DE10103259A1 - Verfahren zur Abdichtung der Antriebswellen von Mischerwerkzeugen gegenüber dem Mischergehäuse und Wellendichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Abdichtung der Antriebswellen von Mischerwerkzeugen gegenüber dem Mischergehäuse und Wellendichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Abdichtung der Antriebswellen (1) von Mischwerkzeugen gegenüber dem Gehäuse (7) eines Mischers, insbesondere eine Containermischers für pulver-, grieß- und granulatförmige Mischprodukte, wobei am Gehäuse (7) eine flexible, radial nach innen gerichtete Wellendichtung (10) angeordnet ist, die ein Austreten des Mischproduktes aus dem Gehäuse (7) verhindert. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass eine Dichtlippe (10a) der Wellendichtung (10) und/oder ein rotationssymmetrisch auf der Antriebswelle (1) angeordnetes Dichtelement (4) mindestens im Bereich der Reibflächen von Dichtlippe (10a) und Antriebswelle (1) oder Dichtelement (4, 4c) mit gekühlter Druckluft beaufschlagt und die Druckluft danach unmittelbar, d. h. im Wesentlichen ohne in den Mischerbehälter zu gelangen, in die Umgebung abgegeben wird. Die zugehörige Wellendichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (1) von einem ringförmigen metallischen Dichtelement (4) umgeben ist, das einen äußeren mit Abstand zur Oberfläche der Antriebswelle (1) angeordneten Zylinder (4c) besitzt, an dessen Außenfläche die Dichtlippe (10a) anliegt, und dass zwischen der Antriebswelle (1) und dem Zylinder (4c) ein Ringkanal (10) angeordnet ist, der zum Inneren des Mischers hin durch den Radialring (4b) verschlossen ist und auf der dem Mischerbehälter abgewandten Seite für die Zu- und Abführung der gekühlten Druckluft offen ist.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Abdichtung der Antriebswellen
von Mischerwerkzeugen gegenüber dem Gehäuse eines Mischers, insbesondere
eines Containermischers für pulver-, grieß- und granulatförmige Mischprodukte,
wobei am Gehäuse eine flexible, radial nach innen gerichtete Wellendichtung
angeordnet ist, die ein Austreten des Mischproduktes aus dem Gehäuse
verhindert und eine Wellendichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den
vorhergehenden Ansprüchen, wobei die Antriebswelle des Mischerwerkzeuges
gegenüber dem Gehäuse des Mischers durch eine konzentrisch die Welle
umgebende und mit einer Dichtlippe anliegende Wellendichtung abgedichtet ist.
Aus der WO 98/37954 A1 ist ein sogenannter Containermischer für pulver-, grieß-
und granulatförmige Stoffe bekannt, der für den Mischvorgang um eine
waagerechte Drehachse in eine schräge Lage geschwenkt wird und zwar soweit,
dass der untere auswechselbare Containerteil des Mischers höher ist als der Teil
des Mischers, an dem das Mischwerkzeug befestigt ist. In dieser Lage des
Mischers besteht das Problem, dass die feinen, staubförmigen Produkte direkt auf
der Wellendichtung liegen, die die Antriebswelle gegenüber dem Mischergehäuse
abdichten soll. Insbesondere bei hoher Drehzahl der Antriebswelle und damit
hoher Relativgeschwindigkeit zwischen dem Wellendichtring und der Antriebswelle
entsteht infolge der notwendigen Dichtlippenvorspannung Reibungswärme. Diese
kann das Aufschmelzen der pulverförmigen Produkte begünstigen und zu einer
Verringerung der Standzeit des Wellendichtringes führen. Das Mischgut kann
darüber hinaus durch dieses Aufschmelzen und den Abrieb des Wellendichtringes
verunreinigt werden, sodass die Qualität des Mischproduktes vermindert werden
kann. Zur Lösung dieses Problems hat man bisher versucht, die Wellendichtung
dadurch freizuhalten, dass man Spülluft mit Überdruck in den Mischerbehälter
gegeben hat. Als Folge dieser Zugabe kommt es zu einer Erhöhung des
Behälterinnendruckes mit der Folge, dass vor Öffnen des Behälters durch
zusätzliche Maßnahmen der Innendruck abgesenkt werden muss. Hierbei kann es
dann zu unerwünschter Emission der staubförmigen Produkte aus dem
Mischerbehälter kommen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren zur Abdichtung der
Antriebswellen von Mischerwerkzeugen gegenüber dem Mischergehäuse und eine
Wellendichtung zur Durchführung dieses Verfahrens vorzuschlagen, bei dem eine
wirksame und dauerhafte Abdichtung erreicht wird, ohne dass der
Mischbehälterinnendruck erhöht wird.
Die Lösung dieser Aufgabe ist in den Patentansprüchen 1 und 5 beschrieben. Die
Unteransprüche 2 bis 4 und 6 bis 9 enthalten sinnvolle ergänzende Maßnahmen
und Ausführungsformen dazu.
Erfindungsgemäß wird zur Abdichtung der umlaufende Dichtbereich mit auf
vorzugsweise minus 30°C gekühlter Druckluft beaufschlagt und die Druckluft
danach durch geeignete Führung unmittelbar an die Umgebung abgegeben.
Wichtig ist hierbei, dass die Druckluft nur in minimaler Menge oder möglichst gar
nicht in den Mischerbehälter gelangt. Die gekühlte Druckluft wird dabei gezielt auf
die Reibflächen zwischen der Dichtlippe der Wellendichtung und der Antriebswelle
gerichtet, um die Reibungswärme direkt abzuführen und jegliches Anschmelzen
der Mischstoffe zu verhindern. Die gekühlte Druckluft kann erfindungsgemäß
zusätzlich oder alternativ auf ein die Antriebswelle umgebendes zusätzliches
Dichtelement gerichtet werden. Bei einer besonderen Ausbildung des
Dichtelementes mit einem Zylinder, der einen größeren Durchmesser besitzt als
die Antriebswelle, kann die gekühlte Druckluft auf der der Dichtlippe
abgewendeten Innenseite des äußeren Zylinders zugeführt bzw. mit geeignetem
Düsensystem gezielt darauf gerichtet werden.
Da sowohl das Gehäuse des Mischerbehälters als auch die Antriebswelle des
Mischwerkzeuges unterschiedliche Drehbewegungen ausführen, hat es sich als
günstig erwiesen, die gekühlte Druckluft von einem demgegenüber festen oder
stationären Anschluss über Drehdurchführungen an Zuführungsleitungen in dem
Gehäuse oder in der Halterung des Mischers weiterzugeben und von dort auf die
flexible, radial nach innen gerichtete Dichtlippe und/oder den sich durch die
Reibung mit der Dichtlippe besonders erwärmenden Teil des Dichtelementes
gezielt zuzuführen. Die Druckluft wird außerhalb des Mischers über eine an sich
bekannte Durchlaufkühlung auf die erforderliche Temperatur, vorzugsweise minus
30°C, gekühlt und zweckmäßigerweise mit einem Druck von etwa 10 bar in die
Drehdurchführung eingeleitet. Innerhalb des Systems sind die Querschnitte so
ausgelegt, dass im Bereich des Dichtsystemes ein ausreichender Druck herrscht,
um die Luft anschließend auch an die Umgebungsluft abzugeben. Andererseits
darf der Luftdruck aber auch nicht zu groß sein, damit ein Eindringen der Luft in
den Mischerbehälter verhindert wird.
Die erfindungsgemäße Wellendichtung zur Durchführung des Verfahrens ist
dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle von einem ringförmigen,
vorzugsweise metallischen Dichtelement umgeben ist, das einen äußeren mit
Abstand zur Oberfläche der Antriebswelle angeordneten Zylinder besitzt, an
dessen Außenfläche die Dichtlippe anliegt und dass zwischen der Antriebswelle
und dem Zylinder ein Ringkanal angerodnet ist, der zum Innern des Mischers hin
durch einen Radialring verschlossen ist und auf der dem Mischerbehälter
abgewandten Seite für die Zu- und Abführung der gekühlten Druckluft offen ist.
Das zusätzlich auf die Antriebswelle aufgeschobene Dichtelement besitzt also
zumindest einen U-förmigen Querschnitt, wobei der eine Schenkel innen an der
Antriebswelle dicht anliegt und der andere äußere Schenkel von außen mit der
Dichtlippe des Dichtelementes abgedichtet wird. In den U-förmigen Ringkanal wird
die gekühlte Druckluft in der Weise eingeleitet, dass düsenartige
Austrittsöffnungen eines Druckluftverteilers schräg nach außen auf die
zylindrische Innenwand des äußeren Zylinders gerichtet sind. Auf diese Weise wird
die an seiner Außenringfläche durch das Anliegen der Dichtlippe entstehende
Reibungswärme gezielt wieder abgeführt. An dem äußeren Zylinder des
Dichtelementes ist zusätzlich ein radial nach außen sich erstreckender Ring
angeordnet, an dem zur Kühlung ebenfalls die Druckluft gezielt vorbeigeleitet wird.
Die elastische Wellendichtung ist an einer radial verlaufenden Schutzplatte des
Mischergehäuses befestigt, wobei zwischen dem Innenring dieser Schutzplatte
und dem Außendurchmesser des Zylinders des metallischen Dichtelementes ein
erforderlicher Spalt angeordnet ist, der von der Dichtlippe abgedichtet wird. Die
Dichtlippe ist vom Inneren des Mischerbehälters abgewandt nach außen
umgebogen und kann durch den Druck der Kühlluft zusätzlich gegen die
Außenwand des Zylinders gedrückt werden. Alternativ dazu hat es sich als günstig
erwiesen, um den erforderlichen Andruck der Dichtlippe und damit die Entstehung
von Reibungswärme zu vermindern, zwischen der Wellendichtung und dem
parallel dazu angeordneten Radialring des metallischen Dichtelementes eine
Vordichtung zwischen dem Zylinder und dem Gehäuse anzuordnen. Diese
Vordichtung kann in der Weise ausgebildet sein, dass O-Dichtringe fest auf dem
Zylinder angeordnet sind und in einen sie außen umgebenden zusätzlichen
Dichtelement gleiten.
Um die Wärmeableitung innerhalb des Ringkanales zu erhöhen, können in dem
Ringkanal des metallischen Dichtelementes zusätzlich in radialer Richtung
angeordnete Kühlrippen mit dem Zylinder verbunden sein.
Die Erfindung wird anhand der beigefügten Fig. 1 bis 5 beispielsweise näher
erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine Gesamtansicht eines Contianermischers,
Fig. 2 einen Schnitt durch einen Teil des Mischers mit der
erfindungsgemäßen Anordnung zur Abdichtung der Antgriebswelle (1)
gegenüber dem Gehäuse (7),
Fig. 3 einen vergrößerten Ausschnitt (X) zu Fig. 2 mit der Drehdurchführung
(12) zur Einleitung der gekühlten Druckluft in die Zuführungsleitungen
(13),
Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung zu Fig. 2,
Fig. 5 einen nochmals vergrößerten Ausschnitt zu den Fig. 2 und 4.
In Fig. 1 ist das Gehäuse des Mischers 7 auf einem Ständer 25 in der
Mischerposition dargestellt, wobei der auswechselbare untere Containerteil des
Mischers mit dem Auslauf oben und der Antrieb 26 für die Antriebswelle 1 des
Mischerwerkzeuges 6 unten angeordnet ist. Die beiden Mischerhälften sind über
die Verbindung 27 miteinander verbindbar. Die erfindungsgemäße Abdichtung ist
am Eintritt der Antriebswelle 1 in das Gehäuse 7 erforderlich.
Der vergrößerte Ausschnitt nach Fig. 2 zeigt im Detail die Lagerung und
Abdichtung der Antriebswelle 1 im Gehäuse 7. Da sich das Gehäuse 7 auf dem
Ständer 25 für den Mischvorgang dreht, muss die Druckluftzuführung an einen
stationären oder an dem Schwenkgestell angeordneten Anschluss 11
angeschlossen werden. Über die Drehdurchführung 12 gemäß Fig. 3 wird die
Druckluft den im Gehäuse 7 bzw. in dem Halterohr 8 für das Gehäuse 7
angeordneten Zuführungsleitungen 13 zugeführt. In Fig. 2 ist zusätzlich eine
Halterung 9, die ebenfalls an dem Schwenkgestell des Mischers befestigt ist,
andeutungsweise dargestellt. In dieser Halterung 9 ist das mit dem Gehäuse 7
gleichsinnig sich drehende Halterohr 8 gelagert. Die Antriebswelle 1 ist wiederum
in dem Halterohr 8 entsprechend gelagert, damit sie gegenläufig dazu und/oder
mit anderer Drehzahl gedreht werden kann.
In Fig. 4 ist nur eine Hälfte der erfindungsgemäßen Abdichtung zwischen
Antriebswelle 1, Rohren 2, 3 und dem auf der Antriebsweile 1 angeordneten
Dichtungselement 4 einerseits und dem sich relativ dazu drehenden Gehäuse 7
andererseits dargestellt. Die gekühlte Druckluft wird über die Zuführungsleitung
13, die parallel zur Antriebswelle 1 verläuft, und über weitere Zuführungskanäle in
einem Druckluftverteiler 15 sowie düsenartige Bohrungen 16 dem Ringkanal 14
zugeführt. Insoweit ist die Strömungsrichtung der gekühlten Druckluft mit
schwarzen Pfeilen dargestellt. Nach Verlassen des Druckluftverteilers 15 und
Aufnahme der Reibungswärme aus dem Dichtungsbereich ist der Verlauf der
Druckluft mit offenen Pfeilen dargestellt bis hin zum Luftauslass 23. Am
deutlichsten ist das erfindungsgemäße Verfahren und die Wellendichtung aus der
vergrößerten Darstellung der Fig. 5 ersichtlich. Das Dichtungselement 4 ist mit
dem inneren Zylinder 4a auf der Antriebswelle 1 drehfest fixiert. Gemeinsam mit
dem inneren Radialring 4b und dem äußeren Zylinder 4c bildet das Dichtelement
4 den Ringkanal 14, in den die gekühlte Druckluft über am Umfang gleichmäßig
verteilte Bohrungen 16 eingeleitet wird. Am Ende des äußeren Zylinders 4c ist
zusätzlich ein äußerer Radialring 4d angebracht. Parallel zu diesem Radialring 4d
ist zum Behälterinneren hin die Schutzplatte 22 mit dem Gehäuse 7 verschraubt.
Zwischen dem Zylinder 4c und dem Innendurchmesser der Schutzplatte 22 ist der
erforderliche Ringspalt vorhanden, um eine ungehinderte Drehbewegung
zwischen Antgriebswelle 1 und Gehäuse 7 zu ermöglichen. Auf der Außenseite der
Schutzplatte 22 ist die Wellendichtung 10 befestigt, die mit der nach außen
gerichteten Dichtlippe 10a an dem Zylinder 4c federnd anliegt. Zwischen
Wellendichtung 10 und dem Radialring 4d ist zusätzlich eine Vordichtung 21
angeordnet. Diese Vordichtung dichtet den Zylinder 4c gegenüber dem Gehäuse 7
möglichst luftdicht ab, um den Andruck der Dichtlippe 10a durch den
Luftüberdruck möglichst gering zu halten. Während die Wellendichtung 10 mit der
Dichtlippe 10a ein Austreten von Staubpartikeln verhindert, sorgt die staubfreie
Vordichtung 21 für einen gasdichten Abschluss. Der gekühlte Druckluftstrahl aus
der Bohrung 16 wird erfindungsgemäß gezielt innen auf den Zylinder 4c an der
Stelle gerichtet, an der auf der anderen Seite die Dichtlippe 10a anliegt. Zur
Verbesserung des Wärmeübergangs ist genau an dieser Stelle die geringste
Wandstärke vorgesehen. Im Ringkanal 14 können zusätzlich an dem
Dichtungselement 4 angeordnete Radialrippen (nicht dargestellt) zur besseren
Wärmeübertragung vorhanden sein. Aus dem Ringkanal 14 wird die Druckluft
einerseits über den Ringspalt 17 zwischen Druckluftverteiler 15 und innerem
Zylinder 4a bzw. Rohr 3 und andererseits über den Ringspalt 18 zwischen
Druckluftverteiler 15 und dem Zylinder 4c abgeleitet. Die Kühlluft kann dabei auch
an dem äußeren Radialring 4d entlang durch den Ringspalt 20 und durch den
Spalt zwischen dem äußeren Durchmesser des Radialringes 4d und dem Gehäuse
bis zur Vordichtung 21 gelangen. Aus dem Ringspalt 20 gelangt die Kühlluft über
die gleichmäßig am Umfang verteilten Bohrungen 19 in dem Druckluftverteiler 15
zum Luftauslass 23. Der Durchmesser und die Anzahl der Bohrungen wird
erfindungsgemäß so bestimmt, dass in allen Bereichen des Dichtungselementes 4
und der Dichtlippe 10a eine ausreichende Kühlung erfolgt. Zur Verringerung des
Wärmeüberganges von innen nach außen ist in Fig. 4 zusätzlich auf der
Antriebswelle 1 zwischen den Rohren 2 und 3 eine wärmeisolierende Scheibe 5
vorgesehen. Weiterhin wird durch den Wellendichtring 24 der Weg der Druckluft in
axialer Richtung begrenzt.
1
Antriebswelle
2
Rohr auf
1
3
Rohr auf
1
4
Dichtungselement auf
1
4
a innerer Zylinder von
4
auf
1
4
b innerer Radialring von
4
zwischen
4
a und
4
c
4
c äußerer Zylinder an
1
(konzentrisch zu
1
,
4
a)
4
d äußerer Radialring an
4
c
5
Scheibe auf
1
, zwischen
2
und
3
(wärmeisolierend)
6
Mischerwerkzeug an
1
7
Gehäuse des Mischers an
8
(gegenläufig zu
1
bis
6
rotierend)
8
Halterohr für
7
9
Halterung für
8
(nicht mit
8
rotierend)
10
Wellendichtung an
7
10
a Dichtlippe von
10
11
Anschluss für Druckluft (nicht mit
1
oder
8
rotierend)
12
Drehdurchführung (zwischen
11
und
8
)
13
Zuführungsleitung für Druckluft in
7
,
8
14
Ringkanal zwischen
4
a,
4
b und
4
c
15
Druckluftverteiler an
7
(konzentrisch
1
umgebend)
16
Bohrungen in
15
(zur definierten Zugabe der gekühlten Druckluft gegen
4
c)
17
Ringspalt zwischen
15
und
1
18
Ringspalt zwischen
15
und
4
c
19
Bohrungen in
15
(zur Ableitung von Druckluft aus
20
)
20
Ringspalt zwischen
4
d und
15
21
Vordichtung
22
Schutzplatte für
10
an
7
23
Luftauslass
24
Wellendichtring zwischen
7
und
2
25
Ständer
26
Antrieb für
1
27
Verbindung (der beiden Muffenhälften)
Claims (9)
1. Verfahren zur Abdichtung der Antriebswellen (1) von Mischerwerkzeugen (6)
gegenüber dem Gehäuse (7) eines Mischers, insbesondere eines
Containermischers für pulver-, grieß- und granulatförmige Mischprodukte,
wobei am Gehäuse (7) eine flexible, radial nach innen gerichtete
Wellendichtung (10) angeordnet ist, die ein Austreten des Mischproduktes aus
dem Gehäuse (7) verhindert, dadurch gekennzeichnet, dass eine Dichtlippe
(10a) der Wellendichtung (10) und/oder ein rotationssymmetrisch auf der
Antriebswelle (1) angeordnetes Dichtelement (4) mindestens im Bereich der
Reibflächen von Dichtlippe (10a) und Antriebswelle (1) oder Dichtelement (4,
4c) mit gekühlter Druckluft beaufschlagt und die Druckluft danach unmittelbar,
d. h. im Wesentlichen ohne in den Mischerbehälter zu gelangen, in die
Umgebung abgegeben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gekühlte
Druckluft von einem Anschluss (11) über Drehdurchführungen (12) in sich mit
dem Gehäuse (7) gleichsinnig mitdrehende Zuführungsleitungen (13) und von
dort der Dichtlippe (10a) und/oder den sich durch die Reibung mit der
Dichtlippe (10a) besonders erwärmenden Teilen des Dichtelementes (4, 4c)
zugeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die
Druckluft vor Einleitung in das Gehäuse (7) auf minus 30°C gekühlt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die
gekühlte Druckluft vorwiegend oder ausschließlich auf einen äußeren Zylinder
(4c) des Dichtelementes (4) auf der der Dichtlippe (10a) abgewendeten
Innenseite gerichtet wird.
5. Wellendichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den vorhergehenden
Ansprüchen, wobei die Antriebswelle (1) des Mischerwerkzeuges (6)
gegenüber dem Gehäuse (7) des Mischers durch eine konzentrisch die Welle
(1) umgebende und mit einer Dichtlippe (10a) anliegende Wellendichtung (10)
abgedichtet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (1) von
einem ringförmigen metallischen Dichtelement (4) umgeben ist, das einen
äußeren mit Abstand zur Oberfläche der Antriebswelle (1) angeordneten
Zylinder (4c) besitzt, an dessen Außenfläche die Dichtlippe (10a) anliegt, und
dass zwischen der Antriebswelle (1) und dem Zylinder (4c) ein Ringkanal (10)
angeordnet ist, der zum Inneren des Mischers hin durch den Radialring (4b)
verschlossen ist und auf der dem Mischerbehälter abgewandten Seite für die
Zu- und Abführung der gekühlten Druckluft offen ist.
6. Wellendichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die
Druckluft über einen Druckluftverteiler (15) zu- und abgeführt wird, der fest
mit dem Gehäuse (7) des Mischers verbunden ist und am Umfang
gleichmäßig verteilt Bohrungen (16) zur Zuführung der gekühlten Druckluft in
den Ringkanal (14) besitzt, wobei die Austrittsöffnung der Bohrungen (16)
schräg nach außen auf die zylindrische Innenwand des äußeren Zylinders (4c)
gerichtet sind.
7. Wellendichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur
Ableitung der Druckluft aus dem Ringkanal (14) zwischen dem
Druckluftverteiler (15) und der Antriebswelle (1) ein Ringspalt (17) angeordnet
ist.
8. Wellendichtung nach Anspruch 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass
an dem äußeren Zylinder (4c) ein sich radial nach außen erstreckender
Radialring (4d) angeordnet ist und dass auf der der Wellendichtung (10)
abgewandten Seite des Radialringes (4d) ein radialer Spalt (20) gegenüber
dem Druckluftverteiler (15) vorhanden ist, der zur Kühlung des Zylinders (4c)
und des Radialringes (4d) über einen Ringspalt (18) mit dem Ringkanal (14)
und mit Bohrungen (19) innerhalb des Druckluftverteilers (15) zur Ableitung
der Luft an die Umgebung in Verbindung steht.
9. Wellendichtung nach mindestens einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, dass zwischen der Wellendichtung (10) und dem parallel
dazu angeordneten Radialring (4d) eine Vordichtung (21) zwischen dem
Zylinder (4c) und dem Gehäuse (7) angeordnet ist.
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2001
- 2001-01-25 DE DE10103259A patent/DE10103259C2/de not_active Expired - Fee Related
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