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DE1010211B - Verfahren und Vorrichtung zum elektrischen Widerstandserhitzen von metallischem Halbzeug zum Zwecke einer unmittelbar anschliessenden Warmverformung - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum elektrischen Widerstandserhitzen von metallischem Halbzeug zum Zwecke einer unmittelbar anschliessenden Warmverformung

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Publication number
DE1010211B
DE1010211B DED19409A DED0019409A DE1010211B DE 1010211 B DE1010211 B DE 1010211B DE D19409 A DED19409 A DE D19409A DE D0019409 A DED0019409 A DE D0019409A DE 1010211 B DE1010211 B DE 1010211B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
workpieces
workpiece
heating
contacts
hot forming
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED19409A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Gerhard Seulen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Deutsche Edelstahlwerke AG
Original Assignee
Deutsche Edelstahlwerke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Deutsche Edelstahlwerke AG filed Critical Deutsche Edelstahlwerke AG
Priority to DED19409A priority Critical patent/DE1010211B/de
Publication of DE1010211B publication Critical patent/DE1010211B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B3/00Ohmic-resistance heating
    • H05B3/0004Devices wherein the heating current flows through the material to be heated

Landscapes

  • Heat Treatment Of Articles (AREA)

Description

Die Erfindung- bezieht sich auf ein Verfahren zum elektrischen Widerstandserhitzen von Halbzeug aus Eisen-und Nichteisenmetallen oder ihren Legierungen, insbesondere aus Stahl, zu dem Zweck, die Werkstücke unmittelbar anschließend einer Warmverformung zu unterwerfen.
Wenn bisher die Aufgabe gestellt war, ein, langgestrecktes Werkstück im unmittelbaren Stromdurchgang durch Widerstandserhitzung zu erwärmen,, so wurde dieses Werkstück an seinen, beiden. Enden in einen Stromkreis eingeschaltet. Hierbei ergibt sich für die Strom Zuleitungen automatisch eine Länge:, die insgesamt mindestens der Länge des zu beheizenden Werkstückes entspricht. Eine derartige Anordnung ist ohne besondere Vorkehrungen nur dann, möglich, wenn, der Widarstandswert des aufzuheizenden Werkstückes wesentlich größer ist als der Widerstandswert der Zuleitungen. Bei der Aufheizung von. Halbzeug, d. h. also beispielsweise Knüppeln, Blöcken, Stangen, Rohren od. dgl., ist — selbst bei Stahl — auf Grund der im Verhältnis zu den, Zuleitungen, groißen Querschnitten, der Widerstands wert so* gering, daß er in der Größenordnung des Widerstandswertes der Zuleitungen, liegt. Es muß daher bei einer solchen Anordnung mit erheblichen elektrischen λ/erlusten in den Zuleitungen, gerechnet werden, wodurch der Wirkungsgrad bei der Aufheizung außerordentlich schlechte Werte annimmt. Es dürfte sogar erforderlich sein, die in den Zuleitungen entstehende erhebliche! Erwärmung durch Kühlung zu beseitigen,. Die Höhe der Verlustwärme ist der Länge der Zuleitungen zwischen Stromquelle und Werkstück direkt proportional.
Es entsteht daher die Aufgabe, die Zuleitungen so kurz wie möglich zu halten;. Zu diesem Zweck sind schon, Vorrichtungen bekanntgeworden:, bei welchen unter gleichzeitiger Erwärmung zweier Werkstücke ein Werkstück als Rückleitung für das andere ausgenutzt wird. Die Werkstücke, können dann mit je einem Ende unmittelbar an die Stromquelle gelegt werden, während die anderen Enden mit einer kurzen Kurzschlußbrücke verbunden werden,. Die Längen der Zuleitungen, verringern sich hierdurch auf ein Minimum.
So· zu verfahren, ist aber nicht möglich,, wenn die Werkstücke anschließend unmittelbar einer Warmverformung unterworfen, werden sollen,. Eine Walzenstraße, eine Presse, ein Hammer od. dgl. sind in der Regel nur in der Lage, ein Werkstück a,uf einmal zu verarbeiten,. Mehrfachanoirdnungen von Warmformgeibungseinrichtungen gleicher Art dürften sich' im allgemeinen aus, Raum- und Kostengründen verbieten. Es müßte daher, da jeweils zwei auf Warmfo>rmgebungstemperatur gebrachte Werkstücke gleichzeitig anfallen, ein, Werkstück so lange abgelegt werden:, bis Verfahren und Vorrichtung
zum elektrischen Widerstandserhitzen
von metallischem Halbzeug
zum Zwecke einer unmittelbar
anschließenden Warmverformung
Anmelder:
Deutsche Edelstahlwerke
Aktiengesellschaft,
Krefeld, Gladbacher Str. 578
Dr.-Ing. Gerhard Seulen, Remscheid,
ist als Erfinder genannt worden
das andere mindestens teilweise verarbeitet ist. Das abgelegte Werkstück kühlt dabei unzulässig ab, wenn nicht eine Warmhalteeinrichtung od. dgl. vorgesehen ist, wodurch sich die Gesamtanlage kompliziert. Mit sämtlichen, bekanntgewordenen Anordnungen ist es lediglich möglich, irgendwelche Werkstücke in einem Schritt auf die gewünschte Temperatur zu erhitzen. Zur Herstellung eines automatischen Fabrikationsablaufs sind sie jedoch nicht geeignet.
Gemäß der Erfindung wird nun ein Verfahren zum elektrischen, Widerstandserhitzen, von Halbzeug aus Eisen und Nichteisenmetallen oder ihren Legierungen, insbesondere aus Stahl, zum Zwecke einer unmittelbar anschließenden Warmverformung vorgeschlagen. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehr je eine Heizstation besetzende Werkstücke, einen oder mehrere bis auf etwa Radialabstand, der mindestens einen Werkstückenden angeschlossenen Stromkreis bilden: und die Werkstücke im schrittweisen Transport, beispielsweise mittels mechanischhydraulisch, oder elektromechanisch betätigter Transportmittel, wie Hubbalken,, Ketten und Drehteller, von. Heizstation, zu Heizstation auf die Warmformgebungstemperatur erwärmt werden und anschließend im Arbeitstakt ein Transport der Werkstücke zur Verarbeitungsstelle stattfindet.
Als Stromquellen, können hierbei gleichermaßen ein Transformator, ein Generator oder ein, Kontakt- oder Gefäßgleichrichter verwendet werden,, je nachdem, ob mit Wechselstrom normaler oder erhöhter Frequenz oder mit Gleichstrom gearbeitet wird, Die Warmformgebungstemperatur wird hierbei jeweils in einer
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der Warkstückzahl entsprechenden Anzahl von Er- bewirkt. Bei sternförmiger Anordnung eignet sich wärmungsschritten erreicht, indem im Arbeitstakt besonders ein Drehteller für die zu bewirkende der Warmformgaburigseinrichtung, insbesondere der schrittweise Bewegung der Werkstücke von Station Walzenstraße, ein Transport der Werkstücke von zu Station und zur Waiterbaarbeitungsstelle. RoIl-Heizstation zu Heizstation und schließlich zur Ver- 5 gänge od. dgl. können sich; an die Aufheizeinrichtung arbeitungsstelle stattfindet. Die einzelnen Heiz- anschließen, SO' daß ein völlig kontinuierlicher Betrieb Stationen bringen die Werkstücke auf eine zuvor fest- von der Auflage des kalten Werkstückes bis zur gelegte Temperatur, beispielsweise erwärmt die erste Warmfonngebungseinrichtung, beispielsweise der Heizstation auf 600° C, die zweite auf 1200° C. Walzenstraße, gegeben ist. Die Auflage der kalten Wenn drei oder mehr Heizstationen vorgesehen, sind, io Werkstücke kann ebenfalls über Rollgänge od. dgl. ererfolgt eine entsprechende Unterteilung der Tempe- folgen oder gegebenenfalls auch mit sonstigen Transraturbereiche, in denen schrittweise aufgeheizt wird. portmitteln, wie Kränen, Hubbalken, Rutschen, Die angegebenen Temperaturschritte sind nur bei- Magazinen od. dgl.
spielsweise zu bewerten und können in Anpassung an Beim Aufheizen der Werkstücke ohne Ortsverände-
die Qualität des Werkstoffes, insbesondere an die 15 rung während der Erwärmungsschritte kann der Qualität des Stahles, abgewandelt werden, und zwar Transport der kalten Stücke in die einzelnen Aufauch derart, daß die Temperaturerhöhung in den, ein- heizstationen und der warmen Stücke von den Aufzelnen Heizstationen unterschiedlich, d. h. größer heizstationen zur Verformungsmaschine ebenfalls oder kleiner gewählt wird. Dies hat Bedeutung für das durch eine der vorbeschriebenen Mittel bewerkstelligt Aufheizen, beispielsweise von legierten Stählen, die 20 werden.
bekanntlich einer sorgfältig überwachten langsamen In den Vorrichtungen gemäß der Erfindung werden
Aufheizung im Gebiet von, 300 bis 600° C unterzogen zweckmäßigerweise an sich bekannte, fluss igkeitsgewerden müssen, kühlte Kontakte sowohl für die Zuleitungen als auch
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es ohne für die Brücken verwendet. Die Zuleitungen und nennenswerte Stromwärmeverluste in· den äußerst 25 Brücken, können mit ihren Kontakten stirnseitig an kurzen. Zuleitungen und Brücken, möglich, unter An- den Werkstücken anliegen,, oder sie können in Richpassung an den Arbeitstakt der Wannformgebungs- tung senkrecht zur Werkstückachse von einander maschine dieser jeweils nur ein auf Warmform- gegenüberliegenden Stellen her angreifen» Es ist begebungstemperatur erwärmtes Werkstück zuzuführen. sonders zweckmäßig, das Wärmewachstum des Werk-
Zur Ausübung des Verfahrens gemäß der Erfindung 30 Stückes sowohl in Achsrichtung als auch quer dazu wird eine Vorrichtung vorgeschlagen, die gekenn- auszunutzen, um den· erforderlichen Kontaktdruck zu zeichnet ist durch eine sternförmige Anordnung der erhöhen. An sich müssen zumindest die Kontakte der Werkstücke. In diesem Falle bilden die Stromzufüh- Brücken! bzw. diese selbst, wie bereits erwähnt, ortsrungen den Sternmittelpunkt und die Kurzschluß- beweglich sein, urn die Werkstücke ein- und ausbrücken, an den Werkstückenden einen Ring oder 35 fahren zu können. Unbeschadet dieser Ortsbeweglich-Ringabschnitte. Es ist indes auch möglich, nur die keit werden die Kontakte so· ausgebildet, daß sie Schaltung in, Sternform vorzunehmen. beispielsweise gegen Federdruck nachgiebig sind. Der
Es ist weiterhin möglich, die Werkstücke in einer Federdruck kann ohne weiteres so eingestellt werden, Vorrichtung achsparallel und eng benachbart anzu- daß sich der erforderliche Kontaktdruck selbsttätig ordnen. In Nachbarschaft der speisenden Stromquelle 40 ergibt. An Stelle von Federn sind selbstverständlich sind ortsfeste Stromzuleitungskontakte vorgesehen, beispielsweise auch hydraulische Mittel für diesen während für die der Stromzuführung abgewandten Zweck anwendbar. Eine besonders zweckmäßige Ein-Enden der Werkstücke Kurzschlußbrücken verwendet richtung stellt eine sogenannte Froschklemme dar, die werden. Die Kurzschlußbrücken sind in Achsrichtung seitlich am Werkstück angreift. Das Längenwachsder Werkstücke einstellbar, um den notwendigen 45 tum wirkt dabei hebelartig auf die Klemmen und Kontaktdruck herzustellea. Sie sind außerdem ver- schließt sie gegen das· Wachstum in Querrichtung, fahrbar, damit sie vom Werkstück·abgezogen werden An. den Kontaktstellen entsteht selbstverständlich
können, um es für den Transport von Heizstation. zu ein hoher Übergangswiderstand, der zu einer Vor-Heizstation und schließlich zur Warmformgebungs- eilung der Temperatur in Nachbarschaft der Berüheinrichtung freizugeben. Die Verfahrbarkeit dient 50 rungsstelle führt. Nur die Kontakte selbst lassen sidi auch dazu, eine Einstallung auf unterschiedliche gegen unzulässige Erwärmung durch positive Küh-Werkstücklängen vornehmen zu können, ohne daß an lung schützen. Um in aufeinanderfolgenden Erwärden Stromzuführungskontakten Einstellung-sänderun- mungsschritten die Temperatur an den Enden, der gen notwendig sind. Dies ist wichtig sowohl für Werkstücke nicht unzulässig hoch anwachsen; zu Längenunterschiede, die innerhalb eines Erzeugungs- 55 lassen, ist es zweckmäßig, bei seitlicher Anordnung Programms vorkommen können als auch für die Ein- der Kontakte zum Glühgut den Abstand zwischen stellung auf unterschiedliche Werkstücktypen. Die Stromzuführungskontakt und Kurzschlußbrücken-Kurzschlußbrücken könnem, bezogen auf die Achs- kontakt in benachbarten Heizstationen wahlweise richtung der Werkstücke, auch nach oben oder unten verschieden einstellbar zu gestalten. Es kann auf diese senkrecht verfahrbar oder im Winkel verschwenkbar 60 Weise in jeder Heizstation. gegenüber der vorhersein, je nachdem, wie dies im Rahmen des Gesamt- gehenden der Abstand zwischen den Kontakten in aufbaues zweckdienlich erscheint. Eine solche Aus- Achsrichtung verkürzt werden, so daß die durch den führungsform ist insbesondere dann zweckmäßig, Übergangswiderstand bedingte Voreilung der Temwenn die Werkstücke in Achsrichtung zur VerfO'r- peratur in den einzelnen Erwärmungsstationen zu mungsmaschine hin ausgefahren werden. 65 anderen Punkten der Werkstücklänge verlegt wird.
Bei :einer Anordnung der Werkstücke achsparallel Wenn die Vorrichtung gemäß der Erfindung mit
in enger Nachbarschaft zueinander wird der Trans- Wechselstrom betrieben wird, kann die Temperaturport von Heizstation zu Heizstation durch mechanisch, verteilung über die Länge des Werkstückes im Sinne hydraulisch oder elektromechanisch betätigte Trans- einer Vergleichmäßigung beeinflußt werden durch portmittel, wie Hubbalken, Ketten, Rollen od. dgl., 70 Aufsetzen von Eisenjochen, die vorzugsweise als
lameliierte Blechpakete aufgebaut sind. Diese Eisenjoche können, das Werkstück ganz oder teilweise umfassen. Sie können es ferner auf der gesamten Länge oder auf einzelnen Abschnitten überdecken. Auf diese Weise lassen sich Ungleichmäßigkeiten der Erwärmung, die durch die Übergangswiderstände an den Kontaktstellen oder durch Abstrahlung bedingt sein. können, ausgleichen.
In den Zeichnungen ist schematisch die: Erfindung an einigen Ausführungsbeispielen für Vorrichtungen zur Ausübung des Verfahrens näher veranschaulicht.
Die Abb. 1 zeigt eine speisende Stromquelle 1, an die ein Wediselstromtransformator 2 angeschlossen ist. Dieser besteht aus der Primärwicklung 3 und aus der Sekundärwicklung 4. An diei Sekundärwicklung 4 sind überStromzuleitungein, 5 und Kontaktelektroden 6 zwei Werkstücke in Form von Knüppeln, Stangen, Rohren od. dgl. angeschlossen.. Diese Werkstücke sind mit 7' und 7" bezeichnet. Zum Einlegen und Herausnehmen der Werkstücke können, die Stromzuführungskontakte mit einem Drehpunkt 8 verseilen sein, der ein Öffnen, und Schließen der Kontakte 6 gestattet. An den anderen Enden der beiden Werkstücke 7' und 7" befindet sich eine Kurzschlußbrücke 9, die mit den beiden. Kontakten 10 versehen ist. Auch diese Kurzschlußbrücke kann mit einem oder zwei Drehpunkten. 11 und 12 versehen sein, um die Kontakte 10 einfach öffnen und schließen zu können. Die Richtung des zur Aufheizung der beiden Werkstücke 7 dienenden Heizstromes geringer Spannung und hoher Stromstärke ist durch die Pfeile 11' und 11" wiedergegeben,. Durch die enge Benachbarung der beiden Werkstücke ist es möglich, die Stromzuleitungen; 5 äußerst kurz zu halten. Diese liegen praktisch direkt an, der Sekundärwicklung 4 des Transformators 2, so daß die Stromzuführungskontakte 6 etwa eine Einheit mit dem Transformator 2 bilden.
Soll an Stelle eines nieder- oder mittelfrequenten Wechselstromes Gleichstrom für die Beheizung verwendet werden, so fällt der Transformator 2 fort. An Stelle dieses Transformators tritt sodann ein Umformer, ein Kontakt- oder Gefäßgleichrichter.
Um einen dem Arbeitstakt der Warmformgebungsmaschine angepaßten Aufheizkontakt der Vorrichtung sicherzustellen, wird zunächst ein Werkstück T beispielsweise auf eine Temperatur von 600° erwärmt und sodann durch Quertransport in die Lage des Werkstückes 7" gebracht, wo' es auf die Endteimperatur gebracht wird, die für die Warmformgebung geeignet ist. Während dieses Werkstück sodann an die Warmverformungsmaschine abgegeben wird, wird ein kaltes Werkstück in die Lage des Werkstückes T gebracht. Dieses Arbeitsspiel wiederholt sich so lange, wie der Warmformgebungseinrichtung aufgeheiztes Halbzeug geliefert werden muß. Es ist andererseits auch möglich, ohne Ortsveränderung der Werkstücke während der Aufheizung zu arbeiten und das jeweils auf Warmverformungstemperatur erwärmte Werkstück axial herauszuziehen und der Verformungsmaschine zuzuführen. Die wechselweise Zuführung kalter Werkstücke zu den beiden Heizstationen T und 7" kann dabei ebenfalls in axialer Richtung erfolgen.
Abb. 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens. Es wird hierbei als speisendes Netz das normale 3-Phasenr-Netz verwendet, welches bei 1 dargestellt ist. An dieses angeschlossen ist der 3-Phasen-Transformator 2 mit seinen Primärwicklungen 3 und den Sekundärwicklungen 4. An die Sekundärwicklungen 4 sind die drei Stromzuführungen 5 angeschlossen, die an ihren Enden die Kontaktelektroden 6 tragen. Die Stromzuführungen 5, die besonders kurze Länge aufweisen, können dabei starr oder federnd angeordnet sein, Die Kontaktelektroden 6 können, stirnseitig der Werkstücke oder auch seitlich angreifen. Die zu beheizenden, Werkstücke T', 7" und T" sind an ihren freien Enden durch die Kurzschlußbrücke 9 kurzgeschlossen. Als Kontaktelektroden werden, die Elektroden, 10 verwendet, die in ihrem Aufbau den Kontaktelektroden 6 entsprechen können. Die Kurzschlußbrücke 9 ist in Richtung der Pfeile 13 einstellbar und in Achsrichtung der Werkstücke verschiebbar, um Werkstücke unterschiedlicher Länge erwärmen zu können. Die Kurzschlußbrücke 9 kann in Abwandlung dieser Ausführungsform auch quer zur Achse der Werkstücke verschoben- oder verschwenkt werden, um einen Transport der Werkstücke zu ermöglichen. Desgleichen, können, die Stromzuführungskontakte 6 soi ausgebildet sein, daß sie quer zur Achsrichtung der Werkstücke verschwenkt oder verschoben werden können, so- daß die Werkstücke für den Transport völlig frei sind. Das Aufheizen der Werkstücke erfolgt in einzelnen. Erwärmungsschritten. Beispielsweise kann, das Werkstück 7' von Raumtemperatur auf etwa 400° erwärmt werden, worauf ein Quertransport aller Werkstücke vorgenommen wird. Hierdurch gelangt das Werkstück in die zweite Heizstation (7") und wird hier von, etwa 400° auf etwa 800° aufgeheizt. Bei gleichem Transport gelangt das bisherige Werkstück 7" in die dritte Aufheizstation,, in der es von etwa 800° auf etwa 1200° erwärmt wird. Das dritte Werkstück T" wird zur gleichen Zeit an die Warmverformungseinrichtung abgegeben. Ein neues Werkstück gelangt gleichzeitig in die erste Aufheizstation., um hier von. Raumtemperatur auf etwa 400° erwärmt zu, werden.
Diese Ausführungsforni der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird stets von einer Wechselstromquelle gespeist, die eine Frequenz von 10 bis 10 000 Hz, vorzugsweise jedoch 50 oder 60 Hz, hat. Die Schaltung des Transformators 2 kann in an sich bekannter Art Stern-Stern, Stern-Dreieck, Stern-Zickzack oder ähnlich ausgeführt sein. An Stelle eines 3-Phasen-Transformators kann sinngemäß auch ein Transformator mit anderer Phasenzahl, beispielsweise zwei oder sechs Phasen, verwendet werden.
Abb. 3 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung, bei der an das speisende 3-Phasen-Netz 1 wiederum ein Transformator 2, bestehend aus Primärwicklung 3 und Sekundärwicklung 4, angeschlossen ist. Die Werkstücke T bis T" sind mit der Sekundärseite des Transformators über die Stromzuführungen, 5 und die Kontaktelektroden 6 verbunden. Die freien Enden der Werkstücke T bis T" sind über Kurzschlußbrücken, 9', 9" und 9"' mit drei weiteren Werkstücken 7"" bis 7""" verbunden. Die vorderen. Enden dieser drei Werkstücke 7"" bis 7""" sind über eine gemeinsame Kurzschlußbrücke 14 kurzgeschlossen. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung liegen in jeder Phase zwei in Reihe geschaltete Werkstücke. Audi in diesem Fall sind die Stromzuführuiigen äußerst, kurz, und die Kurzschlußbrücken 9' bis 9"' bzw. die gemeinsame Kurzschlußbrücke 14 ist ebenfalls in gedrängter Bauweise ausgeführt. Die einzelnen Aufheizschritte, im dargestellten Beispiel sechs Schritte, werden bei Ortsveränderung der Werkstücke zwischen, den Aufheizzeiten durch Quertransport derselben ausgeführt.
Abb. 4 zeigt ein Beispiel für eine Vorrichtung bei sternförmiger Anordnung der Werkstücke, wobei die Stromzuführung im Mittelpunkt des Sternes erfolgt.
Es ist wiederum 1 das speisende Netz, in diesem Fall ein 3-Phasen-Netz. Der Transformator 2 besteht aus den Primärwicklungen. 3 und den Sekundärwicklungen 4. Über Stromzuführungen 5 und Kontakte 6 werden die Werkstücke 7', 7" und 7'" angeschlossen. An den, freien Enden der Werkstücke befinden sich die Stromkontakte 10, die zu der kreisringförmig ausgebildeten Kurzschlußbrücke 9 führen. Zur Durchführung der Erwärmungsschritte erfolgt eine schrittweise Drehung des nicht dargestellten Auflagetellers in Richtung des Pfeiles 15. Hierdurch wird jedes Werkstück von Heizstation zu Heizstation befördert, das auf Endtemperatur gebrachte Werkstück abgegeben und ein kaltes Werkstück in die erste Aufheizstation eingeführt.
Abb. 5 zeigt eine Ausführungsform des Erfindungsgedankeins in schematischer Darstellung, bei der in jeder Phase zwei Werkstücke in Reihenschaltung angeordnet sind. Vom speisenden Netz 1 wird über den Transformator 2, bestehend aus Primärwicklung 3 und Sekundärwicklung 4, der Heizstrom über die Zuleitungen 5 und die Kontakte 6 den Werkstücken 7' bis 7'" zugeführt. An den freien Enden der Werkstücke 7' bis 7'" befinden sich die Kurzschlußbrücken 9' bis 9'", die jeweils die Reihenschaltung mit den Werkstücken 7"" bis 7""" gestalten. Die freien Enden der Werkstücke 7"" bis 7""" sind über die Kurzschlußbrücke 14 kurzgeschlossen. Eine Bewegung der Werkstücke von Heizstation zu Heizstation. erfolgt in Richtung des Pfeiles 15. '
In den einzelnen, Heizstationen der beschriebenen Vorrichtungen erfolgt das Aufheizen durch zeitliche Einregelung des gesamten Arbeitsspieles sinngemäß in der gleichen. Weise, wie in Verbindung mit Abb'. I näher erläutert, derart, daß die voraus bestimmten Temperaturen im Glühgut in jedem Heizschritt erreicht werden. Dabei ist es ferner möglich, zusätzlich die Stromstärke, mit der die Werkstücke in den, einzelnen Stationen beaufschlagt werden, entsprechend einzuregeln.
Abb. 6 zeigt eine besondere Ausbildungsform für die Kontaktklemmen zur Zuführung des Stromes zu den Werkstückenden bzw. zum Kurzschließen der anderen. Werkstückenden. Es ist 16 ein Teil des zu erwärmenden Werkstückes. Durch Ausübung eines Druckes, beispielsweise mittels der Kurzschlußbrücken, wird dieses Werkstück in Richtung des Pfeiles 17 bewegt. Dabei betätigt es die Hebel 18' und 18", die über einen gemeinsamen Drehpunkt 19 die schematisch dargestellten, Stromzuführungskontakte 20' und 20" in Richtung der Pfeile 21' und 21" beidseitig gegen das Werkstück 16 drücken, und hierdurch den gewünschten Kontaktdruck herstellen. Bei der Wärmedehnung des Werkstückes 16 während des Aufheizvorganges verstärkt sich der Druck auf die Hebel 18, wodurch sich selbsttätig der Kontaktdruck der Kontakte 20' und 20" erhöht. In der Darstellung sind die zusätzlich erforderlichen hydraulischen', pneumatischen oder elektromechanischen. Mittel zum öffnen und zum ersten Schließen, der Kontakte nicht dargestellt. Gleichfalls ist auf eine Darstellung der Stromzuf ührungs- oder Kurzschluß leitungen verzichtet worden.

Claims (9)

Patentansprüche:
1. Verfahren, zum elektrischen Widerstandserhitzen, von Halbzeug aus Eisen- und Niehtaisetnmetallen oder ihren Legierungen,, insbesondere aus Stahl, zum Zwecke einer unmittelbar anschließenr den Warmverformung, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß zwei oder mehr je eine Heizstation besetzende Werkstücke einen, oder mehrere bis auf etwa Radialabstand der mindestens einen Werkstückenden geschlossene Stromkreise bilden und die Werkstücke im schrittweisen- Transport, beispielsweise mittels, mechanisch-hydraulisch oder elektromechanisch, betätigter Transportmittel, wie Hubbalken, Ketten, und Drehteller, von, Heizstation zu Heizstation auf die Warmfoirngebungstemperatur erwärmt werden und anschließend im Arbeitstakt ein Transport der Werkstücke zur Verarbeitungsstalle stattfindet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Erwärmung auf Warmformgebungstemperatur der Werkstücke in, ainer der Werkstückzahl entsprechenden Anzahl von Erwärmungsschritten stattfindet.
3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch Anordnung der Werkstücke in Steirnform mit den Stromzuführungen als Sternmittelpunkt und den Kurzschlußbrücken als Ring oder Ringabschnitte.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch an sich bekannte flüssigkeitsgekühlte Kontakte für Zuleitungen und Brücken zur stirnseitigen. Kontaktgabe.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch an sich bekannte flüssigkeitsgekühlte Kontakte für Zuleitungen und Brücken zur Kontaktgabe in Richtung senkrecht zur Werkstückachse von einander gegenüberliegenden Stellen her.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontakte unbeschadet ihrer Ortsbeweglichkeit gegenüber dem Werkstückwachstum in Längs- und/oder Querrichtung den Kontaktdruck verstärkend beispielsweise gegen Federdruck nachgiebig angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch, eine Froschklemme, derart, daß das Längenwachstum die seitlich ain Werkstück angreifende Klemme gegen das Wachstum in Querrichtung schließt.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei seitlicher Anordnung der Kontakte zum Glühgut der Abstand zwischen Stromzuführungskontakt und Kurzschlußbrückenkontakt in benachbarten, Heizstationen wahlweise verschieden einstellbar ist.
9. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach den, Ansprüchen 1 und 2 unter Verwendung von Wechselstrom und unter Benutzung eines oder mehrerer Ansprüche 3 bis 8, gekennzeichnet durch vorzugsweise lamellierte Eisenjoche, die die Werkstücke ganz oder teilweise umfassen und sie in gesamter Länge oder auf einzelnen Abschnitten überdecken.
In Betracht gezogene Druckschriften,:
Deutsche Patentschrift Nr. 64 021;
französische Patentschrift Nr. 864 527;
britische Patentschrift Nr. 166 276.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 7W548/3S1 6.57
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