DE10108705A1 - Sollrissfuge mit einem Fugenblech zur Beeinflussung der Rissbildung in aufgehenden Betonwänden - Google Patents
Sollrissfuge mit einem Fugenblech zur Beeinflussung der Rissbildung in aufgehenden BetonwändenInfo
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Abstract
Um ein Bauteil zur Beeinflussung der Rissbildung in aufgehenden Betonwänden von Gebäuden, nämlich für aus Betonfertigplatten (1) und dazwischen befindlichen Ortbeton (2) bestehenden Wänden, wobei das Bauteil in Form eines Fugenkreuzes (3) in den Ortbeton (2) so eingebettet ist, dass der erste Steg (4) des Fugenkreuzes (3) parallel zur Wandungslängserstreckung in einer Ecke zweier gestoßener Wände als Sekante ausgerichtet ist und der zweite Steg (5) des Fugenkreuzes (3) orthogonal zur Wand oder diagonal zur Ecke ausgerichtet ist, wobei sich das Bauteil über die Höhe der Wand erstreckt, zu schaffen, mittels dessen Hilfe eine Risssteuerung des Ortbetons zwischen Fertigplatten ermöglicht ist und bei dem eine Abdichtung der Rissfuge gewährleistet ist, wird vorgeschlagen, dass das Fugenkreuz (3) aus Schwarzblech besteht und der erste Steg (4) an seinen Enden abgewinkelt ist, so dass die Abwinklungen (6) sich parallel zum zweiten Steg (5) erstrecken.
Description
Die Erfindung betrifft ein Bauteil zur Beeinflussung
der Rissbildung in aufgehenden Betonwänden von
Gebäuden, nämlich für aus Betonfertigplatten und
dazwischen befindlichem Ortbeton bestehenden Wänden,
wobei das Bauteil in Form eines Fugenkreuzes in den
Ortbeton so eingebettet ist, dass der erste Steg des
Fugenkreuzes parallel zur Wandungslängserstreckung
oder in einer Ecke zweier gestoßener Wände als Sekante
ausgerichtet ist und der zweite Steg des Fugenkreuzes
orthogonal zur Wand oder diagonal zur Ecke
ausgerichtet ist, wobei sich das Bauteil über die Höhe
der Wand erstreckt.
Derartige Bauteile sind im Stand der Technik bekannt.
Beim Erhärten des Wandbetons entstehen
Zwangsspannungen in Längsrichtung durch Abfließen aus
Hydrationswärme und Verformungsbehinderung auf der
zeitlich vorbetonierten Gebäudeplatte (Sohle) mit
Anschlußbewehrung. Dies führt zu unkontrollierten
lotrechten Rissen in der Elementfuge. Um eine solche
Rissbildung zu vermeiden, ist es möglich, in die
Elementfuge entsprechende Bewehrung einzubringen, was
aber mit hohen Kosten und Arbeitsleistungen verbunden
ist. Solche Fugen können als Sollriss- oder
Arbeitsfugen ausgebildet werden. Insbesondere bei
Wänden, die aus Betonfertigplatten als verlorene
Schalung und dazwischen befindlichem Ortsbeton
bestehen, wird die Fugenausbildung insbesondere im
Bereich der Stoßstelle der Betonfertigplatten
bevorzugt.
Um die Wasserundurchlässigkeit im Bereich der Fugen
sicherzustellen, muß eine entsprechende Abdichtung
erfolgen, wobei zum Zwecke der Abdichtung häufig im
Bereich der Fuge außenseitig ein Dichtmittel
aufgebracht wird.
Die im Stand der Technik bekannten Fugenkreuze dienen
zur Ausbildung solcher Sollrissfugen. Bei den bisher
üblichen Fugenkreuzen besteht die Gefahr, dass diese
Bewegungen des umgebenden Betonmaterials nicht
aufnehmen beziehungsweise diesen Bewegungen nicht
folgen können, so dass das Fugenkreuz abreißt und sich
der Verbund zwischen dem Fugenkreuz und dem Beton
lockert.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der
Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Bauteil
gattungsgemäßer Art zu schaffen, mittels dessen Hilfe
eine Risssteuerung des Ortbetons zwischen
Fertigplatten ermöglicht ist und bei dem eine
Abdichtung der Rissfuge gewährleistet ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor,
dass das Fugenkreuz aus Schwarzblech besteht und der
erste Steg an seinen Enden abgewinkelt ist, so daß die
Abwinklungen sich parallel zum zweiten Steg
erstrecken.
Gemäß dieser Ausbildung ist sichergestellt, dass bei
der Bewegung des umgebenden Betonmaterials Fugenkreuze
nicht ausreißen können, sondern durch die Abwinklungen
der Verbund zu dem Betonmaterial erhalten bleibt.
Hierdurch ist auch bei der erwünschten Rissbildung
eine Abdichtung der Rissfuge gewährleistet.
Bevorzugt ist dabei vorgesehen, dass der erste Steg
mittig zwischen den Abwinklungen einen
U-förmigen Umschlag aufweist, in den das eine Ende des
zweiten Steges eingesteckt ist.
Gemäß der Erfindung ist das entsprechende Fugenkreuz
aus einem Steckmodul derart zusammengefügt, das
Bewegungen der Betonwand rechtwinklig zum Einbauteil
durch die lose zusammengesteckte Form und durch den
äußeren Umschlag und die angeformten Winkel schadlos
aufgenommen werden können, ohne dass das Fugenkreuz
ausreißt.
Das Fugenkreuz kann beispielsweise in Richtung des
ersten Steges eine Länge von 25 cm aufweisen und eine
Tiefe (Abmessung in Richtung des zweiten Steges) von
10 cm aufweisen.
Bevorzugt ist dabei vorgesehen, dass der zweite Steg
in den Stoßspalt der Betonfertigplatten zielend
gerichtet ist.
Weiterhin ist bevorzugt vorgesehen, dass die Wand auf
eine Sohle aus Beton aufgesetzt ist, aus der mittig
zur aufgesetzten Wand ein Fugenband vorragt, und dass
das Fugenkreuz zur Außenseite der Wand versetzt neben
dem Fugenband angeordnet ist, so dass das der Sohle
zugewandte Ende des Fugenkreuzes sich auf der Sohle
abstützt.
Zum Einbau wird das Fugenkreuz am Stoß zweier
Betonfertigplatten vor das in der Wandachse eingebaute
Fugenband oder Fugenblech gestellt und in seiner
Position gegen Verschieben gesichert. Durch den
mittleren Steg des Fugenkreuzes ist ein Zwischenraum
von 5 cm zwischen Achse des Fugenkreuzes und der Achse
des Fugenbandes oder Fugenbleches eingehalten, der
beim Betonieren der Wand geschlossen wird. Das
Betonieren erfolgt vorzugsweise mit einer Körnung von
0,16 mm.
Bei Elementwänden ist ein Fugenkreuz bei jedem Stoß
der Wände erforderlich.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt und im folgenden näher
beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 den Einbau eines erfindungsgemäßen
Bauteiles in eine Wandung im Schnitt
gesehen;
Fig. 2 desgleichen im Querschnitt der
entsprechenden Wandung gesehen;
Fig. 3 ein Fugenkreuz erfindungsgemäßer
Art in Einzeldarstellung;
Fig. 4 eine Variante des Einsatzes des
Fugenkreuzes in Eckbereichen;
Fig. 5 die Variante des Fugenkreuzes in
Einzeldarstellung.
In der Zeichnung ist ein Bauteil zur Beeinflussung
der Rißbildung in aufgehenden Betonwänden von Gebäuden
gezeigt. Im Beispiel ist insbesondere die Ausbildung
aus Betonfertigplatten 1 als verlorene Schalung und
dazwischen befindlichen Ortbeton 2 gezeigt. Das
Bauteil ist ein Fugenkreuz 3, das in den Ortbeton 2
derart eingebettet ist, dass der erste Steg 4 des
Fugenkreuzes 3 parallel zur Wandungslängserstreckung
gerichtet ist, während der zweite Steg 5 orthogonal
zur Wand gerichtet ist. Bei der Anordnung in einem
Eckbereich gemäß Fig. 4 verläuft der eine Steg 4
quasi nach Art einer Sekante, während der andere Steg
5 quasi diagonal zur Ecke gerichtet ist.
Das Bauteil erstreckt sich über die Gesamthöhe der
Wand, wie insbesondere aus Fig. 1 ersichtlich ist.
Das Fugenkreuz 3 besteht aus Schwarzblech, zum
Beispiel einer Qualität gemäß RSt 37-2, um eine gute
Bindung zum Betonmaterial zu erreichen. Es ist
ungelocht und ohne Durchbrüche ausgebildet. Der erste
Steg 4 ist an seinen Enden abgewinkelt (Abwinklungen
6), so dass sich die Abwinklungen parallel zum zweiten
Steg 5 erstrecken. Der zweite Steg 5 ist mittig
zwischen den Abwinklungen 6 in einem U-förmigen
Umschlag 7 des ersten Steges eingesteckt. Hierdurch
ist eine gewisse Verschieblichkeit des Steges 5 in dem
Umschlag 7 erreicht. Zudem ist durch die Abwinklungen
6 und den Umschlag 7 eine Bewegung des Betonteiles
quer zur Rißfuge, die durch den Steg 5 initiiert wird,
ermöglicht, ohne dass das Fugenkreuz 3 aus dem
Betonmaterial ausreißt. Die Dichtigkeit der Verbindung
im Bereich der Rißbildung ist damit gewährleistet. Die
Anordnung ist bei Bauteilen gemäß Fig. 2 so
getroffen, dass der zweite Steg 5 in den Stoßspalt der
Betonfertigplatten 1 zielt.
Die entsprechende Wand ist auf eine Sohle 8
aufgesetzt, aus der mittig zur aufgesetzten Wand ein
Fugenband 9 vorragt, wobei das Fugenkreuz 3 zur
Außenseite der Wand versetzt neben dem Fugenband 9
angeordnet ist, so dass das der Sohle 8 zugewandte
Ende des Fugenkreuzes 3 sich auf der Sole abstützt.
Die Erfindung ist nicht auf das Ausführungsbeispiel
beschränkt, sondern im Rahmen der Offenbarung vielfach
variabel.
Alle neuen, in der Beschreibung und/oder Zeichnung
offenbarten Einzel- und Kombinationsmerkmale werden
als erfindungswesentlich angesehen.
Claims (4)
1. Bauteil zur Beeinflussung der Rissbildung in
aufgehenden Betonwänden von Gebäuden, nämlich für
aus Betonfertigplatten (1) und dazwischen
befindlichen Ortbeton (2) bestehenden Wänden, wobei
das Bauteil in Form eines Fugenkreuzes (3) in den
Ortbeton (2) so eingebettet ist, dass der erste Steg
(4) des Fugenkreuzes (3) parallel zur
Wandungslängserstreckung in einer Ecke zweier
gestoßener Wände als Sekante ausgerichtet ist und
der zweite Steg (5) des Fugenkreuzes (3) orthogonal
zur Wand oder diagonal zur Ecke ausgerichtet ist,
wobei sich das Bauteil über die Höhe der Wand
erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass das
Fugenkreuz (3) aus Schwarzblech besteht und der
erste Steg (4) an seinen Enden abgewinkelt ist, so
dass die Abwinklungen (6) sich parallel zum zweiten
Steg (5) erstrecken.
2. Bauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Steg (4) mittig zwischen den
Abwinklungen (6) einen U-förmigen Umschlag (7)
aufweist, in den das eine Ende des zweiten Steges
(5) eingesteckt ist.
3. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass der zweite Steg (5) in den
Stoßspalt der Betonfertigplatten (1) zielend
gerichtet ist.
4. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass die Wand auf eine Sohle (8) aus
Beton aufgesetzt ist, aus der mittig zur
aufgesetzten Wand ein Fugenband (9) vorragt, und
dass das Fugenkreuz (3) zur Außenseite der Wand
versetzt neben dem Fugenband (9) angeordnet ist, so
dass das der Sohle (8) zugewandte Ende des
Fugenkreuzes (3) sich auf der Sohle (8) abstützt.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Publications (2)
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| Country | Link |
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1486625A1 (de) * | 2003-06-10 | 2004-12-15 | Peca Verbundtechnik GmbH | Abdichtelement für die Herstellung wasserundurchlässiger Aussenwände bei Beton-Doppelwandelementen |
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-
2001
- 2001-02-23 DE DE2001108705 patent/DE10108705C2/de not_active Expired - Fee Related
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| DE LIT: Klawa,Haack, Tiefbaufugen, 1990, S. 21,22 * |
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| EP1486626A3 (de) * | 2003-06-10 | 2006-05-10 | Peca Verbundtechnik GmbH | Abdichtelemente |
| EP1793056A1 (de) | 2003-06-10 | 2007-06-06 | Peca Verbundtechnik GmbH | Abdichtelement für die Herstellung wasserundurchlässiger Aussenwände bei Beton-Doppelwandelementen |
| CN102900051A (zh) * | 2012-10-30 | 2013-01-30 | 中国葛洲坝集团股份有限公司 | 止水片加固装置及方法 |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE10108705C2 (de) | 2003-02-20 |
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