zu scharfen Geschossen. Es ist wünschenswert, daß die Übungsgeschosse in etwa die gleiche Masse aufweisen, wie sie scharfen Geschossen entspricht, und zwar unter Berücksichtigung der ballistischen Eigenschaften. Außerdem kann der Kunststoff in heißen Geschützläufen überhitzt werden oder schmelzen. Dies stellt ein Sicherheitsproblem dar. Es muß berücksichtigt werden, daß der Schießvorgang mit einer sehr hohen Abfeuerungsrate (automatische Waffen) und somit mit sehr hoher Erzeugung von Hitze stattfinden kann.
- Das NO-Patent Nr. 146036 beschreibt ein unterkalibriges Geschoß mit einem im großen und ganzen massiven Geschoßkörper mit Schwächungsbereichen, die ein Aufspalten des Geschoßkörpers verursachen. Das Geschoß weist keinerlei hohlen Mantel oder einen separaten Nasenbereich auf.
- Ein Geschoß des eingangs bekannten Typs ist zum Beispiel aus dem Dokument DE-A-40 38 371 bekannt, dessen Offenbarung die Grundlage für den Oberbegriff des Hauptanspruchs 1 bildet und das ein Geschoß offenbart, das derart ausgebildet ist, daß es brechen kann, wenn pyrotechnische Ladungen im Inneren des Geschosses mit einer vorbestimmten Verzögerung nach dem Abschuß des Geschosses gezündet werden, nachdem die sich trennenden Elemente gezündet worden sind. Bei dieser herkömmlichen Vorrichtung weist ein Stab im Inneren des Geschosses eine Schwächungsnut auf, die unter Spannung bricht, wenn die Ladungen gezündet worden sind und nach rückwärts gegen die Basis wirken. In dieser Hinsicht wird in der DE-A-40 38 371 ausführlich erläutert, daß es die durch die Ladungen erzeugten Gasdrücke sind, die das Brechen der Schwächungsnut sowie die Verlagerung des Bodenteils in der durch einen Pfeil dargestellten Richtung von dem Körper des Geschosses weg hervorrufen.
- Ferner ist bei der Konstruktion gemäß der DE-A-40 38 371 der Stab von den Schultern der Mantelsegmente an dem vorderen Be reich in der Nähe der Nase eng umschlossen. In Längsrichtung des Geschosses ist der Stab ferner von dem Zylinderbereich und einer axialen Bohrung in dem Bodenbereich eng umschlossen. Somit ist der Stab entlang seiner gesamten axialen Länge im Inneren des Geschosses gehalten und geführt. Das Ergebnis davon ist, daß die Schwächungsnut bei dem herkömmlichen Geschoß niemals aufgrund irgendeines Biegens zum Brechen gebracht wird, da der Stab mechanisch in radialer Richtung entlang seiner gesamten Länge abgestützt ist und sich überhaupt nicht biegen kann.
- Das Dokument EP-A 0 407 288 offenbart ein Übungsgeschoß, das eine vollständig andere Konstruktion besitzt, wobei kein zentraler Stab verwendet wird, um die Nase, den Mantel und die Basis des Geschosses miteinander zu verbinden.
- Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher in der Schaffung eines Übungsgeschosses, das in seiner Konstruktion einfach und kostengünstig ist, das jegliches Abprallen bis zu einer Höhe vermeidet, die ein ein solches Geschoß abfeuerndes Flugzeug in irgendeine Gefahr bringt, und das gleichzeitig die erforderliche Festigkeit des Geschosses während des Abfeuerns sicherstellt.
- Gelöst wird die Aufgabe in vorteilhafter Weise durch ein Übungsgeschoß der eingangs genannten Art, das dadurch gekennzeichnet ist, daß der Mantel eine Einheit ist, die von einem offenen Rohr gebildet ist, welches zwischen der Basis und der Nase eingeklemmt ist und welches frei von Sprengstoff- oder Sprengsatzladungen ist, daß der Stab oder das Rohr sich frei durch den Innenraum des Mantels erstreckt, ohne mechanisch in radialer Richtung zwischen seinen beiden Enden abgestützt zu sein, und daß der Stab oder das Rohr so dimensioniert ist, daß er bzw. es bei einem mechanischen Aufprall des Geschosses auf einem Ziel unter einem spitzen Winkel bricht.
- Eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Geschosses ist dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum zwischen dem Mantel und dem Stab oder dem Rohr mit einem körnigen Material, beispielsweise Metallspänen oder Sand, gefüllt ist.
- Gemäß einer speziellen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Geschosses sind die Auflagerflächen zwischen der Basis und dem Mantel und zwischen der Nase und dem Mantel geneigt und verlaufen von der Achse des Mantels aus zu der Außenseite hin in entgegengesetzten Richtungen auseinander.
- Mit dem erfindungsgemäßen Geschoß wird die Aufgabe in vorteilhafter und zufriedenstellender Weise gelöst. Im Gegensatz zu Vorrichtungen des Standes der Technik, werden keine Sprengstoff- oder Sprengsatzladungen bei dem erfindungsgemäßen Übungsgeschoß verwendet oder benötigt. Stattdessen ist das erfindungsgemäße Übungsgeschoß derart ausgebildet, daß es lediglich durch einen Aufprall auf das jeweilige Ziel bricht.
- Das Übungsgeschoß gemäß der Erfindung weist also zwei Trennwände auf, und vor sowie während des Abfeuerns wird das Geschoß mittels des Stabs oder des Rohrs als eine Einheit zusammengehalten. Beim Aufprall auf einem Ziel, und insbesondere bei einem schrägen Aufprall, bricht der Schwächungsbereich des Stabs oder des Rohrs oder des Befestigungsteils davon. Das Geschoß wird dadurch in Einheiten zerlegt, von denen jede natürlich eine geringere Masse als das vollständige Geschoß besitzt und von denen jede wesentlich schlechtere ballistische Eigenschaften als das vollständige Geschoß aufweist. Der auf jede der Einheiten wirkende Luftwiderstand begrenzt die Höhe, auf die die Einheiten durch Abprallen von einem Zielgebiet gebracht werden, in einem hohen Ausmaß. Während Schießübungen von einem Flugzeug aus kann das Abfeuern in ähnlicher Weise wie beim Schießen mit scharfer Munition stattfinden, d. h. das Flugzeug kann auch aus geringen Höhen und geringen Distanzen gegen Bodenziele schießen und kurz nach dem Abfeuern das Ziel gebiet überfliegen, ohne daß es dabei der Gefahr ausgesetzt ist, von abprallenden Geschossen getroffen zu werden. Bei anderen Arten von Schießübungen ermöglicht die Erfindung, ein Ausbreiten von Abprallern zu begrenzen.
- Ein Geschoß gemäß der Erfindung kann mit der gleichen Formgebung, Masse und Masseverteilung wie scharfe Munition ausgebildet werden, und das Geschoß läßt sich ohne jegliche Probleme mit einer derartigen mechanischen Festigkeit ausstatten, daß es einem Abfeuern aus einem Geschütz oder einem Abfeuern als Geschoß mit Selbstantrieb standhalten kann.
- Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Begleitzeichnungen ausführlicher erläutert, in denen nicht einschränkende Beispiele von Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Übungsgeschosses dargestellt sind. Es zeigen:
- Fig. 1 eine Längsschnittansicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Geschosses;
- Fig. 2 eine Längsschnittansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels des Geschosses;
- Fig. 3 eine Längsschnittansicht eines dritten Ausführungsbeispiels des Geschosses.
- Jede der Figuren zeigt ein Übungsgeschoß, das einen Mantel 1, einen Nasenbereich 3 und eine Basis 2 aufweist, wobei ein Stab oder ein Rohr 11 den Nasenbereich 3 und die Basis 2 miteinander verbindet. Die Basis 2 bildet in Relation zu dem Mantel 1 ein separates Teil. Die Basis 2 und der Mantel 1 stoßen entlang einer Trennwand 6 aneinander. Auch bei dem Mantel 1 und dem Nasenbereich 3 handelt es sich um separate Teile, die entlang einer Trennwand 7 aneinanderstoßen. Somit hält der Stab oder das Rohr 11 das Geschoß vor sowie während des Abfeuerns und auch beim Flug in Richtung auf ein Ziel als eine Einheit zusammen.
- Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist ein Stab 11 integral mit der Basis 2 ausgebildet, und der Stab besitzt einen mit Gewinde versehenen Endbereich 15, der in eine Gewindebohrung 12 in dem Nasenbereich 3 eingeschraubt ist. Zur Gewährleistung eines korrekten Eingriffs an den Trennwänden 6 und 7 kann die Bohrung 12 etwas länger sein als der in diese eingeschraubte Endbereich 15.
- Bei dem Ausführungbeispiel der Fig. 2 ist ein Rohr 11 integral mit der Basis 2 ausgebildet, und der Nasenbereich 3 weist einen mit Gewinde versehenen Fortsatz 14 auf, der in einen mit Gewinde versehenen Endbereich 16 des Rohrs 11 eingeschraubt ist.
- Das Ausführungsbeispiel der Fig. 3 ist hinsichtlich der Verbindung zwischen der Basis 2 und dem Nasenbereich dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 dahingehend ähnlich, daß ein Stab 11 in eine Gewindebohrung 12 in dem Nasenbereich 3 eingeschraubt ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel weist die Basis 2 eine nach hinten offene Vertiefung auf, die eine Rauchspurladung 10 enthält, und die Vertiefung ist mittels einer Scheibe 9 teilweise verschlossen, die die Ladung 10 in der Vertiefung hält und eine zentrale Öffnung besitzt.
- Bei allen dargestellten Ausführungsbeispielen ist der Mantel 1 in herkömmlicher Weise mit einem Führungsband 4 ausgestattet, und außerdem besitzt der Mantel eine Umfangsnut 13 zur Befestigung einer Kartuschenhülse durch Festklemmen der Hülse in der Nut oder Verformen derselben in diese hinein. Bei allen der dargestellten Geschosse handelt es sich um Kartuschenhülsen-Munition, jedoch versteht es sich, daß die Erfindung nicht auf diesen Munitionstyp beschränkt ist.
- Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 erstreckt sich das Rohr 11 über die gesamte Distanz zwischen dem Nasenbereich 3 und der Basis 2. Ein größerer oder kleinerer Teil der Rohrlänge kann jedoch auch in Form eines massiven Stabs vorliegen, zum Beispiel zum Erhöhen der Masse des Geschosses in Richtung auf eines seiner Enden.
- Die Trennwände 6 und 7 können konisch ausgebildet sein, um eine gegenseitige Ausfluchtung der Komponenten des Geschosses zu bewirken.
- Wenn die Geschosse, die einen ringförmigen Hohlraum zwischen dem Mantel 1 und dem Stab oder dem Rohr 11 aufweisen, eine geringere Masse als scharfe Geschosses besitzen, kann der Hohlraum zum Beispiel mit einem körnigen Material, wie zum Beispiel Metallspänen oder Sand, gefüllt werden, um dadurch die Masse einzustellen.
- Bei einem erfindungsgemäßen Geschoß ist der Stab oder das Rohr 11 oder der in Fig. 2 gezeigte Fortsatz 14 derart dimensioniert, daß er bzw. es bricht, wenn das Geschoß unter einem spitzen Winkel auf einem Ziel aufprallt, nachdem es von einem Flugzeug in einer relativ geringen Höhe in schräg nach unten verlaufender Richtung abgefeuert worden ist oder nachdem es bei anderen Arten von Schießübungen abgefeuert worden ist. Zum Beispiel kann das Gewinde des in Fig. 1 oder Fig. 3 gezeigten Stabs 11 oder das Gewinde des in Fig. 2 gezeigten Fortsatzes 14 einen Schwächungsbereich bilden, welcher bricht, wenn das Geschoß auf ein Ziel auftrifft. Natürlich können der Stab oder das Rohr 11 oder der Fortsatz 14 auch andere Arten von Schwächungseinrichtungen aufweisen, wie zum Beispiel eine oder mehrere Umfangsnuten. Es werden Tests auszuführen sein, um festzustellen, ob der Schwächungsbereich unter den Schießbedingungen, unter denen die Geschosse verwendet werden sollen, tatsächlich bricht.
- Wenn der Schwächungsbereich bricht, wird das Geschoß nicht länger als eine einzige Einheit zusammengehalten. Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bildet der Nasenbereich 3 mögli cherweise zusammen mit einem Teil des Stabs 11 eine erste Einheit, der Mantel 1 bildet eine zweite Einheit und die Basis 2 sowie der Stab 11 oder ein Rest des Stabs bilden eine dritte Einheit.
- Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 bildet unter der Voraussetzung, daß der Fortsatz 14 der brechende Teil ist, der Nasenbereich 3 eine erste Einheit, der Mantel 1 eine zweite Einheit, und die Basis 2, das Rohr 11 und der Fortsatz 4 (oder der größte Teil des Fortsatzes) bilden eine dritte Einheit. Bei diesem Ausführungsbeispiel kann sich der Schwächungsbereich auch an dem Rohr 11 in der Nähe des Fortsatzes 14 oder um diesen herum befinden.
- Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3 werden die gleichen Einheiten gebildet, wie bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1, wobei der einzige Unterschied darin besteht, daß die Basis 2 bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3 die Vertiefung für die Rauchspurladung 10 besitzt. Die Ladung 10 wird natürlich während des Flugs des Geschosses teilweise oder vollständig verbrannt.
- Jede der vorstehend genannten Einheiten besitzt im Vergleich zu einem vollständigen Geschoß schlechte ballistische Eigenschaften. Jede Einheit besitzt eine Masse, die wesentlich geringer ist als die des vollständigen Geschosses. Bei der durch den Mantel 1 gebildeten Einheit handelt es sich um ein offenes Rohr, und wenn die Geschwindigkeit dieser Einheit sinkt, wird die Einheit bei einer bestimmten Geschwindigkeit instabil und ist nicht mehr in der Lage, sich entlang einer ballistischen Bahn zu bewegen, wobei die Einheit dann relativ steil zu Boden fällt.
- Beim Aufprall auf ein Ziel wird das Geschoß somit in Einheiten zerlegt, die nicht zu einem Abprallen in einer Bahn mit der gleichen Höhe oder mit der gleichen Reichweite wie ein vollständiges Geschoß in der Lage sind.
- Die Erfindung ist nicht auf vollkalibrige Munition begrenzt. Bei dem Geschoß kann es sich um ein unterkalibriges Geschoß handeln, an dem ein Geschoßring für das Abfeuern angebracht ist, wobei der Geschoßring unmittelbar nach dem Austritt aus dem Geschützlauf abgeworfen wird. Die Erfindung kann auch für Geschütze mit Selbstantrieb verwendet werden, wie zum Beispiel für Übungsgranaten mit Raketenantrieb. In letzterem Fall kann die Basis 2 einen mit Leitrippen ausgestatteten Endbereich aufweisen.
- Sämtliche Komponenten eines Geschosses gemäß der Erfindung mit Ausnahme einer Rauchspurladung oder einer Treibladung können aus Stahl oder Metall hergestellt sein. Als nicht einschränkendes Beispiel sei erwähnt, daß der Mantel, der Stab oder das Rohr und die Basis aus Stahl hergestellt sein können und der Nasenbereich aus einer leichten Legierung, wie zum Beispiel einer Aluminiumlegierung, hergestellt sein kann.
Claims (3)
1. Übungsgeschoß, das zum Schießen von einem Flugzeug aus
gegen Bodenziele oder für andere Arten von Schießübungen
ausgelegt ist und folgendes aufweist:
- einen hohlen Mantel (1),
- eine Projektilbasis (2) und
- einen Nasenbereich (3), welcher mit dem Mantel (1)
entlang einer dazwischenliegenden Umfangstrennwand (7) in
Eingriff ist,
wobei die Basis (2) ein von dem Mantel (1) separates Teil
ist, so daß eine Umfangstrennwand (6) zwischen der Basis
(2) und dem Mantel (1) gebildet ist,
und wobei die Basis (2) an einem Stab oder einem Rohr (11)
befestigt oder integral mit diesem ausgebildet ist, der
bzw. das sich zentral und axial durch den Mantel (1)
erstreckt und an dem Nasenbereich (3) befestigt oder
integral mit diesem ausgebildet ist, so daß der Stab oder das
Rohr (11) das Geschoß als eine Einheit zusammenhält,
und wobei der Stab oder das Rohr (11) oder ein
Befestigungsteil (14, 15) davon, der bzw. das sich an dem
Nasenbereich (3) befindet, einen Schwächungsbereich hat, der
sich in axialer Richtung etwa auf der Höhe der Trennwand
(7) zwischen dem Mantel (1) und dem Nasenbereich (3)
befindet,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Mantel (1) eine Einheit ist, die von einem offenen
Rohr gebildet ist, welches zwischen der Basis (2) und der
Nase (3) eingeklemmt ist und welches frei von Sprengstoff-
oder Sprengsatzladungen ist,
daß der Stab oder das Rohr (11) sich frei durch den
Innenraum des Mantels (1) erstreckt, ohne mechanisch in
radialer Richtung zwischen seinen beiden Enden abgestützt zu
sein,
daß er bzw. es bei einem mechanischen Aufprall des
Geschosses auf einem Ziel unter einem spitzen Winkel
bricht.
2. Geschoß nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hohlraum zwischen dem Mantel (1) und dem Stab oder
dem Rohr (11) mit einem körnigen Material, beispielsweise
Metallspänen oder Sand, gefüllt ist.
3. Geschoß nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Auflagerflächen (6, 7) zwischen der Basis (2) und
dem Mantel (1) und zwischen der Nase (3) und dem Mantel
(1) geneigt sind und von der Achse des Mantels (1) aus zu
der Außenseite hin in entgegengesetzten Richtungen
auseinanderlaufen.
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