DE10101687A1 - Mehrzweck-Sitzmöbel - Google Patents
Mehrzweck-SitzmöbelInfo
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Classifications
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- A47—FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
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- A47C13/00—Convertible chairs, stools or benches
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- A47C7/40—Supports for the head or the back for the back
- A47C7/407—Supports for the head or the back for the back of collapsible type
Landscapes
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Abstract
Ein Mehrzweck-Sitzmöbel hat in einer Normalstellung ein vorzugsweise nach Art eines Polstermöbel-Hockers horizontal ausgerichtetes, an einem Ende gelenkig (8, 9, 10, 11, 12) auf einem Untergestell angeordnetes Flächenelement (6) und unterhalb davon in einer abgesenkten Verwahrposition ein zusätzliches Sitzelement (7). Dieses wird beim Verschwenken des Flächenelements (6) in eine Sessellehnen-Schrägstellung durch ein mittels einer Kopplung (20) gleichzeitig betätigtes Hebelgetriebe (16, 17, 18, 19) auf eine Sesselsitzflächen-Höhe angehoben und arretiert und beim Zurückschwenken des Flächenelements (6) in die Ausgangsstellung wieder in seine Verwahrposition abgesenkt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Mehrzweck-Sitzmöbel nach dem Ober
begriff des Patentanspruchs 1.
Im Polstermöbelbereich gibt es so genannte Wohnlandschaften
mit einer aus z. B. einem 3- und einem 2-sitzigen Sofa bzw.
Couch gebildeten rechtwinkligen Polsterecke und frei stehenden
Sesseln. Damit man z. B. beim Sitzen auf der Couch oder einem
Sessel die Beine hochlegen kann, sind so genannte Hocker mit
einer gepolsterten Sitzfläche vorgesehen, die hierzu als An
stell- oder Beistell-Hocker vor das Sofa oder auch vor dessen
frei in den Raum stehenden Ende oder einem den Sessel gestellt
werden.
Die bei diesen meist würfelförmigen, seltener quaderförmigen
Hocker gepolsterte, üblicherweise horizontal angeordnete Sitz
fläche, die sozusagen ein Flächenelement darstellt, kann bei
manchen Modellen auch hochgeklappt werden, um den kastenförmig
geschlossenen Hocker-Innenraum als Stauraum benutzen zu kön
nen.
Es ist auch schon bekannt, einen derartigen Polster-Hocker in
eine Art Sessel verwandeln zu können, wenn z. B. eine weitere,
bequemere Sitzgelegenheit als ein Hocker benötigt wird, z. B.
wenn man Besuch hat. Für die dafür vorzusehende Rückenlehne
enthält der Unterbau dieses bekannten Hockers ein Schubfach,
in dem diese Lehne herausklappbar angeordnet ist. Um sie auf
zustellen, wie auch, um sie wieder zum Verschwinden zu brin
gen, sind mehrere Handgriffe notwendig. So muss, nachdem das
Schubfach herausgezogen wurde, die Hocker-Sitzfläche mit einer
Hand angehoben und mit der anderen die Rückenlehne aus dem
Schubfach hochgeklappt werden, bis sie in der vorgesehenen
schrägen Sessellehnen-Stellung einrastet. Dann wird die Hocker-
Sitzfläche wieder auf den Unterbau abgesenkt, das Schubfach
soweit, bis die Rückenlehne an der Hocker-Sitzfläche anliegt,
in den Hocker-Unterbau zurückgeschoben und arretiert.
Nachteilig hieran ist, dass dieser Hocker meist erst in eine
Position gebracht werden muss, in der genügend Platz vorhanden
ist, um die Schublade aus dem Unterbau herausziehen zu können.
Ist die Lehne dann aufgestellt, kann wegen ihr das Schubfach
nicht mehr vollkommen in den Hocker-Unterbau zurückgeschoben,
sondern muss wegen der Dicke der Lehne ein Stück weit heraus
gezogen bleiben und steht so, entsprechend Platz beanspru
chend, sperrig in den Raum vor, was zudem auch zu einem un
schönen, den Behelfscharakter dieser Sitzgelegenheit betonen
den Anblick führt. Außerdem besteht die Gefahr, das der Hocker
nach hinten kippt, wenn man sich fest an die Lehne anlehnt.
Da die Lehne in einer Schublade im Hockerunterbau unterge
bracht ist, kann sie bei den üblichen Hocker-Abmessungen nur
eine zu einer im aufgestellten Zustand unzureichenden Höhe
führende Länge haben. Dabei wirkt sich auch noch die Dicke der
gepolsterten Sitzfläche höhenverringernd aus, über die die
Lehne überstehen muss.
Dieser in eine Art Sessel verwandelbare Hocker stellt nur
einen Notbehelf dar, zumal die Lehne im Vergleich zum Hocker-
Sitzflächenpolster, das bei diesen Hockern oft allseits über
den Unterbau übersteht, entsprechend schmal sein muss, damit
sie in das in den demgegenüber schmäleren Unterbau eingesetzte
Schubfach aufgenommen werden kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Mehrzweck-Sitzmöbel in einer
den bekannten Polstermöbel-Hockern ähnlichen Form zu schaffen,
das, wie diese, insbesondere zur Benutzung in Verbindung mit
anderen Polstermöbeln benutzt werden kann, z. B. ebenfalls als
Polsterhocker in Form eines Beistell- oder Anstellhocker bzw.
auch als Abschlußteil eines Chaiselongue, aber auch als Zwischenteil
zwischen Sofa- bzw. Couchmöbeln, z. B. als Abstell
möglichkeit für Getränke und Gläser, oder auch gewissermaßen
als Spieltisch, und in all diesen Ausgestaltungen jederzeit an
jedem Aufstellungsort ohne besonderen Kraftaufwand und Ge
schick hierfür zu erfordern mit sozusagen nur einem Handgriff
in einen Sessel, und zwar mit sesselüblichen Sitzflächen- und
Rückenlehnen-Maßen, und ebenso auch wieder zurück in die ur
sprüngliche Form verwandelt werden kann, und zwar ohne dass
man ihm diese Verwandlungsfähigkeit auf Anhieb ansieht.
Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den im Anspruch 1 angege
benen Merkmalen. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand
der Unteransprüche.
Die Erfindung basiert auf der Idee, die z. B. aus dem Polster
möbelbereich bekannten Polster-Hocker aufgrund ihrer üblichen
Größe zur Grundlage eines Verwandlungs-Mehrzweck-Sitzmöbels zu
machen, das insbesondere aus der von ihnen bekannten Hocker
form in eine Sesselform mit den im Sesselbereich zwecks Be
quemlichkeit üblichen Abmessungen und umgekehrt verwandelbar
ist.
Dadurch, dass das beim erfindungsgemäßen Mehrzweck-Sitzmöbel
vorgesehene Flächenelement zumindest derart an einem Ende ge
lenkig am Untergestell angeordnet ist, dass es zwischen seiner
Normalstellung auf dem Untergestell und einer der Schrägstel
lung einer Sessellehne entsprechenden Lehnenstellung ver
schwenkbar ist, kann es insbesondere im Hinblick auf die von
Polstermöbel-Hockern bekannten Abmessungen des dort meistens
den Hocker-Unterbau bzw. das Hocker-Untergestell überdeckenden
Flächenelements allein durch Beibehaltung dieser Abmessungen
der Breite und Höhe einer bequemen Sessellehne entsprechen.
Um seine erfindungsgemäße Doppelfunktion als Hocker-Flächen
element einerseits und Sessellehne andererseits erfüllen zu
können, braucht sich das Flächenelement des erfindungsgemäßen
Mehrzweck-Sitzmöbels, also trotz dessen Verwandelbarkeit, z. B.
nicht von den bekannten Polster-Hockern zu unterscheiden,
zumindest nicht schon beim ersten Anblick. Das ist wichtig für
die Akzeptanz eines solchen Mehrzweck-Sitzmöbels, wenn es z. B.
zu einer hochwertigen so genannten Couch-Sessel-Wohnland
schaft hinzugestellt werden soll und daher nicht die ihm inne
wohnende Verwandlungsfähigkeit, geschweige denn die dafür vor
gesehene Technik, offensichtlich sein darf. Dies ist durch den
trotz dieser gelenkigen endseitigen Verschwenkungsanordnung
des Flächenelements gewährleistet, da im dennoch weiterhin
möglichen, der üblichen Aufstellungsform des erfindungsgemäßen
Mehrzweck-Sitzmöbels entsprechenden Zustand, in dem das Flä
chenelement auf dem Untergestell, in dem die Verschwenkmecha
nik versteckt angeordnet werden kann, aufliegt und dies somit
auch, wie z. B. beim Polster-Hocker, vollkommen überdecken
kann und sich so von diesem z. B. nicht unterscheidet.
Dadurch, dass ein zusätzliches Sitzelement vorgesehen ist, das
sich in der Normalstellung des Flächenelements unterhalb von
diesem in einer abgesenkten Verwahrposition befindet, aus der
es in der Lehnenstellung des Flächenelements in eine Sitzposi
tion mit einer Sitzhöhe angehoben ist, die der einer Sessel
sitzfläche entspricht, wobei für diese Positionsveränderungen
wenigstens ein Hebelgetriebe vorgesehen ist, wird erreicht,
dass durch diese quasi unter dem Flächenelement versteck
te Anordnung eines zusätzlichen Sitzelements auch wiederum
beim ersten Anblick des erfindungsgemäßen Mehrzweck-Sitzmöbels
in seiner üblichen Hocker-Aufstellung nicht ohne weiteres sei
ne mögliche Verwandlungsfähigkeit in zumindest eine Art Sessel
erkannt werden wird, was, wie gesagt, wichtig für die Akzep
tanz dieses Möbels ist, zumal dann seine mögliche Verwandlung
in die Sesselform umso überraschender ist.
Dabei ist auch für diese im erfindungsgemäßen Mehrzweck-Sitz
möbel vorgesehenen zwei Positionen unterschiedlicher Höhe für
das zusätzliche Sitzelement die übliche Höhe insbesondere
eines Polster-Hockers besonders geeignet, da sie hierfür völ
lig ausreicht.
Hebelgetriebe für die Hub- und Senkbewegungen dieses zusätzli
chen Sitzelements vorzusehen, ermöglicht einerseits, aufgrund
einer damit möglichen Kraftreduzierung, dessen kraftsparendes
Anheben, vor allem auch im Hinblick darauf, dass erfindungsge
mäß diese Anhebe- und Absenk-Bewegungen beim Verschwenken des
Flächenelements herbeigeführt werden sollen.
Auch bieten Hebelgetriebe die Möglichkeit, das zusätzliche
Sitzelement ohne Seitwärtsverschiebung exakt in vertikaler
Richtung anzuheben und abzusenken, so dass es in seiner abge
senkten Verwahrposition die gewollte körperhaft geschlossene
Kontur des erfindungsgemäßen Mehrzweck-Sitzmöbels, wie z. B.
die eines quaderförmigen Polster-Hockers, nicht beeinträch
tigt, sondern stirnseitig mit dem Flächenelement fluchtet, und
dies auch in seiner angehobenen Sitzposition möglich ist, in
der es folglich auch nicht stirnseitig störend in den Raum
vorstehen muss.
Dadurch, dass zwischen dem Flächenelement und dem wenigstens
einen Hebelgetriebe eine Koppelung vorgesehen ist, durch die
durch die Schwenkbewegung des Flächenelements in die Lehnen
stellung bzw. aus dieser zurück in seine Normalstellung das
zusätzliche Sitzelement in seine Sitzposition angehoben bzw.
wieder in seine Verwahrposition abgesenkt wird, wobei es in
der auf diese Weise eingenommenen Sitzposition gegen selbsttä
ges Absinken in seine Verwahrposition gesichert ist, muss für
die Positionsveränderungen dieser beiden Teile, um das Mehr
zweck-Sitzmöbel verwandeln zu können, nur das Flächenelement
verschwenkt werden, was diese Maßnahme vereinfacht, erleich
tert und auch beschleunigt. Dabei fällt der Kraftaufwand für
die Hub- und Senkbewegung des zusätzlichen Sitzelements aufgrund
des bzw. der vorgesehenen Hebelgetriebe kaum ins Ge
wicht, weshalb die Verwandlung des erfindungsgemäßen Mehr
zweck-Sitzmöbels sozusagen kinderleicht ist und von jedermann
ausgeführt werden kann.
Da das zusätzliche Sitzelement auch über die erfindungsgemäß
vorgesehene Koppelung zwischen Flächenelement und Hebelgetrie
be(n) in seiner angehobenen Sitzposition arretiert wird, ist
sichergestellt, dass es beim Draufsitzen einer Person nicht in
seine Verwahrposition absinken und so auch nicht das mit ihm
gekoppelte Flächenelement dem Draufsitzenden in den Rücken
schlagen kann. Da die Koppelung auch für diese Arretierung be
nutzt wird, wird sie sozusagen automatisch beim Hochschwenken
des Flächenelements in die Sessellehnen-Stellung herbeigeführt
und dementsprechend bei dessen Zurückschwenken in die Flächen
element-Anordnung wieder aufgehoben, so dass man sich darum
nicht kümmern muss, dennoch aber absolute Sicherheit bei der
Benutzung des erfindungsgemäßen Mehrzweck-Sitzmöbels hat.
Mit Vorteil ist das Untergestell aus zwei, mindestens in einem
der Breite einer Sesselsitzfläche entsprechenden Abstand von
einander starr miteinander verbundenen Seitenteilen gebildet.
Dadurch ist eine große Gestaltungsfreiheit für die äußere Er
scheinungsform des erfindungsgemäßen Mehrzweck-Sitzmöbels ge
geben, nämlich von einer rundum geschlossenen erscheinenden
Polster-Hockerform, bis hin zu einem ggf. auch auf Füßen ste
henden, dann eher einer entsprechenden Sesselform näher kom
menden Mehrzweck-Sitzmöbel, wobei die Seitenteile für die
durch rückseitige Blenden bzw. Bespannungen, z. B. mit Gummi
zügen, auf einfache Weise verdeckbare Anordnung der Schwenk-
und Hebelgetriebe-Mechanik genutzt werden können.
Anhand von schematischen Zeichnungen wird nachfolgend ein Aus
führungsbeispiel der Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 in einer perspektivischen Ansicht ein Mehrzweck-
Sitzmöbel nach der Erfindung in einer Ausgestaltung
als Polster-Hocker, dargestellt in der Hockerform;
Fig. 2 einen mittigen, teilweise zu einem Seitenteil hin
aufgebrochenen Längsschnitt durch das Mehrzweck-
Sitzmöbel nach Fig. 1;
Fig. 3 in einer perspektivischen Ansicht das Mehrzweck-
Sitzmöbel nach Fig. 1 in der Sesselform und
Fig. 4 einen mittigen, teilweise zu einem Seitenteil hin
aufgebrochenen Längsschnitt durch das Mehrzweck-
Sitzmöbel nach Fig. 3.
Das in den Fig. 1 und 2 in der Benutzungsform als Polster-An
stell- oder Beistell-Hocker gezeigte quaderförmige Mehrzweck-
Sitzmöbel hat ein von zwei in einem Abstand von z. B. 52 cm
durch zwei Zargen 1 starr miteinander verbundenen, vertikal
ausgerichteten Seitenteilen 2, 3 gebildetes Untergestell. Die
Seitenteile 2, 3 sind jeweils von einem rechteckigen, z. B. 5 cm
breiten hölzernen Rahmen 4 gebildet, in den jeweils eine
die Innenseite der Seitenteile bildende, massive Platte 5, z. B.
ebenfalls aus Holz, eingesetzt ist. Durch eine Abdeckung
auf der Außenseite des Rahmens 4 sind die Seitenteile 2, 3
verschlossen.
Die im nicht gepolsterten Zustand z. B. 38 cm hohen und 67 cm
langen bzw. tiefen Seitenteile sind z. B. mit einer von einem
Textilmaterial bekleideten, z. B. 3 bis 5 cm dicken Schaum
stoffauflage 2a, 3a gepolstert.
Oben, zwischen den beiden Seitenteilen 2, 3 ist ein ebenfalls ca.
67 cm langes bzw. tiefes und annähernd 72 cm breites Flächen
element 6 mit einer, z. B. insgesamt 8 cm dicken Polsterung 6a
und darunter ein ca. 64 cm langes bzw. tiefes und ca. 50 cm
breites zusätzliches Sitzelement 7 mit einer, z. B. 12 cm dic
ken Polsterung 7a parallel übereinander, im gezeigten Hocker-
Zustand des Mehrzweck-Sitzmöbels auf dessen Stirnseite bündig
miteinander abschließend, angeordnet.
Das in der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Hockerform eine ge
polsterte Sitzfläche mit einer Sitzhöhe von ca. 44,5 cm des
erfindungsgemäßen Mehrzweck-Sitzmöbels bildende Flächenelement
6 liegt auf den eine Armauflage bildenden horizontalen Ober
seiten der beiden Seitenteilen 2, 3 auf, die, wie in Fig. 3
gezeigt, schräg nach innen unten verlaufend ausgebildet sind.
Dementsprechend ist such das Flächenelement 6 an seinen beiden
Längsseiten komplementär schräg verlaufend ausgebildet, damit
es auf den abgeschrägt endenden Seitenteilen 2, 3 aufliegen
kann und aufgrund der Polsterung 2a, 3a, 6a nur ein beim ge
nauen Hinsehen erkennbarer Spalt zwischen Flächenelement 6 und
dem jeweiligen Seitenteil 2, 3 ausgebildet ist. Dadurch wird
Eindruck, das erfindungsgemäße Mehrzweck-Sitzmöbel sei aus
schließlich ein Hocker, nicht gestört und ist dessen Verwandel
barkeit in einen Sessel nicht offensichtlich.
Statt einer solchen Abschrägung sind auch andere Ausgestal
tungsformen für die oberen Enden der Seitenteile 2, 3 denkbar,
z. B. sich seitwärts ausladend erweiternd, wodurch dann das
Flächenelement 6 zwischen diesen so ausgebildeten Seitenteilen
angeordnet wäre und diese z. B. auch über es nach oben über
stehen können.
In der in Fig. 1 und 2 gezeigten Anordnung liegt das Flächen
element 6 in seinem vorderen Bereich auf dem zusätzlichen Sitz
element 7 auf, das sich hierbei in seiner abgesenkten, so ge
nannten Verwahrposition befindet. Dadurch wird in der Hocker
form auch auf dessen Stirnseite der Eindruck einer geschlosse
nen Fläche vermittelt, da aufgrund der Polsterungen 6a, 7a die
Stirnseiten von zusätzlichem Sitzelement 6 und Flächenelement
7 ineinander übergehen und sie somit nicht ohne weiteres als
zwei separate, eine Verwandlung ermöglichende Teile auffallen
und folglich dies dadurch auch nicht vermutetet oder erwartet
wird.
Das Flächenelement 6 hat hier einen seitlich randnah umlaufen
den, z. B. aus Flacheisen gebildeten rechtwinkligen, in die z. B.
8 cm dicke Polsterung 6a eingebetteten Rahmen 6b mit aus
Stabilitätsgründen zumindest etwas verschränkten Längsrahmen
teilen, die im unteren Endabschnitt zudem etwas nach innen ge
wölbt sind. An den beiden Ecken des in Fig. 2 linken, d. h.
hinteren bzw. unteren Rahmenteils 6c, was jedoch in der Hocker
form des Mehrzweck-Sitzmöbels für dessen Betrachter aufgrund
der Polsterung bzw. sonstigen Verkleidung des Hockers nicht
erkennbar, also nicht offensichtlich ist, stehen in der in
Fig. 2 gezeigten horizontalen Anordnung des Flächenelements
zwei Haltewinkel 8, z. B. aus dem gleichen Flacheisen wie der
Rahmen, hochkant rechtwinklig-senkrecht nach unten über die
Polsterung 6a ab.
Jeweils in einem gleichen Abstand vom Rahmenteil 6c sind die
Haltewinkel 8 durch ein Gelenk 9 mit einem Lenkarm-Element 10
in der Form eines annähernd gleichschenkligen, parallel zur
Innenseite des jeweils benachbarten Seitenteils angeordneten
Dreiecks verbunden, wobei die Basis der Lenkarm-Elemente 10 in
der in Fig. 2 gezeigten horizontalen Normalstellung des Flä
chenelements 6 jeweils annähernd einen Winkel von ca. 45° mit
der Vertikalen bildet.
Im jeweils gegenüberliegenden Basiswinkel-Eck sind die beiden
Lenkarm-Elemente 10 durch ein Gelenk 11 mit einer am benach
barten Seitenteil 2, 3 im benachbarten hinteren oberen Eck
fest angeordneten, also zu ihnen parallelen Trägerplatte 12
verbunden.
Die beiden Lenkarm-Elemente 10 sind durch eine horizontal zwi
schen ihnen verlaufenden, im jeweils ihrer Basis gegenüblie
genden Eck angeordneten Stange 13 verbunden und so stabili
siert.
In den beiden rechteckig ausgebildeten Trägerplatten 12 ist
eine, wie annähernd in Fig. 2 gezeigt, von links oben nach
rechts unten und dann wieder ansteigend verlaufende Kulissen
führung 14 ausgebildet mit einem ersten, ca. 20 mm langen waa
gerechten Abschnitt, einem nach einem Kreisbogen in einem Win
kel von ca. 35° zur Vertikalen abwärts gerichteten Abschnitt
von ca. 25 mm Länge und einem nach einem zweiten Kreisbogen
erneut in einem Winkel von ca. 35° wieder nach oben gerichte
ten Abschnitt mit ca. 17 mm Länge.
In die beiden Kulissenführungen 14 greift jeweils eine auf
einer in einer Entfernung vom Lenkarm-Gelenk 9 auf der der
Trägerplatte 12 zugewandten Seite des Haltewinkels 8 angeord
neten Achse 15 angeordnete Führungsrolle ein, wobei zur Rei
bungsverminderung statt einer einfachen Rolle auch z. B. ein
Kugellager vorgesehen werden kann.
Das zusätzliche Sitzelement 7 wird von einem randseitig umlau
fenden Rahmen 7b mit einer darauf angeordneten Polsterung 7a
gebildet. Der Rahmen 7b ruht an seinen beiden Längsseiten je
weils auf zwei winkelförmigen Trägern 7c. Mit deren nach unten
gerichteten Schenkeln ist jeweils der obere Arm eines Winkel
hebels 16, 17 gelenkig verbunden. Die Winkelhebel 16, 17 sind
paarweise in ihrer Winkelmitte gelenkig an einer an der in den
Rahmen 4 der Seitenteile 2, 3 eingesetzten Platte 5 fest ange
ordneten oberen Winkelhebel-Koppel 18 angeordnet, während sie
an ihrem unteren Arm mit einer losen unteren Winkelhebel-Kop
pel 19 verbunden sind, so dass jeweils ein Winkelhebelpaar 16,
17 mit den beiden Koppeln 18, 19 ein Winkelhebel-Getriebe bil
den.
Diese beiden Getriebe sind mit dem Flächenelement 6 gekoppelt,
um dessen Schwenkbewegungen auf das zusätzliches Sitzelement 7
zu übertragen, um dieses zwischen seiner Verwahrposition und
seiner Sitzposition anzuheben und wieder abzusenken.
Die Koppelung zwischen Flächenelement 6 und den beiden Winkel
hebel-Getrieben 16, 17, 18, 19 erfolgt mittels zweier Koppel
stangen 20, die jeweils an einem Ende gelenkig mit der hierfür
durch den jeweiligen Haltewinkel 8 hindurchgeführt angeordneten
Rollenachse 15 und am anderen Ende gelenkig an der unteren
Winkelhebel-Koppel 19 angeordnet ist, wobei zur Bewegungsüber
tragung auf diese beiden Koppeln 19 eine sie miteinander ver
bindende Getriebverbindungsstange 21 durch zwei an den Koppel
stangen 20 ausgebildete Langlöcher geführt ist, deren Länge
dem zum Anheben des zusätzliches Sitzelements 7 aus seiner
Verwahrposition in die Sitzposition notwendigen Hub, z. B. 5 cm,
entspricht.
Zur Ausbildung eines nach hinten, d. h., wie in Fig. 2 ge
zeigt, von links nach rechts gerichteten Gefälles des zusätz
lichen Sitzelements 7 von ca. 3 cm Höhendifferenz, um ein be
quemes Sitzen in der Sesselform des Mehrzweck-Sitzmöbels zu
ermöglichen, ist der obere Arm des linken Winkelhebels 16 ent
sprechend kürzer als der des rechten Winkelhebels 17.
Wie in Fig. 1 gezeigt, befindet sich das Flächenelement 7 in
der Hockerform des erfindungsgemäßen Mehrzweck-Sitzmöbels ho
rizontal ausgerichtet zwischen den beiden Seitenteilen 2, 3.
In dieser Stellung sind die beiden Haltewinkel 8 vertikal nach
unten weisend ausgerichtet und liegen die Führungsrollen der
beiden Haltewinkel 8 in einer stabilen Endlage am Ende des ho
rizontal auslaufenden oberen Endabschnitts der Kulissenführung
14 in der Trägerplatte 12 an. In dieser Endlage haben die bei
den zuvor als Zugstangen wirkenden Koppelstangen 20 die lose
Winkelhebel-Koppel 19 des Winkelhebel-Getriebes nach links und
damit das zusätzliche Sitzelement 7 vertikal nach unten in
seine abgesenkte Verwahrposition gezogen, in der das Flächen
element 6 in seinem vorderen Endbereich auf ihm aufliegt.
Wird das Flächenelement 6 aus seiner in Fig. 1 gezeigten An
ordnung als Hockersitzfläche von einer Person an seinem vorde
ren Ende nach oben gezogen, dann schwenken auch die beiden
Haltewinkel 8 zunächst um die sie mit ihrem jeweiligen Lenk
arm-Element 10 verbindende Achse 9, bis die beiden Führungs
rollen den abfallenden Ast der Kulissen-Bahnkurve 14 errei
chen. Ab da drehen sich die Lenkarm-Elemente 10 um die sie je
weils mit der Trägerplatte 12 verbindenden Achse 11 nach unten
und ziehen das nach unten schwenkenden Ende des Flächenelements
6 bis zwischen die Seitenteile 2, 3, bis das Flächenelement 6
die in Fig. 3 und 4 gezeigte Sessellehnen-Stellung eingenommen
hat, in der sich das zusätzliche Sitzelement 7 in seiner ange
hobenen Sitzposition befindet, die hier z. B. ca. 41 cm be
trägt. Die sich dabei unterhalb von ihm ausbildende Öffnung
kann z. B. durch eine durch z. B. Gummizüge gespannte Textil-
Bespannung zwischen den beiden Seitenteilen 2, 3 verdeckt wer
den.
Um diese aufwärtsgerichtete Verschwenkbewegung zu beenden,
wird das Flächenelement 6 durch einen kurzen Stoß gegen sein
oberes Ende in seine endgültige Sessellehnen-Stellung ge
drückt, damit die beiden Führungsrollen an den Haltewinkeln 8
quasi einrastend ihre stabile Endlage am Ende des aufsteigen
den unteren Endabschnitts der Kulissen-Bahnkurve 14 einnehmen,
wie in Fig. 4 zu sehen ist.
In dieser Stellung hat das nun als Sessellehne dienende Flä
chenelement 6 auch die üblicherweise dieser Funktion entspre
chende Länge bzw. Höhe, so dass das erfindungsgemäße Mehr
zweck-Sitzmöbel auch in dieser Sessel-Aufstellungsform richtig,
d. h. wie ein richtiger Sessel proportioniert aussieht,
also keinesfalls nur wie ein Notbehelf.
Durch die so durch Verschwenken mittels zweier zusätzlicher
Lenkarm-Elemente 10 erzielte, im Vergleich zur tatsächlichen
Länge des Flächenelements 6 niedrigere, einer Sessellehne ent
sprechenden Höhe, wird auch verhindert, dass, wenn man sich
fest mit dem Rücken an sie anlehnt, die Gefahr besteht, dass
man mit diesem Verwandlungssessel nach hinten umkippt.
In der Endphase der Schwenkbewegung des Flächenelements 6 in
die Sessellehnen-Stellung kommt durch die von der Kulissenfüh
rung 14 bewirkte Schwenkbewegung der Lenkarm-Elemente 10 und
dementsprechend auch der Haltewinkel 8 die an ihnen angelenk
te, nun als Druckstange wirkende Koppelstange 20 mit ihrem
Langlochende zur Anlage an die dieses durchsetzend angeordnete
Getriebe-Verbindungsstange 21 und drückt so die lose untere
Winkelhebel-Koppel 19 in die in Fig. 4 gezeigte Stellung, in
der das zusätzliches Sitzelement 7 in seine Sitzposition ange
hoben ist und die Führungsrollen an den Haltewinkeln 8 ihr
stabile Endlage am Ende der Kulissenführung 14 eingenommen ha
ben.
Durch das Gewicht einer auf dem zusätzliches Sitzelement 7
sitzenden Person wird über die Winkelhebel 16, 17 ein nach
links gerichteter Druck auf die untere, lose Winkelhebel-Kop
pel 19 ausgeübt, die ihn über die Getriebe-Verbindungsstange
21 und die jetzt als Druckstange wirkende Koppelstange 20 auf
die Haltewinkel 8 überträgt und so deren jeweilige Führungs
rolle in ihrer stabilen Arretierungs-Endlage gehalten werden,
so dass keine Gefahr besteht, dass das zusätzliche Sitzelement
7 bei Belastung nach unten in seine Verwahrposition absinkt.
Um das erfindungsgemäße Mehrzweck-Sitzmöbel aus seiner voraus
sichtlich immer nur vorübergehend eingenommenen Sesselform
wieder in seine Hockerform zurück zu verwandeln, muss lediglich
das Flächenelement 6 am oberen Ende nach vorn gezogen
bzw. gedrückt werden, wobei zunächst durch einen Ruck die bei
den Führungsrollen an den Haltewinkeln 8 aus ihrer stabilen
Rastposition sozusagen entsichert werden müssen.
Gegen Ende der schließlich nach unten gerichteten Schwenkbewe
gung des Flächenelements 6 kommt das untere Ende des Langlochs
der jetzt als Zugstange wirkenden Koppelstange 20 zur Anlage
an die in der unteren, losen Winkelhebel-Koppel angeordnete
Getriebe-Verbindungsstange 21 und zieht sie nach links, wo
durch sich die oberen Arme der Winkelhebel 16, 17 senken und
das zusätzliche Sitzelement 7 nach unten ziehen, bis das Flä
chenelement 6 seine vorgesehene horizontale Normalstellung auf
dem von den beiden Seitenteilen 2, 3 gebildeten Untergestell
und damit gleichzeitig auch das zusätzliche Sitzelement 7 sei
ne abgesenkte Verwahrposition eingenommen haben. Der hierbei
vom zusätzlichen Sitzelement 7 zurückgelegte Weg ist jeweils
von der Dicke der Polsterung des Flächenelements 6 abhängig.
Statt das erfindungsgemäße Mehrzweck-Sitzmöbel, wie zuvor be
schrieben, mit einer Polsterung auf seinen beiden Seiten zu
versehen, bzw. seinen Rahmen 7b in eine dicke Polsterung ein
zubetten, um so, bezogen auf seine Normallage, seine Oberseite
mit einer gepolsterten Sitzfläche für die Hocker-Aufstellung
und andererseits auf seine Unterseite mit einer Polsterung für
seine Benutzung als Sessellehne auszustatten, können auf der
Oberseite des Rahmens 7b des Flächenelements 6 statt einer
Polsterung andere Ausgestaltungen vorgesehen werden, um das
erfindungsgemäße Mehrzweck-Sitzmöbel für andere Benutzungs
zwecke vorzubereiten. Z. B. kann auf dem Rahmen 7b eine Platte
angeordnet werden, damit in der Hocker-Aufstellungsform eines
solchen Mehrzweck-Sitzmöbels z. B. Flaschen und Gläser, Deko
ration, z. B. Vasen, oder auch eine Lampe abgestellt werden
können, z. B. in seiner Verwendung als Zwischenelement zwi
schen Couch- oder Sofamöbel-Teilen.
Eine solche Platte kann aber z. B. auch als ein Spielfeld aus
gestaltete sein, z. B. als Schachbrett. Dann können zwei Per
sonen an diesem hockerartigen Spieltisch Schach spielen und
wenn Besuch kommt, kann dieser sich auf den aus dem Spiel
tisch-Hocker durch Aufstellen von dessen das Spielfeld bilde
nen Flächenelement 6 "gezauberten" Sessel setzen, ohne dass
dies dem Hocker zuvor anzusehen wäre, wenn z. B. für einen
richtigen Sessel kein Platz vorhanden ist.
Dieses erfindungsgemäße Mehrzweck-Sitzmöbel mit einem doppelt
nutzbaren Flächenelement 6 mit einer in jeder möglichen Benut
zungs-Ausgestaltungsvariante immer möglichen Sesselaufstellung
dann als Sessellehne nutzbaren Unterseite, hat einen großen
Einsatzbereich.
Statt zur Auf- und Abbewegung des zusätzlichen Sitzelements 7
Hebelgetriebe vorzusehen, könnte stattdessen auch ein aller
dings umständlicher zu bedienender Federrastmechanismus vorge
sehen werden, um auf diese Weise von der erfinderischen Idee,
einen Hocker in der Art eines Polstermöbel-Hockers in einen
Sessel verwandelbar zu machen, Gebrauch zu machen.
Andererseits ist auch es denkbar, statt das Flächenelement 6
mit der Hand aus seiner Normallage in seine Sesselstellung zu
verschwenken, um den Hocker in einen bequemen Sessel zu ver
wandeln, einen elektrischen Antrieb hierfür vorzusehen.
Claims (18)
1. Mehrzweck-Sitzmöbel, mit wenigstens einem, auf einem Unter
gestell insbesondere nach Hockerart in einer horizontalen
oder annähernd horizontalen Stellung als Normalstellung an
geordneten Flächenelement, gekennzeichnet durch wenigstens
folgende Merkmale:
- - das Flächenelement (6) ist zumindest derart an einem Ende gelenkig (8, 9, 10, 11, 12) am Untergestell angeordnet, dass es zwischen seiner Normalstellung und einer der Schrägstellung einer Sessellehne entsprechenden Lehnen stellung verschwenkbar ist,
- - es ist ein zusätzliches Sitzelement (7) vorgesehen, das sich in der Normalstellung der Flächenelements (6) unter halb von diesem in einer abgesenkten Verwahrposition be findet, aus der es in der Lehnenstellung des Flächenele ments (6) in eine Sitzposition mit einer Sitzhöhe angeho ben ist, die der einer Sesselsitzfläche entspricht, wobei für diese Positionsveränderungen wenigstens ein Hebelge triebe (16, 17, 18, 19) vorgesehen ist,
- - zwischen dem Flächenelement (6) und dem wenigstens einen Hebelgetriebe (16, 17, 18, 19) ist eine Koppelung (20) vorgesehen, durch die durch die Schwenkbewegung des Flä chenelements (6) in die Lehnenstellung bzw. aus dieser zurück in seine Normalstellung das zusätzliche Sitzele ment (6) in seine Sitzposition angehoben bzw. wieder in seine Verwahrposition abgesenkt wird, wobei es in der auf diese Weise eingenommenen Sitzposition gegen selbsttäti ges Absinken in seine Verwahrposition gesichert ist.
2. Mehrzweck-Sitzmöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, dass das Untergestell aus zwei, mindestens in einem
der Breite einer Sesselsitzfläche entsprechenden Abstand
voneinander starr miteinander verbundenen Seitenteilen (2,
3) gebildet ist.
3. Mehrzweck-Sitzmöbel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, dass das zusätzlichen Sitzelement 7 zwischen den Un
tergestell-Seitenteilen (2, 3) angeordnet ist und dass sei
ne Sitztiefe derjenigen einer Sesselsitzfläche entspricht.
4. Mehrzweck-Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenelement (6) in
seiner Normallage entweder auf der Oberseite der beiden
Seitenteile (2, 3) aufliegt oder zwischen diesen angeordnet
ist und in beiden Fällen das zusätzliche Sitzelement (7)
zumindest annähernd bündig überdeckt.
5. Mehrzweck-Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass zur gelenkigen Anordnung
des Flächenelements (6) am Untergestell an seinem dement
sprechend hinteren Ende zwei in seiner Normallage von ihm
rechtwinklig-senkrecht nach unten abstehende Haltewinkel
(8) vorgesehen sind, die in einer ersten Entfernung von ihm
jeweils durch ein Gelenk (9) mit einem Lenkarm-Element (10)
verbunden sind, das seinerseits in einer Entfernung von
diesem Gelenk (9) an einem am jeweils benachbarten Seiten
teil (2, 3) in dessen benachbarten oberen Eckbereich fest
angeordneten Trägerelement (12) durch ein Gelenk (11) ver
bunden ist.
6. Mehrzweck-Sitzmöbel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, dass die Lenkarm-Elemente (10) zumindest annähernd die
Form von gleichschenkligen Dreiecken aufweisen, in deren
Basiswinkelecken jeweils das Haltewinkel- (9) und das
Lenkarm-Gelenk (11) und in dem Basis gegenüberliegende Eck
eine die beiden sich gegenüberliegenden Lenkarm-Elemente
(10) miteinander verbindende Stabilisierungsstange (13) an
geordnet ist, wobei die in der Normalanordnung des Flä
chenelements (6) senkrecht nach unten weisenden Haltewinkel
(8) mit der Basis der Lenkarm-Dreiecke (10) z. B. einen
Winkel von annähernd 45° bilden.
7. Mehrzweck-Sitzmöbel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich
net, dass in den plattenförmig ausgebildeten Trägerelemen
ten (12) eine Kulissenführung (14) für den jeweils zugehö
rigen Haltewinkel (8) ausgebildet ist, und an den Haltewin
keln (8) in einer zweiten Entfernung vom Flächenelement (6),
jenseits ihres Lenkarm-Gelenks (9), auf einer Achse (15)
eine damit zusammenwirkende Führungsrolle angeordnet ist.
8. Mehrzweck-Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass zwei als Winkelhebel-
Getriebe ausgebildet Hebelgetriebe vorgesehen sind, die je
weils zwei Winkelhebel (16, 17) umfassen, die jeweils in
ihrem Winkelbereich an einer auf der Innenseite der Seiten
teile (2, 3) fest angeordneten oberen Koppel (18) gelenkig
angeordnet sind, während die Enden ihrer oberen Arme gelen
kig mit jeweils zwei längsseits den Rahmen (7b) des zusätz
lichen Sitzelements (7) tragenden winkelförmigen Trägerele
mente (7c) und die ihrer unteren Arme mit einer frei beweg
lichen unteren Koppel (19) gelenkig verbunden sind.
9. Mehrzweck-Sitzmöbel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich
net, dass zur Koppelung des Flächenelements (6) mit den
beiden Winkelhebelgetrieben (16, 17, 18, 19) zwei Koppel
stangen (20) vorgesehen sind, die mit einem Ende auf einer
von den Haltewinkeln (8) abstehenden Verlängerung der je
weiligen Führungsrollen-Achse (15) gelenkig befestigt und
am anderen Ende ein Langloch aufweisen, durch das eine die
beiden unteren Koppeln (19) miteinander verbindende Getrie
be-Verbindungsstange (21) geführt ist.
10. Mehrzweck-Sitzmöbel nach Anspruch 8 oder 9, dadurch ge
kennzeichnet, dass das zusätzliche Sitzelement (7) ein zum
hinteren Ende des Flächenelements (6) gerichtetes Sitzge
fälle aufweist, wofür der obere Arm des diesem Ende be
nachbarten hinteren Winkelhebels (16) des Winkelhebelge
triebes (16, 17, 18, 19) kürzer ist als derjenige des vor
deren Winkelhebels (17).
11. Mehrzweck-Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 5 bis 10, da
durch gekennzeichnet, dass die beiden Kulissenführungen
(14) jeweils einen der Normallage bzw. der Lehnenstellung
des Flächenelements (6) entsprechenden oberen bzw. unteren
Endpunkt in einer Ausgestaltung aufweisen, durch die sich
beiden Führungsrollen in ihnen in einer stabilen Endlage
befinden.
12. Mehrzweck-Sitzmöbel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich
net, dass die Ausgestaltung der Kulissenführungen (14) im
unteren Endpunktbereich eine zusätzliche Sicherung des zu
sätzlichen Sitzelements (7) gegen ein Absinken aus seiner
Sitzposition in seine Verwahrposition durch die beiden
Koppelstangen (20) in Verbindung mit den beiden Hebelge
triebe (15, 16, 17, 18) nach Art einer Rastsicherung er
möglicht.
13. Mehrzweck-Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die Unterseite
des Flächenelements (6) mit einer Polsterung versehen ist.
14. Mehrzweck-Sitzmöbel nach Anspruch 13, dadurch gekennzeich
net, dass die Oberseite des Flächenelements (6) entweder
ebenfalls eine Polsterung aufweist oder stattdessen eine
plattenförmige Unterlage vorgesehen ist.
15. Mehrzweck-Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass stirnseitige und rück
wärtige Hohlraumöffnungen zwischen den beiden Seitenteilen
(2, 3) mit einem zumindest elastisch-nachgebend, selbst
spannend angeordneten Textilmaterial oder dgl. verdeckt
sind.
16. Mehrzweck-Sitzmöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, dass zum Anheben des zusätzlichen Sitzelements aus
seiner Verwahrposition in seine Sitzposition ein jeweils
beim Einnehmen seiner Verwahrposition durch manuelles Her
unterdrücken gespannter, manuell über eine verdeckte Zug
vorrichtung auslösbarer Federrastmechanismus vorgesehen
ist.
17. Mehrzweck-Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass zum Verschwenken des
Flächenelements zwischen seiner Normallage und seiner Ses
sellehnen-Position ein elektrischer Antrieb vorgesehen
ist.
18. Mehrzweck-Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass außer dem eine Polste
rung (6a) beidseits eines vorzugsweise im Randbereich um
laufend ausgebildeten steifen Rahmens (6b) aufweisenden
Flächenelement (6) und dem eine Polsterung (7a) aufweisen
den zusätzlichen Sitzelement (7) alle übrigen äußeren Flä
chen der Seitenteile (2, 3) des Mehrzweck-Sitzmöbel gepol
stert oder mit einer Polsterung (2a, 3a) versehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10101687A DE10101687B4 (de) | 2001-01-14 | 2001-01-15 | Mehrzweck-Sitzmöbel |
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10101535 | 2001-01-14 | ||
| DE10101535.6 | 2001-01-14 | ||
| DE10101687A DE10101687B4 (de) | 2001-01-14 | 2001-01-15 | Mehrzweck-Sitzmöbel |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10101687A1 true DE10101687A1 (de) | 2002-07-25 |
| DE10101687B4 DE10101687B4 (de) | 2004-04-15 |
Family
ID=7670585
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10101687A Expired - Fee Related DE10101687B4 (de) | 2001-01-14 | 2001-01-15 | Mehrzweck-Sitzmöbel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10101687B4 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| IT201900005368A1 (it) * | 2019-04-08 | 2020-10-08 | Clei S R L | Struttura di seduta convertibile |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2981313A (en) * | 1959-07-03 | 1961-04-25 | Doyle Adams | Combination seat and coffee table or the like |
| FR2550070A1 (fr) * | 1983-08-02 | 1985-02-08 | Antoine Jacques | Dispositif de manoeuvre d'une piece mobile en rotation entre deux positions extremes et meuble comportant un tel dispositif |
-
2001
- 2001-01-15 DE DE10101687A patent/DE10101687B4/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2981313A (en) * | 1959-07-03 | 1961-04-25 | Doyle Adams | Combination seat and coffee table or the like |
| FR2550070A1 (fr) * | 1983-08-02 | 1985-02-08 | Antoine Jacques | Dispositif de manoeuvre d'une piece mobile en rotation entre deux positions extremes et meuble comportant un tel dispositif |
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|---|---|---|---|---|
| IT201900005368A1 (it) * | 2019-04-08 | 2020-10-08 | Clei S R L | Struttura di seduta convertibile |
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE10101687B4 (de) | 2004-04-15 |
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