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DE1010159B - Einrichtung zur Ermittlung der Fehlerortsentfernung in elektrischen Kabeln und Leitungen - Google Patents

Einrichtung zur Ermittlung der Fehlerortsentfernung in elektrischen Kabeln und Leitungen

Info

Publication number
DE1010159B
DE1010159B DES35982A DES0035982A DE1010159B DE 1010159 B DE1010159 B DE 1010159B DE S35982 A DES35982 A DE S35982A DE S0035982 A DES0035982 A DE S0035982A DE 1010159 B DE1010159 B DE 1010159B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
current
voltage
fault
fault location
systems
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES35982A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Hermann Neugebauer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES35982A priority Critical patent/DE1010159B/de
Publication of DE1010159B publication Critical patent/DE1010159B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R31/00Arrangements for testing electric properties; Arrangements for locating electric faults; Arrangements for electrical testing characterised by what is being tested not provided for elsewhere
    • G01R31/08Locating faults in cables, transmission lines, or networks

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Locating Faults (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Ermittlung der Fehlerortsentfernung in elektrischen Kabeln und Leitungen Zusatz zum Patent 955 876 Es ist bekannt, mit Hilfe von Quotientenmeßwerken den Quotienten aus Spannung und Strom zu ermitteln und derartige Messungen zum Feststelkn von Fehleroftsenffernungen auf Lei tungsstrecken zu verwenden.
  • Es ist ferner bekanntgeworden, mittels zweier solcher Quotientenmeßwerke außer der Fehlerortsmessung auch die Abschaltung fehlerhafter Leitungsstrecken vorzunehmen. Eine derartige Einrichtung bedingt einerseits einen großen technischen Aufwand und hat andererseits den Nachteil, daß die Abschaltung nicht innerhalb der bei modernen Anlagen erforderlichen kurzen Zeiten von unterhalb 0,1 sec möglich ist. Bei neuzeitlichen Leitungsschutzeinrichtungen, deren Schutzrelais zur Vermeidung von Schäden im Falle eines Kurz- oder Erdschlusses eine selektive Abschaltung der fehlerbehafteten Leitung aus dem Netzgebilde innerhalb der vorgenannten Zeit vorzunehmen haben, erfolgt die Messung der Fehlerortsentfernung durch gesonderte Meßeinrichtungen, da es nicht mehr möglich ist, aus der Arbeitskennllinie der Schutzrelais Schlüsse auf die Fehlerortsentfernung zu ziehen.
  • Bei einer bekanntgewordenen Einrichtung für die Feststellung der Fehlerortsentfernung ist ein polarisiertes von Leitungsspannung und -strom beeinflußtes Relais mit mehreren, bestimmten unterschiedlichen Entfernungswerten zugeordneten Ankern vorgesehen, von denen je nach der Fehlerortsentfernung ein oder mehrere Anker bei Erregung ihre Ruhelage verlassen.
  • Diese bekannte verhältnismäßig kompliziert aufgebaute Anordnung ermöglicht jedoch nur eine näherungsweise Bestimmung des Fehlerortes, wozu außerdem eine umfangreiche und schwierige Justierung der einzelnen Anker notwendig ist.
  • Es sind ferner Vorrichtungen zur Ermittlung der ungefähren Lage des Fehlerortes von Erdschlüssen bekanntgeworden, bei denen längs der betreffenden Leitung sogenannte Blitzstähchen in bestimmten Abständen angeordnet sind. Diese Blitzstäbchen können mit einem Eisenkörper zu einem Eisenkern zusammengeschlossen sein, der eine gleichstromerregte Drehspule mit einem Kontaktteil enthält, der je nach der Ausschlagsrichtung einen der zugeordneten verschiedenen Meldestromkreise schließt. Bei einem Erdschluß werden die Blitzstäbchen magnetisiert, so daß die Drehspule sich verdreht und einen bestimmten Meldestromkreis schließt. Dies geschieht für alle Blitzstäbchen. Aus den verschiedenen Meldungen zweier benachbarter Blitzstäbchen ist dann zu ersehen, daß der Fehler zwischen den betreffenden Anschlußstellen der Blitzstäbchen auf der Leitung liegt. Es ist somit zur Ermittlung der ungefähren Lage des Fehlers ein sehr großer technischer Aufwand an Erfassungsmitteln und Meldeeinrichtungen notwendig; eine genaue Ermittlung des Fehlerortes ist damit ebenfalls nicht möglich.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, in mit schnell arbeitenden Leitungsschntzeinrichtungen ausgestatteten Netzen eine genaue Messung des Fehlerortes mit einfachen Mitteln zu erreichen.
  • Die Erfindung bezieht sich dazu auf eine Einrichtung zur Ermittlung der Fehlerortsentfernung in elektrischen Kabeln und Leitungen unter Anwendung eines Drehspulsystems zur Messung eines Augenblickwertes, insbesondere des Höchstwertes, einer veränderlichen Strom- oder Spannungsgröße nach Patent 955 876.
  • Die Lösung besteht darin, daß zwei Drehspulsysteme vorgesehen sind, von denen das eine abhängig vom Fehlerstrom (Stromsystem) und das andere abhängig von der Fehlerspannung (Spannungssystem) erregt wird und bei denen das Verhältnis der Magnetisierung der beiden Systeme als Maß für die Leitungsimpedanz (Z = U/J) und damit für die Fehlerortseutfernung dient. Das Meßsystem gemäß Hauptpatent, das nach Art eines Drehspulsystems aufgebaut ist, beruht in seinem Wesen darauf, daß ein oder mehrere magnetisch wirksame Teile aus einem Werkstoff hoher Remanenz vorgesehen sind, die durch einen der zu messenden Größe proportionalen Strom magnetisiert werden und anschließend durch Abstoßung oder Anziehung beweglicher Teile den Meßwert zur Anzeige bringen.
  • Nach einer Ausführungsform des Hauptpatents kann das Meßsystem mit einem orts- oder geräte festen magnetisierbaren Teil und mit einer dazu beweglichen Spule ausgeführt werden, so daß es etwa den äußeren Aufbau eines Drehspulinstrumentes hat.
  • In diesem Falle kann der Strom oder die Spannung, deren Maximalwert oder Augenbllckswert gemessen werden so11 - bei Wechselstrom nach Gleichrichtung - an eine Spule gelegt werden, die den feststehenden magnetisierbaren Teil umgibt. Dieser magnetisierbare Teil besteht aus Stahl oder einem anderen magnetisierbaren Werkstoff hoher Remanenz, der zur Vermeidung von Wirbelströmen vorteilhaft unterteilt ist. Durch Anlegen eines Gleichstromes an die bewegliche Spule des Systems kann der Grad der Magnetisierung und damit die Höhe des Stromes, der die Magnetisierung bewirkt hat, festgestellt werden.
  • Vor bzw. nach jeder Messung muß dann der magnetische Teil des Meßsystems wieder entmagnetisiert werden, was in an sich bekannter Weise, z. B. durch Anlegen eines Wechselstromes, geschehen kann, dessen Stärke allmählich auf Null abnimmt.
  • Die Größen I und U können der -Meßeinrichtung nach der Erfindung mittels Strom- und Spannungswandler über Gleichrichter, vorzugsweise Trockengleichrichter in Doppelwegschaltung in proportionaler Form zur Verfügung gestellt werden.
  • Diese durch den Grad der Magnetisierung in den beiden Drehspulsystemen festgehaltene Leitungsimpedanz läßt sich anschließend auf einfache Weise dadurch feststellen, daß die Drehspulen der beiden Systeme derart an eine veränderbare Gleichstromquelle legbar sind, daß sie jeweils von Gleichstrom gleicher Höhe durchflossen werden. Bringt man an der Anzeigeskala des vom Leitungsstrom beeinflußten Meßsystems eine der höchstmöglich auftretenden Fehlerstromstärke entsprechende Eichmarke an und erhöht man den die Drehspulen beider Meßsysteme durchfließenden Strom so weit, bis der Zeiger auf die genannte Eichmarke zeigt, so wandert der Zeiger des spannungsabhängigen Meßsystems - wie noch näher ausgeführt wird - auf einen Ausschlag, weicher der Leitungsimpedanz entspricht.
  • Der Vorteil der neuen Meßeinrichtung liegt somit in der unverzögerten gleichzeitigen Erfassung der Angenblickswerte von Strom und Spannung in dem fehlerbetroffenen Leitungsstück vor dem Abschalten desselben~und in der Möglichkeit ihrer sofortigen Auswerdung, die in der gegebenenfalls selbsttätigen Bildung des Verhältniswertes von U/I besteht, womit auch zugleich die Fehlerortsentfernung bestimmt ist.
  • An Hand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele wird die Erfindung noch näher erlautet.
  • Fig. 1 zeigt ein nach Art eines Drehspulmeßgerätes aufgebautes Meßsystem zur FeststeLlung des Augenblickswertes eines Stromes oder einer Spannung gemäß dem Hauptpatent. Das Meßgerät selbst besteht aus einem magnetisierbaren Kern 1, zwischen dessen Schenkeln sich die Drehspule 2 befindet. Der Kern besteht entweder ganz, zumindest aber in dem die Erregerspule 3 tragenden Teil aus einem hochwertigen magnetisierbaren Werkstoff hoher Remanenz. Mittels eines Schalters 4 ist die Spule 3 an die zu untersuchende, spannungführende Leitung anschließbar. Es sei angenommen, daß der Augenblickswert eines Wechselstromes festgestellt werden soll, welcher dem beim Auftreten eines Kurzschlusses in einer Wechselstromleitung vorhandenen Fehlerstrom entspricht. Es wird daher ein dem Kurzschlußstrom proportionaler Strom i der Spule 3 über eine Gleichrichteranordnung 5 zugeführt, zu der ein Kondensator 6 parallel liegen kann. Das Einlegen des Schalters 4 kann in Abhängigkeit vom Ansprechen des Selektivschutzrelais und die Ausschaltung-mit dem Öffnen des Lei,stungsschalters erfolgen, das abhängig von dessen Ansprechzeit in meistens weniger als 0,1 sec eintritt. In dieser kurzen Beeinflussungszeit wird also der Kern 1 des Meßsystems auf einen dem Strom i proportionalen Grad magnetisiert. Nach erfolgter Öffnung des Schalters 4 kann über einen Schalter 7 die Drehspule 2 an eine Gleichstromquelle 8 gelegt werden, um den Grad der Magnetisierung festzustellen. Nach dem Hauptpatent kann die Skala des Meßsystems so geeicht sein, daß der Zeiger den Magnetisierungsstrom i unmittelbar anzeigt, wenn an die Drehspuie 2 eine Gleichspannung ganz bestimmter Höhe gelegt wird. Um diese einzuregeln, können ein Meßinstrument 9 und ein Regelwiderstand 10 in den Stromkreis eingeschaltet sein.
  • Nach erfolgter Ablesung des Instrumentes muß der Kern 1 entmagnetisiert werden, um für eine neue Messung vobereitet zu sein. Hierzu kann über einen Schalter 11 an die Spule 3 ein Wechselstrom angelegt werden, weleller z. B. durch den veränderbaren Widerstand 12 allmählich auf Null herabgeregelt wird.
  • In Ausführung der Erfindung werden zur Ermittlung der Fehlerortsentfernung zwei derartige Meßsysteme verwendet, von denen das eine vom Leitung strom und das andere von der Leitungsspannung beeinflußt wird, wobei zur Ermittlung des Magnetisierungsgrades ebenfalls Gleichstrom an die Drehspulen angelegt wird. Die Auswertung erfolgt jedoch unterschiedlich zum Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 auf andere Weise.
  • In Fig. 2 ist ein Beispiel hierfür schematisch dargestellt. Gleiche Bezugszeidien verweisen auf gleiche Teile wie in Fig. 1. Das Meßsystem 1, 2, 3 (Stromsystem) wird von einem dem Fehlerstrom proportionalen Strom i und das Meßsystem 1', 2', 3' (Spannungssystem) von einem der Spannung proportionalen Strom e magnetisiert. Die zugehörigen Strom- und Spannungsxvandler sind nicht dargestellt.
  • Die Einwirkung der Erregerströme dauert nur von der Einschaltung der Meßeinrich.tung, die mit dem Ansprechen des Selektivschutzrelais erfolgt, bis zu ihrer Ausschaltung mit dem Öffnen des Leistungsschalters. Da es sich bei der Widerstandsmessung nur um die Ermittlung des Verhältniswertes von Spannung zu Strom handelt, braucht der Absolutwert der einzelnen Größen nicht festgestellt zu werden, sondern es können lediglich die Ausschläge beider Instrumente miteinander verglichen werden.
  • Werden die beiden Drehspulen 2 und 2' von glei chen Gleichströmen durchflossen, so entspricht der Ausschlag von 2 dem Fehlerstrom und der Ausschlag von 2' der Fehlerspannung. Bekanntlich ist nun die Fehlerortsentfernung proportional der Leitungsimpedanz Z, d. h. dem Verhältnis von Fehlerspannung zu Fehlerstrom. Wandelt man dieses Verhältnis Z= U/I so ab, daß I = 1, d. h. 100% des höchstmöglichen Fehlerstromes wird, dann wird Z = U. Daher kann man den vorzugsweise hintereinandergeschalteten Drehspulen der beiden Meßsysteme durch Schließen des Schalters 7 aus der gemeinsamen Gleichstromquelle 8, z. B. über den Regelwiderstand 10, einen Gleichstrom solcher Höhe zuführen, bis der mit der Drehspule2 verbundene Zeiger die der höchstmöglich auftretenden Stromstärke entsprechende Eichmarke 100% auf der Skala erreicht hat (Fig. 2 a). Die Zeigerstellung des Spannungs systems gibt dann unmittelbar den Impedanzwert Z in 8/o der Leitungslänge an bzw. bei entsprechender Eichung der Skala direkt die Fehlerortsentfernung, beispielsweise in km (Fig. 2b).
  • Die Meßeinrichtung nach Fig. 3 unterscheidet sich von der in Fig. 2 dargestellten dadurch, daß dem magnetisierbaren Teil des Spannungssystems außer dem spannungsproportionalen Magnetisierungsstrom e noch ein dem Leitungsstrom proportionaler Magnetisierungsstrom i, vorzugsweise über eine getrennte Wicklung3", im entgegengesetzten Sinne zugeführt wird. Die Erregung beider Systeme durch einen dem Leitungsstrom proportionalen Magnetisierungsstrom i kann dazu dienen, eine gleichmäßigere Magnetisierung der zwei Meßsysteme zu erreichen, beispielsweise für den Fall, daß bei geringen Fehlerortsentfernungen der Magnetisierungsstrom e sehr klein wird. Durch die zusätzliche Erregung im nmgekehrten Sinne erhält man auf dem Spannungssystem den Wert i-e. Wenn e = i ist, gibt das Spannungssystem keinen Ausschlag mehr, was bedeutet, daß der Fehler am Messende der Leitung liegt. Stellt man das Stromsystem wieder durch Anlegen eines entsprechend hohen Gleichstromes mit Hilfe des Regelwiderstandes 10 auf Endausschlag bzw. Ausschlag 1000/o ein, so gibt der Zeiger des Spannungssystems wiederum in Prozenten der Leitungslänge den Fehlerort an, soweit die Skala nicht zweckmäßigerweise in Längeneinheiten (km) geeicht ist.
  • In den Ausführungsbeispielen nach Fi!g. 2 und 3 ist ein satter Erd- oder Kurzschluß vorausgesetzt. Vielfach tritt aber an der Fehlerstelle ein Lichtbogen auf, dessen Widerstand berücksichtigt werden muß. Hierfür gibt das Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 einen Lösungsweg.
  • Die Fig. 4 unterscheidet sich von dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel dadurch, daß der dem Spannungssystem zugeführte Magnetisierungsstrom zusätzlich in bei Impedanzschutzrelais bekannter Weise um einen den Lichtbogenwiderstand berücksichtigenden stromabhängigen Korrekturbetrag, ki, vermindert ist. Dies kann - wie dargestellt - beispielsweise dadurch geschehen, daß ein Dreiwicklungstransformator 13 vorgesehen wird, dessen eine Eingangswicklung von der spannungsproportionalen Meßgröße c und dessen zweite Eingangswicklung im entgegengesetzten Sinne von der stromproportion,alen Meßgröße i durchflossen wird, wobei der Betrag ki durch einen Abgriff an dieser Wicklung einstellbar ist. Die Auswertung erfolgt wieder in der gleichen Weise wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3.
  • Die Ein- bzw. Abschaltung der Magnetisierungswicklungen der Meßsysteme kann - wie schon an LIand der Fig. 1 beschriebenin Abhängigkeit vom zugehörigen Selektivschutzrelais bzw. vom zugeordneten Leistungsschalter oder auch durch ein Zeitrelais selbsttätig erfolgen. Auch der Meßvorgang selbst kantl in einfacher Weise automatisiert werden, z. B. dadurch, daß nach beendeter Magnetisierung selbsttätig eine Antriebsvorrichtung, z. B. ein Kleinmotor, eingeschaltet wird, welcher durch Verdrehen bzw.
  • Verschieben des Regelwiderstandes 10 den Strom durch die Drehspulen 2, 2' so lange erhöht, bis der Zeiger des Systems 2 den Ausschlag erreicht hat, der bei dem höchstmöglichen Fehlerstrom auftreten würde.
  • Durch Kontaktgabe in dieser Stellung kann der Verstellantrieb stillgesetzt werden. Das Meßergebnis braucht dann vom Beobachter am Spannungssystem nur abgelesen zu werden; es kann gegebenenfalls aber auch automatisch registriert werden. Die neue Meßeinrichtung kann ebenso wie d;ie Einrichtung nach dem Hauptpatent auch als schreibendes Gerät ausgeführt werden.
  • Die Entmagnetisierung kann nach erfolgter Messung und nach deren Quittierung von Hand oder auch selbsttätig in der im Hauptpatent beschriebenen Weise ausgeführt werden. Hierbei werden die Drehspulen 2, 2' nach der Messung von der Gleichstromerregung durch den Schalter 7 abgeschaltet und die Systeme durch Zuschalten von Wechselstrom auf die Magnetisierungsspulen 3, 3', 3" in bekannter Weise wieder entmagnetisiert.
  • Ebenso wie beim Hauptpatent kann es günstig sein, wenn zur Entmagnetisierung nicht die Meßspule, d. h. die magnetisierende Spule, verwendet wird, sondern eine andere, unabhängige Spule, die das zu entmagnetisierende Element umschließt.
  • Es ist außerdem schon vorgeschlagen worden, zur Vermeidung der hohen Luftspaltverluste bzw. zur Verringerung der für die Magnetisierung erforderlichten Stromstärke und um für jeden Magnetisierungsvorgang den gleichen magnetischen Widerstand vorliegen zu haben, den Luftspalt während der Magnetisierungsdauer und gegebenenfallls auch während der Entmagnetisierungszeit durch ein Schluß stück zu überbrücken. Diese Maßnahme der Anordnung eines magnetischen Nebenschlusses kann auch bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen mit Vorteil angewendet werden. Das Ein- und Ausrücken des Schluß stückes kann dabei in Abhängigkeit vom Schalter 7 vorgenommen werden, so daß der Luftspalt außerhalb der Abgleichs- und Ablesezeit überbrückt ist.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRUCHE 1. Einrichtung zur Ermittlung der Fehlerortsentfernung in elektrischen Kabeln und Leitungen unter Anwendung eines Drehspulsystems zur Messung des Augenblickswertes, insbesondere des Höchstwertes, einer veränderlichen Strom- oder Spannungsgröße nach Patent 955 876, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Drehspulsysteme vorgesehen sind, von denen das eine abhängig vom Fehlerstrom (Stromsystem) und das andere abhängig von der Fehlerspannung (Spannungssystem) erregt wird, und daß das Verhältnis der Magnetisierung der beiden Systeme als Maß für di!e Leitungsimpedanz (Z= U/J) und damit für die Fehlerortsentfernung dient.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehspulen der beiden Meßsysteme, vorzugsweise in Hintereinanderschaltung, an eine veränderbare Gleichspannung legbar und von Gleichstrom gleicher Höhe durchflossen sind.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, daß dem magnetisierbaren Teil des Spannungssystems außer dem spannungsproportionalen Magnetisierungsstrom noch ein dem Fehlerstrom proportionaler Magnetisierungsstrom, vorzugsweise über eine getrennte Wicklung, im entgegengesetzten Sinne zugeführt ist.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Spannungssystem zugeführte Magnetisierungsstrom in bei Impedanz schutzrelais bekannter Weise um einen den Licht hogenwiderstand berücksichtigenden stromabhängigen Rorrekturbetrag (ki) vermindert ist.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ihre Einschaltung selbsttätig erst beim Ansprechen des Selektivschutzrelais erfolgt und das Ausschalten selbsttätig mit dem Öffnen des Leistungsschalters.
  6. 6. Verfahren zur Ermittlung der Fehlerortsentfernung nach erfolgter Magnetisierung der magnetisierbaren Teile der beiden Meßsysteme nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an die Drehspulen der beiden Meßsysteme ein Gleichstrom solcher Höhe gelegt wird, daß der Zeiger des Stromsystems einen Wert anzeigt, welcher der höchstmöglichen in der Leitung auftretenden Fehlerstromstärke entspricht, und daß dabei die Anzeige des Spannungssystems als Maß für die Leitungsimpedanz (Z) dient. ~~~~~~~~ In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 668 754, 453 372; deutsche Patentanmeldung A 12118 VIIIc/21e.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1113984B (de) * 1959-06-20 1961-09-21 Verbundnetz Ost Veb Verfahren und Einrichtung zur messtechnischen Untersuchung von anomal verlaufenden Betriebszustaenden in elektrischen Energieversorgungsnetzen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE453372C (de) * 1926-04-25 1927-12-07 Siemens & Halske Akt Ges Fehlerortrelais mit zwei Messgeraeten
DE668754C (de) * 1936-03-03 1938-12-09 Aeg Vorrichtung zur Ermittlung der Lage eines Erdschlusses

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