DE10100C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE10100C DE10100C DENDAT10100D DE10100DA DE10100C DE 10100 C DE10100 C DE 10100C DE NDAT10100 D DENDAT10100 D DE NDAT10100D DE 10100D A DE10100D A DE 10100DA DE 10100 C DE10100 C DE 10100C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- paper
- drum
- roller
- comb
- rollers
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 210000000078 claw Anatomy 0.000 claims description 15
- 230000033001 locomotion Effects 0.000 claims description 13
- 239000000853 adhesive Substances 0.000 claims description 8
- 230000001070 adhesive effect Effects 0.000 claims description 8
- 239000003292 glue Substances 0.000 claims description 8
- 230000004048 modification Effects 0.000 claims description 5
- 238000012986 modification Methods 0.000 claims description 5
- 239000000126 substance Substances 0.000 claims description 4
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 4
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 claims description 3
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 5
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 5
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 description 4
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 3
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 3
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 3
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 3
- 238000009826 distribution Methods 0.000 description 3
- 210000003813 thumb Anatomy 0.000 description 3
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 229910052802 copper Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000010949 copper Substances 0.000 description 2
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 2
- 239000010985 leather Substances 0.000 description 2
- 239000003973 paint Substances 0.000 description 2
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 235000002779 Morchella esculenta Nutrition 0.000 description 1
- 240000002769 Morchella esculenta Species 0.000 description 1
- 238000004026 adhesive bonding Methods 0.000 description 1
- 230000001174 ascending effect Effects 0.000 description 1
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 1
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 1
- 230000002950 deficient Effects 0.000 description 1
- 230000000994 depressogenic effect Effects 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000002996 emotional effect Effects 0.000 description 1
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000001788 irregular Effects 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 238000010422 painting Methods 0.000 description 1
- 230000000149 penetrating effect Effects 0.000 description 1
- 239000011148 porous material Substances 0.000 description 1
- 238000003825 pressing Methods 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 230000005070 ripening Effects 0.000 description 1
- 230000000630 rising effect Effects 0.000 description 1
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 description 1
- 238000003892 spreading Methods 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21J—FIBREBOARD; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM CELLULOSIC FIBROUS SUSPENSIONS OR FROM PAPIER-MACHE
- D21J3/00—Manufacture of articles by pressing wet fibre pulp, or papier-mâché, between moulds
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Replacement Of Web Rolls (AREA)
Description
1879.
Klasse 54.
MOREL & MOTSCH in CERNAY (Elsass). Verbesserungen an Maschinen zur Herstellung von Papierspulen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. December 1879 ab.
Längste Dauer: 21. Februar 1892.
Zum besseren Verständnisse der Neuerungen ist es erforderlich, die alte Maschine kurz zu
beschreiben.
Dieselbe ist in den Fig. 1 bis 5 der beiliegenden
Zeichnungen dargestellt.
Die Maschine wird durch die Haupttriebwellea bewegt, aufweicher dieRiemscheibe/'sitzt.
Mit jeder Umdrehung der Welle α führt die Maschine folgende Operationen aus:
1. Das Markiren des Papiers. Dies hat den Zweck, an den sehr schwach konischen Spulen
auf den ersten Blick ersehen zu lassen, welches das dickere Ende ist. Dies erleichtert das Aufstecken
der Spulen auf die Webstuhlspulen.
2. Das Festhalten des Papiers während des Schneidens.
3. Das Schneiden oder Abtrennen von gleichlangen Theilen von Papierstreifen.
4. Das Avifsetzen dieser Streifen auf die Wickeldorne und das Aufwickeln des Papiers.
5. Das Versehen einer ganzen Seite des Papiers mit Klebstoff.
6. Das Abstreifen der fertigen Spulen von den Dornen vermittelst einer Zange.
i. Das Markiren des Papiers.
Von einer Rolle wird das Papier durch die Maschine abgewickelt, und es läuft zunächst über den Markirapparat. Dieser besteht aus Gefäfs b, Fig. 1 und 2, mit Farbstoff gefüllt, Bürsten- oder Filzrädchen Iz1, welches eine Metallscheibe d2 mit Farbe versieht, und Holzröllchen c, welches den Papierstreifen gegen ^2 prefst und damit das Papier zeichnet.
Von einer Rolle wird das Papier durch die Maschine abgewickelt, und es läuft zunächst über den Markirapparat. Dieser besteht aus Gefäfs b, Fig. 1 und 2, mit Farbstoff gefüllt, Bürsten- oder Filzrädchen Iz1, welches eine Metallscheibe d2 mit Farbe versieht, und Holzröllchen c, welches den Papierstreifen gegen ^2 prefst und damit das Papier zeichnet.
2. Festhalten des Papiers während des
Schneidens, Fig. 1, 2 und 3.
Der so mit fortlaufendem Farbstrich versehene Papierstreifen läuft nun zwischen den Platten / durch und dann zwischen die Holzrolle e und die gerippte Stahlrolle <?,, Fig. 1, worauf er mit Klebstoff versehen wird, was weiter unten näher beschrieben wird. Das Festhalten des Papierstreifens wird durch folgende Mechanismen bewirkt: Das auf der Welle α sitzende Daumenrad D hat an einer Seite den Ansatz D', Fig. 4, welcher bei der Umdrehung gegen das Röllchen«! stöfst; dadurch wird der Winkelhebel ar a2 a3, Fig. 3, bewegt, und d,t und mit ihm der Presser C3, welche beide für gewöhnlich durch die Feder dä hochgehalten werden, herabgedrückt.
Der so mit fortlaufendem Farbstrich versehene Papierstreifen läuft nun zwischen den Platten / durch und dann zwischen die Holzrolle e und die gerippte Stahlrolle <?,, Fig. 1, worauf er mit Klebstoff versehen wird, was weiter unten näher beschrieben wird. Das Festhalten des Papierstreifens wird durch folgende Mechanismen bewirkt: Das auf der Welle α sitzende Daumenrad D hat an einer Seite den Ansatz D', Fig. 4, welcher bei der Umdrehung gegen das Röllchen«! stöfst; dadurch wird der Winkelhebel ar a2 a3, Fig. 3, bewegt, und d,t und mit ihm der Presser C3, welche beide für gewöhnlich durch die Feder dä hochgehalten werden, herabgedrückt.
3. Schneiden des Papiers.
An demselben Rade D ist auf der anderen Seite der Daumen D 2; dieser stöfst bei der Umdrehung des Rades gegen e2 und bewegt so den Hebel E, welcher das Messer trägt; dadurch wird das Papier von unten vom Messer durchschnitten, während zugleich der Presser C3 dasselbe festhält und gegen das Messer drückt. Nach gethaner Arbeit wird das Messer durch eine Feder in seine frühere Lage zurückgebracht. Das Papier ist nun in rechteckige Theile zerlegt, deren Länge die Stärke der Spulen bestimmt.
An demselben Rade D ist auf der anderen Seite der Daumen D 2; dieser stöfst bei der Umdrehung des Rades gegen e2 und bewegt so den Hebel E, welcher das Messer trägt; dadurch wird das Papier von unten vom Messer durchschnitten, während zugleich der Presser C3 dasselbe festhält und gegen das Messer drückt. Nach gethaner Arbeit wird das Messer durch eine Feder in seine frühere Lage zurückgebracht. Das Papier ist nun in rechteckige Theile zerlegt, deren Länge die Stärke der Spulen bestimmt.
4. Das Aufbringen des Papiers auf die Dorne und das Aufwickeln.
Diese erstere Operation geschieht durch die Klaue g3 und git Fig. 1 und 2. Diese mufs
folgende Bewegungen ausführen:
a) Sie mufs den Dorn /, vorbeilassen.
Der Winkelhebel, welcher sich um g2 dreht,
wird durch eine Feder (in der Figur nicht dargestellt) mit dem Röllchen ^1 gegen die Curvenscheibe
F1 gedrückt. So oft ^1 an die Spitzen
von F' kommt, weicht die Klaue zurück, um den Dorn passiren zu lassen.
b) Sie mufs den Dorn, nachdem sie das Papier auf den Dorn fest angedrückt hat, wieder freilassen.
An der Felge des Schwungrades H ist der Ansatz A1. Derselbe stöfst gegen das Röllchen //2
und bewirkt dadurch, dafs die Klaue ^3 ^4 in
die Höhe geht; dieselbe wird durch einen Ansatz (in der Figur nicht dargestellt) wieder in
die frühere Lage gebracht.
Nun folgt das Aufwickeln des Papiers auf die Dorne. Auf Welle / (mit Welle α durch geeignete Zahnradübersetzungen G in Verbindung
und auf dem Gestell B verschiebbaren Lagern montirt) sitzt die mit sechs Dornen/1 versehene
Scheibe F. Die Dorne sind konische, am Umfange geriffelte Stahlbolzen, stehen auf der
Vorderseite der Scheibe F und sind nach hinten, d. h. hinter der Scheibe, als cylindrische Wellen
verlängert. Dort werden sie durch die geschweiften Ausleger /2 (in Fig. 2 ist nur einer
dargestellt) getragen, Fig. 5, und tragen jeder: i. das Zahnrädchen *'; 2. die Rolle i~ mit dem
Bügel j, und 3. die Rolle i3.
Letztere rollt mit Friction auf dem Riemen /,
der durch geeignete Träger nächst der Klaue am Gestell B befestigt ist. Hierdurch wird der
Dorn in Drehung versetzt, bis der Bügel/ von i2 an den Riemen anstöfst und diese vorläufige
langsame Drehung sistirt. Nunmehr greift aber das Zahnrädchen z1 m den Kranz mit äufserer
Verzahnung/1 ein, der an dem Gestell B fest ist. Dadurch wird dem Dorn eine sehr rasche
Rotation ertheilt; während derselben wird das Papier durch das Kupferblechband _/', an dem
das Gewicht j' hängt, fest an den Dorn angedrückt.
5. Das Abstreifen der fertigen Spule
von dem Dorn.
Dies geschieht durch eine Zange, welche in Fig. 2 im Grundrifs dargestellt ist, hingegen in
Fig. ι der Deutlichkeit halber weggelassen ist. Die Arme K und K gleiten vorn auf dem
Bügel k und werden durch die Feder η auseinander
gehalten. Die ganze Zange wird durch /' vor- und zurückgeschoben. Wie /' von der
Welle α seine Bewegung erhält, zeigt die Zeichnung, Fig. 2. Die Zange ist daselbst in vorgeschobener
Stellung, aber nicht geschlossen, dargestellt. Das letztere geschieht nämlich beim
Zurückziehen, indem die Ansätze an den Zangenarmen gegen die festen Verticalrollen N stofsen.
Das Abstreifen speciell besorgen der Kamm M, der Bolzen M1 und der Draht IV1. O ist ein
Pinsel zum Reinigen der Dorne von etwa anhängendem Klebstoff.
6. . Das Versehen des Papiers mit Klebstoff.
Fig. ι zeigt den Schnitt durch den Klebstoffbehälter
P 2; der Klebstoff fliefst zwischen der
Vertheilungsrolle O von Holz und der verschiebbaren Coulisse O1 aus und zunächst auf die
geriffelte Stahlrolle, welche] die gleichmäfsige Vertheilung des - ausgeflossenen Klebstoffes besorgt.
Die Bewegung von O ist intermittirend, zu welchem Zweck der stellenweise gezahnte
Bogen/1, welcher durch geeignete Zahnradübersetzungen die Bewegung des Schwungrades//"
auf Rolle O überträgt, angeordnet ist. Diese Zahnräder sind jedoch in der Figur, um diese
nicht zu verwirren, weggelassen.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Veränderungen an der oben beschriebenen
Maschine und bezweckt einestheils, die Verzögerung, welche durch die Verbindung mehrerer
Zahnräder zwischen der Transmissionswelle und der Bewegungswelle des Ausziehers verursacht
wurden, zu vermeiden, anderntheils den Gang des Papiers zwischen den Prefswalzen und den
Anstreichwalzen zu vereinfachen und auf diese Weise den Zeitverlust zu vermeiden, welcher
durch das zu häufige Reifsen des Papierstreifens verursacht wurde.
Diese Modificationen sind in beiliegenden Zeichnungen, Fig. 7 bis 19, dargestellt.
Der erste Klebstoffbehälter sitzt auf dem Rahmen B der Maschine. Von hier aus wird
der Klebstoff der oberen Seite des Papiers zugeführt, und zwar geschieht dies mit Hülfe eines
Filzriemens ohne Ende, welcher über die Rollen r, r', r" und r'" läuft Ein Abstreicher
f, Fig. 11, umschliefst diesen Riemen bei dessen Heraustreten aus dem Behälter und
läfst nur soviel Klebstoff übrig, als zum Kleben erforderlich ist. Dieser Abstreicher besteht aus
zwei beweglichen Eisen- oder Kupferplättclien, welche durch zwei Schrauben nach Belieben
einander genähert oder yon einander entfernt werden können.
Ein zweiter Behälter V, welcher dem ersten V ganz ähnlich ist, befindet sich unterhalb der
Trommel d'. Ein Filzriemen, ähnlich dem des oberen Behälters, geht bis beinahe auf den
Boden des Behälters V herab, läuft um eine untere Rolle und geht oben über die Trommel d1,
nachdem er mit dem in dem unteren Behälter befindlichen Stoffe (der, wie wir weiter unten
sehen werden, verschiedener Natur sein kann) imprägnirt worden ist.
Die Vertheilung dieses Stoffes auf die Oberfläche des Riemens, und infolge dessen auch
auf die untere Papierfläche, geschieht durch einen Abstreifer, welcher dem des oberen
Behälters V ähnlich ist.
Zwischen den beiden Behältern V und V befindet sich ein dritter, sogenannter Pressionsriemen, welcher über die kleinen Walzen t und f
geht und sich in einem gewissen Bogen über die Oberfläche der unteren Trommel legt. Die
Walze t' kann durch ein Hebelsystem von unten nach oben und parallel mit ihrer Axe verschoben
werden, derart, dafs der Pressionsriemen die untere Trommel d' nicht mehr berührt und es
alsdann möglich ist, den Papierstreifen zwischen diesen Pressionsriemen und die Trommel zu
bringen. Alle Theile dieses Systems erhalten ihre Bewegung von einer einzigen Welle, welche
ihrerseits mit Hülfe zweier Differentialscheiben von der Hauptwelle der Maschine getrieben
wird. Die Lage des Riemens auf diesen Scheiben wird je nach dem erforderlichen Gange der Maschine durch zwei Rollen mit
Spurkränzen regulirt, welche den Riemen umfassen und durch eine Stellschraube verrückt
werden können, Fig. 19.
Da das Papier nicht überall von gleicher Dicke ist, kommt es bei Maschinen, welche mit grofser
Geschwindigkeit arbeiten sollen und das Papier nur auf einer Seite bestreichen, vor, dafs eine
dünne Stelle im Papier unvollständig mit Klebstoff bestrichen wird und während der Arbeit
der Spindel ihre Steifigkeit beibehält, um endr· lieh, wenn die Spindel anhält und die Reibung
derselben gegen das Lederband aufhört, sich wie eine Uhrfeder aufzurollen. Dies verursacht
natürlich einen Verlust, der sich so oft wiederholt, als dergleichen unregelmäfsige Stellen vorkommen.
Dieser Uebelstand wird bei dem Anstreichen auf beiden Seiten und durch das Pressionsband
vermieden. Letzteres ist von grofser Wichtigkeit, da es das Papier auf eine ziemlich weite
Strecke mit dem Klebstoff in Berührung hält
und letzteren nöthigt, in alle Poren des Papiers einzudringen.
Da die Papierseite, welche mit dem in dem unteren Gefäfse befindlichen Stoffe in Berührung
kommt, diejenige ist, welche später die Aufsenfläche der fertigen Spule bildet, so kann man
dieser Aufsenseite der Spule eine beliebige Färbung geben, wenn man dem in dem unteren
Gefäfse enthaltenen Klebstoffe den betreffenden Farbstoff zusetzt.
Auf diese Weise sind wir in der Lage, den Spulen jede beliebige Färbung zu geben, ohne
hierfür anderes wie ungefärbtes Papier zu verwenden.
Durch Anwendung des unteren Gefäfses können wir den Papierstreifen auch mit einem
Stoffe überziehen, welcher das Papier, ohne seine Fähigkeit, sich in Spulen zu formen, zu
beeinträchtigen, nach der Fertigstellung der Spule vollständig undurchdringlich gegen Wasser
und Dampf macht.
Nachdem das Papier mit Klebstoff versehen und bereit ist, in Röhren geformt zu werden,
kommt es mit dem Dorn und dem Kamm in Berührung, welche es mit Hülfe einer mit Leder
oder Kautschuk überzogenen Trommel/ Fig. 6, 13, 14 und 15, aufwickeln.
Diese Trommel wird durch die Trommel, welche die Spindeln trägt, im Uebersetzungsverhältnisse
von 4 : 1 bewegt.
Die Umkleidung der Trommel ist mit vier Reihen von Schlitzen m versehen, welche mit
den Zähnen des Kammes correspondiren.
In diese Schlitze legen sich bei jedem Vorbeikommen einer Spindel die Zähne des Kammes
genau ein, so dafs der Papierstreifen gezwungen wird, sich unter dem Zahne zu öffnen und sich
genau gegen den, an seiner Berührungsstelle mit der Trommel J gefrästen Dorn anzulegen.
Die Modification besteht darin, dafs die rings um die Oberfläche der Bekleidung laufenden
hohlen Kanäle durch Schlitze ersetzt sind, in welche sich die Zähne des Kammes einlegen.
Durch diese Modification ist die frühere Unzuträglichkeit vermieden, welche darin bestand,
dafs man dem Papierbande bei der Berührung mit der Trommel eine genügende Steifigkeit
nicht geben konnte. Das Papier faltete sich, die Zähne des Kammes drangen nicht tief genug
ein, das Papier haftete nicht fest genug an dem Dorn und die Spulen wurden fehlerhaft.
Um ein regelmäfsiges Product zu erlangen, ist es nothwendig, den Kamm, welcher das
Papier bei seiner Berührung mit der Trommel/ erfafst, sowohl unten wie oben zu führen. Die
Fig. 13, 14 und 15 zeigen die Anordnung, mit
deren Hülfe der Kamm geführt wird. Oben wird der Kamm durch eine Rolle q' geführt,
welche sich an den Kammhalter q anlegt.
Die Länge des Kammes wird nicht mehr durch diejenige des gefrästen Domes beschränkt,
dieser ist vielmehr 4 bis 5 mm kürzer, Fig. 15.
In Fig. 15 ist die Spindel dargestellt, während
sie mit der Trommel/ in Berührung ist. Ein Anschlag G, welchen wir »festen Daumen«
nennen, besteht aus einer Stahlplatte und ist mit Hülfe einer Stange auf dem runden Sockel
befestigt. Diese Stange geht durch die Platte hindurch und dient dazu, die Stellung derselben
mit Hülfe der Muttern e und .e' zu reguliren.
Der Theil, welcher mit dem Kamm in Berührung ist, bildet eine Krümmung, welche mit der
Linie IV, Fig. 14, einen Winkel bildet, derart,
dafs in dem Augenblicke, wo die Spindel und die Trommel sich berühren, der Theil des
Kammes, welcher über die Länge des Domes hinausragt, auf dieser Krümmung wie auf einer
schiefen Ebene gleitet und den Kamm vorschiebt, welcher alsdann, einerlei, welche Länge er hat,
in einer der vorigen parallelen Stellung gehalten wird, da er gleichzeitig oben durch die
Rolle und unten durch den Daumen geführt wird, und der Winkel der oberen Führung mit
dem des Anschlags genau übereinstimmt.
Durch diese Anordnung und die vorerwähnte Modification erhält man ein vollständig regelmäfsiges
Product, wie stark der Widerstand des Papiers gegen den Zahn des Kammes, die Biegsamkeit
dieses Kammes und die Länge des Domes auch sein mag. In Fig. 14 sind drei
Stellungen der Spindel während ihrer Bewegung dargestellt, welche diese Anordnung erläutern.
Die Vorrichtung zum Abstreifen der Spulen haben wir durch die folgende ersetzt:
Auf einer verticalen Welle C befindet sich die Scheibe D', welche unten in eine lange
Nabe ausläuft, auf der der Cylinder T befestigt ist, und an ihrer Bewegung, welche im Sinne
der der Trommel, welche die Spindel trägt, stattfindet, theilnimmt. Das Geschwindigkeitsverhältnifs
ist wie 2:1, Fig. 16, 17 und 18.
Die Scheibe £>' ist in gleichen Zwischenräumen
von acht horizontalen cylindrischen Kanälen durchzogen, welche acht schwalbenschwanzförmigen
verticalen Einschnitten der Trommel T entsprechen. In den acht Kanälen der Scheibe JD' bewegen sich Zapfen t, welche
in verticale Schieber c endigen, von denen jeder in einer Führung liegt. Auf jeder dieser Führungen
ist eine Klaue g befestigt, welche in Fig. 16 im Profil und in Fig. 17 im Horizontalschnitt
dargestellt ist. Zwei Spiralfedern r, Fig. 16, drücken auf die innere Fläche eines
jeden Schiebers.
In den schwalbenschwanzförmigen Einschnitten der Trommel T sitzen Schieber f, Fig. 18,
' welche sich in diesen Einschnitten auf- und abbewegen können. Jeder dieser Schieber / ist
mit dem entsprechenden Schieber der oberen Scheibe durch ein kleines Gelenk y verbunden,
welches in Fig. 16 auf beiden Seiten im Schnitt, und in der Mitte dieser Figur in Vorderansicht
in punktirten Linien dargestellt ist. Durch dieses Gelenk geht ein Zapfen z, welcher dem
oberen Schieber gestattet, sich in der Richtung der Zapfen t in horizontaler Richtung zu bewegen,
während derselbe Schieber die verticale
Bewegung des unteren Schiebers p mitzumachen gezwungen ist.
Der untere Schieber ρ trägt eine konische Rolle, welche um eine horizontale Axe drehbar
ist und sich zwischen zwei festen Gleitflächen von spiralförmiger Gestalt bewegt. Diese Gleitflächen
sind durch zwei Stangen an dem runden Sockel befestigt und in Fig. 16 mit punktirten
Linien gezeichnet. Dieselben sind im entgegengesetzten Sinne angeordnet, die eine auf- und
die andere absteigend.
Der ganze Apparat befindet sich unterhalb der die Spindeln tragenden Trommel, so dafs
der Kreis, welchen die Klaue g bei ihrer Bewegung beschreibt, sich innerhalb des Kreises
befindet, der von dem gefrästen Dorne beschrieben wird und diesen Kreis in zwei ziemlich
nahe beieinander liegenden Punkten schneidet. Der erste Punkt entspricht dem Augenblicke,
wo der Dorn nach Fertigstellung der Spule in seiner drehenden Bewegung anhält. Hier beginnt
die Klaue ihre Thätigkeit. Sie stemmt sich in diesem Augenblicke infolge des Druckes
der Spiralfeder r gegen die Spule, welche von dem Dorn getragen wird. In demselben Augenblick
befindet sich die Rolle des unteren Schiebers in dem oberen horizontalen Theile der
Gleitfläche, und die Klaue bewegt sich infolge dessen zuerst in horizontaler Richtung, und da
sich dieselbe, wie oben erwähnt, doppelt so schnell dreht wie der Dorn, so läfst sie die
Spule um sich selbst drehen, was zur Folge hat, dafs sich die Spule von dem Dorn loslöst
und durch die Reibung auf dem Dorn die auf ihrer Innenfläche gebliebenen Spuren der Eingriffe
des Kammes verwischt. In diesem Augenblick tritt die Rolle in die absteigende spiralförmige
Gleitfläche und zieht hierbei die Klaue und die Spule mit sich. Letztere wird auf diese
Weise losgelöst und es bedarf nur noch eines leichten Stofses, um sie ganz von dem Dorn
zu entfernen. Nach beendigter Arbeit wird die Klaue durch die Rolle, welche nunmehr der
aufsteigenden Gleitfläche folgt, wieder nach oben geführt. Das Herausziehen der Spule
vollzieht sich durch den in den Fig. 6 und 7 dargestellten Apparat α α α. Dieser besteht aus
einer Stahlzunge, welche am Dorn entlang auf- und abgleitet und durch eine auf der Messeraxe
χ befindliche Kurbel in Verbindung stehende Stange ihre Bewegung erhält.
Auf diese Weise haben wir die Arbeit getheilt und die Trägheitskraft, die bei der früheren
Anordnung störend wirkte, bedeutend vermindert, da der neue Abstreifapparat nur die
doppelte Geschwindigkeit des Spindelträgers hat, während bei dem bisherigen Apparat das
Verhältnifs 16:1 war. Des weiteren wird die Spule im Innern geglättet und ohne Stofs und
Rifs abgestreift, einerlei, welche Geschwindigkeit dem Apparat gegeben wird.
Um die Verzögerung, welche die Anbringung mehrerer Zahnräder zwischen der Transmissionswelle
und der Bewegungswelle der Klaue verursachte, zu vermeiden, haben wir ferner die
vier konischen und die zwei Stirnräder, welche der Klaue die rotirende Bewegung mittheilten,
entfernt und die senkrechte Welle a, Fig. 19,
sowie die Welle der Klaue bis unter das Gestell verlängert, und es erhält die letztere nunmehr
ihre Bewegung durch die beiden geraden Zahnräder b und c, Fig. 19, welche im Verhältnifs
von 1:2 zu einander stehen.
Um den Durchgang des Papiers zwischen der Pressionswalze und der Aufstreichwalze zu vereinfachen,
haben wir die in Fig. 7 dargestellten Rollen de/ entfernt und dieselben durch die
Rolle /' in Fig. 19 ersetzt. Ferner haben wir die Rolle g in Fig. 7 weggelassen und für die
Spannung des Pressionsriemens die durch die Rollen klm, Fig. 19, 'angegebene Anordnung
getroffen. Anstatt, dafs das Papier zwischen den Rollen h, r", g, t, d' und t', 'Fig 7, durchgeht,
geht es nur durch die Rollen I, d' und m.
Auf diese Weise wird das Papier hinlänglich mit Klebstoff und Firnifs versehen, und behält
dennoch infolge einer kürzeren Berührung mit dem getränkten Filz hinlängliche Haltbarkeit,
um nicht zwischen diesen Punkten und der Trommel J zu zerreifsen, auch läfst sich das
Papier beim Ingangsetzen der Maschine von dem Arbeiter leichter zwischen die Rollen einführen.
Claims (8)
1. Der untere Behälter V zur Aufnahme von
Kleb - und Farbstoff oder einem Stoffe, welcher das Papier gegen Feuchtigkeit unempfindlich
macht.
2. Die Trommel_/mit verticalen Schlitzen m zum
Festhalten des Papiers auf den Wickeldornen.
3. Die Führung G und die durch dieselbe bedingte Anordnung des Kammes, welcher in
Gemeinschaft mit Trommel J das Festhalten des Papiers bewirkt.
4. Der Mechanismus zum Loslösen, der fertigen Spulen von den Wickeldornen, nämlich die
Scheibe D' mit Zapfen t, Schiebern c und Klauen g in Verbindung mit der Trommel T,
mit Schiebern p und Rollen P, welche sich in spiralförmigen Gleitflächen auf- und abbewegen.
5. Der in Fig. 6 und 7 dargestellte Abstreifmechanismus α α der fertigen Spulen.
6. Die in Fig. 19 dargestellte Anordnung der
Rollen /' k I m zur Führung des Papierstreifens,
während derselbe mit Klebstoff versehen wird.
7. Die in Fig. 19 dargestellte verlängerte Welle a
und die Zahnräder b c, welche die Bewegung dieser Welle auf die Axe der Klauen übertragen.
8. Die mit diesen Mödificationen versehene Maschine zur Herstellung von Spulen in
ihrer ganzen Zusammensetzung, wie solche oben beschrieben und in beiliegenden Zeichnungen
dargestellt ist.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10100C true DE10100C (de) |
Family
ID=287418
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT10100D Active DE10100C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10100C (de) |
-
0
- DE DENDAT10100D patent/DE10100C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1660286C3 (de) | Verfahren zum Zerschneiden von band- oder strangförmigem Gut, insbesondere zur Herstellung von Stapelfasern, sowie Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens | |
| DE1774704A1 (de) | Vorrichtung zum Wickeln von Metallbandspulen | |
| DE847637C (de) | Maschine und Verfahren zur Herstellung von Teppichen | |
| DE3736395A1 (de) | Vorrichtung zum ab- oder aufrollen von bahn- oder bandfoermigen materialien | |
| DE2836138C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Vereinzeln und Ausrichten von durch Knoten an ihren Endwindungen geschlossenen, in Federkernmontagemaschinen einzuführenden Schraubenfedern | |
| DE1532830B1 (de) | Verfahren und Maschine zum fortlaufenden Herstellen von Tragtaschen | |
| DD144250A5 (de) | Vorrichtung zum verbinden von textilfaeden durch axialverdrillung | |
| DE2516199A1 (de) | Vorrichtung zum aufbringen von klebband auf eine drahtspule | |
| DE2429917C3 (de) | Einrichtung zum automatischen Wechsel von Aufwickelkernen in Aufwickelmaschinen | |
| DE3922664C2 (de) | ||
| DE10100C (de) | ||
| DE1461239B2 (de) | Vorrichtung zum schneiden von bahnfoermigem material | |
| DE1760327B2 (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung einer fadenwendel fuer reissverschluesse | |
| DE2207370C3 (de) | Vorrichtung zur Herstellung von Kurzketten, insbesondere für Gewebemuster in der Buntweberei | |
| DE497709C (de) | Windemaschine zur Herstellung von Schraubenfedern gleicher Windungszahl | |
| DE2516057A1 (de) | Eine der abzugseinrichtung eines webstuhles nachgeordnete schneidvorrichtung | |
| DE2851411B2 (de) | Vorrichtung zum Vorrücken einer Verpackungsmaterialbahn durch eine Verpackungsmaschine | |
| DE2942492C2 (de) | Verfahren und Maschine zur Herstellung von Pompons | |
| DE3641892C2 (de) | ||
| EP0206310A2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Hohlkörpers aus Verbundmaterial | |
| DE4008755A1 (de) | Verfahren zur herstellung eines mit dekor versehenen textilen fransenbandes | |
| DE1227398B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kurzketten, insbesondere fuer Gewebemuster in der Buntweberei | |
| DE166630C (de) | ||
| DE1948453A1 (de) | Automatische Wickelmaschine,insbesondere fuer extrudierte Kunststoffbaender | |
| DE47296C (de) | Maschine zur Herstellung \0n Röhren aus Papier |