DE10109412A1 - Fluidfördereinrichtung - Google Patents
FluidfördereinrichtungInfo
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Abstract
Eine Fluidfördereinrichtung, insbesondere zum Fördern von Verbrennungsluft zu einem Heizbrenner eines Kraftfahrzeugs oder zum Fördern von Heizmedium, vorzugsweise Heizluft, durch ein Heizmedium-Leitungssystem eines Kraftfahrzeugs, umfasst ein durch einen Antrieb (16) zur Drehung antreibbares Förderorgan (18), eine Drehzustands-Überwachungsanordnung (34, 40) zum Überwachen des Drehzustands des Fördergangs (16) sowie eine Betriebszustands-Ermittlungsanordnung (40) zum Ermitteln des Betriebszustands eines durch die Fluidfördereinrichtung mit Fluid zu versorgenden Systems (10), beruhend auf dem Überwachungsergebnis der Drehzustands-Überwachungsanordnung (40).
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fluidfördereinrichtung, insbesondere
zum Fördern von Verbrennungsluft zu einem Heizbrenner eines Kraftfahr
zeugs oder/und zum Fördern von Heizmedium, vorzugsweise Heizluft,
durch ein Heizmedium-Leitungssystem eines Kraftfahrzeugs.
In modernen Kraftfahrzeugen werden zunehmend zusätzliche Heizaggregate
eingesetzt, um beispielsweise im Stillstand des Antriebsaggregats oder
zusätzlich zu dem Antriebsaggregat Luft zu erwärmen und diese erwärmte
Luft dem Fahrgastraum oder der Führerkabine zuzuführen. Derartige Heiz
einrichtungen oder Zusatzheizer weisen im Allgemeinen einen Heizbrenner
auf, in welchem ein Brennstoff, der im Allgemeinen auch dem in einem
Fahrzeugantriebsaggregat zu verbrennenden Brennstoff entspricht, zusam
men mit zugeführter Verbrennungsluft verbrannt wird. Die dabei entste
hende Wärme wird auf ein in einem Wärmetauscherbereich den Heizbren
ner umströmendes Medium, beispielsweise Luft oder Wasser, übertragen.
Die Verbrennungsluft und auch diejenige Luft oder dasjenige Medium, auf
welches die Wärme übertragen werden soll, werden im Allgemeinen durch
Gebläse, Pumpen oder Ventilatoren zum Heizbrenner bzw. in den Wärme
tauscherbereich gefördert.
Bei derartigen Systemen ist es von Bedeutung, den aktuellen Betriebszu
stand des mit dem zu fördernden Medium zu versorgenden Systembereichs
zu erkennen. Beispielsweise ist es im Bereich des Heizbrenners von Bedeu
tung zu erkennen, ob darin eine Verbrennung stattfindet oder nicht. Bei
bekannten Systemen erfolgt dies durch Temperatursensierung von bei der
Verbrennung thermisch beeinflussten Bauteilen oder beispielsweise durch
optische Abtastung einer Brennkammer. Während die Temperaturerfassung
von thermisch beeinflussten Bauteilen eine vergleichsweise träge Mess
methode ist, bringt die optische Temperaturerfassung Probleme dahinge
hend mit sich, dass beispielsweise ein Lichtleiter dicht in eine Brennkammer
geführt werden muss und dass des Weiteren die Erfassung durch mögli
cherweise im Bereich des Sensorbereichs auftretende Ablagerung von Ver
schmutzungspartikeln beeinflusst wird.
Auch im Bereich der Heizluftförderung ist es von Vorteil zu erkennen, ob
möglicherweise eine Verdämmung, beispielsweise gewollte oder ungewollte
Verstopfung des Leitungssystems, vorliegt.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Fluidförderein
richtung zum Fördern eines Fluids zu einem mit dem Fluid zu versorgenden
System beziehungsweise ein Verfahren zum Charakterisieren des Betriebs
zustands eines derartigen Systems vorzusehen, mit welchen in einfacher
und zuverlässiger Weise auf den aktuellen Betriebszustand dieses Systems
bzw. die Änderung des Betriebszustandes geschlossen werden kann.
Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe
gelöst durch eine Fluidfördereinrichtung, insbesondere zum Fördern von
Verbrennungsluft zu einem Heizbrenner eines Kraftfahrzeugs oder zum
Fördern von Heizmedium, vorzugsweise Heizluft, durch ein Heizmedium-
Leitungssystem eines Kraftfahrzeugs, umfassend ein durch einen Antrieb
zur Drehung antreibbares Förderorgan, eine Drehzustands-Überwachungs
anordnung zum Überwachen des Drehzustands des Förderorgans sowie
eine Betriebszustands-Ermittlungsanordnung zum Ermitteln des Betriebs
zustands eines durch die Fluidfördereinrichtung mit Fluid zu versorgenden
Systems beruhend auf dem Überwachungsergebnis der Drehzustands-
Überwachungsanordnung.
Die vorliegende Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass Veränderungen
im Betriebszustand eines mit einem Fluid zu beschickenden Systems im All
gemeinen Auswirkungen auf den Strömungszustand des dieses System
durchströmenden Fluids haben. So hat beispielsweise die Tatsache, ob in
einem Heizbrenner eine Verbrennung stattfindet oder nicht, zur Folge, dass
bei stattfindender Verbrennung aufgrund der thermisch bedingten Expan
sion der im Brennraum vorhandenen Gase ein deutlich höherer Druckabfall
zwischen diesem Systembereich und demjenigen Bereich, in welchem die
Abgase dann austreten, vorhanden sein wird, als in einem Zustand, in dem
keine Verbrennung stattfindet. Ein höherer Druckabfall bedeutet jedoch,
dass die Fördereinrichtung beziehungsweise das Förderorgan derselben
gegen einen höheren Druck arbeiten muss. Dies beeinflusst jedoch den
Drehzustand dieses Förderorgans bzw. erfordert zur Aufrechterhaltung
eines bestimmten vorgegebenen Drehzustands Veränderungen in der Be
triebscharakteristik des Antriebs für das Förderorgan. Gemäß der vorliegen
den Erfindung wird nun der Drehzustand des Förderorgans überwacht, so
dass beruhend auf diesem Überwachungsergebnis, das gegebenenfalls
einen veränderten Betriebszustand des Antriebs des Förderorans zur Folge
haben kann, beispielsweise die Änderung eines Ansteuersignals, Aussagen
über den Betriebszustand des mit dem geförderten Fluid beschickten
Systems getroffen werden können. Fällt beispielsweise bei nicht veränder
tem Betriebszustand, d. h. beispielsweise nicht veränderter Ansteuerung
des Antriebs, die Drehzahl des Förderorgans ab, so ist dies ein Hinweis
darauf, dass in dem stromabwärtigen Leitungssystem eine Erhöhung des
Strömungswiderstands aufgetreten ist. Im Falle eines Heizbrenners kann
somit darauf geschlossen werden, dass dieser gezündet hat.
Beispielsweise kann bei der erfindungsgemäßen Einrichtung vorgesehen
sein, dass der Antrieb ein elektromotorischer Antrieb ist, dass dem elek
tromotorischen Antrieb eine Ansteuervorrichtung zugeordnet ist, welche
beruhend auf dem Überwachungsergebnis an den elektromtorischen An
trieb ein durch wenigstens eine Ansteuergröße charakterisiertes Ansteuersignal
ausgibt, und dass die Betriebszustands-Ermittlungsanordnung den
Betriebszustand des Systems beruhend auf der Ansteuergröße oder/und
einer zeitlichen Änderung derselben ermittelt. Bei diesem Aspekt der vor
liegenden Erfindung wird also zur Charakterisierung beziehungsweise
Erkennung des Betriebszustands des mit Fluid zu beschickenden Systems
eine Größe ausgewertet, welche im normalen Betrieb ohnehin auftritt. Es
sind somit keine zusätzlichen baulichen Maßnahmen an einem derartigen
System, wie z. B. das Bereitstellen von Sensoren oder dergleichen, erfor
derlich.
Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass die Betriebszustands-Ermitt
lungsanordnung dann, wenn die Ansteuergröße oder/und die zeitliche
Änderung derselben eine vorbestimmte Schwelle erreicht, das Vorliegen
eines bestimmten Betriebszustands erkennt. Die Ansteuergröße kann
beispielsweise ein Tastverhältnis einer dem elektromotorischen Antrieb
zugeführten elektrischen Größe wiedergeben, welche beispielsweise die an
diesen angelegte Spannung sein kann.
Bei einer vorangehend bereits angesprochenen alternativen Ausgestaltungs
form kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die Betriebszustands-
Ermittlungsanordnung den Betriebszustand beruhend auf der Drehzahl des
Förderorgans oder einer damit im Zusammenhang stehenden Größe oder
einer zeitlichen Änderung davon ermittelt.
Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Heizsystem, insbesondere für
ein Fahrzeug, bei welchem eine erfindungsgemäße Fluidfördereinrichtung
zum Fördern von Verbrennungsgas, vorzugsweise Verbrennungsluft, zu
einer Brennkrammer eines Heizbrenners vorgesehen ist oder/und eine
erfindungsgemäße Fluidfördereinrichtung zum Fördern von Heizmedium,
vorzugsweise Heizluft, durch ein Heizmedium-Leitungssystem vorgesehen
ist.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die ein
gangs genannte Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zum Charakterisieren
des Betriebszustands eines durch eine Fluidfördereinrichtung mit einem
Fluid, vorzugsweise Gas, zu versorgenden Systems, wobei die Fluidförder
einrichtung ein zur Drehung antreibbares Förderorgan umfasst, umfassend
die Schritte:
- a) Erzeugen einer die Drehzahl des Förderorgans wiedergebenden Dreh zahlgröße,
- b) Überwachen der Drehzahlgröße,
- c) beruhend auf der Drehzahlgröße oder/und einer damit in Zusammen hang stehenden Ansteuergröße für einen Antrieb des Förderorgans, Gewinnen von den Betriebszustand des Systems charakterisierender Information.
Wie bereits vorangehend ausgeführt, kann gemäß den Prinzipien der vor
liegenden Erfindung also durch die Überwachung der die Drehzahl des
Förderorgans wiedergebenden Größe darauf geschlossen werden, in wel
chem Betriebszustand das mit dem Fluid beschickte System sich befindet
beziehungsweise ob eine Änderung des Betriebszustands vorliegt.
Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass die Ansteuergröße ein Tast
verhältnis einer einem elektromotorischen Antrieb des Förderorgans zu
geführten elektrischen Größe wiedergibt. Diese Größe kann beispielsweise
die an den elektromotorischen Antrieb angelegte Spannung sein.
Beim Einsatz von elektromotorischen Antrieben in Verbrennungsluft-Förder
systemen von Heizbrennern, wie z. B. Zusatzheizern in Kraftfahrzeugen,
wird im Allgemeinen derart vorgegangen, dass durch eine entsprechende
Regelschleife die Drehzahl des Förderorgans auf einem im Wesentlichen
konstanten Wert gehalten wird. Dieser Wert ist derart eingestellt, dass bei
stattfindender Verbrennung und dem dabei bekanntermaßen sich ergeben
den Strömungswiderstand für das zugeführte Gas sich der gewünschte
beziehungsweise erforderliche Volumenstrom (= durch einen bestimmten
Kanalabschnitt pro Zeiteinheit hindurchtretendes Fluidvolumen) einstellen
wird. Bei einem derartigen System kann gemäß einem vorteilhaften Aspekt
der vorliegenden Erfindung dann vorgesehen sein, dass zum Erhalt einer
vorgegebenen Drehzahl des Förderorgans das Tastverhältnis auf einen
veränderbaren Tastverhältniswert eingestellt wird und dass dann, wenn der
Tastverhältniswert oder/und eine zeitliche Änderungsrate desselben eine
vorbestimmte Schwelle erreicht, das Vorliegen oder Eintreten eines be
stimmten Betriebszustands des Systems erkannt wird.
Die erfindungsgemäße Vorgehensweise kann besonders dann Anwendung
finden, wenn das System ein Strömungsleitungssystem, vorzugsweise
Heizluftleitungssystem, umfasst und wenn der Betrieb des Strömungs
leitungssystems dahingehend charakterisiert wird, ob oder/und in welchem
Ausmaß ein Strömungsmediumdurchtritt durch das Strömungsleitungs
system behindert ist. Weiter ist besonders bevorzugt ein Einsatz einer
derartigen Vorgehensweise möglich, wenn das System einen Heizbrenner,
vorzugsweise in einem Kraftfahrzeug, umfasst, wenn das Fluid Gas, vor
zugsweise Verbrennungsluft, umfasst und wenn der Betriebszustand des
Heizbrenners dahingehend charakterisiert wird, ob oder/und in welchem
Ausmaß eine Verbrennung stattfindet.
Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegenden
Zeichnungen anhand bevorzugter Ausgestaltungsformen detailliert be
schrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine blockbildartige Darstellung einer in Verbindung mit einem Heiz
brenner in einem Kraftfahrzeug eingesetzten Fluidfördereinrichtung;
Fig. 2 die bei konstanter Drehzahl eines Förderorgans sich ergebende Volu
menstrom-Gegendruck-Kennlinie für den in Fig. 1 dargestellten Heiz
brenner;
Fig. 3 den zeitlichen Verlauf eines Ansteuersignals für den elektromotori
schen Antrieb der Fluidfördereinrichtung der Fig. 1;
Fig. 4 die zeitliche Änderung des Tastverhältnisses des Ansteuersignals der
Fig. 3 beim Übergang zwischen einem Verbrennungszustand und
einem Nichtverbrennungszustand des Heizbrenners der Fig. 1;
Fig. 5 ein der Fig. 2 entsprechendes Diagramm, welches die Volumen
strom-Gegendruck-Kennlinie für ein Heizluftleitungssystem in einem
Kraftfahrzeug wiedergibt.
In Fig. 1 ist ein Gesamtsystem dargestellt, anhand welchem im Folgenden
die Prinzipien der vorliegenden Erfindung dargestellt werden. Dieses Ge
samtsystem umfasst einen allgemein mit 10 bezeichneten Heizbrenner, wie
er beispielsweise als Standheizung oder Zusatzheizung Anwendung in
einem Kraftfahrzeug finden kann. Diesem Heizbrenner 10 ist ein mit 12
bezeichnetes Verbrennungsluftgebläse zugeordnet, durch welches, wie
durch einen Pfeil P1 angedeutet, zur Verbrennung erforderliche Luft in eine
Brennkammer 14 des Heizbrenners 10 gefördert wird. Das Gebläse 12
umfasst ein durch einen Elektromotor 16 zur Drehung antreibbares Förder
rad 18. Die Drehzahl dieses Förderrads 18 beziehungsweise einer dieses
tragenden Welle 20 wird durch einen Drehzahlsensor 24 erfasst. Das
Ausgangssignal dieses Drehzahlsensors 24 wird, wie im Folgenden noch
beschrieben, zu einer Ansteuervorrichtung 26 geleitet und in dieser ausge
wertet.
Dem Heizbrenner 10 ist ferner eine Dosierpumpeneinrichtung 28 zugeord
net, durch welche in einem Brennstofftank 30 enthaltener Brennstoff in
definiert dosierter Art und Weise in die Brennkammer 14 geleitet wird (Pfeil
P2). Eine in der Brennkammer 14 beispielsweise vorhandene Glühkerze
entzündet den beispielsweise in zerstäubter Art und Weise in die Brenn
kammer 14 eingeleiteten Brennstoff und bringt ihn zur Verbrennung mit
dem in der zugeführten Verbrennungsluft enthaltenen Sauerstoff. Die
Verbrennungsabgase werden, wie durch einen Pfeil P3 angedeutet, über ein
nicht detaillierter dargestelltes Abgasführungssystem, gegebenenfalls mit
Katalysator, nach außen hin abgegeben.
Dem Heizbrenner 10 ist ferner ein Wärmetauscherbereich 32 zugeordnet.
Dieser Wärmetauscherbereich 32 wird von einem zu erwärmenden Fluid,
beispielsweise Heizluft oder auch Wasser durchströmt, wie durch die Pfeile
P4 und P5 angedeutet. Dabei wird die bei der Verbrennung in der Brenn
kammer 14 erzeugte und in den Verbrennungserzeugnissen zunächst
enthaltene Wärme zum Teil auf dieses zu erwärmende Fluid oder Medium
übertragen. Im Falle von Heizluft kann diese beispielsweise dann direkt in
eine Fahrgastkabine eines Fahrzeugs eingespeist werden. Wird als Medium
Wasser herangezogen, so kann dieses in einem weiteren Wärmetauscher
bereich seine Wärme dann auf Heizluft übertragen, welche dann wiederum
in den Fahrgastraum eingespeist werden kann.
Der Elektromotor 16 und die Dosierpumpeinrichtung 28 stehen unter An
steuerung der Ansteuervorrichtung 26. Diese erzeugt beispielsweise in
einem Ansteuerbereich 34 für die Dosierpumpeinrichtung 28 entsprechende
Ansteuerbefehle. Beispielsweise ist es möglich, dass im Falle einer elek
tromagnetisch erregten Dosierpumpeinrichtung 28 durch den Ansteuerbe
reich 34 eine von einer Spannungsquelle 36 gelieferte elektrische Span
nung in getakteter Art und Weise an eine oder mehrere Magnetspulen der
Dosierpumpeinrichtung 28 angelegt wird, um entsprechend dem Tastver
hältnis und auch der Taktfrequenz vermittels der Dosierpumpeinrichtung
28, wie durch den Pfeil P2 angedeutet, dann Brennstoff in die Brennkammer
14 einzuleiten.
Ebenso wie im Falle der Dosierpumpeinrichtung 28 kann der Ansteuerbe
reich 34 auch den Betrieb des Elektromotors 16 steuern beziehungsweise
regeln. Zum Erhalt einer korrekten Verbrennung in der Brennkammer 14 ist
es erforderlich, vermittels des Gebläses 12 eine der eingeleiteten Brenn
stoffmenge in korrekter Art und Weise mengenmäßig zugeordnete Ver
brennungsluftmenge einzuleiten. Das heißt, das Gebläse 12 muss dazu
ausgebildet sein, im Verbrennungsbetrieb einen vorgegebenen Volumen
stom (pro Zeiteinheit in die Brennkammer 14 eingeleitetes Verbrennungs
luftvolumen) aufrechtzuerhalten. Auch hier kann derart vorgegangen wer
den, dass an den Elektromotor 16 eine Spannung vorgegebener Höhe in
getakteter Art und Weise angelegt wird. Dies ist beispielsweise anhand der
Fig. 3 erkennbar. Man sieht dort, dass die getaktete Spannung mit einer
Spannungshöhe von UV mit einer Taktperiodendauer D und einer Impuls
breite I1 angelegt wird, so dass zunächst sich ein Tastverhältnis von I1/D
ergibt. Um dies zu erhalten, kann beispielsweise durch den Ansteuerbereich
34 ein entsprechender Schalterbereich 38 angesteuert werden, über wel
chen die von der Spannungsquelle 36 gelieferte Spannung in getakteter Art
und Weise beispielsweise mit einer Frequenz im Bereich von 16 kHz bis
20 kHz angelegt wird.
Die im Elektromotor 16 aufzubringende elektrische Leistung hängt von
verschiedenen Betriebsparametern ab und kann letztendlich wiedergegeben
werden durch die folgende Größe:
V × Δp/η (1)
Dabei entspricht V dem Volumenstrom der Verbrennungsluft, Δp entspricht
im Wesentlichen dem im Heizbrenner 10 aufgebauten Gegendruck, gegen
welchen das Gebläse 12 fördern muss und ist somit ein Maß für den im
Heizbrenner 10 bzw. den stromabwärtigen Leitungskomponenten vorhan
denen Strömungswiderstand. Die Größe η gibt den Wirkungsgrad des
Gebläses 10 wieder, wobei selbstverständlich auch der Wirkungsgrad des
Elektromotors 16 in diese Größe eingeht.
In Fig. 2 ist eine Kennlinie K1 dargestellt, welche für einen konstanten
Drehzahlwert den Zusammenhang zwischen Volumenstrom V und Gegen
druck, also Strömungswiderstand, Δp wiedergibt. Man erkennt, dass bei
konstanter Drehzahl mit zunehmendem Gegendruck Δp der Volumenstrom
abnimmt. Dieser aus der Kennlinie K1 entnehmbare Zusammenhang wird
gemäß den Prinzipien der vorliegenden Erfindung dazu genutzt, den Be
triebszustand des Heizbrenners 10 zu charakterisieren.
Es sei hierzu zunächst angenommen, dass der Heizbrenner 10 eben in
Betrieb genommen wird, d. h. in der Brennkammer 14 findet noch keine
Verbrennung statt. Die durch das Gebläse 12 in die Brennkammer 14
eingeleitete Verbrennungsluft durchströmt diese Brennkammer 14 und das
sich stromabwärtig anschließende Abgasführungssystem. Für dieses spe
zielle Strömungssystem ergibt sich somit eine den Strömungswiderstand
charakterisierende Kennlinie K2 für einen Zustand ohne Verbrennung. Diese
Kennlinie K2 gibt letztendlich für verschiedene Drehzahlen und somit ver
schiedene Strömungsgeschwindigkeiten den Strömungswiderstand für die
in den Heizbrenner 10 eingeleitete beziehungsweise diesen durchströmende
Verbrennungsluft an. Für die konkret vorgegebene Drehzahl, welcher auch
die Kennlinie K1 zugeordnet ist, ergibt sich dann ein im Kreis a vorhandener
Schnittpunkt zwischen den beiden Kennlinien K1 und K2 als der Arbeits
punkt des Gesamtsystems. Das heißt, es wird aufgrund des vorherrschen
den Gegendrucks beziehungsweise Strömungswiderstands Δp1 sich ein
Volumenstrom V1 einstellen.
Zündet nun der in die Brennkammer 14 des Heizbrenners 10 eingeleitete
Brennstoff und tritt dabei die gewünschte Verbrennungsreaktion auf, so
führt dies aufgrund des deutlichen Temperaturanstiegs auch zu einer erheb
lichen Expansion der in der Brennkammer 14 und von dieser stromabwärts
strömenden Verbrennungserzeugnisse, d. h. der Verbrennungsgase. Dies
bedeutet, dass in der Brennkammer 14 und dem stromabwärtigen Leitungs
system ein deutlich höherer Druck - gemessen bezüglich des Umgebungsdrucks
- auftreten wird, welcher letztendlich einem deutlich erhöhten
Gegendruck entspricht, gegen welchen nunmehr das Gebläse 12 fördern
muss. Diesem Betriebszustand, in welchem in der Brennkammer 14 eine
Verbrennung auftritt, ist nunmehr eine verschobene Strömungswider
standskennlinie K3 zugeordnet. Es ergibt sich - konstant gehaltene Drehzahl
vorausgesetzt - nunmehr im Kreis b ein neuer Schnittpunkt zwischen den
Kennlinien K1 und K3. Dies bedeutet, es hat sich der Arbeitspunkt des
Systems verschoben, und bei einem Gegendruck beziehungsweise Strö
mungswiderstand Δp2, welcher deutlich über dem ohne Verbrennung
vorhandenen Wert Δp1 liegt, stellt sich nunmehr ein verringerter Volumen
strom V2 ein.
Die in Fig. 2 strichliert eingezeichneten Rechtecke mit den Seitenfängen
Δp1, V1 beziehungsweise Δp2, V2 sind, wie man der vorangehend angege
benen Formel (1) entnehmen kann, ein Maß für die vom Elektromotor 16
aufzubringende elektrische Leistung. Man erkennt, dass die im Falle von
Verbrennung geforderte elektrische Leistung größer ist, als die elektrische
Leistung, die bei nicht vorhandener Verbrennung gefordert wird. Um also
die Drehzahl des Elektromotors 16 konstant halten zu können, muss dieser
höheren geforderten elektrischen Leistung Rechnung getragen werden,
indem, wie in Fig. 3 erkennbar, das Tastverhältnis verändert wird. Zu
diesem Zwecke wird nunmehr bei auftretender Verbrennung von der Im
pulsdauer I1 zur Impulsdauer I2 übergegangen, wobei jedoch grundsätzlich
die Periodendauer D beibehalten bleibt.
Der Übergang in den Betrieb mit erhöhter Impulsdauer I2 kann in Form eines
Regelprozesses stattfinden. Tritt im Heizbrenner 10 beziehungsweise der
Brennkammer 14 desselben die Verbrennung auf, so ist dies ein mehr oder
weniger kontinuierlicher Übergang, welcher sich aufgrund des auch all
mählich ansteigenden Gegendrucks Δp in einer Verringerung der Drehzahl
des Gebläses 12 wiederspiegelt. Dies wird jedoch durch den Drehzahlsen
sor 24 beziehungsweise den Ansteuerbereich 34 erkannt, und in Form
einer Regelschleife wird durch entsprechende Ausgabe eines ein angepass
tes Tastverhältnis repräsentierenden Signals vom Ansteuerbereich 34 zum
Schalterbereich 36 die elektrische Leistung des Elektromotors 16 erhöht. Es
sei hier darauf hingewiesen, dass die vermittels der Ansteuervorrichtung 26
durch geeignete Maßnahmen konstant zu haltende Drehzahl des Gebläsera
des 18 derart bestimmt ist, dass für den Fall korrekter Verbrennung und
dem sich dabei letztendlich einstellenden Gegendruck beziehungsweise
Strömungswiderstand Δp die erforderliche Verbrennungsluftmenge in die
Brennkammer 14 eingespeist wird. Dies bedeutet, dass in dem Zustand, in
dem noch keine Verbrennung vorliegt, bei gleicher Drehzahl eine größere
Verbrennungsluftmenge beziehungsweise ein größerer Volumenstrom der
Verbrennungsluft in die Brennkammer 14 geleitet wird.
Die beruhend auf der Ausgabe des Drehzahlsensors 24, d. h. letztendlich
auch beruhend auf der aktuellen Drehzahl beziehungsweise Drehzahlände
rung des Förderrades 18 im Ansteuerbereich 34 erzeugte und das Tast
verhältnis T repräsentierende Größe wird in einem Überwachungsbereich
40 der Ansteuervorrichtung 26 überwacht. Zu diesem Zwecke kann die das
Tastverhältnis T repräsentierende Größe im Überwachungsbereich 40 mit
einem oder mit mehreren Schwellenwerten verglichen werden. Dies wird im
Folgenden anhand der Fig. 4 beschrieben.
Es sei hier zunächst angenommen, dass zum Zeitpunkt t0 das System in
Betrieb gesetzt wird und durch entsprechende Ausgabe aus dem Ansteuer
bereich 34 an den Elektromotor 16 eine Spannung mit einem Tastverhält
niswert T1 angelegt wird. Zum Zeitpunkt t1 beginnt das in der Brennkammer
14 vorhandene Gemisch aus Brennstoff und Verbrennungsluft zu zünden
mit der Folge, dass nun allmählich der Gegendruck Δp ansteigt. Der an
steigende Gegendruck macht sich in einem Abfall der Drehzahl des Förder
rades 18 bemerkbar. Dem wird jedoch, wie vorangehend bereits beschrie
ben, durch entsprechende Erhöhung des Tastverhältnisses T, d. h. Aus
gabe eines entsprechend angepassten Signals vom Ansteuerbereich 34
zum Schalterbereich 38, Rechnung getragen. Dies ist auch in Fig. 4 erkenn
bar, wo beginnend zum Zeitpuntk t1 auch das Tastverhältnis T beginnt,
ausgehend vom Wert T1 anzusteigen. Zum Zeitpunkt t2 hat der Tastverhält
niswert eine Schwelle ST1 erreicht. Dies wird im Überwachungsbereich 40
erkannt, und es kann beispielsweise dann darauf geschlossen werden, dass
nunmehr im Wesentlichen eine korrekte Verbrennung in der Brennkammer
14 abläuft. Nach dem Zeitpunkt t2 steigt bis zum Zeitpunkt t3 durch sich
noch geringfügig ändernde Verbrennungsverhältnisse der Gegendruck Δp
noch geringfügig an, was eine entsprechende geringfügige Änderung des
Tastverhältnisses auf einen Wert T2 zur Folge hat. In der Phase zwischen
den Zeitpunkten t3 und t4 findet eine korrekte Verbrennung statt, so dass
letztendlich sowohl im Gegendruck Δp als auch im Tastverhältnis T im
Wesentlichen keine Änderung auftreten wird. Zum Zeitpunkt t4 wird das
System abgestellt, und die in der Brennkammer 14 zunächst noch statt
findende Verbrennung kommt allmählich zum Erlöschen. Dabei nimmt
selbstverständlich auch der Strömungswiderstand, d. h. der im System
vorhandene Gegendruck Δp ab mit der Folge, dass ohne Gegenregelung die
Drehzahl des Gebläserades 18 ansteigen würde. Dem wird jedoch wieder
durch Änderung des Tastverhältnisses T im Sinne einer Verringerung der
Impulszeitdauer Rechnung getragen, so dass ab dem Zeitpunkt t4 das
Tastverhältnis T wieder abnimmt. Ist zum Zeitpunkt t5 dann ein weiterer
Schwellenwert ST2 erreicht, so kann darauf geschlossen werden, dass
nunmehr in der Brennkammer 14 im Wesentlichen keine Verbrennung mehr
stattfindet und der Heizbrenner 10 außer Betrieb ist. Vom Zeitpunkt t5 bis
zum Zeitpunkt t6 ändern sich die Verbrennungs- beziehungsweise Strö
mungsverhältnisse nur noch geringfügig, bis letztendlich zum Zeitpunkt t6
wieder der Tastverhältniswert T1 erreicht ist, der zum Bereithalten der
konstanten Drehzahl des Gebläserades 18 bei nicht vorhandener Verbren
nung erforderlich ist. Mit diesem Tastverhältnis T1 kann beispielsweise das
Gebläse 12 noch eine vorbestimmte Zeitdauer angesteuert werden, um die
in der Brennkammer 14 noch vorhandenen Restverbrennungsgase aus
dieser auszublasen. Durch Erreichen der jeweiligen Schwellenwerte ST1
beziehungsweise ST2 kann also unter Berücksichtigung der Tatsache, ob
das Tastverhältnis T ansteigt oder abfällt, darauf geschlossen werden, in
welchem Betriebszustand der Heizbrenner 10 sich befindet, d. h. ob und in
welchem Ausmaß Verbrennung darin stattfindet. Der Überwachungsbereich
40 kann beispielsweise bei Erreichen dieser Schwellenwerte ein entspre
chendes den Betriebszustand des Heizbrenners 10 charakterisierendes
Signal liefern. Deutet dieses Signal beispielsweise darauf hin, dass keine
Verbrennung vorliegt, wird jedoch gleichzeitig die Dosierpumpeinrichtung
28 betrieben, um Brennstoff in die Brennkammer 14 zu fördern, so kann
dies ein Hinweis darauf sein, dass beispielsweise im Brennstofftank 30 kein
Brennstoff mehr vorhanden ist oder dass aufgrund anderer Umstände oder
Defekte keine Verbrennung stattfindet. Dies kann zur Erzeugung einer
entsprechenden Warnung oder zur Stillsetzung des gesamten Systems
führen.
In Fig. 4 ist die Auswertung des Absolutwertes des Tastverhältnisses T
dargestellt. Dies ist eine Vorgehensweise, die vor allem bei Systemen
Anwendung finden kann, bei welchen die Änderung des Betriebszustands,
also beispielsweise der Übergang von einem Zustand ohne Verbrennung zu
einem Zustand mit Verbrennung, relativ starke Änderungen in diesem
Absolutwert des Tastverhältnisses T nach sich zieht. Da jedoch in dem
Absolutwert des Tastverhältnisses auch systemspezifische Baugrößen und
Fertigungstoleranzen sich widerspiegeln, kann es vorteilhaft sein, nicht den
Absolutwert, sondern die zeitliche Änderung, also den Gradienten des
Tastverhältnisses, auszuwerten. Die Auswertung verläuft dann letztendlich
genauso wie vorangehend beschrieben, wobei in dem in Fig. 4 repräsentier
ten Beispiel in der Phase 1, in welcher der Übergang vom nichtverbrennen
den zum verbrennenden Zustand stattfindet, ein positiver Gradient den
Übergang zum verbrennenden Zustand anzeigt, während in der Phase 2 ein
negativer Gradient das Einstellen der Verbrennung anzeigt. Auch hier
können für die Gradienten dann entsprechende Schwellenwerte gesetzt
werden, die dann in dem Überwachungsbereich 40 in der vorangehend
beschriebenen Art und Weise mit dem tatsächlich vorliegenden Gradienten
verglichen werden und somit zur Erzeugung von den Betriebszustand des
Heizbrenners charakterisierender Information beitragen.
Vorangehend ist der besonders bevorzugte Anwendungsbereich der Prinzi
pien der vorliegenden Erfindung zur Überwachung des Flammzustandes
eines Heizbrenners, wie er beispielsweise in Kraftfahrzeugen Einsatz finden
kann, beschrieben worden. Diese Prinzipien lassen sich jedoch bei jedem
System anwenden, bei welchem durch eine Fluidförderanordnung, also
beispielsweise das in Fig. 1 dargestellte Gebläse 12, ein Fluid durch ein
Leitungssystem gefördert wird. Eine Veränderung im Strömungswiderstand
in diesem Leitungssystem hat eine Auswirkung auf die Drehzahl der Fluid
förderanordnung beziehungsweise des Förderorgans derselben. Diese
Drehzahländerung kann entweder unmittelbar als Indikator für die sich
ändernden Strömungsverhältnisse herangezogen werden, d. h. es könnte
letztendlich in dem Überwachungsbereich auch direkt die Drehzahl mit
entsprechenden Schwellenwerten verglichen werden, anstelle der vorange
hend beschriebenen Auswertung einer Größe, die mit der Drehzahl im
Zusammenhang besteht, d. h. beruhend auf dieser erzeugt wird. Beispiels
weise kann die erfindungsgemäße Vorgehensweise auch zum Einsatz
kommen bei der Überwachung des Leitungssystems für das den Wärme
tauscherbereich 32 durchströmende Heizmedium, also beispielsweise die
Heizluft. Dies ist anhand des Diagramms der Fig. 5 veranschaulicht. Auch
hier ist, ähnlich wie in der Fig. 2, eine Kennlinie K1' dargestellt, welche für
das für die Heizluft eingesetzte Gebläse beziehungsweise das Heizluftlei
tungssystem bei vorgegebener Drehzahl den Zusammenhang des Volumen
stroms V mit dem Gegendruck Δp darstellt. Für den Zustand ordnungs
gemäßer Durchströmung ist wieder eine Strömungswiderstandskennlinie
K2' vorhanden, so dass anhand des im Kreis a' vorhandenen Schnittpunk
tes wieder der Betriebspunkt des Systems für ordnungsgemäße Funktion
erkennbar ist.
Ändert sich jedoch der Strömungswiderstand, beispielsweise durch absicht
liche oder unabsichtliche Verdämmung des Leitungssystems, so verschiebt
sich die Kennlinie K2' nunmehr zu einer Kennlinie K3' mit der Folge, dass im
Kreis b' ein neuer Betriebspunkt erhalten wird. Aufgrund des höheren
Gegendrucks Δp2' stellt sich ein entsprechend verringerter Volumenstrom
V2' ein. Auch in diesem Falle ändert sich die geforderte elektrische Leis
tung, so dass zum Beibehalt der Drehzahl beispielsweise wiederum das
Tastverhältnis verändert wird. Auch hier kann das Tastverhältnis bezie
hungsweise die zeitliche Veränderung desselben dann wieder überwacht
werden, um letztendlich den Betriebszustand des Systems, in welches die
Heizluft gefördert wird, also des Heizluftleitungssystems, charakterisie
rende Information zu erlangen. Auch hier könnte jedoch bei nicht veränder
ter Ansteuerung des Gebläses für die Heizluft durch Veränderung der
Drehzahl eine Veränderung in der Strömungscharakteristik erkannt werden.
Das erfindungsgemäße Prinzip, eine Veränderung im Betriebszustand eines
mit einem Fluid beschickten Systems dadurch zu erkennen, dass die Dreh
zahl eines Fluidförderorgans oder eine mit dieser im Zusammenhang ste
hende beziehungsweise beruhend auf dieser erzeugte Größe hinsichtlich
ihres Absolutwertes oder ihrer zeitlichen Änderung überwacht wird, kann
auch Einsatz bei jedwedem System finden, bei welchem ein Fluid zu för
dern ist, wobei das Fluid nicht notwendigerweise gasförmig sein muss.
Auch bei der Förderung von Flüssigkeit vermittels entsprechender Schaufel
räder haben Änderungen im Strömungswiderstand des stromabwärts eines
derartigen Schaufelrades liegenden Leitungssystems eine Auswirkung auf
den Drehzustand des Leitungssystems, also induzieren eine Änderung der
Drehzahl desselben beziehungsweise erfordern zum Beibehalt der Drehzahl
eine entsprechend geänderte Ansteuerung. Es sei des Weiteren noch
darauf hingewiesen, dass insbesondere aufgrund der Tatsache, dass auch
unmittelbar die Drehzahl ausgewertet werden kann, die Prinzipien der
vorliegenden Erfindung auch Anwendung bei Systemen finden können, bei
welchen ein Förderorgan nicht elektromotorisch, sondern in anderer Art
und Weise zur Drehung angetrieben wird. Das heißt, auch wenn keine ein
Ansteuersignal charakterisierende beziehungsweise beeinflussende Größe
zur Auswertung bereit steht, was beispielsweise der Fall sein kann, wenn
ein Förderorgan durch einen Verbrennungsmotor angetrieben wird, kann
durch Überwachung des Drehzustandes eines Förderorgans eine diesen
Drehzustand beeinflussende Änderung der Strömungsverhältnisse erkannt
werden.
Claims (13)
1. Fluidfördereinrichtung, insbesondere zum Fördern von Verbrennungs
luft zu einem Heizbrenner eines Kraftfahrzeugs oder zum Fördern
von Heizmedium, vorzugsweise Heizluft, durch ein Heizmedium-
Leitungssystem eines Kraftfahrzeugs, umfassend:
ein durch einen Antrieb (16) zur Drehung antreibbares Förder organ (18),
eine Drehzustands-Überwachungsanordnung (34, 40) zum Überwachen des Drehzustands des Förderorgans (16),
eine Betriebszustands-Ermittlungsanordnung (40) zum Ermit teln des Betriebszustands eines durch die Fluidfördereinrich tung mit Fluid zu versorgenden Systems (10) beruhend auf dem Überwachungsergebnis der Drehzustands-Überwa chungsanordnung (40).
ein durch einen Antrieb (16) zur Drehung antreibbares Förder organ (18),
eine Drehzustands-Überwachungsanordnung (34, 40) zum Überwachen des Drehzustands des Förderorgans (16),
eine Betriebszustands-Ermittlungsanordnung (40) zum Ermit teln des Betriebszustands eines durch die Fluidfördereinrich tung mit Fluid zu versorgenden Systems (10) beruhend auf dem Überwachungsergebnis der Drehzustands-Überwa chungsanordnung (40).
2. Fluidfördereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Antrieb (16) ein elektromotorischer Antrieb (16) ist, dass
dem elektromotorischen Antrieb (16) eine Ansteuervorrichtung (26)
zugeordnet ist, welche beruhend auf dem Überwachungsergebnis an
den elektromtorischen Antrieb (16) ein durch wenigstens eine An
steuergröße (T) charakterisiertes Ansteuersignal ausgibt, und dass
die Betriebszustands-Ermittlungsanordnung (40) dem Betriebszu
stand des Systems beruhend auf der Ansteuergröße (T) oder/und
einer zeitlichen Änderung derselben ermittelt.
3. Fluidfördereinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Betriebszustands-Ermittlungsanordnung (40) dann, wenn
die Ansteuergröße (T) oder/und die zeitliche Änderung derselben
eine vorbestimmte Schwelle (ST1, ST2) erreicht, das Vorliegen eines
bestimmten Betriebszustands erkennt.
4. Fluidfördereinrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Ansteuergröße (T) ein Tastverhältnis (T) einer dem
elektromotorischen Antrieb (16) zugeführten elektrischen Größe
wiedergibt.
5. Fluidfördereinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die elektrische Größe die an den elektromotorischen Antrieb
(16) angelegte Spannung ist.
6. Fluidfördereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, dass die Betriebszustands-Ermittlungsanordnung
(40) den Betriebszustand beruhend auf der Drehzahl des Förderor
gans (18) oder einer damit im Zusammenhang stehenden Größe oder
einer zeitlichen Änderung davon ermittelt.
7. Heizeinrichtung, insbesondere für ein Fahrzeug, umfassend eine
Fluidfördereinrichtung (12) nach einem der vorhergehenden An
sprüche zum Fördern von Verbrennungsgas, vorzugsweise Verbren
nungsluft, zu einer Brennkammer (14) eines Heizbrenners (10)
oder/und umfassend eine Fluidfördereinrichtung (12) nach einem der
vorhergehenden Ansprüche zum Fördern von Heizmedium, vorzugs
weise Heizluft, durch ein Heizmedium-Leitungssystem.
8. Verfahren zum Charakterisieren des Betriebszustands eines durch
eine Fluidfördereinrichtung (12) mit einem Fluid, vorzugsweise Gas,
zu versorgenden Systems (10), wobei die Fluidfördereinrichtung (12)
ein zur Drehung antreibbares Förderorgan (18) umfasst, umfassend
die Schritte:
- a) Erzeugen einer die Drehzahl des Förderorgans (18) wiederge benden Drehzahlgröße,
- b) Überwachen der Drehzahlgröße,
- c) beruhend auf der Drehzahlgröße oder/und einer damit in Zu sammenhang stehenden Ansteuergröße für einen Antrieb (16) des Förderorgans (18), Gewinnen von den Betriebszustand des Systems charakterisierender Information.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die
Ansteuergröße ein Tastverhältnis (T) einer einem elektromotorischen
Antrieb (16) des Förderorgans (18) zugeführten elektrischen Größe
wiedergibt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die
elektrische Größe die an den elektromotorischen Antrieb (16) ange
legte Spannung ist.
11. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass
zum Erhalt einer vorgegebenen Drehzahl des Förderorgans das Tast
verhältnis (T) auf einen veränderbaren Tastverhältniswert eingestellt
wird und dass dann, wenn der Tastverhältniswert oder/und eine
zeitliche Änderungsrate desselben eine vorbestimmte Schwelle (ST1,
ST2) erreicht, das Vorliegen eines bestimmten Betriebszustands des
Systems (10) erkannt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekenn
zeichnet, dass das System ein Strömungsleitungssystem, vorzugs
weise Heizluftleitungssystem, umfasst und dass der Betrieb des
Strömungsleitungssystems dahingehend charakterisiert wird, ob
oder/und in welchem Ausmaß ein Strömungsmediumdurchtritt durch
das Strömungsleitungssystem behindert ist.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekenn
zeichnet, dass das System (10) einen Heizbrenner (10), vorzugs
weise in einem Kraftfahrzeug, umfasst, dass das Fluid Gas, vorzugsweise
Verbrennungsluft, umfasst und dass der Betriebszustand des
Heizbrenners (10) dahingehend charakterisiert wird, ob oder/und in
welchem Ausmaß eine Verbrennung stattfindet.
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