DE10107759A1 - Mobiltelefon - Google Patents
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Abstract
Es wird ein Mobiltelefon mit einer Infrarotdatenschnittstelle vorgestellt, bei dem erfindungsgemäß dieses mit einer mit der Datenschnittstelle gekoppelten Fernbedienungsvorgang zur Steuerung externer elektronisch fernbedienbarer Geräte ausgestattet ist. Durch diese neuartige Gestaltung werden die Funktionalitäten eines konventionellen Mobiltelefons - wie beispielsweise einem Handy oder einem schnurlosen Telefon - mit denen einer programmierbaren Infrarotbedienung in einem Gerät vereinigt werden. Auf diese Weise lassen sich die vielfach vorhandenen einzelnen Fernbedienungsvorrichtungen für verschiedene fernsteuerbare Geräte wesentlich reduzieren, wobei das erfindungsgemäße Mobiltelefon durch seine ständige Verfügbarkeit beim Benutzer darüber hinaus die Möglichkeit bietet, sowohl im privaten Bereich, im geschäftlichen Bereich als auch extern fernbedienbare Gerätschaften zu steuern.
Description
Die Erfindung betrifft ein Mobiltelefon mit einer Infrarotschnittstelle zum
Datenaustausch.
Mobiltelefone der eingangs geschilderten gattungsgemäßen Art sind in viel
facher unterschiedlicher Ausgestaltung im Stand der Technik bekannt. Bei
den gattungsgemäßen Mobiltelefonen kann es sich um so genannte Handys
handeln, allerdings werden als Mobiltelefone im Sinne dieser Anmeldung
auch solche Telefone verstanden, die als "schnurlose" Telefone bekannt
sind, d. h. Telefone, bei der eine Basisstation vorhanden ist, und bei denen
ein oder mehrere Mobiltelefone mit dieser Basisstation drahtlos kommuni
zieren können. Die Infratrotschnittstelle zum Datenaustausch dient bei
spielsweise der Übermittlung von SMS-Nachrichten von oder an einen
externen PC. Die Verbreitung von Mobiltelefonen ist bereits heute so groß,
dass viele Benutzer zur ständigen Erreichbarkeit derartige Mobiltelefone
nahezu jederzeit mit sich führen. Die Beobachtung des ständig wachsenden
Marktes der Komunikationselektronik zeigt darüber hinaus, dass dort eine
immer größere Anzahl infrarot-fernbedienbarer Geräte verfügbar ist.
Problematisch bei der Benutzung dieser Geräte im privaten und geschäft
lichen Umfeld ist hierbei, dass nahezu jedes derartig fernbedienbare Gerät
mit einer eigenen speziellen Fernbedienung ausgerüstet ist, was die Bedie
nung der unterschiedlichen Geräte nicht unbedingt komfortabel gestaltet,
weil zumeist die passende Fernbedienung erst auffindbar sein muss.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, zum einen die Ansteuerung der
vorhandenen elektronisch fernbedienbaren Geräte komfortabler zu gestal
ten, und gleichzeitig die Verfügbarkeit für entsprechende Fernbedienungs
vorrichtungen zu steigern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß in Zusammenschau mit den gattungs
bildenden Merkmalen eines Mobiltelefons entsprechend dem Anspruch 1
durch die im kennzeichnenden Teil dargelegte technische Lehre gelöst.
Gemäß dieser technischen Lehre weist ein erfindungsgemäßes Mobiltelefon
eine mit der Datenschnittstelle gekoppelte Fernbedienungsvorrichtung zur
Steuerung externer elektronisch fernbedienbarer Geräte auf.
Die neuartige Kombination eines Mobiltelefons mit einer Fernbedienungs
vorrichtung bietet insbesondere den Vorteil, dass die Funktionalitäten eines
konventionellen Mobiltelefons - wie beispielsweise eines Handys oder eines
schnurlosen Telefons - mit denen einer programmierbaren Fernbedienungs
vorrichtung auf Infrarotbasis in einem Geräte vereinigt sind. Durch die Tat
sache, dass vielfach ein Mobiltelefon vom Benutzer ständig mitgeführt wird,
wird ggf. sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Bereich die Einsetz
barkeit erweitert, da sowohl vorrangig im privaten Bereich vorhandene
Stereoanlagen, TV-Geräte, Videorecorder, Satelliten-Receiver mit dem neu
artigen Mobiltelefon gesteuert werden können, darüber hinaus jedoch auch
außerhalb geschlossener Räumlichkeiten vorhandene elektronische Geräte -
wie Garagentorantriebe, Zentralverriegelungen für Pkws und in diesen vor
handene Autoalarmanlagen, Hausalarmanlagen, Codeschlösser und dgl..
Der Benutzer eines erfindungsgemäßen Mobiltelefons kann darüber hinaus
natürlich auch am Arbeitsplatz vorhandene Computer, Zugangsberech
tigungsvorrichtungen, Heizungssteuerungen, Anrufbeantworter, Raum
beleuchtungen, Klimaanlagen, Roboter usw. fernbedienen, ohne auf spezi
elle Gerätschaften zurückgreifen zu müssen. Die oben im Einzelnen aufge
führten Geräte stellen natürlich nur eine Auswahl dar, wobei natürlich auch
andere Haushaltsgeräte - wie beispielsweise Kaffeemaschinen, Wasser
kocher, Backöfen, Mikrowellengeräte, Wecker und Rollladensteuerungen -
mittels der speziellen Ausgestaltung des Mobiltelefons steuerbar sind.
Die in dem erfindungsgemäßen Mobiltelefon vorhandene Fernbedienungs
vorrichtung kann hierbei bereits vom Hersteller mit entsprechenden Fern
bedienungs-Codes für die unterschiedlichen elektronischen Geräte ausge
stattet werden.
Darüber hinaus ist es entsprechend einer besonderen Ausgestaltung des
Gegenstandes der Erfindung zweckmäßig, die Fernbedienungsvorrichtung
für die Kommunikation mit verschiedenen externen Geräten programmierbar
zu gestalten. Die Programmierung kann hierbei mittels der auf dem Mobil
telefon serienmäßig vorhandenen Tastatur erfolgen, wobei dies üblicher
weise dadurch geschieht, dass beliebige Signale einer beliebigen
Empfangseinheit eines elektronischen Gerätes über die Infrarotschnittstelle
des Mobiltelefons eingelesen und gespeichert und einer Tastenkombination
eines Menues oder einem Sprachbefehl zugeordnet werden, wobei die heu
tige Speichertechnik die Aufnahme einer nahezu beliebigen Anzahl von
Fernbedienungsbefehlen erlaubt, und hierbei naturgemäß eher eine
Begrenzung an der Übersichtlichkeit und Abrufmöglichkeit der gespeicherten
Fernbedienungsbefehle gebunden ist.
Eine andere Art der Programmierung sieht vor, die Daten für die Program
mierung der Fernbedienungsvorrichtung durch Laden der entsprechenden
Informationen aus dem Internet zu erlangen, zumal eine steigende Anzahl
von Mobiltelefonen, zum Beispiel Wap-Handys oder UTMS-Handys bereits
heute die Möglichkeit des Datenaustausches via Internet gestatten. Ein der
artiger Informationsaustausch bietet darüberhinaus den Vorteil, dass eine
ständige, u. u. automatische Aktualisierung der Programmiercodes ver
schiedener, insbesondere neuer am Markt befindlicher Geräte erfolgen kann.
Der Informationsaustausch kann dabei in regelmäßigen Zeitabständen
beispielsweise immer dann geschehen, wenn ein Mobiltelefon zwecks
Akkuladung in die entsprechende Ladestation eingeführt wird. Dies hätte den
zusätzlichen Vorteil eines möglichen Datenaustausches über das Stromnetz.
Zur Beschleunigung des Datenaustausches ist auch die Einrichtung so
genannter Zeitfenster mit geringerer Belastung des Internet-Netzes denkbar.
Entsprechend einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann das erfin
dungsgemäße Mobiltelefon dabei so ausgestattet sein, dass die Fernbe
dienungsvorrichtung nicht im vorhandenen Mobiltelefon direkt, sondern in
einem bereits vorhandenen Plug-In-SIM integriert ist. Eine andere Möglich
keit der Einbindung der Fernbedienungsvorrichtung in das Mobiltelefon
besteht darin, die Fernbedienungsvorrichtung auf einer Chipkarte anzu
ordnen, die in eine innerhalb des Mobiltelefons integrierte Lesevorrichtung
einschiebbar ist. Darüber hinaus kann die Fernbedienungsvorrichtung auf
einem in das Mobiltelefon einsetzbaren Einschubmodul angeordnet sein,
wobei das Einschubmodul in eine geeignete Halterung innerhalb des Mobil
telefons einsetzbar ist.
Zusätzlichen Komfort erhält das erfindungsgemäße Mobiltelefon dadurch,
dass die integrierte Fernbedienungsvorrichtung eine Kindersicherung auf
weist, wobei insbesondere eine unbefugte Benutzung von Fernsehgeräten
oder Computern ausgeschlossen wird. Natürlich kann die Fernbedienungs
vorrichtung neben oder anstatt einer Kindersicherung allgemein eine Kon
trollvorrichtung zur Prüfung der Benutzungsberechtigung für das Mobiltelefon
aufweisen. Die Kontrollvorrichtung zur Prüfung der Benutzungsberechtigung
kann hierbei beispielsweise mittels eines Zahlencodes oder eines Iris-Scan-
Bausteines vorgenommen werden, eine andere Art der Prüfung ist durch
Abfrage eines genetischen Fingerabdruckes möglich und insbesondere als
Kindersicherung eignet sich eine Stimmerkennung.
Darüber hinaus ist es als nahezu selbstverständlich anzusehen, dass die mit
Hilfe des Mobiltelefons mittels der Fernbedienungsvorrichtung zusätzlich
vorzunehmenden Handhabung gleichzeitig mit laufenden Telefonaten,
Faxübertragungen, SMS-Übertragungen, E-Mailtransfers, wie deren Über
tragungen oder Spielfunktionen des Mobiltelefons, durchführbar sind.
Darüber hinaus sollte das erfindungsgemäße Mobiltelefon eine Möglichkeit
bieten, bereits programmierte Infrarot-Fernsteuerungsbefehle elektronischer
Geräte zu einem anderen mit einer entsprechenden Fernsteuerungsvorrich
tung ausgestatteten Mobiltelefon zu übermitteln. Auf diese Weise lässt sich
eine mehr oder weniger zeitaufwendige Neuprogrammierung zu benutzender
Geräte vermeiden.
Da es sich bei der nunmehr möglichen Fernbedienung externer Geräte mit
tels eines Mobiltelefons in erster Linie um die Übertragung elektronischer
Steuerbefehle handelt, ist es darüber hinaus denkbar, eine derartige Fern
bedienungsvorrichtung innerhalb eines Mobiltelefons durch Ergänzung der
bereits vorhandenen Software auf dem Plug-In-SIM vorzunehmen. Auf diese
Weise könnten bereits mit einer Infrarotschnittstelle versehene Mobiltelefone
problemlos nachgerüstet und somit eine Aufwertung derartiger Geräte vor
genommen werden. Darüber hinaus bietet insbesondere die Einbindung der
Fernbedienungsvorrichtung in bereits im Mobiltelefon vorhandene Baugrup
pen, wie den Plug-In-SIM die einfache Möglichkeit, neu zu entwickelnde
Geräte mit diesem zusätzlichen Zubehör auszustatten.
Natürlich kann die Fernbedienungsvorrichtung auch dazu vorgesehen wer
den, andere Datenübertragungen wie Videotextinformationen vom TV-Gerät,
eine Videoaufnahme von einem Cam-Corder oder die Übertagung von
Videos, Bildern oder anderen Dateien von Handy zu Handy zu steuern, was
den zusätzlichen Vorteil eines gebührenfreien Datentransfers mit sich
brächte.
Claims (12)
1. Mobiltelefon mit einer Infrarotdatenschnittstelle, dadurch gekenn
zeichnet, dass das Mobiltelefon eine mit der Datenschnittstelle
gekoppelte Fernbedienungsvorrichtung zur Steuerung externer
elektronisch fernbedienbarer Geräte aufweist.
2. Mobiltelefon nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Fernbedienungsvorrichtung für die Kommunikation mit verschie
denen externen Geräten programmierbar ist.
3. Mobiltelefon nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Fernbedienungsvorrichtung in einem im Mobiltelefon
vorhandenem Plug-In-SIM integriert ist.
4. Mobiltelefon nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Fernbedienungsvorrichtung auf einer Chipkarte ange
ordnet ist, die in eine innerhalb des Mobiltelefons integrierte
Lesevorrichtung einschiebbar ist.
5. Mobiltelefon nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Fernbedienungsvorrichtung auf einem in das Mobil
telefon einsetzbare Einschubmodul angeordnet ist, wobei das
Einschubmodul in eine geeignete Halterung innerhalb des Mobil
telefons einsetzbar ist.
6. Mobiltelefon nach einem Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Fernbedienungsvorrichtung eine Kinder
sicherung aufweist.
7. Mobiltelefon nach einem Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Fernbedienungsvorrichtung eine Kontrollvor
richtung zur Prüfung der Benutzungsberechtigung aufweist.
8. Mobiltelefon nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die
Prüfung der Benutzungsberechtigung mittels der Eingabe eines
Zahlencodes erfolgt.
9. Mobiltelefon nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die
Kontrollvorrichtung zur Prüfung der Benutzungsberechtigung
einen Fingerabdrucksensor aufweist.
10. Mobiltelefon nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die
Kontrollvorrichtung zur Prüfung der Benutzungsberechtigung
einen Iris-Scan-Baustein aufweist.
11. Mobiltelefon nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die
Kontrollvorrichtung zur Prüfung der Benutzungsberechtigung
einen Stimmerkennungsbaustein aufweist.
12. Mobiltelefon nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die
Kontrollvorrichtung zur Prüfung der Benutzungsberechtigung
einen Prüfbaustein zur Ermittlung eines genetischen Fingerab
druckes aufweist.
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
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| AU2001265808A AU2001265808A1 (en) | 2000-05-26 | 2001-05-23 | Mobile telephone |
Applications Claiming Priority (3)
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| DE10048319 | 2000-09-29 | ||
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE10107759A1 true DE10107759A1 (de) | 2001-12-06 |
Family
ID=26005848
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE10107759A Ceased DE10107759A1 (de) | 2000-05-26 | 2001-02-16 | Mobiltelefon |
Country Status (1)
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