[go: up one dir, main page]

DE10101197A1 - Verfahren zur Erhöhung der Lenkbarkeit und/oder der Fahrstabilität eines Fahrzeugs bei Kurvenfahrt - Google Patents

Verfahren zur Erhöhung der Lenkbarkeit und/oder der Fahrstabilität eines Fahrzeugs bei Kurvenfahrt

Info

Publication number
DE10101197A1
DE10101197A1 DE10101197A DE10101197A DE10101197A1 DE 10101197 A1 DE10101197 A1 DE 10101197A1 DE 10101197 A DE10101197 A DE 10101197A DE 10101197 A DE10101197 A DE 10101197A DE 10101197 A1 DE10101197 A1 DE 10101197A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wheels
braking force
brake
curve
cornering
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE10101197A
Other languages
English (en)
Inventor
Ivica Batistic
Robert Schmidt
Wolfgang Kling
Andreas Kohl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Continental Teves AG and Co OHG
Original Assignee
Continental Teves AG and Co OHG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Continental Teves AG and Co OHG filed Critical Continental Teves AG and Co OHG
Priority to US10/181,136 priority Critical patent/US6974195B2/en
Priority to DE10101197A priority patent/DE10101197A1/de
Publication of DE10101197A1 publication Critical patent/DE10101197A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T8/00Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
    • B60T8/24Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to vehicle inclination or change of direction, e.g. negotiating bends
    • B60T8/246Change of direction
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T8/00Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
    • B60T8/17Using electrical or electronic regulation means to control braking
    • B60T8/1755Brake regulation specially adapted to control the stability of the vehicle, e.g. taking into account yaw rate or transverse acceleration in a curve
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T2201/00Particular use of vehicle brake systems; Special systems using also the brakes; Special software modules within the brake system controller
    • B60T2201/16Curve braking control, e.g. turn control within ABS control algorithm

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Regulating Braking Force (AREA)

Abstract

Bei einem Verfahren zur Erhöhung der Lenkbarkeit und der Fahrzeugstabilität eines Kraftfahrzeugs während einer Kurvenfahrt wird das Drehverhalten oder der Radschlupf der einzelnen Räder beobachtet und die Verteilung der Bremskraft auf die kurvenäußeren Räder im Vergleich zu der Bremskraft auf die kurveninneren Räder in Abhängigkeit von dem Raddrehverhalten oder dem Radschlupf der Räder variiert. Bei Kurvenfahrterkennung wird eine dem Fahrerwunsch entsprechende Gesamtverzögerung des Fahrzeugs ermittelt und durch Erhöhung der Bremskraft (DELTAP¶1¶) an dem oder den kurvenäußeren Rädern und Absenkung oder Konstanthaltung der Bremskraft (DELTAP¶2¶) an den kurveninneren Rädern eine dem Fahrerwunsch entsprechende Fahrzeugverzögerung herbeigeführt.

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Erhöhung der Lenkbarkeit und/oder der Fahrstabilität eines mit gere­ gelter Bremsanlage ausgerüsteten Kraftfahrzeugs, bei dem bei Kurvenfahrt das Drehverhalten und/oder der Radschlupf der einzelnen Fahrzeugräder beobachtet wird und bei dem bei Kur­ venerkennung die Verteilung der Bremskraft auf die kurvenäu­ ßeren Räder und auf die kurveninneren Räder in Abhängigkeit von dem Raddrehverhalten und/oder dem Radschlupf variiert wird. Ein Bremsensystem zur Durchführung des Verfahrens ge­ hört ebenfalls zur Erfindung.
Aus der DE 195 22 632 A1 ist bereits ein derartiges Verfah­ ren bekannt, bei dem zur Verbesserung der Lenkbarkeit des Fahrzeugs und der Fahrstabilität bei einer Kurvenfahrterken­ nung von einem Normal-Regelmodus auf einen Kurvenfahrt- Regel-Modus umgeschaltet wird. In diesem Sondermodus wird im Vergleich zu dem Normal-Regelmodus das mittlere Druckniveau des kurveninneren Vorderrades um einen vorgegebenen Wert ab­ gesenkt und das mittlere Druckniveau des kurvenäußeren Vor­ derrades um einen vorgegebenen Wert angehoben. Es handelt sich dabei es sich um ein Verfahren zur Verbesserung des Re­ gelverhaltens eines Blockierschutz-Regelungssystems (ABS) bei Kurvenfahrt, weshalb auch die Bezeichnung ABSplus (verbessertes ABS) oder ESBS (Enhanced Stability Brake Sy­ stem) verwendet wird. Eine Bremsdruckerhöhung (am kurvenäu- ßeren Vorderrad) über den durch die Bremspedalbetätigung hervorgerufenen Vordruck ist dabei weder vorgesehen noch möglich.
Des weiteren ist es aus der DE 196 48 909 A1 bekannt, zur Verbesserung des Regelverhaltens einer blockiergeschützten, zum aktiven Einbremsen fähigen Bremsanlage, wenn bei Kurven­ fahrt Verzögerung ohne Bremsenbetätigung eine Verzögerung des Fahrzeugs festgestellt wird und wenn gleichzeitig eine kritische, auf ein Eindrehen des Fahrzeugs (auf Übersteuern) hinweisende Radschlupfbedingung erfüllt ist, eine Sonderre­ gelung einzuleiten, die das Einsteuern von Bremsdruck in die Radbremse des kurvenäußeren Vorderrades bewirkt. Diese Son­ derregelung, die das Übersteuern des Fahrzeugs verhindert, ist nur bei nicht betätigter Bremse in Funktion.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren oder Bremsensystem der eingangs genannten Art dahingehend weiterzuentwickeln, dass beim Befahren einer Kurve, bei Spurwechsel oder ähnlichen Manövern sowohl eine gute Lenk­ barkeit und hohe Fahrstabilität als auch ein kurzer Bremsweg oder eine präzise, dem (durch das Maß der Bremspedalbetäti­ gung ausgedrückten) Fahrerwunsch entsprechende Bremsenwirkung erreicht wird. Die Umsetzung des Fahrerwunsches in eine ent­ sprechende Fahrzeugverzögerung soll sowohl in Notbremssitua­ tionen als auch bei "zaghafter" Pedalbetätigung erzielt wer­ den.
Es hat sich gezeigt, dass diese Aufgabe mit dem im Anspruch 1 beschriebenen Verfahren gelöst werden kann, dessen Beson­ derheit darin besteht, dass bei Kurvenfahrterkennung eine dem Fahrerwunsch entsprechende Gesamtverzögerung des Fahr­ zeugs ermittelt wird und dass durch Erhöhung der Bremskraft am kurvenäußeren Vorderrad und/oder Hinterrad über die dem Fahrerwunsch entsprechende Bremskraft hinaus und Absenkung der Bremskraft oder Konstanthaltung der Bremskraft an dem oder an den kurveninneren Rädern die der Pedalkraft bzw. dem Fahrerwunsch entsprechende Fahrzeugverzögerung herbeigeführt wird.
Erfindungsgemäß wird zur Kompensation eines übersteuernden Fahrverhaltens, das beispielsweise während einer Kurven­ fahrt, bei plötzlichem Spurwechsel etc. auftreten kann, der Bremsdruck und damit die Bremskraft am kurvenäußeren Vorder­ rad erhöht, am kurveninneren Vorderrad dagegen abgesenkt oder konstant gehalten. Die asymmetrische Verteilung der Bremskräfte an der Vorderachse wird durch das Regelungssy­ stem dem Fahrzustand angepasst.
Bei herkömmlichen Systemen mit verbesserter Lenkbarkeit durch Änderung des Druckniveaus am kurvenäußeren und kur­ veninneren Rad kann oder darf - so ist die Bremsanlage aus­ gelegt - der (erhöhte) Bremsdruck am kurvenäußeren Rad den durch die Pedalbetätigung vorgegebenen Vordruck bzw. die durch die Pedalkraft vorgegebene Bremskraft nicht über­ schreiten. Folglich wird die Gesamtverzögerung des Fahrzeugs im Vergleich zu einer Geradeausfahrt oder einer Kurvenfahrt mit gleichen Bremsdrücken an den kurvenäußeren und kurvenin­ neren Rädern zwangsläufig geringer. Dies ist zumindest für den Fahrer irritierend und verlangt eine Anpassung an die besondere Situation. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird dagegen die vom Fahrer gewünschte Gesamtverzögerung auch bei einer Kurvenfahrt, bei einem plötzlichen Spurwech­ sel etc. erreicht.
Vorteilhaft ist ein Druckaufbau am kurvenäußeren Rad über die Fahrervorgabe hinaus als Folge des erfindungsgemäßen Verfahrens auch bei geringen Fahrerdruckvorgaben, bei denen allein durch einen Druckabbau (am kurveninneren Rad) das notwendige stabilisierende Moment nicht aufgebracht werden könnte.
Nach vorteilhaften, alternativen Ausführungsbeispielen des erfindungsgemäßen Verfahrens kann die Erhöhung der Brems­ kraft an den kurvenäußeren Rädern und die Absenkung an den kurveninneren Rädern gleichzeitig oder innerhalb einer vor­ gegebenen Zeitspanne in Stufen, zum Beispiel durch Druckän­ derungspulse oder Druckänderungspulsfolgen herbeigeführt werden. Andererseits ist es durchaus auch möglich und in vielen Fällen auch vorteilhaft, die Erhöhung an den kur­ venäußeren Rädern und die entsprechende Absenkung an den kurveninneren Rädern zeitlich versetzt durchzuführen, wobei die Anhebung der Bremskraft z. B. um eine vorgegebene Zeit­ spanne in der Größenordnung von 50 ms bis 500 ms versetzt im Anschluss an die Bremskraftabsenkung am kurveninneren Rad oder an den kurveninneren Rädern herbeigeführt werden soll­ te.
Ein zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens beson­ ders geeignetes Bremsensystem ist als sogenanntes Brake-by­ wire-System (BBW), z. B. als elektrohydraulisches Bremsensy­ stem (EHB) oder elektromechanisches Bremsensystem (EMB), ausgebildet. Bei solchen Bremsensystemen wird grundsätzlich die Pedalbetätigung bzw. der durch die Pedalbetätigung aus­ gedrückte Fahrerwunsch erfasst und in Form eines elektri­ schen Signals zum Bremskrafterzeuger übertragen. Bei solchen Systemen bereitet es keine Schwierigkeiten, eine Bremskraf­ terhöhung am kurvenäußeren Rad über den Fahrerwunsch hinaus zu realisieren.
In den beigefügten Unteransprüchen sind noch weitere vor­ teilhafte Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Verfah­ rens und von Bremsensystemen zur Durchführung des Verfahrens beschrieben.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung von Einzel­ heiten und Ausführungsbeispielen anhand der beigefügten Ab­ bildungen hervor.
Es zeigen:
Fig. 1 schematisch vereinfacht ein Bremsensystem zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 2 schematisch vereinfacht Komponenten eines Bremsen­ systems nach der Erfindung,
Fig. 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Bremsensy­ stem nach der Erfindung, und
Fig. 4 im Diagramm den Verlauf der Bremsdruckdifferenz am kurveninneren und kurvenäußeren Vorderrad nach ei­ nem Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Der durch Betätigung des Bremspedals zum Ausdruck gebrachte "Fahrerwunsch" wird nach dem an Hand der Fig. 1 veranschau­ lichten Prinzips der Erfindung zunächst durch einen mit EBV (elektronische Bremskraftverteilung) bezeichneten Block 1 in Bremskraftkomponenten oder Druckkomponenten P1 bis P4 für die einzelnen Fahrzeugräder 1 bis 4 umgesetzt. In einem an­ schließenden Block oder einer Verarbeitungsstufe 2, die in Fig. 1 "ESBS-Druckverteilung" (Bremsanlagen dieser Art wer­ den in Fachkreisen als "ABSplus"-Systeme oder "Enhanced Sta­ bility Brake Systems") genannt ist, werden die den einzelnen Rädern zugeordneten Druck- oder Bremskraftkomponenten P1 bis P4 bei Kurvenfahrterkennung (KFE) nach den Vorgaben des er­ findungsgemäßen Verfahrens modifiziert, so dass am Ausgang der Stufe 2 Druck- oder Bremskraftkomponenten P1' bis P4' zur Verfügung stehen.
Eine Kurvenerkennung kann auf sehr unterschiedliche Weise realisiert werden. Bekannt ist z. B. eine Kurvenerkennung durch Beobachtung des Schlupfverlaufs der einzelnen Räder. Es ergibt sich zumindest scheinbar ein unterschiedlicher Schlupf an den kurvenäußeren Rädern im Vergleich zu den kur­ veninneren Fahrzeugrädern.
Symbolisch ist im unteren Teil der Fig. 1 ein übersteuerndes Fahrzeug dargestellt, um zu veranschaulichen, dass bei An­ wendung des erfindungsgemäßen Verfahrens der in der Stufe 1 errechnete Druck (oder die Bremskraft) P1 am kurvenäußeren Vorderrad Väu um einen bestimmten Betrag ΔP1 erhöht, der Druck P2 am kurveninneren Vorderrad Vin dagegen um einen Dif­ ferenzdruck ΔP2 erniedrigt wird. Folglich wird der am kur­ venäußeren Vorderrad herrschende Bremsdruck P1' höher als der dem Fahrerwunsch entsprechende Bremsdruck P1. Dies ist erfin­ dungsgemäß von entscheidender Bedeutung.
In Fig. 2 ist als weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung ein Bremsensystem schematisch dargestellt, bei dem die Pe­ dalkraft bzw. der den "Fahrerwunsch" ausdrückende Druck "Pstat. 1 . . .4", der im statischen Zustand des Fahrzeugs und bei einer Geradeausfahrt gilt, einerseits einem Bremskraftver­ teiler 3 (EBV) und andererseits einer als "ESBS" bezeichne­ ten Stufe 4 zugeführt wird, in der die besonderen Verhält­ nisse bei Kurvenfahrt berücksichtigt werden. Die durch die elektronische Bremskraftverteilung EBV 3 errechneten dynami­ schen Komponenten "Pdyn(EBV)1. . 4" und die von der Kurvenfahrt abhängigen dynamischen Komponenten Pdyn(ESBS)1 . . 4 werden schließlich in einer als "Druckarbitration" bezeichneten Verteilungsstufe 5 zur Errechnung der den einzelnen Fahrzeu­ grädern zugeführten Komponenten "Pdyn1 . . 4" ausgewertet.
In Fig. 3 ist noch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Bremsensystems zur Durchführung des erfindungsgemäßen Ver­ fahrens dargestellt. Die "Fahrerwunscherfassung" symboli­ siert ein Block 6, dessen Ausgangssignal einer elektronischen Bremskraftverteilung 7, die die statischen Verhältnisse be­ rücksichtigt, zugeführt wird. Zur Fahrsituationserkennung (Kurvenfahrt oder Geradeausfahrt, Straßenstörung etc.), zur Verarbeitung der Geschwindigkeiten V1 bis V4 der einzelnen Fahrzeugräder und zur Auswertung dieser Eingangsgrößen dient eine Rechenwerk 8, das einen Adaptionsalgorithmus für den adaptiven Anteil der Bremskraftverteilung bei statischen Verhältnissen repräsentiert.
Die Ausgangsinformationen oder -signale der statischen Bremskraftverteilung 7, nämlich die einzelnen Komponenten "P1stat" bis "P4stat", werden schließlich in einem Block 9, in dem die dynamischen Komponenten "P1dyn" bis "P4dyn" der Bremskraftverteilung auf Basis der statischen Komponenten "P1stat" bis "P4stat" und der Radgeschwindigkeiten V1 bis 4 errechnet werden, ausgewertet.
Fig. 3 gibt das Bremskraftverteilungskonzept eines Brake-by­ wire-Systems, speziell eines elektrohydraulischen Bremsensy­ stems (EHD) wieder, bei dem die Erfindung zur Anwendung kommt.
Schließlich ist in Fig. 4 noch ein Diagramm zur Veranschau­ lichung eines weiteren Ausführungsbeispiels der Erfindung gezeigt, das darin besteht, dass der Druckdifferenzkomponen­ ten zur Berücksichtigung einer Kurvenfahrt, nämlich die Druckausgleichskomponenten ΔP1, -ΔP2 (siehe Fig. 1) zeitlich versetzt dem Radbremsdruck P1, P2 (siehe Fig. 1) hinzugefügt werden, um ein komfortables Zustandekommen des notwendigen Giermomentes zur Unterstützung der Kurvenfahrt zu gewährlei­ sten. Zum Zeitpunkt t0 beginnt die Druckkorrektur. Zunächst wird in dem dargestellten Ausführungsbeispiel durch einen Druckabbaupuls am kurveninneren Vorderrad der Radbremsdruck um circa 5 bar (entspricht ΔP2 in Fig. 1) erniedrigt und erst im Anschluss daran, hier nach 200 ms zum Zeitpunkt t1, der Radbremsdruck am kurvenäußeren Vorderrad um ebenfalls 5 bar (ΔP1) erhöht. Dies wiederholt sich nach einer Pause von circa 1 s. In der Praxis werden diese Bremskraft- oder Druckände­ rungen durch Pulsfolgen, wie im Beispiel nach Fig. 4, oder durch exakt berechnete Einzelpulse realisiert. Die Dauer der Druckänderungspulse kann z. B. in der Größenordnung von 50 ms bis einigen 100 ms liegen.
In anderen Fällen dürfte jedoch auch eine gleichzeitige Bremskraft- bzw. Bremsdruckerhöhung an den jeweiligen Vor­ derrädern durch Einzelimpulse oder Pulsfolgen genügen.

Claims (11)

1. Verfahren zur Erhöhung der Lenkbarkeit und/oder der Fahrstabilität eines mit geregelter Bremsanlage ausge­ rüsteten Kraftfahrzeugs, bei dem bei Kurvenfahrt das Drehverhalten und/oder der Radschlupf der einzelnen Fahrzeugräder beobachtet wird und bei dem bei Kurvener­ kennung die Verteilung der Bremskraft auf die kurvenäu­ ßeren Räder und auf die kurveninneren Räder in Abhän­ gigkeit von dem Raddrehverhalten und/oder dem Rad­ schlupf variiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass bei Kurvenfahrterkennung eine dem Fahrerwunsch entsprechen­ de Fahrzeugverzögerung ermittelt wird und dass durch Erhöhung der Bremskraft am kurvenäußeren Vorderrad und/oder am kurvenäußeren Hinterrad über die dem Fah­ rerwunsch entsprechende Bremskraft hinaus und Absenkung der Bremskraft an dem oder den kurveninneren Rädern die dem Fahrerwunsch entsprechende Fahrzeugverzögerung her­ beigeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhöhung der Bremskraft an den kurvenäußeren Rädern und die Absenkung an den kurveninneren Rädern gleich­ zeitig oder innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne in Stufen, z. B. durch Druckänderungspulse oder -pulsfolgen herbeigeführt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhöhung der Bremskraft an den kurvenäußeren Rädern und die Absenkung an den kurveninneren Rädern zueinan­ der zeitlich versetzt, z. B. um eine Zeitspanne in der Größenordnung von 50 bis 500 ms, insbesondere 200 ms, herbeigeführt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anhebung der Bremskraft an den kurvenäußeren Rädern im Anschluss an die Absenkung der Bremskraft an den kurveninneren Rädern oder an den entsprechenden Absen­ kungspuls eingeleitet wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere aufeinander folgende Bremskraft-Anhebungen und Bremskraft- Absenkungen in vorgegebenen zeitlichen Abständen von z. B. 1 bis 2 sec. herbeigeführt werden.
6. Bremsensystem zur Durchführung des Verfahrens nach ei­ nem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge­ kennzeichnet, dass dieses in Form eines "Brake-by­ wire"-Systems, z. B. eines elektrohydraulischen Bremsen­ systems (EHB) oder eines elektromechanischen Bremsensy­ stems (EMB) ausgebildet ist.
7. Bremsensystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass dieses eine EBV-Regelung (elektronische Brems­ kraftverteilung) umfasst, bei der die statische Vertei­ lung der Bremsdrücke auf Vorderachse und Hinterachse des Kraftfahrzeugs durch Kennlinien festgelegt ist (Fig. 2, Fig. 3).
8. Bremsensystem nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekenn­ zeichnet, dass zur Adaption der Bremskraftverteilung (EBV) die statischen Kennlinien der Bremskraftvertei­ lung dem Beladungszustand des Fahrzeugs und dem Zustand der Bremsanlage durch einen überlagerten Algorithmus angepasst werden, wobei die Adaption durch Auswertung der Raddrehzahlinformationen und interner Regelzustände erfolgt.
9. Bremsensystem nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass im Fahrzeug vorhan­ dene Zusatzsensorik, wie Lenkwinkelsensor, Querbe­ schleunigungssensor, Längsbeschleunigungssensor und Gierratensensor, zur Verbesserung und Absicherung der Eingangsinformationen des Bremsensystems ausgewertet werden.
10. Bremsensystem nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine EBV- Regelstufe vorhanden ist, die aus der statischen Vorga­ be der Bremsdrücke und dem Verhalten des Fahrzeugs wäh­ rend der Kurvenfahrt die in der aktuellen Fahrsituation optimale Verteilung der Bremsdrücke aller Räder berech­ net.
11. Bremsensystem nach Anspruch Z0, dadurch gekennzeichnet, dass die EBV-Regelstufe derart ausgebildet ist, dass die resultierende Gesamtverzögerung des Fahrzeugs auch während der EBV-Funktion dem Fahrerwunsch entspricht.
DE10101197A 2000-01-13 2001-01-11 Verfahren zur Erhöhung der Lenkbarkeit und/oder der Fahrstabilität eines Fahrzeugs bei Kurvenfahrt Withdrawn DE10101197A1 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US10/181,136 US6974195B2 (en) 2000-01-13 2001-01-11 Method for increasing the maneuverability or driving stability of a vehicle during cornering
DE10101197A DE10101197A1 (de) 2000-01-13 2001-01-11 Verfahren zur Erhöhung der Lenkbarkeit und/oder der Fahrstabilität eines Fahrzeugs bei Kurvenfahrt

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE10001019 2000-01-13
DE10004243 2000-02-01
DE10101197A DE10101197A1 (de) 2000-01-13 2001-01-11 Verfahren zur Erhöhung der Lenkbarkeit und/oder der Fahrstabilität eines Fahrzeugs bei Kurvenfahrt

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE10101197A1 true DE10101197A1 (de) 2001-09-06

Family

ID=26003824

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE10101197A Withdrawn DE10101197A1 (de) 2000-01-13 2001-01-11 Verfahren zur Erhöhung der Lenkbarkeit und/oder der Fahrstabilität eines Fahrzeugs bei Kurvenfahrt

Country Status (4)

Country Link
EP (1) EP1250250A1 (de)
JP (1) JP2003519590A (de)
DE (1) DE10101197A1 (de)
WO (1) WO2001051327A1 (de)

Cited By (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10205037A1 (de) * 2002-02-07 2003-08-21 Bayerische Motoren Werke Ag Verfahren zum Bestimmen des vom Fahrer eines Kraftfahrzeugs vorgegebenen und an eine Fahrzeug-Bremsanlage weitergeleiteten Bremswunsches
EP1302379A3 (de) * 2001-10-12 2003-10-08 Delphi Technologies, Inc. Links/rechts- dynamische Bremskraftverteilung für ein Kraftfahrzeug
DE10226227A1 (de) * 2002-06-13 2003-12-24 Continental Teves Ag & Co Ohg Verfahren zur Stabilisierung eines Fahrzeugs
DE10244557A1 (de) * 2002-09-25 2004-04-08 Continental Teves Ag & Co. Ohg Verfahren zur Verbesserung der Fahreigenschaft eines Fahrzeugs
EP1477379A1 (de) * 2003-05-14 2004-11-17 Nissan Motor Co., Ltd. Bremskraftsteuerungsvorrichtung und -verfahren für ein Kraftfahrzeug
DE10150493B4 (de) * 2000-10-18 2011-01-27 Continental Teves Ag & Co. Ohg Verfahren zur Erhöhung der Fahrstabilität während einer Teilbremsung bei Kurvenfahrt nach einer ABSplus-Regelstrategie
US8500219B2 (en) 2008-02-22 2013-08-06 Continental Teves Ag & Co. Ohg Method and device for stabilizing a vehicle

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2841200B1 (fr) * 2002-06-21 2004-08-27 Delphi Tech Inc Procede et dispositif pour le freinage en courbe d'un vehicule atomobile

Family Cites Families (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JP2679415B2 (ja) * 1990-12-21 1997-11-19 日産自動車株式会社 車両の制動力左右配分制御装置
DE4340921B4 (de) * 1993-12-01 2004-11-18 Robert Bosch Gmbh Bremsdruckregelsystem
EP0872393B1 (de) * 1997-04-16 2003-08-27 Volkswagen Aktiengesellschaft Verfahren zur Bremsdruckregelung eines Kraftfahrzeuges
DE19816432B4 (de) * 1997-04-16 2008-07-10 Volkswagen Ag Verfahren zur Bremsdruckregelung eines Kraftfahrzeuges
JPH1134831A (ja) * 1997-05-21 1999-02-09 Denso Corp ブレーキ制御装置
EP1040033B1 (de) * 1997-12-16 2005-04-06 Continental Teves AG & Co. oHG Verfahren zur erhöhung der kippstabilität eines fahrzeuges
DE19832484A1 (de) * 1998-02-07 1999-08-12 Itt Mfg Enterprises Inc Verfahren und Vorrichtung zur Erkennung einer Kurvenfahrt, insbesondere einer übersteuerten Kurvenfahrt und zur Stabilisierung eines Fahrzeugs bei einer übersteuerten Kurvenfahrt

Cited By (11)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10150493B4 (de) * 2000-10-18 2011-01-27 Continental Teves Ag & Co. Ohg Verfahren zur Erhöhung der Fahrstabilität während einer Teilbremsung bei Kurvenfahrt nach einer ABSplus-Regelstrategie
EP1302379A3 (de) * 2001-10-12 2003-10-08 Delphi Technologies, Inc. Links/rechts- dynamische Bremskraftverteilung für ein Kraftfahrzeug
US6735510B2 (en) 2001-10-12 2004-05-11 Delphi Technologies, Inc. Dynamic side to side brake proportioning
DE10205037A1 (de) * 2002-02-07 2003-08-21 Bayerische Motoren Werke Ag Verfahren zum Bestimmen des vom Fahrer eines Kraftfahrzeugs vorgegebenen und an eine Fahrzeug-Bremsanlage weitergeleiteten Bremswunsches
DE10226227A1 (de) * 2002-06-13 2003-12-24 Continental Teves Ag & Co Ohg Verfahren zur Stabilisierung eines Fahrzeugs
DE10226227B4 (de) * 2002-06-13 2016-05-12 Continental Teves Ag & Co. Ohg Verfahren zur Stabilisierung eines Fahrzeugs und Einrichtung zur Fahrstabilitätsregelung
DE10244557A1 (de) * 2002-09-25 2004-04-08 Continental Teves Ag & Co. Ohg Verfahren zur Verbesserung der Fahreigenschaft eines Fahrzeugs
WO2004031010A1 (de) * 2002-09-25 2004-04-15 Continental Teves Ag & Co.Ohg Verfahren zur verbesserung der fahreigenschaft eines fahrzeugs bei eilgebremster fahrt
EP1477379A1 (de) * 2003-05-14 2004-11-17 Nissan Motor Co., Ltd. Bremskraftsteuerungsvorrichtung und -verfahren für ein Kraftfahrzeug
US7097262B2 (en) 2003-05-14 2006-08-29 Nissan Motor Co., Ltd. Braking force control apparatus and method for vehicle
US8500219B2 (en) 2008-02-22 2013-08-06 Continental Teves Ag & Co. Ohg Method and device for stabilizing a vehicle

Also Published As

Publication number Publication date
EP1250250A1 (de) 2002-10-23
WO2001051327A1 (de) 2001-07-19
JP2003519590A (ja) 2003-06-24

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE4123235C2 (de) Verfahren zur Verhinderung von Instabilitäten des Fahrverhaltens eines Fahrzeuges
DE10393615B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Stabilisierung eines Fahrzeuggespannes
EP0418264B1 (de) Verfahren zur erhöhung der beherrschbarkeit eines gebremsten fahrzeuges
EP1351843B1 (de) Einrichtung und verfahren zum betrieb eines fahrzeugs
EP1651483B1 (de) Geräuschreduzierte fahrzeugbremsanlage
EP1758774B1 (de) Verfahren und einrichtung zum stabilisieren eines fahrzeugs
DE19703688B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung einer Bremsanlage
WO2002036401A1 (de) Verfahren zur regelung der fahrstabilität
DE19535623A1 (de) Bremssystem mit einer bei Bremsvoraussage startenden Pumpe
DE3935559C2 (de) Antiblockier-Bremssystem für ein Kraftfahrzeug und Verfahren zum Regeln eines Antiblockier-Bremssystems
EP1131235B1 (de) Verfahren und vorrichtung zur stabilisierung eines mit einer schlupfgeregelten bremsanlage ausgestatteten fahrzeugs
DE19632068B4 (de) Vorrichtung zur Regelung der Fahrstabilität eines Fahrzeugs
WO2001026943A1 (de) Vorrichtung und verfahren zur regelung wenigstens einer fahrzeugbewegungsgrösse
DE19626042C2 (de) Einrichtung zum Steuern der Bremskraftverteilung bei einem Fahrzeug
EP1045783A1 (de) Vorrichtung und verfahren zum begrenzen einer rückrollgeschwindigkeit eines kraftfahrzeuges
DE60034422T2 (de) Erhöhung der Fahrzeugsteuerbarkeit und Fahrstabilität beim Bremsen in einer Kurve
DE102008034908A1 (de) Verfahren zur Stabilisierung eines Fahrzeuges bei Aquaplaning
DE10101197A1 (de) Verfahren zur Erhöhung der Lenkbarkeit und/oder der Fahrstabilität eines Fahrzeugs bei Kurvenfahrt
EP1156952B1 (de) Vorrichtung und verfahren zur regelung des radschlupfes nach einer schleudererkennung
DE10119907B4 (de) Verfahren zur Regelung der Fahrstabilität
DE10034873B4 (de) Verfahren und Bremsanlage zum Regeln des Bremsvorgangs bei einem Kraftfahrzeug
DE10120417B4 (de) Bremskraftregelsystem und -verfahren für ein Fahrzeug
DE102009008107B4 (de) Verfahren zur Bestimmung einer Regelgröße einer koordinierten Steuerung auf einer Split-Fahrbahnoberfläche unter Verwendung einer Verzögerung eines Fahrzeugs
DE102004047860A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Beeinflussung der Querdynamik eines Fahrzeugs
DE10325486A1 (de) Verfahren zur Regelung der Fahrstabilität

Legal Events

Date Code Title Description
OR8 Request for search as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law
8105 Search report available
8130 Withdrawal