DE10108946A1 - Verfahren zur Steuerung eines Elektromotors - Google Patents
Verfahren zur Steuerung eines ElektromotorsInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung eines Elektromotors, bei dem dessen Anschlusskontakte jeweils über einen steuerbaren Umschalter wahlweise an einen der beiden Pole eine Versorgungsspannung anschließbar ist, und zur Abschaltung des Elektromotors, der durch die Verbindung zur Versorgungsspannungsquelle haltende Umschalter umgeschaltet wird. DOLLAR A Bei Verwendung eines solchen Elektromotors als Stellantrieb für fremdkraftbetätigte Fenster, Trennwände oder Schiebedächer in Kraftfahrzeugen muss bei Auftreten hoher Lastströme der Elektromotor mittels der Umschalter, die in der Regel als Relais ausgeführt sind, abgeschaltet werden, wobei ein hoher Laststrom an den Relaiskontakten einen hohen Kontaktabbrand und damit eine Verringerung deren Lebensdauer verursacht. DOLLAR A Um einen solchen Kontaktabbrand zu verhindern, wird erfindungsgemäß in den Massezweig oder den Versorgungszweig ein Halbleiterschalter geschaltet, der gleichzeitig oder etwas früher mit dem Relais ein Abschaltsignal erhält, wodurch der Laststromkreis zuerst getrennt wird, bevor die Relaiskontakte geschaltet werden, wodurch deren Lebensdauer erheblich verlängert wird.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung eines Elektromotors
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches.
Ein solches Verfahren ist aus der DE 31 35 888 bekannt, bei dem mittels
zwei Relais ein in seiner Drehrichtung umsteuerbarer Elektromotor als
Stellmotor für eine Stellvorrichtung dient. Eine solche Stellvorrichtung
kommt zur Bewegung von fremdkraftbetätigten Fenstern, Trennwänden
oder Schiebedächern in Kraftfahrzeugen zur Anwendung. Die Stellfunktion
erfolgt dabei zwischen einer Öffnungsendstellung, beispielsweise ein voll
ständig geöffnetes Kfz-Fenster, und einer Schließendstellung, beispiels
weise ein vollständig geschlossenes Kfz-Fenster, wobei aus Sicherheits
gründen bei Anlauf gegen ein Hindernis eine Schließkraftbegrenzung wirkt
wird, indem der Stellmotor abgeschaltet bzw. reversiert wird. Die Reversie
rung erfolgt bei dem bekannten Verfahren durch die zwei als Stromwender
geschalteten Relais, die in einem Steuerschaltkreis symmetrisch hinsicht
lich der Verbindung zu den Polen der Versorgungsspannungsquelle ange
ordnet sind. Erreicht die Stellvorrichtung eine der beiden Endstellungen,
muss der Elektromotor abgeschaltet werden, indem die Versorgungs
spannungsquelle von den Anschlusskontakten des Elektromotors getrennt
wird. Ferner sind zwei zwischen der Masse und jeweils einem Anschluss
kontakt des Elektromotors verbundene Dioden vorgesehen, die bei kurz
geschlossenem Motor jeweils einen Freilaufkreis bilden, wodurch dieser
Motor elektrisch verriegelt wird.
Der durch die Blockierung der Ankerwelle des Elektromotors in den ge
nannten Endstellungen verursachte hohe Laststrom bewirkt im Abschalt
moment an dem die Unterbrechung bewirkenden Relaiskontakt einen ho
hen Kontaktabbrand und damit eine Verringerung der Lebensdauer dieses
Kontaktes.
Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, das eingangs genannte
Verfahren derart weiterzubilden, daß die an der Abschaltung beteiligten
Relaiskontakte nur einem geringen Verschleiß unterliegen. Diese Aufgabe
wird gemäß den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst, wonach im
Abschaltzeitpunkt, zu dem auch der die Verbindung zur Versorgungs
spannung haltende Umschalter umgeschaltet werden soll, oder kurz vor
diesem Abschaltzeitpunkt ein elektronischer Schalter, der einer der Pole
der Versorgungsspannungsquelle mit den Umschaltkontakten beider Um
schalter verbindet, in den nichtleitenden Zustand gesteuert wird.
Damit sind die mechanischen Kontakte des vorzugsweise als Relais aus
gebildeten Umschalters im Zeitpunkt des Umschaltens bereits stromlos,
da schon vor diesem Umschaltzeitpunkt der durch den Elektromotor flie
ßende Laststrom mittels des elektronischen Schalters, für den vorzugs
weise ein Halbleiterschalter, insbesondere ein Transistor, verwendet wird,
abgeschaltet wurde. Das Umschalten im stromlosen Zustand vermindert
den Kontaktabbrand an den mechanischen Kontakten des Umschalters.
Bei Stellantrieben für Kraftfahrzeuge, beispielsweise für fremdkraftbetätig
bare Fenster ist eine Abschaltung des Stellmotor dann erforderlich, wenn
die Fensterscheibe eine ihrer Endpositionen erreicht oder ein Einklemm
ereignis detektiert wird, da in diesen Fällen der Stellmotor gegen ein
Hindernis mit der Folge eines erhöhten Motorstromes angetrieben wird.
Der Motorstrom wird dabei mittels eines Shunts detektiert und von einem
Mikroprozessor ausgewertet, der seinerseits entsprechende Steuersignale
für die Umschalter und den elektronischen Schalter erzeugt.
Eine Endposition kann auch durch Detektion und Überwachung der Dreh
zahl festgestellt werden, da in einer solchen Endstellung die Drehzahl des
Elektromotors absinkt.
Im Folgenden soll die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles im
Zusammenhang mit den Figuren dargestellt und erläutert werden. Es zei
gen:
Fig. 1 eine Schaltungsanordnung mit einem Elektromotor zur
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, und
Fig. 2 Strom/Impuls-Zeitdiagramme zur Erläuterung der Funktions
weise der Schaltungsanordnung nach Fig. 1.
Die Schaltungsanordnung nach Fig. 1 zeigt einen mit zwei Relais R1 und
R2 gesteuerten Elektromotor M, geeignet für den Antrieb von fremdkraft
betätigbaren Fenstern, Trennwänden oder Schiebedächern in Kraftfahr
zeuge, jedoch genauso geeignet für den Antrieb von Rollos, Vorhängen,
Türen und dergleichen. Der mit den beiden Relais R1 und R2 reversierbare
Elektromotor M ist über einen seiner Anschlusskontakte K1 mit einem
Shunt-Widerstand WS verbunden, der seinerseits über den Relaiskontakt
des Relais R1 entweder mit dem Plus-Pol einer Spannungsversorgungs
quelle VB oder mit einem Knotenpunkt P verbindbar ist. Der zweite An
schlusskontakt K2 des Elektromotors M ist auf den Relaiskontakt des
zweiten Relais R2 geführt, der ebenfalls wie der Relaiskontakt des Relais
R1 entweder mit dem Plus-Pol der Spannungsversorgungsquelle VB oder
mit dem Schaltungsknoten P verbunden werden kann.
Um im kurzgeschlossenen Zustand des Elektromotors M Freilaufkreise zu
erzeugen, ist zwischen dem Schaltungsknoten P und dem den Shunt WS
und dem Relaiskontakt des Relais verbindenden Schaltungszweig bzw.
dem zweiten Anschlusskontakt K2 des Elektromotors jeweils eine Diode D1
bzw. D2 geschaltet. Schließlich ist dieser Schaltungsknoten P über einen
Feldeffekttransistor F1 mit der Masse der Spannungsversorgungsquelle VB
verbunden. Die Steuerelektrode dieses Feldeffekttransistors F1 wird über
einen mit zwei Widerständen W1 und W2 aufgebauten Spannungsteiler
von einer Steuereinheit µP gesteuert, die hierzu ein Steuersignal St3 er
zeugt.
Die Spulen der beiden Relais R1 und R2 werden jeweils über elektronische
Schalter, also Transistoren T1 und T2 angesteuert, wobei deren Emitter auf
Massepotential liegen, die Kollektoren direkt mit der jeweiligen Relaisspule
verbunden sind und die freien Spulenanschlüsse auf dem Betriebspotenti
al VB liegen. Die Steueranschlüsse der beiden Transistoren T1 und T2, al
so die Basen werden direkt von der Steuereinheit µP mittels Steuersigna
len St1 und St2 angesteuert.
Zur Detektion des Motorstromes IL wird der an dem Shunt WS erzeugte
Spannungsabfall der Steuereinheit µP zugeführt, die hieraus entspre
chende Steuersignale St1, St2 und St3 für beiden Tansistoren T1 und T2
sowie für den Feldeffekttransistor F1 erzeugt, wie weiter unten erläutert
werden soll.
Mittels der beiden Relais R1 und R2 werden zum Betrieb des Elektromo
tors M entweder die Anschlußklemme K1 oder die Klemme K2 über den
Relaiskontakt (Stellung 1) des jeweiligen Relais R1 oder R2 mit dem Plus-
Pol der Versorgungsspannungsquelle VB entsprechend der gewünschten
Drehrichtung der Ankerwelle des Motors M verbunden, während die
zweite Anschlußklemme K2 oder K1 über den Relaiskontakt (Stellung 2)
des zweiten Relais R2 bzw. R1 mit Masse verbunden ist. Dabei wird der
Feldeffekttransistor F1 von der Steuereinheit µP im leitenden Zustand ge
halten.
Erreicht die von dem Elektromotor M angetriebene Vorrichtung einer ihre
Endstellungen (oder tritt im Falle der Verwendung als Fensterhebermotor
ein-Einklemmfall auf) tritt aufgrund des Blockierens der Ankerwelle ein re
lativ hoher Laststrom IL auf, der von der Steuereinheit µP detektiert und
ausgewertet wird. Erreicht dieser Laststrom IL eine festgelegte Schwelle,
werden zur Abschaltung des Elektromotors M in Abhängigkeit seiner
Drehrichtung entweder die Transistoren T1 und F1 oder die Transistoren T2
und F1 in den nichtleitenden Zustand gesteuert. Hierzu erzeugt die Steu
ereinheit µP beispielsweise zum Zeitpunkt t1 entsprechende Steuersigna
le, beispielsweise St1 und St3, wie dies in den Diagrammen a und c gemäß
Fig. 2 dargestellt ist. Dabei werden die Steuerelektroden der beteiligten
Transistoren zum gleichen Zeitpunkt mit dem Steuersignal beaufschlagt.
Aufgrund des induktiven Widerstandes der Relaisspule nimmt der durch
das Relais fließende Haltestrom IH nicht abrupt, sondern exponentiell ab,
mit der Wirkung, daß der Relaiskontakt erst nach Unterschreiten des An
zugsstromes IA zum Zeitpunkt t2 gemäß Diagramm b der Fig. 2 in seine
Ruhestellung (siehe Stellung 2) abfällt. Aufgrund des schnelleren Schalt
verhaltens des Feldeffekttransistors F1 ist zu diesem Zeitpunkt t2 der Last
stromkreis bereits abgeschaltet (siehe Diagramm d der Fig. 2), so dass
im Zeitpunkt t2 die Relaiskontakte stromlos sind.
Nachdem die Relaiskontakte beider Relais R1 und R2 in ihrer Ruhestellung
liegen, ist der Motor kurzgeschlossen und der von diesem induzierte
Strom wird über eine der beiden Freilaufdioden D1 oder D2 abgebaut. Falls
die Anschlußklemme K1 des Elektromotors M mit dem Plus-Pol verbunden
war, wird der induzierte Strom von der Diode D1 abgebaut, während im
anderen Fall dieser Strom von der Diode D2 abgebaut wird.
Um die Sicherheit des Ereignisses, wonach der Relaiskontakt eines Relais
R1 oder R2 zur Abschaltung immer dann in seine Ruhestellung abfällt,
wenn dieser Kontakt durch den Feldeffekttransistor F1 bereits stromlos
geschaltet ist, zu erhöhen, kann das Steuersignal St3 zur Abschaltung die
ses Feldeffekttransistors F1 bereits vor der Erzeugung eines Steuersigna
les St1 oder St2 an einer der beiden Transistoren T1 oder T2 vor dem Zeit
punkt t1, also bereits beispielsweise zu einem Zeitpunkt t1' erzeugt wer
den, wie dies beispielsweise in dem Diagramm c der Fig. 2 dargestellt ist.
Dies führt gemäß Fig. 2d zu einer noch früheren Abschaltung des Last
stromes (siehe gestrichelt gezeichnete Kennlinie) des Laststromes!,. Die
Zeitdifferenz zwischen dem Zeitpunkt t1 und t1' liegt dabei in der Größen
ordnung von ca. 1-5 msek.
Dadurch dass der Laststromkreis durch den Feldeffekttransistor F1 zuerst
getrennt und anschließend erst der entsprechende Relaiskontakt stromlos
geschaltet wird, wird die Lebensdauer dieser Relaiskontakte erheblich
verlängert. Falls jedoch die Lebensdauer einer solchen Schaltungsanord
nung vorgegeben ist, lassen sich mit der Erfindung minderwertigere Relais
verwenden.
Claims (2)
1. Verfahren zur Steuerung eines Elektromotors (M), bei dem dessen An
schlusskontakte (K1, K2) jeweils über Umschaltkontakte eines steuerbaren
Umschalters (R1, R2) wahlweise an einen der beiden Pole einer Versor
gungsspannungsquelle (VB) anschließbar sind, und zur Abschaltung des
Elektromotors (M) der die Verbindung zur Versorgungsspannungsquelle
(VB) haltende Umschalter (R1, R2) mittels eines zu einem Abschaltzeit
punkt (t1) an den selben angelegtes Steuersignal (St1, St2) umgeschaltet
wird, dadurch gekennzeichnet, dass im Abschaltzeitpunkt (t1) oder kurz
zuvor (t1') einer der beiden Pole der Versorgungsspannungsquelle (VB)
mittels eines elektronischen Schalters (F1) von den Umschaltkontakten
der Umschalter (R1, R2) getrennt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Um
schalter (R1, R2) als Relais und der elektronische Schalter (F1) als Halb
leiterschalter, insbesondere als Transistor ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001108946 DE10108946A1 (de) | 2001-02-23 | 2001-02-23 | Verfahren zur Steuerung eines Elektromotors |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE2001108946 DE10108946A1 (de) | 2001-02-23 | 2001-02-23 | Verfahren zur Steuerung eines Elektromotors |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10108946A1 true DE10108946A1 (de) | 2002-05-23 |
Family
ID=7675362
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2001108946 Withdrawn DE10108946A1 (de) | 2001-02-23 | 2001-02-23 | Verfahren zur Steuerung eines Elektromotors |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| OAV | Applicant agreed to the publication of the unexamined application as to paragraph 31 lit. 2 z1 | ||
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