DE10105168A1 - Fahrzeugdach - Google Patents
FahrzeugdachInfo
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- B60R9/00—Supplementary fittings on vehicle exterior for carrying loads, e.g. luggage, sports gear or the like
- B60R9/04—Carriers associated with vehicle roof
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Abstract
Beschrieben wird ein Fahrzeugdach für einen Personenkraftwagen o. dgl. mit einem Dachblech und mit der Besonderheit, dass das Dachblech (1) an den Längsseitenbereichen mit aus der Dachebene herausgeformten Aufnahmen (2) zur Befestigungsanordnung von Dachlastenquerträgern (4) ausgebildet ist.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Fahrzeugdach für einen Personenkraftwagen
(Limousine, Coupé, Kombi, Van oder Kleinbus) mit einem Dachblech.
Auf dem Dachblech von Personenkraftwagen der vorgenannten Art werden häufig
Dachlastenträger zum Transport von Gegenständen der unterschiedlichsten Art
angeordnet. Bei Personenkraftwagen älterer Generation erfolgte die Befestigungs
anordnung der Dachlastenträger noch an den Fahrzeugregenrinnen (DE 27 10 222 A1),
die bei heutigen Fahrzeugen nicht mehr üblich sind. Die heutige Anordnung
von Dachlastenträgern auf einem Fahrzeugdach sieht in der Regel bleibend auf
einem Fahrzeugdach befestigte Dachrelings vor, an die Dachlastenquerträger
abnehmbar befestigt werden können (DE 28 04 588 A1). Eine Dachreling der
genannten Art besteht üblicherweise aus mindestens einem Holm an jeder Dachseite
und mindestens zwei jeweils einen Holm tragenden Relingfüßen. Zur Montage
werden die Holme und Füße zusammengesteckt und die Füße werden mit Gewinde
bolzen bestückt, deren überstehenden Enden durch Bohrungen im Dachblech hin
durchgeführt werden. Auf die Gewindebolzen werden von der anderen Seite des
Dachblechs her Schraubenmuttern aufgebracht (DE-C 40 04 829). Der Aufwand bei
der Herstellung einer herkömmlichen Dachreling ist, ebenso wie die Montage einer
solchen, beachtlich. Es ist auch bekannt, auf dem Dachblech eines Personenkraft
wagens zwei Schienen entlang der Dachblechlängsseitenbereiche zu befestigen (DE 198 03 232 A1)
und daran Dachlastenquerträger abnehmbar anzuordnen. Auch hier
ist für die Herstellung der Schienen und für die Montage derselben mit ihren
Abdichtungsproblemen ein hoher Aufwand gegeben.
Der Erfindung liegt nun ausgehend von einem Fahrzeugdach der eingangs genann
ten Art die Aufgabe zugrunde, Vorsorge dafür zu treffen, dass sich die Anordnung
von Dachlastenquerträgern auf dem Dachblech eines Personenkraftfahrzeugs
wesentlich einfacher und kostengünstiger realisieren lässt.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass das Dachblech
an den Längsseitenbereichen mit aus der Dachebenen herausgeformten Aufnahmen
zur Befestigungsanordnung von Dachlastenquerträgern ausgebildet ist.
Der besondere Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die Aufnahmen nicht mehr
separat herzustellende und zu montierende Relings oder Schienen sind sondern
integrale, einstückig und materialeinheitlich mit dem Dachblech ausgebildete
Bestandteile des Fahrzeugsdachs.
Bevorzugterweise bestehen die Aufnahmen jeweils aus nach außen ausgestellten
Sicken, die sich völlig kostenneutral und im gleichen Arbeitsgang mit der ohnehin
erforderlichen Formgebungsarbeit des Dachblechs herstellen lassen und den zusätz
lichen Vorteil einer Dachversteifung erbringen. Die Sicken können sich in Reihe
hintereinander an den Längsseitenbereichen des Dachblechs erstrecken. Bevorzugt
ist jedoch vorgesehen, dass sich die als Sicken ausgebildeten Aufnahmen nahezu
über die gesamte Dachblechlänge erstrecken, so dass sich für die Dachlasten
querträger eine nahezu beliebige Befestigungsanordnung über die gesamte Sicken
länge ergibt.
Für die Befestigungselemente, z. B. Klauen der Dachlastenquerträger ergibt sich an
den Aufnahmen eine formschlüssige Verbindung dadurch, dass in Ausgestaltung
der Erfindung die Aufnahmen zumindest in Bereichen der Dachlastenquerträger-
Befestigungsanordnungen Längssicken aufweisen.
Um einer Verformung oder sonstiger Beschädigung der Aufnahmen vorzubeugen,
ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass die als Sicken ausgebildeten
Aufnahmen innenseitig durch darin eingesetzte oder eingegossene Form
körper ausgesteift sind.
Einem Bestreben der Automobilbauer zukünftig verstärkt modulare Fahrzeugbauteile
einzusetzen wird durch eine Weiterbildung der Erfindung, die darin besteht, dass das
mit Aufnahmen zur Befestigungsanordnung von Dachlastenquerträgern ausgebildete
Dachblech mit einem daran angeordneten Dachhimmel eine vorgefertigte
Montageeinheit bildet, Rechnung getragen. Dabei kann der Dachhimmel mit einem
Dachhimmelbezug und/oder mit Innenraumverkleidungen, Sonnenblenden,
Innenrückblickspiegel, Innenbeleuchtungseinrichtungen, Verkabelungen, Bedien- und
Anzeigeelemente, Schiebe- oder Sonnendach und deren Rahmenteile und
Antriebselemente, Haltegriffe u. dgl. versehen sein. Es empfiehlt sich, dass die
vorgefertigte Montageeinheit eine auf die Fügestellen der Säuen und/oder dem
Dachrahmen der Fahrzeugkarosserie abgestimmte Anschlusskonfiguration aufweist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung
näher erläutert, und es zeigt:
Fig. 1 einen Schnitt durch einen seitlichen Längsrandbereich eines Fahr
zeugdachs.
Das Fahrzeugdach weist ein Dachblech 1 auf, das an seinen Längsseitenbereichen,
von denen nur einer dargestellt ist, Aufnahmen 2 zur Befestigungsanordnung von
Stützfüßen oder Klauen 3 von Dachlastenquerträgern 4 besitzt. In der Zeichnung ist
ein Dachlastenquerträger 4 mit einer Klaue 3 lediglich gestrichelt angedeutet.
Jede Aufnahme 2 besteht aus einer nach außen ausgestellten Sicke 5 im Dachblech 1
und ist damit ein integrierter Dachblechbestandteil. Zur Herstellung einer form
schlüssigen Verbindung zwischen einer jeden Klaue 3 und einer jeden Aufnahme 2,
weisen die Sicken 5 jeweils eine Längssicke 6 auf, in die ein entsprechender
Klauenvorsprung verrastend eingreift. Einer unerwünschten Verformung der Auf
nahme 2, die bei einem zu starken Verspannen der Klauen 3 entstehen könnte, kann
durch einen in jeder Sicke 5 angeordneten Formkörper 7 vorgebeugt werden.
Das Dachblech 1 ist an einem zur Fahrzeugkarosserie gehörenden Seitenwandrahmen
8 befestigt, und zwar durch eine durch Kleben, Löten, Schweißen, Schrauben, Nieten
gebildete Befestigungsanordnung. Im Übergangsbereich zwischen dem Dachblech 1
und dem Seitenrahmen 8 kann ein nichtgezeigter Keder oder ein sonstiges
Dichtmittel angeordnet sein.
Das Fahrzeugdach weist zudem die Besonderheit auf, daß es aus einem Dachmodul,
wie dargestellt, bestehen kann, das zusätzlich Aufnahmen 2 zur Befestigungs
anordnung von Dachlastenquerträgern 4 aufweist. Im Ausführungsbeispiel besteht
das Dachmodul aus dem Dachblech 1 mit den Aufnahmen 2, einem Dachhimmel 9
und einer Zwischenlage 10 zwischen Dachblech 1 und Dachhimmel 9. Das Dach
modul weist somit einen Sandwichaufbau auf, wobei die Zwischenlage 10 z. B. aus
Schaumkunststoff besteht. Zwischen dem Dachblech 1 und der Zwischenlage 10
einerseits wie auch zwischen der Zwischenlage und dem Dachhimmel 9 andererseits
können Klebeverbindungen vorgesehen sein, wobei sowohl physikalisch als auch
chemisch abbindende Klebstoffe zum Einsatz kommen können. An den Dachhimmel
9 kann sich, wie in der Zeichnung gezeigt, eine Dachrahmen- oder Säulenverkleidung
11 anschließen.
Es soll nicht unerwähnt bleiben dass die Sicken 5 auch als Stylingelemente einer
Dachreling dienen und dass die durch die Sicken 5 gebildeten Aufnahmen 2, zumin
dest wenn sie durchlaufend ausgeführt sind, einen positiven Nebeneffekt insofern
ergeben, als sie ein Eindringen von sich auf dem Fahrzeugdach befindlichen Regen
wasser in den Fahrgastraum bei geöffneter Tür verhindern.
Wenn auch im einzelnen nicht dargestellt, kann das Dachmodul eines oder mehrere
Anbauteile in vormontierter Anordnung aufweisen. Hierzu gehören beispielsweise
ein Dachhimmelbezug, Innenraumverkleidungen, Sonnenblenden, Innenbeleuch
tungseinrichtungen, Haltegriffe u. dgl. mehr.
Claims (8)
1. Fahrzeugdach für einen Personenkraftwagen od. dgl. mit einem Dachblech (1),
dadurch gekennzeichnet, dass das Dachblech (1) an den Längsseitenbereichen
mit aus der Dachebene herausgeformten Aufnahmen (2) zur Befestigungs
anordnung von Dachlastenquerträgern (4) ausgebildet ist.
2. Fahrzeugdach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen
(2) jeweils aus nach außen ausgestellten Sicken (5) bestehen.
3. Fahrzeugdach nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die
als Sicken (5) ausgebildeten Aufnahmen (2) nahezu über die gesamte Dach
blechlänge erstrecken.
4. Fahrzeugdach nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Aufnahmen (2) zumindest in Bereichen der Dachlastenquer
träger-Befestigungsanordnungen Längssicken (6) aufweisen.
5. Fahrzeugdach nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, dass die als Sicken (5) ausgebildeten Aufnahmen (2) innenseitig durch
darin eingesetzte oder eingegossene Formkörper (7) ausgesteift sind.
6. Fahrzeugdach nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, dass das mit Aufnahmen (2) zur Befestigungsanordnung von Dach
lastenquerträgern (4) ausgebildete Dachblech (1) mit einem daran angeordneten
Dachhimmel (9) eine vorgefertigte Montageeinheit bildet.
7. Fahrzeugdach nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Dachhimmel
(9) mit einem Dachhimmelbezug und/oder mit Innenraumverkleidungen,
Sonnenblenden, Innenrückblickspiegel, Innenbeleuchtungseinrichtungen, Ver
kabelungen, Bedien- und Anzeigeelemente, Schiebe- oder Sonnendach und deren
Rahmenteile und Antriebselemente, Haltegriffe u. dgl. versehen ist.
8. Fahrzeugdach nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die vorge
fertigte Montageeinheit eine auf die Fügestellen der Säulen und/oder dem Dach
rahmen der Fahrzeugkarosserie abgestimmte Anschlusskonfiguration aufweist.
Priority Applications (3)
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