DE10101741A1 - Parallele Übertragung identischer Daten an mehrere Endgeräte und Rückübertragung von Informationen über die Übertragungsqualität - Google Patents
Parallele Übertragung identischer Daten an mehrere Endgeräte und Rückübertragung von Informationen über die ÜbertragungsqualitätInfo
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Abstract
Beschrieben wird ein Verfahren zur parallelen Übertragung identischer Daten von einer Sende-/Empfangseinrichtung an mehrere Endgeräte, die zumindest teilweise über eine Funkverbindung erfolgt. Es werden den Endgeräten im Rahmen der Funkverbindung gemeinsame Übertragungskapazitäten für eine Übertragung von Qualitätsinformationen über die Übertragungsqualität der Daten für eine Übertragung durch mehrere Endgeräte an die Sende-/Empfangseinrichtung bereitgestellt.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur paralle
len Übertragung identischer Daten von einer Sende-/Empfangs
einrichtung an mehrere Endgeräte, wobei die Übertragung zwi
schen der Sende-/Empifangseinrichtung und den Endgeräten zu
mindest teilweise über eine Funkverbindung erfolgt, sowie ein
Funk-Kommunikationssystem mit mindestens einer Sende-
/Empfangseinrichtung und mehreren Endgeräten, die zum Empfang
von Daten ausgebildet sind, welche durch die Sende-/Empfangs
einrichtung über eine Funkverbindung übertragen werden.
Ein grundlegendes Problem bei einer parallelen Übertragung
von identischen Daten an mehrere Endgeräte - auch bezeichnet
als Verteildienste wie Broadcast oder Multicast - ist die Ga
rantie der Fehlerfreiheit der übertragenen Nachrichten. Ins
besondere in Funk-Kommunikationssystemen oder Kommunikations
systemen, in denen zumindest teilweise eine Funkübertragung
erfolgt, besteht die Gefahr, dass Daten bei der Übertragung
aufgrund der Eigenschaften der Funkverbindung wie beispiels
weise eines Funkkanals verfälscht werden. Bei solchen Syste
men kann nur unter erheblichem Aufwand garantiert werden,
dass alle Endgeräte die zu übertragenden Daten fehlerfrei er
halten haben.
Insbesondere bei zukünftigen Multimedia-Diensten, die auf den
vorgenannten Methoden basieren können und die in der Regel
gleichzeitig von mehreren Endgeräten genutzt werden, kann ein
Datenverlust sehr kritisch sein. Daher besteht die Notwendig
keit für geeignete Maßnahmen, die garantieren, dass die zu
übertragenden Daten sicher und fehlerfrei bei allen Endgerä
ten ankommen, wobei diese Maßnahmen immer dann Anwendung fin
den sollen, wenn die Daten zumindest teilweise über eine
Funkverbindung übertragen werden, die eine fehlerbehaftete
Datenübertragung verursachen kann.
In bisher üblichen Funk-Kommunikationssystemen ist es be
kannt, bei Datenübertragungen zwischen einer Sende-
/Empfangseinrichtung und einem einzelnen Endgerät (Unicast-
Verbindung) zur Garantie einer weitgehenden Fehlerfreiheit
der Datenübertragung eine Fehlerkorrektur in der Senderich
tung (Vorwärts-Fehlerkorrektur/Forward Error Correction, FEC)
wie auch eine Rückübertragung von Qualitäts-informationen
über die Übertragungsqualität der übertragenen Daten, insbe
sondere kombiniert mit einer entsprechenden Anforderung einer
erneuten Übertragung der Daten (Automatic Repeat Request ARQ)
vorzusehen. Versagen FEC-Verfahren bei schlechten Bedingungen
der Funkverbindung (z. B. schlechtes Funkkanalverhalten wie
Schwund) oder starken Interferenzen, so können durch wieder
holte Übertragung, beispielsweise gesteuert durch einen Auto
matic Repeat Request (ARQ), mit hoher Wahrscheinlichkeit die
Daten fehlerfrei beim Empfänger-Endgerät eintreffen.
Wurde auf der Hinstrecke von der Sende-/Empfangseinrichtung
zum Empfänger-Endgerät beispielsweise auf einer logischen
Verbindung, die im Fall einer Unicast-Verbindung vorliegt,
ein Datenpaket gesendet, welches am Empfänger-Endgerät nicht
korrekt empfangen werden konnte, so wird auf der Rückstrecke
vom Empfänger-Endgerät zur Sende-/Empfangseinrichtung der
fehlerhafte Empfang durch eine negative Quittung signali
siert. Das ARQ-Verfahren veranlasst daraufhin die erneute
Übertragung der fehlerhaft übertragenen Daten auf der glei
chen logischen Verbindung.
In Festnetzen werden bei heute bekannten Verfahren zur paral
lelen Übertragung identischer Daten an mehrere Endgeräte -
wie bei Multicast- und Broadcast-Verbindungen - FEC- und ARQ-
Verfahren kombiniert. Zur Minimierung des Datenaufkommens,
das seitens der Endgräte durch Signalisierungsdateneinheiten
(Signalling Packet Data Unit, S-PDU) entsteht, welche Qualitätsinformationen
beispielsweise in Form von Quittungen über
tragen, werden diese Quittungen an logischen Knotenpunkten
des Festnetzes gebündelt und von dort an die Sende-/Empfangs
einrichtung weitergeleitet. Zudem können Knotenpunkte, die
bereits die Daten erfolgreich empfangen haben, anstatt der
Sende-/Empfangseinrichtung die verfälscht übertragenen Daten
an das Empfänger-Endgerät zielgerichtet wiederholt übertra
gen. Diese Methoden sind jedoch nicht bzw. nur eingeschränkt
für Kommunikationssysteme mit Funkverbindungen anwendbar.
In Kommunikationssystemen mit Funkverbindungen werden bei
bislang bekannten Methoden zur parallelen Datenübertragung
identischer Daten an mehrere Endgeräte - wie bei Multicast-
und Broadcast-Verbiridungen - lediglich FEC-Verfahren mit ei
ner größeren Redundanz verwendet. Dies bedeutet, dass den zu
übertragenen Daten eine entsprechend höhere Redundanz zur
Fehlerkorrektur hinzugefügt werden muss, was ein erhöhtes Da
tenaufkommen auf der Hinstrecke von der Sende-/Empfangsein
richtung zum Endgerät bedeutet. Andere bekannte Methoden,
eine fehlerfreiere Übertragung zu garantieren, sind einer
seits die Verwendung einer geringwertigen Modulation, für die
dann ein geringeres Signal/Rauschverhältnis ausreichend ist,
was in einer geringeren Fehleranfälligkeit resultiert, oder
andererseits ein Verfahren, bei dem prinzipiell eine mehrfa
che Übertragung der Daten vorgesehen wird, was jedoch zu ei
ner Vervielfachung des Datenaufkommens führt.
Eine Rückübertragung von Qualitätsinformationen über die
Übertragungsqualität der übertragenen Daten, beispielsweise
durch ARQ-Verfahren, ist bei Kommunikationssystemen, die zu
mindest teilweise über eine Funkverbindung arbeiten, im Rah
men der bislang bekannten Verfahren nicht einsetzbar. Grund
dafür ist, dass die dafür notwendige Übertragungskapazität
auf der Rückstrecke vom Empfänger-Endgerät zur Sende-
/Empfangseinrichtung und für die erneuten Übertragungen bei
den bislang bekannten Methoden zu groß wäre, da mit einer zu
nehmenden Zahl der Endgeräte die Wahrscheinlichkeit für eine
fehlerhafte Übertragung zunimmt und für die Endgeräte eine
entsprechend große Übertragungskapazität zur Rückübertragung
von Qualitätsinformationen bereitgehalten werden müsste. Die
Bereithaltung einer solch großen Übertragungskapazität ist
jedoch angesichts der knappen Ressourcen an Übertragungskapa
zitäten für Funkverbindungen wirtschaftlich nicht tragbar.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, für Kommuni
kationssysteme mit Funkverbindungen eine Möglichkeit zur mög
lichst fehlerfreien parallelen Übertragung von identischen
Daten an mehrere Endgeräte bereitzustellen, die mit einem
möglichst geringen Aufkommen an Daten in der Richtung von ei
ner Sende-/Empfangseinrichtung zu den Endgeräten auskommt und
keine übermäßigen Übertragungskapazitäten in der Richtung von
den Endgeräten zur Sende-/Empfangseinrichtung erfordert.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 14
gelöst.
Die Erfindung umfasst ein Verfahren zur parallelen Übertra
gung identischer Daten von einer Sende-/Empfangseinrichtung
an mehrere Endgeräte, wobei die Übertragung zwischen der
Sende-/Empfangseinrichtung und den Endgeräten zumindest teil
weise über eine Funkverbindung erfolgt. Die Endgeräte können
dabei beispielsweise Teilnehmer-Endgeräte sein, also Kommuni
kations-Endgeräte, mit denen ein Teilnehmer mit einer Ein
richtung oder einem anderen Teilnehmer kommuniziert oder auf
dem er Daten wie beispielsweise Multimediadaten empfängt. Die
Endgeräte können aber auch beispielsweise Mess-, Steuer- oder
Überwachungseinrichtungen sein, die von einer Sende-
/Empfangseinrichtung angesteuert oder abgefragt werden kön
nen.
Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass von den Endgeräten
nach dem Empfang der Daten Qualitätsinformationen über die
Übertragungsqualität der Daten an die Sende-/Empfangseinrich
tung zurückgesandt werden, wobei den Endgeräten im Rahmen der
Funkverbindung gemeinsame Übertragungskapazitäten für eine
Übertragung der Qualitätsinformationen mehrerer Endgeräte an
die Sende-/Empfangseinrichtung bereitgestellt werden.
Entgegen den bisher bekannten Methoden aus dem Stand der
Technik wird nun also vorgesehen, dass auch bei Kommunikati
onssystemen, bei denen parallel eine Funkverbindung zu mehre
ren Endgeräten aufgebaut wird, Qualitätsinformationen an die
Sende-/Empfangseinrichtung zurückübertragen werden. Somit
tritt kein erhöhtes Datenaufkommen in Richtung von der Sende-
/Empfangseinrichtung zu den Endgeräten auf, wie es beim Stand
der Technik durch die FEC-Verfahren mit erhöhter Redundanz
erforderlich ist. Es werden jedoch auch keine übermäßigen
Übertragungskapazitäten in der Übertragungsrichtung von den
Endgeräten zu der Sende-/Empfangseinrichtung benötigt, da
eine gleichzeitige Übertragung der Qualitätsinformationen
vorgesehen wird, wobei auf gemeinsame Übertragungskapazitäten
zugegriffen wird. Diese gemeinsamen Übertragungskapazitäten
können beispielsweise ein identischer Funkkanal, eine identi
sche Frequenz eines Frequenzmultiplexverfahrens, ein identi
scher Zeitschlitz eines Zeitmultiplexverfahrens oder ein
identischer Code eines Codemultiplexvefahrens sein oder es
können auf andere Weise Übertragungskapazitäten gleichzeitig
bereitgestellt werden wie beispielsweise durch räumlich sepa
rierende Maßnahmen.
Es können daher, wenn mehrere Endgeräte Qualitätsinformatio
nen übertragen, diese Übertragungen zeitlich in der gemeinsa
men Übertragungskapazität zusammenfallen und einander dabei
sogar überdecken. Dies ist jedoch nicht problematisch, da es
im einfachsten Fall sogar genügen kann, wenn bei der Sende-
/Empfangseinrichtung die Information ankommt, dass mindestens
eines der Endgeräte gewisse Daten fehlerhaft empfangen hat.
Aufgrund dieser Information kann dann eine erneute Übertra
gung dieser Daten erfolgen, im vorgenannten Fall beispiels
weise an alle Endgeräte, wenn aus den übertragenen, sich mög
licherweise überdeckenden Qualitätsinformationen keine genaueren
Angaben entnehmbar sind, welche der Endgeräte die Da
ten fehlerhaft empfangen haben.
Für diese Erfindung kann vorgesehen werden, dass zumindest
dann Qualitätsinformationen an die Sende-/Empfangseinrichtung
zurückgesandt werden, wenn ein Teil der Daten fehlerhaft
übertragen wurde. In diesem Fall erfolgt also nur eine nega
tive Quittung, d. h. wenn die Daten fehlerfrei empfangen wur
den, erfolgt keine Rückmeldung an die Sende-/Empfangseinrich
tung. Vorteil dieses Verfahrens ist, dass das Datenaufkommen
weitestgehend minimiert wird.
Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass nach einem Empfang
der Daten vom Endgerät stets Qualitätsinformationen an die
Sende-/Empfangseinrichtung zurückgesandt werden, die Informa
tionen enthalten, welche Daten fehlerhaft und welche fehler
frei übertragen wurde. Damit erfolgt entweder eine positive
Quittierung bei fehlerfreier Übertragung oder eine negative
Quittierung bei fehlerhafter Übertragung der Daten. Vorteil
dieses Verfahrens ist, dass in jedem Fall eine eindeutige
Kenntnis in der Sende-/Empfangseinrichtung über die Übertra
gungsqualität der übertragenen Daten vorliegt. Damit wird
eindeutig der unerwünschte Fall ausgeschlossen, dass ein End
gerät eine negative Quittung zurücksendet, diese aber nicht
bei der Sende-/Empfangseinrichtung ankommt und von einer feh
lerfreien Datenübertragung ausgegangen wird.
Die erfindungsgemäße gleichzeitige Nutzung gemeinsamer Über
tragungskapazitäten kann, wie bereits erwähnt, auf verschie
dene Weise ermöglicht werden. So kann beispielsweise vorgese
hen werden, dass eine gleichzeitige Übertragung der Qualität
sinformationen durch eine räumliche Separation der zurückge
sandten Qualitätsinformationen mit Hilfe von räumlich sepa
rierenden Empfangskomponenten der Sende-/Empfangseinrichtung
erfolgt.
Es können räumlich getrennte Endgeräte beispielsweise den
gleichen Funkkanal nutzen, ohne dass sich die von ihnen über
tragenen Daten überdecken oder stören, da eine Separierung
der Datenübertragungen der Endgeräte durch die räumlich sepa
rierende Wirkung der Empfangskomponenten erfolgt. Spezielle
Beispiele hierfür sind, dass eine räumliche Separation mit
Hilfe von sektorisierenden Antennen oder adaptiven Antennen
als Empfangskomponenten einer Sende-/Empfangseinrichtung er
folgt.
Eine alternative Möglichkeit für die gleichzeitige Nutzung
gemeinsamer Übertragungskapazitäten ist, dass eine gleichzei
tige Übertragung der Qualitätsinformationen durch einen
gleichzeitigen Zugriff der Endgeräte auf mindestens eine ge
meinsame Übertragungseinheit der Funkverbindung zu der Sende-
/Empfangseinrichtung erfolgt. Es wird also nicht jedem Endge
rät wie sonst üblich mindestens eine eigene Übertragungsein
heit für eine Funkverbindung zur Sende-/Empfangseinrichtung
zur Verfügung gestellt, sondern die Endgeräte teilen sich
mindestens eine gemeinsame Übertragungseinheit einer Funkver
bindung. Hier kann es grundsätzlich zu Überdeckungen der ein
zelnen Übertragungen der Qualitätsinformationen kommen, so
fern nicht eine weitere Trennung der einzelnen Informationen
vorgesehen wird, wie im folgenden noch erläutert wird. Als
gleichzeitiger Zugriff auf mindestens eine gemeinsame Über
tragungseinheit kann ein gleichzeitiger Zugriff beispiels
weise auf mindestens eine gemeinsame Frequenz einer Frequenz
multiplex-Funkverbindung, mindestens einen gemeinsamen Zeit
schlitz einer Zeitmultiplex-Verbindung oder mindestens einen
gemeinsamen Code einer Codemultiplex-Verbindung erfolgen.
Soll jedoch eine komplette Überdeckung der übertragenen Qua
litätsinformationen vermieden werden, oder sollen noch wei
tere Informationen übertragen werden, so kann eine Codierung
der im Rahmen der Übertragungseinheit übertragenen Informa
tionen zur eindeutigen Identifizierung der Endgeräte und/oder
der fehlerhaft übertragenen Daten erfolgen. Diese Codierung
kann insbesondere durch eine Variation von physikalischen Ei
genschaften, insbesondere von Energie, Frequenz oder Dauer
der Trägersignale der Funkverbindung zu der Sende-/Empfangs
einrichtung während der Übertragungseinheit erfolgen. Eine
spezielle Realisierung einer solchen Codierung kann im Rahmen
von Mehrträgerverfahren wie OFDM erfolgen, die während einer
Übertragungseinheit mehrere Träger, teilweise auch als Unter
träger bezeichnet, zur Datenübertragung nutzen. Ein solches
OFDM-Verfahren für Kommunikationssysteme ist beispielsweise
in DE 44 41 323 beschrieben. Hier kann jeder der Träger in
einem gewissen Rahmen individuell beeinflusst werden und es
kann dadurch eine zusätzliche Codierung erreicht werden. So
mit wird vorgesehen, dass eine Codierung von mindestens einem
Träger eines Mehrträgerverfahrens, beispielsweise durch Va
riation seiner Energie oder der Energien gewisser Träger re
lativ zueinander, erfolgt.
Um nicht nur eine globale Neuübertragung der fehlerhaft ge
sendeten Daten einzuleiten, sondern vielmehr eine gezielte
und optimierte Neuübertragung zu ermöglichen, kann vorgesehen
werden, dass die Qualitätsinformationen seitens der Sende-
/Empfangseinrichtung gespeichert und ausgewertet werden und
in Abhängigkeit von dem Ergebnis der Auswertung eine erneute
Übertragung von fehlerhaft übertragenen Daten erfolgt. Insbe
sondere kann hierbei als Ergebnis der Auswertung eine Identi
fikation zumindest derjenigen Endgeräte geliefert werden, die
fehlerhafte Daten empfangen haben und eine erneute Übertra
gung der fehlerhaft übertragenen Daten gezielt zu den identi
fizierten Endgeräten erfolgt. Es kann beispielsweise bei der
erneuten Übertragung der Daten eine spezielle Anpassung der
Modulation (adaptive Modulation) und/oder der Codierung
und/oder der Sendeleistung und/oder der räumlichen Ausstrah
lungsrichtung erfolgen, mit der gezielt ein bestimmtes Endge
rät oder eine bestimmte Gruppe von Endgeräten angesprochen
werden kann. Damit kann insbesondere erreicht werden, dass
die erneute Übertragung der fehlerhaft übertragenen Daten auf
einer Funkverbindung erfolgt, die eindeutig einem identifizierten
Endgerät oder einer Gruppe von identifizierten Endge
räten zugewiesen ist.
Die vorliegende Erfindung umfasst außerdem ein Funk-Kommuni
kationssystem, welches insbesondere zur Durchführung eines
vorstehend beschriebenen Verfahrens ausgebildet ist und min
destens eine Sende-/Empfangseinrichtung und mehrere Endgeräte
aufweist. Die Endgeräte sind dabei zum Empfang von Daten aus
gebildet, welche durch die Sende-/Empfangseinrichtung über
eine Funkverbindung übertragen werden. Erfindungsgemäß weist
das Funk-Kommunikationssystem Einrichtungen zur Bereitstel
lung von gemeinsamen Übertragungskapazitäten für die Endge
räte für eine gleichzeitige Übertragung von Qualitätsinforma
tionen auf, welche Informationen über die Übertragungsquali
tät der übertragenen Daten beinhalten. In einer bevorzugten
Weiterbildung kann das Funk-Kommunikationssystem zusätzlich
Einrichtungen zur Speicherung der Qualitätsinformationen und
zur Auswertung der Qualitätsinformationen im Sinne einer
Identifikation zumindest derjenigen Endgeräte aufweisen, wel
che fehlerhafte Daten empfangen haben.
Nachfolgend wird ein spezielles Ausführungsbeispiel der Er
findung anhand der Fig. 1 bis 11 erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 Schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen
Funk-Kommunikationssystems.
Fig. 2 Schematische Darstellung eines gemeinsam genutzten
Zeitschlitzes in einem TDMA-Verfahren zur Übertra
gung von Qualitätisinformationen durch die Endge
räte.
Fig. 3 Darstellung der Übertragung von Datenpaketen und
Qualitätisnformationen innerhalb einer Zeitschlitz
rahmen-Struktur.
Fig. 4 Darstellung einer Datentabelle für Qualitätsinfor
mationen der Datenübertragung an X Endgeräte.
Fig. 5 Schematische Darstellung einer Datenübertragung im
Broadcast-Verfahren.
Fig. 6 Darstellung der in Tabellenform gespeicherten rück
übertragenen Qualitätsinformationen.
Fig. 7 Darstellung der Neuübertragung der Daten auf Basis
der Auswertung der gespeicherten Datentabelle.
Fig. 8 Schematische Darstellung der räumlich gezielten,
erneuten Aussendung spezieller Datenpakete.
Fig. 9 Darstellung der erneuten Rückübertragung von Quali
tätsinformationen und deren Speicherung in der Da
tentabelle.
Fig. 10 Schematische Darstellung des gemeinsamen Zugriffes
von X Endgeräten auf ein gemeinsames OFDM-Symbol
zur Übertragung von Qualitätsinformationen
Fig. 11 Darstellung der Übertragung von Datenpaketen und
Qualitätsinformationen im Rahmen eines OFDM-Verfah
rens.
Fig. 1 zeigt ein beispielhaftes Funk-Kommunikationssystem,
welches eine Vielzahl von Vermittlungseinrichtungen MSC auf
weist, die miteinander verbunden sind. In der Regel bildet
zumindest eine dieser Vermittlungseinrichtungen MSC einen Zu
gang zu weiteren Kommunikationssystemen wie beispielsweise
einem Festnetz-Kommunikationssystem PSTN. Die Vermittlungs
einrichtungen MSC sind in solchen Funk-Kommunikationssystemen
in der Regel mit einer Einrichtung RNM zum Zuteilen von Res
sourcen im Funk-Kommunikationssystem verbunden, an die verschiedene
Basisstationen BS als Sende-/Empfangseinrichtungen
des Funk-Kommunikationssystems angebunden sind. Die Basissta
tionen BS stehen über Kommunikationsverbindungen mit Endgerä
ten, speziell Teilnehmer-Endgeräten MT1, MT2, MT3 etc. in
Verbindung, wobei es sich insbesondere um mobile Teilnehmer-
Endgeräte MT handeln kann. Das Funk-Kommunikationssystem ist
dann als Mobilfunksystem ausgebildet.
Zwischen der Basisstation BS und den Teilnehmer-Endgeräten
MT1, MT2, MT3 besteht im Beispiel nach Fig. 1 eine bidirek
tionale Kommunikationsverbindung mit einer Aufwärtsrichtung
UL (Uplink) von den Teilnehmer-Endgeräten MT1, MT2, MT3 zur
Basisstation BS und einer Abwärtsrichtung DL (Downlink) von
der Basisstation BS zu den Teilnehmer-Endgeräten MT1, MT2,
MT3. In der Abwärtsrichtung DL werden parallel identische Da
ten von der Basisstation BS zu den Teilnehmer-Endgeräten MT1,
MT2, MT3 übertragen, die möglichst fehlerfrei bei diesen End
geräten ankommen sollen. Es handelt sich hierbei also um eine
Multicast-Verbindung bzw. eine sogenannte Point-to-Multi
point-Verbindung.
Es ist in Fig. 1 schematisch als ein Bestandteil der Basis
stationen BS eine Einrichtung, hier allgemein ARQ-Unit ge
nannt, gezeigt. In der praktischen Realisierung kann diese
hier schematisch als Einheit dargestellte Einrichtung durch
eine oder mehrere geeignete Einrichtungen realisiert werden.
Die ARQ-Unit ist dazu ausgebildet, entsprechend dem erfin
dungsgemäßen Verfahren die notwendigen Abläufe zur Realisie
rung eines ARQ-Verfahrens bei der vorgenannten Multicast-Ver
bindung und der Bereitstellung der notwendigen Übertragungs
kapazitäten für die entsprechende Signalisierung innerhalb
der Basisstation BS auszuführen. Diese Einrichtung dient ins
besondere zur Auswertung der von mobilen Teilnehmer-Endgerä
ten MT1, MT2, MT3 empfangenen Qualitätsinformationen über die
Übertragungsqualität der übertragenen Daten.
Es werden zur Übertragung der Qualitätsinformationen in dem
Funk-Kommunikationssystem gemeinsame Übertragungskapazitäten
für einen gleichzeitigen Zugriff durch die Endgeräte MT1,
MT2, MT3 bereitgestellt. Diese Bereitstellung kann prinzipi
ell eine der Aufgaben der ARQ-Unit sein. Als gemeinsame Über
tragungskapazität kann beispielsweise in der Aufwärtsrichtung
UL bei Verwendung eines TDMA-Übertragungsverfahrens ein ge
meinsamer Zeitschlitz für die Endgeräte MT1, MT2, MT3 als ge
meinsame Übertragungseinheit zur Verfügung gestellt werden.
Auf diesen Zeitschlitz können dann die Endgeräte bei Bedarf
zur Übertragung der Qualitätsinformationen, beispielsweise
zur Übertragung einer negativen Quittung, zugreifen, wobei
der Zugriff auch gleichzeitig durch mehrere Endgeräte erfol
gen kann, wenn mehrere Endgeräte Daten fehlerhaft empfangen
haben. Ein solcher Zeitschlitz ts für die Übertragung von
ARQ-Qualitätsinformationen innerhalb eines TDMA-Zeitschlitz
rahmens TF der Aufwärtsverbindung UL ist schematisch in Fig.
2 dargestellt. Analog kann aber auch ein gemeinsamer Code ei
nes CDMA-Verfahrens oder eine gemeinsame Frequenz eines FDMA-
Verfahrens bereitgestellt werden.
Als weitere Alternative kann aber auch eine gleichzeitige
Übertragung von Qualitätsinformationen durch einen gleichzei
tigen Zugriff auf räumlich separierende Antennen wie sektori
sierende Antennen oder adaptive Antennen vorgesehen sein.
Solche eine räumlich separierende Verbindung ist in Fig. 8
schematisch dargestellt, auf die im Rahmen einer gezielten
Neuübertragung von Daten im folgenden Bezug genommen wird. In
der weiteren Beschreibung soll von einer gleichzeitigen Über
tragung von Qualitätsinformationen innerhalb eines gemeinsa
men Zeitschlitzes ausgegangen werden.
Durch die Bündelung der negativen Quittungen (Negative
Acknowledgement NAK) auf ein und demselben Zeitschlitz wird
der Daten-Overhead, also der durch die Realisierung des ARQ-
Verfahrens nötige Signalisierungsaufwand, fest auf einen
Zeitschlitz begrenzt, unabhängig von der Anzahl der beteiligten
Endgeräte. Lediglich die Wahrscheinlichkeit für das Ver
senden eines NAKs vergrößert sich mit Zunahme der Anzahl der
Empfänger-Endgeräte.
Die Qualitätsinformationen können in der Sende-/Empfangsein
richtung, die die Daten übertragen hat, im Fall der Fig. 1
also in der Basisstation BS, in einem entsprechenden Daten
speicher Data Memory gespeichert werden. Diese Speicherung
kann in jeder geeigneten Form erfolgen, beispielsweise in
Form von Tabellen, wie im folgenden genauer ausgeführt wird.
Die gespeicherten Qualitätsinformationen können dann ausge
wertet werden und das Ergebnis der Auswertung zu einer ge
zielten Neuübertragung von fehlerhaft empfangenen Daten ge
nutzt werden.
Durch das vorgeschlagene Verfahren können Multicast- bzw.
Broadcast-Dienste mit einer beliebig kleinen Restfehlerwahr
scheinlichkeit und äußerst geringem Daten-Overhead realisiert
werden. Durch das Verfahren kann sichergestellt werden, dass
eine wiederholte Übertragung fehlerhaft übertragener Daten
durchgeführt wird, sobald ein Endgerät ein bestimmtes Daten
paket fehlerhaft empfangen hat.
Im Beispiel nach Fig. 3 werden N Datenpakete Packet 1, Pac
ket2, Packet3 . . . von einer Basisstation BS in einem
Broadcast-Verfahren an X Empfänger-Endgeräte MT1, MT2, MT3
bis MTX übertragen, wie auch in Fig. 5 schematisch darge
stellt. Im Rahmen der Übertragung der Daten wird in der Ba
sisstation - in dem Datenspeicher Data Memory - eine Datenta
belle angelegt, wie in Fig. 4 dargestellt, die zur Speiche
rung von Qualitätsinformationen vorgesehen ist. In der Ta
belle werden X Spalten für die X Endgeräte MT1 bis MTX und N
Zeilen für die N übertragenen Datenpakete mit den ARQ Proto
koll-Sequenznummern (Serial Number SN) 1 bis N vorgesehen.
Die Werte der Tabelle können zunächst beliebig sein, z. B. ei
nen Initialwert W = Waiting annehmen. Im vorliegenden Bei
spiel sei angenommen, das in jedem Fall eine Rückübertragung
von Qualitätsinformationen an die Basisstation erfolgt, also
sowohl positive wie auch negative Quittungen übertragen wer
den, je nachdem, ob die Datenübertragung fehlerfrei oder feh
lerhaft erfolgte.
Es sollen nun beispielhaft die Endgeräte MT1 und MT2 das Da
tenpaket Packet2 fehlerhaft erhalten haben, das Endgerät MT3
jedoch das Datenpaket Packet1 fehlerhaft empfangen haben.
Alle übrigen Datenpakete sollen fehlerfrei empfangen worden
sein. Es werden folglich die entsprechenden positiven Quit
tungen (ACK) und negativen Quittungen (NAK) von den Endgerä
ten MT1 bis MTX an die Basisstation BS übertragen und in der
dort abgelegten Tabelle entsprechend gespeichert, wie in
Fig. 6 schematisch dargestellt. Die Rückübertragung der Quit
tungen kann dabei gleichzeitig erfolgen, wie bereits ausge
führt. Dabei bestätigen Endgerät MT1 und MT2 insbesondere den
fehlerfreien Empfang der Datenpakete Packet1 und Packet3, je
doch den fehlerhaften Empfang von Datenpaket Packet2. Ent
sprechend bestätigt Endgerät MT3 die Fehlerfreiheit der Da
tenpakete Packet2 und Packet3, jedoch die fehlerhafte Über
tragung von Packet1.
Wie Fig. 7 zeigt, kann nun durch Auswertung der gespeicher
ten Tabelle ermittelt werden, welche Datenpakete fehlerhaft
übertragen wurden und erneut von der Basisstation übertragen
werden müssen. Diese erneute Übertragung kann grundsätzlich
ebenfalls in einem Broadcast-Verfahren nach Fig. 5 erfolgen,
sie kann aber auch aufgrund der genauen Kenntnis, welche End
geräte welche Datenpakete erneut erhalten müssen, gezielt er
folgen, wie in Fig. 8 dargestellt. Hier wird eine räumlich
gerichtete Neuübertragung (Referenzen 1 und 2) der Datenpa
kete an die Endgeräte MT1, MT2 und MT3 durchgeführt, die bei
spielsweise durch sektorisierte Antennen oder adaptive Anten
nen erfolgt. Dabei können die Endgeräte MT1 und MT2 zu einer
Gruppe zusammengefasst werden, die gemeinsam von einer ge
zielten Neuübertragung (Referenz 2) des Datenpakets Packet2
angesprochen werden. Dagegen wird das Datenpaket Packet1 unabhängig
davon gezielt an das Endgerät MT3 übertragen (Refe
renz 1). Es werden nun wiederum Qualitätsinformationen über
die Übertragungsqualität in Form von Quittungen von den End
geräten MT1, MT2, MT3 an die Basisstation zurückgesendet, wo
bei nun im Beispiel nach Fig. 9 der korrekte Empfang der er
neut übertragenen Datenpakete bestätigt wird und die entspre
chende Information in die Datentabelle eingetragen wird (
Fig. 9).
Speziell kann das vorliegende Verfahren in Mehrträgersystemen
wie Systemen nach dem OFDM-Verfahren verwendet werden. Dort
ist eine gleichzeitige Übertragung von negativen Quittung
problemlos, was insbesondere durch das bei OFDM vorgesehene
Schutzintervall garantiert wird, welches Mehrwege-Ausbreitun
gen kompensiert. Eventuelle Umweglaufzeiten können so bei
OFDM durch das Schutzintervall ausgeglichen werden. Dieses
Prinzip wird z. B. beim Gleichwellenfunk ausgenutzt. In Fig.
10 ist eine solche gleichzeitige Übertragung von mehreren
Quittungen innerhalb eines OFDM-Symbols schematisch darge
stellt, wobei jeweils ein Endgerät MT1 bis MTX auf jeweils
einen Unterträger (Subcarrier) des OFDM-Symbols zugreift.
Dies ist auch in Fig. 11 nochmals schematisch dargestellt.
Bei einem solchen OFDM-Verfahren können auch, wie Fig. 11
ebenfalls zeigt, die Datenpakete Packet1, Packet2, Packet3
etc. entweder nacheinander oder ebenfalls parallel übertragen
werden. Prinzipiell ist es dabei denkbar, dass man zur paral
lelen Übertragung mehrerer Pakete die Unterträger eines OFDM-
Symbols auf verschiedene Pakete verteilt, so dass jeweils ein
Teil der Unterträger einem bestimmten Paket zugeordnet wird.
Üblich ist bislang allerdings, dass z. B. lediglich die glei
chen Datenpakete gleichzeitig von mehreren Sende-/Empfangs
einrichgungen ausgesendet und an einem Endgerät empfangen
werden (SFN). Es kann aber auch eine parallele Übertragung
durch eine zusätzliche räumliche Separation der Übertragung
erfolgen, wie sie in Fig. 8 dargestellt ist, d. h. insbeson
dere durch sektorisierende oder adaptive Antennen. Damit wird
eine räumlich getrennte, gleichzeitige Übertragung von Paketen
an unterschiedliche, räumlich voneinander beabstandete
Endgeräte, insbesondere also innerhalb desselben Zeitschlit
zes, möglich. Beispielsweise kann für kleine Datenmengen, wie
sie auch bei den zu übertragenden Quittungen vorliegen, so
wohl die Aufteilung auf einen Teil der Unterträger als auch
die Ausnutzung von räumlich separierenden Antennen zur
gleichzeitigen Übertragung erfolgen, bei großen Datenmengen
wird sich jedoch eher die Ausnutzung von räumlich separieren
den Antennen zur gleichzeitigen Übertragung anbieten. Sollen
unterschiedliche Unterträger unterschiedliche Informationen
übertragen, so kann dies dies insbesondere für die Übertra
gung von binären Informationen genutzt werden, z. B. 1 = ACK,
0 = NAK. Dabei können dann unterschiedliche Unterträger unter
schiedlichen Sendern zugeordnet werden, die dann auf dem je
weiligen Unterträger die entsprechenden Informationen über
tragen.
Wenn nun z. B. bei der Übertragung von Daten in Form von Da
tenpaketen mehrere oder sogar alle Endgeräte nach einem feh
lerhaften Empfang eines bestimmten Datenpakets die gleiche
Quittung (NAK) an den Sender zurückschicken und das letzte
Datenpaket erneut anfordern, kann der Sender diese Quittung
(NAK) in jedem Fall korrekt empfangen, obwohl die Nachricht
von mehreren Stationen gesendet wurde.
Zur Erhöhung des Informationsgehaltes der negativen Quittung
(NAK) können zusätzlich die Unterträger eines OFDM-Symbols
unterschiedlich genutzt werden, indem sie mit unterschiedli
cher Energie belegt werden. Es kann also eine zusätzliche Co
dierung erfolgen. Die Belegung der Unterträger mit unter
schiedlicher Energie ermöglicht eine einfache Ermittlung des
zusätzlichen Informationsgehaltes der Quittung an der Sende-
/Empfangseinrichtung als Empfänger der Quittung, selbst wenn
mehrere - eventuell nur teilweise synchronisierte - Endgeräte
eine derartige Information ausgesendet haben. Die zusätzliche
Information kann beispielsweise dazu genutzt werden, die feh
lerhaft empfangenen Datenpakete eindeutig zu identifizieren.
So können z. B. alle geraden Unterträger eines OFDM-Symbols
mit Energie belegt werden, wenn das letzte übertragene Daten
paket fehlerhaft empfangen wurde, und alle ungeraden Träger,
wenn das vorletzte Paket nicht fehlerfrei empfangen wurde.
Somit könnte anstatt eines sogenannten Stop-and-Go ARQ-Ver
fahrens, bei dem nur das jeweils zuletzt empfangene Datenpa
ket quittiert wird, ein Go-Back-N ARQ-Verfahren eingesetzt
werden, das eine Quittierung der letzten N empfangenen Daten
pakete erlaubt. Hierzu wird ein geringerer Signalisierungs
aufwand benötigt, d. h. der Daten-Overhead kann weiter redu
ziert werden.
Es kann auch vorgesehen werden, dass der Zeitschlitz für die
Übertragung einer negativen oder positiven Quittung nur halb
so lang ist wie der Zeitschlitz für die Nutzdatenübertragung
in der Aufwärtsrichtung.
Es seien nachfolgend die positiven Auswirkungen des vorge
schlagenen Verfahrens kurz aufgezeigt. Dabei wird ein halb so
langer Zeitschlitz zur Übertragung der Quittungen vorausge
setzt wie zur Übertragung der Nutzdaten. Dann würde bei einer
Multicast-Gruppengröße von 13 Stationen (12 Empfänger-Endge
räten) der Daten-Overhead für ein konventionelles ARQ-Verfah
ren 6/1 betragen, während sich der Daten-Overhead für das
vorgeschlagene Verfahren auf 0,5/1 verringert.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass durch das vor
geschlagene Verfahren anstatt einer verstärkten FEC ohne ARQ
das vorgeschlagene ARQ-Verfahren, zur weiteren Optimierung
gegebenenfalls in Kombination mit einem üblichen FEC, zur Re
duzierung der Übertragungsfehler eingesetzt werden kann.
Diese Maßnahme erlaubt eine wesentlich effizientere Nutzung
der zur Verfügung stehenden Übertragungskapazität.
Claims (15)
1. Verfahren zur parallelen Übertragung identischer Daten von
einer Sende-/Empfangseinrichtung an mehrere Endgeräte, wobei
die Übertragung zwischen der Sende-/Empfangseinrichtung und
den Endgeräten zumindest teilweise über eine Funkverbindung
erfolgt,
dadurch gekennzeichnet,
dass von den Endgeräten nach dem Empfang der Daten Qualität
sinformationen über die Übertragungsqualität der Daten an die
Sende-/Empfangseinrichtung zurückgesandt werden, wobei den
Endgeräten im Rahmen der Funkverbindung gemeinsame Übertra
gungskapazitäten für eine Übertragung der Qualitätsinforma
tionen mehrerer Endgeräte an die Sende-/Empfangseinrichtung
bereitgestellt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest dann Qualitätsinformationen an die Sende-
/Empfangseinrichtung zurückgesandt werden, wenn ein Teil der
Daten fehlerhaft übertragen wurde.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass nach einem Empfang der Daten vom Endgerät stets Quali
tätsinformationen an die Sende-/Empfangseinrichtung zurückge
sandt werden, die Informationen enthalten, welche Daten feh
lerhaft und welche fehlerfrei übertragen wurde.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine gleichzeitige Übertragung der Qualitätsinformatio
nen durch eine räumliche Separation der zurückgesandten Qua
litätsinformationen mit Hilfe von räumlich separierenden Emp
fangskomponenten der Sende-/Empfangseinrichtung erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine räumliche Separation mit Hilfe von sektorisierenden
Antennen oder adaptiven Antennen erfolgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine gleichzeitige Übertragung der Qualitätsinformatio
nen durch einen gleichzeitigen Zugriff der Endgeräte auf min
destens eine gemeinsame Übertragungseinheit der Funkverbin
dung zu der Sende-/Empfangseinrichtung erfolgt.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein gleichzeitiger Zugriff auf mindestens einer gemein
samen Frequenz einer Frequenzmultiplex-Funkverbindung, minde
stens einem gemeinsamen Zeitschlitz einer Zeitmultiplex-Ver
bindung oder mindestens einem gemeinsamen Code einer Codemul
tiplex-Verbindung erfolgt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Codierung der im Rahmen der Übertragungseinheit
übertragenen Informationen zur eindeutigen Identifizierung
der Endgeräte und/oder der fehlerhaft übertragenen Daten er
folgt.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Codierung durch eine Variation von physikalischen
Eigenschaften, insbesondere von Energie, Frequenz oder Dauer
der Trägersignale der Funkverbindung zu der Sende-
/Empfangseinrichtung während der Übertragungseinheit erfolgt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Codierung von mindestens einem Träger eines Mehr
trägerverfahrens erfolgt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Qualitätsinformationen seitens der Sende-/Empfangs
einrichtung gespeichert und ausgewertet werden und in Abhän
gigkeit von dem Ergebnis der Auswertung eine erneute Übertra
gung von fehlerhaft übertragenen Daten erfolgt.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Ergebnis der Auswertung eine Identifikation zumin
dest derjenigen Endgeräte geliefert wird, die fehlerhafte Da
ten empfangen haben, und eine erneute Übertragung der fehler
haft übertragenen Daten gezielt zu den identifizierten Endge
räten erfolgt.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erneute Übertragung der fehlerhaft übertragenen Da
ten auf einer Funkverbindung erfolgt, die eindeutig einem
identifizierten Endgerät oder einer Gruppe von identifizier
ten Endgeräten zugewiesen ist.
14. Funk-Kommunikationssystem, mit mindestens einer Sende-
/Empfangseinrichtung und mehreren Endgeräten, die zum Empfang
von Daten ausgebildet sind, welche durch die Sende-
/Empfangseinrichtung über eine Funkverbindung übertragen wer
den,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Funk-Kommunikationssystem Einrichtungen zur Bereit
stellung von gemeinsamen Übertragungskapazitäten für die End
geräte für eine Übertragung von Qualitätsinformationen auf
weist, welche Informationen über die Übertragungsqualität der
übertragenen Daten beinhalten.
15. Funk-Kommunikationssystem nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Funk-Kommunikationssystem Einrichtungen zur Speiche
rung der Qualitätsinformationen und zur Auswertung der Quali
tätsinformationen in Sinne einer Identifikation zumindest
derjenigen Endgeräte aufweist, welche fehlerhafte Daten emp
fangen haben.
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001101741 DE10101741A1 (de) | 2001-01-16 | 2001-01-16 | Parallele Übertragung identischer Daten an mehrere Endgeräte und Rückübertragung von Informationen über die Übertragungsqualität |
| DE10290108T DE10290108D2 (de) | 2001-01-16 | 2002-01-16 | Parallele Übertragung identischer Daten an mehrere Endgeräte und Rückübertragung von Informationen über die Übertragungsqualität |
| EP02706595A EP1352492B1 (de) | 2001-01-16 | 2002-01-16 | Parallele übertragung identischer daten an mehrere endgeräte und rückübertragung von informationen über die übertragungsqualität |
| US10/466,359 US20040131084A1 (en) | 2001-01-16 | 2002-01-16 | Parallel transmission of identical data to a plurality of terminals and feedback transmission of transmission quality information |
| DE50202541T DE50202541D1 (de) | 2001-01-16 | 2002-01-16 | Parallele übertragung identischer daten an mehrere endgeräte und rückübertragung von informationen über die übertragungsqualität |
| PCT/DE2002/000104 WO2002056533A1 (de) | 2001-01-16 | 2002-01-16 | Parallele übertragung identischer daten an mehrere endgeräte und rückübertragung von informationen über die übertragungsqualität |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001101741 DE10101741A1 (de) | 2001-01-16 | 2001-01-16 | Parallele Übertragung identischer Daten an mehrere Endgeräte und Rückübertragung von Informationen über die Übertragungsqualität |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10101741A1 true DE10101741A1 (de) | 2002-07-25 |
Family
ID=7670706
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2001101741 Ceased DE10101741A1 (de) | 2001-01-16 | 2001-01-16 | Parallele Übertragung identischer Daten an mehrere Endgeräte und Rückübertragung von Informationen über die Übertragungsqualität |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10101741A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10329878A1 (de) * | 2003-07-02 | 2005-02-10 | Siemens Ag | Verfahren zur Übertragung von Paketdaten in einem Funktelekommunikationssystem |
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| EP2012442B1 (de) * | 2007-07-05 | 2012-05-30 | Qualcomm Incorporated | Aktualisierung des Leistungsoffset in offener Schleife |
| JPWO2018070095A1 (ja) * | 2016-10-13 | 2019-07-25 | 株式会社Nttドコモ | ユーザ端末及び無線通信方法 |
-
2001
- 2001-01-16 DE DE2001101741 patent/DE10101741A1/de not_active Ceased
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