[go: up one dir, main page]

DE10108166A1 - Zusammensetzung zur Anwendung bei Pflanzen - Google Patents

Zusammensetzung zur Anwendung bei Pflanzen

Info

Publication number
DE10108166A1
DE10108166A1 DE10108166A DE10108166A DE10108166A1 DE 10108166 A1 DE10108166 A1 DE 10108166A1 DE 10108166 A DE10108166 A DE 10108166A DE 10108166 A DE10108166 A DE 10108166A DE 10108166 A1 DE10108166 A1 DE 10108166A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
composition
weight
composition according
active ingredient
betaine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE10108166A
Other languages
English (en)
Inventor
Miklos Ghyczy
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE10108166A priority Critical patent/DE10108166A1/de
Publication of DE10108166A1 publication Critical patent/DE10108166A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N37/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom having three bonds to hetero atoms with at the most two bonds to halogen, e.g. carboxylic acids
    • A01N37/44Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom having three bonds to hetero atoms with at the most two bonds to halogen, e.g. carboxylic acids containing at least one carboxylic group or a thio analogue, or a derivative thereof, and a nitrogen atom attached to the same carbon skeleton by a single or double bond, this nitrogen atom not being a member of a derivative or of a thio analogue of a carboxylic group, e.g. amino-carboxylic acids

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Abstract

Es wird eine Zusammensetzung zur Verbesserung der Lebens- und/oder Wachstumsbedingungen von Pflanzen und zum Schutz derselben gegenüber Umgebungseinflüssen, insbesondere zum Schutz von Pflanzen gegenüber Streß, beschrieben, wobei in der Zusammensetzung neben Wasser des weiteren mindestens ein Wirkstoff vorhanden ist. Hierbei enthält die Zusammensetzung als Wirkstoff Inositol, vorzugsweise ein Phosphatderivat von Inositol, Glycerin, ein Glycerinderivat, Dimethylglycin, Methylglycin, Methylmethionin, Serin und/oder wenigstens eine Verbindung, die wenigstens eine funktionelle Gruppe der allgemeinen Formel I DOLLAR F1 aufweist.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zusammensetzung zur Verbesserung der Lebens- und/oder Wachstumsbedingungen von Pflanzen und zum Schutz derselben gegenüber Umgebungseinflüs­ sen mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.
Um die Lebens- und/oder Wachstumsbedingungen von Pflanzen zu verbessern und um diese gegenüber von Umgebungseinflüssen zu schützen, ist es bekannt, einerseits die Pflanzen mit den er­ forderlichen Nährstoffen in Form von Düngemitteln zu versehen und andererseits sicherzustellen, daß Pilzerkrankungen, In­ sektenbefall und/oder Unkräuter nicht die Lebensbedingungen derselben und damit auch die Pflanze selbst zerstören.
Darüber hinaus ist es bekannt, daß die Grundlage für die Er­ nährung einer Pflanze die Photosynthese darstellt. Hierbei führt die assimilierende Pflanze, vereinfacht dargestellt, die diesbezügliche Energieumwandlung in zwei Stufen aus. In der ersten Stufe ermöglichen die energiereichen Strahlen der Sonne die Spaltung des Wassers in Sauerstoff und energierei­ chen Elektronen. Hierbei werden diese energiereichen Elektro­ nen, die in Form von stark reduzierend wirkenden Biomolekü­ len, wie insbesondere NADH und NADPH, gespeichert sind, für die zweite Stufe zur Verfügung gestellt. In dieser zweiten Stufe wird dann das Kohlendioxid von der stark reduzierenden Verbindungen NADPH zu den Biomolekülen reduziert, aus denen die Pflanze aufgebaut ist.
Dieser grundlegende biochemische Prozeß kann dadurch gestört werden, daß mehr energiereiche Elektronen, beispielsweise bei einer erhöhten Sonneneinstrahlung, erzeugt werden, als Koh­ lendioxid zur Verfügung steht oder daß eine normale Menge an Elektronen gebildet wird, aber die jeweilige Menge des Koh­ lendioxids nicht ausreicht, um die in den Elektronen steckende Energie im Sinne der Pflanze umzuwandeln. Eine wei­ tere Quelle der Störung besteht darin, daß der sehr kompli­ zierte, über mehrere Zwischenstufen führende Prozeß der Re­ duktion des Kohlendioxids durch Umgebungseinflüsse gestört wird, wobei auch diese Störung zu einem Überschuß an ener­ giereichen Elektronen und somit zu einem Überschuß an redu­ zierender Energie führt.
In Ermangelung des Elektronenakzeptors Kohlendioxid, d. h. bei einer Unterversorgung der Pflanze mit Kohlendioxid, können auch andere Substanzen als Elektronenakzeptoren dienen, um so die zuvor angesprochenen überschüssigen Elektronen zu elimi­ nieren. Die größte Gefahr dabei besteht jedoch für die Pflanze, wenn diese überschüssigen Elektronen an den überall vorhandenen Sauerstoff übertragen werden, so daß dadurch die toxischen, alle Biomoleküle oxidierenden Sauerstoffradikale entstehen.
Da diese Sauerstoffradikale sehr reaktionsfähig sind und na­ hezu mit allen Molekülen, die in der pflanzlichen Zelle ent­ halten sind, unter Zerstörung dieser Biomoleküle reagieren, was zu einer Vielzahl von pathologischen Erscheinungen, wie insbesondere zu einem gestörten Wachstum einer verzögerten Wundheilung, einer Beeinträchtigung des pflanzlichen Immun­ systems, einer hohen Empfindlichkeit gegenüber Umwelteinflüs­ sen und/oder zu einem vorzeitigen Altern der Pflanze, führt.
Um die Pflanze vor derartigen Einflüssen zu schützen, wurde bereits mit geringem Erfolg versucht, entsprechende Antioxi­ dantien zu finden, die die pflanzliche Zelle und damit auch die gesamte Pflanze dadurch schützen, daß die unerwünschten Sauerstoffradikale in untoxische Metaboliten umgewandelt wer­ den.
Des weiteren ist es bekannt, daß Pflanzen negativen Einflüssen unterliegen, die zusammengefaßt üblicherweise als umweltbe­ dingter Streß bezeichnet werden. Hierbei umfaßt der umweltbe­ dingte Streß, der letztendlich ertragsmindernd und/oder wachstumshinderlich ist, neben den zuvor beschriebenen Phäno­ men noch den Einfluß von Ozon oder anderen Gasen, extreme Temperaturen, suboptimale Verhältnisse von Licht, Kohlendi­ oxid, Wasser und/oder Sauerstoff, mechanische Schäden sowie einen Befall der Pflanzen mit Bakterien, Viren und/oder Pil­ zen.
Des weiteren ist bekannt, daß die Pflanzen gegenüber den zuvor aufgeführten negativen Beeinflussungen ein zeitlich begrenz­ tes Abwehrsystem besitzen, wobei dies auch als Immunsystem der Pflanze bezeichnet wird. Es ist bisher jedoch nicht ge­ lungen, den Mechanismus dieses Immunsystems der Pflanze auf­ zuklären. Ebensowenig wurden bisher Produkte vorgeschlagen, die das zeitlich begrenzte Abwehrsystem der Pflanze stärken und somit die Zeit verlängern, die die Pflanze ohne Schaden überstehen kann.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zusammensetzung zur Verfügung zu stellen, die einen besonders wirksamen Schutz der pflanzlichen Zelle gegenüber umweltbe­ dingten Streß und insbesondere gegenüber die durch Sauerstoffradikale herbeigeführten negativen Beeinflussungen und/oder gegenüber einer Zerstörung der Zelle gewährleistet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Zusammensetzung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1 ge­ löst.
Die erfindungsgemäße Zusammensetzung zur Verbesserung der Le­ bens- und/oder der Wachstumsbedingungen von Pflanzen und/oder zum Schutz derselben gegenüber Umgebungseinflüssen, insbeson­ dere zum Schutz von Pflanzen gegenüber umweltbedingten Streß, sieht vor, daß die Zusammensetzung neben Wasser des weiteren mindestens einen Wirkstoff aufweist. Hierbei ist in der er­ findungsgemäßen Zusammensetzung als Wirkstoff Inositol, vor­ zugsweise ein Phosphatderivat von Inositol, Glycerin, ein Glycerinderivat, Dimethylglycin, Methylglycin, Methyl­ methionin, Serin und/oder wenigstens eine Verbindung, die wenigstens eine funktionelle Gruppe der allgemeinen Formel I aufweist,
-CH2-N-(CH3)3 (Formel I)
enthalten.
Die erfindungsgemäße Zusammensetzung beruht auf dem Grundge­ danken, bei dem eingangs beschriebenen biochemischen Prozeß, der in jeder Pflanzenzelle abläuft, die insbesondere bei ei­ ner übermäßigen Lichteinstrahlung, bei einer unzureichenden Wasserversorgung und/oder bei einer Unterversorgung an Koh­ lendioxid auftretenden überschüssigen energiereichen Elektro­ nen durch den in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung ent­ haltenen Wirkstoff abzufangen und in untoxische Metaboliten umzuwandeln, wobei teilweise diese Wirkstoffe über positiv geladene Stickstoffgruppen als Elektronenakzeptor reagieren und/oder überschüssige Stickstoffradikale abfangen. Dies führt dazu, daß die überschüssigen energiereichen Elektronen bzw. Stickstoffradikale über diesen Weg in untoxische Meta­ boliten umgewandelt werden, so daß diese Elektronen bzw. Ra­ dikale nicht in unerwünschter Weise auf Sauerstoff übertragen und somit durch Anwendung der erfindungsgemäßen Zusammen­ setzung auch keine toxischen Sauerstoffradikale entstehen können. Von daher bildet sich bei Anwendung der erfindungsge­ mäßen Zusammensetzung bei einem Überschuß an energiereichen Elektronen keine toxischen Sauerstoffradikale aus, sondern es entsteht durch eine Reaktion der positiv geladenen Stick­ stoffgruppe mit den überschüssigen Elektronen das nicht toxische Metabolit Methan, wodurch somit wirksam die Pflan­ zenzelle und damit auch die Pflanze selbst vor Sauerstoffra­ dikalen geschützt wird. Weiterhin kann ein auf die Pflanze schädigend wirkender Überschuß an Stickstoffradikalen durch den Wirkstoff abgefangen werden. Von daher wird verständlich, daß die erfindungsgemäße Zusammensetzung ganz entscheidend zur Verbesserung der Lebens- und/oder Wachstumsbedingungen der Pflanze und zum Schutz derselben gegen Umgebungsein­ flüsse, insbesondere zum Schutz der Pflanze gegenüber umwelt­ bedingten Streß, beiträgt, so daß durch Fehlen der Sauerstoffradikale bzw. einem Überschuß an Stickstoffradikale auch keine Biomoleküle zerstört werden und somit auch bei An­ wendung der erfindungsgemäßen Zusammensetzung keine patholo­ gischen Erscheinungen, wie insbesondere auch kein gestörtes Wachstum, keine verzögerte Wundheilung, keine Beeinträchti­ gung des Immunsystems der Pflanze und auch keine vorzeitige Alterung derselben, auftreten können. Dies führt dazu, daß die mit der erfindungsgemäßen Zusammensetzung behandelten Pflanzen besonders widerstandsfähig und gesund sind, eine hohe jährliche Wachstumsrate besitzen, einen gesteigerten Er­ trag zur Verfügung stellen, gegen Umwelteinflüsse, so insbe­ sondere auch gegenüber den heute üblichen Emissionen (SO2, NOx, Staub) resistent sind und/oder eine reduzierte Empfind­ lichkeit gegenüber Pilz- und/oder Insektenbefall besitzen.
Auch konnte beispielsweise festgestellt werden, daß Schnitt­ blumen eine wesentlich verlängerte Haltbarkeit oder Topf­ pflanzen einen kräftigeren Wuchs und eine längere Blütezeit bei einer Steigerung der Blütenzahl besitzen, wenn diese Zierpflanzen mit der erfindungsgemäßen Zusammensetzung behan­ delt werden.
Das in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung gemäß Patentan­ spruch 1 enthaltene Wasser kann auch dadurch ersetzt werden, daß die erfindungsgemäße Zusammensetzung ausschließlich aus dem Wirkstoff besteht. Hierbei wird diese Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zusammensetzung dann dadurch im vorstehen­ den Sinne wirksam, daß die Verbindung mit Wasser, beispiels­ weise unmittelbar vor der Anwendung bei der jeweiligen Pflanze, in Kontakt gebracht wird, so daß dementsprechend dann eine mit Wasser versetzte erfindungsgemäße Zusammen­ setzung zur pflanzlichen Zelle gelangt.
Wasser im Rahmen der vorliegenden Beschreibung soll jede Art von Wasser, so insbesondere auch Brauchwasser, Grundwasser, Regenwasser, Leitungswasser, wäßrige Salzlösungen und/oder wäßrige Puffersysteme, umfassen. Insbesondere deckt der Be­ griff Wasser auch wäßrige Pflanzenextrakte, wäßrige Algen­ extrakte und/oder wäßrige Hefeextrakte ab, die dann in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung als Trägersysteme für die hier beschriebenen Wirkstoffe und die noch im Detail nachfol­ gend genannten weiteren Wirkstoffe dienen.
Zusammenfassend ist somit festzuhalten, daß die erfindungsge­ mäße Zusammensetzung in wirkungsvolle Weise verhindert, daß Sauerstoffradikale und/oder ein Überschuß an Stickstoffradi­ kalen überhaupt gebildet werden. Von daher greift die erfin­ dungsgemäße Zusammensetzung im biologischen Zyklus der Pflanze in eine Vorstufe, d. h. in eine solche Stufe, in denen energiereiche Elektronen und/oder Stickstoffradikale im Über­ schuß vorhanden sind, ein, so daß dementsprechend diese ener­ giereichen überschüssigen Elektronen und/oder der uner­ wünschte und schädigende Überschuß an Stickstoffradikalen eliminiert werden und somit nicht mehr zur Ausbildung von un­ erwünschten Sauerstoffradikalen bzw. schädigenden Metaboliten zur Verfügung stehen. Hierdurch wird erklärlich, daß durch Anwendung der erfindungsgemäßen Zusammensetzung wirksam der umweltbedingt Streß sowie eine Schädigung der pflanzlichen Zelle, der diesbezüglichen pflanzlichen Zellsysteme und der Pflanze insgesamt verhindert wird.
Bezüglich dem in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung ent­ haltenen Wirkstoff ist festzuhalten, daß vorzugsweise dieser Wirkstoff eine solche Verbindung ist, die natürlich in aero­ ben Zellen vorhanden ist. Neben den bereits im Hauptanspruch konkret genannten Wirkstoffen handelt es sich bei den durch die Formel I charakterisierten Verbindungen insbesondere auch um Homobetain, Actimin, Herzynin, Betonicin und/oder Stachydrin, wobei ausdrücklich jedoch zu betonen ist, daß die erfindungsgemäße Zusammensetzung als Wirkstoff nicht solche Verbindungen gemäß Formel I aufweisen soll, die in der Tech­ nik im großen Umfang als quaternäre Ammoniumverbindungen be­ zeichnet werden und die synthetische grenzflächenaktive Sub­ stanzen darstellen.
Eine besonders hohe Wirksamkeit bezüglich der Verhinderung der vorstehend genannten Pflanzenbeeinträchtigungen bzw. Pflanzenerkrankungen weisen bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Zusammensetzung auf, die als Wirkstoff Be­ tain, Dimethylglycin, Acetylcholin, Cholin, Gly­ cerophosphocholin, Phosphatidylcholin, Lysophosphati­ dylcholin, Sphingomyeline, Mischungen und/oder Derivate davon enthalten.
Eine besonders geeignete Ausführungsform der erfindungsge­ mäßen Zusammensetzung, die in bezug auf die Lebens- und Wachstumsbedingungen positive Möglichkeiten eröffnet, sieht vor, daß hierbei die Zusammensetzung eine Mischung enthält, die die Wirkstoffe Betain, Methylglycin, Methylmethionin und/oder Inositol umfaßt. Hierbei kann diese Ausführungsform wahlweise entweder alle zuvor genannten vier bevorzugten Wirkstoffe aufweisen oder nur drei oder zwei Wirkstoffe der zuvor konkret genannten Art enthalten, so insbesondere die Kombination von Betain und Methylglycin, die Kombination von Betain und Inositol, die Kombination von Inositol und Methyl­ glycin, die Kombination von Betain und Methylmethionin sowie die Kombination von Betain mit Methylmethionin und Methyl­ glycin.
Weist die zuvor beschriebene Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zusammensetzung eine Mischung aus zwei der zuvor genannten speziellen Wirkstoffe auf, so variiert das Mol-Massen-Verhältnis dieser beiden Inhaltsstoffe (Betain, Methylglycin, Methylmethionin, Inositol) insbesondere zwi­ schen 1 : 1 bis 1 : 9.
Bei einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der zuvor be­ schriebenen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zusammen­ setzung weist diese Weiterbildung anstelle der zuvor genann­ ten Wirkstoff und/oder zusätzlich zu den zuvor genannten Wirkstoffen eine Mischung aus Betain mit mindestens einem Fettsäuresalz und/oder mindestens ein Fettsäuresalz des Be­ tains selbst auf.
Bezüglich des Fettsäuresalzes, das in der Mischung mit Betain vorliegt, und bezüglich des Fettsäuresalzes des Betains, ist festzuhalten, daß es sich hierbei vorzugsweise um ein solches Fettsäuresalz handelt, das eine Kohlenstoffhauptkette zwi­ schen 8 bis 22 Kohlenstoffatomen aufweist, wobei diese Koh­ lenstoffhauptkette vorzugsweise linear, gesättigt und/oder ungesättigt ist. Sollte diese Kohlenstoffhauptkette des Fett­ säuresalzes ungesättigt sein, so bietet es sich hier an, sol­ che Fettsäuren auszuwählen, die zwischen einer und drei Dop­ pelbindungen in der Hauptkette aufweisen.
Besonders geeignete Fettsäuresalze, die als Salze des Betains und/oder als Mischung des Fettsäuresalzes mit Betain in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung vorliegen können, stellen diese bevorzugt die entsprechenden Salze der Laurinsäure, der Myristinsäure, der Palmitinsäure, der Stearinsäure, der Öl­ säure und/oder der Linolsäure dar, wobei im Falle der Mi­ schung dieser Fettsäuresalze mit dem Betain diese Fettsäuren in Form ihrer Alkali- oder Erdalkalisalze vorliegen, während für den Fall, daß der in der erfindungsgemäßen Zusammenset­ zung erhaltene Wirkstoff ein Fettsäuresalz des Betains dar­ stellt, dementsprechend in diesen Ausführungsformen der er­ findungsgemäßen Zusammensetzung dann Betainlaurat, Betain­ myristat, Betainpalmitat, Betainstearat, Betainoleat und/oder Betainlinolat vorhanden ist bzw. sind. Hier konnte überra­ schend festgestellt werden, daß insbesondere diese zuvor kon­ kret genannten Fettsäuresalze des Betains trotz ihrer relativ schlechten Wasserlöslichkeit sehr wirksam überschüssige ener­ giereiche Elektronen abfangen, so daß selbst bei für die Pflanze extrem ungünstigen Bedingungen, d. h. bei einer extre­ men Sonnenbestrahlung, einem hohen Wassermangel und/oder bei einer Kohlendioxid-Unterversorgung in den entsprechend behan­ delten Zellen keine Sauerstoffradikale oder deren die Biomo­ leküle negativ beeinflussenden Metaboliten vorhanden waren.
Bezüglich der Konzentration des in der erfindungsgemäßen Zu­ sammensetzung enthaltenen mindestens einen Wirkstoffes ist festzuhalten, daß sich diese Konzentration einerseits nach dem jeweiligen Anwendungsfall und andererseits danach rich­ tet, ob die erfindungsgemäße Zusammensetzung vor dem Gebrauch entsprechend mit Wasser verdünnt wird oder nicht. Liegt die erfindungsgemäße Zusammensetzung als Zusammensetzungskonzen­ trat vor, was insbesondere wegen der Transport- und Lagerfä­ higkeit bevorzugt wird, so enthält dieses Zusammensetzungs­ konzentrat vorzugsweise zwischen 5 Gew.-% und 60 Gew.-% des mindestens einen Wirkstoffes, wobei ein derartiges Konzentrat dann vor Anwendung mit Wasser in einem Volumenverhältnis von 1 : 10 bis 1 : 500, vorzugsweise in einem Volumenverhältnis von 1 : 50 bis 1 : 200, verdünnt wird.
Eine besonders geeignete und bei einer Vielzahl von Pflanzen anzuwendende vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Zusammensetzung sieht vor, daß diese Ausgestaltung der erfin­ dungsgemäßen Zusammensetzung neben den zuvor im Detail be­ schriebenen Wirkstoffen mindestens einen weiteren Wirkstoff enthält.
Insbesondere dann, wenn der weitere Wirkstoff mindestens ein N-Acyl-Alkanolamin und/oder Ethanolamin umfaßt, konnte fest­ gestellt werden, daß bei dieser Weiterbildung der erfindungs­ gemäßen Zusammensetzung besonders schnell und wirksam die in unerwünschter Weise entstehenden überschüssigen energie­ reichen Elektronen abgefangen werden und die Entstehung von Sauerstoffradikalen unterdrückt wird, so daß auch bei extre­ men Lebensumständen der Pflanze, bei denen ohne Anwendung der erfindungsgemäßen Zusammensetzung eine hohe Konzentration an überschüssigen energiereichen Elektronen bzw. Sauerstoffradi­ kale erzeugt werden würden, durch Anwendung dieser speziellen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Zusammensetzung keine energiereichen überschüssigen Elektronen bzw. Sauerstoffradi­ kale erzeugt werden.
Diese Aussage trifft insbesondere dann zu, wenn der weitere Wirkstoff ein N-Acyl-Ethanolamin ist, wobei der Acylrest eine lineare, gesättigte und/oder ungesättigte C1-C22-Kohlenstoff­ kette, vorzugsweise eine C8-C22-Kohlenstoffkette, enthält. Wird bei der erfindungsgemäßen Zusammensetzung ein solches N-Acyl-Ethanolamin als weiterer Wirkstoff eingesetzt, so bietet es sich hierbei als eine andere bevorzugte Weiterbildung an, ein solches N-Acyl-Ethanolamin zu verwenden, dessen Acylrest eine C8-C22-Kohlenstoffkette mit ein bis drei Doppelbindungen aufweist.
Besonders bevorzugt ist es ebenfalls, wenn die erfindungsge­ mäße Zusammensetzung als weiteren Wirkstoff N-Acetyl-Phospha­ tidylethanolamin, N-Acetyl-Ethanolamin, N-Oleoyl-Ethanolamin, N-Linolenoyl-Ethanolamin oder solche N-Acyl-Ethanolamine und/oder solche N-Acyl-2-Hydroxy-Propylamine umfaßt, bei denen als Acylreste die aus Kokosfett und/oder Palmöl iso­ lierten Fettsäuren enthalten sind.
Die Konzentration der zuvor genannten weiteren Wirkstoffe richtet sich in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung einer­ seits nach deren Anwendung und andererseits nach dem chemi­ schen Aufbau dieser weiteren Wirkstoffe. Hier konnte festge­ stellt werden, daß vorzugsweise dann die erfindungsgemäße Zu­ sammensetzung besonders wirkungsvoll das Auftreten der über­ schüssigen, unerwünschten und energiereichen Elektronen, Sau­ erstoffradikalen und/oder Stickstoffradikalen in der Pflan­ zenzelle verhindern und die eingangs beschriebenen Pflanzen­ erkrankungen bzw. Pflanzenbeeinträchtigungen vermeidet, wenn die Zusammensetzung den Wirkstoff in einem Massenverhältnis zum weiteren Wirkstoff zwischen 10 : 1 und 1 : 10, insbesondere zwischen 2 : 1 und 1 : 2, aufweist.
Eine weitere, besonders vorteilhafte Ausgestaltung der erfin­ dungsgemäßen Zusammensetzung weist neben Wasser und den zuvor beschriebenen Wirkstoffen sowie dem weiteren Wirkstoff eine oberflächenaktive Substanz, vorzugsweise pflanzlichen Ur­ sprungs, ein Verdickungsmittel, ein pH-Wert-Regulator, einen Flüssigdünger, der auch insbesondere als Blattdünger ausge­ staltet ist, ein für Pflanzen unbedenkliches organisches Lö­ sungsmittel, mindestens jeweils ein Fungizid, ein Insektizid, ein Herbizid und/oder mindestens ein Pflanzenhormom auf. Hierbei stellt die oberflächenaktive Substanz, bei der es sich insbesondere um Salze der Sulfofettsäureester auf der Basis von Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren oder im Glycerinester der höheren Fettsäuren oder um biologisch leicht abbaubare nichtionogene Tenside handelt, sicher, daß insbesondere bei einer Anwendung der erfindungsgemäßen Zusam­ mensetzung über das Blattwerk bzw. über die Nadeln, die eine relativ dicke und schützende Wachsschicht besitzen, die auf­ gesprühte erfindungsgemäße Zusammensetzung diese Wachsschicht einfach durchdringen kann, um so zu den gefährdeten Pflanzen­ zellen zu gelangen.
Neben den zuvor genannten oberflächenaktiven Substanzen oder anstatt dieser oberflächenaktiven Substanzen kann die erfin­ dungsgemäße Zusammensetzung noch ein Spreitungsmittel, insbe­ sondere in einer Konzentration zwischen 5 Gew.-% und 15 Gew.-% aufweisen, wobei insbesondere das im Handel unter der Be­ zeichnung "Hostacerin DGL" vertriebene Produkt bevorzugt wird.
Das des weiteren in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung vor­ gesehene Verdickungsmittel verleiht der erfindungsgemäßen Zu­ sammensetzung eine gewisse Viskosität, so daß ebenfalls bei einer Sprühanwendung der erfindungsgemäßen Zusammensetzung diese besser an den Blatt- und Pflanzenteilen haften bleibt, während ein pH-Wert-Regulator einen für den jeweiligen Anwen­ dungsfall optimalen pH-Wert der Zusammensetzung gewährlei­ stet.
Das bei der zuvor beschriebenen Ausführungsform der erfin­ dungsgemäßen Zusammensetzung in dieser vorhandene und für Pflanzen unbedenkliche organische Lösungsmittel wird dann an­ gewendet, wenn die jeweilige Verbindung und/oder der weitere Wirkstoff in dem Wasser schlecht oder ungenügend löslich bzw. dispergierbar bzw. emulgierbar ist, wobei hierfür ein Lö­ sungsmittel ausgewählt wird, das vorzugsweise mit Wasser mischbar ist.
Ein Fungizid bzw. ein Insektizid und/oder ein Herbizid wird zu der erfindungsgemäßen Zusammensetzung vorzugsweise immer dann zugesetzt, wenn aus Gründen der Arbeitsersparnis die er­ findungsgemäße Zusammensetzung gleichzeitig mit der Behand­ lung der jeweiligen Pflanze mit einem Fungizid, Insektizid und/oder Herbizid vorzunehmen ist. Um diese gleichzeitige Be­ handlung der Pflanze mit der erfindungsgemäßen Zusammen­ setzung und dem Fungizid, Herbizid und/oder Insektizid zu er­ reichen, besteht einerseits die Möglichkeit, daß das Fungi­ zid, Herbizid und/oder Insektizid schon während der Herstel­ lung der erfindungsgemäßen Zusammensetzung zugesetzt wird oder daß dieses Vermischen erst unmittelbar vor der jeweili­ gen Anwendung erfolgt, was aus Gründen der Variabilität der Dosierung und aus Gründen der Lagerstabilität bevorzugt wird.
Die gleichzeitige Anwendung der vorstehend genannten Pesti­ zide (Fungizid, Herbizid, Insektizid) mit den zuvor beschrie­ benen Wirkstoffen, Wirkstoffmischungen und den ggf. in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung enthaltenen weiteren Wirk­ stoffen bzw. weiteren Wirkstoffmischungen führt auch insbe­ sondere dazu, daß möglicherweise bei der behandelten Pflanze auftretende Nebenwirkungen, hervorgerufen durch die Anwendung der Pestizide, unterdrückt, reduziert oder vollständig elimi­ niert werden.
Eine besonders geeignete Ausführungsform der erfindungsge­ mäßen Zusammensetzung sieht vor, daß hierbei die Zusammenset­ zung zwischen
30 Gew.-% und 60 Gew.-% eines Fungizids, eines Insektizids oder eines Herbizids,
5 Gew.-% und 25 Gew.-% einer Mischung des Wirkstoffes mit mindestens einem weiteren Wirkstoff und
65 Gew.-% und 15 Gew.-% eines pflanzlich unbedenklichen Trägersystems
aufweist. Diese Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zusam­ mensetzung ist insbesondere dann bevorzugt, wenn mit der Zu­ sammensetzung gleichzeitig ein Pestizid der vorstehend ge­ nannten Art appliziert werden soll. Das zuvor genannte Trä­ gersystem umfaßt insbesondere Wasser und/oder ein für die Pflanze unbedenkliches Lösungsmittel, sofern diese Ausfüh­ rungsform eine flüssige Darreichungsform besitzt. Ist jedoch diese Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zusammensetzung als feste, vorzugsweise pulverige Zusammensetzung formuliert, die in Wasser vor der Anwendung gelöst und/oder dispergiert wird, so besteht das Trägersystem vorzugsweise aus einem ent­ sprechenden Dispergiermittel, so beispielsweise aus einem Si­ licagel und/oder einem geeigneten Kohlehydrat.
Bezüglich der aufzutragenden Menge ist festzuhalten, daß sich diese insbesondere nach den jeweiligen Inhaltsstoffen und de­ ren Konzentration in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung sowie der hiermit angestrebten Behandlungseffekten und der zu behandelnden Pflanzen richtet. Üblicherweise variiert die Aufwandmenge derart, daß die erfindungsgemäßen Zusammenset­ zung in einer Aufwandmenge von 100 g/ha bis 3.000 g/ha auf die pflanzliche Fläche ausgebracht wird.
Grundsätzlich kann in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung jedes Fungizid, Herbizid oder Insektizid vorhanden sein oder mit der erfindungsgemäßen Zusammensetzung vermischt werden, sofern sichergestellt ist, daß hier keine unerwünschten Wech­ selwirkungen mit der jeweiligen speziellen Verbindung und dem weiteren Wirkstoff stattfindet.
Als Flüssigdünger wird vorzugsweise eine wäßrige Dispersion von Spurenelementen mit Zusatz von geeigneten Stickstoff-, Phosphor- und/oder Kaliumverbindungen eingesetzt.
Eine besonders geeignete und vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Zusammensetzung weist zwischen
10 Gew.-% und 50 Gew.-% Wasser,
20 Gew.-% und 60 Gew.-% Betain,
10 Gew.-% und 40 Gew.-% N-Acetyl-Ethanolamin sowie
0 Gew.-% und 20 Gew.-% sonstiger Zusätze
auf.
Eine weitere, ebenfalls bevorzugte und besonders geeignete Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Zusammensetzung sieht vor, daß hierbei die Zusammensetzung zwischen
10 Gew.-% und 50 Gew.-% Wasser,
20 Gew.-% und 60 Gew.-% Betain, Methylmethionin, Inositol, vorzugsweise ein Phosphatderivat von Inositol, Glycerin, ein Glycerinderivat, Dimethylglycin und/oder Methylglycin,
0 Gew.-% und 40 Gew.-% N-Acetyl-Ethanolamin sowie
0 Gew.-% und 20 Gew.-% sonstiger Zusätze
enthält.
Ebenfalls geeignet ist es, wenn bei einer dritten Ausfüh­ rungsform diese Zusammensetzung zwischen
15 Gew.-% und 25 Gew.-% Betain,
15 Gew.-% und 25 Gew.-% Methylglycin,
15 Gew.-% und 25 Gew.-% N-Acetyl-Ethanolamin und/oder eine Mischung aus N-Acyl-Ethanolaminen mit einem C16-C18- gesättigten und/oder ungesättigten Acylrest,
5 Gew.-% und 15 Gew.-% eines Spreitungsmittels,
0 Gew.-% und 10 Gew.-% sonstiger Zusätze sowie
50 Gew.-% und 20 Gew.-% Wasser
aufweist.
Um eine besonders hohe Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Zu­ sammensetzung sicherzustellen, weist diese Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zusammensetzung einen pH-Wert auf, der zwischen 8 und 12 variiert. Bedingt durch diesen alkalischen pH-Wert ist es möglich, daß die erfindungsgemäße Zusammenset­ zung sehr schnell über das Blattwerk oder sonstige Pflanzen­ teile in das zelluläre System der Pflanze eindringen kann, um so die eingangs beschriebenen positiven Wirkungen der erfin­ dungsgemäßen Zusammensetzung, d. h. umweltbedingte Erntever­ luste bei Kulturpflanzen, Stärkung der Abwehrkräfte der mit der erfindungsgemäßen Zusammensetzung behandelten Pflanze, Reduzierung der Pestizidmengen und Stärkung der Pflanzen, zu bewirken.
Vorzugsweise weist die erfindungsgemäße Zusammensetzung auch zur Einstellung des zuvor genannten pH-Wertes Ethanolamin auf, wobei durch Variation der Menge an Ethanolamin der pH- Wert der Zusammensetzung auf die zuvor angegebenen Werte einstellbar ist.
Grundsätzlich kann die erfindungsgemäße Zusammensetzung in jeder Form angewendet werden, wobei insbesondere eine flüs­ sige Formulierung, sei es als Lösung, Dispersion, Emulsion oder als liposomales System, verwendet wird, die vorzugsweise dann auf die Blätter bzw. die Nadeln aufgesprüht und insbe­ sondere aufgenebelt wird, oder die der Pflanze über das Wur­ zelwerk zugeführt wird.
Eine besonders geeignete und vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Zusammensetzung, die insbesondere auch au­ ßerhalb der Landwirtschaft, Forstwirtschaft oder der sonsti­ gen gewerblichen Anwendung eingesetzt wird, sieht vor, daß hierbei die zuvor beschriebenen Wirkstoffe und/oder der wei­ tere Wirkstoff in einer Matrix derart eingebettet sind, daß die Wirkstoffe und/oder der weitere Wirkstoff über einen vor­ gegebenen Zeitraum in einer eingestellten Konzentration frei­ gesetzt wird bzw. werden. Eine derartige Aufmachung in Form eines Depots stellt sicher, daß die jeweilige Pflanze über einen längeren Zeitraum den mindestens einen Wirkstoff und/oder den weiteren Wirkstoff in einer vorgegebenen und gleichbleibenden Konzentration erhält, so daß mit einer ein­ maligen Gabe der erfindungsgemäßen Zusammensetzung dann über einen Zeitraum von mehreren Tagen bzw. Wochen keine weiteren Gaben der Zusammensetzung erfolgen muß. Um diese Depotwirkung zu erreichen, wird der Wirkstoff und/oder der weiteren Wirk­ stoff beispielsweise als sich langsam in Wasser lösendes Gra­ nulat, Pulver oder Stick aufgemacht, wobei eine derartige Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Zusammensetzung dann kein Wasser enthält, da das Wasser von außen, beispielsweise durch Begießen der Pflanze oder über den Regen, zugeführt wird.
Wie bereits vorstehend wiederholt beschrieben ist, wird die erfindungsgemäße Zusammensetzung insbesondere bei gestörtem Pflanzenwachstum, bei verzögerter Wundheilung, bei einer Be­ einträchtigung des Immunsystems und/oder bei einem vorzeiti­ gen oder überschnellten Altern den Pflanzen dargereicht. Bei einer derartigen Anwendung konnte insbesondere festgestellt werden, daß die Abwehrkräfte der Pflanzen, beispielsweise ge­ genüber einer Trockenperiode, einer starken Emission, einer Verknappung an Kohlendioxid und/oder einer verstärkten Licht­ einstrahlung, erheblich gestärkt wurden, während die natürli­ che Wundheilung der Pflanzen bei von außen zugefügten Wunden deutlich im Vergleich zu nicht behandelten Pflanzen ge­ steigert war. Auch wurde festgestellt, daß durch regelmäßige Anwendung der erfindungsgemäßen Zusammensetzung eine Ertrags­ verbesserung und ein gesteigertes Wachstum zu registrieren waren.
Insbesondere wird als Methylmethionin in der erfindungsge­ mäßen Zusammensetzung ein Salz von Methylmethionin und vor­ zugsweise S-Methyl-DL-Methionin-Sulfoniumchlorid verwendet, wobei dieses Salz auch in den nachfolgenden Ausführungsbei­ spielen angewendet worden ist.
Inositol, wie es vorstehend und nachfolgend genannt ist, ist chemisch korrekt als Inosite (Cycloheaan-1,2,3,4,5,6-hexaole) zu bezeichnen.
Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Zusammen­ setzung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die erfindungsgemäße Zusammensetzung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Ausführungsbeispiel 1 Anwendung gegen Mehltau
In einem Vergleichsversuch wurde die Rebensorte Müller-Turgau einerseits mit der empfohlenen Menge eines handelsüblichen Fungizids und andererseits mit dem identischen Fungizid in der identischen Konzentration, jedoch jeweils mit einem Zu­ satz von drei unterschiedlichen Zusammensetzungsmischungen der nachfolgend angegebenen Art, die mit Zusammensetzung I, Zusammensetzung II und Zusammensetzung III nachfolgend be­ zeichnet sind, besprüht. Hierbei wurde dieser Sprühvorgang jeweils dreimal in einem Abstand von jeweils 14 Tagen wie­ derholt, wobei die aufgetragene Menge an Sprühlösung bei 1.200 l/ha für das erste Sprühen bei 1.600 l/ha für das zweite und dritte Sprühen und bei 2.000 l/ha für alle weite­ ren Sprühversuche lag.
Diese vergleichenden Behandlungsversuche verwendeten einer­ seits eine mit "Standardlösung" bezeichnete Lösung des her­ kömmlichen Fungizids, wobei von dieser Standardlösung 1 je­ weils eine Hälfte abgezweigt wurde und diese unter Ausbildung einer Zusammensetzung I mit 40 g/1000 l Cholin, 40 g/1000 l N-Acetylethanolamin und 80 g/1000 l Sojalecithin, unter Aus­ bildung einer Zusammensetzung II mit 40 g/1000 l Betain, 40 g/1000 l Methylglycin, 30 g/1000 l N-Acetyl-Ethanolamin und 25 g/1000 l Hostacerin DGL und unter Ausbildung der Zu­ sammensetzung III mit 40 g/1000 l Betain und 40 g/1000 l ei­ ner Mischung aus N-Acyl-Ethanolaminen mit einem C16-C18-ge­ sättigten und/oder ungesättigten Acylrest versetzt wurde.
Die Effektivität der Mehltaubehandlung unter Verwendung der Standardlösung 1 lag bei 43,1%, die Effektivität der mit der Zusammensetzung I durchgeführten Sprühbehandlung betrug 71,3%, die Effektivität der mit der Zusammensetzung II durch­ geführten Sprühbehandlung lag bei 93% und die Effektivität der mit der Zusammensetzung III durchgeführten Sprühbehand­ lung lag bei 88%.
Ein weiteres Rebenfeld, das nur einen schwachen Mehltaubefall zeigte und von daher nur eine Behandlung mit einer Zusammen­ setzung IV erfuhr, die Cholin, N-Acetylethanolamin und das Phosphatidylcholin in den zuvor genannten Konzentrationen, nicht jedoch ein Fungizid, enthielt, führte zu dem Ergebnis, daß bereits nach einer zweimaligen Behandlung dieses Reben­ feld frei von Mehltaubefall war. Offensichtlich hat die Be­ handlung mit der Zusammensetzung IV dazu geführt, daß die pflanzeneigenen Abwehrkräfte der Reben durch die Behandlung mit der Zusammensetzung IV gestärkt wurden, so daß auf eine Fungizid-Behandlung gleichzeitig verzichtet werden konnte. Zur Absicherung dieses Ergebnisses war zuvor im Labor der Nachweis geführt worden, daß die Zusammensetzung IV selbst keine Fungizid-Wirksamkeit besitzt, wie dies entsprechende in Petrischalen auf einem Nährboden angezüchtete Pilzkulturen bewiesen.
Zur weiteren Absicherung des zuvor wiedergegebenen Versuches wurden jeweils eine 20 ha große Parzelle der Rebsorte Faber mit einer wäßrigen Zubereitung eines herkömmlichen anderen Antimehltau-Mittels in der herkömmlichen Konzentration behan­ delt, wobei dieses herkömmliche Sprühmittel mit Lösung 4 be­ zeichnet wurde.
Durch Zusatz von 60 g Betain und 40 g N-Acetyl-Ethanolamin, wobei sich diese Gewichtsangaben auf die Menge Sprühmittel beziehen, die pro Hektar aufgebracht wurden, zur Lösung 4 wurde eine Zusammensetzung V erstellt, wobei diese Zusammen­ setzung V auf eine weitere, 20 ha große Parzelle der Rebsorte Faber aufgebracht wurde.
Die vergleichende statistische Auswertung des Pilzbefalls dieser beiden unterschiedlich behandelten Parzellen ergab, daß der Pilzbefall bei den Rebsorten, die mit der Zusammen­ setzung V besprüht worden waren, um 72% niedriger war als der Pilzbefall der Reben, die mit Lösung 4 behandelt worden sind.
Ausführungsbeispiel 2
Dieses Ausführungsbeispiel 2 beweist, daß die Anwendung der beanspruchten Zusammensetzung auch die Stiellähme bei Wein­ trauben verringert.
In herkömmlicher Weise wurde definierte eine erste Fläche, die mit Rebstöcken bewachsen war, mit einer wäßrigen Magnesi­ umoxid-Aufschlämmung behandelt, wobei die aufgetragene Menge dieser mit Aufschlämmung 1 bezeichneten Zubereitung 400 g/ha betrug.
Von dieser Aufschlämmung 1 wurde die Hälfte abgezweigt und zusätzlich mit einer Verbindungsmischung, bestehend aus fünf Teilen Betain und einem Teil N-Acyl-Ethanolamin versetzt, wo­ bei der Acylrest aus einer Mischung von C14 und C16 bestand. Hierbei wurde die Konzentration der Verbindungsmischung so gewählt, daß 300 g Mischung pro Hektar aufgebracht wurde. Die so erstellte Aufschlämmung wurde als Aufschlämmung 2 bezeich­ net und genauso wie die Aufschlämmung 1 auf eine definierte, jedoch andere Anbaufläche der Rebstöcke in derselben Weise aufgebracht.
Als Ergebnis dieses Vergleichsversuches ist festzuhalten, daß der Wirkungsgrad der Behandlung mit der Aufschlämmung 1 5,4% betrug, während der Wirkungsgrad der Behandlung mit der Aufschlämmung 2 bei 27,4% lag.
Ausführungsbeispiel 3
In einem Feldversuch wurde die Alterung der Kulturpflanzen Flachs und Sojabohnen untersucht. Hierbei wurde der Grad an Seneszenz über die Gelbfärbung der Blätter und somit den ver­ zögerten Verlust an Chlorophyll gemessen. Als Vergleich hierzu diente jeweils eine exakt abgegrenzte identisch große Fläche der zuvor genannten Kulturpflanzen, die nicht behan­ delt wurden.
Zur Behandlung der entsprechenden Flachs- bzw. Sojabohnen- Flächen wurde jeweils eine Mischung A aus
5 Gew.-% Methylglycin,
2 Gew.-% N-Acetylethanolamin und
3 Gew.-% Betain
und eine Mischung B aus
4 Gew.-% Methylglycin
in Wasser verwendet, wobei die Auftragsmenge dieser beiden Mischungen A und B jeweils bei 130 g/ha bei der Sojabohne und bei 140 g/ha beim Flachs lag.
Die Sojabohnen befanden sich zum Zeitpunkt des Aufbringens der wäßrigen Mischung in der Entwicklungsstufe R5.
Als Ergebnis dieser beiden Versuchsreihen ist festzuhalten, daß das Einsetzen der Seneszenz bei den mit Mischung A behan­ delten Sojabohnen im Vergleich zu den nicht behandelten Soja­ bohnen um 28 Tage verlängert wurde, und das Einsetzen der Seneszenz bei der mit Mischung B behandelten Sojabohnen um 24 Tage verlängert wurde.
Beim behandelten Flachs trat im Vergleich zum nicht behandel­ ten Flachs bei der Anwendung von beiden Mischungen A und B sogar eine Verlängerung des Einsetzens der Seneszenz von ei­ nem Jahr auf, bevor bei dem behandelten Flachs eine Gelbfär­ bung der Blätter erkannt werden konnte.
Die ursprünglichen Beispiele 4 und 5 wurden wunschgemäß ge­ strichen und durch die nachfolgenden Beispiele 4 und 5 er­ setzt.
Ausführungsbeispiel 4
Blätter von ausgewählten und besonders gekennzeichneten Ta­ bakpflanzen wurden mit drei wäßrigen Zusammensetzungen A bis C einmal behandelt, wobei alle drei wäßrigen Zusammensetzun­ gen 50 µMol der nachfolgend angegebenen Wirkstoffmischungen enthielten und alle wäßrigen Zusammensetzungen so einmalig aufgetragen wurden, bis auf dem behandelten Blatt ein Film der Zusammensetzung vorlag.
Zusammensetzung A:
Betain und N-Acetylethanolamin
Zusammensetzung B:
Betain und Methylglycin
Zusammensetzung C:
Methylglycin und N-Acetylethanolamin.
Nach sieben Tagen nach der erfolgten einmaligen Behandlung mit den Zusammensetzungen A, B oder C wurden die Blätter der entsprechend ausgewählten Tabakpflanzen dann mit einem Tabak­ mosaikvirus infiziert.
Nach Verlauf von vier Tagen wurden die infizierten Blätter kontrolliert und im Vergleich zu nicht behandelten Blättern von weiteren Tabakpflanzen beurteilt. Es zeigte sich hierbei, daß die mit dem Zusammensetzungen A bis C vorbehandelten Blätter der Tabakpflanzen wesentlich geringer geschädigt wa­ ren, wobei die Verringerung der Infizierung mit Tabakmosaik­ virus wie folgt quantifiziert werden konnte:
unbehandelte Blätter der Tabakpflanze 100%
mit Zusammensetzung A behandelte Blätter 52%*
mit Zusammensetzung B behandelte Blätter 65%*
mit Zusammensetzung C behandelte Blätter 60%*
Die mit * gekennzeichneten Werte geben die prozentuale Ab­ nahme der Schädigung der Blätter mit Tabakmosaikvirus, rela­ tiv zur unbehandelten Tabakpflanze wieder, deren Blätter zu 100% geschädigt waren.
Vergleichsversuche mit den zuvor genannten einzelnen Wirk­ stoffen (jeweils Betain, jeweils N-Acetylethanolamin und je­ weils Methylglycin) zeigten, daß bei identischen Wirkstoff- Konzentrationen die Verringerung der Schädigung bei den Wirk­ stoffmischungen geringer waren, so daß die zuvor genannten Zusammensetzungen A bis C, in denen die Wirkstoffe in der Mi­ schung in einem Molmassen-Verhältnis von 1 : 1 jeweils vorla­ gen, bessere Ergebnisse erbrachten, als die Behandlung mit den Einzelwirkstoffen.
Um die Abhängigkeit der Konzentration der Wirkstoffe zu über­ prüfen, wurde aus der zuvor beschriebenen Zusammensetzung B eine Zusammensetzung B1 mit einer Gesamtkonzentration an Wirkstoffen von 25 µMol und eine Zusammensetzung B2 mit einer Gesamtkonzentration an Wirkstoffen von 12,5 µMol erstellt, wobei mit diesen beiden Zusammensetzungen B1 und B2 wiederum Blätter von gekennzeichneten Tabakpflanzen einmalig vorbehan­ delt wurden, wie dies vorstehend beschrieben ist.
Nach sieben Tagen wurden diese Blätter mit Tabakmosaikvirus infiziert und die Schädigung wurde vier Tage später im Ver­ hältnis zu den unbehandelten Kontrollblättern ausgewertet. Hier konnte festgestellt werden, daß überraschenderweise die Zusammensetzung B2, deren Gesamtkonzentration an Wirkstoffen bei 12,5 µMol lag und in der die Wirkstoffe Betain und Me­ thylglycin in einem Molmassen-Verhältnis von 1 : 1 vorhanden waren, die besten Ergebnisse erbrachten, d. h. die ent­ sprechend vorbehandelten Blätter waren im Vergleich zu nicht behandelten Blättern zu 70% weniger geschädigt.
Ausführungsbeispiel 5
Die in Ausführungsbeispiel 4 beschriebenen Versuche wurden mit den dort genannten Zusammensetzungen A bis C identisch wiederholt, wobei jedoch im einzigen Unterschied hierzu die Blätter der Tabakpflanzen nicht mit Tabakmosaikvirus sondern mit einer 0,1 gew.-%igen Quecksilberchlorid-Lösung besprüht und somit geschädigt wurden.
Aufgrund der erfolgten Auswertung konnte festgestellt werden, daß die mit den Zusammensetzungen A bis C vorbehandelten Blätter im Vergleich zu nicht vorbehandelten Blättern signi­ fikant weniger geschädigt waren, wobei die mit der Zu­ sammensetzung A vorbehandelten Blätter eine prozentuale Schä­ digungsabnahme von 55%, die mit der Zusammensetzung B vorbe­ handelten Blätter eine prozentuale Schädigungsabnahme von 68% und die mit der Zusammensetzung C vorbehandelten Blätter eine prozentuale Schädigungsabnahme von 63% zeigten.
Auch hier wurde das zuvor bereits beim Ausführungsbeispiel 4 wiedergegebene Ergebnis bestätigt, wonach die Zusammensetzung B2, die 12,5 µMol an Betain und Methylglycin in einem Molmas­ sen-Verhältnis von 1 : 1 aufwies, am wirkungsvollsten die dies­ bezügliche Schädigung der Blätter der Tabakpflanzen unter­ drückte.

Claims (26)

1. Zusammensetzung zur Verbesserung der Lebens- und/oder Wachstumsbedingungen von Pflanzen und zum Schutz derselben gegenüber Umgebungseinflüssen, insbesondere zum Schutz von Pflanzen gegenüber Streß, wobei in der Zusammensetzung neben Wasser des weiteren mindestens ein Wirkstoff vorhanden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung als Wirkstoff Inositol, vorzugsweise ein Phosphatderivat von Inositol, Gly­ cerin, ein Glycerinderivat, Dimethylglycin, Methylglycin, Methylmethionin, Serin und/oder wenigstens eine Verbindung enthält, die wenigstens eine funktionelle Gruppe der allge­ meinen Formel I
-CH2-N-(CH3)3 (Formel I)
aufweist.
2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wirkstoff eine natürliche, in aeroben Zellen vorhan­ dene Verbindung ist.
3. Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Verbindung Betain, Dimethylglycin, Acetyl­ cholin, Cholin, Glycerophosphocholin, Phosphatidylcholin, Lysophosphatidylcholin, Sphingomyeline, Mischungen und/oder Derivate davon ist bzw. sind.
4. Zusammensetzung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung eine Mischung enthält, die als Wirkstoffe Betain, Methylglycin, Methyl­ methionin und/oder Inositol umfaßt.
5. Zusammensetzung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Zusammensetzung eine Mischung von zwei Wirkstoffen vorhanden ist, wobei die Mol-Massen-Verhältnisse der zwei, in der Mischung enthaltenen Wirkstoffe von 1 : 1 bis 1 : 9 variiert.
6. Zusammensetzung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung als Verbin­ dung eine Mischung aus Betain mit mindestens einem Fett­ säuresalz enthält.
7. Zusammensetzung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung als Verbindung mindestens ein Fett­ säuresalz des Betains aufweist.
8. Zusammensetzung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Fettsäuresalz eine Kohlen­ stoffhauptkette mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen aufweist.
9. Zusammensetzung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekenn­ zeichnet, daß in der Zusammensetzung als Fettsäuresalz des Betains eine Betainlaurat, ein Betainmyristat, ein Betainpalmitat, ein Betainstearat, ein Betainoleat und/oder ein Betainlinolat vorhanden ist.
10. Zusammensetzung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung in der Zusammen­ setzung in einer Konzentration zwischen 5 Gew.-% und 60 Gew.-% vorhanden ist.
11. Zusammensetzung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung neben dem Wirkstoff mindestens einen weiteren Wirkstoff enthält.
12. Zusammensetzung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der weitere Wirkstoff mindestens ein N-Acyl-Alkanolamin und/oder Ethanolamin umfaßt.
13. Zusammensetzung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der weitere Wirkstoff ein N-Acyl-Ethanolamin ist, wobei der Acylrest eine lineare, gesättigte oder unge­ sättigte C1-C22-Kohlenstoffkette, vorzugsweise eine C8-C22- Kohlenstoffkette, enthält.
14. Zusammensetzung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung ein N-Acyl-Ethanolamin als weiteren Wirkstoff enthält, wobei der Acylrest in dem N-Acyl-Ethanol­ amin eine C8-C22-Kohlenstoffkette mit ein bis drei Doppel­ bindungen aufweist.
15. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, da­ durch gekennzeichnet, daß der weitere Wirkstoff N-Acetyl- Phosphatidylethanolamin, N-Acetyl-Ethanolamin, N-Oleoyl-Etha­ nolamin, N-Linolenoyl-Ethanolamin und/oder Mischungen hiervon umfaßt.
16. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 11 bis 15, da­ durch gekennzeichnet, daß der weitere Wirkstoff N-Acyl-Etha­ nolamin und/oder N-Acyl-2-Hydroxy-Propylamin umfaßt, wobei hier als Acylreste Fettsäuren aus Kokosfett und/oder Palmöl enthalten sind.
17. Zusammensetzung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung den Wirkstoff in einem Massenverhältnis zum weiteren Wirkstoff zwischen 10 : 1 und 1 : 10, vorzugsweise zwischen 2 : 1 und 1 : 2, aufweist.
18. Zusammensetzung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung eine Mischung aus Inositol, vorzugsweise ein Phosphatderivat von Inositol, Glycerin, ein Glycerinderivat, Dimethylglycin, Methylmethionin und/oder Methylglycin mit dem weiteren Wirk­ stoff aufweist.
19. Zusammensetzung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung des weiteren neben Wasser und dem mindestens einen Wirkstoff sowie den weiteren Wirkstoff eine oberflächenaktive Substanz, vorzugs­ weise pflanzlichen Ursprungs, ein Verdickungsmittel, einen pH-Wert-Regulator, einen Flüssigdünger, ein für Pflanzen unbedenkliches organisches Lösungsmittel, ein Fungizid, ein Insektizid, ein Herbizid und/oder mindestens ein Pflanzenhor­ mon aufweist.
20. Zusammensetzung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung zwischen
10 Gew.-% und 50 Gew.-% Wasser,
20 Gew.-% und 60 Gew.-% Betain,
10 Gew.-% und 40 Gew.-% N-Acetyl-Ethanolamin sowie
0 Gew.-% und 20 Gew.-% sonstiger Zusätze
enthält.
21. Zusammensetzung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung zwischen
10 Gew.-% und 50 Gew.-% Wasser,
20 Gew.-% und 60 Gew.-% Betain, Methylmethionin, Inositol, vorzugsweise ein Phosphatderivat von Inositol, Glycerin, ein Glycerinderivat, Dimethylglycin und/oder Methylglycin,
0 Gew.-% und 40 Gew.-% N-Acetyl-Ethanolamin sowie
0 Gew.-% und 20 Gew.-% sonstiger Zusätze
enthält.
22. Zusammensetzung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung zwischen
15 Gew.-% und 25 Gew.-% Betain,
15 Gew.-% und 25 Gew.-% Methylglycin,
15 Gew.-% und 25 Gew.-% N-Acetyl-Ethanolamin und/oder eine Mischung aus N-Acyl-Ethanolaminen mit einem C16-C18- gesättigten und/oder ungesättigten Acylrest,
5 Gew.-% und 15 Gew.-% eines Spreitungsmittels,
0 Gew.-% und 10 Gew.-% sonstiger Zusätze sowie
50 Gew.-% und 20 Gew.-% Wasser
enthält.
23. Zusammensetzung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung zwischen
30 Gew.-% und 60 Gew.-% eines Fungizids, eines Insektizids oder eines Herbizids,
5 Gew.-% und 25 Gew.-% einer Mischung des Wirkstoffes mit mindestens einem weiteren Wirkstoff und
65 Gew.-% und 15 Gew.-% eines pflanzlich unbedenklichen Trägersystems
aufweist.
24. Zusammensetzung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung in einer Auf­ wandmenge von 100 g/ha bis 3.000 g/ha auf die pflanzliche Fläche ausgebracht wird.
25. Zusammensetzung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Wirkstoff und/oder der wei­ tere Wirkstoff in einer Matrix derart eingebettet sind, daß die Verbindung und/oder der weitere Wirkstoff über einen vor­ gegebenen Zeitraum in einer eingestellten Konzentration frei­ gesetzt werden.
26. Verwendung der Zusammensetzung nach einem der vorangehen­ den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammenset­ zung bei gestörtem Pflanzenwachstum, bei verzögerter Wundhei­ lung, bei einer Beeinträchtigung des Immunsystems und/oder bei Seneszenz den Pflanzen dargereicht wird.
DE10108166A 2000-02-28 2001-02-20 Zusammensetzung zur Anwendung bei Pflanzen Withdrawn DE10108166A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE10108166A DE10108166A1 (de) 2000-02-28 2001-02-20 Zusammensetzung zur Anwendung bei Pflanzen

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE10009249 2000-02-28
DE10037305 2000-07-28
DE10108166A DE10108166A1 (de) 2000-02-28 2001-02-20 Zusammensetzung zur Anwendung bei Pflanzen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE10108166A1 true DE10108166A1 (de) 2001-09-13

Family

ID=26004547

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE10108166A Withdrawn DE10108166A1 (de) 2000-02-28 2001-02-20 Zusammensetzung zur Anwendung bei Pflanzen
DE10190743T Expired - Fee Related DE10190743D2 (de) 2000-02-28 2001-02-20 Zusammensetzung zur Anwendung bei Pflanzen

Family Applications After (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE10190743T Expired - Fee Related DE10190743D2 (de) 2000-02-28 2001-02-20 Zusammensetzung zur Anwendung bei Pflanzen

Country Status (3)

Country Link
AU (1) AU2001250275A1 (de)
DE (2) DE10108166A1 (de)
WO (1) WO2001064832A2 (de)

Families Citing this family (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JP2001316204A (ja) 2000-04-28 2001-11-13 Kao Corp 植物活力剤
EP1570735B1 (de) * 2000-04-28 2013-09-04 Kao Corporation Pflanzenaktivierungsmittel
WO2004095926A2 (en) * 2003-04-28 2004-11-11 Monsanto Technology, Llc Treatment of plants and plant propagation materials with an antioxidant to improve plant health and/or yield

Family Cites Families (13)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPS61263902A (ja) * 1985-05-16 1986-11-21 Rikagaku Kenkyusho 植物病害防除剤
DE3600664A1 (de) * 1986-01-13 1987-07-16 Nattermann A & Cie Pflanzenbehandlungsmittel
HU207201B (en) * 1988-11-18 1995-07-28 Reanal Finomvegyszergyar Process and composition for increasing yields of plants and/or protecting them against stress
JP2725361B2 (ja) * 1989-03-29 1998-03-11 三菱瓦斯化学株式会社 発根促進剤組成物
DE4017084A1 (de) * 1990-05-26 1991-11-28 Hydrierwerk Rodleben Veb Mittel zur erhoehung der stresstoleranz von kulturpflanzen
JPH0748218A (ja) * 1993-08-03 1995-02-21 B N Yuki Nouhou Kenkyusho:Kk 植物の病害を防除する方法
US5418211A (en) * 1994-04-21 1995-05-23 Great Lakes Chemical Corporation Methods of regulating plant growth with polyhydric alcohols
EP0790772B1 (de) * 1994-11-15 2003-05-07 A.B. Tall (Holdings) Pty Ltd. Methode zur Verbesserung des Wachstums von Baumvollpflanzen mit Hilfe von Glycin Betain.
FI98513C (fi) * 1995-06-09 1997-07-10 Cultor Oy Kasvien satotuloksen parantaminen
AUPO529397A0 (en) * 1997-02-26 1997-03-20 Ab Tall (Holdings) Pty Ltd Pest resistance enhancement method
CA2209591A1 (en) * 1997-07-03 1999-01-03 Universite Du Quebec A Montreal Methods for improving cold or freezing tolerance, reducing the growth rate, or inhibiting the growth of plants, and for improving the germination rate of plant seeds
IL136048A0 (en) * 1997-11-10 2001-05-20 Wisconsin Alumni Res Found Method for enhancing fruit ripening and stability using a composition containing a lysophospholipid
US6559099B1 (en) * 2000-03-29 2003-05-06 Wisconsin Alumni Research Foundation Methods for enhancing plant health, protecting plants from biotic and abiotic stress related injuries and enhancing the recovery of plants injured as a result of such stresses

Also Published As

Publication number Publication date
WO2001064832A3 (de) 2002-05-23
AU2001250275A1 (en) 2001-09-12
DE10190743D2 (de) 2003-05-15
WO2001064832A2 (de) 2001-09-07

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1013302B (de) Mittel zum voruebergehenden Sterilisieren von landwirtschaftlichen Kulturboeden
DE2463046C2 (de) Fungizide Mittel auf Ammoniumphosphonatbasis
EP0579052A2 (de) Pflanzenbehandlungsmittel
DE29511079U1 (de) Fungizides Mittel zur Bekämpfung von Pilzbefall
WO2007014606A2 (de) Zusammensetzung mit bakterizider, fungizider, virozider und insektizider wirkung und zusammensetzung mit wirkung als repellent
WO2001010211A1 (de) Herbizide mittel von nachauflauf-herbiziden zur bodenapplikation
DE69621358T2 (de) Aminoethoxyvinylglycine in kombination mit mepiquatchlorid
DE2915085C2 (de) Neue herbizid wirkende Verbindungen, Verfahren zu deren Herstellung und herbizide Mittel, welche diese enthalten
DE69515881T2 (de) Pestizide zusammensetzungen, die ethoxylierte fettamine zur steigerung der effektivität von endothall und dessen salzen enthalten.
DE10108166A1 (de) Zusammensetzung zur Anwendung bei Pflanzen
EP0214427A1 (de) Nematizide Mittel
DE4142974C2 (de) Fungizide Zusammensetzungen
EP0346418B1 (de) Bodenverbesserungsmittel
EP1091649A2 (de) Biogene kontrolle und einschränkung der vermehrung parasitärer boden-nematoden bei der pflanzenaufzucht
EP1096853A1 (de) Stärkung des pflanzenwachstums gegen phytopathogene pilze und/oder bodenständige schädlinge
DE19959510B4 (de) Pflanzenbehandlungsmittel
DE102006026039A1 (de) Zusammensetzung zur Vernichtung von Fadenalgen
DE4322939A1 (de) Mittel zur Abwehr von Umweltgiften und Pilzkrankheiten sowie zur Transpirationshemmung von Pflanzenteilen und Behandlungsverfahren
DE69411962T2 (de) Natürliches Verbesserungsmittel zum Schutz von Pflanzen gegen Pathogene und zur Stimulation des Pflanzenwachstums
DE946857C (de) Mittel zur Beeinflussung des Pflanzenwachstums
DE2144700A1 (de) Benzyl-N,N-di-sek.~butylthiolcarbamat und seine Verwendung
DE102005024783A1 (de) Biocontrol-Produkt zur Bekämpfung aller Entwicklungsstadien von Nematoden, Schildläusen, Blattläusen, Trauermücken, Thrips, weissen Fliegen u.a.
DE963113C (de) Unkrautbekaempfungsmittel und Verfahren zu seiner Verwendung
DE3217479C2 (de) Wasserhaltiges Stoffgemisch mit mindestens einem Wirkstoff und Kokosdiäthanolamid
DE102022105807A1 (de) Verwendung von Präparaten aus Mikroalgen-Biomasse

Legal Events

Date Code Title Description
8139 Disposal/non-payment of the annual fee