DE1010341B - Schleifringdichtung - Google Patents
SchleifringdichtungInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16J—PISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
- F16J15/00—Sealings
- F16J15/16—Sealings between relatively-moving surfaces
- F16J15/34—Sealings between relatively-moving surfaces with slip-ring pressed against a more or less radial face on one member
- F16J15/3436—Pressing means
- F16J15/3448—Pressing means the pressing force resulting from fluid pressure
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- Physics & Mathematics (AREA)
- Fluid Mechanics (AREA)
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schleifring-Wellenabdichtung, insbesondere für hohe Drücke. Bei
den bisher bekannten Schleifring-Wellenabdichtungen, bei denen die \^erbindung des Schleifringes oder
Dichtkörpers mit seinem Einbau- oder Tragteil durch einen elastischen Werkstoff bewirkt wurde, war entweder
eine genaue Begrenzung der Druckfläche, auf die das abzudichtende Arbeitsmittel in schleifringanpressender
Richtung wirkt, nicht gegeben, oder der elastische Verbindungswerkstoff verhinderte durch
seine Pressung die freie axiale Beweglichkeit des Schleifringes.
Die Verwendung von Winkel- oder U-Manschetten für Schleifringdichtungen ist bekannt. So wurden bei
den üblichen Winkelmanschetten ein Schenkel und bei den U-Manschetten zwei Schenkel quer zur Bewegungsrichtung
des Schleifringes vom Arbeitsmittel angepreßt, wodurch die axiale Beweglichkeit des
Schleifringes mehr oder weniger stark beeinträchtigt und unter Umständen ganz aufgehoben wurde. Ebenso
war dies bei stopfbüchsenartigen Verbindungen zwischen dem Schleifring oder seiner Fassung und dem
ruhenden Gehäuse der Fall, weil auch hier der Druck des Arbeitsmittels sich nicht nur in axialer Richtung,
sondern auch in radialer Richtung in der Packung ausbreitete und diese entsprechend bremste. Auch
haben die bekannten membranartigeu Verbindungen zwischen dem Schleifring oder seiner Fassung und
dem ruhenden Gehäuse Nachteile, da sie einen verhältnismäßig breiten Ringspalt überbrücken mußten,
um den Schleifring in seiner axialen Beweglichkeit nicht zu behindern. Bei Verwendung einer solchen
Schleifringabdichtung für höhere Drücke mußte die freitragende Membran derart kräftig ausgeführt werden,
daß der Schleifring nur noch geringe Wege in axialer Richtung machen konnte, oder der Ringspalt
mußte sehr groß gehalten werden, was die ganze Wellendichtung zu umfangreich machte. Man hat auch
bereits an Stelle der einfachen Membran Faltenbälge oder Wellrohre verwendet, aber auch diese wurden bei
höheren Drücken steif und waren in axialer Richtung ebenso unbeweglich wie die Membrandichtungen.
Ferner ist es bekannt, mittels eines Blattes aus elastischem Werkstoff bei Druckmeßdosen die bewegten
Teile abzudichten. Allerdings war das beispielsweise aus Gummi bestehende Blatt beiderseits eingespannt,
so daß die axiale Bewegung des Kolbens der Druckmeßdose so gering war, daß sie für die Abdichtung
von Schleifringen als nicht ausreichend angesehen wurde.
Schließlich ist es auch bekannt, den Schleifring mit möglichst geringem Spiel auf dem feststehenden Teil
zu führen und durch sogenannte Rundgummiringe abzudichten. Derartige Abdichtungen waren auch bei
Schleifringdichtung
Anmelder:
Goetzewerke Friedrich. Goetze
Goetzewerke Friedrich. Goetze
Aktiengesellschaft,
Burscheid (Bez. Köln), Blumenstraße
Burscheid (Bez. Köln), Blumenstraße
Felix Wankel, Lindau (Bodensee),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Umkehrdruck verwendbar. Es hat sich jedoch gezeigt,
daß sich der Rundgummiring insbesondere bei hohem Druck zu stark an seine benachbarten Flanken anpreßt,
wodurch die axiale Beweglichkeit des Schleifringes oft beeinträchtigt wurde.
Die Erfindung geht von dem letztgenannten Stand der Technik aus, nach dem ein sehr eng gehaltener Ringspalt zwischen den ebenen Stirnflächen von Schleifring oder Fassung und Einbauteil bzw. Tragteil abgedichtet werden soll. Gemäß der Erfindung wird zur Behebung der geschilderten Nachteile vorgeschlagen, den Ringspalt durch ein Blatt aus elastischem Werkstoff, ζ. Β. Gummi, abzudichten. Ein derartiges Gummiblatt läßt eine praktisch widerstandslose axiale Bewegung des Schleifringes zu, ohne die Dichtwirkung im geringsten zu beeinträchtigen. Vorzugsweise ist die Rückenfläche des Bundes an der Schleifringfassung größer als die druckbeaufschlagte Stirnfläche des Schleifringes, um eine gute Dichtwirkung des Schleifringes zu erhalten. Soll die Schleifringdichtung für Umkehrdruck verwendet werden, dann ist es von Vorteil, beiderseits des Ringspaltes je ein elastisches Dichtblatt anzuordnen. Wenn der Ringspalt an den Dichtflächen verschiedene Durchmesser aufweist, ist auch bei Umkehrdruck eine Entlastung des Schleifringes möglich.
Die Erfindung geht von dem letztgenannten Stand der Technik aus, nach dem ein sehr eng gehaltener Ringspalt zwischen den ebenen Stirnflächen von Schleifring oder Fassung und Einbauteil bzw. Tragteil abgedichtet werden soll. Gemäß der Erfindung wird zur Behebung der geschilderten Nachteile vorgeschlagen, den Ringspalt durch ein Blatt aus elastischem Werkstoff, ζ. Β. Gummi, abzudichten. Ein derartiges Gummiblatt läßt eine praktisch widerstandslose axiale Bewegung des Schleifringes zu, ohne die Dichtwirkung im geringsten zu beeinträchtigen. Vorzugsweise ist die Rückenfläche des Bundes an der Schleifringfassung größer als die druckbeaufschlagte Stirnfläche des Schleifringes, um eine gute Dichtwirkung des Schleifringes zu erhalten. Soll die Schleifringdichtung für Umkehrdruck verwendet werden, dann ist es von Vorteil, beiderseits des Ringspaltes je ein elastisches Dichtblatt anzuordnen. Wenn der Ringspalt an den Dichtflächen verschiedene Durchmesser aufweist, ist auch bei Umkehrdruck eine Entlastung des Schleifringes möglich.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Ausführungsbeispielen dargestellt, und zwar zeigt
Fig. 1 eine Schleifringdichtung im Schnitt, deren Ringspalt durch ein Gummiblatt abgedichtet ist,
Fig. 2 eine Dichtung für Umkehrdruck im Schnitt.
Fig. 2 eine Dichtung für Umkehrdruck im Schnitt.
In Fig. 1 ist nun gezeigt, wie eine exakte Druckflächenbegrenzung bei gleichzeitiger, praktisch widerstandsloser,
axialer Beweglichkeit des Schleifringes erzielt werden kann. An dem umlaufenden Wellensteg
W schleift ein Schleifring oder Dichtkörper D.
709 548/242
Dieser Schleifring D besitzt eine Fassung F, die gegenüber dem ruhenden Gehäuse G axial beweglich
ist und auch geringe Taumelbewegungen machen kann, wobei das Spiel zwischen den genannten Zeilen nur
sehr gering sein darf, so· daß ein sehr enger Ringspalt R entsteht. Dieser Ringspaltabstand wird an
seiner ebenen Stirnseite durch ein Blatt B aus elastischem Werkstoff abgedichtet, wobei dieses Blatt B
durch das Arbeitsmittel P1 angepreßt wird. Die Weite
des Ringspaltes R ist so bemessen, wie es die freie Beweglichkeit der Fassung F erfordert. Im allgemeinen
ist sie verhältnismäßig klein, wodurch eine genaue Flächengröße der Schubseite S, der Fassung F bzw.
des Schleifringes D gegeben ist. Für hohe Drücke ist die abhebend wirkende Laufdichtfläche L des Schleifringes
D größer bemessen als die anpressend wirkende Schubfläche S, so· daß auf diese Weise eine wirksame
Entlastung des Schleifringes D erreicht wird. Auch bei sehr hohen Drücken bleibt die Beweglichkeit der
Fassung F erhalten, weil das Blatt B aus elastischem
Werkstoff nur in axialer, also in Bewegungsrichtung der Fassung F angepreßt wird.
Fig. 2 zeigt die grundsätzliche Anordnung einer Schleifringdichtung für Umkehrdruck. Diese Anordnung
besitzt zwei Blattabdichtungen B1 und B2, die
abwechselnd arbeiten, je nachdem der Überdruck P1
oder P2 die Schleifringdichtung von außen oder von
innen beaufschlagt. Wenn man die Durchmesser der beiden Ringspalte R1 und R2 verschieden groß macht
und entsprechend bemißt, wird auch für Umkehrdruck eine jeweils wirksame Entlastung des Schleifringes D
erreicht.
Claims (4)
1. Schleifringdichtung, bei der der Schleifring bzw. seine Fassung· mit möglichst geringem Spiel
auf einer fest mit der abzudichtenden Welle verbundenen Büchse geführt und axial durch eine
Weichstoffdichtung abgedichtet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringspalt zwischen je einem
Bund an der Büchse und der Schleifringfassung gebildet und durch ein aufliegendes Blatt aus elastischem
Werkstoff abgedichtet wird.
2. Schleifringdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückenfläche des
Bundes an der Schleifringfassung größer ist als die druckbeaufschlagte Stirnfläche des ■ Schleifringes.
3. Schleifringdichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß beiderseits des
Ringspaltes Dichtungsblätter angeordnet sind.
4. Schleifringdichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringspalt an den
Dichtflächen verschiedene Durchmesser aufweist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsches Gebrauchsmuster 1 683 969;
französische Patentschriften Nr. 1 092 733, 983 992.
Deutsches Gebrauchsmuster 1 683 969;
französische Patentschriften Nr. 1 092 733, 983 992.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 548/242 6.57
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG17847A DE1010341B (de) | 1955-08-24 | 1955-08-24 | Schleifringdichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG17847A DE1010341B (de) | 1955-08-24 | 1955-08-24 | Schleifringdichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1010341B true DE1010341B (de) | 1957-06-13 |
Family
ID=7120924
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG17847A Pending DE1010341B (de) | 1955-08-24 | 1955-08-24 | Schleifringdichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1010341B (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR983992A (fr) * | 1946-10-04 | 1951-06-29 | Perfectionnements aux joints rotatifs | |
| DE1683969U (de) * | 1954-03-08 | 1954-09-23 | Cambi Idraulici Badalini S P A | Ringfoermige dichtung zwischen ralativ zueinander umlaufenden konstruktions-elementen. |
| FR1092733A (fr) * | 1954-01-29 | 1955-04-26 | Joint pour organe rotatif, séparant deux enceintes sous pression variable |
-
1955
- 1955-08-24 DE DEG17847A patent/DE1010341B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR983992A (fr) * | 1946-10-04 | 1951-06-29 | Perfectionnements aux joints rotatifs | |
| FR1092733A (fr) * | 1954-01-29 | 1955-04-26 | Joint pour organe rotatif, séparant deux enceintes sous pression variable | |
| DE1683969U (de) * | 1954-03-08 | 1954-09-23 | Cambi Idraulici Badalini S P A | Ringfoermige dichtung zwischen ralativ zueinander umlaufenden konstruktions-elementen. |
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