DE10103359A1 - Vorrichtung und Verfahren zum Reinigen von Lebensmitteln oder Produktionsmitteln - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zum Reinigen von Lebensmitteln oder ProduktionsmittelnInfo
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Abstract
Um bei einer Vorrichtung zum Reinigen von Lebensmitteln oder Produktionsmitteln mit einer Fördereinrichtung (7) zum Transport der Lebensmittel oder Produktionsmittel durch mindestens eine Reinigungskammer (1, 2) und mindestens einer innerhalb der Reinigungskammer (1, 2) angeordneten Düseneinrichtung (10) mit mindestens einer Düse (13) zum Besprühen der Produktionsmittel oder Lebensmittel mit einer Reinigungsflüssigkeit, eine bessere Reinigung der Lebensmittel oder Produktionsmittel zu erzielen, ist die Düseneinrichtung in einer horizontalen Ebene drehbar. Weiterhin wird ein Verfahren zum Reinigen von Lebensmitteln oder Produktionsmitteln beschrieben.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Reinigen von Lebensmitteln
oder Produktionsmitteln mit einer Fördereinrichtung zum Transportieren der
Lebensmittel oder Produktionsmittel durch mindestens eine Reinigungskammer und
mit mindestens einer innerhalb der Reinigungskammer angeordneten
Düseneinrichtung mit mindestens einer Düse zum Besprühen der Produktionsmittel
oder Lebensmittel mit einer Reinigungsflüssigkeit.
Die Erfindung bezieht sich weiterhin auf ein Verfahren zum Reinigen von
Lebensmitteln oder Produktionsmitteln, wobei die Lebensmittel oder
Produktionsmittel durch mindestens eine Reinigungskammer transportiert und in der
Reinigungskammer mit einer Reinigungsflüssigkeit aus einer Düse besprüht werden.
Bei einer derartigen bekannten Vorrichtung und einem derartigen bekannten
Verfahren werden Lebensmittel über ein Förderband in die Reinigungskammer
transportiert und dort mittels mehrerer feststehender Flachstrahldüsen zum Reinigen
mit Wasser besprüht. Die Düsen sind oberhalb des Förderbandes in der
Reinigungskammer und quer zur Förderrichtung der Lebensmittel angeordnet.
Während die Lebensmittel unter den Düsen durchlaufen, trifft der aus den Düsen
austretende Reinigungsflüssigkeitsstrahl auf die auf dem Förderband liegenden
Lebensmittel etwa in einem linienförmigen oder bandförmigen Bereich auf, welcher
senkrecht zur Vorschubrichtung des Förderbandes ist. Im Verlauf der
Vorwärtsbewegung der Lebensmittel wandert dabei dieser Bereich über das
gesamte Lebensmittel. Nachteiligerweise ist hierbei jedoch die Reinigung der
Lebensmittel nur unzureichend. Zudem ist ein hoher Wasserverbrauch erforderlich.
Die Aufgabe der Erfindung besteht somit darin, eine Vorrichtung und ein Verfahren
der eingangs genannten Art derart weiterzuentwickeln, daß eine bessere Reinigung
der Lebensmittel oder Produktionsmittel erzielt wird. Weiterhin soll der
Wasserverbrauch reduziert werden.
Zur Lösung der Aufgabe hinsichtlich der Vorrichtung wird bei einer Vorrichtung mit
den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 erfindungsgemäß vorgeschlagen,
daß die Düseneinrichtung in einer horizontalen Ebene drehbar ist.
Die Düseneinrichtung und damit die mindestens eine Düse dreht sich bzw. rotiert
nun oberhalb der Fördereinrichtung und besprüht so die auf der Fördereinrichtung
durchlaufenden Lebensmittel oder Produktionsmittel nicht mehr in einem
linienförmigen oder bandförmigen Bereich sondern in einem kreisförmigen oder
bogenförmigen Bereich. Bei nachfolgenden Untersuchungen an den Lebensmitteln
wurde festgestellt, daß diese so besprühten Lebensmittel erheblich besser gereinigt
sind als bei Verwendung der bekannten Düseneinrichtung. Weiterhin wurde
festgestellt, daß bei gleichem Reinigungsergebnis ein erheblich geringerer
Wasserverbrauch bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung möglich ist, da eine gute
Reinigung mit minimal einer Düse möglich ist und damit die Anzahl der Düsen
geringer ist als bei der bekannten Vorrichtung. Als Reinigungsflüssigkeit sind auch
chemischen Flüssigkeiten wie beispielsweise säurehaltige Flüssigkeiten oder
Desinfektionsmittel denkbar.
Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die Düseneinrichtung einen
senkrecht angeordneten Dreharm und mindestens einen daran angeordneten
horizontal verlaufenden Düsenarm aufweist, wobei am Düsenarm die mindestens
eine Düse angeordnet ist. Die Düse kann am freien Ende des Düsenarmes oder an
beliebiger Stelle entlang des Düsenarmes angeordnet sein. Beim Drehen der
Düseneinrichtung und damit der Düse wird ein kreisförmiger übersprühter Bereich
geschaffen, welcher einen großen Durchmesser aufweist, so daß auch große
Lebensmittel wie Käselaibe oder große Produktionsmittel wie Bierkästen übersprüht
und gereinigt werden können.
Um die Sprühleistung zu verdoppeln, sieht eine weitere Ausgestaltung der Erfindung
vor, daß die Düseneinrichtung zwei gegenüberliegende Düsenarme aufweist. An
jedem Düsenarm kann eine Düse angeordnet sein. Jede Düse ist vorteilhafterweise
eine Flachstrahldüse, Ringdüse oder Kegeldüse. Die Flachstrahldüse kann
bezüglich ihrer Längserstreckung entweder in Richtung des Düsenarmes oder quer
zum Düsenarm angeordnet sein. Zur Änderung des Sprühwinkels sieht eine weitere
Ausgestaltung der Erfindung vor, daß die Düse in ihrer Neigung verstellbar ist.
Hierbei ist die Düse in zwei Richtungen verstellbar. Einerseits ist der
Neigungswinkel zwischen der Düsenachse und der Düsenarmachse variabel, so daß
dieser Neigungswinkel vergrößert oder verkleinert werden kann. Andererseits kann
bei konstantem Neigungswinkel die Düse in Drehrichtung nach vorne oder nach
hinten geschwenkt werden, so daß auch ein Schwenkwinkel variabel ist.
Der Schwenkwinkel ist hierbei der Winkel zwischen der Düsenachse und einer
imaginären vertikalen Achse, welche senkrecht nach unten durch den Schnittpunkt
der Düsenachse und der Düsenarmachse verlauft. Um auch den Durchmesser des
Sprühbereichs zu verstellen, sieht eine weitere Ausgestaltung der Erfindung vor,
daß die Länge des drehbaren Düsenarmes verstellbar ist. Durch die Verstellbarkeit
des Düsenarmes in Verbindung mit dem einstellbaren Neigungswinkel können
sowohl Außenseiten als auch Innenseiten, welche entweder horizontale Flächen
oder vertikale Flächen sein können, bei allen denkbaren Formen von Lebensmitteln
oder Produktionsmittel gleichzeitig gereinigt werden. Wird nur eine Düse verwendet,
so kann diese im Verlauf der Reinigung verstellt werden. Ebenso kann die Länge
des Düsenarmes im Verlauf der Reinigung verstellt werden. Bei Verwendung von
beispielsweise zwei Düsen mit unterschiedlichen Neigungswinkeln bei
unterschiedlich langen Düsenarmen ist dies nicht erforderlich. Vorteilhafterweise
kann auch noch die Düseneinrichtung in der Höhe verstellbar sein.
Eine besondere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, daß die Düse drehbar an
dem Düsenarm angeordnet ist. Die Düse rotiert also nicht nur aufgrund der
Drehbewegung der Düseneinrichtung um den Dreharm, sondern die Düse selbst ist
auch noch drehbar um ihre eigene Düsenachse, wodurch eine noch bessere
Reinigungswirkung erzielt wird.
Um sowohl die Oberseite als auch die Unterseite der Lebensmittel zu reinigen, sieht
eine Weiterbildung der Erfindung vor, daß die Fördereinrichtung eine Förderkette
mit Stegen ist und mindestens eine Düseneinrichtung oberhalb der Förderkette und
mindestens eine Düseneinrichtung unterhalb der Förderkette angeordnet ist. Bei der
Förderkette liegen die Lebensmittel mit ihrer Unterseite nur im Bereich der Stege
auf, so daß die übrigen Bereiche der Lebensmittel für die Reinigungsflüssigkeit
zugänglich sind. Um die Lebensmittel auch noch an der Unterseite in denjenigen
Bereichen zu reinigen, mit welchen sie auf den Stegen aufliegen, sieht eine weitere
Ausgestaltung der Erfindung vor, daß die Förderkette unterbrochen ist und aus
mehreren Förderkettensegmenten besteht. Beim Transport durch die
Reinigungskammer werde die Lebensmittel von einem Förderkettensegment auf das
nächstfolgende Förderkettensegment übergeben, wobei sich dann die Lebensmittel
in anderer Weise auf den Stegen anordnen als wie bei dem vorhergehenden
Förderkettensegment. Hierdurch liegen immer unterschiedliche Bereiche der
Unterseite des Lebensmittels auf den Stegen auf.
Für einen vollständigen Reinigungszyklus sieht eine weitere Ausgestaltung der
Erfindung vor, daß eine Vorreinigungskammer, eine Hauptreinigungskammer und
eine Abblaskammer zum Trocknen der Lebensmittel oder Produktionsmittel
vorgesehen ist, welche in Transportrichtung der Lebensmittel oder Produktionsmittel
nachfolgend angeordnet sind.
Zusätzlich zum Reinigen der Lebensmittel sollen auch die verschiedenen
Reinigungskammern selber gereinigt werden. Hierzu ist vorteilhafterweise
mindestens eine Reinigungsdüse innerhalb einer Reinigungskammer angeordnet.
Zur Lösung der Aufgabe hinsichtlich des Verfahrens wird bei einem Verfahren
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 12 erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß
die Düse in einer horizontalen Ebene gedreht wird. Der durch die Drehbewegung
der Düse auf die durchlaufenden Lebensmittel oder Produktionsmittel auftreffende
Reinigungsflüssigkeitsstrahl bildet einen etwa kreisförmigen Aufsprühbereich,
wodurch die Reinigung verbessert wird. Der auf die mittels der Fördereinrichtung
durchlaufenden Lebensmittel auftreffende Reinigungsflüssigkeitsstrahl kann die
Lebensmittel für eine gute Reinigung in vielfacher Weise überstreichen. Eine
Weiterbildung der Erfindung sieht deshalb vor, daß eine Transportgeschwindigkeit
des Lebensmittels oder Produktionsmittels und eine Drehfrequenz der Düse derart
verändert wird, daß das Lebensmittel oder Produktionsmittel von dem austretenden
Reinigungsflüssigkeitsstrahl vielfach überstrichen wird. Für eine gute Reinigung der
Lebensmittel wurde festgestellt, daß bei einer fest eingestellten
Fördergeschwindigkeit der Lebensmittel der aus der Düse austretende Reinigungs
flüssigkeitsstrahl das Lebensmittel etwa 30 mal überstreicht. Der Strahl kann das
Lebensmittel auch 60 mal überstreichen. Für den Reinigungsflüssigkeitsstrahl
werden in der Hauptreinigungskammer Drucke zweckmäßigerweise von bis zu 130 bar
verwendet.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Die
Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Hierbei stellen dar:
Fig. 1 eine schematische Draufsicht und
Fig. 2 einen Querschnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1.
Die in Fig. 1 dargestellte erfindungsgemäße Vorrichtung dient zum Reinigen von
Lebensmitteln wie beispielsweise Käse. Die Vorrichtung weist eine
Vorreinigungskammer 1, eine Hauptreinigungskammer 2 und eine Abblaskammer 3
auf. Die Vorreinigungskammer 1 dient zum Einweichen und Vorspülen der
Lebensmittel. Der Vorreinigungskammer 1 vorgeschaltet ist eine Aufgabestation 4
für die Lebensmittel 5 mit einem Stauband 6 mit abstandskontrollierter
Lebensmittelaufgabe. Die Lebensmittel 5 werden dann auf eine Fördereinrichtung 7
aufgelegt, mittels welcher sie in Transportrichtung 8 der Fördereinrichtung 7
nachfolgend durch die Vorreinigungskammer 1, die Hauptreinigungskammer 2 und
die Abblaskammer 3 transportiert werden. Bei der Fördereinrichtung handelt es sich
um eine Förderkette mit Stegen in Form einer Brückenträgerkette. Diese besteht aus
mehreren Förderkettensegmenten, auf welche die Lebensmittel beim Transport
nachfolgend übergeben werden. An die Abblaskammer 3, in welcher die
Lebensmittel getrocknet werden, schließt sich nachfolgend in Transportrichtung 8
eine Entnahmestation 9 zur Entnahme der gereinigten und getrockneten
Lebensmittel 5 an. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, hat die Vorrichtung insgesamt eine U-
Form und weist eine Breite von etwa vier Metern und eine Länge von etwa 8 Metern
auf, wobei die Hauptreinigungskammer 2 eine zweigeteilte und gewinkelte
Ausführung hat.
Innerhalb der Vorreinigungskammer 1 sind drei Düseneinrichtungen 10 oberhalb der
Fördereinrichtung 7 und drei Düseneinrichtungen 10 unterhalb der
Fördereinrichtung 7 angeordnet. Ebenso sind in der Hauptreinigungskammer 2
insgesamt drei Düseneinrichtungen 10 oberhalb der Fördereinrichtung 7 und drei
Düseneinrichtungen unterhalb der Fördereinrichtung 7 angeordnet. Als
Reinigungsflüssigkeit zum Reinigen der Lebensmittel 5 mittels der
Düseneinrichtungen 10 wird Wasser verwendet.
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch die Vorrichtung mit zwei Düseneinrichtungen
10. Jede Düseneinrichtung 10 besteht aus einem Dreharm 11 und zwei Düsenarmen
12 mit jeweils einer Düse 13. Obwohl in Fig. 2 zwei Düsenarme 12 pro
Düseneinrichtung 10 dargestellt sind, kann jede Düseneinrichtung 10 nur einen
Düsenarm 12 oder viele sternförmig am Dreharm 11 angeordnete Düsenarme 12
aufweisen. Der Dreharm 11 ist senkrecht angeordnet und mittels einer
Drehdurchführung 14 an einer Oberseite 15 der Hauptreinigungskammer 2 befestigt
und wird über ein oberhalb der Drehdurchführung 14 angeordnetes Getriebe 16
angetrieben.
Der Dreharm 11 kann in vertikaler Richtung höhenverstellbar sein. Der Dreharm 11
ist als Rohr zur Durchleitung des Wassers ausgebildet. An seinem unteren Ende
sind die beiden gegenüberliegenden und horizontal verlaufenden Düsenarme 12
jeweils rechtwinklig an dem Dreharm 11 angeordnet. Am äußeren Ende jedes
Düsenarmes 12 ist die Düse 13 mit nach unten gerichteter Düsenöffnung 17
angeordnet. Bei der Düse 13 handelt es sich um eine Flachstrahldüse, welche so an
dem Düsenarm 12 angeordnet ist, daß ihre Längserstreckung in radialer Richtung
verläuft. Die Düse 13 ist mit ihrer Düsenachse 18 in ihrem Neigungswinkel
gegenüber der horizontal verlaufenden Düsenarmachse 19 des Düsenarms 12
verstellbar, damit der Sprühwinkel des Wassers auf das Lebensmittel 5 verändert
werden kann. Ebenso ist ein Schwenkwinkel der Düse 13 verstellbar, so daß die
Düse 13 nicht immer vertikal nach unten gerichtet sein muß, sondern in
Drehrichtung nach vorne oder nach hinten geschwenkt werden kann.
Analog ist unterhalb der Fördereinrichtung 7 ebenfalls eine Dreheinrichtung 10
angeordnet, wobei, wie Fig. 2 zeigt, der Dreharm 11 auch senkrecht angeordnet und
mittels einer Drehdurchführung 14 an einer Unterseite der Hauptreinigungskammer
2 befestigt ist und über ein unterhalb der Drehdurchführung 14 angeordnetes
Getriebe 16 angetrieben wird. Der Dreharm 11 kann ebenfalls in vertikaler Richtung
höhenverstellbar sein.
Beim Drehen der Düseneinrichtung 10 wird das Wasser mittels der Düse 13 in
einem etwa kreisförmigen oder bogenförmigen Bereich auf die Fördereinrichtung 7
und damit auf die unter der Düseneinrichtung 10 durchlaufenden Lebensmittel 5
aufgesprüht. Da die Flachstrahldüse in radialer Richtung angeordnet ist, entspricht
die Breite des bogenförmigen Aufsprühbereiches etwa der Länge der
Flachstrahldüse. Im Gegensatz hierzu entspricht die Breite des bandförmigen
Aufsprühbereiches bei der bekannten Vorrichtung lediglich der Breite der
Flachstrahldüse. Zusätzlich bewirkt die Drehung der Düseneinrichtung 10, daß die
einzelnen momentanen Aufsprühteilbereiche bezüglich ihrer Längserstreckung mit
unterschiedlichen Winkeln zur Transportrichtung 8 stehen. Befindet sich die radial
gerichtete Flachstrahldüse 13 gerade über der Mitte der Fördereinrichtung 7, so
verläuft der momentane Aufsprühteilbereich parallel zur Transportrichtung 8. Dreht
sich die Düseneinrichtung 10 um 90 Grad weiter, so verläuft der momentane
Aufsprühteilbereich quer zur Transportrichtung 8. Durch diese unterschiedliche
Anordnung der Aufsprühteilbereiche beim Drehen und dem insgesamt kreisförmigen
Aufsprühbereich wird eine gute Reinigung der Lebensmittel erzielt.
Jeder Düsenarm 12 ist längenverstellbar und so eingestellt, daß die Düsen 13 etwa
oberhalb bzw. unterhalb des Außenrandes des Lebensmittels 5 angeordnet sind. In
Verbindung mit dem einstellbaren Neigungswinkel der Düsen 13 können damit bei
dem Lebensmittel 5 gleichzeitig die horizontale Ober- und Unterseite und auch die
vertikalen Randflächen gereinigt werden.
Die Fördergeschwindigkeit der Fördereinrichtung 7 und die Drehgeschwindigkeit der
Düseneinrichtung 10 sind variabel und können so eingestellt werden, daß
beispielsweise ein Käselaib von jeder Düseneinrichtung 10 etwa 30 mal übersprüht
wird. Dies ergab bei Messungen gute Reinigungsergebnisse. In der
Vorreinigungskammer 1 wird bei der Reinigung eine Wassermenge von etwa 17
Kubikmetern pro Stunde im Umlauf bei einem Druck von 10 bar verbraucht. Das
Wasser ist verunreinigtes Wasser aus der Hauptreinigungskammer 2, welches im
Umlaufbetrieb gepumpt wird und für die Vorreinigung völlig ausreichend ist. In der
Hauptreinigungskammer 2 ist ein Wasserbedarf von etwa 3 bis 7 Kubikmeter pro
Stunde als Verbrauch erforderlich, wobei die Drucke im Bereich von wenigen bar bis
zu 130 bar liegen können. Über verschiedene Programmeinstellungen für
unterschiedliche Käsearten kann für jede Käsesorte individuell der Druck in den
verschiedenen Kammern, die Transportgeschwindigkeit der Fördereinrichtung 7, die
Wassermenge, die Drehfrequenz der Düseneinrichtung 10 und die Neigung der
Düsen 13 bestimmt werden.
Anhand von Messungen wurde festgestellt, daß durch die drehende
Düseneinrichtung 10 mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine gute Reinigung
der Lebensmittel und gleichzeitig ein geringer Wasserverbrauch erreicht wird.
Claims (14)
1. Vorrichtung zum Reinigen von Lebensmitteln oder Produktionsmitteln mit einer
Fördereinrichtung (7) zum Transport der Lebensmittel oder Produktionsmittel durch
mindestens eine Reinigungskammer (1, 2) und mit mindestens einer innerhalb der
Reinigungskammer (1, 2) angeordneten Düseneinrichtung (10) mit mindestens einer
Düse (13) zum Besprühen der Produktionsmittel oder Lebensmittel mit einer
Reinigungsflüssigkeit,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Düseneinrichtung (10) in einer horizontalen Ebene drehbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Düseneinrichtung (10) einen senkrecht angeordneten Dreharm (11) und
mindestens einen daran angeordneten horizontal verlaufenden Düsenarm (12)
aufweist, wobei am Düsenarm (12) die Düse (13) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Düseneinrichtung (10) zwei sich gegenüberliegende Düsenarme (12)
aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Düse (13) eine Flachstrahldüse oder Ringdüse ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Düse (13) zur Änderung des Sprühwinkels in ihrer Neigung verstellbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Länge des drehbaren Düsenarmes (12) verstellbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Düse (13) drehbar an dem Düsenarm (12) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fördereinrichtung (7) eine Förderkette mit Stegen ist und mindestens eine
Düseneinrichtung (10) oberhalb der Förderkette und mindestens eine
Düseneinrichtung (10) unterhalb der Förderkette angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Förderkette unterbrochen ist und aus mehreren Förderkettensegmenten
besteht.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine Vorreinigungskammer (1), eine Hauptreinigungskammer
(2) und eine Abblaskammer (3), welche in Transportrichtung (8) der Lebensmittel
oder Produktionsmittel nachfolgend angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch mindestens eine Reinigungsdüse innerhalb der mindestens
einen Reinigungskammer (1, 2) zum Reinigen der Reinigungskammer (1, 2).
12. Verfahren zum Reinigen von Lebensmitteln oder Produktionsmitteln, wobei die
Lebensmittel oder Produktionsmittel durch mindestens eine Reinigungskammer (1,
2) transportiert und in der Reinigungskammer (1, 2) mit einer Reinigungsflüssigkeit
aus mindestens einer Düse (13) besprüht werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Düse (13) in einer horizontalen Ebene gedreht wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Transportgeschwindigkeit des Lebensmittels oder Produktionsmittels und
eine Drehfrequenz der Düse (13) derart verändert wird, daß das Lebensmittel oder
Produktionsmittel von dem austretenden Reinigungsflüssigkeitsstrahl vielfach
überstrichen wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Reinigungsflüssigkeitsstrahldruck von bis zu 130 bar verwendet wird.
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