DE10108964A1 - Haltevorrichtung, Tragmastverbindung, Tragmastwerk mit Haltevorrichtung und Tragmastverbindung und Verfahren zum Aufbau eines Tragmastwerkes - Google Patents
Haltevorrichtung, Tragmastverbindung, Tragmastwerk mit Haltevorrichtung und Tragmastverbindung und Verfahren zum Aufbau eines TragmastwerkesInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung zur
Befestigung an Tragmasten, eine Tragmastverbindung, ein Trag
mastwerk mit der Haltevorrichtung und der Tragmastverbindung
und ein Verfahren zum Aufbau eines Tragmastwerkes. Die vorlie
gende Erfindung betrifft insbesondere Tragmastwerke als Anten
nentragwerke für Mobilfunkanlagen.
Tragmastwerke, insbesondere für Antennen, sind üblicherweise
aus mehreren an ihren Enden aneinander befestigten Tragmasten
aufgebaut, um einerseits Tragmastwerke mit einer dem jeweili
gen Einsatzzweck genügenden Höhe zu erhalten und andererseits
den Aufbau der Tragmastwerke aus Bauteilen, d. h. Tragmasten,
mit handhabbarer Länge zu ermöglichen. Die einzelnen Tragma
sten eines solchen Tragwerkes werden auch als Schüsse bezeich
net.
Antennentragwerke mit einer Bauhöhe bis zu 10 m sind genehmi
gungsfrei. Genehmigungsfreie Antennentragwerke stellen folg
lich auch den Hauptanteil an errichteten Antennentragwerken
dar. Solche genehmigungsfreien Antennentragwerke sind insbe
sondere für den Aufbau der in jüngster Zeit stark expandieren
den Mobilfunknetze von Bedeutung, und zwar für die Errichtung
der Basisstationen der einzelnen Funkzellen.
Solche Antennentragwerke sind üblicherweise aus 3 Schüssen
aufgebaut, wobei die Durchmesser der einzelnen Schüsse mit
steigender Höhe abnehmen. An den Enden der einzelnen Schüsse
bzw. Tragmasten sind sich radial nach außen erstreckende Flan
sche angeschweißt, über die einzelnen Schüsse an ihren jewei
ligen Enden miteinander verschraubt sind. Der oberste Schuß
trägt die jeweiligen Antennen sowie zugehörige Komponenten wie
Verstärker, Anschlußboxen und dergleichen. Der Durchmesser des
obersten Schusses wird durch die mechanischen Anschlußstan
dards der zu installierenden Komponenten vorgegeben und be
trägt zur Zeit 114,3 mm. Der elektrische Anschluß der Kompo
nenten erfolgt über eine äußere Kabelzuführung mit in Fig. 1
gezeigten bekannten Kabelschellen, die aus Kabelhaltern und
Rundschellen aufgebaut sind. Aufgrund von langjähriger Praxis
und mechanischen Anschlußstandards, insbesondere der im Handel
verfügbaren Rundschellen für die Kabelhalter, haben sich für
den unteren und mittleren Schuß Normdurchmesser in einem Be
reich von 139,7 mm bis 219,1 mm als Tragmaststandard eta
bliert. Eine solche Dimensionierung der Tragmasten hat auch
den bisherigen Anforderungen der Antennentragwerke an Festig
keit bzw. Verwindungssteifigkeit genügt.
Mit Einführung neuer Mobilfunkstandards sind auch die Anforde
rungen an Festigkeit, Verwindungssteifigkeit bzw. zulässige
Verdrehung von Antennentragwerken bei Einsatz als Mobilfunkma
sten gestiegen. Die jetzigen Anforderungen der meisten Netzan
bieter gestatten nunmehr lediglich eine Verdrehungen von 0,5°
bei voller Windlast. In der Praxis wird diesen gestiegenen An
forderungen mit größerem Materialeinsatz begegnet, um so die
erhöhten Steifigkeitsanforderungen zu erfüllen. Zum einen wer
den die Verbindungsflansche verstärkt, um die Festigkeit und
Steifigkeit der einzelnen Tragmastverbindungen zu erhöhen, und
zum anderen werden aus ähnlichen Gründen die Wandstärken der
Tragmasten erhöht, da die Außendurchmesser der Tragmasten, wie
vorstehend beschrieben, vorgegeben bzw. üblich geworden sind.
Ein solches Vorgehen ist jedoch unwirtschaftlich, da für eine
wesentliche Verbesserung der Steifigkeit bzw. Festigkeit des
Antennentragwerkes ein erhebliche Materialmehraufwand mit ent
sprechenden Kosten notwendig ist. Außerdem wird dabei das Gewicht
des Antennentragwerkes an sich erhöht, was den Aufbau
erschwert und auch die mögliche Trag- bzw. Nutzlast in Abhän
gigkeit von Ort und Art der Anbringung des Tragwerkes ein
schränken kann. Auch die Kabelführung der Anschlußkabel, die
mittels bekannter Kabelschellen beabstandet an der Außenseite
der Tragmasten erfolgt, weist Nachteile auf. Zum einen wird
dadurch die Windlast, die auf das Antennentragwerk wirkt, er
höht und zum anderen sind die Kabel ungeschützt den Wetterein
flüssen ausgesetzt, was insbesondere bei außergewöhnlichen
Wetterbedingung, wie Stürmen, zu erhöhten Materialbelastungen
bis hin zu Ausfällen führen kann. Außerdem ist die Montage der
Kabelzuführung und -anschlüsse aufwendig und wetterabhängig.
Aufgrund der üblicherweise zur Isolierung der Kabel verwende
ten Kunstoffmaterialien müssen Mindesttemperaturen vorliegen,
die ein umfangreiches Verarbeiten und Verlegen der Kabel hin
sichtlich Kabelschellen bzw. elektrischer Gerätekomponenten
des Antennensystems gestatten. Insbesondere sind Eindichtungen
und Verschrumpfungen bei sehr niedrigen Außentemperaturen in
der Praxis nicht möglich.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die
vorstehend genannten Nachteile der Antennentragwerke des
Standes des Technik zu überwinden oder zumindest zu mindern.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Haltevorrichtung mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1, eine Tragmastver
bindung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 11
und ein Tragmastwerk mit den Merkmalen des Anspruches 18 sowie
ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruches 19 vorgeschla
gen.
Demnach weist eine erfindungsgemäße Haltevorrichtung zur Befe
stigung an Tragmasten, mit der insbesondere Kabel, Anschluß
leitungen und ähnlichen Anschlußinstallationen an Tragmasten
befestigt werden, Haltemittel zum Halten eines oder einer
Mehrzahl Kabel und Befestigungsmittel zum Befestigen des Hal
temittels am Tragmast auf, wobei das Haltemittel sich im wesentlichen
entlang der Umfangsfläche des Tragmastes erstreckt
und einen befestigungsseitigen sowie einen tragmastseitigen
Abschnitt aufweist, wobei der tragmastseitige Abschnitt am
Tragmast anliegt und das Befestigungsmittel am befestigungs
seitigen Abschnitt angreift. Mit einer solchen Haltevorrich
tung werden die Kabel nahe an der Außenseite bzw. der Umfangs
fläche eines Tragmastes entlang geführt und so die auf ein An
tennentragwerk wirkende Windlast verringert. Eine solche Hal
tevorrichtung kann auch mit oder ohne Kabel vormontiert wer
den, da die Gefahr des Abknickens beim Transport eines Tragma
stes, wie sie bei den Kabelhaltern des Standes der Technik ge
geben ist, nicht besteht. Schließlich führt eine an der Außen
fläche der Tragmaste anliegende Kabelführung auch zu einer ge
fälligeren Gestaltung der Tragmastwerke.
Eine erfindungsgemäße Tragmastverbindung zum Verbinden von
Tragmasten unterschiedlicher Durchmesser umfaßt einen am Trag
mast mit größerem Durchmesser befestigten Innenflansch und ei
nen am Tragmast mit kleinerem Durchmesser befestigten Außen
flansch, wobei die Flansche durch Flanschverbindungsmittel
verbunden sind, die an den Flanschen im Bereich zwischen dem
Tragmast mit größerem Durchmesser und Tragmast mit kleinerem
Durchmesser angreifen. Die erfindungsgemäße Tragmastverbindung
zeichnet sich durch eine höhere Steifigkeit bei reduzierter
Belastung der Flanschverbindungsmittel aus.
Weiterhin umfaßt ein Tragmastwerk, das aus einer Mehrzahl
Tragmasten aufgebaut ist, eine erfindungsgemäße Tragmastver
bindung und/oder eine erfindungsgemäße Haltevorrichtung. Ein
solches Tragmastwerk zeichnet sich durch eine verbesserte Ka
belführung und erhöhte Verbindungssteifigkeit der Tragmasten
aus. Die Kombination von Tragmastverbindung und Haltevorrich
tung ermöglicht in vorteilhafter Art und Weise eine teilweise
innenliegende Kabelführung.
Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zum Aufbau eines Trag
mastwerkes wird ein oberster Schuß des Tragmastwerkes vormontiert
und der vormontierte oberste Schuß mittels der erfin
dungsgemäßen Tragmastverbindung und der erfindungsgemäßen Hal
tevorrichtung an einem Tragmast befestigt. Eine solche Vorge
hensweise ermöglicht eine schnell und einfach auszuführende
Montage des Tragmastwerkes, die zudem witterungsunabhängig
ist. Außerdem kann die Funktion der Geräte des obersten Schus
ses bei der Vormontage erheblich einfacher getestet werden als
bei einer Vorortmontage. Das erfindungsgemäße Verfahren redu
ziert Zeit- und Kostenaufwand der Montage.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Haltevorrichtung ist
das Haltemittel vom Befestigungsmittel zwischen Tragmast und
Befestigungsmittel form- und/oder kraftschlüssig gehalten. Zu
mindest ein Anteil der Stabilität bzw. Festigkeit des Hal
temittels kann auf diese Art und Weise durch ein entsprechend
festes bzw. starres Befestigungsmittel aufgebracht werden.
Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Haltevorrichtung sind
die Haltemittel derart gestaltet, daß mit der Befestigung des
Haltemittels durch das Befestigungsmittel auch die Verbindung
von Kabel und Haltemittel gesichert wird. Aus einer solchen
einfacheren Montage, bei der die Befestigung von Kabel und
Haltevorrichtung am Tragmast in einen Arbeitsgang erfolgt, re
sultiert eine Zeitersparnis. Da außerdem nur ein Befestigungs
mittel vorzusehen ist, das eine Doppelfunktion hat, nämlich
die Haltemittel befestigt und den Halt der Kabel sichert, er
gibt sich ein einfacherer Aufbau der Haltevorrichtung und eine
Material- und Kosteneinsparung bei Herstellung und Montage ge
genüber Kabelschellen mit separaten Schraubverbindungen für
Kabelbefestigung und Befestigung der Kabelschelle.
Bei einer vorteilhaften Fortbildung der Haltevorrichtung nimmt
das Haltemittel eine oder mehrere Kabel klemmend auf. Eine
solche Maßnahme erleichtert die Montage/Befestigung des Kabel
bzw. ermöglicht eine Vormontage/-befestigung von Kabel und
Haltemittel. Eine solche Maßnahme ist insbesondere im Hinblick
auf die gemeinsame Befestigung von Kabel und Haltevorrichtung
am Tragmast durch die Befestigungsmittel vorteilhaft, da da
durch die Anzahl der gleichzeitig und unabhängig von einander
zu befestigenden Teile reduziert wird.
Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Haltevorrichtung ist
das Kabel von dem Haltemittel im Haltebereich umschlossen. Da
durch kann das Kabel in dem Haltemittel dichtend gehalten
sein. Außerdem ist das Kabel durch das weichere Material des
Haltemittel umgeben, so daß Teile des Befestigungsmittels bzw.
des Tragmastes nicht unmittelbar am Kabel angreifen können.
Bei einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Haltevorrichtung be
stehen die Haltemittel aus elastischem Material. Eine solche
Materialwahl ermöglicht eine einfache Verwirklichung der
Klemmfunktion des Haltemittels, des Schutzes des Kabels vor
einer direkten Einwirkung von Tragmastoberfläche bzw. Befesti
gungsmittel und auch der Dichtfunktion des Haltemittels bezüg
lich der Verbindungen Kabel-Haltemittel, Haltemittel-
Befestigungsmittel und Haltemittel-Tragmastoberfläche.
Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Haltevorrichtung wei
sen die Haltemittel Durchführungen zur Aufnahme der Kabel auf,
wobei die Haltemittel in den Durchführungen endende seitliche
Einschnitte bzw. Schlitze umfassen. Durch eine solche Ausge
staltung können die Kabel auf einfache Art und Weise in die
Durchführungen des Haltemittels über die seitlichen Einschnit
te eingeführt und dort klemmend gehalten werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Haltevorrichtung
weisen die Haltemittel Verbindungsmittel auf, mit denen mehre
re Haltemittel miteinander verbunden werden können. Auf diese
Art und Weise können mehrere Haltemittel den Tragmast nach Art
eines Ringes umschließen. Außerdem wird dadurch eine leichtere
Vormontage der Haltemittel am Tragmast erzielt.
Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des Tragmastverbindung
sind die Flanschverbindungsmittel in Form von Schraubverbin
dungen ausgebildet. Dabei weisen die Flansche einen Schraub
lochkreis bzw. -teilkreis auf, der die Kraftlinie der
Flanschverbindung schneidet, wodurch an den Schraubverbindun
gen nur geringe Wechsellasten anliegen und dauerhafte Schraub
verbindungen gefördert werden. Durch den Wegfall bzw. die Ver
ringerung der Hebelwirkung der Flansche auf die Schraubverbin
dung können diese bei vergleichsweise gleicher Verbindungsfe
stigkeit kleiner dimensioniert werden. Schraubverbindungen er
möglichen in Verbindung mit der erfindungsgemäßen Tragmastver
bindung daher eine schnelles und effektives Verbinden von
Tragmasten mit höherer Festigkeit und Verwindungssteifigkeit.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Tragmastverbindung
weisen die Verbindungsflansche Durchbrüche bzw. Aussparungen
zur Kabeldurchführung auf. Dadurch kann durch die Tragmastver
bindung hindurch innenliegende Kabel von Innen nach Außen ge
führt werden, wobei die Kabel beim Austritt entlang der Außen
fläche des Tragmastes mit kleinerem Durchmesser geführt wer
den. Zur Kabelbefestigung bietet sich vorteilhaft die erfin
dungsgemäße Haltevorrichtung für Kabel an. Somit wird eine in
nenliegende Kabelführung bis zum obersten Schuß ermöglicht.
Dieses ermöglicht eine gradlinige Kabelführung. Außerdem wird
die Montage der Kabelzuführung erheblich vereinfacht. Kabel
halterungen sind nur noch für den obersten Schuß vorzusehen.
Durch die innenliegende Kabelführung in den anderen Schüssen
kann der oberste Schuß vormontiert werden, so daß bei der Fer
tigmontage die Kabel nur in die Tragmasten über die erfin
dungsgemäße Tragmastverbindung eingezogen und die Tragmasten
miteinander verschraubt werden. Dacheindichtungen für die Ka
belzuführungen entfallen.
Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben
sich aus der Beschreibung und der beiliegenden Zeichnung.
Es versteht sich, daß die vorstehenden genannten und die nach
stehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen
oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der
vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispieles in den
Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1a und 1b zeigen in Seitenansicht Kabelhalter des
Standes der Technik zum Befestigen von Kabeln an Tragmasten.
Fig. 2a und 2b zeigen in Draufsicht ein Haltemittel und ein
Befestigungsmittel einer erfindungsgemäßen Haltevorrichtung in
demontierter Darstellung.
Fig. 3 zeigt in Draufsicht eine erfindungsgemäße Haltevor
richtung, die an einem Tragmast im Bereich einer Tragmastver
bindung befestigt ist.
Fig. 4 zeigt in Draufsicht eine Dichtschürze.
Fig. 5 zeigt eine an einem Tragmast befestigte erfindungsge
mäße Haltevorrichtung.
Fig. 6 zeigt einen Längsschnitt durch eine Tragmastverbindung
des Standes der Technik.
Fig. 7 zeigt einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße
Tragmastverbindung.
Fig. 8a und 8b zeigen in Draufsicht einen Innenflansch und
einen Außenflansch der erfindungsgemäßen Tragmastverbindung.
Fig. 9 zeigt einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße
Tragmastverbindung.
Fig. 1a und 1b zeigen zwei Beispiele für Kabelhalter 100
des Standes der Technik zum Befestigen von (nicht dargestell
ten) Kabeln an Tragmasten 110. Die Kabelhalter 100 bestehen
aus einen Sockel 102, der an einer Mastklemmschelle 103 befe
stigt ist, und einer oder mehreren Kabelklemmschellen 104, die
unmittelbar oder über einen Abstandshalter 105 an den Sockel
102 befestigt sind. Sowohl die Mastklemmschelle 103 als auch
die Kabelklemmschellen 104 werden über Schraubverbindungen ge
öffnet und geschlossen. Zum Befestigen von Kabeln an Tragma
sten 110 sind zunächst die Kabelhalter 100 mit der Mastklemm
schelle 103 an dem Tragmast 110 entsprechend ausgerichtet zu
befestigen. Anschließend können dann die anzubringenden Kabel
in die Kabelklemmschellen 104 eingezogen und mittels Schraub
verbindungen in diesen festgeklemmt werden. Somit wird eine
Kabelzuführung ausgebildet, bei der das Kabel in entsprechen
den Abstand an der Außenseite eines Tragmastes 110 entlang ge
führt ist. Die Kabelhalter 100 des Standes der Technik erfor
dern eine aufwendige Montage und weisen eine relativ große
Windangriffsfläche auf.
Eine erfindungsgemäße Haltevorrichtung 10 ist aus Haltemitteln
20 und Befestigungsmittel 30 aufgebaut. In den Fig. 2a und
2b sind in Draufsicht ein Haltemittel 20 und ein Befestigungs
mittel 30 einer erfindungsgemäßen Haltevorrichtung 10 in de
montierter Darstellung gezeigt. Das Haltemittel 20 dient zur
haltenden Aufnahme eines oder mehrerer (nicht dargestellter)
Kabel und wird mittels des Befestigungsmittels 30 an einen
Tragmast befestigt.
Das Haltemittel 20 ist in seiner Geometrie derart an die äuße
re Gestalt eines Tragmastes angepaßt, an den es mittels des
Befestigungsmittels 30 befestigt wird, daß es sich in seiner
Längsrichtung im wesentlichen entlang der äußeren Umfangsflä
che des Tragmastes erstreckt und den Tragmast teilweise um
greift. Das Maß, in dem das Haltemittel den Tragmast umgreift,
hängt von dem Durchmesser des Tragmastes und Anzahl und Stärke
der vom Haltemittel 20 aufzunehmendem Kabel ab, durch die zu
mindest die minimalen Abmessungen bzw. die Längserstreckung
des Haltemittels 20 vorgegeben werden. Bei einem großen Durch
messer des jeweiligen Tragmastes und Haltemitteln 20 mit einer
eher geringen Längserstreckung, werden diese den Mast nur in
geringem Maße bzw. bei einer im Bereich der Haltemittel 20
eben ausgebildeten Mantelfläche auch gar nicht umschließen.
Letzteres wird insbesondere bei Tragmasten mit dreiecksförmi
gen bzw. rechteckigen Querschnitt regelmäßig dann der Fall
sein, wenn sich die Haltemittel 20 in ihrer Längsrichtung
nicht über die Breite einer solchen Tragmastseitenfläche hin
aus erstrecken.
Das Haltemittel 20 weist einen tragmastseitigen Abschnitt 21
und einen befestigungsseitigen Abschnitt 22 auf, wobei das
Haltemittel 20 im montierten Zustand mit seinem tragmastseiti
gen Abschnitt 21 an der äußeren Mantelfläche des Tragmastes
anliegt und das Befestigungsmittel 30 an dem befestigungssei
tigen Abschnitt 22 des Haltemittels 20 angreift. Das Haltemit
tel 20 hält das am Tragmast anzubringenden (nicht dargestell
ten) Kabel. Zu diesem Zweck sind in dem Haltemittel eine Mehr
zahl Durchführungen 23 ausgebildet, die die Kabel aufnehmen.
Die Durchmesser der Durchführungen 23 entsprechen üblichen Ka
beldurchmessern bzw. sind geringfügig kleiner ausgeführt, um
einen klemmenden Halt der Kabel in dem Haltemittel 20 zu er
möglichen. Das Haltemittel oder zumindest Abschnitte desselben
besteht zweckmäßiger Weise aus einem elastischen Material. Je
nach Anzahl und Art der zu haltenden Kabel können die Hal
temittel 20 eine oder mehrere Reihen von Durchführungen 23 mit
gleichen oder unterschiedlichen Durchmessern aufweisen. Die
Durchführungen 23 werden bei der Herstellung der Haltemittel
20, beispielsweise im Spritzgußverfahren, vorzugsweise als
Durchführungen 23 mit eingespritzten Stopfen ausgebildet, wo
bei die Stopfen von einer dünnen Materialschicht gehalten wer
den und relativ leicht zu entfernen sind. Dadurch kann die bei
der Montage der Haltemittel 20 jeweils benötige Anzahl offener
Durchführungen 23 auf einfache Art und Weise erzeugt und
gleichzeitig die Stabilität des Haltemittels gewährleistet
werden. Die Durchführungen 23 weisen bevorzugt außerdem seit
liche Einschnitte 24 auf, die sich von dem tragmastseitigen
Abschnitt 21 und/oder dem befestigungsseitigen Abschnitt 22
bis in die Durchführung 23 erstrecken. Über diese seitlichen
Einschnitte 24 können die Kabel auf einfache Art und Weise
seitlich in die Durchführungen 23 eingeführt und dort klemmend
gehalten werden.
Beim Montieren des Haltemittels 20 mittels des Befestigungs
mittels 30 werden diese seitlichen Einschnitte 24 durch die
Mantelfläche des Tragmastes bzw. das Befestigungsmittel 30 ab
gedeckt, so daß die Verbindung von Kabel und Haltemittel 20
gesichert wird. Zusätzlich kann beim Anspannen des Befesti
gungsmittels 30 eine Druckkraft auf das elastische Haltemittel
20 aufgebracht werden, durch die ein fester Sitz der Kabel in
den Durchführungen 24 sichergestellt wird. Die Haltemittel 20
weisen bevorzugt weiterhin eine wechselseitig angeordnete Nut
25 und Haltenase 26 auf, über die die Haltemittel 20 form-
und/oder kraftschlüssig miteinander verbindbar sind.
Eine beispielhafte Ausführungsform des Befestigungsmittels 30
in Form eines Befestigungsbügels ist in Draufsicht in Fig. 2b
gezeigt. Der Befestigungsbügel 30 besteht aus einem gebogenen
flachen Element 31, z. B. einem Flachstahl, und weist an seinen
beiden Enden sich in wesentlich senkrecht dazu erstreckende
Befestigungsflächen 33 auf. Die Befestigungsflächen weisen
Bohrungen 33 auf, über die der Befestigungsbügel 30 mittels
Schraubverbindung mit einem entsprechenden, den Tragmast um
greifenden Gegenbügel verbunden oder mittels (nicht dargestellter)
am Tragmast ausgebildeter Befestigungsflächen ange
bracht ist. Zur Verstärkung der Steifigkeit des Befestigungs
bügels 30, insbesondere der Struktur aus Flachstahl 31 und Be
festigungsfläche 32 sind Knotenbleche 34 zwischen denselben
angeordnet. Das Befestigungsmittel 30 kann aber auch als eine
mittels Schraub- oder Rastverbindung verstellbare bzw. arre
tierbare Schlauchschelle verwirklicht sein.
Die Form des Befestigungsbügels 30 ist an die Gestalt des be
festigungsseitigen Abschnittes 22 angepaßt, um eine form-
und/oder kraftschlüssige Verbindung von Befestigungsbügel 30
und Haltemittel 20 zu gewährleisten. Bei dem in Fig. 2a ge
zeigten Haltemittel 20 ist im wesentlichen die gesamte äußere
Seitenfläche des Haltemittels 20 als befestigungsseitiger Ab
schnitt 22 ausgebildet. Auf diese Art und Weise umschließt das
Befestigungsmittel 30 das Haltemittel 20 derart, daß das Hal
temittel 20 zwischen Tragmast und Befestigungsmittel 30 form-
und/oder kraftschlüssig gehalten ist. Dabei wird die Stabili
tät und Festigkeit der Haltevorrichtung 10 insgesamt im we
sentlichen durch die Festigkeit und Stabilität des Befesti
gungsmittels 30 bestimmt.
Die Haltemittel 20 und Befestigungsmittel 30 können aber auch
derart gestaltet sein, das die Befestigungsmittel nur an flä
chenmäßig kleinen vorgegebenen Bereichen der Haltemittel an
greifen und die Haltemittel 20 aus einen entsprechenden Mate
rial bestehen bzw. ein aus mehreren Komponenten bestehendes
Bauteil darstellen, das von sich aus eine hinreichende Festig
keit und Stabilität zum sicheren Halten von Kabeln gewährlei
stet.
Fig. 3 zeigt in Draufsicht eine erfindungsgemäße Haltevor
richtung 10, die an einem Tragmast 110 befestigt ist. Die Hal
tevorrichtung 10 ist aus drei Haltemitteln 20 und drei Befe
stigungsmitteln 30 aufgebaut, die jeweils zu ringförmigen Ein
heiten zusammengefügt sind und den Tragmast 110 umschließen.
Dazu sind die Haltemittel 20 über die Nut 25 und die Haltenase
26 und die Befestigungsmittel 30 über eine Schraubverbindung
35 in den Bohrungen 33 der Befestigungsflächen 32 aneinander
gefügt.
Zur Montage bzw. Befestigen der Haltevorrichtung 10 werden zu
nächst (nicht dargestellte) Kabel in die Durchführungen 23 der
Haltemittel 20 eingesetzt, die Haltemittel 20 an die Außensei
te des Tragmastes 110 angelegt und die Haltemittel 20 zu einen
ringförmigen Element zusammengefügt. Nicht benötigte Durchfüh
rungen 23 der Haltemittel 20 werden durch (nicht dargestellte)
Blindstopfen verschlossen. Durch das Anbringen der Befesti
gungsmittel 30 werden in einen Arbeitsgang die Haltemittel 20
am Tragmast befestigt und die Kabelbefestigung in den Hal
temitteln 20 gesichert. Durch Anziehen der Schraubverbindung
35 der Befestigungsmittel 30 werden die Haltemittel zwischen
Tragmast 110 und Befestigungsmittel 30 eingespannt, wobei auf
grund des elastischen Materials der Haltemittel 20 eine dich
tende Verbindung zwischen Haltemittel 20 und Tragmast 110,
Haltemittel 20 und Befestigungsmittel 30 sowie zwischen Hal
temittel 20 und Kabel ausgebildet wird.
Die gezeigte Anordnung der Haltemittel 20 läßt sich besonders
vorteilhaft mir einer später beschriebenen erfindungsgemäßen
Tragmastverbindung mit Kabeldurchführung kombinieren. Dabei
wird die Haltevorrichtung 10 oberhalb der Tragmastverbindung
angeordnet und dichtet die Tragmastverbindung gegen die Umge
bung ab. Zu diesem Zweck ist an der Haltevorrichtung 10 eine
umlaufende Dichtschürze 40 angeordnet, deren oberes Ende 41
zwischen Befestigungsmittel 30 und Haltemittel 20 geklemmt
ist, wobei sich die Dichtschürze 40 seitlich und nach unten
gerichtet über die Tragmastverbindung hinaus erstreckt. Die
Dichtschürze 40 kann unterhalb der Tragmastverbindung an ihren
in der Draufsicht nicht sichtbaren unteren Ende mittels einer
(nicht dargestellten) Schlauchschelle gesichert sein.
In Fig. 4 ist die Dichtschürze 40 in Draufsicht dargestellt.
Das obere Ende 41 der Dichtschürze 40 ist als ein umlaufender
Steg ausgebildet, der in seiner Gestalt und Abmessung an die
äußere Form der Haltemittel 20 angepaßt ist. An diesem Steg
schließt sich ein ebener Abschnitt 42 an, der sich radial über
den Durchmesser der abzudichtenden Tragmastverbindung, d. h.
den Durchmesser des unteren Tragmastes, hinaus erstreckt und
in eine sich nach unten erstreckende Mantelfläche 43 übergeht.
Die Abdichtung der Kabelzuführung selbst erfolgt mittels der
erfindungsgemäßen Haltevorrichtung 10. die dicjtschürze 40 kann
auch aus Elastomermattenware bestehen, die um die Tragmastver
bindung abgewickelt ist.
Die Haltevorrichtung 10 kann aber auch aus einem einzelnen
Haltemittel 20 und Befestigungsmittel 30 aufgebaut sein und
zur einfachen Kabelführung bzw. -befestigung eingesetzt wer
den. Eine solche Anordnung ist in Fig. 5 gezeigt, wobei das
Haltemittel 20 zum Halten (nicht dargestellter) Kabel an dem
Tragmast 110 durch das Befestigungsmittel 30 in Form einer
Schlauchschelle befestigt ist.
Fig. 6 zeigt einen Längsschnitt durch eine Tragmastverbindung
50 des Standes der Technik mit innenliegenden bzw. außenlie
genden verschraubten Flanschen 51 zum Verbinden zweier Tragma
ste 110. Bei einer Biegebeanspruchung bzw. Zugbeanspruchung
der Tragmasten 110 wird die Schraubverbindung 52 einer Zugbe
lastung unterworfen. Dabei werden die Flansche 51 in entgegen
gesetzter Richtung zueinander verdreht bzw. verbogen und es
kommt zu einer Flanschklaffung. Die an der Schraubverbindung
52 angreifende Zugkraft F ist infolge der Hebelwirkung der in
nen- oder außenliegenden Flansche 51 größer als die Trag
mastzugkraft Z infolge einer Biegebeanspruchung der Tragmasten
110. Die Zugkraft F der Schraube kann in erster Näherung nach
dem Hebelgesetz gemäß der Formel F = [(a + b)/a].Z berechnet wer
den.
Bezugnehmend auf die Fig. 7 bis 9 wird nachfolgend ein Aus
führungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Tragmastverbindung
beschrieben.
Fig. 7 zeigt einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße
Tragmastverbindung 60 zum Verbinden zweier Tragmaste 111 und
112. Die Tragmaste 111 und 112 haben unterschiedliche Durch
messer, wobei der Tragmast 111 mit größerem Durchmesser einen
innenliegenden Flansch 114 und der Tragmast mit kleineren
Durchmesser 112 einen außenliegenden Flansch 118 aufweist. Die
Flansche sind über Schraubverbindungen 122 miteinander verbun
den. Der Innenflansch und Außenflansch können in einer (nicht
dargestellten) einfachen Ausführungsform als Ringflansche ver
wirklicht sein, die bevorzugt einen quadratischen Querschnitt
aufweisen.
Fig. 8a und 8b zeigen in Draufsicht den Innenflansch 114
und den Außenflansch 118 der Fig. 7. Der Innenflansch 114 und
der Außenflansch 118 haben eine kreisförmige Grundform mit
sich nach außen erstreckenden Flanschzungen 115 und 119. Zwi
schen den Flanschzungen 115 bzw. den Flanschzungen 119 sind
auf diese Art und Weise Aussparungen 117 ausgebildet, die als
Kabeldurchführungen verwendet werden können. Die Flanschzungen
115 und 119 sind mit Bohrungen 123 versehen, die nach Art von
Teilkreisen 124 auf den Flanschzungen 115 und 119 angeordnet
sind. Der Innenflansch 114 ist mit den äußeren Enden 116 der
Flanschzungen 115 an den Tragmast 111 geschweißt, so daß sich
die Flanschzungen 115 ins Innere des Tragmastes 111 erstrec
ken. Der Außenflansch 118 ist im Übergangsbereich 120 von
kreisförmiger Grundfläche und Flanschzungen 119 mit den Trag
mast 112 verschweißt, so daß sich die Flanschzungen 119 außer
halb des Tragmastes 112 erstrecken. Die Flanschzungen 115 und
119 haben vorzugsweise einen annähernd quadratischen Quer
schnitt, wodurch beim Verschweißen der Flansche ein geringer
Schweißverzug erreicht wird und keine oder nur geringfügige
Nacharbeiten notwendig sind.
Fig. 9 zeigt einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße
Tragmastverbindung 60. Der Tragmast 111 mit im Vergleich zum
Tragmast 112 größeren Durchmesser ist mit seinem Innenflansch
114 an den Außenflansch 118 des Tragmastes 112 über Schraub
verbindungen 122 geschraubt.
Bei der erfindungsgemäßen Flanschverbindung 60 treten aufgrund
der Kombination von Innenflansch 114 und Außenflansch 118 die
beim Stand der Technik wirken Hebelkräfte nicht oder in nur
viel geringeren Maße auf. Durch die Kombination von Innen
flansch 114 und Außenflansch 118 werden die Flansche 114, 118
bei einer Zug-/Biegebelastung der Tragmasten 111, 112 in die
gleiche Richtung verdreht. Die Flansche 114, 118 werden dabei
idealerweise in gleichem Maße verdreht, wenn die Krempeltor
sionssteifigkeiten der einzelnen Flansche 114, 118 den Ver
satzmomentanteilen entsprechen. Durch die erfindungsgemäße
Verbindung mit der gleichsinnigen Verdrehung von Innenflansch
114 und Außenflansch 118 erzielt man eine größere Steifigkeit
der verschraubten Flanschverbindung 60 bei geringeren Schrau
benkräften, weil das Versatzmoment infolge der Biege-/Zugbe
anspruchung über die gemeinsame Krempeltorsionssteifigkeit der
verschraubten Flansche 114, 118 mit den eingeschweißten Trag
mastenden aufgenommen wird. Die Durchmesser der Teilkreise
124, entlang derer die Schraubverbindungen 122 angeordnet
sind, können somit im Vergleich zu Teilkreisen einer ge
schraubten Flanschverbindungen des Standes der Technik, die
aus Außen- oder Innenflanschen aufgebaut ist, kleiner gewählt
werden.
Die Schraubverbindungen 122 sind in dem Bereich zwischen den
Tragmasten 111 und 112 ausgebildet, der bei kreisförmigen
Tragmasten als ein Kreisring 125 erscheint. Dabei müssen die
Schraubverbindungen 122 bzw. die Teilkreise 124 der Schraub
verbindungen 122 nicht, wie in Fig. 9 dargestellt, auf der
Mittenlinie des Kreisringes 125 angeordnet sein. Eine günstig
ste Positionierung der Schraubverbindungen, bei der sich die
Hebelwirkungen von Innenflansch 114 und Außenflansch 118 im
Idealfall aufheben, also die Flansche 114, 118 in gleichem Ma
ße verdreht werden, hängt von verschieden Parametern ab, bei
spielsweise von der Dimensionierung der Flansche 114, 118 bzw.
Flanschzungen 115, 119 und deren Steifigkeit, also verwendeten
Material und -stärke, den Durchmesser der Tragmasten 111, 112
und deren Verhältnis zueinander. Eine günstige Position der
Schraubverbindungen 122 kann näherungsweise durch Berechnungen
und/oder empirisch bestimmt werden. Allerdings führt schon al
lein die erfindungsgemäße Kombination aus Innenflansch 114 und
Außenflansch 118, auch ohne günstige Positionierung der
Schraubverbindungen 122, zu einer Tragmastverbindung 60 mit
höherer Steifigkeit und geringer Belastung der Schraubverbin
dungen 122.
Die erfindungsgemäße Tragmastverbindung 60 läßt sich besonders
vorteilhaft mit der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung 10 kom
binieren. Die Tragmastverbindung 60 verbindet vorzugsweise den
obersten Schuß eines Antennentragwerkes mit einem darunterlie
genden Schuß. Durch die Aussparungen 117 zwischen den Flansch
zungen 115 bzw. den Flanschzungen 119 können Kabel an der Ver
bindungsstelle zweier Tragmasten 111, 112 vorteilhaft von in
nen nach außen geführt werden. Bis zum obersten Schuß kann die
Kabelzuführungen also innerhalb der Tragmaste erfolgen. Die
Zeit- und materialintensive Kabelzuführung an der Außenseite
der Tragmasten mittels Kabelschellen entfällt. Dabei sind die
Kabel im Tragmastinneren besser geschützt und die am Antennen
tragwerk angreifende Windlast wird reduziert. An den Tragma
sten sind folglich bis zum obersten Schuß keine äußeren In
stallationen vorgesehen. Neben einen gefälligeren Erschei
nungsbild des Tragwerkes ist es vorteilhaft, daß man auch hin
sichtlich der Wahl der Tragmastdurchmesser nicht eingeschränkt
ist. Höheren Anforderungen an die Verdrehsteifigkeit der Trag
werke kann mit größeren Tragmastdurchmessern bei gleicher
Wand-/Materialstärke begegnet werden, wobei für den Verbin
dungsbereich der Tragmaste mit der erfindungsgemäßen Tragmast
verbindung eine Verbindung höherer Steifigkeit bereitgestellt
wird.
Die Dimensionierung des obersten Tragmastes wird beibehalten,
so daß Gerätekomponenten problemlos anzubringen sind. Die Kabelführung
des obersten Schusses erfolgt außenliegend mittels
der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung, jedoch im wesentlichen
entlang der Mantelfläche des Tragmastes, wodurch sich eine
gradlinige Kabelzuführung ergibt. Eine erfindungsgemäßen Hal
tevorrichtung mit Dichtschürze ist unmittelbar oberhalb der
Tragmastverbindung angeordnet und dient sowohl der Kabelbefe
stigung als auch der Abdichtung der Tragmastverbindung. Je
nach der Entfernung der anzuschließenden Geräte bedarf es am
obersten Tragmast keiner weiteren oder nur sehr weniger Halte
vorrichtungen zum Führen von Kabeln. Zur Montage des obersten
Schusses müssen lediglich die entsprechend Tragmaste miteinan
der verschraubt, die Kabel über die Tragmastverbindung nach
Innen in die unteren Tragmaste geführt werden und mittels der
erfindungsgemäßen Haltevorrichtung werden dann die Kabel befe
stigt sowie die Tragmastverbindung und die Kabelzuführung ab
gedichtet.
Diese Arbeiten lassen sich auch bei schlechten Wetter ohne
Probleme durchführen. Durch die innenliegende Kabelführung
entfällt auch eine separate Dacheindichtung der Kabelführung.
Die Installationsarbeiten an den Tragmasten, mit Ausnahme des
obersten Schusses, beschränken sich somit auf die Anbindung an
bzw. Verbindung des obersten Schusses mit den darunterliegen
den Tragmast. Anders als bei Tragwerken des Standes der Tech
nik, die zusätzlich zu den Installationsarbeiten des obersten
Schusses ohnehin eines erheblichen Installationsaufwandes an
Tragmasten und der Dacheindichtung bedürfen, ist folglich eine
Vormontage des obersten Schusses zweckmäßig, so daß ein derart
vorbereiteter oberste Schuß mit wenigen Arbeitsschritten an
einen Tragmast montiert werden kann. Die Vormontage des ober
sten Schusses kann vorteilhaft geschützten Räumen erfolgen, so
daß der Aufbau des Antennentragwerkes insgesamt witterungs
unabhängig durchgeführt werden kann.
Die Erfindung in den Ausführungsbeispielen mit Tragmasten mit
kreisförmigen Querschnitt dargestellt. Für den Fachmann ist es
offensichtlich, daß die Erfindung auch mit Tragmasten mit ovalen
oder eckigen, beispielsweise dreieckigen oder rechteckigen
Querschnitten verwendet werden kann.
Claims (19)
1. Haltevorrichtung zur Befestigung an Tragmasten (111, 112),
insbesondere zum Halten von Kabeln, Anschlußleitungen und ähn
lichen Anschlußinstallationen an Tragmasten (111, 112), mit
Haltemitteln (20) zum Halten eines oder mehrerer Kabel und Be
festigungsmitteln (30) zum Befestigen des Haltemittels (20) am
Tragmast (111, 112), dadurch gekennzeichnet,
daß das Haltemittel (20) sich im wesentlichen entlang der
Umfangsfläche des Tragmastes (111, 112) erstreckt und einen
befestigungsseitigen (22) und einen tragmastseitigen (21) Ab
schnitt aufweist, wobei der tragmastseitige Abschnitt (21) am
Tragmast (111, 112) anliegt und das Befestigungsmittel (30) am
befestigungsseitigen (22) Abschnitt angreift.
2. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Haltemittel (20) zwischen dem Tragmast (111, 112) und
dem Befestigungsmittel (30) form- und/oder kraftschlüssig ge
halten ist.
3. Haltevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet
durch derart gestaltete Haltemittel (20), daß mit der Befesti
gung des Haltemittels (20) durch das Befestigungsmittel (30)
auch die Verbindung von Kabel und Haltemittel (20) gesichert
wird.
4. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Haltemittel (20) die Kabel klemmend
hält.
5. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Haltemittel (20) ein oder mehrere Ka
bel im Haltebereich vollständig umschließen.
6. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Haltemittel (20) zumindest teilweise
aus elastischem Material besteht.
7. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das Haltemittel (20) Durchführungen (23)
zur Aufnahme der Kabel aufweist, wobei in dem Haltemittel (20)
seitlichen Einschnitte (24) ausgebildet sind, die in den
Durchführungen (23) enden.
8. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das Haltemittel (20) Verbindungsmittel
aufweist (25, 26), mit denen mehrere Haltemittel (20) mitein
ander verbindbar sind.
9. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel (30) Schraubverbin
dungen umfassen.
10. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß das Haltemittel (20) mit dem Befestigungs
mittel (30) einstückig ausgebildet ist.
11. Tragmastverbindung zum Verbinden von Tragmasten (111, 112)
unterschiedlicher Durchmesser mit an Tragmasten angeordneten
Flanschen und Flanschverbindungsmitteln (122, 123) zum Verbin
den der Flansche, dadurch gekennzeichnet, daß am Tragmast
(111) mit größerem Durchmesser ein sich nach innen erstrecken
der Flansch (114) und am Tragmast (112) mit kleinerem Durch
messer ein sich nach außen erstreckender Flansch (118) befe
stigt ist, wobei die Flanschverbindungsmittel (122, 123) an
den Flanschen (114, 118) im Bereich (125) zwischen dem Trag
mast (111) mit größerem Durchmesser und Tragmast (112) mit
kleinerem Durchmesser angreifen.
12. Tragmastverbindung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich
net, daß die Flanschverbindungsmittel (122, 123) Schraubver
bindungen umfassen.
13. Tragmastverbindung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Flansche (114, 118) Aussparungen (117)
als Kabeldurchführung aufweisen.
14. Tragmastverbindung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, da
durch gekennzeichnet, daß der Innenflansch (114) und/oder der
Außenflansch (118) eine Mehrzahl Flanschzungen (115, 119) auf
weist.
15. Tragmastverbindung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, da
durch gekennzeichnet, daß die Flanschzungen (115, 119) einen
annähernd quadratischen Querschnitt aufweisen.
16. Tragmastverbindung nach einem der Ansprüche 11 bis 16, ge
kennzeichnet durch eine im Bereich der Tragmastverbindung (60)
angeordnete Haltevorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1
bis 10.
17. Tragmastverbindung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeich
net, daß die Haltevorrichtung (10) eine Dichtschürze (40) um
faßt.
18. Tragmastwerk, insbesondere Antennentragwerk, das aus einer
Mehrzahl Tragmasten (111, 112) aufgebaut ist, gekennzeichnet
durch eine Tragmastverbindung (60) nach einem der Ansprüche 11
bis 17 und/oder eine Haltevorrichtung (10) nach einem der An
sprüche 1 bis 10.
19. Verfahren zum Aufbau eines Tragmastwerkes, insbesondere
Antennentragwerkes, dadurch gekennzeichnet, daß ein oberster
Schuß des Tragmastwerkes vormontiert wird und der vormontierte
oberste Schuß mittels der Tragmastverbindung (60) nach einem
der Ansprüche 11 bis 17 und der Haltevorrichtung (10) nach ei
nem der Ansprüche 1 bis 10 mit einem Tragmast (111) verbunden
wird.
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